Innovativer Gesundheitstourismusin DeutschlandBranchenreport „Städtedestinationen“
Inhaltsverzeichnis1. Der „Neue Gesundheitstourismus“ im Überblick ...........................................................
Branchenreport „Städtedestinationen“                                                                         31. Der „Neue...
4                                                                       Branchenreport „Städtedestinationen“Erkrankungen i...
Branchenreport „Städtedestinationen“                                                                                      ...
6                                                                          Branchenreport „Städtedestinationen“    ƒ Sekun...
Branchenreport „Städtedestinationen“                                                                          72. Gesundhe...
8                                                                           Branchenreport „Städtedestinationen“ Patienten...
Branchenreport „Städtedestinationen“                                                                           93. Handlun...
10                                                                       Branchenreport „Städtedestinationen“Praxisbeispie...
Branchenreport „Städtedestinationen“                                                                         11   Werden z...
12                                                                         Branchenreport „Städtedestinationen“     chen, ...
Branchenreport „Städtedestinationen“                                                                         13Praxisbeisp...
14                                                                         Branchenreport „Städtedestinationen“ Erfolgsfak...
Branchenreport „Städtedestinationen“                                                                          15Praxisbeis...
16                                                       Branchenreport „Städtedestinationen“4. FazitStädtedestinationen k...
Branchenreport „Städtedestinationen“                                                                   17ImpressumText und...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

BMWI Branchenreport Staedtedestinationen

704 Aufrufe

Veröffentlicht am

0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
704
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
2
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
4
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

BMWI Branchenreport Staedtedestinationen

  1. 1. Innovativer Gesundheitstourismusin DeutschlandBranchenreport „Städtedestinationen“
  2. 2. Inhaltsverzeichnis1. Der „Neue Gesundheitstourismus“ im Überblick .............................................................................................. 32. Gesundheitstouristische Marktsituation für Städtedestinationen .................................................................73. Handlungshilfen, Erfolgsfaktoren und Impulse für innovative Angebote ................................................ 9 3.1 Profilbildung und Markenaufbau................................................................................................................ 9 3.2 Intersektorale Zusammenarbeit .................................................................................................................134. Fazit .........................................................................................................................................................................16
  3. 3. Branchenreport „Städtedestinationen“ 31. Der „Neue Gesundheitstourismus“ im Überblick Projekt „Innovativer Gesundheitstourismus in Deutschland“ Wie sehen erfolgreiche Angebote im Gesundheitstourismus aus? Welche Produktanforderungen müssen Anbieter erfüllen? Welche Trends und Neuerungen gibt es, was sind Innovationen und wie lassen sich diese umsetzen? Welches sind die Erfolgsstrategien? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des vom Deutschen Tourismusverband e. V. (DTV) initiierten und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geför­ derten Projektes „Innovativer Gesundheitstourismus in Deutschland“. Über 400 Hinweisen aus einer bundes­ weiten Veranstaltungsreihe, Experteninterviews und umfassenden Recherchen zu innovativen Ansätzen und Best Practices ist der DTV nachgegangen. Die Ergebnisse wurden in einem Leitfaden zusammengefasst, der einen umfassenden Überblick zu den Projektergebnissen bietet. Vertiefend dazu wurden insgesamt sieben Branchenreports zu verschiedenen gesundheitstouristischen Anbietersegmenten verfasst. ƒ Alle Informationen zum Projekt, zum Download des Leitfadens und der Branchenreports unter www.innovativer­gesundheitstourismus.de oder www.bmwi.de Branchenreport „Gesundheitstourismus für Städtedestinationen“ Ihnen stehen neben dieser Ausgabe mit speziell zugeschnittenen Informationen für Städtedestinationen sechs weitere Branchenreports zu folgenden Themen zur Verfügung: „Kurorte und Heilbäder“, „Beherber­ gungsanbieter“, „Kliniken und Gesundheitszentren“, „Medizintechnik und Kommunikationstechnologie“ sowie „Flächendestinationen“ und „Gesundheitsregionen und Gesundheitsinitiativen“. Neben einer einführenden Beschreibung der Marktsituation mit Blick auf den Status quo und auf zukünftige Entwicklungen stehen den interessierten Fachlesern Praxisbeispiele, Checklisten und Handlungsempfehlun­ gen für die jeweiligen Segmente zur Verfügung. Eine Auswahl innovativer Ansätze, guter Beispiele und Hintergründe soll Orientierung bieten, interessante Impulse für die eigene Marktbearbeitung geben und wichtige Erfolgsfaktoren aufzeigen.Neue Nachfrageformen, technischer Fortschritt und 1 Neue Zielgruppen und neue BedürfnisseKooperationen – der Zukunftsmarkt Gesundheits­ durch den demographischen Wandeltourismus bietet vielfältige Chancen für die Anbieteraus Tourismus und Gesundheitswirtschaft. Die Markt­ Der demographische Wandel bietet Chancen, erfor­und Trendforscher bescheinigen dem Gesundheits­ dert aber auch im Gesundheitstourismus ein Umden­tourismus in den nächsten Jahren einen klaren Be­ ken. Barrierefreiheit und eine medizinisch­therapeu­deutungszuwachs (vgl. Leitfaden S. 11). Immer mehr tische Grundsicherung am Urlaubsort sind nur einigeMenschen sind bereit, auch im Urlaub etwas für ihre Beispiele, um sich auf die älter werdende ZielgruppeGesundheit zu tun. Der demographische Wandel, einzustellen. Aufgrund von Mobilitätseinschränkun­wachsendes Gesundheitsbewusstsein und Werte­ gen oder chronischen Krankheiten will man in Zu­wandel, neue Altersanforderungen, Lebensstile, Be­ kunft nicht auf den Urlaub verzichten müssen. Dasdürfnislagen und Indikationen aber auch der Einsatz heißt spezielle Service­ und Komfortleistungen stellenneuer Technologien – für Anbieter aus Tourismus besondere Ansprüche der älteren Zielgruppe dar,und Gesundheitswirtschaft ergeben sich zahlreiche die sich in der gesamten Dienstleistungskette wider­Möglichkeiten der Angebotsgestaltung und Speziali­ spiegeln sollten. Aber auch zielgerichtete Präventi­sierung. Was sind die wichtigsten Treiber für die onsangebote für „Better Aging“ und Programme, dieEntwicklung des „Neuen Gesundheitstourismus“? die besonderen Bedürfnislagen bei alterstypischen
  4. 4. 4 Branchenreport „Städtedestinationen“Erkrankungen in einem urlaubstypischen Ambiente 4 Innovationen und neue Kooperationenberücksichtigen, haben gute Chancen. auf AnbieterseiteNicht nur ältere Menschen nutzen künftig gesund­ Neue Möglichkeiten können sich zudem durch denheitstouristische Angebote. Neue Nachfrage entsteht Einsatz neuer Technologien im Gesundheitstouris­mit großer Dynamik auch durch jüngere, mitten im mus ergeben: Präventivdiagnostik mittels HightechArbeitsleben stehenden Menschen mit hohen Anfor­ Check­ups, Einsatz von Telemedizin, Nachbetreuungderungen im privaten und beruflichen Lebensum­ gesundheitstouristischer Aufenthalte am Wohnort.feld. Stressprävention wird gerade für wertschöp­ Angetrieben von der medizinischen und technologi­fungsstarke und jüngere Nachfragesegmente immer schen Entwicklung entstehen innovative Angebots­bedeutsamer. formen. Neue, einfache und preisgünstige Diagno­ se­ und Behandlungsformen (zum Beispiel mit2 Gesundheit wird zum Lifestyle Einsatz von Sensoren) ermöglichen massentaugliche Produkte im Präventionsmarkt. Online­Coaching­Die Deutschen sind sich zunehmend bewusst, dass Instrumente ergeben beispielsweise gänzlich neuesie selbst für ihre Gesundheit verantwortlich sind Formen des Dialogmarketings und der Kundenbin­und eine Eigenvorsorge persönlich lohnend ist. dung. Die Möglichkeiten zum unterstützenden Ein­Mehr Eigenverantwortung für die Gesundheit ergibt satz von Telekommunikation bei Präventions­sich dabei nicht nur aus dem stetigen Rückzug der angeboten in den Bereichen Stressmanagement,Sozialversicherungsträger. Immer mehr Menschen Ernährung oder Bewegung sind noch längst nichtfördern aktiv eine gesunde Lebensweise – auch im ausgeschöpft.Urlaub. „Soft Health“, die Durchdringung gesund­heitlicher Aspekte in fast allen Wirtschafts­ und Zukunftsmarkt Gesundheitstourismus –Lebensbereichen, hält Einzug in den Tourismus. Der AngebotspotenzialeWunsch zum Erhalt der physischen und psychischenLeistungsfähigkeit äußert sich auch in neuen konkre­ Günstige Rahmenbedingungen und neue Nachfra­ten Produkten, die sich beispielsweise um mentale gepotenziale bedeuten jedoch nicht automatischesGesundheit, Selfness und innere Balance oder Ernäh­ Wachstum. Der Markt steht derzeit an der Schwellerungsurlaube drehen. Klassische Erholungsformen zu einem „Neuen Gesundheitstourismus“, der zu­wie Wandern und Radfahren werden zudem mit nehmend an Fahrt gewinnt. Neben selbstzahlerori­nachweislich gesundheitlichen Mehrwerten aufge­ entierten Angeboten ist vor dem Hintergrund demo­laden. graphischer Wandel und Fachkräftemangel auch das betriebliche Gesundheitsmanagement als Chan­3 Neue Rahmenbedingungen durch ce für den Gesundheitstourismus zu nennen. Öffnung der Marktstrukturen Die Ergebnisse des Projektes „Innovativer Gesund­In der Vergangenheit war der Gesundheitstouris­ heitstourismus in Deutschland“ haben zwar gezeigt:mus in Deutschland vor allem von kurativen Aufent­ Viele Anbieter und Kooperationen bearbeiten denhalten in prädikatisierten Kurorten und Heilbädern Markt bereits erfolgreich. Deutlich wurde aber auch,geprägt. Im Zuge der Veränderungen im Gesund­ dass sich der „Neue Gesundheitstourismus“ insge­heitswesen haben sich die Rahmenbedingungen samt noch in einer frühen Marktphase befindet. Tou­inzwischen aber grundlegend geändert. Durch den rismus und Gesundheitswirtschaft fangen erst an,Rückzug der Sozialversicherungsträger werden die Synergien systematisch zu nutzen.einstmals marktprägenden, kurfokussierten Anbie­ter zur Neuausrichtung angeregt. Gleichzeitig wird Doch in welchen konkreten Bereichen lassen sich ge­der Weg frei für neue Anbieter. Diese partizipieren sundheitstouristische Angebote entwickeln und er­nicht nur am gesundheitstouristischen Markt, son­ folgreich am Markt platzieren? Generell lässt sich derdern prägen diesen durch innovative, zielgruppen­ Gesundheitstourismus drei verschiedenen Ausrich­scharfe Angebotsformen und neue Vertriebswege. tungen zuordnen (vgl. Infobox). Neben klassischen
  5. 5. Branchenreport „Städtedestinationen“ 5 Projekt „Innovativer Gesundheitstourismus in Deutschland“ Gesundheitstourismus i.w.S. Beispiele Motivation und Ziel 1 Urlaub für gesunde Personen­ ƒ Familienurlaub an der See (Abhärtung, ƒ klassische Urlaubsmotivation gruppen mit gesundheitlichen Reizklima) ƒ keine primäre gesundheitliche Zielsetzung Mehrwerten ƒ Wellness­ und Genussurlaub ƒ Gesundheit als Mehrwert ƒ Aktiv­ und Sporturlaub 2 Urlaub für gesundheit­ ƒ barrierefreier Urlaub für Personen mit ƒ klassische Urlaubsmotivation lich eingeschränkte Mobilitätseinschränkungen ƒ spezialisierte gesundheitliche Personengruppen ƒ betreuter Urlaub für chronisch Kranke und Versorgung am Urlaubsort entsprechend Angehörige Einschränkung 3 Primär gesundheitsorien­ Ohne Indikation: ƒ klar definierte medizinisch­therapeutisch tierte Reiseformen bzw. ƒ Primärprävention geprägte Motivation und Zielsetzung Angebotssparten ƒ Leistungsfähigkeit ƒ Attraktivität Indikationsbezogen: ƒ Sekundär­ und Tertiärprävention ƒ Rehabilitation ƒ Heilung und Linderung Quelle: PROJECT M & KECK MEDICAL 2011 ƒ Ausführliche Informationen zu den verschiedenen gesundheitsorientierten Reiseformen finden Sie im Leitfaden „Innovativer Gesundheitstourismus in Deutschland“ unter www.innovativer­gesundheitstourismus.de oder www.bmwi.deErholungsreisen, die mit gesundheitstouristischen rung insbesondere für den GesundheitstourismusElementen aufgeladen sind und sich an gesunde im engeren Sinne, der mit primär gesundheitsorien­Personen richten (1), zählen auch Urlaubsangebote tierten Reiseformen (3) beschrieben werden kann.für gesundheitlich eingeschränkte Personengrup­ Dazu zählen:pen (2) zum Gesundheitsurlaub im weiteren Sinne.Beide Formen versprechen gesundheitliche Mehr­ ƒ indikationsunabhängige Angebotssparten –werte für den Gast ohne vorrangig auf Gesundheits­ richten sich an gesunde Personen und zielen aufförderung bzw. Gesundheitserhaltung ausgerichtet die Erhaltung der Gesundheit und Leistungsfä­zu sein. Den Kernbereich des Gesundheitstourismus higkeit abstellen die primär gesundheitsorientierten Reisefor­men bzw. Angebotssparten (3) dar. Ihnen liegen klar ƒ Primärprävention mit den Zielen der Krank­definierte medizinisch­therapeutische Ziele zu heitsvermeidung, Gesundheitserhaltung undGrunde. Aus dem Spektrum der gesundheitstouristi­ dem Aufbau von Kompetenzen für eineschen Ausrichtungen ergibt sich eine Vielzahl an gesundheitsfördernde LebensweiseMöglichkeiten für die Entwicklung und Platzierungvon Angeboten. ƒ Erhöhung der LeistungsfähigkeitAm Markt für Gesundheitstourismus gewinnt der ƒ Erhöhung der Attraktivitätmedizinische Aspekt zusehends an Bedeutung – dieNachfrage wird vielfältiger und differenzierter, eine ƒ indikationsbezogene Angebotssparten –stärkere Indikations­, Bedürfnis­ und Nutzenorien­ richten sich an Personen, bei denen ein gesund­tierung der Kunden ist zu beobachten. Für Anbieter heitliches Problem bzw. eine Diagnose bereitsergeben sich hieraus gute Chancen zur Spezialisie­ vorliegt
  6. 6. 6 Branchenreport „Städtedestinationen“ ƒ Sekundär­ und Tertiärprävention mit dem Ziel ƒ Rehabilitation zur Wiederherstellung der der Früherkennung, der Verhinderung der Gesundheit Verschlimmerung oder des Wiederauftretens einer Erkrankung ƒ Behandlungen von Erkrankungen zur Heilung und LinderungWelche Merkmale kennzeichnen den „Neuen Gesundheitstourismus“?Dieser…ƒ gehört künftig zum Angebot jeder Urlaubsdestination – Sicherheit, Komfort und Barrierefreiheit gewinnen vor allem bei der wachsenden Zielgruppe der Älteren an Bedeutung und werden als wichtige Angebotsbestandteile nachgefragt.ƒ wird zunehmend differenzierter – für Anbieter ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten der Spezialisie­ rung auf Subthemen und für die Ausbildung von Alleinstellungsmerkmalen (zum Beispiel nach Indika­ tionen).ƒ ist zunehmend medizinisch-therapeutisch abzusichern – messbare Ergebnisse und Wirkungsnachweise sind gefragt, reine Wohlfühlangebote verlieren zusehends an Bedeutung.ƒ wird indikationsorientierter – Primärprävention wird deutlich medizinischer und wird langfristig in ihrer Bedeutung von den indikationsbezogenen Angebotssparten der Sekundär­ und Tertiärprävention abgelöst.ƒ wird nachhaltiger – Vorsorgeuntersuchungen, Gesundheitschecks sowie Coachingangebote mit dem Ziel der langfristigen Lebensstiländerung bzw. des Entgegenwirkens von Altersbeschwerden, ­krank­ heiten und Attraktivitätsverlust werden immer bedeutender.ƒ fordert deshalb neue Kombinationen und Paketangebote, die über den Aufenthalt hinausgehen – gesundheitliche Mehrwerte aus dem Urlaub werden in das Wohnumfeld übertragen.ƒ braucht starke Anbieternetzwerke zwischen professionellen Gesundheitsdienstleistern und der Hotelle­ rie, Fitnessanbietern und Ärzten etc., um den vielfältigen Anforderungen der Gäste gerecht werden zu können.ƒ benötigt zielgruppenspezifische Vertriebswege abseits der klassischen, touristischen Marketingkanäle – veränderte Interessenlagen und wandelndes Kommunikationsverhalten schaffen neue Orte der Kommu­ nikation, die eine zielgerichtete Ansprache ermöglichen.
  7. 7. Branchenreport „Städtedestinationen“ 72. Gesundheitstouristische Marktsituation für StädtedestinationenUrbaner Gesundheits- und niken und Begleitprogrammen für Angehörige. DieMedizintourismus touristischen Stärken (Kultur, Shopping, Sightseeing usw.) werden mit der medizinischen KompetenzZwei wesentliche Entwicklungstendenzen kennzeich­ kombiniert.nen den Gesundheitstourismus in Deutschland: Inden ländlichen Regionen findet der Gesundheitstou­ Zentren des Patiententourismusrismus schwerpunktmäßig in einem naturnahenAmbiente statt und ist durch Präventions­ und Well­ Gesundheitstourismus findet in Städtedestinationenness­Angebote gekennzeichnet. Hingegen ist der derzeit aber vor allem in Form von Patiententouris­Gesundheitstourismus in Ballungsräumen und grö­ mus statt. Die Positionierung erfolgt in erster Linießeren Städten durch einen auf Hightech ausgerich­ durch die Hervorhebung der in Kliniken oder Groß­teten urbanen Gesundheits­ und Medizintourismus praxen befindlichen, hochqualitativen medizi­geprägt. Zu den Merkmalen zählen hochspezielle nischen Angebote, die sich in der Regel gleichzeitigDiagnostik, klinische Zentren mit Spezialabteilun­ in einem interessanten touristischen Umfeld befin­gen sowie Therapien mit hochwertiger apparativer den.Ausstattung. Aus Sicht der Kliniken stellen ausländische Gäste vorCheck-ups, Vorsorge und Städteurlaub allem deshalb ein interessantes Patientensegment dar, weil sie zusätzliche Umsatzquellen und attrakti­An Gäste aus dem Bundesgebiet richten sich vor allem ve Nebeneinnahmen generieren können. Hier inves­Check­up­Angebote. Zahlreiche neu konzipierte Prä­ tieren die Kliniken zunehmend in Patientenzimmerventionszentren sind in diesem Zusammenhang ent­ mit Hotelstandard oder richten Gästehäuser ein. Instanden. Ebenfalls ist festzustellen, dass touristische Zukunft könnten auch Patientenhotels, die sich anMarketingorganisationen der größeren Städte das Kliniken anschließen und mit ihnen kooperieren,Thema Gesundheitstourismus verstärkt aufgreifen noch größere Bedeutung erlangen. Laut einer aktu­und das gesamte Spektrum im Gesundheitstouris­ ellen Studie des Beratungsunternehmens Deloittemus bewerben – von (Medical­)Wellness und Präven­ (Download unter www.deloitte.de Stichwort „Kran­tion, über die Verknüpfung von Gesundheitschecks kenzimmer deluxe“) sehen die Anbieter große Ent­und Städteurlaub bis hin zu Eingriffen in Spezialkli­ wicklungschancen, wenngleich bislang nur wenig Wellness- und Gesundheitsreisen in Deutschland“ – das Themenjahr 2011 der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) ƒ Im Jahr 2011 stellt die DZT das Thema „Wellness­ und Gesundheitsreisen in Deutschland“ in den Mittel­ punkt ihres internationalen Marketings. Laut „Qualitätsmonitor Deutschland­Tourismus“ kommen rund 40 Prozent der ausländischen Gäste nach Deutschland, um sich hier zu erholen und zu entspannen. 14 Prozent wollen speziell etwas für Gesundheit und Körper tun. Der World Travel Monitor verzeichnete 2008 415.000 ausländische Gäste, die einen gesundheitsorientierten Urlaub in Deutschland verbrachten. Hauptquellmarkt war hierbei die Schweiz mit 57 Prozent. ƒ Das Themenjahr 2011 gliedert sich in drei große Bereiche: „Kurorte und Heilbäder“, „Wellness­ und Beau­ tyhotels“ und „Medizintourismus“. In den wichtigsten ausländischen Quellmärkten (Europa, arabische Staaten, USA, Russland) werden dazu crossmediale Kampagnen realisiert. Im Fokus der Medizintouris­ mus­Kampagnen stehen neben anderen Destinationen die vier größten Zentren für Patientenreisen Berlin, München, Hamburg und Düsseldorf. (Weitere Infos u. a. Spezialbroschüre zu „Medizinreisen“, die eine Vielzahl renommierter Kliniken mit Ausrichtung auch auf internationale Patienten und Gäste gebündelt darstellt unter www.germany.travel)
  8. 8. 8 Branchenreport „Städtedestinationen“ Patiententourismus Im Medizintourismus kann entsprechend der Herkunft der Patienten nach drei Kategorien unterschieden werden: inländisch (aber wohnortfern), ausländisch grenznah und ausländisch grenzfern bzw. außereu­ ropäisch. Nachgefragt werden Rehabilitation, soweit eine längere Anreise möglich ist, und das gesamte Spektrum der Akutmedizin, wenn es im Rahmen einer Maßnahme angewendet werden kann, deren Zeit­ punkt weitgehend frei wählbar ist. Im internationalen Vergleich hat Deutschland insgesamt, mit internen Unterschieden, spät begonnen, für sich selbst als Gesundheitsdestination zu werben. Medizintouristische Angebote für internationale Patienten haben sich beispielsweise in München mittlerweile etabliert (Schwerpunkt arabischer Quell­ markt). Im Aufbau begriffen sind neue Netzwerke wie etwa in Köln oder Berlin. Viele Patienten kommen aus den Nachbarländern wie Skandinavien, Belgien, Frankreich, Österreich oder Polen. Ein wachsender Quellmarkt sind zum Beispiel die GUS­Staaten. Gründe für eine Reise nach Deutschland sind u.a. lange Wartezeiten für Regeleingriffe (zum Beispiel in Großbritannien) oder die Qualität der medizinischen Ver­ sorgung beispielsweise in Bezug auf medizintechnische Ausstattung und Personalqualität. Für Gäste aus dem arabischen Raum kann ein Urlaub in Europa, der sowohl zur Erholung von den hitzereichen Som­ mermonaten in der Golfregion dient, als auch dazu genutzt wird, sich bei der Gelegenheit medizinisch untersuchen oder notwendige medizinische Behandlungen durchführen zu lassen, eine willkommene Abwechslung darstellen. ƒ Weitere Informationen zum Thema Patiententourismus erhalten Sie in dem Branchenreport „Kliniken und Gesundheitszentren“ unter www.innovativer­gesundheitstourismus.de oder www.bmwi.dePraxiserfahrung in diesem Segment besteht. Aus füllen spezialisierte DienstleistungsunternehmenSicht der Städtedestination generieren Patientenrei­ und eigene Klinik­Abteilungen diese Lücke.sen oft längere Aufenthaltszeiten als klassische Städte­reisen sowie überdurchschnittliche Reiseausgaben Zur Verbesserung der Situation haben sich in denpro Gast. letzten Jahren zudem zahlreiche Netzwerke mit dem Fokus auf kooperative Vermarktungs­ und Vertriebs­Übergreifende Service- und aktivitäten gebildet. Die teilweise städte­ und regio­Vertriebsstrukturen im Aufbau nenübergreifenden Zusammenschlüsse sollen die Zusammenarbeit zwischen medizinischen und tou­Viele Kliniken haben sich bereits auf internationale ristischen Akteuren fördern und beispielsweise kon­Patienten eingestellt. Im Rahmen der Patientenakqui­ krete Vertriebsmaßnahmen umsetzen.se arbeiten sie zum Teil über individuelle Kontakteund mit Patientenvermittlern oder auch Botschaftenzusammen. Mehrsprachige Beratungen, Hotelbu­chungen und Transfers für Patienten und Angehöri­ge sind allerdings neue Prozesse, die oftmals schwerin etablierte Abläufe der Kliniken zu integrieren sindund die Anbieter vor große Herausforderungen stel­len. Hier besteht großer Nachholbedarf hinsichtlichnotwendiger Prozess­ und Strukturveränderungenvor allem im nichtmedizinischen Bereich. Zum Teil
  9. 9. Branchenreport „Städtedestinationen“ 93. Handlungshilfen, Erfolgsfaktoren und Impulse für innovative Angebote3.1 Profilbildung und Markenaufbau die für Patienten und Begleitgäste wichtig sind, kön­ nen für die Inanspruchnahme der Angebote aus­Fokussierung auf herausragende Angebote schlaggebend sein: (Medical­)Wellness, Kultur, Shopping, überregional bekannte Sehenswürdigkei­Die Herausstellung eines einzigartigen Profils ist für ten, Kulinarik usw. Neben dem internationalen RufStädtedestinationen, die sich als Standort für ge­ sind gerade für ausländische Gäste Kriterien dersundheits­ und medizintouristische Angebote etab­ Erreichbarkeit (zum Beispiel Flughafennähe) vonlieren oder weiterentwickeln möchten, aber auch besonderer Relevanz. Daher gilt es, die Ansätze fürfür die einzelnen Leistungsanbieter innerhalb der Profilbildung und Spezialisierung aufzuspüren, zuDestination von großer Bedeutung. Um dieses zu bewerten und konsequent zu bearbeiten.erreichen, müssen bestimmte Rahmenbedingungengegeben sein. Die Prüfung herausragender Potenzi­ Praxisbeispiel: Augenklinik Hotel Bremenale hinsichtlich der möglichen Alleinstellungen undWettbewerbsvorteile steht dabei immer am Anfang. ƒ Komfort und Urlaubsatmosphäre trotz Operati­ on. Die Augenklinik Universitätsallee ist eines derSpitzenmedizin und Toplage größten Kompetenzzentren für Netzhauterkran­ kungen und Augenoperationen Europas. DieIn erster Linie stehen sowohl bei ausländischen als Augenoperationen werden vorwiegend ambu­auch bei inländischen Gästen und Patienten die wahr­ lant durchgeführt. In der postoperativen Nachtgenommenen medizinischen Kompetenzen, insbe­ oder darüber hinaus sind Übernachtungen insondere im Hinblick auf Personal sowie zusätzlich dem an die Augenklinik angeschlossenen 4­Ster­auf Ausstattung, Lage und Infrastruktur im Mittel­ ne Ringhotel Munte oder auf der Station (Privat­punkt des Interesses. Der Fokus liegt eindeutig auf patienten) möglich. Auch die Behandlung vonspitzenmedizinischen Angeboten. Aber auch ergän­ internationalen Patienten wird angeboten.zende (gesundheits­)touristische Leistungsmerkmale, (www.retina.to) Checkliste: So spüren Sie Möglichkeiten zur Profilbildung auf. ƒ Welche herausragenden medizinischen Anbieter sind in der Städtedestination ansässig? Welche Kern­ kompetenzen sind vorhanden? ƒ Auf welche Bereiche (zum Beispiel Indikationen) soll die gesundheits­/medizintouristische Positionierung konzentriert werden? Ist das Angebot klar abgegrenzt? ƒ Können in das Angebot Alleinstellungsmerkmale integriert werden? Diese sind abzuleiten zum Beispiel aus dem Ranking der Abteilungen in ausgewählten Journals, Veröffentlichungen der Mediziner, überre­ gionalem Einzugsgebiet oder besonderer apparativer Ausstattung. ƒ Gibt es hinreichend Kunden für die Spezialisierung? Welche Quellmärkte sind relevant? Wie funktionie­ ren diese? Liegen Marktforschungsdaten bereits vor? ƒ Sind die Partner in der Lage, die erforderlichen Kapazitäten anzubieten? Sind alle Bereiche kompetent und mit ausreichend Ressourcen versorgt, so dass eine kontinuierliche Spitzenleistung erbracht werden kann? ƒ Ist ein grundsätzlich attraktives touristisches und servicerelevantes Angebot vorhanden, das die Ansprü­ che hinsichtlich Aufenthaltsqualität, Wohlfühlatmosphäre und gehobenem Ambiente erfüllt? Können diese Leistungen selbst oder ggf. durch Partner eingebunden werden?
  10. 10. 10 Branchenreport „Städtedestinationen“Praxisbeispiel: Deutsches Herzzentrum tisches und therapeutisches Niveau. Zur WerbungMünchen internationaler Patienten insbesondere aus dem arabischen Raum kooperiert das UKE eng mitƒ Unter dem Dach des Deutschen Herzzentrums in dem Suleihman Habib Medical Center in Riad München werden Kompetenzen der Fachberei­ (Saudi­Arabien). Spezialisten aus Hamburg halten che Kardiologie, Herz­ und Gefäßchirurgie für beispielsweise ambulante Patientensprechstun­ Erwachsene und Kinder interdisziplinär gebün­ den in Riad ab und bieten ihren Patienten die delt und so ein weites spitzenmedizinisches Möglichkeit einer Anschlussbehandlung am UKE Angebotsspektrum für Patienten aus dem In­ und in Hamburg. (www.uke­io.de) Ausland geschaffen. Neben der Vielfalt an spezia­ lisierten Diagnose­ und Therapiemöglichkeiten Praxisbeispiel: Umfassende medizinische auf einem hohen medizinischen Niveau werden Betreuung, hoch qualifizierte Spezialisten insbesondere internationalen Gästen spezielle und ein Klinikum Nürnberg Services (mehrsprachige Klinikschilder, Dolmet­ scherservice während des gesamten Aufenthalts, ƒ Im Klinikum Nürnberg wird das gesamte Spek­ speziell auf die jeweilige Kultur abgestimmte trum an Hochleistungsmedizin mit technischer Menüs usw.) geboten. Für Patienten aus dem ara­ Ausstattung wie 3­D­Ultraschallgeräten, PET, bischen Raum und deren Angehörige finden sich Greenlight­Laser für Prostataerkrankungen usw. darüber hinaus spezielle Services bei denen sich geboten. Insbesondere für internationale Patien­ in Absprache mit dem Konsulat und dem Gesund­ ten gibt es hier einen speziellen Service: eine pri­ heitsbüro VAE um besondere Belange und Ange­ vate, interdisziplinäre Station. In hochwertigem legenheiten gekümmert wird. Das Herzzentrum Ambiente findet eine Versorgung durch die Chef­ München bietet für Begleitpersonen von schwer ärzte statt, es gibt einen Sekretariatsdienst, einen kranken Kindern in dem Ronald McDonald Haus Konferenzraum, Fitness­ und Wellnesseinrichtun­ auch ein Zuhause auf Zeit auf dem Klinikgelände gen und Fernsehkanäle in englischer, arabischer an. (www.dhm.mhn.de) und russischer Sprache. Zusätzliche Leistungen für internationale Patienten umfassen: Unterstüt­Praxisbeispiel: Charité Universitätsmedizin zung bei Visaformalitäten, Dolmetscherservices,Berlin Freizeit­ und Eventberatung für Begleitpersonen usw. (www.klinikum­nuernberg.de)ƒ Mit der Charité befindet sich in Berlin eine der größten Universitätskliniken Europas. In über 80 Praxisbeispiel: Berlin – Aufbau einer spezialisierten Fachkliniken wird Patienten aus städtischen Gesundheitsdestination aller Welt eine hochqualifizierte, medizinische Gesundheitsversorgung geboten. Das ganzheit­ ƒ Einstieg des Tourismusmarketings von Berlin in liche Angebot einzelner Kliniken der Charité den Medizin­ und Gesundheitstourismus: das Ver­ konnte internationale Alleinstellung erreichen. marktungsspektrum reicht von Gesund bleiben (www.charite.de) (Check­ups, Fitness), Gesund werden (Eingriffe, Behandlung in spezialisierten Kliniken) bis hin zuPraxisbeispiel: Universitätsklinikum Wellness und einem Expertenpool (InformationenHamburg-Eppendorf für Fachkräfte im Gesundheitswesen, Kongress­ standort Berlin). Hinzu kommt die Bewerbungƒ Das Universitätsklinikum Hamburg­Eppendorf innovativer Serviceangebote für Endkunden, zum (UKE) bildet eine der größten Kliniken Nord­ Beispiel „call a doc ­ first class aid“ (siehe auch deutschlands und bietet Spitzenmedizin in For­ S. 15). Ein beispielhafter Ansatz gesundheitlicher schung und Behandlung. Die klinische Fakultät Servicequalifizierung, der übertragbar ist. Die für Prostatakrebs am UKE ist im internationalen schrittweise Verzahnung unterschiedlicher Initi­ Wettbewerb führend und ermöglicht durch ihre ativen ist im Prozess. klare Spezialisierung ein sehr hohes diagnos­
  11. 11. Branchenreport „Städtedestinationen“ 11 Werden zurzeit vor allem Patienten aus Russland, zialpreise für den Gesundheitscheck. Das Swiss Polen, Großbritannien, Spanien und Italien Prevention Center hat u. a. das Ziel, die Übernach­ behandelt, will visitBerlin in Kooperation mit den tungszahlen in Luzern und Umgebung zu stei­ Partnern der Spitzenmedizin nun auch gezielt im gern und damit den Tourismus zu fördern. Zu arabischen Raum auf das medizinische Leistungs­ den Leistungen gehören zum Beispiel ein umfas­ spektrum aufmerksam machen. sender individueller und ganzheitlicher Gesund­ heitscheck (Bewegung, Ernährung, Medizin, Life Neben den privaten Besuchern hat visitBerlin Balance und Selfness), Betreuung durch die Ärzte auch die Fachkräfte aus der Gesundheitswirtschaft des Swiss Olympic Medical Centers Nottwil, als Zielgruppe im Visier – so werden beispielswei­ umfassender Medical­Check im Rahmen von se in Berliner Kliniken Aus­ und Fortbildungsan­ betrieblicher Gesundheitsvorsorge, Team­Check gebote für Ärzte geschaffen oder Coachings für für Gruppen, Sport­Check (sportmedizinische Krankenhausmanager angeboten. Das Berliner Untersuchung), Beratungen zum Thema Burn­out, Tourismusmarketing macht sich dabei zu Nutze, Ressourcen­Management für Firmen (Leistungs­ dass viele Fachkräfte aus Gesundheitswirtschaft fähigkeit steigern), Team Events für Firmenkun­ und Pharmaindustrie zu Messen und Kongressen den, Beratungen zum betrieblichen Gesundheits­ in die Stadt kommen. Zukünftig soll das Angebot management. (www.swisspreventioncenter.ch) an solchen geschäftsreisebegleitenden Program­ men weiter ausgebaut werden. ƒ Das Essener Preventicum bietet Privatpersonen (www.visitberlin.de/de/erleben/gesundheit) und Unternehmen medizinische Diagnostik, Beratung und Therapie. Es verfügt u.a. über einPraxisbeispiele: High Tech Check-up interdisziplinäres Team von Fachärzten,„in urbanem Ambiente“– Diagnostik, modernste Medizintechnik und verspricht einePrävention und Städtebesuch sehr persönliche, individuelle Gesundheitsleis­ tung. (www.preventicum.de)ƒ Das Centrovital in Berlin stellt eine Synthese aus hochspezialisiertem medizinischem Angebot und ƒ Mit dem Medizinischen PräventionsCentrum Wellness­Hotel dar: zum Beispiel Programme mit Hamburg wurde ein universitäres Zentrum mit spezieller Diagnostik und Therapie, Gesundheits­ hochmoderner Technik (u. a. Ganzkörpertomo­ checks, Prävention und fachärztliche Betreuung graphie, Osteodensitometrie, Spiroergometrie) sowie Sightseeing, Kultur, Unterhaltung. Das geschaffen. Die Check­ups finden in einem straff Hotel bietet 158 allergikerfreundliche Zimmer durchorganisierten, halbtägigen Untersuchungs­ und Suiten, Thermenlandschaft, Beauty Lounge, durchgang statt. Die Gäste werden hierfür in Sportness Centrum, Gesundheitszentrum, moder­ eigenen hotelartigen Kundenzimmern in geho­ ne Geräteausstattung, Fachärzte und Fachperso­ benem Ambiente (u. a. Chaiselongue, Schreib­ nal. Gesundheitsleistungen reichen von ambu­ tisch mit Computer sowie Flachbildschirmfernse­ lanter Rehabilitation über Präventionskurse und her) untergebracht. Auf Basis der erhobenen privatärztliche Leistungen bis hin zu Medical­Well­ Befunde erfolgt eine individuelle Lebensstilbera­ ness­Reisen, Ernährungsberatung oder Angeboten tung. (www.mpch.de) der betrieblichen Gesundheitsvorsorge. Bezu­ schussung einzelner Angebote durch die Kranken­ ƒ Das European Prevention Center (EPC) mit Sitz in kasse, Mitglied der „Leading Medical Wellness Berlin und Düsseldorf vereint ärztliche Kompe­ Hotels & Resorts“ (www.lmwh.de) und vom TÜV tenz der Vorsorgemedizin mit Hightech­Diagnos­ Rheinland Medical Wellness zertifiziert. Vertrieb tik. Auf Basis der Check­up­Resultate erstellt das u. a. über TUI Vital. (www.centrovital­berlin.de) EPC eine individuelle Lebensstilberatung, die durch ein konkretes Coaching­Programm ergänztƒ Swiss Prevention Center mit dem Spezialangebot werden kann. Gehobenes Wohlfühlambiente „Gesund in Luzern“. Bewerbung über Luzern Tou­ und persönlicher Service runden das Konzept ab. rismus, bei Übernachtungsbuchung gibt es Spe­ Weitere Check­up­Zentren in Hamburg, Mün­
  12. 12. 12 Branchenreport „Städtedestinationen“ chen, Frankfurt/Main und Stuttgart sind in Pla­ heits­Checks (u. a. auch als standardisiertes und nung. Das EPC spricht mit seinen individuellen einfach durchzuführendes Testverfahren zur Er­ Check­up­Paketen neben Privatpersonen auch mittlung des eigenen Gesundheitsprofils) bis hin Unternehmen an (zum Beispiel als Incentive). zu klassischen Gesundheitsprogrammen wie Nor­ (www.epc­checkup.de) dic Walking sowie zum Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagement „Gesund arbeiten“. DasBündelung der Angebote Programm „SichtZeit – Wandel im Leben“ wurde in Kooperation mit dem Gesundheitsresort, einemEs gilt, zunächst die herausragenden Angebote zu Führungskräftecoach sowie einem Hersteller vonidentifizieren. Aber nicht nur die Entwicklung einer Produkten für die Physikalische Therapie und Na­Städtedestination zum „Mekka“ für Spitzenmedizin turkosmetik (PINO) initiiert. Es beinhaltet einenhilft beim Markenaufbau als Medizintourismus­ physiotherapeutischen Check­up, personal medi­standort. Auch andere Formen des Gesundheitstou­ cal fitness training, einen individuellen Gesund­rismus, die sowohl Spezialisierungspotenzial haben heitsplan und ein Modul Management­Coaching.als auch ergänzend das gesundheitliche Profil einer Darüber hinaus werden Empfehlungen für denStadt aufladen können, sollten gebündelt herausge­ Alltag gegeben und zwei freiwillige Feedbackbe­arbeitet und kommuniziert werden. fragungen innerhalb von sechs Monaten angebo­ ten. Der Mix von gesundheitsorientierten undPraxisbeispiel: Kooperation Hotellerie berufsspezifischen, geistigen und emotionalenund Klinik in Freiburg Anregungen zur eigenen Standortbestimmung und zum Perspektivwechsel richtet sich in ersterƒ Hotel Stadt Freiburg in Zusammenarbeit mit Linie an Manager und Führungskräfte. Erich Lexer Klinik (Privatklinik für Ästhetische (www.gesundheitsresort­freiburg.de) und Plastische Chirurgie, Freiburg). Möglichkei­ ten für stationäre Aufenthalte in speziellen Zim­ Praxisbeispiel: Sightjogging mern. Betreuung durch examiniertes Pflegeper­ sonal rund um die Uhr (Klingel am Bett) ohne ƒ Unter dem Motto „Stadtrundlauf statt Doppelde­ Krankenhausatmosphäre. Die Klinik arbeitet dar­ ckerbus“ gibt es in mehreren Städten Sightjog­ über hinaus mit mehreren Hotelpartnern vor Ort ging­Angebote mit professionellen Lauftrainern, und in der Region zusammen, denn Gäste erwar­ die Bewegung und Sightseeing kombinieren, u. a. ten neben einer fachgerechten Behandlung auch in Hamburg, Berlin, Essen, Frankfurt, Freiburg eine professionelle Nachbehandlungs­ und Gene­ und Mainz. Kostenlos werden die Touren bei­ sungsphase (Beautyangebote, Lymphdrainagen, spielsweise für Gäste der Hilton Hotels in Mün­ Massagen usw.) in angenehmer Atmosphäre. chen angeboten. In Wien gibt es Sightjogging (www.hotel­stadt­freiburg.de) sogar in Verbindung mit dem Citymarathon. (www.sightjogging­germany.de)Praxisbeispiel: Kooperation zwischenHotellerie, Klinik, Coachinganbieter und Praxisbeispiel: Ästhetische Chirurgie undHersteller von Produkten für physikalische Präventivmedizin im 5-Sterne AmbienteTherapien und Naturkosmetik ƒ Hotel Breidenbacher Hof, Düsseldorf: Parallelan­ƒ Zusammen mit der Mooswald­Klinik in Freiburg gebot einer Beauty­Lounge mit Massagen, Mani­ (Facheinrichtung für medizinische Prävention küren etc., einer Fitness­Einrichtung, einer Klinik und orthopädisch­traumatologische Rehabilitati­ für ästhetische Chirurgie (Pearl of aesthetics) und on) tritt das 4­Sterne Dorint­Hotel unter der Dach­ einer präventivmedizinischen Praxis. marke „Gesundheitsresort Freiburg“ auf. Das (www.breidenbacherhofcapella.de) Angebotsspektrum reicht von Medical Wellness und Medical Fitness über persönliche Gesund­
  13. 13. Branchenreport „Städtedestinationen“ 13Praxisbeispiele: Allergiefreundliche Ressourcen einzelner Anbieter. Auch aus Sicht derBeherbergung – Berücksichtigung der Städtedestinationen ist dies nicht im GesamtpaketBedürfnisse von Gästen mit Allergien und leistbar.Nahrungsmittelunverträglichkeiten Lösungen bieten sich im Rahmen von Kooperationenƒ Immer mehr Gäste sehen sich mit Nahrungsmit­ insbesondere in den Bereichen Vermarktung und telunverträglichkeiten (zum Beispiel Laktoseinto­ Vertrieb, Logistik, Standardisierung der Prozesse, leranz bzw. Milchzuckerunverträglichkeit) oder Sicherung der Qualität, Service und Beherbergung Allergien konfrontiert. Beherbergungsanbieter an. Die nachfolgenden Beispiele zeigen die Vielfalt können zusätzliche Services anbieten oder sich an Kooperationsmöglichkeiten – von einzelbetriebli­ gar auf bestimmte Gästegruppen umfassend spe­ chen Kooperationen mit spezialisierter Aufgaben­ zialisieren. Die Europäische Stiftung für Allergie­ stellung bis zu überregionalen und/oder branchen­ forschung (ECARF) an der Charité Berlin vergibt übergreifenden Netzwerken – auf. auf Basis bestimmter Kriterien das Qualitätssiegel „Allergikerfreundliche Produkte und Dienstleis­ Praxisbeispiele: Plattformbildung und tungen“ zum Beispiel an Hotels und Restaurants. Netzwerkentwicklung sowie Verbindung Voraussetzung: Leistungsträger bieten kontrol­ von Spitzenmedizin und touristischen lierte Sicherheit mit dem Ziel einer verbesserten Highlights Lebensqualität für Allergiker. Zurzeit zum Beispiel bei einzelnen Häusern der Hotelketten Maritim, ƒ Mit dem Ziel die Destination zu einem national Hilton oder Mercure zu finden. (www.ecarf.org) und international beachteten wie anerkannten Gesundheitsstandort zu entwickeln und auszu­Praxisbeispiel: Otto Bock Science Center – bauen hat sich mit der Gesundheitsregion Köln­Medizintechnik als touristische Attraktion Bonn ein branchenweites umfassendes Netzwerk gebildet. Über 100 Mitglieder (Wirtschaftsunter­ƒ Interaktive Ausstellung zum Thema Mensch, nehmen, regionale Einrichtungen und Verbände Mobilität und Medizintechnik in Berlin. Die drei­ des Gesundheitswesens) sind in der Gesundheits­ geschossige Ausstellung beinhaltet multimediale region organisiert. (www.health­region.de) und interaktive Installationen, ein Kompetenz­ In themenbezogenen Gremien werden Akteure zentrum zur Demonstration von Patienten­Ver­ zusammengeführt um gemeinsame Projekte zu sorgungen (Mobilität), sowie die Otto Bock Aca­ initiieren sowie kontinuierlich weitere Netzwerke demy in der Expertentreffen und Seminare aufzubauen. stattfinden. Das Science Center konnte im Eröff­ nungsjahr 2009/10 rund 140.000 Besucher anlo­ ƒ Mit Marketingkooperationen wie Bonn Medical cken und stellt damit eine bedeutende städtische Partners wird für Gesundheits­ und Medizintou­ Attraktion mit medizinischem Hintergrund dar. rismus in der Gesundheitsregion Köln­Bonn ge­ (www.sciencecenter­medizintechnik.de) worben. Ziel der Vertriebsinitiativen ist es auch, eine stärkere Verzahnung mit den regionalen3.2 Intersektorale Zusammenarbeit Tourismusorganisationen zu erreichen und ge­ meinsam neue Vertriebskanäle zu nutzen. DieKooperationen zur Erweiterung spitzenmedizinischen Kompetenzen und die gro­der medizinisch-therapeutischen ße touristische Attraktivität der Städtedestinatio­Wertschöpfungskette nen werden miteinander kombiniert und touris­ tische Vertriebswege wie Reisemessen und HotelsDer gesundheits­ oder medizintouristische Gast er­ genutzt, um nationale und internationale Gästewartet eine umfassende Rundumversorgung, die in die Gesundheitsregion zu ziehen.weit über die medizinische Kernleistung hinausgeht. (www.bonnmedicalpartners.de)In der Regel überfordert dies die Kompetenzen und
  14. 14. 14 Branchenreport „Städtedestinationen“ Erfolgsfaktoren und Checklisten Für die zahlreichen unterschiedlichen Akteure, die im Kontext gesundheits­ und medizintouristischer Städtedestinationen agieren, gelten sowohl individuelle als auch gemeinsame übergreifende Erfolgsfak­ toren u. a. zu den Themen Qualitätssicherung, Netzwerkmanagement, Service oder Vermarktungs­ und Vertriebsoptimierung. An dieser Stelle sei auf die Handlungshilfen und Checklisten insbesondere zu den folgenden separat zum Download erhältlichen Branchenreports hingewiesen: ƒ Branchenreport „Kliniken und Gesundheitszentren“ ƒ Branchenreport „Beherbergung“ ƒ Branchenreports „Gesundheitsregionen und Gesundheitsinitiativen“ sowie „Flächendestinationen“. Frei verfügbar unter: www.innovativer­gesundheitstourismus.de bzw. www.bmwi.deƒ Der Gesundheitspool Köln/Medical City Cologne – Die Umsetzung erfordert in der Regel eine Zusam­ Health Center of the West ist ein Netzwerk für die menarbeit verschiedener Unternehmen u. a. der Kli­ gemeinsame Vermarktung der touristischen und niken, der Touristik und diverser Servicedienstleister medizinischen Akteure mit einem besonderen (Logistik, Dolmetscher usw.). Ziele der Kooperation Fokus auf internationalen Patiententourismus. sind die Positionierung als Gesundheitsdestination Derzeit bilden den Gesundheitspool acht Partner und die Optimierung der Serviceleistungen in allen aus den Bereichen Medizin, Hotellerie und Shop­ Belangen sowohl für die Patienten als auch für Mit­ ping. Beteiligt sind außerdem drei Patientenver­ reisende während des gesamten Aufenthaltes. Ins­ mittlungsfirmen, die sich intensiv um die Besu­ besondere in den ausländischen Quellmärkten sollte cher aus dem arabischen Raum, den GUS­Staaten, sich die Destination, wenn es den Gegebenheiten England und den USA kümmern. Mit „Health entspricht, als leicht erreichbarer Standort der Spit­ Cologne“ veröffentlicht der Gesundheitspool eine zenmedizin mit perfektem Service und hohem tou­ umfangreiche Informationsbroschüre in den ristischen Wert überzeugend darstellen. Sprachen Arabisch, Russisch und Englisch. (www.koelntourismus.de) Spezielle, international wettbewerbsfähige Klinikab­ teilungen für Patiententourismus, Auslandsambu­Vertriebskompetenzen organisieren lanzen und regionale Marketing­ und Servicekoope­ rationen werden den Wettbewerb zunehmendDie Kernleistungen der Akquise, wie die Identifikati­ prägen. Kooperationen mit ausländischen Versiche­on der Zielgruppen und deren regionale Zuordnung rern werden ebenfalls einen wesentlichen Faktor inmüssen im Wesentlichen von den Gesundheitsdienst­ der internationalen Positionierung darstellen.leistern selbst verantwortet werden und können nurzum geringsten Teil an die Destination delegiert Praxisbeispiel: Erschließung neuerwerden. Erste Aufgabe auf der Ebene der Destination Quellmärkteist es, ein Gesamtprofil der Zielgruppen aller Gesund­heitsanbieter der Destination zusammenzustellen ƒ Eine medizintouristische regionale Zielmarkt­und auf dieser Basis ein Positionierungs­, Vermark­ spezifizierung in einer gesundheitstouristischentungs­ und Vertriebskonzept zu erarbeiten. Danach Städtedestination streben Koblenzer Kliniken undgilt es, spezifische indikationsorientierte Kommuni­ die Koblenz Touristik an: Marketingaktivitätenkationskanäle zu nutzen und gemeinsam zu bear­ werden auf die Zielgruppe britischer Medizintou­beiten. risten ausgerichtet und Vertriebswege gemein­ sam bearbeitet.
  15. 15. Branchenreport „Städtedestinationen“ 15Praxisbeispiel: Gemeinsame internationa- das umfassende Serviceangebot des Internationalle Vermarktung medizinischer Angebote, Department hervorzuheben. Dieses betreut über­Vertriebs- und Servicenetzwerk greifend die ausländischen Patienten der fünf Kliniken mit Services wie arabisch, englisch undƒ In dem Marketing­Netzwerk Network for Better russisch sprechenden Koordinatoren, Visaorgani­ Medical Care haben sich sieben Berliner Kranken­ sation und Flughafentransfer (www.klinikum­ häuser mit dem Ziel, gemeinsam Patienten für muenchen.de/international0/international/) eine Behandlung in der Stadt zu gewinnen, zusammengeschlossen. Das Angebotsspektrum ƒ Der medizinische Dienstleister MedCologne hat der Initiative ist breiter als es ein einzelnes Haus sich auf die Zielgruppe der russischsprachigen vorhalten kann. Auch Brandenburger Kranken­ Patienten spezialisiert. Für Privatpersonen sowie häuser und Kliniken bieten ihre Mitarbeit an. Vor Firmenkunden aus Russland und den GUS­Staa­ allem die Bewerbung ausländischer Patienten ten, die eine medizinische Behandlung oder Prä­ sowie die Qualitätszertifizierung und Akkreditie­ ventionsleistungen im Raum Köln­Bonn in rung der Mitglieder steht dabei im Vordergrund. Anspruch nehmen möchten, organisiert die Fir­ (www.nbmc­berlin.de) ma den gesamten medizinischen Aufenthalt der Patienten – von der ersten Anfrage bis zur Rück­Praxisbeispiel: Servicekooperation reise des hoffentlich geheilten Patienten. Sechs Mitarbeiter betreuen vor allem Patienten mitƒ In der Initiative Call a doc – First Class Aid Berlin onkologischen, kardiologischen und orthopä­ haben sich Anbieter und Dienstleister branchen­ dischen Erkrankungen. Als Partner des Kölner übergreifend (zum Beispiel internationale Unter­ Medizintourismusnetzwerkes Health Cologne nehmer, Kulturschaffende, Ärzte und Politiker) steht in Kooperation mit den Partnerkliniken die zusammen gefunden, um ohne staatliche Unter­ individuelle Betreuung der anspruchsvollen Gäs­ stützung einen Service anzubieten, der die tegruppen im Mittelpunkt. Zu den besonderen Attraktivität der Stadt erhöht und höchste Quali­ Serviceleistungen zählen u.a. die Unterstützung tätsmaßstäbe – auch in der medizinischen Versor­ bei der Beantragung des Visums, die Buchung gung – setzt. Mit call a doc wurde eine zentrale der Flüge und der Unterkunft, die Abholung vom Rufnummer für die Vermittlung von Ärzten für Flughafen, Dolmetscher, Zeitungen sowie TV in die Gäste Berlins geschaffen. Durch das Angebot russischer Sprache oder die Betreuung von der Services in über zehn Sprachen wird insbeson­ Begleitpersonen. dere der internationale Medizintourismus in der Stadt fokussiert. Neben der Ärztevermittlung wer­ ƒ Internationaler Patientenservice des Universitäts­ den Fortbildungsveranstaltungen für Partner klinikums Carl Gustav Clarus, Dresden: Neben und Interessierte, zum Beispiel „Erste Hilfe für den klassischen Servicemodulen auch Arrange­ den Hotelangestellten“ sowie Check­ups im Rah­ ments für spezielle kulturelle und religiöse Bedürf­ men der Gesundheitsvorsorge angeboten. nisse (www.uniklinikum­dresden.de/patienten­ (www.calladoc.com) und­besucher/international­patients)Praxisbeispiele: Kooperationen undServicedienstleister für den internatio-nalen Marktƒ Der International Patient Service München ist ein Serviceangebot des Klinkzusammenschlusses Städtisches Klinikum München GmbH. Ziel ist es, internationale Patienten für hochwertige medizi­ nische Angebote in die Stadt zu holen. Neben der gemeinschaftlichen Vermarktung ist besonders
  16. 16. 16 Branchenreport „Städtedestinationen“4. FazitStädtedestinationen können im gesundheits­ bzw.medizintouristischen Markt insbesondere mit High­tech orientierter Spitzenmedizin in Verbindung miteinem attraktiven touristischen Umfeld punkten.Das Angebot richtet sich in erster Linie an Patienten,die Behandlungen und Eingriffe in spezialisiertenklinischen Zentren von internationalem Ruf durch­führen lassen. Der Patiententourismus, vor allem mitinternationaler Ausrichtung, steht aber erst amAnfang seiner Entwicklung.Zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren zählen sowohlaus Sicht der Städtedestinationen als auch der ein­zelnen Anbieter (Kliniken, Präventionszentren, Ge­sundheitshotellerie etc.) eine Fokussierung aufAlleinstellungsmerkmale und eine intersektoraleZusammenarbeit, um die touristischen und medizi­nisch­therapeutischen Wertschöpfungskettenadäquat zu bedienen.Die gesundheits­ und medizintouristischen Gästeerwarten eine umfassende Rundumversorgung, dieweit über die medizinische Kernleistung hinaus­geht. Kooperationen hinsichtlich Kundenakquiseund Vermarktung, aber auch Logistik, Service undBeherbergung für die anspruchsvollen Kundengrup­pen können der Schlüssel zum Erfolg sein.
  17. 17. Branchenreport „Städtedestinationen“ 17ImpressumText und RedaktionPROJECT M GmbHCornelius Obier, Christoph Creutzburgwww.projectm.deKECK MEDICAL GmbHDr. med. Andreas Keckwww.keck­medical.deInstitut für Tourismus­ und Bäderforschungin Nordeuropa GmbH (N.I.T.)Prof. Dr. Martin Lohmannwww.nit­kiel.deGestaltungPRpetuum GmbH, MünchenBildnachweisUniversitätsklinikum Heidelberg (Titel)Herausgeber Das Bundesministerium für Wirtschaft undBundesministerium für Technologie ist mit dem audit berufundfamilie®Wirtschaft und Technologie (BMWi) für seine familienfreundliche PersonalpolitikÖffentlichkeitsarbeit ausgezeichnet worden. Das Zertifikat wird von11019 Berlin der berufundfamilie gGmbH, einer Initiative derwww.bmwi.de Gemeinnützigen Hertie­Stiftung, verliehen.StandAugust 2011Diese pdf­Broschüre wird im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Bundesministeriums für Wirtschaft undTechnologie herausgegeben. Sie wird kostenlos abgegeben und ist nicht zum Verkauf bestimmt. Sie darfweder von Parteien noch von Wahlwerbern oder Wahlhelfern während eines Wahlkampfes zum Zwecke derWahlwerbung verwendet werden. Missbräuchlich ist insbesondere die Verteilung auf Wahlveranstaltungen,an Informationsständen der Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken und Aufkleben parteipolitischer Infor­mationen oder Werbemittel. Untersagt ist gleichfalls die Weitergabe an Dritte zum Zwecke der Wahlwer­bung. Unabhängig davon, wann, auf welchem Weg und in welcher Anzahl diese Schrift dem Empfänger zuge­gangen ist, darf sie auch ohne zeitlichen Bezug zu einer Wahl nicht in einer Weise verwendet werden, die alsParteinahme der Bundesregierung zugunsten einzelner politischer Gruppen verstanden werden könnte.

×