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  1. 1. KO SCHLÜSSELTEXTE UNDTHEORIEDISKURSE –PUBLIKUMSFORSCHUNGTiziana Beyer & Natalie Zettl
  2. 2. WAS DENKT IHR?„Wer dem Publikum hinterherläuft, sieht nur dessen Hintern.“ (Max Ophüls)
  3. 3. TEXTE Hohlfeld, Ralf (2005): Der missachtete Leser revisited. Zum Wandel von Publikumsbild und Publikumsorientierung im Journalismus. Blöbaum, Bernd/Bonk, Sophie/Karthaus, Anne/Kutscha, Annika (2010): Die veränderte Publikumsorientierung des Journalismus seit 1990.
  4. 4. TEXT 1
  5. 5. ZUM AUTORProf. Dr. Ralf Hohlfeld Geb. 07.03.1966 in Braunschweig Deutscher Kommunikationswissenschaftler Seit 2008 Professur an der Universität Passau Themengebiete: Journalismus, TV
  6. 6. WAS SAGT UNS DER TITEL? „Der missachtete Leser revisited.“ revisited? Auf welchen Text spielt der Titel an? (S. 198)
  7. 7. „DER MISSACHTETE LESER“ (PETER GLOTZ UND WOLFGANG R. LANGENBUCHER) „Brandschrift“ (Hohlfeld 2005: 198), verfasst 1969 Inhalt:  Viele Journalisten schätzen ihr Publikum falsch ein Unterstützt durch Fohrbeck und Wiesand (1972) – „Autorenreport“: Gewissen größer als Wissen (vgl. Hohlfeld 2005: 199)
  8. 8. „DER MISSACHTETE LESER“ (PETER GLOTZUND WOLFGANG R. LANGENBUCHER) 2 Wende zum redaktionellen Marketing Publikum aus der Sicht der Journalisten betrachtet
  9. 9. INHALT – EIN GROBER ÜBERBLICK Die Publikumsorientierung im Wandel der Zeit Von der Ignoranz zum Ziel journalistischer Arbeit Rückbezug auf zahlreiche namhafte Autoren wie z.B.  Siegfried Weischenberg  Elisabeth Noelle-Neumann  Wolfgang Donsbach
  10. 10. EIN PUBLIKUMSKOLLEKTIV? Hohlfeld, Ralf (2005: 195): „Publikumskollektiv“ (Longolius 1980: 54) War damals die Vorstellung von EINEM Publikum noch gängig? Tipp: Klaus… 
  11. 11. DAS PUBLIKUM: EINE UNBEKANNTE UNDUNGELIEBTE GRÖßE Wie kann etwas, das unbekannt ist, gleichzeitig auch ungeliebt sein? Negative Annahmen wie z.B.  „Zeitungen sind, solange sie bestehen, von der Gunst ihres Publikums abhängig, und das Publikum zahlt gerne den geforderten Preis; aber nicht denjenigen, die ihm das wahrheitsgetreuste Bild der öffentlichen Ereignisse vorführen, sondern dem Zirkusdirektor, der ihnen die amüsanteste und interessanteste Schau zu bieten vermag“ (Martin 1947) Ist das heute auch noch teilweise so???
  12. 12. ABER…Hohlfeld (2005: 204):„[…] dass schon 25 Jahre zuvor knapp zwei Drittel der deutschen Unterhaltungsjournalisten bei Publikumszeitschriften die Frage positiv beantworteten, ob in ihrem Hause redaktionelle Publikumsforschung betrieben wird.“ (vgl. Langenbucher/Mahle 1975: 69) Realität oder Alibi? Falls Realität, wie?
  13. 13. VALENZ DES PUBLIKUMSBILDES „[…] eine egozentrische Grundhaltung der Journalisten […] Der Leser erfüllt eine Rechtfertigungs- und Alibifunktion für das vom Journalisten wenig geschätzte Produkt seiner Arbeit: Der dumme Leser will eben nichts anderes als Unterhaltung.“ (Hohlfeld 2005: 211) Rückbezug: An welche theoretischen Konzepte erinnert diese Haltung? • Adorno/Horkheimer
  14. 14. UNTERSCHIEDLICHEUNTERSUCHUNGSERGEBNISSE Wolfgang Donsbach (Allensbacher Untersuchung) (1981, 1982) und Gerlinde Guthmann (1989) kommen zu dem Ergebnis, dass Lokaljournalisten glauben „für ein Publikum zu schreiben, dass [sic!] ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird, das sich trotz ihrer Wissen vermittelnden Tätigkeit schlecht informiert zeigt und zudem ihnen gegenüber als intolerant im anderen politischen Lager steht“ (Guthmann 1989: 113) Weischenberg/Bassewitz/Scholl (1989) kommen aber zu entgegengesetzten Ergebnissen (vgl. Hohlfeld 2005: 213) Woran könnte das liegen?
  15. 15. DER WANDEL „[…] dass inzwischen ein Wandel in der Wahrnehmung stattgefunden hat. Es ist unterdessen Zeit geworden für eine Revision des Befundes vom negativen Publikumsbild, vom missachteten Leser.“ (Hohlfeld 2005: 200) „Seit diesem Zeitpunkt [1989] konnte keine Untersuchung die These von der Geringschätzung des Publikums und der großen Kommunikationsdistanz bestätigen.“ (vgl. Turrey 1990: 296)
  16. 16. KOMMUNIKATIONSDISTANZ „Die Kommunikationsabsichten der Kommunikatoren besitzen eine größere Wirkungsrelevanz und Durchschlagskraft, wenn die Kommunikationsdistanz zwischen Kommunikator und Rezipient gering ist.“ (vgl. Weischenberg/Bassewitz/Scholl 1989: 298)Worin besteht eine geringe Kommunikationsdistanz?Wie erreicht man sie?
  17. 17. WAS SPRICHT FÜR EINEN STARKENPUBLIKUMSBEZUG DES JOURNALISMUS?Drei Prüfungsgrößen: Zugangsoption: Möglichkeit, Wissen über Publikum zu sammelnHat in einer Redaktion jeder diese Möglichkeit? Umsetzungsoption: Wille, sich am Publikum zu orientieren Qualität der Publikumsfiktion: Prüfbarkeit der Richtigkeit/Bestimmtheit/Valenz des Publikumsbildes
  18. 18. DISKUSSION!!!„Als Faktoren, die Einfluss auf das Herausbilden von Publikumsimages nehmen, nennen Journalisten in etwa gleichrangig das schriftliche bzw. telefonische Feedback des Publikums, persönliche Begegnungen mit Rezipienten und die Erkenntnisse der angewandten Medienforschung (Tabelle 2). Abgeschlagen rangieren Berufskollegen und akademische Kommunikationsforschung auf den hinteren Rängen.“ (Hohlfeld 2005: 218) Wieso ist die akademische Forschung nicht beliebt?
  19. 19. TEXT 2
  20. 20. ZU DEN AUTOREN Prof. Dr. Bernd Blöbaum: Professur an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (Institut für Kommunikationswissenschaft)  Schwerpunkte: Medientheorie und Medienpraxis, Journalistik, Nutzungsforschung Dr. Sophie Bonk: Research Manager aus Hamburg, ehemals tätig an der Uni Münster MA Anne Karthaus: Project Manager Survey Services, ehemals tätig an der Uni Münster MA Annika Kutscha: Journalistik-Professur an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster  Schwerpunkte: Journalistik, Berufssoziologie, Wissenschaftsjournalismus
  21. 21. ZUR STUDIE Durchführung 2006 – 2010 Finanzierung: Deutsche Forschungsgesellschaft Untersuchungsgegenstand: Vielfältigen Veränderungen von Journalismus-Strukturen 4 verwendete Methoden:  Inhaltsanalyse  Interviews  Beobachtung  Quantitative Befragung Erscheinung im Journalistik Journal!
  22. 22. WAS IMPLIZIERT DER TITEL? „Das Publikum im Blick“  Publikumsorientierung!
  23. 23. UNTERSUCHTE MEDIEN ARD aktuell BILD Deutschlandradio Kölner Stadtanzeiger Netzeitung n-tv Radio RPR.1 RTL aktuell Der Spiegel Spiegel online Süddeutsche Zeitung TAZ WDR 2 Westfälische Nachrichten Die Zeit
  24. 24. UNTERSUCHTE MEDIEN – DISKUSSION Repräsentativ? Deutschlandweit? Privat-öffentlich? Qualitativ unterschiedlich?
  25. 25. INHALT – EIN GROBER ÜBERBLICK Stellenwert des Publikums seit 1990?  Wende Verhältnis zw. Journalismus & Publikum Publikum als Bestandteil des Journalismus als interne Umwelt (vgl. S. 1)„Sind Journalisten einer ,Diktatur des Publikums‘ ausgesetzt […]?“ (Blöbaum/Bonk/Karthaus/Kutscha 2010) Was denkt ihr?
  26. 26. 3 EBENEN DES WANDELS IM JOURNALISMUS Organisationsformen:  Redaktionen Programme:  Arbeitstechniken  Darstellungsformen  Nachrichtenfaktoren Journalistische Rolle:  Akteure  Beispiele für die einzelnen Ebenen?
  27. 27. RÜCKBEZUG AUF BEREITS GELESENE TEXTE Meier, Klaus (2007): Journalistik. S. 94:  „[…] in der Regel haben Journalisten aber ,nur unspezifische Kenntnisse über die Zusammensetzung und die Erwartungen ihres Publikums.‘“ Was wissen wir bis jetzt vom Publikum?
  28. 28. REGIONALISIERUNGSeite 3: „Eine zunehmende Regionalisierung als Ausdruck von Publikumsorientierung sehen knapp zwei Drittel der Befragten als (viel) wichtiger an. Regionalisierung ist vor allem für die Fernsehjournalisten ein Thema.“ (Blöbaum/Bonk/Karthaus/Kutscha 2010) Warum ist das gerade für das Fernsehen wichtig?
  29. 29. WANDEL DER PUBLIKUMSORIENTIERUNGSeite 3Wie kommt es zu diesem Wandel? • Neuzugänge, z.B. Internet • Mehr Interessen möglich, z.B. Reisen • Zunehmende Medienvielfalt, z.B. mehr Fachzeitschriften
  30. 30. RÜCKBEZUG AUF BEREITS GELESENE TEXTERonge, Volker (1984: 73): Massenmedien als „Güter“ „Medienkonsum ist zunächst einmal Konsum.“Blöbaum/Bonk/Karthaus/Kutscha (2010), Seite 3:Tim Baas: „Wir sind Dienstleister. Die Leute erwarten ein Produkt von uns und haben die Auswahl aus vielen weiteren Produkten.“ Sind Medien tatsächlich nicht mehr als Güter?
  31. 31. UNTERSCHIED ZWISCHEN HÖRFUNK UNDFERNSEHENSeite 4: Fernsehen: Personalisierung in Beiträgen Hörfunk: gegenläufiges Bild Gründe?
  32. 32. FERNSEHEN UND PRINTSeite 4: Seit 1990 häufiger „common people“Aktuelle Beispiele? Zählt das als Publikumsorientierung (Identifikation)?
  33. 33. HILFESTELLUNG?!Blöbaum/Bonk/Karthaus/Kutscha (2010), Seite 4:„73 Prozent der online befragten Journalisten geben an, dass sie mit ihrer Berichterstattung eine Hilfestellung in einer komplexer gewordenen Welt geben wollen.“ Habt ihr das Gefühl, dass Komplexes einfacher dargestellt wird als früher (z.B. Eurokrise)?
  34. 34. NEGATIVE AUSWIRKUNGEN?Seite 4:Journalisten glauben nicht an negative Auswirkungen der Publikumsorientierung (Blöbaum/Bonk/Karthaus/Kutscha: 2010). Könnte es negative Auswirkungen geben? Wenn ja, welche?
  35. 35. ERGEBNIS DER STUDIEBlöbaum/Bonk/Karthaus/Kutscha (2010), Seite 4:„In allen untersuchten aktuellen Medien sind im Informationsjournalismus Hinweise auf eine seit 1990 wachsende Orientierung am Publikum zu finden.“ Die Autoren behaupten, es gebe eine Wende. Sie ziehen jedoch keine vergleichbaren Messpunkte heran. Hättet ihr das Ergebnis erwartet? Kann anhand des Vorgehens von einer Wende gesprochen werden?
  36. 36. Diskussion zur Publikumsforschung Publikumsforschung aus der Sicht der Journalisten.  Ist das wissenschaftliche Forschung?  Wie sollte Publikumsforschung erfolgen?
  37. 37.  DANKE FÜRS ZUHÖREN (UNDDISKUTIEREN)! Tiziana & Natalie

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