Gefährdungsbeurteilung

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Gefährdungen

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Gefährdungsbeurteilung

  1. 1. Gefährdungsbeurteilungen Brunnenbau und Spezialtiefbau sind besonders gefährliche Berufe. An großen Maschine und Baustellen besteht immer die Gefahr von schweren Unfällen aber auch von kleineren Verletzungen. Um möglichst vielen Gefahren aus dem Wege zu gehen, muss im Vorfeld bereits darüber nachgedacht werden, was passieren kann und wie Unfälle und deren Folgen zu vermeiden sind. Dies geschieht in Form von Gefährdungsbeurteilungen. Dazu sollen die Gefahren wie folgt bekämpft werden: Reihenfolge der Gefahrenbekämpfung: T – Technische Maßnahmen (Welche technischen Maßnahmen können die Gefährdung ausschließen?) O – Organisatorische Maßnahmen (Was kann organisatorisch geändert werden um die Gefahr zu vermeiden?) P – Persönliche Schutzausrüstung (Können die Gefahren und Folgen durch das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) vermindert werden?) Gerade für Auszubildende stellt der Verlust der Gesundheit und somit auch der Arbeitskraft nicht zuletzt auch ein großes finanzielles Risiko dar. Man sollte daher verantwortungsvoll mit der eigenen Gesundheit umgehen. Auf den folgenden Seiten sind allgemeine Beispiele für Gefährdungen aufgeführt.
  2. 2. Beispiele für Gefährdungsfaktoren: Arbeitsorganisation Betriebsorganisation zum Beispiel fehlende Erste Hilfe, fehlende Notfallmaßnahmen, fehlende Betriebs- und Arbeitsanweisungen Qualifikation, Erfahrung zum Beispiel nicht ausreichende Qualifikation und Erfahrung Eignung zum Beispiel fehlende körperliche Eignung des Staplerfahrers Unterweisung zum Beispiel fehlende oder ungenügende Unterweisung Verantwortung zum Beispiel unklare Befugnisse nicht klar abgegrenzte Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten Mechanisch Ungeschützt bewegte Maschinenteile zum Beispiel Stoß-, Schneid-, Quetsch- Scher- Schlag- und Einzugsstellen an: Kreissägen, Bohrmaschinen, Pressen Teile mit gefährlichen Oberflächen zum Beispiel Ecken, Kanten, Spitzen, Schneiden, Oberflächenrauigkeit an: gestanzten Blechen, Schneidwerkzeugen, Spritzen im Krankenhaus Bewegte Transport- bzw. Arbeitsmittel zum Beispiel Kran, Flurförderzeuge, Roboter, Fahrzeuge Unkontrolliert bewegte Teile zum Beispiel kippende, rollende, gleitende, pendelnde, herabfallende, berstende, wegfliegende, sich lösende Teile, zum Beispiel brechender Bohrer, Material das vom Gerüst fällt, ungesicherte Ladung die abrutscht Sturz auf der Ebene zum Beispiel Ausrutschen, Stolpern, Umknicken, Fehltreten, Glätte, zum Beispiel Sturz über Kabel, Umknicken am Bordstein Absturzgefahr zum Beispiel an Leitern, Treppen, Tritten, Gerüsten, hochgelegenen Arbeitsplätze, Arbeitsplätze an Becken, Behältern
  3. 3. Elektrisch Gefährliche Körperströme (Stromschlag) zum Beispiel Umgang mit elektrischen Arbeitsmitteln, Arbeiten an Elektroanlagen und Geräten, zum Beispiel Elektroschweißen, Wartungs- und Prüfarbeiten unter Spannung an Maschinen, defekte Isolierung Lichtbögen zum Beispiel Arbeiten an elektrischen Anlagen, vor allem Hochspannungsanlagen, unter Spannung oder in der Nähe spannungsführender Teile, Elektroschweißen Chemisch Umgang oder Freisetzen von Gefahrstoffen zum Beispiel ätzende, reizende, giftige, leicht hochentzündliche, krebserzeugende, umweltgefährliche, fortpflanzungs-gefährdende, erbgutverändernde Stoffe ... Auftreten von Gasen, Dämpfen zum Beispiel Acetylengas, Lösemitteldämpfe, Lötdämpfe, Ausgasen beim Abbinden von Kunstharzen, PU-Schaum etc. Auftreten von Aerosolen zum Beispiel Lacksprühnebel, Sprühnebel beim Hochdruckreinigen Verwenden von Flüssigkeiten zum Beispiel Lösemittel, Reiniger, Klebstoffe, Galvanikbäder Verwenden von Feststoffen, Auftreten von Stäuben, Rauchen zum Beispiel Schweißrauche, Ätznatron, Mehlstaub, Asbest, Quarzfeinstaub, Mineralwolle, Tierhaare Kontakt mit Allergie auslösenden, giftigen Stoffen zum Beispiel beim Umgang mit Pflanzen beim Umgang mit Tieren Biologisch Infektionsgefahr durch Mikroorganismen und Viren zum Beispiel Kontakt zu Krankheitserregern, Parasiten bei Arbeiten im Krankenhaus, der Landwirtschaft, Abfall- und Abwasserwirtschaft, Gastronomie Gentechnisch veränderte Organismen zum Beispiel Arbeiten in Biolabors, Entwicklung von Impfstoffen Allergene und toxische Stoffe von Mikroorganismen zum Beispiel durch Schimmelbildung bei der Abfallsortierung, bei der Wartung von Lüftungsanlagen, Verwendung alter Kühlschmierstoffe, Altbausanierung Durch Tiere zum Beispiel erkrankte Tiere, Angriffe, Insekten
  4. 4. Brand- und Explosion Brandgefährdung durch Feststoffe, Flüssigkeiten und Gase zum Beispiel Umgang mit Benzin, Lacklösemittel, entzündliche Reiniger, Propangas, Aluminium-, Magnesiumspäne Explosionsfähige Atmosphäre zum Beispiel beim Umgang mit brennbaren Flüssigkeiten, Gasen, Aerosolen Explosivstoffe zum Beispiel Umgang mit Feuerwerkskörpern, Montage von Airbags Elektrostatische Aufladung zum Beispiel durch Reibung oder Versprühen beim Spritzlackieren Thermisch Kontakt mit heißen Medien zum Beispiel heißen Oberflächen, heißen Flüssigkeiten, Schmelzen, Dampf, Flammen, Schweißstellen, Spritzguß Metall/Kunststoff Kontakt mit kalten Medien zum Beispiel kalte Oberflächen, kalte/tiefkalte Flüssigkeiten und Gase, Tiefkühllager, Wartungsarbeiten an Kühlanlagen Physikalisch Lärm zum Beispiel an Pressen, beim Trennschleifen, Holzbearbeitungsmaschinen Ultraschall zum Beispiel an Ultraschall-Schweißgeräten, -Reinigungsanlagen Ganzkörperschwingungen zum Beispiel in Baggern, Radladern, Kettenfahrzeugen Hand-Arm-Schwingungen zum Beispiel Umgang mit rotierend oder schlagend arbeitenden Handmaschinen zum Beispiel Presslufthammer, Motorsäge, Rüttler Nichtionisierende Strahlung zum Beispiel Laserstrahlung von Messmaschinen, Elektro-magnetische Felder durch Arbeiten an Antennenanlagen, UV-Strahlung beim Elektroschweißen, Infrarot- Strahlung beim Gasschweißen Ionisierende Strahlung zum Beispiel Röntgenstrahlung, Gammastrahlung, Teilchenstrahlung bei Materialprüfung, Arztpraxis Arbeiten im Unter- oder Überdruck zum Beispiel Taucharbeiten, Tunnelbau Ertrinkungs- / Erstickungsgefahr zum Beispiel bei Arbeiten am oder auf Wasser, durch Versinken in Stoffen zum Beispiel Getreidespeicher
  5. 5. Arbeitsumgebung Klima zum Beispiel Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftgeschwindigkeit, Witterungsbedingungen, Arbeiten im Freien Beleuchtung zum Beispiel zu geringe Beleuchtungsstärke, Blendung, schlecht sichtbare Bereiche durch Schlagschatten, falsche Farbwiedergabe Raumbedarf / Verkehrswege zum Beispiel zu geringe Fläche im Arbeitsbereich, eingeschränkte Verkehrswege, verstellte/versperrte Rettungswege, Notausgänge, Fluchttüren Physisch Schwere dynamische Arbeit zum Beispiel Arbeiten mit hoher Kraftanstrengung, Transport von Hand Einseitige dynamische Arbeit zum Beispiel Arbeiten mit hoher Wiederholfrequenz und gleichem Bewegungsablauf, ohne Belastungswechsel Statische Arbeit, Haltungsarbeit, Haltearbeit zum Beispiel Arbeiten über Kopf, liegend, knieend, stark gebeugt, hockend, reine Steharbeit oder Sitzarbeitsplatz Kombination aus statischer und dynamischer Arbeit zum Beispiel manuelles Heben und von Lasten Persönliche Schutzausrüstung zum Beispiel bei Arbeiten mit schwerem Atemschutz, nicht geeignete Schutzausrüstung Hautbelastung zum Beispiel Feuchtarbeiten, fehlender Haut- und Handschutz, Arbeiten mit Gummihandschuhen Wahrnehmung/Handhabbarkeit Informationsaufnahme zum Beispiel nicht wahrnehmbare optische und akustische Signalgeber, unverständlicher Informationsgehalt Erschwerte Handhabbarkeit von Arbeitsmitteln zum Beispiel ergonomisch ungünstige Gestaltung oder Anordnung, Bedienelemente nicht leicht handhabbar oder sicher zu benutzen
  6. 6. Psychomentale Fehlbelastungen Arbeitstätigkeit zum Beispiel Monotonie, fehlende Information, Über-, Unterforderung Arbeitsorganisation zum Beispiel Arbeitszeit, Arbeitsablauf, Zeitdruck, häufige Störungen, schlechte Planbarkeit Soziale Bedingungen zum Beispiel zwischenmenschliche Spannungen, Mobbing, fehlende Anerkennung Wahrnehmungsumfang zum Beispiel Informationsflut in der wichtige Informationen nicht erkannt werden Durch Menschen zum Beispiel Überfall, Angriffe

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