Das Reichsarchiv Wien 1938-1945

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Vortrag mit Herbert Hutterer, gehalten am Deutschen Archivtag in Stuttgart 2005

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Das Reichsarchiv Wien 1938-1945

  1. 1. Das Reichsarchiv Wien Deutscher Archivtag 2005 Sektionssitzung IV – Staatsarchive im Nationalsozialismus
  2. 2. Inhaltsübersicht <ul><li>Archive der Zentralstellen in Österreich 1918 – 1940 </li></ul><ul><li>Reichsarchiv Wien </li></ul><ul><li>Archivare – Zwei Beispiele für Karrieren </li></ul><ul><li>Wissenschaftliche Forschungen und Publikationen </li></ul><ul><li>Rückbringung von Archivalien </li></ul><ul><li>Raumsituation in den Archiven </li></ul>
  3. 3. Archive der Zentralstellen in Österreich 1918 - 1940 <ul><li>Keine gemeinsame Direktion, jedes Archiv organisatorisch selbstständig und zumeist dem Bundeskanzleramt nachgeordnet </li></ul><ul><li>Haus-, Hof- und Staatsarchiv (BKA) Minoritenplatz 1 </li></ul><ul><li>Hofkammerarchiv (BKA) Johannesgasse 6 </li></ul><ul><li>Finanzarchiv (Finanzministerium) Himmelpfortgasse 6-8 </li></ul><ul><li>Staatsarchiv des Inneren und der Justiz (BKA) Justizpalast bis 1927, Stiftskaserne bis 1938, seit Anfang März 1938 Wallnerstraße 6-6a </li></ul><ul><li>Unterrichtsarchiv (Unterrichtsministerium) Bankgasse 8 </li></ul><ul><li>Kriegsarchiv (BKA) Stiftskaserne </li></ul><ul><li>Verkehrsarchiv (Österreichische Bundesbahn) Aspangstraße </li></ul>
  4. 4. Reichsarchiv Wien Generaldirektion (im HHStA) untersteht direkt dem Reichsinnenministerium Haus-, Hof- und Staatsarchiv Hofkammerarchiv Staatsarchiv des Innern und der Justiz Finanzarchiv Unterrichtsarchiv
  5. 5. Reichsarchiv Wien <ul><li>Planungen seit 1938, trotzdem erst mit 1. Feb ruar 1940 (RGBl. I, S. 52 vom 11.01.1940) gegründet. Gering ausgeprägter Zentralismus – vorläufig wurden die „Archivkörper … in ihrer geschichtlich gewordenen Gruppierung belassen“. </li></ul><ul><li>Kompetenzaufteilung: </li></ul><ul><li>Direktion besorgt Verwaltungsangelegenheiten aller Abteilungen und fachliche Angelegenheiten allgemeiner Natur </li></ul><ul><li>Fünf selbstständige Abteilungen besorgen die spezifischen fachliche Angelegenheiten wie bisher selbst, also auch Verkehr mit den Behörden, Benützerdienst und Anfragen </li></ul>
  6. 6. Archivare – Beispiele für Karrieren <ul><li>Ludwig Bittner </li></ul><ul><li>Geb. 19.02.1877 Wien. Studium in Wien, Berlin und Marburg/Lahn. Absolvent IfÖG. Kurze Mitarbeit bei MGH, 1899 Eintritt in das HHStA. 1926 Direktor, laut Eigenaussage für die ausschließlich nationalsozialistische Zusammensetzung der Beamtenschaft am Haus-, Hof- und Staatsarchiv verantwortlich, 1941 Direktor des Reichsarchivs Wien. Selbstmord 03.04.1945 </li></ul>
  7. 7. Wissenschaftliche Forschungen und Publikationen, Beispiel Jugoslawien <ul><li>„ Die Arbeiten des Reichsarchivs Wien zeigen an einem eklatanten Beispiel, wie eng sich Wissenschaft und Politik mit den Arbeiten des Archivars verknüpfen.“ (L. Bittner) </li></ul><ul><li>Aktenwerk über die serbische Außenpolitik 1908-1918 in acht Bänden, Auftraggeber ist das Auswärtige Amt, das die Arbeit als ‚kriegswichtig von außerordentlicher Bedeutung’ bezeichnete, Band 1914 druckreif, die Bände 1908-1909 und 1915 in Vorbereitung (Bittner, Uebersberger, Schwanke). </li></ul><ul><li>Daraus abgeleitet eine Broschüre über die Kriegsschuldfrage 1914. Über Planungsstadium nicht hinaus. </li></ul>
  8. 8. Archivare – Beispiele für Karrieren <ul><li>Franz Stanglica </li></ul><ul><li>Geb. 27. Mai 1907 in Wien, Studium in Wien, Absolvent IfÖG 1931, Aufnahme in das HKA 1935, Hauptarbeitsbereich: Ansiedlung in Südosteuropa im 18. Jhd. </li></ul><ul><li>Eintritt in die Waffen-SS 1940, KZ Auschwitz / Kommandantur 1941, Volkspolitisches Referat Lublin (zugeteilt SS- und Polizeiführer Globocnik) 1941, ab 1944 Operationszone Adriatisches Küstenland </li></ul><ul><li>Unfalltod in britischer Kriegsgefangenschaft 28.10.1946 </li></ul>
  9. 9. Rückbringung von Archivalien <ul><li>Mitarbeit in deutschen Archivkommissionen: </li></ul><ul><li>Ludwig Bittner Archivbeauftragter, Gesamtkoordination </li></ul><ul><li>Wilfried Krallert und Robert Schwanke in Jugoslawien </li></ul><ul><li>Robert Lacroix in Brüssel und Paris </li></ul><ul><li>Otto Guglia in Galizien und der Bukowina </li></ul><ul><li>Walter Latzke in Troppau </li></ul>
  10. 10. Rückbringung von Archivalien <ul><li>Burgarchiv Prag </li></ul><ul><ul><li>Böhmische Herrschaftsakten - 1941 nach Wien </li></ul></ul><ul><ul><li>Böhmische Hoffinanz - 1941 nach Wien </li></ul></ul><ul><ul><li>Böhmisches Münz und Bergwesen - 1941 nach Wien </li></ul></ul><ul><li>Generalgouvernement </li></ul><ul><li>Warschau, Krakau, Lemberg - 1941 nach Wien </li></ul>
  11. 11. Rückbringung von Archivalien <ul><li>Belgrad ( bzw. Cacak) </li></ul><ul><ul><li>Bosnisch-herzegowinische Abteilung des K.u.K. Gemeinsamen Finanzministeriums - 1941 nach Wien </li></ul></ul><ul><ul><li>Archiv der bosnisch-herzegowinischen Landesregierung – Reservatakten sowie ausgewählte Teile 1943 nach Wien </li></ul></ul><ul><ul><li>Akten des jugoslawischen Außenministeriums </li></ul></ul><ul><ul><li>Akten aus serbischen und montenegrinischen Hofregistraturen - 1943 nach Wien </li></ul></ul><ul><ul><li>Akademie der Wissenschaften - 1200 türkische Urkunden aus Ragusa - 1943 nach Wien </li></ul></ul>
  12. 12. Die Raumsituation in den Archiven <ul><li>Beispiel Finanzarchiv : Unterbringung der Archivalien in Kellerräumlichkeiten </li></ul>
  13. 13. Die Raumsituation in den Archiven <ul><li>Beispiel Finanzarchiv : Unterbringung der Archivalien in Kellerräumlichkeiten </li></ul>
  14. 14. Die Raumsituation in den Archiven <ul><li>Bespiel Finanzarchiv : Unterbringung der Archivalien in Kellerräumlichkeiten </li></ul>
  15. 15. Projektierter Neubau des Reichsarchivs <ul><li>Entwurf 1 Architekt Alexander Popp </li></ul>
  16. 16. Projektierter Neubau des Reichsarchivs <ul><li>Entwurf 2: Architekt Dunstmann </li></ul>
  17. 17. <ul><li>Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! </li></ul><ul><li>[email_address] </li></ul><ul><li>[email_address] </li></ul>

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