TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" (12-2011)

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Die Zeiten vom "Halbgott in Weiß" sind vorbei. Der Patient von heute ist mündiger, als noch vor 20 Jahren und möchte so auch wahrgenommen werden.

Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient bedeutet das: miteinander statt gegeneinander. Die Ärzte sind gefordert, ihre Patienten umfassend, individuell und laienverständlich über die Therapiemöglichkeiten zu informieren. Aber auch der Patient ist in der Pflicht, mehr Verantwortung für seine Gesundheit zu übernehmen.

Doch welche Rechte und Pflichten habe ich als Patient? Was bringt das neue Patientenrechtegesetz? Wann kann ich mir als Patient eine zweite Meinung holen? Wie reagiere ich, wenn ein Arzt mir IGeL anbietet? Und was kann ich tun, wenn ich einen Behandlungsfehler vermute? Diese und weitere Fragen beantwortet der aktuelle TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe: meine Rechte, meine Pflichten".

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TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" (12-2011)

  1. 1. Informationen der Techniker KrankenkasseDezember 2011 Medienservice Themen, Trends und HintergründeMit dem Arzt auf Augenhöhe:meine Rechte, meine PflichtenLängst überfällig: Das Patientenrechtegesetz................................................................................................. 2Arzt und Patient auf Augenhöhe – Jeder fünfte Patient will stärker mit entscheiden................ 5Vorsorge statt Nachsorge: Nur jeder Zweite geht zum Gesundheits-TÜV ....................................... 7Hautkrebs: Nur jeder Dritte geht zur Früherkennung ................................................................................... 9Organspende: Entscheiden kann sich nur der informierte Bürger ................................................... 12"Mehr wissen, gesünder leben":den Umgang mit psychischen Erkrankungen verbessern ..................................................................... 15Doppelt hält besser: TK verhilft Patienten zu einer zweiten Meinung .............................................. 18Therapiesicherheit: Arzneimittelübersicht schützt Seniorenvor schädlichen Medikamenten ......................................................................................................................... 22Wählerische Patienten: Jeder Dritte verlässt heimische Grenzefür Gesundheitsleistungen im Ausland ............................................................................................................ 25Wenn Ärzte Fehler machen: Wie Kassen ihren Patienten helfen ........................................................ 28Im Namen des Patienten: Interview mit Hedwig François-Kettner, Vorsitzende imAktionsbündnis Patientensicherheit (APS)....................................................................................................... 31Kurz gemeldet ............................................................................................................................................................... 35Impressum ....................................................................................................................................................................... 38Hinweis für die RedaktionenEinige Illustrationsvorschläge zum Thema haben wir in dieses Dokument eingefügt. Diese und andereMotive stehen Ihnen ebenso wie Fotos der zitierten Experten sowie die Daten aus zitierten Studienund Umfragen honorarfrei unter Angabe der Quelle „Techniker Krankenkasse“ zur Verfügung.Download: www.presse.tk.deHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  2. 2. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 2_____________________________________________________Längst überfällig: Das PatientenrechtegesetzDas deutsche Gesundheitssystem wird immer komplexer. Für die Pati-enten ist es häufig schwer, sich im Leistungswettbewerb von Pharma-herstellern, Ärzten und Krankenkassen zurechtzufinden und zu informie-ren. Doch nur ein informierter Patient kann gemeinsam mit dem Arzt aufAugenhöhe über seine Gesundheit entscheiden oder sich im Falle einesBehandlungsfehlers die nötige Hilfe holen. Die Voraussetzung dafür istTransparenz im Gesundheitswesen und eine eindeutige Rechtslage.Schon seit Jahren versucht die Politik, die Rechte der Patienten in einemGesetz zu bündeln und zu stärken. Jetzt ist es endlich so weit: Am 1. Juli2012 tritt das neue "Patientenrechtegesetz" voraussichtlich in Kraft. Esbeinhaltet beispielsweise konkretere Aufklärungs- und Dokumentations-pflichten von Ärzten und Krankenhäusern sowie die Stärkung der Patien-tenrechte bei Behandlungsfehlern. "Das bisher vorgelegte Grundlagen-papier der Bundesregierung geht in die richtige Richtung, fasst aber nurbestehende Rechtsgrundlagen und Gerichtsurteile zusammen. Wir brau-chen konkretere Inhalte", sagt Dr. Andreas Meusch, Leiter der Landes-vertretungen der Techniker Krankenkasse (TK)."Der Patient muss beispielsweise wissen, wer für die Veröffentlichungvon Patienteninformationen verantwortlich ist und wer sie finanziert hat.Kommerzielle Interessen gehören nicht ins Behandlungszimmer. Wer-bung und Verkauf von zusätzlichen Selbstzahlerangeboten wie Individu-elle Gesundheitsleistungen (IGeL) sind deshalb per Gesetz zeitlich undräumlich von der ärztlichen Behandlung zu trennen", so Meusch.Auch sollten Ärzte dazu verpflichtet werden, die Behandlung zeitnah,eindeutig und fälschungssicher zu dokumentieren – auch im Falle einerelektronischen Dokumentation. Dazu muss es dem Patienten jederzeitmöglich sein, ohne Angabe von Gründen Einsicht in seine Akte zu neh-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  3. 3. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 3_____________________________________________________men. "Jeder Patient hat das Recht auf eine richtige und vollständige Pa-tientenakte, die vor dem Zugriff Unberechtigter und gegen nachträglicheVeränderungen geschützt ist", sagt Meusch.Wie eine Studie des "Wissenschaftlichen Instituts der TK für Nutzen undEffizienz im Gesundheitswesen" (WINEG) zeigt, möchte jeder fünfte Pa-tient von seinem Arzt stärker in die Entscheidungen einbezogen wer-den, die seine Gesundheit oder seine medizinische Behandlung betref-fen. "Die Bereitschaft eines Patienten zur Mitwirkung in einer Therapie istdeutlich höher, wenn er versteht, warum eine bestimmte therapeutischeMaßnahme sinnvoll ist, als wenn er nur die Anweisungen seines Arztesbefolgt. Deswegen ist eine partnerschaftliche Entscheidung für beideSeiten vorteilhaft und sollte deshalb Patientenrecht werden", fordert derTK-Landesvertretungsleiter. Bei schweren Erkrankungen oder vor kom-plizierten medizinischen Eingriffen kann es darüber hinaus sinnvoll sein,die Behandlungsempfehlung des Arztes mit einem anderen Experten imRahmen eines geregelten Zweitmeinungsverfahrens zu beraten.Ein besonderes Anliegen der TK ist die Stärkung der Patientenrechte beiBehandlungsfehlern. "Längst überfällig ist eine gesetzliche Regelung, dieverbindlich sicherstellt, dass Ärzte und Zahnärzte über eine ausreichen-de Berufshaftpflichtversicherung verfügen", so Meusch. "Es kann nichtsein, dass es heute immer wieder vorkommt, dass geschädigte Patien-ten das ihnen zugesprochene Schmerzensgeld wegen eines zu geringenVersicherungsschutzes des Arztes nicht erhalten." Auch sei es für Pati-enten gegenwärtig schwer, berechtigte Ansprüche aus Behandlungs-fehlern geltend zu machen. Die juristischen Verfahren sind oft langwierigund für Patienten belastend. Deshalb sollen sie durch Beweiserleichte-rungen unterstützt werden. "Auch die Verfahrensrechte im Arzt-Haftungsrecht sollten für Patienten und ihre Interessenvertretungen ver-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  4. 4. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 4_____________________________________________________einfacht werden, zum Beispiel durch die Einrichtung von Spezialkam-mern an den Landgerichten", sagt Meusch.Kinder und Jugendliche sind laut Meusch bei Behandlungsfehlern be-sonders zu schützen. "Für Kinder und Jugendliche bedeutet die derzeiti-ge Verjährungsfrist von drei Jahren, dass sie oft keine Möglichkeit mehrhaben, die Entscheidung ihrer Eltern, für oder gegen ein Behandlungs-fehlerverfahren zu korrigieren", erklärt Meusch. Daher sollte die Verjäh-rungsfrist erst mit Vollendung des 18. Lebensjahres beginnen und gene-rell auf zehn Jahre verlängert werden.Hintergrund: Grundlagenpapier PatientenrechteBereits am 22. März 2011 haben der Patientenbeauftragte der Bundes-regierung und die Ministerien für Gesundheit und für Justiz in einemGrundlagenpapier Eckpunkte für ein Patientenrechtegesetz veröffent-licht. Sie beinhalten u.a. die Aufnahme eines Behandlungsvertrages indas Bürgerliche Gesetzbuch, konkretere Aufklärungs- und Dokumentati-onspflichten von Ärzten und Krankenhäusern sowie die Stärkung derPatientenrechte bei Behandlungsfehlern. Ursprünglich sollte das Gesetznoch 2011 vom Bundestag verabschiedet werden. Mitte November er-klärte der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, er gehe davonaus, dass das Patientenrechtegesetz zum 1. Juli 2012 in Kraft tretenwerde. Ein Referentenentwurf werde Anfang 2012 ins Bundeskabinettkommen. Ebenfalls im November haben zehn Bundesländer die Bun-desregierung mit eigenen Vorschlägen zum Handeln aufgefordert. Siewurden unter Federführung der Hamburger Behörde für Gesundheit undVerbraucherschutz vorgelegt. Jetzt ist die Bundesregierung am Ball –Patienten und ihre Interessensvertretungen warten seit Jahren auf einPatientenrechtegesetz.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  5. 5. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 5_____________________________________________________Arzt und Patient auf Augenhöhe –Jeder fünfte Patient will stärker mit entscheidenDie Patienten in Deutschland stellen ihren Ärzten ein gutes Zeugnis aus: Fastalle (95 Prozent) sind mit ihrem Arzt unter dem Strich zufrieden. Was ihnenjedoch fehlt: Sie wünschen sich von ihrem Arzt mehr Informationen undmöchten stärker in die Entscheidungen einbezogen werden, die ihre Gesund-heit oder ihre medizinische Behandlung betreffen. Zu diesem Ergebnis kommteine aktuelle repräsentative Studie zur Patientenzufriedenheit des "Wissen-schaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse (TK) für Nutzen und Effizi-enz im Gesundheitswesen" (WINEG).Die WINEG-Studie zeigt, dass jeder Fünfte von seinem Arzt nicht in dem Ma-ße informiert und in Entscheidungen eingebunden wird, wie er es möchte."Dabei haben wir festgestellt: Insbesondere die Punkte Kommunikation undEinbindung in Entscheidungen prägen das Bild, das Patienten von ihrem Arzthaben", sagt WINEG-Direktor Dr. Frank Verheyen. "Sie beeinflussen stark,wie zufrieden die Menschen insgesamt mit ihrem Doktor sind", so derGesundheitsökonom weiter. Auch der Behandlungserfolg hänge wesentlichdavon ab, ob der Patient seinen Therapieplan versteht, er gemeinsam miteinem Arzt darüber entschieden hat und die einzelnen Schritte mitträgt.Professor Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender des TK-Vorstandes: "Wir müssendie Menschen dazu bewegen, ihre Gesundheit stärker selbst in die Hand zunehmen. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass jeder dritte Er-wachsene in Deutschland die Verantwortung für seine Gesundheit eher beianderen als bei sich selbst sieht."Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  6. 6. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 6_____________________________________________________ Gleichberechtigte Partner? Noch nicht immer begegnen sich Ärzte und Patienten in Deutsch- land auf Augenhöhe. So haben nur zwei von drei Patienten die Gelegenheit, mit ihrem Arzt die Vor- und Nachteile verschiede- ner Behandlungsalternativen zu diskutieren. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de. Quelle: Techniker KrankenkasseAuch ob Beschwerden wieder verschwinden, sehen viele Menschen als eineSchicksalsfrage. So schreibt es ebenfalls fast jeder Dritte allein Glück oderPech zu, ob er im Krankheitsfall wieder gesund wird. "Gesundheit ist nichtallein eine Frage des Schicksals. Es ist uns daher schon lange ein Anliegen,Patienten in ihrer Souveränität zu stärken. Die Studienergebnisse bestätigenuns nun erneut darin, unseren Versicherten Angebote wie beispielsweisedie Kursreihe Kompetent als Patient zu machen", so Klusen weiter. DiesesKonzept hat die TK entwickelt, um Patienten zu einem souveränen Umgangmit der eigenen Gesundheit zu ermutigen und ihnen für einen gleichberech-tigten Dialog mit dem Arzt den Rücken zu stärken.Weitere Informationen zu dem Kursangebot "Kompetent als Patient" und diedazugehörige Broschüre gibt es im Internet unter www.tk.de;Webcode: 230628Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  7. 7. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 7_____________________________________________________Vorsorge statt Nachsorge:Nur jeder Zweite geht zum Gesundheits-TÜVFür den Autofahrer ist es ganz klar: Alle zwei Jahre muss der Wagen zumTÜV. Wenn etwas nicht in Ordnung ist, setzen die KFZ-Mechaniker früh-zeitig Hand an, um Bremsen, Getriebe und Vergaser wieder richtig inSchuss zu bringen. Bei der eigenen Gesundheit sind die Deutschen nichtso penibel. Eine Auswertung von Daten der Techniker Krankenkasse (TK)zeigt: Nur jeder zweite TK-Versicherte über 35 Jahre (49 %) hat denGesundheits-TÜV für Erwachsene – den sogenannten Gesundheits-Check-up – in den letzten zwei Jahren in Anspruch genommen. Dabeikönnen bei regelmäßiger Vorsorge viele Krankheiten schon frühzeitig er-kannt und behandelt werden."Beim Gesundheits-Check-up geht es vor allen Dingen darum, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen sowie Diabetes mellitusrechtzeitig zu erkennen", erklärt Maria Schwormstedt, Ärztin bei der TK."Besonders wichtig ist der Check-up für Menschen aus Familien, in denendiese Krankheiten schon vorgekommen sind. Denn ganz generell gilt: Jefrüher eine Krankheit erkannt wird, desto größer sind auch die Heilungs-chancen."Neben der körperlichen Untersuchung werden beim Gesundheits-Check-up Blut und Urin auf mögliche Krankheiten getestet. Außerdem besprichtder Arzt die persönliche Krankengeschichte und beleuchtet mögliche Risi-kofaktoren durch die Familie. "Liegt eine Krankheit oder der Verdacht da-rauf vor, sorgt der Arzt für eine eingehendere Diagnostik und entspre-chende Therapiemaßnahmen", so Schwormstedt.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  8. 8. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 8_____________________________________________________Den Gesundheits-Check-up können Frauen und Männer ab 35 Jahren allezwei Jahre bei jedem Allgemeinmediziner oder Internisten durchführenlassen. Die Praxisgebühr fällt nicht an.Hinweis für die Redaktionen:Zur Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen hat die TK dieDaten von mehr als vier Millionen TK-versicherten Männern und Frauenab 35, die in den Jahren 2009 und 2010 bei der TK versichert waren, aus-gewertet. Weitere Texte, Grafiken und Fotos zum Thema stehen aufwww.presse.tk.de im Pressecenter. Vorsorge statt Nachsorge Beim Gesundheits-Check-up geht es vor allem darum, Herz- Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerprobleme und Diabetes mellitus frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Den Check-up können Frauen und Männer ab 35 Jahren alle zwei Jahre in Anspruch nehmen. Eine Praxisgebühr wird nicht fällig. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de. Quelle: Techniker KrankenkasseHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  9. 9. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 9_____________________________________________________Hautkrebs: Nur jeder Dritte geht zur FrüherkennungHautkrebs ist weltweit die häufigste Krebserkrankung. Mit über 250.000Neuerkrankungen im Jahr macht Hautkrebs in Deutschland allein ein Vier-tel aller Krebserkrankungen aus. Gleichzeitig kann Hautkrebs – wenn erfrüh genug erkannt wird – in den meisten Fällen erfolgreich behandeltwerden. Trotzdem hat in den Jahren 2009 und 2010 nur jeder dritte (37Prozent) Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK) ab 35 Jahren dieHautkrebs-Früherkennung in Anspruch genommen. Das ergibt eine aktu-elle Auswertung von TK-Versichertendaten. Mögliche Gründe dafür lieferteine Forsa-Umfrage im Auftrag der TK. Grundsätzlich geben beim ThemaVorsorge vier von zehn Menschen in Deutschland an, dass sie nur zumArzt gehen, wenn sie wirklich krank sind. Und knapp jeder Dritte weißnicht, auf welche Früherkennungsuntersuchung er Anspruch hat.„Je früher ein Hautkrebs entdeckt wird, umso besser sind die Chancen, ihnzu heilen“, erklärt Florian von Stern, Früherkennungs-Experte bei der TK.„Gerade Menschen, die Zweifel haben, weil sie sich schon stark der Son-ne ausgesetzt haben, eine sensible Haut besitzen oder auch schon einenHautkrebsfall in der Familie hatten, sollten regelmäßig zur Vorsorge ge-hen“, rät von Stern.Beim Hautkrebs unterscheidet man drei Hauptarten: das Basalzell-Karzinom (weißer Hautkrebs), das Stachelzell-Karzinom und das maligneMelanom. Sowohl das Basalzell-Karzinom als auch das Stachelzell-Karzinom fallen in der Regel als Unebenheiten auf der Haut sehr schnellauf und lassen sich mit einer kleinen Operation einfach entfernen. Meta-stasen, also Tochtergeschwülste an anderen Organen, sind eher selten.Ganz anders sieht es beim malignen Melanom aus. Es tritt zwar viel selte-ner auf, ist aber auch viel gefährlicher als die beiden anderen Krebsarten.Es hat meistens eine dunkle Farbe und wird deswegen auch „schwarzerHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  10. 10. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 10_____________________________________________________Hautkrebs“ genannt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes star-ben 2010 in Deutschland an den beiden weißen Hautkrebssorten 621Menschen, am malignen Melanom mehr als 2.700.Die Hautkrebs-Früherkennung wird seit 2008 von den gesetzlichen Kran-kenkassen für Versicherte ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre über-nommen. Dabei untersucht der Arzt von Kopf bis Fußsohle den ganzenKörper nach auffälligen Haut-Unregelmäßigkeiten. Durchführen kann siejeder Allgemeinmediziner oder Hautarzt mit entsprechender Zusatzqualifi-kation. Die TK bietet darüber hinaus noch mehr: Schon 20-Jährige könnenzur Früherkennung zu einem speziell weitergebildeten Facharzt für Haut-und Geschlechtskrankheiten gehen.„Die beste Vorsorge gegen Hautkrebs ist aber immer noch der gesundeUmgang mit dem Bad in der Sonne“, so Florian von Stern. „Denn je weni-ger direkter Sonneneinstrahlung der Mensch ausgesetzt ist, desto niedri-ger ist seine Wahrscheinlichkeit, Hautkrebs zu bekommen.“ Die sogenann-ten ultravioletten Strahlen (UV-Strahlen) der Sonne können das Erbgut inden Körperzellen schwer schädigen, sodass Krebs entsteht. Natürlichkann und soll man die Sonne nicht ganz meiden. Sie versorgt uns mit demfür die Knochen wichtigen Vitamin D, regelt den Kalziumhaushalt, hilftbeim Schutz gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sorgt für gute Lau-ne. Allerdings gibt es ein paar wichtige Regeln, um die warmen Strahlengesund zu genießen.• Ob am Meer oder auf der Skipiste: Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 20 gehört in jedes Gepäck. Auch wenn die Lotion wasserfest ist: Nach jedem Bad sollte man sich erneut eincremen – auch im Schatten.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  11. 11. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 11_____________________________________________________• Besonders anfällig für Sonnenbrand ist Kinderhaut. Hier sollte der Lichtschutzfaktor mindestens 30 betragen. Am besten man schützt die Kleinen zusätzlich mit UV-Strahlenundurchlässiger Kleidung.• Besonders im Winterhalbjahr sind Solarien sehr beliebt. Aber Ach- tung: Auch die künstliche Sonne ist gefährlich. Für Kinder und Ju- gendliche ist der Besuch im Solarium ohnedies verboten.• Individualität beachten: Bestimmte Hauttypen sind anfälliger für Son- nenbrände. Gerade Menschen mit hellem Hauttyp und Sommerspros- sen, als auch solche mit familiärer Vorbelastung durch Hautkrebs soll- ten im Umgang mit der Sonne immer besonders "besonnen" bleiben.Weitere Informationen zum Thema und die Broschüre „Hautkrebs-Früherkennung“ gibt es unter www.tk.de. Webcode 141288 zum Down-load. Nur mit Schutz in die Sonne! Die beste Vorsorge gegen Hautkrebs ist immer noch der gesunde Umgang mit der Sonne. Ob im Wintersport oder Sommerurlaub: Sonnen- creme mit mindestens Licht- schutzfaktor 20 gehört ins Gepäck. Für Kinder sollte der Lichtschutzfaktor 30 oder höher betragen. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de. Quelle: Techniker Kranken- kasseHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  12. 12. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 12_____________________________________________________Organspende: Entscheiden kann sich nur der informierte BürgerSeit über einem Jahr diskutiert die Republik, wie der eklatante Mangel anSpenderorganen behoben werden kann. Denn in Deutschland warten12.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Statistisch gesehen, sterben je-den Tag drei von ihnen, weil sie nicht rechtzeitig eines bekommen. Nachvielen Diskussionen hat sich der Bundestag im November in einer frakti-onsübergreifenden Initiative geeinigt: Die Bürger sollen in regelmäßigenAbständen zu ihrer Bereitschaft zur Organspende befragt werden, zum Bei-spiel bei der Ausgabe der Krankenversichertenkarte. Das entspricht dersogenannten "Entscheidungslösung".Professor Dr. Norbert Klusen, Vorstandsvorsitzender der Techniker Kran-kenkasse (TK): "Die meisten Menschen denken bei der Organspende vorallem darüber nach, ob sie nach ihrem Tod ihre Organe spenden möchten.Viele sind sich jedoch nicht bewusst, wie schnell man auch selbst auf einSpenderorgan angewiesen sein kann. Dies hat uns nicht zuletzt die EHEC-Krise gezeigt, durch die viele bis dahin kerngesunde Menschen auf dieWarteliste für eine Spenderniere gekommen sind."Wie eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der TK zeigt, stehen neun vonzehn Menschen der Organspende positiv gegenüber. Dennoch tragen nur18 Prozent der Befragten einen Organspendeausweis bei sich, in dem sieihr Einverständnis zu einer Organentnahme nach ihrem Tod dokumentierthaben. Mehr als jeder Dritte hat sich bisher noch gar nicht mit dem Themabeschäftigt und hat deshalb auch noch keinen Ausweis ausgefüllt. SiebenProzent der Befragten haben Sorge, als Organspender vorzeitig für tot er-klärt zu werden, und drei Prozent der Befragten befürchten sogar, dass mitden Spenderorganen Geschäfte gemacht würden. "Die Umfrage zeigt, wiewichtig es ist, die Menschen nicht unvorbereitet mit diesem schwierigenHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  13. 13. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 13_____________________________________________________Thema zu konfrontieren, sondern ihnen genügend Informationen zur Verfü-gung zu stellen, damit sie sich eine Meinung bilden können", erklärt Klusen. In Deutschland warten 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan Wie eine aktuelle Forsa- Umfrage im Auftrag der Tech- niker Krankenkasse (TK) zeigt, stehen neun von zehn Menschen der Organspende positiv gegenüber. Doch nur 18 Prozent der Befragten tragen einen Organ- spendeausweis bei sich. Foto zum Download unter www.presse.tk.de. Quelle: Techniker Kranken- kasseWie die Umfrage weiter ergeben hat, sprechen sich vier von zehn der Be-fragten für die sogenannte Entscheidungslösung aus. Sie sieht vor, jedenBürger zu seiner Bereitschaft für oder gegen die Organspende zu befragenund diese Meinung auf dem Personalausweis, Führerschein oder derKrankenversicherungskarte zu dokumentieren. Für die derzeit geltendeZustimmungslösung, nach der nur derjenige Organspender ist, der dies ineinem Organspendeausweis festgehalten hat, stimmte jeder dritte Befragte.Und jeder Vierte befürwortete die sogenannte Widerspruchslösung, wonachjeder, der nicht zu Lebzeiten einer Organentnahme widersprochen hat, po-tentieller Organspender ist. Interessant ist auch, dass drei von zehn Befrag-ten befürworten, dass nur diejenigen ein Spenderorgan erhalten, die auchselbst Organspender sind.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  14. 14. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 14_____________________________________________________"Organspende bietet vielen Menschen eine neue Lebenschance. Dies istaber nur möglich, wenn es Menschen gibt, die bereit sind, ihre Organe nachihrem Tod zur Verfügung zu stellen", so Klusen.Besonders groß ist der Informationsbedarf laut der TK-Umfrage bei den 26-bis 35-Jährigen. In dieser Gruppe gab die Hälfte der Befragten an, mangelsInformation noch keinen Organspendeausweis ausgefüllt zu haben. Bei denüber 65-Jährigen fühlt sich nur jeder Fünfte nicht ausreichend informiert.Hinweis für die RedaktionenFür die bundesweit repräsentative Untersuchung im Auftrag der TK befrag-te das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Mai dieses Jahres 1.003 er-wachsene Männer und Frauen in Deutschland. Weitere Daten, Informatio-nen und Beiträge zur Organspende enthält der aktuelle TK-Medienservice"Organ- und Gewebespende", der mit Illustrationsvorschlägen unterwww.presse.tk.de zum kostenlosen Download steht.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  15. 15. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 15_____________________________________________________"Mehr wissen, gesünder leben": den Umgang mit psychischenErkrankungen verbessernKranke Seele, Burn-out, Depression: In Deutschland werden immer mehrpsychische Erkrankungen diagnostiziert. Wie der aktuelle Gesundheitsre-port der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, belegte die Diagnose "De-pressive Episode" (F32) 2010 erstmals den traurigen Spitzenplatz bei denkrankheitsbedingen Fehltagen – noch vor Rückenschmerzen und Erkältun-gen. Auch die Verschreibungspraxis bei Antidepressiva ist alarmierend:Von 2006 bis 2010 stieg die Zahl der verordneten Tagesdosen bei den Er-werbspersonen um 70 Prozent."Gerade bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen ist eine aktiveMitarbeit der Patienten in der Therapie sehr wichtig", weiß York Scheller,Psychologe bei der TK. "Je mehr Patienten und deren Angehörige über dieKrankheit wissen, desto besser können sie sich auch an der Behandlungbeteiligen und so zu einer erfolgreichen Therapie beitragen."Um den eigenverantwortlichen Umgang von Betroffenen mit ihrer Krankheitzu stärken, engagiert sich die TK für eine verbesserte Aufklärung.Dazu haben die TK und das Deutsche Bündnis gegen Depression e.V.spezielle Schulungsmaterialien entwickelt. Das Handbuch "Mehr wissen,gesünder leben" für Ärzte und die dazugehörige Patientenbroschüre stehenbundesweit für den Einsatz in speziellen psychoedukativen Gruppen – inambulanten und stationären Einrichtungen – zur Verfügung. In diesenGruppen wird einerseits Wissen über Depression vermittelt und gleichzeitigder aktive Umgang mit der Erkrankung gestärkt.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  16. 16. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 16_____________________________________________________Die "Financial Times Deutschland" zeichnete das Ärzte-und Patienten-handbuch "Mehr wissen, gesünder leben" im Rahmen des Wettbewerbs"Ideenpark Gesundheitswirtschaft" mit einem Preis für besonders innovativeIdeen und Projekte in der Gesundheitswirtschaft aus. Immer mehr psychische Erkran- kungen werden diagnostiziert Der Gesundheitsreport der Techni- ker Krankenkasse (TK) zeigt: die Diagnose "Depressive Episode" hat 2010 erstmals den Spitzenplatz bei den krankheitsbedingten Fehltagen belegt. Die TK unterstützt Ärzte und betroffene Patienten mit dem Pro- gramm "Mehr wissen, gesünder leben". Foto zum Download unter www.presse.tk.de. Quelle: Techniker KrankenkasseAuch Firmen und Arbeitgeber sind gefragt, sich aktiv um die psychischeGesundheit ihrer Mitarbeiter zu kümmern. Hohe Anforderungen am Ar-beitsplatz wie ständige Erreichbarkeit, Termindruck und "SMS−Flut" führennicht selten zu einer chronischen Erschöpfung, eingeschränktem Lebens-gefühl und letztendlich zu Krankheiten und psychischen Krisen. Für Unter-nehmen heißt das in der Regel abnehmende Motivation und Einsatzfreudeder Mitarbeiter, eingeschränkte Leistungsfähigkeit und in der Folge langeAusfallzeiten. Der TK-Gesundheitsreport belegt: Seit 2000 sind die Fehltagewegen psychischer und Verhaltensstörungen bei den Erwerbspersonen um57 Prozent gestiegen.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  17. 17. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 17_____________________________________________________Psychische Störungen spielen bei den Fehlzeiten eine besonders großeRolle, weil Krankschreibungen aufgrund von Depression, Angst- oder Be-lastungsstörungen mit durchschnittlich 41 Tagen sehr lange dauern."Das bedeutet für die Unternehmen enorme Produktionsausfälle, für dieKrankenkassen hohe Kosten und für die Patienten meist eine wochen- odermonatelange Leidenszeit", so Scheller. Deswegen unterstützt die TK Fir-men mit vielfältigen Gesundheits-Angeboten wie zum Beispiel Stressbewäl-tigung für Mitarbeiter oder speziellen Seminaren für Führungskräfte.Auf dem Firmenkundenportal der TK auf www.tk.de können sich interessier-te Unternehmen über das betriebliches Gesundheitsmanagement und dieBeratungsangebote der TK unter Webcode 18168 informieren.Hinweis für die Redaktionen:Der TK-Gesundheitsreport analysiert jedes Jahr die Krankenstandsdatender bei der TK versicherten Erwerbspersonen. Dazu zählen derzeit 3,5 Mil-lionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sowie "Arbeitslosengeld I-Empfänger". Der TK-Gesundheitsreport 2010 steht mit Infografiken undIllustrationsvorschlägen auf der Internetseite der TK unterwww.presse.tk.de zum kostenlosen Download bereit.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  18. 18. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 18_____________________________________________________Doppelt hält besser: TK verhilft Patienten zu einer zweiten MeinungWelche Risiken birgt eine Knieoperation? Gibt es Behandlungsalternativen?Habe ich meinen Arzt auch richtig verstanden? Wie soll ich mich entschei-den? Gerade vor anstehenden Operationen oder weitreichenden Therapie-entscheidungen wie zum Beispiel in der Krebstherapie haben Patienten vie-le Fragen und sind häufig unsicher, welche Behandlung die beste ist: "Ganzgenerell gilt: Bei Zweifeln an der vorgeschlagenen Therapie hat jeder Versi-cherte das Recht einen anderen Arzt aufzusuchen, um sich eine zweiteMeinung zu holen", weiß Frank Herrmann, Versorgungsexperte bei derTechniker Krankenkasse (TK). "Er zahlt lediglich die Praxisgebühr von zehnEuro." Dabei müssen nicht alle Untersuchungen erneut gemacht werden.Der Patient darf jederzeit seine gesamten medizinischen Unterlagen, wieetwa Untersuchungsbefunde oder Röntgenbilder, bei seinem behandelndenArzt einsehen. Die Praxis kann gegebenenfalls gegen eine Gebühr Kopienzur Verfügung stellen.Die TK unterstützt ihre Versicherten, die eine zweite Meinung brauchen,darüber hinaus mit drei besonderen Angeboten: dem Zweitmeinungs-Telefon, einem Vertrag zur Zweitmeinung vor Wirbelsäulen-Operationen unddem TK-Ärztezentrum.Zweitmeinungs-TelefonAm TK-Zweitmeinungs-Telefon informieren ausgebildete Fachärzte speziellPatienten, die schon eine Diagnose erhalten haben und eine Therapieent-scheidung treffen müssen."Aktuelle Umfragen zeigen, dass die Nachfrage nach einer medizinischenZweitmeinung vor Therapieentscheidungen sehr groß ist", erklärt VerenaSchlee, die das Angebot bei der TK betreut. "Am Zweitmeinungs-Telefonkönnen die Patienten ihre ungeklärten Fragen zeitnah und unkompliziert mitHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  19. 19. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 19_____________________________________________________einem Facharzt besprechen. Vorab haben sie die Möglichkeit, vorhandeneUntersuchungsberichte oder Röntgenbilder einzuschicken. "Die Gespräche werden schwerpunktmäßig durch Fachärzte aus den Berei-chen Onkologie, Chirurgie und Orthopädie geführt. In schwierigen Fällenziehen die Ärzte des Zweitmeinungs-Telefons auch weitere Experten ausMedizin und Wissenschaft hinzu. Verena Schlee: "Auf keinen Fall ersetztdieser Service den Arztbesuch. Wir möchten die Patienten unterstützen, dieChancen und Risiken der geplanten Behandlung besser abzuschätzen, umso gemeinsam mit dem behandelnden Arzt zu einer guten Therapieent-scheidung zu kommen."Das Zweitmeinungs-Telefon erreichen TK-Versicherte unter der Telefon-nummer: 040 – 85 50 60 60 08, 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr.Der Service ist kostenfrei; es fallen lediglich die Telefongebühren an. Weite-re Informationen zum Thema "Zweitmeinung" gibt es unter www.tk.de imInternet.Zweitmeinung vor Wirbelsäulen-OperationFür Patienten, die vor einem Eingriff an der Wirbelsäule stehen, hat die TKein besonderes Zweitmeinungs-Angebot. TK-Versicherte, die unsicher sind,ob eine geplante Rückenoperation im persönlichen Fall sinnvoll ist, könnensich eine professionelle zweite Meinung in einem von rund 30 bundesweiten"Schmerzzentren" holen. Hier untersucht ein Expertenteam aus Schmerz-therapeut, Physio- und Psychotherapeut den Patienten und erarbeitet gege-benenfalls einen alternativen Therapievorschlag zur Operation. "Es ist unswichtig, dass die Experten der Schmerzklinik das Ergebnis im Anschlussauch noch einmal zusammen mit dem behandelnden Arzt besprechen", soFrank Herrmann. "So ist sichergestellt, dass der Patient die bestmögliche,individuell auf ihn abgestimmte Behandlung erhält."Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  20. 20. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 20_____________________________________________________Der Erfolg gibt dem Projekt recht: "Bis zum Herbst 2011 haben über 480 TK-Patienten das Angebot in Anspruch genommen. Erste Auswertungen zei-gen, dass bei 85 Prozent von ihnen anstelle einer Operation auch eine al-ternative Therapie zum Erfolg führen würde", so Herrmann. Recht auf zweite Meinung In Deutschland gilt immer noch die freie Arztwahl. Bei Zweifeln an der vorgeschlagenen Therapie hat jeder Patient das Recht einen anderen Arzt aufzusuchen, um sich eine zweite Meinung zu holen. Er zahlt lediglich die Praxisgebühr von zehn Euro. Foto zum Download unter www.presse.tk.de. Quelle: Techniker KrankenkasseSteht eine Wirbelsäulen-Operation an, können sich interessierte TK-versicherte mit der Krankenhausverordnung ihres behandelnden Arztes tele-fonisch unter der gebührenfreien Nummer 0800-285 00 85 oder in einer TK-Kundenberatung melden. Hier erfahren sie, welches der bundesweit rund 30teilnehmenden Schmerzzentren in ihrer Nähe liegt. Einen Termin gibt esinnerhalb von zwei Tagen.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  21. 21. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 21_____________________________________________________Damit erst gar keine Operation nötig wird, ist ein gesunder Lebensstil be-sonders wichtig. "Massagen, Bewegungstraining und Medikamente sind fürviele Patienten eine gute Alternative", so Herrmann. Acht von zehn Betroffe-nen können ihre Rückenbeschwerden besiegen, indem sie sich mehr bewe-gen. Einfache Regeln wie "Treppe statt Aufzug", regelmäßige Spaziergängeoder Sporteinheiten helfen dabei. Zudem beugen gut trainierte Rücken- undBauchmuskeln Bandscheiben-Vorfällen und anderen Rückenleiden vor.Weitere Informationen zum TK-Angebot "Zweitmeinung bei Rückenoperati-on" sowie zu den beteiligten Schmerzzentren gibt es im Internet unterwww.tk.de – einfach im Suchfeld den Webcode 213560 eingeben.TK-ÄrztezentrumWas muss ich bei einem Zeckenbiss tun? Wie nehme ich meine Schmerz-tabletten am besten ein? Ist mein Heil-und Kostenplan vom Zahnarzt auchkorrekt? Damit sich TK-Versicherte rund um die Uhr um ihre gesundheitli-chen Anliegen kümmern können, gibt es das TK-Ärztezentrum, das unterder Telefonnummer 040 - 8550 60 60 60 zu erreichen ist. Hier beratenFach- und Zahnärzte kostenlos zu allen Fragen rund um die Gesundheit –24 Stunden am Tag, und 365 Tage im Jahr. Es fallen lediglich die Telefon-gebühren an.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  22. 22. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 22_____________________________________________________Therapiesicherheit: Arzneimittelübersicht schützt Seniorenvor schädlichen MedikamentenEine Pille gegen Bluthochdruck, eine Tablette fürs Herz und eine gegen dieGelenkschmerzen. So sieht der Alltag für viele Senioren aus. Sechs ver-schiedene Medikamente nehmen ältere Menschen in Deutschland durch-schnittlich pro Tag ein. Und obwohl die über 60-Jährigen nur ein Viertel derBevölkerung ausmachen, entfallen zwei Drittel aller verschriebenen Arz-neimittel auf diese Altersgruppe. Doch je mehr Medikamente ein Patienteinnehmen muss, desto höher ist die Gefahr durch mögliche Neben- undWechselwirkungen. Gerade ältere Menschen sind davon besonders betrof-fen, da ihre Organe nicht mehr so schnell arbeiten. Die Wirkstoffe könnennicht mehr so schnell ins Blut aufgenommen werden beziehungsweise ab-gebaut werden. Die möglichen Folgen sind zum Beispiel Sturzgefahr, Nie-renschäden oder Magenblutungen.„Deswegen ist es besonders für ältere Menschen wichtig, den Überblick zubehalten, welche Medikamente sie regelmäßig einnehmen, und auch denbehandelndem Arzt darüber zu informieren“, weiß Dr. Martina Köthemann,Apothekerin bei der Techniker Krankenkasse (TK). „Wir unterstützen unse-re Versicherten dabei mit der kostenlosen Arzneimittelübersicht TK-ViA, diewir in diesem Jahr um einen besonderen Service für Senioren erweiterthaben.“Ähnlich einem Bankkontoauszug listet TK-ViA alle Arzneimittel auf, die derPatient in den letzten 24 Monaten in der Apotheke auf Kassenrezept bezo-gen hat. Bestellt ein über 65 Jahre alter Versicherter TK-ViA und enthält dieÜbersicht ein potenziell gefährliches Medikament der sogenannten Priscus-Liste, wird diese Zeile fett hervorgehoben. Bei den Priscus-Medikamentenhandelt es sich um insgesamt 83 Wirkstoffe, die in der sogenannten"Priscus-Liste" verzeichnet sind und besonders bei älteren Patienten nurHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  23. 23. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 23_____________________________________________________eingeschränkt zu empfehlen sind. Darunter fallen zum Beispiel Medikamen-te gegen Bluthochdruck, Depressionen oder Schmerzmittel.Erste Auswertungen zeigen, wie hilfreich diese Aufstellung in der Arzneimit-teltherapie für Patient und Arzt sein kann. "Jeder Dritte über 65-Jährige, derin den ersten drei Quartalen 2011 den Arzneimittelkontoauszug bezogenhat, erhielt mindestens ein potenziell gefährliches Präparat der Priscus-Liste", so Köthemann. " Bekommt ein Patient ein Priscus-Medikament, soller es aber auf keinen Fall eigenmächtig absetzen. Stattdessen empfehlenwir, die weitere Therapie mit seinem behandelnden Arzt besprechen."Die "Priscus-Liste" haben Wissenschaftler im Auftrag des Bundesfor-schungsministeriums erstmalig für Deutschland erstellt, um die Arzneimittel-therapie von älteren Patienten sicherer zu machen. Sie enthält unter ande-rem Medikamente gegen Bluthochdruck, Depressionen und Schmerzmittel.Neben der Übersicht über die Wirkstoffe erläutert die "Priscus-Liste" dieRisiken dieser Medikamente sowie mögliche Therapiealternativen. Die ak-tuelle Priscus-Liste ist online abrufbar unter www.priscus.net.Die aktuelle Priscus-Liste ist online abrufbar unter: www.priscus.netTK-Versicherte können TK-ViA telefonisch oder im Internet bestellen:www.tk.deHinweis an die Redaktion:Die TK bezieht sich auf den Arzneiverordnungsreport 2010 und aktuelleDaten der Ruhr-Uni Bochum. Dort wurden in einer telefonischen Befragung2.500 Patienten über 70 Jahren zu ihrem Arzneimittelgebrauch befragt.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  24. 24. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 24_____________________________________________________ Arzneimittel im Blick Die Medikamentenübersicht TK-ViA können Versicherte auch ihrem Arzt zur Verfügung stellen. Dies ist zum Beispiel dann hilfreich, wenn Patienten mehrere Arzneimittel von unterschiedlichen Ärzten erhalten. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de. Quelle: Techniker KrankenkasseHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  25. 25. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 25_____________________________________________________Wählerische Patienten: Jeder Dritte verlässt heimische Grenzefür Gesundheitsleistungen im AuslandDie Menschen in Deutschland sind mobil – auch in Sachen Gesundheit:Fast jeder dritte Patient, der sich 2009 im EU-Ausland behandeln ließ, hatgezielt jenseits der heimischen Grenze Gesundheitsleistungen in Anspruchgenommen – ob eine Kur in Tschechien, Zahnersatz in Polen oder eineArztbehandlung in Italien. Entscheidende Gründe waren die geringerenKosten gegenüber einer Behandlung im Inland (50 Prozent) und die Kom-bination mit einem Urlaub (49 Prozent). Das zeigt eine Studie des Wissen-schaftlichen Instituts für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen(WINEG) der Techniker Krankenkasse (TK), für die 40.000 TK-Versichertemit mindestens einer Auslandsbehandlung im Jahr 2009 befragt wurden.Die Patienten stellten den Ärzten, Kliniken und Therapeuten ein gutesZeugnis aus: Mehr als 95 Prozent der Patienten waren beispielsweise mitder Sauberkeit, der Mitarbeiterqualifikation, der Ablauforganisation, dertechnischen Ausstattung, der Mitarbeiterkapazität, den Wartezeiten unddem Behandlungsergebnis sehr zufrieden bis eher zufrieden. Auch die Ver-ständigung klappte. Neun von zehn Patienten konnten mit dem Auslands-arzt deutsch sprechen. Deutlich unzufriedener waren die Versicherten mitden Kosten. Mit der Höhe der Summen, die sie selbst übernehmen muss-ten, waren rund 57 Prozent der Befragten eher unzufrieden beziehungswei-se sehr unzufrieden. 66 Prozent der Versicherten mussten bis zu 500 Euroaus eigener Tasche bezahlen. 20 Prozent trugen zwischen 500 und 1.000Euro selbst. Dennoch würden fast 90 Prozent der Befragten wieder geplantim EU-Ausland zum Arzt oder in eine Klinik gehen.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  26. 26. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 26_____________________________________________________ Aus Kostengründen beliebt: zum Arzt ins EU-Ausland Eine Umfrage des Wissenschaftli- chen Instituts für Nutzen und Effizi- enz im Gesundheitswesen (WINEG) zeigt, dass jeder dritte Patient, der sich 2009 im EU-Ausland behandeln ließ, das gezielt getan hat. Als Gründe nannten die Befragten geringere Kosten und die Verbin- dung mit Urlaub. Foto zum Download unter www.presse.tk.de. Quelle: Techniker KrankenkasseBei TK-Versicherten, die bislang keine Erfahrungen mit grenzüberschrei-tenden Gesundheitsleistungen hatten, waren dagegen nur 30 Prozent be-reit, sich jenseits der heimischen Grenzen behandeln zu lassen. Die wich-tigsten Gründe für sie wären die Behandlung bei einem europäischen Spe-zialisten und ein besonderes Vertrauensverhältnis zu einem Arzt im europä-ischen Ausland. Ausschlaggebend wäre auch, dass eine TK-Vertragsklinikim Rahmen des Europaservice der TK oder eine TK-Vertragskureinrichtunggenutzt werden können. Vor der Auslandsbehandlung würden sich die TK-Versicherten vorrangig über die medizinische Qualität im jeweiligen EU-Staat und die Qualifikation des behandelnden Arztes sowie die Kosten-übernahme durch die Krankenkasse und Abrechnungsmodalitäten informie-ren.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  27. 27. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 27_____________________________________________________"Die Studienergebnisse zeigen, dass unsere Versicherten ein hohes Infor-mationsbedürfnis zur Qualität von Behandlungen im EU-Ausland, aber auchzu den damit verbundenen Kosten und Abrechnungen haben", sagt Dr.Caroline Wagner, die das Projekt beim WINEG durchgeführt hat. Die aktu-ellen Daten sollen genutzt werden, das Service- und Beratungsangebot derTK entsprechend weiterzuentwickeln.Zum HintergrundDas Wissenschaftliche Institut für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswe-sen der Techniker Krankenkasse (WINEG) hat für seine aktuelle Studie"Die TK in Europa" per Zufallsstichprobe 40.000 der etwa 90.000 TK-Versicherten angeschrieben, die 2009 mindestens einmal im EU-Auslandbehandelt wurden. Gefragt wurde nach ihren Erfahrungen mit den Behand-lungen im EU-Ausland. 13.287 TK-Versicherte füllten den Fragebogen aus.Die Rücklaufquote betrug damit 33,2 Prozent, was den hohen Stellenwertdieses Themas bei TK-Versicherten verdeutlicht. Zeitgleich wurden 10.000per Zufallsstichprobe ausgewählte TK-Versicherte ohne Erfahrung mit EU-Auslandsbehandlungen angeschrieben. Gefragt wurde nach Einstellung,Kenntnissen und Nutzungsbereitschaft in Bezug auf die Inanspruchnahmevon Gesundheitsleistungen im EU-Ausland. Die Rücklaufquote betrug 27,4Prozent (2.736 Rückläufer).Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  28. 28. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 28_____________________________________________________Wenn Ärzte Fehler machen: Wie Kassen ihren Patienten helfenEs ist der Albtraum aller Eltern: Ein gesundes Baby soll auf die Welt kom-men, doch durch einen Arztfehler bei der Geburt trägt das Kind einen irre-parablen Schaden davon. So erging es Jakob Niemöller (Namen geän-dert). Der heute 19-Jährige ist schwer geistig und körperlich behindert,sitzt im Rollstuhl und leidet unter epileptischen Anfällen. Seine Mutter Son-ja musste ihren Beruf als Mode-Designerin aufgeben, um 24 Stunden amTag für ihren pflegebedürftigen Sohn da zu sein. Das hätte so nicht kom-men müssen. Damals, vor 19 Jahren, ist Jakob als Frühchen per Kaiser-schnitt auf die Welt gekommen. "Seine Geburtswerte waren anfänglichsehr gut", erinnert sich Sonja Niemöller. "Aber die Lunge war noch nichtausgereift, er hatte eine Hirnblutung und einen Wasserkopf, der behandeltwerden musste." Doch das Krankenhaus verpasste es, die richtigen Maß-nahmen zu ergreifen. Viel zu spät wurde der Säugling in eine Klinik mitSpezialabteilung für Neugeborene verlegt. Dort erkennt der neue Arzt so-fort: Da ist doch etwas schiefgelaufen. Anlass für die Techniker Kranken-kasse (TK), sich um die Familie zu kümmern.Wenn Ärzte Fehler machen, bedeutet das für die Patienten und ihre An-gehörigen häufig einen lebenslangen Leidensweg. Sie müssen sich nichtnur mit ihrem eigenen Schicksal auseinandersetzen, sondern häufig auchnoch mit Versicherungen, Krankenhäusern, Gutachtern und finanziellenSorgen. Was viele Betroffene nicht wissen: Im Kampf durch die Instanzenauf Schadenersatz gibt es Hilfe. Zum Einen können sich die Patienten andie sogenannte Schlichtungsstelle der Ärztekammern wenden. Zum Ande-ren unterstützen auch viele Krankenkassen ihre Versicherten in dieserschwierigen Situation. Sonja Niemöller wandte sich an ihre Versicherung,die TK. In einem außergerichtlichen Vergleich bekamen sie und ihr Sohninsgesamt 700.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  29. 29. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 29_____________________________________________________Christian Soltau ist Leiter des Referats Medizinrecht bei der TK. SeinTeam und er haben im Jahr 2010 rund 4.000 Patienten geholfen, die einenBehandlungs- oder Pflegefehler vermuteten oder den Verdacht hatten, einfehlerhaftes Medizinprodukt oder falsches Arzneimittel bekommen zu ha-ben. Die meisten Fälle stammen aus den Bereichen Chirurgie, Orthopädieund Geburtshilfe. "Das kann der klassische vergessene Tupfer bei der OPsein, das falsche Bein, das versehentlich amputiert wurde, oder aber auchein defekter Herzschrittmacher", erklärt Soltau.Damit ein Patient Schadenersatz geltend machen kann, muss er nachwei-sen, dass eine falsche Behandlung die Ursache der gesundheitlichenSchäden ist. Das ist für die Betroffenen oft sehr schwer. "Für die TK ist esnicht nur ein gesetzlicher Auftrag, den Patienten in so einer schwierigenLebenssituation zu helfen. Wir wollen mit diesem Service für unsere Versi-cherten auch mehr tun als andere Kassen", sagt Soltau.Bei einem begründeten Verdacht auf einen Behandlungsfehler hilft die TKihren Versicherten in einem ersten Schritt die notwendigen Behandlungs-unterlagen zu sammeln. Dazu gehören zum Beispiel ärztliche Notizen,Befunde und Röntgenbilder. Wenn nötig, wird der medizinische Dienst derKrankenkassen (MDK) beauftragt, ein medizinisch-juristisches Gutachtenzu erstellen. Die eventuell anfallenden Anwalts- und Gerichtskosten dürfendie Kassen für ihre Versicherten zwar nicht übernehmen, aber sie stellenihnen Gutachten und Unterlagen für ihre zivile Klage gegen Ärzte, Klinikenoder Hersteller von Medizinprodukten kostenfrei zur Verfügung.Parallel dazu macht auch die TK ihre Ansprüche geltend. Denn: Liegt einBehandlungsfehler vor, kann auch die Krankenkasse von den Haftpflicht-versicherern der Ärzte oder Krankenhäuser die Folgekosten zurückfor-dern. Rund 10 Millionen Euro haben Christian Soltau und sein Team 2010für die TK so geltend machen können. "Wir sehen uns da in einer Art Vor-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  30. 30. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 30_____________________________________________________reiterrolle ", so Soltau. "Ist das Verfahren für die TK erfolgreich, dann ha-ben auch die Patienten gute Chancen auf Schadenersatz oder Schmer-zensgeld. Dabei lassen wir unsere Kunden nicht alleine und begleiten je-den Prozess bis zum Ende – oftmals über mehrere Jahre."So wie Sonja und Jakob Niemöller. Mehr als vier Jahre hat die Mutter zu-sammen mit der TK für ihren Sohn gekämpft. "Was damals mit meinemSohn bei seiner Geburt passiert ist, kann man zwar mit Millionen nichtmehr gut machen", so Sonja Niemöller. "Aber immerhin habe ich jetzt dieGewissheit, dass er finanziell abgesichert ist, für den Fall, dass ich nichtmehr bin." Behandlungsfehler bedeuten für die Be- troffenen häufig einen lebenslangen Lei- densweg Was viele nicht wissen: Beim Kampf um Schadenersatz und Schmerzensgeld helfen viele Krankenkassen. Im Jahr 2010 hat die TK mehr als 4.000 Versicherte unterstützt, die einen Arzt-oder Pflegefehler vermuteten. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de. Quelle: Techniker KrankenkasseHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  31. 31. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 31_____________________________________________________Im Namen des Patienten: Interview mit Hedwig François-Kettner,Vorsitzende im Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS)Welche Ziele verfolgt das Aktionsbündnis Patientensicherheit?Das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) hat unter anderem das Ziel,Methoden zur Verbesserung der Patientensicherheit zu erforschen, zuentwickeln und zu verbreiten und trägt damit zum Aufbau des Risikomana-gements in der Gesundheitsversorgung bei. Wir zeigen Schwachpunkteund Verbesserungspotenzial bei der Patientensicherheit auf, entwickelndas Risikomanagement weiter und erarbeiten Handlungsempfehlungen fürKliniken, Praxen und Ärzte.Verfolgt man die Medienberichte haben Fehler in der medizinischenVersorgung zugenommen. Stimmt das Ihrer Meinung nach oder wirdeinfach offener über Fehler gesprochen und dadurch auch mehr pu-bliziert?Genaue statistische Erhebungen über Fehler in der medizinischen Versor-gung liegen bislang nicht vor. Durch internationale Vergleiche konnten bis-her nur Schätzungen vorgenommen werden. Mit der Broschüre „AusFehlern lernen“, die das APS vor einigen Jahren veröffentlichte, hat einKulturwandel in der Kommunikation begonnen: Über Fehler zu sprechen istkein Tabuthema mehr. Natürlich sind unbedingt kleinere, mittlere und nati-onale Studien zu intensivieren und zu begleiten, um durch gesicherte Er-kenntnisse gezielte Verbesserungen zu erreichen.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  32. 32. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 32_____________________________________________________In welchen Bereichen passieren die häufigsten Fehler?Im Blickpunkt steht heute insbesondere die stationäre ärztliche Versor-gung. Auch in dem vom APS geförderten Institut für Patientensicherheitgeht es in der wissenschaftlichen Forschung zunächst nur um die stationä-re Versorgung. Insgesamt wissen wir in der Versorgung jedoch um zu hoheInfektionsrisiken und Resistenzen bei Patienten, die eine andere Medika-mentenverschreibung erfordern. Exakte Zahlen dazu werden unter ande-rem mit dem neuen Infektionsschutzgesetz zur Verbesserung der Hygie-nemaßnahmen in Kliniken und entsprechenden Vorgaben zur Dokumenta-tion erwartet.Wodurch werden die häufigsten Fehler verursacht?Sicherlich spielen menschliches und technisches Versagen sowie andereFaktoren eine Rolle. Wir gehen davon aus, dass es sogenannte Fehlerket-ten gibt, eine Anhäufung von Ereignissen von mehreren Faktoren, dieschließlich zu einem Fehler führen. Wie schon gesagt: Wir versprechenuns vertiefende Erkenntnisse aus Studienergebnissen, aber auch durch dieMeldungen des nationalen CIRS (steht für Critical Incident Reporting Sys-tem; engl. Berichtssystem für kritische Zwischenfälle).Was können Patienten tun, um Fehler in der ärztlichen Behandlung zuvermeiden?Da gibt es verschiedene Möglichkeiten: Patienten sollten eine Liste mitallen Medikamenten mitbringen, wenn sie zu einem neuen Arzt oder insKrankenhaus gehen. Sie können darauf achten, dass wirklich sie gemeintsind, wenn die Pflegende oder der Arzt mit einer Spritze kommt oder wennsie zum Röntgen abgeholt werden, indem sie aktiv nachfragen. Auch Ver-änderungen bei der Medikamentengabe im Krankenhaus (blaue statt rosaHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  33. 33. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 33_____________________________________________________Tablette) sollte nachgefragt werden. Wichtig ist: Immer nachfragen, wenneinem als Patient etwas nicht klar ist.Welche Rolle spielt die Aufklärung des Patienten bei der Vermeidungvon Fehlern?Die Aufklärung des Patienten spielt selbstverständlich eine wichtige Rolle.Nur der informierte Patient kann mitreden. Im APS gibt es die Arbeitsgrup-pe „Informieren – Beraten – Entscheiden“, die genau an diesem Themaarbeitet (Stichwort: „mündiger Patient“).Muss man die Plattform der Aufklärung ausweiten, beispielsweisedurch mehr Gesundheitsbildung in Schulen?Keine schlechte Idee. Allerdings wäre schon viel geholfen, wenn die Ärzteund das Pflegepersonal nicht dermaßen unter (Zeit-) Druck ständen, son-dern sich wirklich Zeit für entsprechende Aufklärungsgespräche nehmenkönnten. Auch brauchen wir souveränere und aufgeklärtere Patienten.Wie müssten sich die Gesundheitsstrukturen ändern, um Fehler zuvermeiden?Patientensicherheit sollte denselben Stellenwert wie beispielsweise Ver-kehrssicherheit bekommen. Patientensicherheit ist ein Thema, das eigent-lich nicht einem kleinen Verein engagierter Idealisten überlassen bleibensollte, sondern an dem alle, aber wirklich alle, im Gesundheitswesen einInteresse haben und daran mitwirken sollten.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  34. 34. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 34_____________________________________________________Können wir von anderen Ländern lernen?Ja, zum Beispiel gibt es in der Schweiz die Stiftung für Patientensicherheit,die schon wesentlich weiter ist als wir hier in Deutschland.Wo sehen Sie momentan den dringendsten Handlungsbedarf?Ein wesentlicher Bedarf wird in der Sicherstellung personeller Ressourcensowohl in den stationären als auch ambulanten Bereichen gesehen. Wirwissen aus internationalen Studien, dass es einen Zusammenhang zwi-schen der Qualität und Quantität des Personals und den gemessenen"Outcome-Faktoren" wie Dekubitus, Sturz oder Infektionshäufigkeit in derPatientenversorgung gibt. Gleichsam ist der Aus-, Fort- und Weiterbildungwesentlich mehr Raum zu geben.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  35. 35. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 35_____________________________________________________Kurz gemeldetIGeL: Ja oder Nein entscheidet der Patient*** Von der Glaukomfrüherkennung über die Entfernung von Tätowierun-gen bis hin zu sportmedizinischer Beratung: Individuelle Gesundheitsleis-tungen – kurz IGeL – haben viele Gesichter. Grundsätzlich sind IGeL ärzt-liche Leistungen, deren Kosten nicht von den gesetzlichen Krankenkassenübernommen werden. Sie sind häufig weder medizinisch notwendig nochist ihr diagnostischer und therapeutischer Nutzen wissenschaftlich nach-gewiesen. Es gibt durchaus auch Maßnahmen, die mit Risiken verbundensind. "IGeL können im Einzelfall auch medizinisch sinnvoll sein, sind abernicht immer nötig", so Burga Sennholz, Versorgungsexpertin bei der Tech-niker Krankenkasse (TK). Der Arzt ist in der Pflicht, den Patienten im Vor-feld der Behandlung ausführlich über Kosten und Nutzen der Leistung zuinformieren. Außerdem muss vor Behandlungsbeginn zwischen Arzt undPatient immer ein schriftlicher Behandlungsvertrag abgeschlossen wer-den. Ob eine IGeL wirklich nötig ist, entscheidet nach ausführlicher Aufklä-rung und Information sowie einer angemessenen Bedenkzeit letztendlichder Patient. "Wenn ein Arzt auf eine IGeL-Leistung drängt, sollte man alsPatient schon skeptisch werden", so Sennholz. Bei der Entscheidung füroder gegen eine solche Selbstzahlerleistung hilft die TK-Broschüre "Selbstzahlen? Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL)", die es im Internet un-ter www.tk.de zum Download gibt. Der Ratgeber bietet u.a. eine Check-Liste für das Arztgespräch und erklärt was ein IGeL-Vertrag zwischen Arztund Patient unbedingt enthalten soll.***Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  36. 36. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 36_____________________________________________________Online-Arztsuche: TK hilft bei der Suche nach dem richtigen Arzt*** Wo finde ich einen Arzt oder Zahnarzt in meiner Nähe? Und wie zufrie-den sind andere Patienten mit ihm und seiner Praxis? Gerade Menschen,die in eine neue Stadt gezogen sind oder die einen neuen Haus- oderFacharzt suchen, stehen vor dieser Frage. Ab Februar 2012 hilft der TK-Ärzteführer im Internet bei der Suche. In dem Internet-Portal werden nichtnur Name und Adresse der Praxen gelistet. Die Patienten können ihre Ärz-te auch bewerten und die Erfahrungen anderer Patienten einsehen.Das Angebot ist ein gemeinsames Projekt von TK, AOK, BARMER GEKund der Bertelsmann Stiftung. Durch die Kooperation haben ab Anfangnächsten Jahres insgesamt fast 38 Millionen Menschen die Möglichkeit,ihre Ärzte über das Portal online zu beurteilen. Das sind mehr als die Hälftealler gesetzlich Versicherten. In dem Portal sind alle niedergelassenenHaus- und Fachärzte verzeichnet, insgesamt rund 130.000.***Die Patientenverfügung – den eigenen Willen durchsetzen*** Was soll mit mir passieren wenn ich unheilbar krank bin? Möchte ichkünstlich beatment werden? Welche lebensverlängernden Maßnahmenwünsche ich mir am Ende des Lebens oder nach einem Unfall? Es istschwer, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Doch wer selbstbestimmen will, was mit ihm im Notfall passiert, der sollte eine Patienten-verfügung formulieren. In der Patientenverfügung legt der Patient fest, wel-che medizinischen Maßnahmen er wünscht oder ablehnt für den Fall, dasser einmal nicht mehr selbstständig über seine medizinische Behandlungentscheiden kann. Die Patientenverfügung muss schriftlich – wenn möglichhandschriftlich – und in eigenen Worten verfasst, eigenhändig unterschrie-ben oder durch ein von einem Notar beglaubigtes Handzeichen unterzeich-net werden. Außerdem sollte der Patient das Schriftstück regelmäßig prü-fen und bei Bedarf korrigieren.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  37. 37. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 37_____________________________________________________ Gerätemedizin, ja oder nein? Wer nicht möchte, dass im Notfall andere entscheiden, welche medizinischen Maßnahmen ergrif- fen werden, sollte eine Patienten- verfügung verfassen. Seit 2009 ist dieses Patientenrecht fest im Gesetz verankert. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de. Quelle: Techniker KrankenkasseSeit dem 1. September 2009 ist der vorab formulierte Wille des Patienten,wenn dieser sich nicht mehr selbst äußern kann, gesetzlich verankert. DieBehandlung muss selbst dann abgebrochen werden, wenn die Erkrankungnoch heilbar ist oder wenn dies den Tod des Erkrankten bedeuten kann.Weitere Informationen gibt es unter www.tk.de mit dem Webcode 34020.Außerdem bietet das Bundesjustizministerium unter www.bmj.de eine Bro-schüre zum Thema "Patientenverfügung" mit Textbeispielen. ***Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011
  38. 38. TK-Medienservice "Mit dem Arzt auf Augenhöhe" 38_____________________________________________________ImpressumDen TK-Medienservice finden Sie im Internet im Presse-Center unterwww.presse.tk.de. Dort stehen Ihnen auch honorarfreie Pressefotos, Info-grafiken und schnittfähiges Filmmaterial zur Verfügung.Die Verwendung des TK-Medienservices ist honorarfrei. Wir bitten um dieZusendung von Belegexemplaren.Bitte beachten Sie die Verwendungsbedingungen für die Pressefotos undInfografiken:Abdruck honorarfrei unter Angabe der Quelle "Foto: Techniker Kranken-kasse" im Rahmen redaktioneller Berichterstattung und im Zusammenhangmit den von der TK veröffentlichten Themen. Die Nutzung zu Werbezwe-cken ist ausgeschlossen. Das Einstellen in Bilddatenbanken bedarf derGenehmigung durch die Pressestelle der Techniker Krankenkasse.Sie erreichen die Pressestelle der TK unter:Techniker Krankenkasse, PressestelleBramfelder Straße 140, 22305 HamburgTel. 040 - 69 09-17 83, Fax 040 - 69 09-13 53, E-Mail pressestelle@tk.deAlle Presseinformationen der TK auf einen Blick: Besuchen Sie unserenSocial Media Newsroom unter www.newsroom.tk.de.Folgen Sie auch unseren News auf dem Twitter-Kanal der TK-Pressestelleunter www.twitter.com/TK_Presse.Wenn Sie in den E-Mail-Verteiler für Pressemitteilungen und den Medien-service aufgenommen werden möchten, schicken Sie uns ein Mail anpressestelle@tk.de.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: Dezember 2011

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