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"TK spezial" für Thüringen 3-2014

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"TK spezial" für Thüringen 3-2014

  1. 1. Informationsdienst der Techniker Krankenkasse Nr. 3 2014 spezial Thüringen Bessere Verpflegung für Thüringer Kita-Kinder • Vorsorge gegen Mediensucht • Lebenswel-ten möglichst gesund gestalten – TK-Präventionsexperte im Interview Aktivitäten bündeln Neuer Schwung für Prävention in Thüringen Prävention und Gesundheitsförde-rung tragen dazu bei, Wohlbefinden, Mobilität und Lebensqualität der Bevölkerung unabhängig von Alter oder Sozialstatus zu erhalten und zu verbessern. Sie sind als investive Strategien – neben medizinischer Behandlung, Rehabilitation und Pfle-ge – unverzichtbare Bausteine für Gesundheit und ein langes Leben. Viele in Deutschland vorherrschen-den Krankheiten des Kreislaufsys-tems, des Stoffwechsels und des Muskel-Skelett-Systems, aber auch manche bösartige Neubildung beru-hen auf Risikofaktoren, die mit prä-ventiven Maßnahmen positiv zu beeinflussen wären. Nötig ist neben individueller Vorsorge insbesondere die Stärkung von Gesundheitsförde-rung in Lebenswelten, oder neu-deutsch in „Settings“. Das weiß man auch in Thüringen, wie kürzlich ein Blick in die Wahlprogram-me praktisch aller zur Landtagswahl kandidierenden Parteien zeigte. Dies reflektiert auch bestehende Reserven. Dass Thüringen seit Jahren nicht nur beim Body-Mass-Index der Schulan-fänger in Deutschland einen unrühmli-chen Spitzenplatz einnimmt, ist sicher zum Teil auf die herzhaften Besonder-heiten unseres regionalen Speisepla-nes zurückzuführen, der hierzulande ja faktisch Kulturgutcharakter hat. Schwierige Rahmenbedingungen lassen sich allerdings durch besondere Strin-genz von Gegenstrategien und ein abgestimmtes Vorgehen aller Träger und Beteiligten verändern. Doch gerade dar-an mangelte es in der Vergangenheit noch zu oft, etwa bei der Umsetzung der Landesgesundheitsziele und der nicht ernsthaft geführten Debatte um ein Landespräventionsgesetz. Die neue Landesregierung muss hier schnell handeln. Mit dem angekündig-ten Bundesgesetz werden sich die Rahmenbedingungen dafür maßgeb-lich verbessern. Dies gilt gerade für die Finanzierungsbasis auf Landesebe-ne. Die TK kann sich im Rahmen des politisch diskutierten Mindestausga-benwertes der gesetzlichen Kranken-kassen eine Quotierung für Lebens-weltprojekte in den Bundesländern vorstellen. Voraussetzung ist die Betei-ligung des Landes in gleicher Höhe und eine gleichberechtigte Mitwirkung aller Beteiligten bei der Projektent-wicklung und -umsetzung. Im Rahmen eines derartigen „Run-den Tisches“ lässt sich ein unkoordi-niertes Nebeneinander von Projekten vermeiden, Evaluierung und Quali-tätssicherung gewährleisten und ein gesamtgesellschaftliches Agieren in einem zentralen Zukunftsfeld des Gesundheitswesens sicherstellen. Editorial Liebe Leserin, lieber Leser, seit nunmehr fast sieben Jahren informieren wir Sie mit „TK spezial“ über Arbeit und gesundheitspoliti-sche Positionen der Techniker Kran-kenkasse in Thüringen und werfen einen Blick auf die Gesundheitswirt-schaft unseres Freistaates. In dieser Zeit hat sich viel verändert – gerade auch im Bereich von Öffentlichkeits-arbeit und Mediennutzung. Anstatt des an dieser Stelle sonst üblichen Kommentars bitte ich Sie heute um Ihre Unterstützung. Mit dem Ausfüllen und der Rücksen-dung des beiliegenden Bogens können Sie uns helfen, unseren Informationsdienst stärker an Ihr be-vorzugtes Leseformat anzupassen. Ich bedanke mich herzlich für Ihre Hilfe und wünsche uns weiterhin eine angenehme Zusammenarbeit. Guido Dressel Leiter der TK-Landesvertretung Thüringen
  2. 2. HINTERGRUND TK spezial Thüringen · 3/2014 | 2 Servicestelle Ernährung für Kinder und Familien Kinder von klein auf an gesunde Ernährung heranführen Spaß am gesunden Essen – wer das bereits als kleines Kind lernt, behält die Vorliebe auch als Jugendlicher und Erwachsener bei. Die Bertelsmann Stiftung veröffentlichte jedoch im Juni 2014 eine Studie zur Ernährung in Kindertagesstätten, die erneut belegt, dass die Speisepläne in deutschen Kitas zu oft einseitig und unausge-wogen sind. In dieser für Kinder so wichtigen Lebenswelt gibt es Nach-holbedarf in Sachen Ernährung. Fast zeitgleich ging die Servicestelle Ernährung für Kinder und Familien mit konkreten Lösungen an den Start. Thüringer Einrichtungen, die Kinder bis sechs Jahre und ihre Familien betreuen und verpflegen, können sich dort konkret beraten oder bei Projekten begleiten lassen. Die TK ist Gesundheitspartner der Initiative. „Wir laufen offene Türen ein“, sagt Karina Pfadenhauer, Leiterin der Ser-vicestelle. „Seitdem wir Informations-material an über 2000 Einrichtungen in Thüringen verschickt haben, fragt fast täglich jemand bei uns an.“ Mehr als die gängigen Ernährungstipps In der Servicestelle werden ganz kon-krete Fragen der Kinderernährung behandelt. Stadtverwaltungen fragen an, was sie bei einer Ausschreibung für Kita-Verpflegungen beachten müssen. Caterer wollen wissen, wie sie gesund, aber dennoch preisgünstig kochen kön-nen. Erzieherinnen suchen Rat, weil es in der Kita fünfmal in der Woche Fleisch zum Mittag gibt. Häufig sieht die Diätassistentin Pfaden-hauer die Verbesserungschancen auch erst vor Ort. Zum Beispiel: Die Mittages-sen einer Fünftagewoche für Vier- bis Sechsjährige sollten nach Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernäh-rung (DEG) etwa 100 Gramm Fleisch und Wurstwaren enthalten. Das ent-spricht etwa einer Thüringer Rostbrat-wurst. Der Wert ist schnell erreicht, etwa durch eine Kartoffelsuppe mit Wie-ner Würstchen. Die stufen manche Essensverantwortliche in Kitas nicht ein-mal als Fleischgericht ein. In der Kita gelernt, dauerhaft gelebt Die Zahlen der Schuleingangsuntersu-chungen in Thüringen bestätigen nach wie vor, dass in Thüringen überdurch-schnittlich viele Kinder übergewichtig beziehungsweise adipös sind. Diesem Trend soll langfristig entgegengewirkt werden. Gleichzeitig ist der Einsatz für gesunde Kita- und Schulverpflegung eine Vorsorgemaßnahme. Im frühen Lebensabschnitt eines Menschen wer-den entscheidende Einstellungen und Verhaltensweisen für das ganze Leben geprägt. Je länger und intensiver sich Kinder an gesunde Kost gewöhnen, desto wahr-scheinlicher ist eine positive Auswir-kung auf das lebenslange Ernährungs-verhalten. Damit wird nicht nur die Lebensqualität gesteigert, sondern es kann auch Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und einem erhöhten Cholesterinspiegel vorge-beugt werden. Das Angebot der Servicestelle Ernährung für Kinder und Familien reicht von kleineren Verpflegungs-fragen, die am Telefon geklärt wer-den können, über Unterstützung bei Elternabenden bis hin zu Fort-bildungen und Beratungsterminen mit allen an der Essensausgabe beteiligten Personen. Angespro-chen sind zum Beispiel Kitas, Kita- Träger, Eltern-Kind-Zentren, Tages-mütter, Familienzentren und Fami-lienbildungsstätten sowie Caterer. Auch Eltern können sich an die Servicestelle wenden. Träger ist der Gothaer Verein sym-bioun e. V. – Förderverein für Prä-vention und ganzheitliche Gesund-heit in enger Kooperation mit dem Thüringer Sozialministerium. Neben der TK fördert auch die Stif-tung FamilienSinn das Projekt. Mehr Informationen auf der Internetseite von symbioun e. V.: http://www.symbioun.de/angebo-te/ servicestelle.html.
  3. 3. iNForMaTioN * 2 Beratungsstandorte in Erfurt Land TK spezial Thüringen · 3/2014 | 3 Thüringen startet neue Präventionsinitiative leben 2.0: für höhere Sensibilität gegenüber Mediensucht Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer von digitalen Medien gepräg-ten Welt auf. Deswegen sollte ein kon-trollierter und refl ektierter Umgang mit Computer und Co. möglichst früh gelernt werden. Das Projekt „F1 – Hilfe bei exzessiver und pathologischer Mediennutzung“ der Thüringer Landesstelle für Suchtfra-gen (TLS) und der TK bietet Unterstütz-ung, wenn der Medienkonsum junger Menschen überhandzunehmen scheint. Symptome krankhafter Mediennutzung erkennen Mediensucht geht mit verschiedenen psychischen Symptomen einher wie Schlafl osigkeit, Nervosität oder depressiven Verstimmungen. Das stundenlange Sitzen vor dem Compu-ter führt aber auch zu körperlichen Problemen wie Rückenschmerzen oder Sehschwierigkeiten. Bei einem Verbot kann es zudem bei Betroffenen zu Entzugserscheinungen kommen. Bereits vier Prozent der 14- bis 16-Jäh-rigen in Deutschland haben ein krank-haftes Medienverhalten. Das zeigt die Studie PINTA-DIARI im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) aus dem Jahr 2013. „Immer häufi ger fragen Bezugsperso-nen, Betroffene und Mitarbeiter aus Schulen in den Beratungsstellen nach Materialien und Unterstützungsange-boten zu diesem Themenfeld“, sagt Claudia Plöttner vom TLS. Spezifi sche Hilfe für jede Zielgruppe Hier setzt die gemeinsame Initiative der TLS und der TK an. Das Projekt F1 umfasst drei Bausteine mit zielgrup-penspezifi schen Unterstützungsange-boten. Checklisten, um die eigene Situation einzuschätzen, bieten als erster Bau-stein Hilfe für Jugendliche. Ein weite-res Faltblatt richtet sich an die Eltern und Bezugspersonen, die wissen wol-len, ob das Nutzungsverhalten schon problematisch ist. Die regionalen Suchtberatungsstellen im Freistaat haben außerdem soge-nannte „F1-Infoboxen“ erhalten. Die Boxen enthalten methodisches Mate-rial und Infobroschüren. Sie werden zur präventiven Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie Bezugspersonen eingesetzt. Außerdem dienen sie zur Fortbildung professioneller Berater. Ein spezielles beraterisch-therapeuti-sches Gruppenprogramm bietet das Ökumenische Suchthilfezentrum Erfurt für Jugendliche und junge Erwachsene. Es wendet sich an Medi-ennutzer, die bereits Ansätze miss-bräuchlicher oder abhängiger Konsum-muster zeigen, versteht sich aber vor allem auch als Frühinterventionsange-bot. Die Teilnehmer sollen den selbst-kontrollierten Computer- und Internet-konsum wieder lernen. Dieses Ange-bot bildet den dritten Baustein innerhalb des Projektes und wird thü-ringenweit in sieben Suchtberatungs-stellen vorgehalten. F1 heißt Hilfe Die „F1“ ist die meistgenutzte F-Taste am PC. über sie steuert man die Hilfe-Menüs sämtlicher Programme an. Daran angelehnt entstand die Idee zum Projekt „F1 – Hilfe bei exzessiver und pathologi-scher Mediennutzung“ der Thürin-ger Landesstelle für Suchtfragen (TLS) und der TK. Mehr Informationen zur Initiative sowie die Kontaktdaten der Sucht-beratungsstellen sind auf der Website der TLS zu fi nden: f1. tls-suchtfragen.de. F1-Boxen und Beratung in Thüringen Gotha Eichsfeld Schmalkalden- Meiningen Saale- Holzland- Kreis Altenburger Land Saale- Orla- Kreis Unstrut-Hainich-Kreis Erfurt* Eisenach Kyffhäuser-kreis Saalfeld- Rudolstadt Ilm-Kreis Hildburg-hausen Greiz Sonne-berg Wartburg-kreis Weimar Jena Gera Suhl Weimarer Nordhausen Sömmerda Standort für „F1-Infoboxen“ Standort für „F1 – Frühinterventionen und Beratung“ und für „F1-Infoboxen“
  4. 4. TK spezial Thüringen · 3/2014 | 4 Interview mit Thomas Holm, Leiter des Gesundheitsmanagements der TK „Prävention ist eine aufgabe für die ganze Gesellschaft“ TK spezial | Herr Holm, mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland treiben laut einer Umfrage im Auftrag der TK nie oder selten Sport, gleichzeitig fühlt sich jeder dritte Berufstätige ausge-brannt. Was sagen Ihnen diese Zahlen? Holm | Mir sagen die Daten, dass wir uns weiter für die bestmögliche Gesund erhaltung der Menschen ein-setzen müssen – in jedem Lebens-alter und unter den jeweiligen Lebens-bedingungen. Damit das gelingt, sind viele Ebenen, Institutionen und Orga-nisationen gefragt. Prävention ist eine Aufgabe für die ganze Gesellschaft. TK spezial | Woran orientieren sich die Präventionsangebote der TK? Holm | Häufi g verbindet man mit dem Begriff „Prävention“ Kurse wie Nordic-Walking oder Hatha Yoga – also Angebote allein für die Versicherten. Diese sind wichtig und wir freuen uns, wenn sich unsere Kunden entschließen, aktiv etwas für die eigene Gesundheit zu unternehmen. Darüber hinaus haben wir aber das Ziel, die Lebenswelt, das Setting, des jeweiligen Menschen möglichst gesund zu gestalten – ganz gleich, ob er gerade lernt, sich für die Familie enga-giert oder arbeitet. Als TK begrüßen wir das Vorhaben der Bundes- und Gesundheitsförde-rung per Gesetz nach-haltig auszurichten.“ TK spezial | Können Sie uns ein kon-kretes Beispiel geben? Holm | Nehmen wir einen Betrieb. Der Erfolg eines Unternehmens hängt von der Kompetenz, Motivation und der Gesundheit der Mitarbeiter ab. Die Gesundheit lässt sich durch verschie-dene Strategien verbessern. Einerseits lassen sich die gesundheitsbezogenen Kompetenzen der Mitarbeiter fördern. Andererseits geht es darum, auch die Arbeitsbedingungen und das berufl iche Umfeld gesundheitsgerecht zu gestal-ten. Die betriebliche Gesundheitsför-derung der TK hat beides im Blick: Wir stellen individualpräventive Angebote wie Seminare und Kurse zur Verfügung, gleichzeitig ist es das Ziel der TK-Bera-tung, systematisch und nachhaltig gesundheitsförderliche Strukturen zu schaffen. Wir wissen beispielsweise, dass die Qualität der Führung einen großen Einfl uss auf die Gesundheit der Mitarbeiter hat. Deshalb unterstützen wir Personalverantwortliche durch Füh-rungskräfte- Seminare. TK spezial | Aber Sie gehen nicht nur in Betriebe, sondern setzen bereits viel früher an … Holm | Mit unserer Idee von der „Gesunden Schule“ und der „Gesun-den Kita“ unterstützen wir Schulen und Kindergärten fi nanziell, etwa wenn es um Ernährung, Bewegung oder um Gewaltprävention geht. Seit 2003 haben wir allein in Thürin-gen 55 Einrichtungen mit insgesamt 500.900 Euro gefördert. Wir beraten die jeweiligen Akteure und vernetzen bestehende Strukturen, um dann gemeinsam die Gesund-heit aller im jeweiligen Lebensum-feld zu för-dern. Dazu starten wir auch eigene Initiativen, wie die „Mobbing-freie Bundes-regierung, die Prävention Schule“ – ein Programm, das Lehrer, Schulpsychologen, Schüler und Eltern dabei unterstützt, Mobbing vorzubeugen, zu erkennen und ent-gegenzuwirken. TK spezial | Die Politik unternimmt gerade einen neuen Anlauf für ein Prä-ventionsgesetz. Was wünschen Sie sich vom Gesetzgeber? Holm | Als TK begrüßen wir das Vor-haben der Bundesregierung, die Prä-vention und Gesundheitsförderung per Gesetz nachhaltig auszurichten und auf eine breitere gesellschaftliche Basis zu stellen. Auch einem mögli-chen Mindestwert für Präventionsaus-gaben stehen wir positiv gegenüber, so wird eine verlässliche Finanzierung dieser wichtigen Aufgabe geschaffen. Entscheidender ist aber etwas ande-res: Es darf in dem Gesetzgebungs-vorhaben nicht darum gehen, lediglich das Leistungsspektrum der Kranken-kassen zu verändern und damit die fi nanzielle Last den Beitragszahlern aufzubürden. Wir wünschen uns ein Gesetz, das alle Sozialversicherungs-träger, die private Krankenversiche-rung, Länder und Kommunen ver-pfl ichtet, sich inhaltlich und fi nanziell an der Gemeinschaftsaufgabe Präven-tion zu beteiligen. Nur so können wir im Ringen um eine bessere Gesund-heitsförderung erfolgreich sein. Ausführliche Informationen zu den Präventionsangeboten der TK erhal-ten Sie im Internet unter www.tk.de, Webcode 040144. Thomas Holm Thomas Holm leitet seit 2011 das Gesundheitsmana-gement der TK. Der Politologe hat umfangreiche Berufserfahrungen in Politik, Wirtschaft und Bildungs-management, unter anderem als Niederlassungsleiter „Rehabilitation, Integration und Bildung – Aufbau von Gesundheitsdienstleistungen für die Hamburger Wirt-schaft“. Auch als Assistent eines Bundestagsabgeord-neten und für eine private Krankenversicherung war Holm bereits tätig. ZUr PErSoN
  5. 5. Thüringer Schulanfänger sind überdurchschnittlich geimpft Neuere Impfungen sollten in Thüringen ernster genommen werden TK-Investitionen 2013 für Thüringen Erstmals über eine viertel Milliarde Euro für medizinische Versorgung im Freistaat TK spezial Thüringen · 3/2014 | 5 Generell sind in Thüringen, wie in ganz Ostdeutschland, immer noch über-durchschnittlich viele Kinder geimpft. Die Thüringer Schulanfänger schnei-den bei den Impfquoten für die klassi-schen Kinderkrankheiten besser ab als die meisten Gleichaltrigen im gesam-ten Bundesgebiet. Das zeigen aktuelle Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI). Bei Impfungen, die erst in der jünge-ren Vergangenheit in die Empfehlungs-liste aufgenommenen wurden, liegt die Thüringer Impfquote allerdings nur im Mittelfeld. „Gerade auch die neue-ren Empfehlungen müssen im Frei-staat ernster genommen werden. Dazu zählen zum Beispiel Schutzimp-fungen gegen Hepatitis B, Windpo-cken sowie Pneumo- und Meningo-kokken“, sagt Guido Dressel, Leiter der TK-Landesvertretung Thüringen. Drei Viertel der Thüringer Schulanfän-ger haben einen vollständigen Impf-schutz gegen Varizellen (Windpocken). Damit liegt Thüringen bundesweit auf Platz acht. Die Ständige Impfkommis-sion (STIKO) am RKI hat die zweimali-ge Impfung 2004 in die Liste ihrer Empfehlungen aufgenommen. Auch bei den Impfungen gegen Hepatitis B liegt Thüringen auf Platz acht, mit Fast 263 Millionen Euro gab die TK im Jahr 2013 für die medizinische Versor-gung ihrer rund 120.000 Versicherten in Thüringen aus. Damit lagen die Leistungsausgaben erstmals über einer viertel Milliarde Euro. Rechne-risch bedeutet das 2.259 Euro je Ver-sicherten und damit 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die größte Steigerungsrate zeigt sich mit 13,7 Prozent je Versicherten bei den Ausgaben für die ambulante ärztli-che Behandlung. „Mit einem Anstieg in der Größenordnung hatten wir gerechnet“, sagt Guido Dressel, Leiter der TK-Landesvertretung Thüringen. einer Impfquote von 90 Prozent. Den Bundesdurchschnittswert von knapp 87 Prozent bewertet das RKI als „unzureichend“. Gegen Masern, Mumps und Röteln wurden knapp 95 Prozent der Thürin-ger Kinder geimpft. Nur Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern „Hier spiegelt sich insbesondere der Wegfall der Praxisgebühr zu Jahresbe-ginn 2013 wider, der alleine für die Hälfte des Ausgabenanstieges verant-wortlich war.“ Für Krankenhausbehandlungen wur-de, wie in den Jahren zuvor, das meiste Geld gezahlt: Die Ausgaben beliefen sich auf 734 Euro pro Kopf. Für die Arzneimittel gab die Kasse 401 Euro je Versicherten aus. Die Auf-wendungen für zahnärztliche Leistun-gen betrugen 193 Euro. Auch hier macht sich der Wegfall der Praxisge-bühr deutlich bemerkbar. erreichten mit 95 beziehungsweise 96 Prozent einen höheren Wert. Vor dem Eintritt in die Schule im Jahr 2012 wurden in Thüringen 17.450 Kin-der untersucht. Bei 94,8 Prozent konn-ten die Eltern einen Impfausweis vor-legen. Damit liegt Thüringen hinter Hamburg auf Platz zwei.
  6. 6. Servicezentrum Telefonie und Mail am Standort Erfurt Neue Arbeitsplätze in Thüringen Aus bisher 60 Arbeitsplätzen werden 80 – die TK expandiert in Thüringen mit ihrem neu eingerichteten Servicezen-trum Telefonie und Mail am Standort Erfurt. „Es gibt ein klares Wachstums-signal aus der Hauptverwaltung in Hamburg“, sagt Markus Dankowski, Leiter des Zentrums. Auch die Zahl der Auszubildenden erhöht sich in Thürin-gen. Zum 1. August begannen drei Azu-bis ihre Ausbildung zum Sozialversiche-rungsfachangestellten. Im nächsten Jahr kommen noch einmal sechs dazu. Aus diesem Grund ist das Servicezen-trum auch aus seinem ursprünglichen Domizil in der Erfurter Innenstadt aus-gezogen und richtet sich am Flughafen in größeren Räumen mit hochwertig ausgestatteten Arbeitsbereichen ein. Über 1.300 Quadratmeter sind bereits angemietet, eine Option auf weitere 800 besteht für das kommende Jahr. Qualifizierte und tariflich gebundene Jobs Aufgabe des Zentrums ist die soge-nannte Inbound-Telefonie, das heißt, die Mitarbeiter beantworten Versicherten­anfragen aller Art – egal ob zum Thema Pflege, zu Familienver-sicherung oder Prävention. Sie bear-beiten komplexe Themen – und zwar für Kunden aus dem gesamten Bun-desgebiet. Besonders wichtig: Alle Mitarbeiter arbeiten tariflich gebunden und genießen damit die Vorteile eines Tarifvertrages, der in der Branche Benchmark ist. Dem Standort Erfurt wird mit der Ein-richtung des Servicezentrums ein fes-tes Aufgabengebiet zugeordnet. „Ich freue mich, dass die Techniker Kran-kenkasse am Standort Erfurt expan-diert und damit zusätzliche Arbeitsplät-ze geschaffen werden“, sagt Andreas Bausewein, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Erfurt, anlässlich der Einweihung des Servicezentrums. „Durch Entscheidungen wie diese wird die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes am Standort Erfurt weiter gestärkt.“ Information Das Servicezentrum Telefonie und Mail Erfurt in Zahlen:  83 Prozent aller Anfragen wer-den fallabschließend beraten.  17 Prozent werden noch einmal an ein Spezialzentrum, etwa zum Thema Rehabilitation oder Hilfsmittel, weitergegeben.  Eine Vollzeitkraft spricht mit 100 Menschen am Tag. TK-ServiceTeam Wir freuen uns auf Ihren Anruf. Tel. 0800 - 285 85 85 (gebührenfrei) 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr TK-ÄrzteZentrum Tel. 040 - 85 50 60 60 60 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr TK-FamilienTelefon Tel. 040 - 85 50 60 60 50 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr TK-ReiseTelefon Tel. +49 40 - 85 50 60 60 70 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr TK im Internet www.tk.de E-Mail: service@tk.de DIE TK IN THÜRINGEN Impressum Herausgeber | Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Thüringen Verantwortlich | Guido Dressel Redaktion | Christiane Haun-Anderle Telefon | 03 61 - 54 21 - 400 Telefax | 03 61 - 54 21 - 430 E-Mail | lv-thueringen@tk.de Twitter | www.twitter.com/TKinTH Internet | www.tk.de/lv-thueringen Nordhausen Eisenach Erfurt Weimar Suhl Hayn Persönliche Kundenberatung TK-Bildungszentrum Landesvertretung Servicezentrum Telefonie und Mail Jena Gera

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