speBA D E N - W Ü R
ziaT T E M B E R
lG
Nr. 1 2014Informationsdienst der Techniker Krankenkasse
Baden- Württembergs Klinik...
TK spezial Baden-Württemberg · 1/2014 | 2
„Die Bewährungsprobe für unser
Sozialsystem kommt erst noch“
Das Internet hat de...
TK spezial Baden-Württemberg · 1/2014 | 3
Trennung von GKV und PKV wird kritisch bewertet
Zwei Drittel der Menschen in Bad...
TK spezial Baden-Württemberg · 1/2014 | 4
Weniger Fixierungen in Pflegeheimen
Pflegeheime in Baden-Württemberg
sind zunehmen...
Überwachung erwünscht
Die telemedizinische Betreuung von
Nierenpatienten am Universitätskli-
nikum Freiburg ist im Jahr 20...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

"TK spezial" Baden-Wuerttemberg 1-2014

248 Aufrufe

Veröffentlicht am

Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
248
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
1
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
1
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

"TK spezial" Baden-Wuerttemberg 1-2014

  1. 1. speBA D E N - W Ü R ziaT T E M B E R lG Nr. 1 2014Informationsdienst der Techniker Krankenkasse Baden- Württembergs Kliniken im Urteil der Patienten Allgemeine Zufriedenheit mit dem Krankenhaus Patientenurteil Behandlungsergebnis Medizinisch-pflegerische Versorgung Information & Kommunikation Organisation & Unterbringung 52 36 51 49 54 Über Bundesdurchschnitt Unter Bundesdurchschnitt 60 76 61 63 58 Gute Noten für Krankenhäuser Die Patienten in Baden-Württemberg sind mit ihren Krankenhäusern über- durchschnittlich zufrieden. Das ist das Ergebnis einer großen Patientenbefra- gung, die von der TK zum fünften Mal durchgeführt wurde. Fast zwei Drittel der insgesamt rund 24.000 Befragten aus Baden-Würt- temberg beantworteten 41 Fragen zu insgesamt fünf Themenbereichen – vom Behandlungserfolg über die Zu- wendung und Pflege durch das Per- sonal bis zur allgemeinen Zufrieden- heit mit dem Krankenhaus. Die Ant- worten führten zu einer detaillierten Bewertung von 112 Krankenhäusern und 246 Fachabteilungen. Diese Bewertung ist wesentlicher Bestand- teil des TK-Klinikführers im Internet. In allen fünf Qualitätsdimensionen lie- gen mehr Krankenhäuser im Südwesten über als unter dem Bundesdurchschnitt. Vor allem jedoch mit dem Behandlungs- ergebnis sind die Baden-Württemberger sehr zufrieden. Hier liegen 76 der 112 Kliniken über dem Bundesdurchschnitt (siehe Grafik). Bemerkenswert ist zudem die überaus positive Bewertung der Universitätskli- niken. Im bundesweiten Vergleich mit anderen Unikliniken erzielen sie deutlich bessere Werte – ein klares Indiz für Spitzenmedizin in Baden-Württemberg. Doch die Umfrage brachte auch Schwächen zum Vorschein. Defizite gibt es offenbar bei einigen Fachabtei- lungen im Bereich „Organisation und Unterbringung“. Hier sind zum einen die Krankenhäuser selbst gefordert. Über die Unterstützung bei den Investi- tionskosten steht aber auch die Politik in der Verantwortung. EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser, über das Votum von rund 24.000 TK-versicherten Patienten dürfen sich nicht nur die Krankenhäuser freuen. Die insgesamt positive Bewertung der Kliniken ist auch eine Bestätigung für die Politik, dass in den letzten Jahren viele Weichen im stationären Bereich richtig gestellt wurden. Das Ergebnis der Befragung ist allerdings auch kein Anlass, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Etliche Patienten beklagen Defizite bei der Unterbringung. Diese lassen sich oft nicht von heute auf morgen beheben. Dennoch sind die Kliniken gefordert, auch unter schwierigen Bedingungen gute Lösungen für die Patienten zu finden. Ein Blick in den Koalitionsvertrag macht deutlich, wohin die Reise geht: Die Meinung der Patienten soll mehr Gewicht erhalten. Bis zu einem echten Qualitätswettbewerb unter Krankenhäusern ist es zwar noch ein weiter Weg, doch viele Kliniken sind bereit, ihn zu gehen. Ihr Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg
  2. 2. TK spezial Baden-Württemberg · 1/2014 | 2 „Die Bewährungsprobe für unser Sozialsystem kommt erst noch“ Das Internet hat den Wirkungskreis von Bedenkenträgern leider immens potenziert.“ Da W TK spezial | Wann erscheint Ihr Schlüsselroman über das Gesund- heitswesen in Baden-Württemberg? Zach | „Monrepos“ ist ein biografisch gefärbter Politikroman, so etwas lässt sich nicht beliebig reproduzieren. Ich glaube auch, dass sich das Gesund- heitswesen nur bedingt als Roman- vorlage eignet. Die Gefahr, in Klischees abzugleiten, ist zu groß. Das Leben hält genügend spannende Themen bereit, die besser geeignet sind, die schriftstellerische Fantasie zu entzün- den. TK spezial | Wenn Sie mal quer- denken – was macht das deutsche Gesundheitswesen so schwierig? Zach | Ist es wirklich so schwierig oder machen wir es uns selbst schwierig? Das wäre mal die erste Frage. Wenn Sie sich umschauen, werden Sie we- nige Länder finden, in denen ein ver- gleichbarer medizinischer Standard, der für alle zugänglich und für die aller- meisten auch bezahlbar ist, vorgehalten wird. Aber natürlich gibt es in jedem komplexen System Probleme, das ist im Gesundheitsbereich nicht anders. Sie hängen vor allem mit den für Außen- stehende unübersichtlichen organisa- torischen Strukturen zusammen. Ver- suchen Sie mal, jemandem, der nicht vom Fach ist, die unterschiedlichen Kompetenzen und Abgrenzungen der verschiedenen Rehabilitationsträger zu erklären – aussichtslos! TK spezial | Was sind Ihrer Meinung nach die größten Stärken des deut- schen Gesundheitswesens, wo liegen die Schwächen? Zach | Zu den größten Stärken zähle ich die Verankerung der gesetzlichen Krankenversicherung im Solidarprinzip. Sie sichert jedem, auch dem Rentner oder Geringverdiener, Zugang zu teu- ren, aber notwendigen medizinischen Leistungen. Nur: Solidarität und Wett- bewerb schließen sich nicht aus, im Gegenteil. Entscheidend ist die Ziel- richtung des Wettbewerbs, eine effizi- ente und qualitativ hochstehende Ver- sorgung von Patienten. Dafür eignen sich zum Beispiel qualitätsbasierte Selektivverträge zwischen Kranken- kassen und Leistungserbringern. Hier agiert der Gesetzgeber, trotz der im Koalitionsvertrag angekündigten Lockerungen, für meinen Geschmack noch viel zu zögerlich. TK spezial | Worüber haben Sie in Ihrer Amtszeit am häufigsten den Kopf geschüttelt? Zach | Ich hatte das Glück, dass die meisten meiner Gesprächspartner kompetente und vernünftigen Argu- menten zugängliche Vertreter ihres Fachs oder ihrer Institution waren. Im Gegen- zug habe ich versucht, als Rechtsaufsicht möglichst viel Freiraum für innovative Ideen und Initiativen zu lassen. Aber jede Seite stößt natürlich auch an systemimmanente Grenzen. Das Internet hat den Wirkungskreis von Bedenkenträgern leider immens potenziert. Den Kopf zu schütteln hilft da wenig – man muss versuchen zu überzeugen, letztlich dann aber auch entscheiden. TK spezial | Wenn Sie einen Ausblick auf die nächsten Jahrzehnte wagen – was sind die zentralen Herausforde- rungen im Gesundheitswesen? Zach | Das alles überragende Thema ist die Alterung unserer Gesellschaft. Wir werden vor der Alternative stehen, entweder den gewohnten Level der Gesundheitsversorgung drastisch ab- zusenken oder völlig neue Wege zu gehen. Häusliche Elektronik, Teleme- dizin, Telepharmazie, mobile Arzt- und Apothekendienste werden schon bald zum Versor- gungsalltag gehören. Der medizinische Fortschritt entwickelt sich dyna- misch weiter. Das alles hat seinen Preis. Die eigentliche Bewäh- rungsprobe für unser Sozialsystem kommt also erst noch. Und für die offenen Grenzen und die Menschen, die aus anderen Ländern zu uns kom- men, um hier zu arbeiten, werden wir noch von Herzen dankbar sein. ZUR PERSON Manfred Zach Manfred Zach wurde 1947 in Bad Grund (Harz) geboren. Er ist Jurist, veröffentlichte daneben aber auch eine Reihe von Büchern, Theaterstücken und Hörspielen. Am bekanntesten wurde sein politischer Schlüssel- roman „Monrepos oder die Kälte der Macht“, der bundesweit Aufsehen erregte. Im Stuttgarter Staatsministerium stieg Zach an der Seite von Ministerpräsident Lothar Späth zum Regie- rungssprecher und Grundsatz-Abteilungsleiter auf. Nach Späths Rücktritt wechselte er 1991 in das Sozial- ministerium und leitete dort als Ministerialdirigent ver- schiedene Abteilungen. In dieser Funktion war er auch für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung zuständig. Anfang 2014 trat Manfred Zach in den Ruhestand.
  3. 3. TK spezial Baden-Württemberg · 1/2014 | 3 Trennung von GKV und PKV wird kritisch bewertet Zwei Drittel der Menschen in Baden- Württemberg wünschen sich einen einheitlichen Versicherungsmarkt, in dem alle Anbieter zu gleichen Bedin- gungen agieren und sich alle Bürger frei zwischen den Anbietern entschei- den können. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der TK. Selbst unter den Privatversicherten spricht sich nur knapp jeder Dritte (32 Prozent) dafür aus, die bestehende Zweiteilung der Krankenversicherung beizubehalten. Rund 70 Prozent der Baden-Württemberger sehen ihre Interessen als Versicherte und Patienten durch Hausärzte gut vertreten – mehr als in jedem anderen Bundesland. Das Ergebnis zeigt, dass für eine große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger die künstliche Trennung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung nicht mehr zeit- gemäß ist. Die Menschen möchten vielmehr selbst entscheiden, wie sie sich für den Krankheitsfall absichern. Ein einheitlicher Versicherungsmarkt darf deshalb auch nicht mit einer Ein- heitskasse verwechselt werden. Ein solches System braucht Wettbewerb. Die Mehrheit der Menschen im Süd- westen spricht sich außerdem dafür aus, dass die privaten Krankenversi- cherungen ihre Probleme selbst lösen sollten. Nur ungefähr jeder Dritte (30 Prozent) vertritt die Meinung, der Gesetzgeber sollte einschreiten, um die Situation der privaten Krankenver- sicherung zu stabilisieren. 65 Prozent erklären hingegen, für Problemlösungen sollten die privaten Versicherungs- unternehmen selbst sorgen. Diese Ansicht vertritt sogar mehr als jeder zweite Privatversicherte (56 Prozent). Fragen zum Thema „Pflege“ haben gezeigt, dass 28 Prozent der Befrag- ten in Baden-Württemberg ihr Risiko, später einmal pflegebedürftig zu wer- den, als gering einschätzen. Dies sind mehr Menschen als im Bundesdurch- schnitt (24 Prozent). Dieser Optimis- mus ist nicht ganz unbegründet, denn Baden-Württemberg weist im Vergleich der Bundesländer seit Jahren die ge- ringste Quote pflegebedürftiger Men- schen auf in Relation zur Gesamtbe- völkerung. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Zwei Drittel der Baden-Württemberger (65 Prozent) nehmen ihre Krankenkasse als Interessenvertreter der Versicher- ten wahr – noch vor den Verbraucher- zentralen (51 Prozent), Patientenver- bänden (30 Prozent) und der Politik (14 Prozent). Nur die Hausärzte liegen mit einem Wert von 69 Prozent knapp vor den gesetzlichen Kassen. In keinem anderen Bundesland haben die Hausärzte einen höheren Wert erhalten, der Bundesdurchschnitt liegt bei 66 Prozent. Darin kommt die Wert- schätzung zum Ausdruck, die im Süd- westen den Hausärzten entgegen- gebracht wird. Unter den Privatver- sicherten nimmt hingegen nur jeder Zweite (49 Prozent) seine Versicherung als Vertreter der eigenen Interessen wahr. Im August 2013 hat Forsa im Auftrag der TK bevölkerungsrepräsentativ 1.001 Erwachsene in Deutschland zu aktuellen Gesundheitsthemen befragt. HINTERGRUND Immer weniger gesetzlich Ver- sicherte wechseln in die private Krankenversicherung (PKV). Die Zahl der Abgänge von der GKV in Richtung PKV sank innerhalb von zehn Jahren von 362.000 auf 159.000 im Jahr 2012. Es ist zu erwarten, dass die Zahl der Wechsler weiter sinkt. Anderer- seits wächst die Zahl derer, die von der PKV wieder zur TK zurück möchten. Vor allem Eltern mit klei- nen Kindern bemühen sich, wieder zur TK zu kommen – ebenso Men- schen ab 45, deren Beiträge in der PKV stark steigen. Die TK verlor im vergangenen Jahr 26.781 Mitglieder an die PKV. 2012 waren es noch 32.027, im Jahr 2011 sogar 49.628 Mitglieder. Von der PKV kamen voriges Jahr umgekehrt 83.866 Kunden zur TK.
  4. 4. TK spezial Baden-Württemberg · 1/2014 | 4 Weniger Fixierungen in Pflegeheimen Pflegeheime in Baden-Württemberg sind zunehmend bemüht, auf den Einsatz sogenannter „freiheitsein- schränkender Maßnahmen“ zu ver- zichten. Im vergangenen Jahr sind 16 Prozent der Bewohner in Betten oder Rollstühlen fixiert worden, im Jahr 2012 waren es noch 21 Prozent. Die TK bezieht sich dabei auf eine aktuelle Auswertung des Medizi- nischen Diensts der Krankenversi- cherung (MDK) Baden-Württemberg. Dabei wurden rund 9.000 Heimbe- wohner in etwa 1.300 Pflegeheimen in Augenschein genommen. Zu dieser Entwicklung beigetragen hat aus Sicht der TK maßgeblich das Projekt „Stuttgart ohne Fixierungen“ (SoFi) der beiden Amtsgerichte in Stuttgart und Stuttgart-Bad Cannstatt, die vor einem halben Jahr gestartet wurde. Ziel der Initiative ist es, zusam- men mit der Heimaufsicht, dem MDK und den Pflegeheimen freiheitsentzie- hende Maßnahmen mindestens um ein Drittel zu reduzieren. Dabei soll im Rahmen der gerichtlichen Geneh- migungsverfahren eine Alternative zu den Fixierungen gefunden werden. „Bei vielen Heimen hat ein Umdenken eingesetzt. Die Freiheit der Heimbe- wohner wird in Relation zur Sicherheit wieder höher bewertet“, betont der Leiter der Betreuungsbehörde der Stadt Stuttgart Klaus Gölz. KOMMENTAR Immer wieder gab es in den vergangenen Jahren Bemühungen, die Zahl der sogenannten Fixierun- gen in Pflegeheimen zu reduzieren. Aus gutem Grund: Freiheitsein- schränkende Maßnahmen stellen einen schwerwiegenden Eingriff in die Würde und Freiheit des Be- wohners dar. Doch oft überwogen die Bedenken. Umso erfreulicher ist deshalb die aktuelle Entwicklung. Nun gilt es, nicht auf halbem Weg stehen zu bleiben, sondern die Gunst der Stunde zu nutzen. Die Skeptiker lassen sich am besten mit positi- ven Ergebnissen überzeugen. Die TK bittet deshalb alle zuständigen Gerichte in Baden-Württemberg, den gleichen Weg einzuschlagen wie die Amtsgerichte in Stuttgart und Stuttgart-Bad Cannstatt. Telefon-Coaching hilft Schwerkranken Im Sport und im Arbeitsleben sind professionelle Trainer heutzutage selbstverständlich. Dass ein Coaching auch schwerkranke Menschen gesün- der machen kann, zeigt eine aktuelle Studie im Auftrag der TK. Mehr als 35.000 Diabetiker, Herzkranke und Bluthochdruckpatienten hat die TK über mehrere Monate telefonisch begleitet. Jetzt steht fest: Das Gesundheitscoa- ching lohnt sich. Die Patienten nehmen ihre Medikamente regelmäßiger ein, bewältigen ihre Krankheit erfolgreicher und fühlen sich deutlich besser. Ein weiteres Ergebnis: Die Teilnehmer müssen im Vergleich zur Kontroll- gruppe seltener ins Krankenhaus. Seit 2008 geht die TK gezielt auf Diabetiker, Herzkranke und Bluthoch- druck-Patienten zu, die so krank sind, dass sie ohne Unterstützung abseh- bar in nächster Zeit ins Krankenhaus gemusst hätten. Ihnen bietet die TK ein Coaching an, das alle zwei Wochen ein halbstündiges Telefonat mit ihrem persönlichen Coach beinhaltet. Im Mittelpunkt der Telefonate steht, die Patienten zu motivieren, sich gesundheitsbewusst zu verhalten. Gemeinsam mit ihrem Coach definie- ren sie ihre persönlichen und individu- ell erreichbaren Ziele und vereinbaren die Schritte dorthin. Feste Bestandteile der Gespräche sind deshalb neben dem Selbstmanagement die Themen Bewegung und Ernährung, die Ein- nahme von Medikamenten, das Trink- verhalten und auch das Rauchen. Per Telefon werden die Patienten motiviert, sich gesundheitsbewusst zu verhalten.
  5. 5. Überwachung erwünscht Die telemedizinische Betreuung von Nierenpatienten am Universitätskli- nikum Freiburg ist im Jahr 2010 als Modellprojekt gestartet. Mittlerweile haben schon über 25 Patienten, die eine Lebendnierenspende erhalten haben, von dieser erweiterten Nach- sorge profitiert. Die bisher wichtigsten Erkenntnisse: Kommt es bei Patienten, die telemedi- zinisch überwacht werden, zu Absto- ßungsreaktionen oder Infektionen, werden diese früher erkannt und füh- ren seltener zu ungeplanten Kranken- hausaufenthalten. Die Teilnehmer wer- den schneller arbeitsfähig und berich- ten von einer verbesserten Lebens- qualität. Durch weniger Fahrten in medizinische Einrichtungen kommt es zu einer Zeit- und Kostenersparnis ohne Qualitätseinbußen in der Versorgung. Mit diesem Projekt wird Hochleistungs- medizin auch in den ländlichen Raum transferiert. Die Patienten erhalten eine lückenlose Betreuung, auch Hunderte Kilometer vom Universitätsklinikum entfernt. Solche Ansätze benötigt das Gesundheitswesen, um den kommen- den demografischen Problemen zu begegnen. Die TK unterstützt und initiiert selbst Telemedizin-Projekte, legt aber gro- ßen Wert auf eine wissenschaftliche Evaluation ihrer Wirksamkeit. Wenn ein Nutzen erwiesen ist, sollte er auch möglichst vielen Betroffenen zugute kommen. Deshalb macht sich die TK für eine landesweite Telemedizin- Plattform stark. Deutschlandweit gibt es etwa 200 Telemedizin-Angebote und auch in Baden-Württemberg zahlreiche Ein- zelprojekte, aber keine gemeinsame Struktur. Sinnvoll wäre es, sich über die Ergebnisse auszutauschen und erfolgreiche Maßnahmen flächen- deckend im Land zu etablieren. Das Freiburger Telemedizin-Projekt ist nunTeil des Netzwerks Spitzenmedizin derTK in Baden-Württemberg. DieTK hat erstmals 2011 Krankenhäuser in Baden-Württemberg zur Mitwirkung in ihrem Netzwerk Spitzenmedizin eingeladen. Die Daten der telemedizinischen Nachsorge laufen bei ihnen zusammen: Krankenschwester Anja Schmid und Prof. Dr. Przemyslaw Pisarski, Leiter der Sektion Transplantationschirurgie am Universitätsklinikum Freiburg. KURZNACHRICHTEN Scheck mit der Post Seit Ende Februar verschickt die TK Verrechnungschecks an ihre 720.000 Mitglieder in Baden- Württemberg. Wie alle beitrags- zahlenden TK-Mitglieder erhal- ten sie für die Jahre 2013 und 2014 eine Dividende in Höhe von insgesamt bis zu 160 Euro. Wer am 1. Januar 2014 Mitglied der TK war oder spätestens zum 1. Dezember 2014 Mitglied wird, erhält einmalig 80 Euro. Kunden, die zudem bereits im vergange- nen Jahr Mitglied waren, erhalten eine weitere Dividende in Höhe von zehn Euro für jeden ange- fangenen Kalendermonat der Mitgliedschaft vom 1. Mai bis 31. Dezember 2013. Damit werden allein in Baden- Württemberg rund 115 Millionen Euro an die TK-Mitglieder aus- gezahlt, bundesweit etwa eine Milliarde Euro. Der Scheck- Versand läuft bis Ende März. Die TK versichert im Südwesten nun über eine Million Menschen. Im vergangenen Jahr sind über 40.000 Versicherte per Saldo neu dazugekommen. Die Zahl der beitragszahlenden Mitglieder ist von rund 680.000 auf 720.000 ebenfalls deutlich angestiegen. Bundesweit sind 8,8 Millionen Menschen bei der TK versichert. Mehr Informationen unter www.tk.de, Webcode: 410308 Impressum Herausgeber | Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Baden-Württemberg Verantwortlich | Andreas Vogt Telefon | 07 11 - 250 95 404 E-Mail | lv-baden-wuerttemberg@tk.de Internet | www.tk.de/lv-badenwuerttemberg Redaktion | Hubert Forster Telefax | 07 11 - 250 95 444 Twitter | www.twitter.com/TKinBW

×