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Fünf Pflegegrade
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Fünf
Pflegegrade
Verhaltensweisen/psychische
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Beispiel: Modul 1 Mobilität mit 5 Items
Modul 1
Mobilität
Item 1.3
Umsetzen
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Gesamtbewertung
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Gewichtung/
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1. Mobilität 15 7 % 10 % ...
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Transformation ermittelter Punktwerte zu
"Punktbereichen"
Module (max. Punkte) 0 1 2 3 4
1. Mobilität (max. 15) 0-1 2-...
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Systemübergang für Pflegebedürftige
Keine erneuten MDK-
Prüfungen nach neuem
Begutachtungsassessment
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› Überführung zum 01.01.2017 ohne Antrag und ohne neue Begutachtung
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Systemübergang für Pflegebedürftige zum 01.01.2017
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Leistungen bei Pflegegrad 1
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› Menschen mit Pflegegrad 1 haben noch keine...
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Ambulante Pflegeleistungen
› Sachleistung häusliche Pflegehilfe:
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Vollstationäre Pflege und Qualität
› Vollstationäre Pflege
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Soziale Sicherung Pflegepersonen
› Neugestaltung der RV-Pflicht für Pflegepersonen
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Mehr Beratung
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› Benennung einer/es zuständigen Pflegebe...
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Steigende Beiträge
Die mit der Reform verbundenen steigenden Kosten werden durch höhere Beiträge
ausgeglichen.
› Anfa...
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Zeitplan PSG II
› 25.09.2015 1. Lesung Bundestag
› 25.09.2015 1. Durchgang Bundesrat
› 30.09.2015 Bundestagsanhörung
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Pflegestärkungsgesetz II: Erklärungen, Veränderungen, Konsequenzen

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Von drei Pflegestufen zu 5 Pflegegraden - die TK erklärt, wie die Pflegereform genau funktioniert.

Weitere Informationen zur Pflegereform gibt es unter www.tk.de/tk/750124.

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    1. 1. Hamburg, 28. September 2015
    2. 2. 2 | Neudefinition Pflegebedürftigkeitsbegriff Fünf Pflegegrade Veränderung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs und der Pflegeeinstufung: › Umfassende Berücksichtigung körperlicher, geistiger und psychischer Einschränkungen › Künftig sechs einstufungsrelevante Bereiche 1. Mobilität 2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten 3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen 4. Selbstversorgung 5. Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen 6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte Zentrales Ziel | Gleichbehandlung von somatisch, kognitiv und psychisch beeinträchtigten Menschen bei Begutachtung, Einstufung und Leistungsbezug in der Pflegeversicherung 28. September 2015 - Ansprechpartner für die Medien: TK-Pressestelle, 040 - 6909 1783, twitter.com/TK_Presse, pressestelle@tk.de
    3. 3. 3 | Pflegebedürftigkeit 6 Beurteilungsmodule - 63 Items - 206 Punkte Fünf Pflegegrade Verhaltensweisen/psychische Problemlagen 13 Items - 65 Punkte Kognitive/kommunikative Fähigkeiten 11 Items - 33 Punkte Mobilität 5 Items - 15 Punkte Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen 16 Items - 15 Punkte Selbstversorgung 12 Items - 60 Punkte Gestaltung Alltagsleben 6 Items - 18 Punkte Modul 7 "Außerhäusliche Aktivitäten" und Modul 8 "Haushaltsführung" werden zwar erfasst, sind aber nicht einstufungsrelevant 28. September 2015 - Ansprechpartner für die Medien: TK-Pressestelle, 040 - 6909 1783, twitter.com/TK_Presse, pressestelle@tk.de
    4. 4. 4 | Beispiel: Modul 1 Mobilität mit 5 Items Modul 1 Mobilität Item 1.3 Umsetzen Item 1.2 Halten einer stabilen Sitzposition Item 1.1 Positionswechsel im Bett Item 1.5 Treppensteigen Item 1.4 Fortbewegen innerhalb des Wohnbereichs Bewertung der Items 0 Punkte: Selbständig 1 Punkt: Überwiegend selbständig 2 Punkte: Überwiegend unselbständig 3 Punkte: Unselbständig Max. 15 Punkte in Modul 1 28. September 2015 - Ansprechpartner für die Medien: TK-Pressestelle, 040 - 6909 1783, twitter.com/TK_Presse, pressestelle@tk.de
    5. 5. 5 | Gesamtbewertung Module Max. Punktwert Rechnerische Gewichtung Gewichtung/ Punkte nach Beirat 1. Mobilität 15 7 % 10 % (10 Punkte) 2. Kognition und 3. Verhalten 98 48 % 15 % (15 Punkte) 4. Selbstversorgung 60 29 % 40 % (40 Punkte) 5. Krankheitsbedingte Anforderungen 15 7 % 20 % (20 Punkte) 6. Gestaltung Alltagsleben, soziale Kontakte 18 9 % 15 % (15 Punkte) Gesamt 206 100 % 100 % (100 Punkte) 28. September 2015 - Ansprechpartner für die Medien: TK-Pressestelle, 040 - 6909 1783, twitter.com/TK_Presse, pressestelle@tk.de
    6. 6. 6 | Modulgewichtung politisch gesetzt Gesetzliche Modulgewichtung Mobilität Kognition/ Verhalten Selbst- versorgung Krankheit Anford. Alltagsleben Rechnerische Modulgewichtung Mobilität Kognition/ Verhalten Selbst- versorgung Krankheit Anford. Alltagsleben Items und Module werden unterschiedlich gewichtet Abkehr von der gleichberechtigten Anrechnung des Hilfebedarfs 28. September 2015 - Ansprechpartner für die Medien: TK-Pressestelle, 040 - 6909 1783, twitter.com/TK_Presse, pressestelle@tk.de
    7. 7. 7 | Transformation ermittelter Punktwerte zu "Punktbereichen" Module (max. Punkte) 0 1 2 3 4 1. Mobilität (max. 15) 0-1 2-3 4-5 6-9 10-15 2. Kognition (max. 33) 0-1 2-5 6-10 11-16 17-33 3. Verhalten (max. 65) 0 1-2 3-4 5-6 7-65 4. Selbstversorgung (max. 60) 0-2 3-7 8-18 19-36 37-60 5. Krankheitsbedingte Anforderungen (max. 15) 0 1 2-3 4-5 6-15 6. Gestaltung Alltagsleben, soziale Kontakte (max. 18) 0 1-3 4-6 7-11 12-18 28. September 2015 - Ansprechpartner für die Medien: TK-Pressestelle, 040 - 6909 1783, twitter.com/TK_Presse, pressestelle@tk.de
    8. 8. 8 | Verfahren zur Gesamtbewertung: Vom "Punktbereich" zum "Modulspezifischen Wert" Module Gewichtung 0 1 2 3 4 1. 10% 0 2,5 5 7,5 10 2. und 3. 15% 0 3,75 7,5 11,25 15 4. 40% 0 10 20 30 40 5. 20% 0 5 10 15 20 6. 15% 0 3,75 7,5 11,25 15 › Es gehen nicht beide Werte für 2. und 3., sondern nur der Höchste von beiden Werten in die Berechnung ein › Der Summe der Punktwerte ist die Basis für die Pflegegradzuordnung 28. September 2015 - Ansprechpartner für die Medien: TK-Pressestelle, 040 - 6909 1783, twitter.com/TK_Presse, pressestelle@tk.de
    9. 9. 9 | Pflegegradzuordnung Pflegegrad 1 ab 12,5 Punkte Pflegegrad 2 ab 27 Punkte Kinder* ab 12,5 Punkte Pflegegrad 3 ab 47,5 Punkte Kinder* ab 27 Punkte Pflegegrad 4 ab 70 Punkte Kinder* ab 47,5 Punkte Pflegegrad 5 ab 90 Punkte oder besondere Bedarfs- konstellationen Kinder* ab 70 Punkte * Kinder im Alter bis 18 Monaten 28. September 2015 - Ansprechpartner für die Medien: TK-Pressestelle, 040 - 6909 1783, twitter.com/TK_Presse, pressestelle@tk.de
    10. 10. 10 | Systemübergang für Pflegebedürftige Keine erneuten MDK- Prüfungen nach neuem Begutachtungsassessment (NBA) in Bestandsfällen 28. September 2015 - Ansprechpartner für die Medien: TK-Pressestelle, 040 - 6909 1783, twitter.com/TK_Presse, pressestelle@tk.de
    11. 11. 11 | Pflegebedürftigkeitsbegriff Bestandsfälle › Überführung zum 01.01.2017 ohne Antrag und ohne neue Begutachtung › Pflegestufe I -> Pflegegrad 2 › Pflegestufe II -> Pflegegrad 3 › Pflegestufe III -> Pflegegrad 4 › Pflegestufe III H -> Pflegegrad 5 › Pflegestufe 0 und D/E -> Pflegegrad 2 › Pflegestufe I und D/E -> Pflegegrad 3 › Pflegestufe II und D/E -> Pflegegrad 4 › Pflegestufe III und D/E -> Pflegegrad 5 › Pflegestufe III H und D/E -> Pflegegrad 5 › Bestandsschutz Pflegeeinstufung: Keine Rückstufung bei Begutachtungen nach dem 31.12.2016 (Ausnahme: Keine Pflegebedürftigkeit) 28. September 2015 - Ansprechpartner für die Medien: TK-Pressestelle, 040 - 6909 1783, twitter.com/TK_Presse, pressestelle@tk.de
    12. 12. 12 | Systemübergang für Pflegebedürftige zum 01.01.2017 2,9 Mio. Überführungs-/ Änderungsbescheide 28. September 2015 - Ansprechpartner für die Medien: TK-Pressestelle, 040 - 6909 1783, twitter.com/TK_Presse, pressestelle@tk.de
    13. 13. 13 | Leistungen bei Pflegegrad 1 Leistungen setzen künftig deutlich früher an › Menschen mit Pflegegrad 1 haben noch keinen erheblichen Unterstützungsbedarf › Leistungen zur Gewährleistung und Sicherstellung der häuslichen Versorgung, wie z.B. › Pflegeberatung › Versorgung mit Pflegehilfsmitteln › Finanzielle Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen oder gemeinsamen Wohnumfeldes › In den kommenden Jahren wird mit zusätzlichen 500.000 Anspruchsberechtigten gerechnet. 28. September 2015 - Ansprechpartner für die Medien: TK-Pressestelle, 040 - 6909 1783, twitter.com/TK_Presse, pressestelle@tk.de
    14. 14. 14 | Ambulante Pflegeleistungen › Sachleistung häusliche Pflegehilfe: › Körperbezogene Pflegemaßnahmen › Pflegerische Betreuungsmaßnahmen › Hilfen bei der Haushaltsführung › Neubestimmung der Leistungsinhalte › Neuverhandlung aller Vergütungen › Leistungshöhen Pflegegeld, Pflegesachleistung, Kombinationsleistungen bleiben konstant 28. September 2015 - Ansprechpartner für die Medien: TK-Pressestelle, 040 - 6909 1783, twitter.com/TK_Presse, pressestelle@tk.de
    15. 15. 15 | Vollstationäre Pflege und Qualität › Vollstationäre Pflege › Pflegegradunabhängige Eigenanteile für pflegebedingte Aufwendungen › Höhe des Eigenanteils wird je Pflegeeinrichtung ermittelt und festgelegt › Zusätzliche Betreuung und Aktivierung (§ 87b alt -> 43b neu) › Entstandene Strukturen und Finanzierung sollen in bisheriger Form erhalten bleiben › Übergangsregelungen für die Überleitung der Pflegesätze › Weiterentwicklung der Qualitätsregelungen › Bisherige Schiedsstelle Qualitätssicherung wird zum Qualitätsausschuss › Ablösung der Pflegenoten durch ein neues Modell (bis Ende 2017 ambulant und bis Ende 2018 stationär) 28. September 2015 - Ansprechpartner für die Medien: TK-Pressestelle, 040 - 6909 1783, twitter.com/TK_Presse, pressestelle@tk.de
    16. 16. 16 | Soziale Sicherung Pflegepersonen › Neugestaltung der RV-Pflicht für Pflegepersonen › Pflege eines Pflegebedürftigen mit mindestens Pflegegrad 2 › Pflegeperson pflegt regelmäßig mindestens 10 Stunden wöchentlich › Pflege erfolgt an mindestens 2 Tagen in der Woche › Beitragshöhe in der RV abhängig von Pflegegrad und Leistungsart (Geld-, Kombi- oder Sachleistung) › Neu: Versicherungspflicht in der Arbeitslosenversicherung für Pflegepersonen, die aus dem Beruf aussteigen, um sich um pflegebedürftige Angehörige zu kümmern 28. September 2015 - Ansprechpartner für die Medien: TK-Pressestelle, 040 - 6909 1783, twitter.com/TK_Presse, pressestelle@tk.de
    17. 17. 17 | Mehr Beratung Stringentere Verpflichtungen zur Pflegeberatung ab 01.01.2016 › Benennung einer/es zuständigen Pflegeberaterin/s › Verpflichtende Anlässe zum Angebot eines konkreten Beratungstermins werden erheblich ausgeweitet › Richtlinien des SpiBund zur einheitlichen Durchführung der Pflegeberatung › Eigener Rechtsanspruch auf Pflegeberatung für Angehörige des Pflegebedürftigen › Dreijährige Berichtspflicht des SpiBund über Erfahrungen und Weiterentwicklung der Pflegeberatung und Pflegeberatungsstrukturen 28. September 2015 - Ansprechpartner für die Medien: TK-Pressestelle, 040 - 6909 1783, twitter.com/TK_Presse, pressestelle@tk.de
    18. 18. 18 | Steigende Beiträge Die mit der Reform verbundenen steigenden Kosten werden durch höhere Beiträge ausgeglichen. › Anfang 2015 wurden die Beiträge bereits im Rahmen des ersten Pflegestärkungsgesetzes von 2,05% auf 2,35% erhöht › Ab 01.01.2017 sollen weitere 0,2 Prozentpunkte hinzukommen › Insgesamt dürften die Einnahmen so um rund fünf Mrd. Euro gesteigert werden 28. September 2015 - Ansprechpartner für die Medien: TK-Pressestelle, 040 - 6909 1783, twitter.com/TK_Presse, pressestelle@tk.de
    19. 19. 19 | Zeitplan PSG II › 25.09.2015 1. Lesung Bundestag › 25.09.2015 1. Durchgang Bundesrat › 30.09.2015 Bundestagsanhörung › 12./13.11.2015 2./3. Lesung Bundestag › 18.12.2015 2. Durchgang Bundesrat › Unterschiedliches Inkrafttreten (2016, 2017 sowie 2018) › 01.01.2016 Vorgriffsregelungen Pflegebedürftigkeitsbegriff › 01.01.2017 Beitragssatzerhöhung um 0,2 Prozentpunkte (2,55% bzw. 2,8%) › 01.01.2017 Neuregelung Pflegebedürftigkeitsbegriff › 01.01.2018 Absenkung Verwaltungskostenersatz von 3,5% auf 3,2% 28. September 2015 - Ansprechpartner für die Medien: TK-Pressestelle, 040 - 6909 1783, twitter.com/TK_Presse, pressestelle@tk.de
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