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Pressekonferenz zum Innovationsreport 2013: Pressemeldung

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Pressemeldung zur Vorstellung des Innovationsreports 2013 am 31. Mai 2013 in Berlin.
Jedes Jahr kommen zahlreiche neue Medikamente auf den Markt. Die pharmazeutische Industrie steht wie kaum eine zweite Branche im Gesundheitswesen für den medizinischen Fortschritt. Doch längst ist klar: Nicht alles, was neu ist, ist auch besser. Mit dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) hat der Gesetzgeber ein Verfahren etabliert, das die Frage beantworten soll, welcher Preis für ein neues Medikament angemessen ist. Doch Geld allein ist nicht alles. Entscheidend ist vielmehr: Wie wirken sich Innovationen auf die Qualität der Versorgung aus? Wie häufig verordnen Ärzte solche neuen Medikamente? Und welchen (Zusatz-)Nutzen haben Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen überhaupt für die Patienten?
Mit dem Innovationsreport 2013 geben Wissenschaftler der Universität Bremen erstmals umfassende Antworten auf diese und weitere Fragen. Die Studie basiert auf Routinedaten der Techniker Krankenkasse (TK), die das Projekt in Auftrag gegeben hat.
Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

Veröffentlicht in: News & Politik
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Pressekonferenz zum Innovationsreport 2013: Pressemeldung

  1. 1. TK-NewsInformationen für die PresseTechniker Krankenkasse w Pressestelle w Bramfelder Straße 140 w 22305 Hamburg w www.presse.tk.deFür Rückfragen: Michael SchmitzTel. 040 - 6909 - 1191, E-Mail: m.schmitz@tk.deSocial Media Newsroom: www.newsroom.tk.de, Twitter: www.twitter.com/TK_PresseHohe Kosten statt medizinischer Fortschritt – Studie weist geringesInnovationspotenzial neuer Arzneimittel nachHamburg, 31. Mai 2013. Lediglich zwei der Arzneimittel, die 2010 undAnfang 2011 neu auf den deutschen Markt gekommen sind, stellen einenrelevanten therapeutischen Fortschritt dar. Zu diesem Ergebnis kommtder Innovationsreport 2013, den Wissenschaftler der Universität Bremenim Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) erstellt haben. Die Studiehat insgesamt 23 Medikamente mit neuen Wirkstoffen daraufhin unter-sucht, ob bereits alternative Therapien zur Verfügung stehen, ob die Arz-neimittel einen (Zusatz-)Nutzen für die Patienten haben, und wie hoch dieKosten im Vergleich zu den verfügbaren Arzneimitteln ausfallen."Der Innovationsreport zeigt einmal mehr, dass man nicht jedes neueArzneimittel mit echtem medizinischen Fortschritt gleichsetzen darf. Dennnicht alles, was neu ist, ist auch tatsächlich besser", erklärt Dr. JensBaas, Vorsitzender des TK-Vorstands. "Mit der Studie liegt erstmals einestrukturierte Übersicht vor, welche innovativen Medikamente überhauptdazu beitragen, die Qualität der medizinischen Versorgung im Bereich derArzneimitteltherapie zu verbessern. Der Report soll daher Ärzten, aberauch Versicherten eine bessere Orientierung geben, wenn es um denEinsatz von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen geht", so Baas weiter.AMNOG fördert echte InnovationenNeben der Versorgungsqualität befasst sich der Innovationsreport auchmit den Kosten der neu zugelassenen Medikamente. "Drei von vier Medi-
  2. 2. TK-NewsInformationen für die Presse2Für Rückfragen: Michael SchmitzTel. 040 - 6909 - 1191, E-Mail: m.schmitz@tk.deSocial Media Newsroom: www.newsroom.tk.de, Twitter: www.twitter.com/TK_Pressekamenten, die wir unter die Lupe genommen haben, waren teurer als diebereits auf dem Markt befindlichen Präparate", erläutert der Leiter derStudie, Professor Dr. Gerd Glaeske vom Zentrum für Sozialpolitik derUniversität Bremen. "Und das, obwohl in den allermeisten Fällen über-haupt kein zusätzlicher Nutzen für die Patienten nachgewiesen werdenkonnte." Erst mit dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) hatder Gesetzgeber ein Verfahren etabliert, das die Frage beantworten soll,welcher Preis für ein neues Medikament angemessen ist. Die in der Stu-die untersuchten Medikamente wurden jedoch im Jahr vor beziehungs-weise kurz nach Inkrafttreten des AMNOG in Deutschland zugelassen."Das nachgewiesen geringe Innovationspotenzial dieser Arzneimittelmacht deutlich: Die AMNOG-Nutzenbewertung ist ein notwendiges In-strument, um echte therapeutische Innovationen zu fördern", sagt Arz-neimittelexperte Glaeske. "Langfristig betrachtet, lassen sich damit bei-tragssatzrelevante Einsparungen für die gesetzliche Krankenversicherungerzielen."Neue Arzneimittel: Ärzte verordnen regional unterschiedlichDarüber hinaus zeigt die Studie auch, dass Ärzte in Deutschland sehrunterschiedlich mit Innovationen umgehen. So verordnen Mediziner inMecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und imSaarland häufiger neue Arzneimittel als ihre Kollegen in anderen Bundes-ländern. Außerdem hat eine ergänzende TK-Auswertung ergeben, dassder erste vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) bewertete Wirk-stoff Ticagrelor bei jedem dritten Patienten falsch verordnet wurde. Dasheißt: Ärzte verschreiben den Wirkstoff auch bei solchen Erkrankungen,bei denen das Medikament keinen zusätzlichen Nutzen im Vergleich zubereits verfügbaren Therapien aufweist. "Aus diesem Grund unterstützt
  3. 3. TK-NewsInformationen für die Presse3Für Rückfragen: Michael SchmitzTel. 040 - 6909 - 1191, E-Mail: m.schmitz@tk.deSocial Media Newsroom: www.newsroom.tk.de, Twitter: www.twitter.com/TK_Pressedie TK die Ärzte mit verschiedenen Instrumenten, um eine möglichst wirk-same, sichere und wirtschaftliche Arzneimitteltherapie zu gewährleisten",so TK-Chef Baas.TK unterstützt Ärzte beim Einsatz neuer ArzneimittelDazu gehört bezogen auf den Umgang mit neuen Medikamenten nebendem Innovationsreport auch der TK-Arzneimittelreport (AMR). Mit demAMR erhalten niedergelassene Mediziner auf Wunsch für jedes Quartaleinen individuellen Verordnungsreport von der TK. Diese Übersicht wirdunter anderem ergänzt durch kompakte Zusammenfassungen der Ergeb-nisse zur frühen Nutzenbewertung des G-BA. Außerdem zeigt der AMRden Ärzten an, ob sie neue Arzneimittel tatsächlich bei solchen Erkran-kungen verordnet haben, bei denen das Präparat einen echten Zusatz-nutzen aufweist.Mehr Informationen zum Innovationsreport 2013 (Webcode "520604")sowie zum AMR (Webcode "480446") sind im Internet unter www.tk.de zufinden. Dort stehen sowohl eine Lang- als auch eine Kurzfassung desInnovationsreports zum Download bereit.

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