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UnterschiedlicheKonzepte• Kommerzielles Konzept• Technologisches Konzept• Konzept des therapeutischenFortschritts(nach ISD...
Die frühe Nutzenbewertung neuer Arzneimittel nach demArzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG)3Ablaufschema der frühen Nu...
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Arzneimittelkosten je Versichertem und Jahr5Logarithmische Darstellung der Arzneimittelkosten je Versichertem und Jahr abs...
Durchschnittsalter der Versicherten mit VO je Wirkstoff +zugelassene Altersbereiche60102030405060708090PatientenalterinJah...
Zusammenfassung der Wirkstoffbewertungen7Erläuterung der Farben und Ergebnisse:Verfügbare Therapien:rot = weitere Therapie...
Verordnungsprävalenzen nach Bundesländern8Alle analysierten WirkstoffeNur Wirkstoffe mitnegativer Bewertungzum (Zusatz-)Nu...
Verordnungen / Bruttoumsätze bei Dronedaron (Multaq®)(1/2010-12/2011) – UAW nach Einführung9
Verordnungen / Bruttoumsätze bei Indacaterol (Onbrez®)(1/2010-12/2011) Festbetrag als Intervention10Einsortierung in Beta-...
Verordnungen / Bruttoumsätze bei Ticagrelor (Brilique®)(1/2010-12/2011)11Indikation VergleichstherapieZusatznutzen (Ausmaß...
• Therapeutische und patientenrelevante Innovationen sind in der Arznei-mittelversorgung erwünscht und unverzichtbar - die...
• Eine frühzeitig richtige Einordnung von Innovationen hilft, unter denneuen Arzneimitteln diejenigen mit einem patientenr...
• Der evidenzbasierte Umgang mit Arzneimittelinnovationen in derärztlichen Praxis muss durch industrieunabhängige Informat...
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit…gglaeske@zes.uni-bremen.de
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Pressekonferenz zum Innovationsreport 2013: Präsentation von Prof. Dr. Glaeske

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Präsentation von Prof. Dr. Glaeske zur Vorstellung des Innovationsreports 2013 am 31. Mai 2013 in Berlin.
Jedes Jahr kommen zahlreiche neue Medikamente auf den Markt. Die pharmazeutische Industrie steht wie kaum eine zweite Branche im Gesundheitswesen für den medizinischen Fortschritt. Doch längst ist klar: Nicht alles, was neu ist, ist auch besser. Mit dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) hat der Gesetzgeber ein Verfahren etabliert, das die Frage beantworten soll, welcher Preis für ein neues Medikament angemessen ist. Doch Geld allein ist nicht alles. Entscheidend ist vielmehr: Wie wirken sich Innovationen auf die Qualität der Versorgung aus? Wie häufig verordnen Ärzte solche neuen Medikamente? Und welchen (Zusatz-)Nutzen haben Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen überhaupt für die Patienten?
Mit dem Innovationsreport 2013 geben Wissenschaftler der Universität Bremen erstmals umfassende Antworten auf diese und weitere Fragen. Die Studie basiert auf Routinedaten der Techniker Krankenkasse (TK), die das Projekt in Auftrag gegeben hat.
Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

Veröffentlicht in: News & Politik
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Pressekonferenz zum Innovationsreport 2013: Präsentation von Prof. Dr. Glaeske

  1. 1. Innovationsreport 2013Auswertungsergebnisse von Routinedaten der Techniker Krankenkasseaus den Jahren 2010 und 2011Roland Windt, Daniela Boeschen, Gerd GlaeskeProf. Dr. Gerd GlaeskeUniversität Bremen, Zentrum für Sozialpolitik (ZeS)www.zes.uni-bremen.deKein Interessenkonflikt im Sinne der Uniform Requirements forManuscripts submitted to Biomedical Journals der ICMJE
  2. 2. UnterschiedlicheKonzepte• Kommerzielles Konzept• Technologisches Konzept• Konzept des therapeutischenFortschritts(nach ISDB, 2001)Was sind Arzneimittelinnovationen?2UnterschiedlicheKlassifikationen / Bewertungen• arznei-telegramm / Arzneimittelkursbuch• Klassifikation nach Fricke & Klaus• Stiftung Warentest• DPhG / Pharmazeutische Zeitung• internationale Drug Bulletins wie das Revue Prescrire• in Deutschland rechtsverbindlich: Ergebnisse derNutzen- oder Kosten-Nutzen-Bewertungen durch G-BA/IQWiG (seit 2011 frühe Nutzenbewertung neuerAM nach dem AMNOG; §§ 35a und 35b SGB V)Klassifikation des Innovationsgradesnach Fricke & Klaus
  3. 3. Die frühe Nutzenbewertung neuer Arzneimittel nach demArzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG)3Ablaufschema der frühen Nutzenbewertung neuerArzneimittel nach dem AMNOG (vereinfacht)
  4. 4. Übersicht über die im Report analysierten Wirkstoffe4• Einschluss: Arzneimittel mitneuen Wirkstoffen mitMarkteinführung im Jahr 2010 +Ticagrelor und Pitavastatin(„AMNOG-Arzneimittel“ mitBeschluss zum Zusatznutzen imJahr 2011)• Versorgungsanalyse mitRoutinedaten der TK aus denJahren 2010 und 2011• Bewertung der Evidenz bisFrühjahr 2013 mit neuemAmpelsystem
  5. 5. Arzneimittelkosten je Versichertem und Jahr5Logarithmische Darstellung der Arzneimittelkosten je Versichertem und Jahr absteigend sortiert nachKosten im Jahr 2011 (berechnet anhand der Verordnungsdaten der Jahre 2010 und 2011)
  6. 6. Durchschnittsalter der Versicherten mit VO je Wirkstoff +zugelassene Altersbereiche60102030405060708090PatientenalterinJahrenZugelassene Altersgruppen laut Fachinformation derpharmazeutischen Hersteller (rot -; gelb +/-; grün +)Wirkstoff Zugelassener Altersbereich lautFachinformation0-1 2-12 13-17 18-64 65+AmifampridinAsenapinBazedoxifenBilastinConestat alfaCorifollitropin alfaDenosumabDronedaronEltrombopagFebuxostatHistamindihydrochloridIndacaterolMifamurtidOfatumumabPazopanibPitavastatinPrucalopridRoflumilastSilodosinTapentadolTicagrelorVelaglucerase alfaVernakalantDurchschnittsalter der Versicherten mit mindestens einer Verordnung der neuen Wirkstoffe(Daten aus dem Jahr 2011, Darstellung inklusive Standardabweichung des Alters)
  7. 7. Zusammenfassung der Wirkstoffbewertungen7Erläuterung der Farben und Ergebnisse:Verfügbare Therapien:rot = weitere Therapieoption, gelb = Subgruppen-Novität, grün = Solist(Zusatz-)Nutzen: rot = keine Verbesserung oderschlechte Nutzen/Schaden-Relation, gelb = teilweiseVerbesserungen, grün = Verbesserung harterEndpunkteKosten: rot = teurer als bestehende Therapien, gelb= ungefähr gleich bzw. teils/teils, grün = günstigerals bestehende TherapienLeitlinien-Eingang : 12 von 23Zusatznutzen: Klar 1 von 23, 8 bedingt, 14 ohne(61%)Teurer als bestehende Therapien: 18 von 23(78%)Die Kosten wachsen überwie-gend schneller als die (Zusatz)Nutzennachweise!
  8. 8. Verordnungsprävalenzen nach Bundesländern8Alle analysierten WirkstoffeNur Wirkstoffe mitnegativer Bewertungzum (Zusatz-)Nutzen –Information tut not!Verordnungsprävalenz der neuen Wirkstoffe in Promille nach Bundesländern (nur Verordnungen imJahr 2011, Einfärbung nach der Höhe der Verordnungsprävalenz) (berechnet mit Routinedaten der TK)
  9. 9. Verordnungen / Bruttoumsätze bei Dronedaron (Multaq®)(1/2010-12/2011) – UAW nach Einführung9
  10. 10. Verordnungen / Bruttoumsätze bei Indacaterol (Onbrez®)(1/2010-12/2011) Festbetrag als Intervention10Einsortierung in Beta-2-Sympathomimetika-Festbetragsgruppe:• gemeinsameHöchsterstattungsgrenze• Abgabepreis zum Teildeutlich über Festbetrag• Mehrkosten für Versichertebis zu >100 € pro Packung• „Sortis-Effekt“ / hier allerdingsZusatznutzen unbestimmt
  11. 11. Verordnungen / Bruttoumsätze bei Ticagrelor (Brilique®)(1/2010-12/2011)11Indikation VergleichstherapieZusatznutzen (Ausmaß undWahrscheinlichkeit)Instabile Anginapectoris (IA) undNSTEMIClopidogrel + ASS Beleg für beträchtlichenZusatznutzenSTEMI beivorbehandeltenPatientenClopidogrel + ASS Zusatznutzen nicht belegtSTEMI bei Patientenmit PCIPrasugrel + ASS Zusatznutzen nicht belegtAusnahmen (Anhaltspunkte für nichtquantifizierbaren Zusatznutzen):Patienten • 75 Jahre, die nachindividueller Nutzen-Risiko-Abwägungnicht für VT (Prasugrel + ASS) in Fragekommen,Patienten mit TIA oder ischämischemSchlaganfall in der AnamneseSTEMI bei Patientenmit Bypass (CABG)ASS - Monotherapie Zusatznutzen nicht belegtErstes „AMNOG-Arzneimittel“ mitfrüher Nutzenbewertung (15.12.2011)Ergebnisse zum Zusatznutzen aus dem Beschluss desG-BA – „beträchtlich“ bei IA und STEMI
  12. 12. • Therapeutische und patientenrelevante Innovationen sind in der Arznei-mittelversorgung erwünscht und unverzichtbar - die GKV ist einfinanzieller Garant für therapeutischen Fortschritt (siehe § 2 SGB V)ABER: Der Report zeigt, dass die Innovationskrise bei denpharmazeutischen Unternehmen keineswegs beseitigt ist!Fazit (1)12• Patientinnen und Patienten müssen von „echten“Innovationen profitieren – AMNOG als richtigerWeg, damit die GKV nicht im „Ausgabenbrunnen“überteuerter Scheininnovationen versinkt!• Innovationen müssen nach ihrem patienten-orientierten Nutzen klassifiziert und zu einemPreis verordnet werden können, der am Nutzenorientiert ist: Money for Value, Value for Money!
  13. 13. • Eine frühzeitig richtige Einordnung von Innovationen hilft, unter denneuen Arzneimitteln diejenigen mit einem patientenrelevanten Nutzenherauszufinden• Mit maximal 15-20% aller neu zugelassenen Arzneimittel konnte in denvergangenen Jahren ein therapeutischer Fortschritt erreicht werden.Fazit (2) – Innovationsoptimismus,-skeptizismus,-realismus13• Das AMNOG kann die Bestimmungdes patientenrelevanten Zusatznutzensverbessern, oft liegen in der „Frühbe-wertung“ aber noch nicht genügendInformationen für eine abschließendeKlassifikation des Innovationsgradesvor.• Eine „Spätbewertung“ (z.B. nach 3Jahren) ist daher in einigen Indikations-bereichen (z.B. Onkologie) zumeistunverzichtbar.
  14. 14. • Der evidenzbasierte Umgang mit Arzneimittelinnovationen in derärztlichen Praxis muss durch industrieunabhängige Informationengefördert werden (siehe TK-Bulletins für Ärzte und Patienten)• Einsparpotenzial im Report bis zu 47%, wenn bewährte und schonverfügbare Mittel genutzt werden, insgesamt bei Ersatz vonpatentgeschützten Me-Toos GKV 2,2 Mrd. Euro (TK ca. 200 Mio. €)Ausblick in die Zukunft14• Daher möglichst rasch:Anwendung des AMNOG aufden Bestandsmarkt• Und in Analogie überfällig:„AMNOG“ für den wachsendenMedizinprodukte- undHilfsmittelmarkt: MPMNOG
  15. 15. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit…gglaeske@zes.uni-bremen.de

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