Prof. Dr. Torsten Eymann
Universität Bayreuth

ZUR EINFÜHRUNG VON UBIQUITOUS
COMPUTING

TREIBER UND HEMMNISSE IM BLICKFELD...
UC und skeptische Anwender

Wie macht man aus UC eine Innovation?

Das Gesundheitswesen – ein innovationsfeindliches Gebie...
Technologie ≠ Innovation
Innovation!




                        Geschäftsmodelle
                                        ...
RFID koppelt physische und logische
       Welt eng aneinander




                               [Zwicker 2009, S.23]
RFID ermöglicht zunehmende Integration
    und verringert Erfassungskosten


       Manuelle                         RFID
...
RFID-Nutzen ist überall
            in der Logistik ähnlich
• Lokalisierung und
  Identifikation von
  Objekten,

• Lokali...
UC und skeptische Anwender

Wie macht man aus UC eine Innovation?

Das Gesundheitswesen – ein innovationsfeindliches Gebie...
Die Skepsis der Anwender
High Reliability Organizations (HRO)
Warum müssen HROs grundsätzlich
         skeptisch sein?
• Anticipation:

  – Preoccupation with failure

  – Reluctance t...
Wie können HROs reagieren?
• Containment:
  – Commitment to resilience
     • Absorb strain and preserve function despite ...
Mit anderen Worten…
… kein „Bandwagon Effect“




           ≠
• „Das ‚System Klinik‘ reagiert außerordentlich
  effektiv und dynamisch auf Veränderungen
  und man muss sehr aufpassen, ...
…never change a running system?
UC und skeptische Anwender

Wie macht man aus UC eine Innovation?

Das Gesundheitswesen – ein innovationsfeindliches Gebie...
In welchen Schritten überzeugt man
       skeptische Anwender?




                     http://aisel.aisnet.org/icis1995/4
Prozeßmodell zur Wirkungsweise von
          IT-Innovationen


                         Conversion                   Use  ...
Prozeßmodell zur Wirkungsweise von
          IT-Innovationen


                         Conversion                    Use ...
Prozeßmodell zur Wirkungsweise von
          IT-Innovationen


                         Conversion                    Use ...
Einführung von RFID im Krankenhaus –
   Theoretischer Bezugsrahmen (1)
                                                   ...
Einführung von RFID im Krankenhaus –
   Theoretischer Bezugsrahmen (2)
                                                   ...
Einführung von RFID im Krankenhaus –
     Theoretischer Bezugsrahmen
                                                     ...
UC und skeptische Anwender

Wie macht man aus UC eine Innovation?

Das Gesundheitswesen – ein innovationsfeindliches Gebie...
Fallstudie 1: Patientensicherheit




                              [Zwicker 2009]
Fallstudie 2: Medikamentensicherheit




                                [Zwicker 2009]
Fallstudie 3: Patientenüberwachung




                               [Zwicker 2009]
Veränderter Bezugsrahmen

                                                                                           Behan...
Innovationskompetenz/
        Expertise externer Partner
• „Es ist schwierig, irgendwelche Anwendungen
  aus der Industrie...
Fehlerkultur / Durchdringung
• „Erst durch die Fehler,
  die wir erkennen
  können, können wir
  unsere Prozesse
  verbess...
Usability
• „Hier ist es zu vielen
  Fehlermeldungen
  gekommen, weil es dem
  Nutzungsverhalten
  entspricht, anderweitig...
Behandlungsrisiko/ Patientenakzeptanz

• „Die Patienten haben alle gleich ‚ja‘ gesagt und
  waren einverstanden. Der Aspek...
Mitarbeiterakzeptanz/
          Mitarbeiterkompetenz
• „Das versehentliche Einstecken des Armbands
  durch einen Pfleger u...
UC und skeptische Anwender

Wie macht man aus UC eine Innovation?

Das Gesundheitswesen – ein innovationsfeindliches Gebie...
Fazit
• „Häufig reichte der […] Nutzen der einzelnen
  Projekte nicht aus. Die Projektbeispiele haben
  oft gezeigt, dass ...
RFID im Krankenhaus – Ein
           Leuchtturmprojekt?



„Der große Durchbruch
  war RFID in der Form
  nicht.“


      ...
RFID im Krankenhaus - ein
         Organisationsprojekt!

• „Ich glaube, dass man sich durch die
  Entscheidung über das B...
Veränderter Bezugsrahmen

                                                                                           Behan...
Eigene Quellen
•   [Eymann et al. (2008)] Eymann, T., Niemann,
    C., Zwicker, F.: Innovating mindfully in
    healthcare...
Prof. Dr. Torsten Eymann
Universität Bayreuth

ZUR EINFÜHRUNG VON UBIQUITOUS
COMPUTING

TREIBER UND HEMMNISSE IM BLICKFELD...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Einführung von Ubiquitous Computing - Treiber und Hemmnisse im Blickfeld skeptischer Anwender

831 Aufrufe

Veröffentlicht am

Keynote 5. Konferenz Mobile und Ubiquitäre Informationssysteme (MMS 2010): "Technologien, Anwendungen und Dienste zur Unterstützung von mobiler Kollaboration"

0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
831
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
2
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
0
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Einführung von Ubiquitous Computing - Treiber und Hemmnisse im Blickfeld skeptischer Anwender

  1. 1. Prof. Dr. Torsten Eymann Universität Bayreuth ZUR EINFÜHRUNG VON UBIQUITOUS COMPUTING TREIBER UND HEMMNISSE IM BLICKFELD SKEPTISCHER ANWENDER
  2. 2. UC und skeptische Anwender Wie macht man aus UC eine Innovation? Das Gesundheitswesen – ein innovationsfeindliches Gebiet? Ein angepasstes Prozessmodell zur Einführung von IT Vergleichende Fallstudien Fazit
  3. 3. Technologie ≠ Innovation Innovation! Geschäftsmodelle Gesetze und und Regeln Dienstleistungen Technologie Beförderer oder Bremser von Innovation Voraussetzung für Innovation (z.B. RFID)
  4. 4. RFID koppelt physische und logische Welt eng aneinander [Zwicker 2009, S.23]
  5. 5. RFID ermöglicht zunehmende Integration und verringert Erfassungskosten Manuelle RFID Text- Barcode Integrierte Daten- erkennung Scannen Systeme eingabe „Logische Welt“ Grenzkosten der Daten- erfassung IS-Integrationsgrad „Physische Welt“ [Zwicker 2009, S.22]
  6. 6. RFID-Nutzen ist überall in der Logistik ähnlich • Lokalisierung und Identifikation von Objekten, • Lokalisierung und Identifikation von Personen, • Überwachung, Prozesssteuerung und Dokumentation. [Microsoft HealthBlog]
  7. 7. UC und skeptische Anwender Wie macht man aus UC eine Innovation? Das Gesundheitswesen – ein innovationsfeindliches Gebiet? Ein angepasstes Prozessmodell zur Einführung von IT Vergleichende Fallstudien Fazit
  8. 8. Die Skepsis der Anwender
  9. 9. High Reliability Organizations (HRO)
  10. 10. Warum müssen HROs grundsätzlich skeptisch sein? • Anticipation: – Preoccupation with failure – Reluctance to simplify – Sensitivity to operations [Weick/Sutcliffe 2007]
  11. 11. Wie können HROs reagieren? • Containment: – Commitment to resilience • Absorb strain and preserve function despite adversity • Maintain the ability to return to service from untoward events • Learn and grow from previous episodes. – Deference to expertise [Weick/Sutcliffe 2007]
  12. 12. Mit anderen Worten…
  13. 13. … kein „Bandwagon Effect“ ≠
  14. 14. • „Das ‚System Klinik‘ reagiert außerordentlich effektiv und dynamisch auf Veränderungen und man muss sehr aufpassen, dass dieser Dynamik durch Informationstechnologie keine Ketten in den Weg gelegt werden […].“ [Zwicker 2009]
  15. 15. …never change a running system?
  16. 16. UC und skeptische Anwender Wie macht man aus UC eine Innovation? Das Gesundheitswesen – ein innovationsfeindliches Gebiet? Ein angepasstes Prozessmodell zur Einführung von IT Vergleichende Fallstudien Fazit
  17. 17. In welchen Schritten überzeugt man skeptische Anwender? http://aisel.aisnet.org/icis1995/4
  18. 18. Prozeßmodell zur Wirkungsweise von IT-Innovationen Conversion Use Competitive Process Process Process Organizational Investments Assets Impacts Performance Management/ Conversion Activities Appropriate Use Competitive Dynamics Wie wirtschaftlich ist es? [Soh/Markus 1995]
  19. 19. Prozeßmodell zur Wirkungsweise von IT-Innovationen Conversion Use Competitive Process Process Process Organizational Investments Assets Impacts Performance Management/ Conversion Activities Appropriate Use Competitive Dynamics Wie wirtschaftlich Wer wird es ist es? einsetzen? [Soh/Markus 1995]
  20. 20. Prozeßmodell zur Wirkungsweise von IT-Innovationen Conversion Use Competitive Process Process Process Organizational Investments Assets Impacts Performance Management/ Conversion Activities Appropriate Use Competitive Dynamics Wie wirtschaftlich Wie wird es uns Wer wird es ist es? verändern? einsetzen? [Soh/Markus 1995]
  21. 21. Einführung von RFID im Krankenhaus – Theoretischer Bezugsrahmen (1) Qualifikation Pilotprojekte/ Management fördert (P6 Erfahrungen fördert (P7) Mitarbeiter- fördert Kommunikation A kompetenz (P3) Planung Strategie bestimmt (P2) zählt fördern zu begründet Committment fördert (P8) RFID- Umwandlung (RFID)- Nutzung Investitionen Assets beeinflusst beeinflusst (P4) (P5) Anpassung IS-Risiko- erhöht ( IT-Infrastruktur management [Zwicker 2009]
  22. 22. Einführung von RFID im Krankenhaus – Theoretischer Bezugsrahmen (2) Einschätzung Qualifikation Privatsphäre fördert (P6) determiniert (P12) fördert (P7) Mitarbeiter- Akzeptanz kompetenz beeinflusst beeinflusst (P11a) (P11b) zählt Mitarbeiter- fördern (P10) zu leistung (P14) Patienten- begünstigt zufriedenheit fördert (P8) (P15a) Effizienz (RFID)- Nutzung (RFID)- Assets Impacts (P15b) Effektivität beeinflusst beeinflusst (P5) (P13) (P16) Qualität Risiko- erhöht (P9a, b) Durchdringung soll verbessern (P1a, b, c, d) [Zwicker 2009]
  23. 23. Einführung von RFID im Krankenhaus – Theoretischer Bezugsrahmen Einschätzung Qualifikation Privatsphäre Pilotprojekte/ Management fördert (P6) determiniert Erfahrungen (P12) fördert (P7) Mitarbeiter- fördert Kommunikation Akzeptanz kompetenz (P3) beeinflusst beeinflusst Planung Strategie (P11a) (P11b) bestimmt (P2) zählt Mitarbeiter- fördern (P10) zu leistung begründet Committment (P14) Patienten- begünstigt zufriedenheit fördert (P8) (P15a) Effizienz RFID- Umwandlung (RFID)- Nutzung (RFID)- Investitionen Assets Impacts (P15b) Effektivität beeinflusst beeinflusst beeinflusst (P4) (P5) (P13) (P16) Qualität Anpassung IS-Risiko- erhöht (P9a, b) Durchdringung IT-Infrastruktur management soll verbessern (P1a, b, c, d) [Zwicker 2009]
  24. 24. UC und skeptische Anwender Wie macht man aus UC eine Innovation? Das Gesundheitswesen – ein innovationsfeindliches Gebiet? Ein angepasstes Prozessmodell zur Einführung von IT Vergleichende Fallstudien Fazit
  25. 25. Fallstudie 1: Patientensicherheit [Zwicker 2009]
  26. 26. Fallstudie 2: Medikamentensicherheit [Zwicker 2009]
  27. 27. Fallstudie 3: Patientenüberwachung [Zwicker 2009]
  28. 28. Veränderter Bezugsrahmen Behandlungs- Innovations- risiko Information Usability Fehlerkultur kompetenz H14 (-) H6 H3 H10 H9 (+) (+) (+) (+) Patienten- akzeptanz Datenschutz- Reputation Mitarbeiter- Arbeits- H15 fragen Projektleiter Akzeptanz H8 belastung (+) (-) H4 H11 Patienten- H5 H2 Medizingeräte- zufriedenheit (+) verträglichkeit zählt zu H13 UC- UC-Assets UC-Impacts Investitionen Umwandlung Nutzung zählt zählt H1 H12 zu zu Expertise ext. Mitarbeiter- Durch- Prozess- Qualifikation H7 Partner (+) kompetenz dringung qualität [Zwicker 2009]
  29. 29. Innovationskompetenz/ Expertise externer Partner • „Es ist schwierig, irgendwelche Anwendungen aus der Industrie einfach ins klinische Umfeld zu übertragen. Das funktioniert meistens nicht.“ • „In einem größeren Krankenhaus bzw. bei komplexeren Dingen ist es zwingend erforderlich, dass die externen Partner über fundierte Prozesskenntnisse verfügen.“ [Zwicker 2009]
  30. 30. Fehlerkultur / Durchdringung • „Erst durch die Fehler, die wir erkennen können, können wir unsere Prozesse verbessern. Der Dokumentationsaspekt ist damit sicherlich ein wichtiger Aspekt des ganzen Projekts.“ [Zwicker 2009]
  31. 31. Usability • „Hier ist es zu vielen Fehlermeldungen gekommen, weil es dem Nutzungsverhalten entspricht, anderweitig vorgesehene Medikamente dynamisch zu nutzen, um im Ernstfall für Patienten eine höhere Dosis zur Verfügung zu haben.“ [Zwicker 2009]
  32. 32. Behandlungsrisiko/ Patientenakzeptanz • „Die Patienten haben alle gleich ‚ja‘ gesagt und waren einverstanden. Der Aspekt ‚mehr Sicherheit‘ hat dazu geführt, dass alle gleich mitgemacht haben.“ • „Jede Einführung einer Identifikations- Technologie löst beim Patienten zunächst einmal Misstrauen und Unbehagen aus, da er zunächst nicht davon ausgeht, dass er überhaupt in der Klinik verwechselt werden kann.“ [Zwicker 2009]
  33. 33. Mitarbeiterakzeptanz/ Mitarbeiterkompetenz • „Das versehentliche Einstecken des Armbands durch einen Pfleger und dadurch bedingt das Auslösen von Fehlalarmen, wenn der sich durch den OP-Bereich bewegt hat, waren Probleme.“ • „Mitarbeiter achten sehr genau darauf, dass die knappe Ressource Zeit nicht durch die Einführung neuer Technologien noch weiter verknappt wird.“ [Zwicker 2009]
  34. 34. UC und skeptische Anwender Wie macht man aus UC eine Innovation? Das Gesundheitswesen – ein innovationsfeindliches Gebiet? Ein angepasstes Prozessmodell zur Einführung von IT Vergleichende Fallstudien Fazit
  35. 35. Fazit • „Häufig reichte der […] Nutzen der einzelnen Projekte nicht aus. Die Projektbeispiele haben oft gezeigt, dass sie technisch prinzipiell umsetzbar waren, jedoch konnten viele Lösungen wirtschaftlich nicht überzeugen.“ [Zwicker 2009]
  36. 36. RFID im Krankenhaus – Ein Leuchtturmprojekt? „Der große Durchbruch war RFID in der Form nicht.“ [Lighthouse at Folly Island, Charleston] [Zwicker 2009]
  37. 37. RFID im Krankenhaus - ein Organisationsprojekt! • „Ich glaube, dass man sich durch die Entscheidung über das Bändchen verstärkt damit auseinandersetzen muss, wer wirklich so ein Bändchen braucht und sich so mehr Gedanken über den Patienten macht.“ [Zwicker 2009]
  38. 38. Veränderter Bezugsrahmen Behandlungs- Innovations- risiko Information Usability Fehlerkultur kompetenz H14 (-) H6 H3 H10 H9 (+) (+) (+) (+) Patienten- akzeptanz Datenschutz- Reputation Mitarbeiter- Arbeits- H15 fragen Projektleiter Akzeptanz H8 belastung (+) (-) H4 H11 Patienten- H5 H2 Medizingeräte- zufriedenheit (+) verträglichkeit zählt zu H13 UC- UC-Assets UC-Impacts Investitionen Umwandlung Nutzung zählt zählt H1 H12 zu zu Expertise ext. Mitarbeiter- Durch- Prozess- Qualifikation H7 Partner (+) kompetenz dringung qualität [Zwicker 2009]
  39. 39. Eigene Quellen • [Eymann et al. (2008)] Eymann, T., Niemann, C., Zwicker, F.: Innovating mindfully in healthcare IT using RFID technology, in: Meckl, R., Rongping, M., Fanchem M. (Hrsg.): Technology and Innovation Management. Oldenbourg, München (2008), S. 121-130 • [Müller et al. (2003a)] Müller, G., Kreutzer, M., Strasser, M., Eymann, T., Hohl, A., Nopper, N., Sackmann, S., Coroamă, V.: Geduldige Technologie für ungeduldige Patienten: Führt Ubiquitous Computing zu mehr Selbstbestimmung? In: Mattern, F. (Hrsg.): Total vernetzt – Szenarien einer informatisierten Welt. Springer, Berlin (2003), S. 159-186. • [Zwicker et al. (2006)] Zwicker, F., Reiher, M., Eymann, T.: RFID im Krankenhaus – neue Wege in der Logistik, in: Eymann, T., Hampe, F., Koop, A., Niemann, C. (Hrsg.): Mobiles Computing in der Medizin. Shaker Verlag, Aachen (2006), S. 68-74.
  40. 40. Prof. Dr. Torsten Eymann Universität Bayreuth ZUR EINFÜHRUNG VON UBIQUITOUS COMPUTING TREIBER UND HEMMNISSE IM BLICKFELD SKEPTISCHER ANWENDER

×