Special Olympics
Nische oder Novum auf dem Markt
der Sportgroßveranstaltungen?
Prof. Dr. Hans-Jürgen Schulke (MHMK)
Gliederung
• Ästhetik des Sports als Gesamtkunstwerk
• Formen der Behindertensportveranstaltungen
• Dramaturgie der Olympi...
…von wem und mit wem wir sprechen:
Körperbehinderte Menschen (Paralympics)
Sinnesgestörte Menschen (Deaflympics)
Geistig b...
Faszination Olympia
. Weltfest aller Menschen, 2500 Jahre Tradition
• Über 200 Länder treffen sich in Ort und Zeit
• Alle ...
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OS sind kulturelles Gesamtkunstwerk, das
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Special
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Impressionen London 2012 - 1
Foto: DAPD
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Alle: Olympische Inszenierung
• Fackellauf
• Eröffnungsfeier m. Einmarsch der Nationen
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Special Olympics International (SOI)
• Special Olympics ist in 180 Ländern aktiv und die
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Special Olympics ist etwas anders:
• Keine Rekorde und Auslese der einzelnen Besten
• Keine Einteilung in Schadensklassen ...
Unterschiede
• Paralympics sportliche Spitzenleistungen,
hohes Organisationsniveau, breite
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Special Olympics bilden als Teil der Olympischen Familie
keine Nische, aber sind sie – ähnlich den Paralympics –
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Die Bilder des Behindertensports:
Was bleibt den Betrachtern?
SO Bremen 2010
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…und natürlich auf
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Impressionen London 2012 - 2
Photograph: Justin Setterfield/Getty Images all
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Wojtek Czyz (links) und Heinrich Popow traten in London beim 200-Meter-Lauf
gegeneinander an....
Ästhetik des Zuschauens: Was bleibt?
• Vom Sensationellen zum Alltäglichen
• Vom Ekel zur Anteilnahme
• Von der Hilflosigk...
Neugier des Zuschauens:
Ästhetik des Grotesken (Gumbrecht)?
copyright bei Jon Enoch - EYELINE
Ästhetik der Verzweiflung
(Käthe Kollwitz)
Ästhetik des Unvollkommenen
• Barlach und Bogouchevskaja
Neue Ästhetik des Zuschauens ?
Ästhetik der Ol. Spiele
„Spieltrieb als lebende Gestalt“
„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung
des Wortes Mens...
Wo Helden feiernWo Helden feiern
SO als Ästhetik gemeinsam gestalteter
Fröhlichkeit
• „Wer den wahren
Wert des Sports
erfahren will, der
muss zu den
Specia...
Stimmen der Städte (BGM)
• Karlsruhe 2008: Die Stimmung in der Stadt hat
sich während der Spiele positiv verändert
• Breme...
Danke für Ihre Aufmerksamkeit !
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Prof. Dr. Hans-Jürgen Schulke - Special Olympics Nische oder Novum auf dem Markt der Sportgroßveranstaltungen?

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Vortrag von Prof. Dr. Hans-Jürgen Schulke (MHMK Hamburg) auf dem 14. Hamburger Symposium Sport, Ökonomie und Medien am 05./06. Juni 2014.

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Prof. Dr. Hans-Jürgen Schulke - Special Olympics Nische oder Novum auf dem Markt der Sportgroßveranstaltungen?

  1. 1. Special Olympics Nische oder Novum auf dem Markt der Sportgroßveranstaltungen? Prof. Dr. Hans-Jürgen Schulke (MHMK)
  2. 2. Gliederung • Ästhetik des Sports als Gesamtkunstwerk • Formen der Behindertensportveranstaltungen • Dramaturgie der Olympischen Spiele • Die Besonderheit der Special Olympics • Bilderästhetik des Behindertensports • Wirkungen auf Entscheidungsträger
  3. 3. …von wem und mit wem wir sprechen: Körperbehinderte Menschen (Paralympics) Sinnesgestörte Menschen (Deaflympics) Geistig behinderte Menschen (Special Olympics) …und zunehmend psychisch/mehrfach belastete Menschen. Ihre Gesamtzahl wird auf über 7 mio geschätzt.
  4. 4. Faszination Olympia . Weltfest aller Menschen, 2500 Jahre Tradition • Über 200 Länder treffen sich in Ort und Zeit • Alle haben gemeinsame Regeln • 14 mio Zuschauer in den Stadien/Olympic Area • Fast 35 Mrd im TV; 4 Mrd bei Eröffnung • Berichterstattung in die ganze Welt • Traum Millionen junger Menschen, auch MmgB
  5. 5. Weltkulturerbe Olympische Spiele OS sind kulturelles Gesamtkunstwerk, das körperliche Entwicklungsmöglichkeiten und internationale Verständigung gestaltet
  6. 6. Internationale Olympische Feste des Behindertensports Special Olympics 1974 8000 Tln 25 Sports Para- lympics 1948/60 4200 Tln 25 Sports Deaf- lympics 1924 2200 Tln 18 Sports Internationales Olympisches Komitee (IOC)
  7. 7. Impressionen London 2012 - 1 Foto: DAPD
  8. 8. Deaflympics 2013
  9. 9. SOD München 2012
  10. 10. Alle: Olympische Inszenierung • Fackellauf • Eröffnungsfeier m. Einmarsch der Nationen • Zeremonien wie Flamme, Fahne, Hymne, Eröffnungs- und Abschlussformel • Siegerehrungen • Olympic Town und Plaza • Kulturelle Ausgestaltung • Abschlussfeier
  11. 11. Special Olympics International (SOI) • Special Olympics ist in 180 Ländern aktiv und die weltweit größte Sportbewegung für Menschen mit geistiger Behinderung ( 4 mio Aktive). • Veranstaltet weltweit, kontinental, national und regional „Olympische Spiele“ in 30 Sportarten und mit allen Zeremonien • Special Olympics ist vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) autorisiert, den Begriff „Olympics“ weltweit zu nutzen. • Programme für Gesundheit, Familien, Bildung, Athletensprecher, Forschung, Veranstaltungsmanagement • • Keine Nische mehr !!!
  12. 12. Special Olympics ist etwas anders: • Keine Rekorde und Auslese der einzelnen Besten • Keine Einteilung in Schadensklassen und Formen der Behinderung • Jeder kann Erster werden (homogene Gruppen) • Alle werden im Olymp. Zeremoniell gewürdigt • Förderung von Menschen, nicht nur als Sportler • Motivation zum Sporttreiben • Entdecken eigener Fähigkeiten
  13. 13. Unterschiede • Paralympics sportliche Spitzenleistungen, hohes Organisationsniveau, breite Medienresonanz, vielfältige Einnahmen, Teilnehmerkreis exklusiv für Körperbehinderte • Deaflympics durchschnittliche Leistungen, kaum öffentliche Resonanz, wenig Einnahmen, „soziales Biotop“ • Special Olympics heterogene Leistungen, hohes Organisationsniveau, Medienresonanz unterschiedlich, inklusive Angebote
  14. 14. Special Olympics bilden als Teil der Olympischen Familie keine Nische, aber sind sie – ähnlich den Paralympics – ein neuer Stern am Eventhimmel ?!? Paralympics • Spezialisierung • Höchstleistung • Disziplin, Askese • Überbieten • Verberuflichung • Gleichberechtigung • Kultur der körperlichen Leistungsfähigkeit und intern. Begegnung Special Olympics • Mut • Anstrengung • Offenheit • Spontaneität • Vielseitigkeit • Gemeinschaftssinn, Fröhlichkeit • Kultur der fröhlichen Teilhabe und Vielfalt
  15. 15. Die Bilder des Behindertensports: Was bleibt den Betrachtern?
  16. 16. SO Bremen 2010
  17. 17. Respekt in den Medien: Menschen im MittelpunktRespekt in den Medien: Menschen im Mittelpunkt …und natürlich auf www.nationalgames.de
  18. 18. Impressionen London 2012 - 2 Photograph: Justin Setterfield/Getty Images all
  19. 19. Impressionen London 2012 - 3 Wojtek Czyz (links) und Heinrich Popow traten in London beim 200-Meter-Lauf gegeneinander an. Popow schaffte die Distanz in 25,9 Sekunden – und holte damit Bronze (Foto: DPA)
  20. 20. Ästhetik des Zuschauens: Was bleibt? • Vom Sensationellen zum Alltäglichen • Vom Ekel zur Anteilnahme • Von der Hilflosigkeit zur Hilfsbereitschaft • Vom Äußeren zum Wesentlichen • Von der Masse zur Vielfalt/Bereicherung • Von der Oberfläche zur inneren Schönheit
  21. 21. Neugier des Zuschauens: Ästhetik des Grotesken (Gumbrecht)? copyright bei Jon Enoch - EYELINE
  22. 22. Ästhetik der Verzweiflung (Käthe Kollwitz)
  23. 23. Ästhetik des Unvollkommenen • Barlach und Bogouchevskaja
  24. 24. Neue Ästhetik des Zuschauens ?
  25. 25. Ästhetik der Ol. Spiele „Spieltrieb als lebende Gestalt“ „Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ Friedrich Schiller, Über die ästhetische Erziehung des Menschen
  26. 26. Wo Helden feiernWo Helden feiern
  27. 27. SO als Ästhetik gemeinsam gestalteter Fröhlichkeit • „Wer den wahren Wert des Sports erfahren will, der muss zu den Special Olympics gehen“ Thomas Bach, IOC- Präsident
  28. 28. Stimmen der Städte (BGM) • Karlsruhe 2008: Die Stimmung in der Stadt hat sich während der Spiele positiv verändert • Bremen 2010: Noch nie hatten wir so viele fröhliche Menschen in der Stadt. Sie dürfen gerne wiederkommen • München 2012: Wir hatten nach 40 Jahren wieder Olympisches Flair überall in der Stadt • Den Optimismus und die Freude der Athleten, davon könnte das ganze Deutschland etwas gebrauchen (Joachim Gauck, Kirchentag 2013)
  29. 29. Danke für Ihre Aufmerksamkeit !

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