Remo Molinaro
24. Juni 2015
Stansstad
Arbeitsfähigkeit, Zumutbarkeit und
Jobprofil
Seite 2
Begrüssung
Herzlich willkommen zum
Arbeitgeber-Ärzte-Gespräch der Suva Zentralschweiz vom
24.06.2015
«Arbeitsfähig...
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Präsentation
Die Teilnehmer erhalten in den nächsten Tagen per E-Mail
eine Umfrage mit einem Link auf die Präsenta...
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Prävention
Die Suva will als Erstes ihre Kunden bei der Prävention
von Unfällen und Erkrankungen unterstützen.
Der...
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12'000 Zentralschweizer Betriebe
2014 haben 12’000 Zentralschweizer Betriebe mit
200’000 Arbeitnehmern der Suva 46...
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Anzahl registrierte Fälle je 1'000
Vollbeschäftigte, Suva, Bauhauptgewerbe
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Zahl der Fälle je 1'000 Vollbeschäftigte,
Suva Bauhauptgewerbe
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2000 2002 2004 2006 2008 2...
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Lohnausfall
60 Prozent der Versicherungsleistungen entfallen auf
Taggeld und Renten, also auf Leistungen für tempo...
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Referenten
Manuela Wolf, Stellvertretende Leiterin HR, zb
Zentralbahn AG, Stansstad
Dr. med. Dagmar Becker, Prakti...
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Manuela Wolf
Welche Erwartungen hat ein
Arbeitgeber an den
behandelnden Arzt und an die
Suva?
Betriebliches Gesundheitsmanagement
bei der zb Zentralbahn AG
Arbeitgeber-Ärzte-Gespräch
• 24. Juni 2015
Betriebliches Gesundheitsmanagement
Zusammenarbeit Arzt - Suva 12
• Professionelles betriebliches Gesundheitsmanagement za...
Betriebliches Gesundheitsmanagement
Zusammenarbeit Arzt - Suva 13
• Ausgangslage 2009: warum BGM?
 hohe Absenzquote
 kei...
Ausgangslage Betriebliches Gesundheitsmanagement
• Verankerung in der Strategie, im Leitbild, im Kompetenzenmodell
• Wisse...
Betriebliches Gesundheitsmanagement
• Dank BGM – Gewinn HR Award 2013
Zusammenarbeit Arzt - Suva 15
BGM inkl. strukturier...
Ziele integriertes BGM
bei der zb
BGM heisst Prävention und Arbeitssicherheit
 Jährliche BGM-Kampagne
 Arbeitssicherheit...
Zusammenarbeit Arbeitgeber – Arzt – Suva
Zusammenarbeit Arzt - Suva 17
• Das haben wir heute: strukturierter Prozess
Unfal...
Zusammenarbeit Arbeitgeber – Arzt – Suva
Zusammenarbeit Arzt - Suva 18
• Da besteht weiter Potential
Unfall
 BU
 NBU
 B...
Zusammenarbeit Arbeitgeber – Arzt – Suva
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• Da besteht weiter Potential
Meldung
 MA melden
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Zusammenarbeit Arbeitgeber – Arzt – Suva
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• Da besteht weiter Potential
Rückkehr
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 Cas...
Zusammenarbeit Arbeitgeber – Arzt – Suva
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Rückkehr
 Erfolgreic...
Betriebliches Gesundheitsmanagement
Engere Zusammenarbeit mit der Suva und den Ärzten
Weitere Senkung der Absenzzahlen
...
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
• Manuela Wolf, HR-
Fachfrau zb Zentralbahn
AG
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Dagmar Becker
Welche Erwartungen hat die
behandelnde Ärztin an den
Arbeitgeber und die Suva?
Welche Erwartungen hat der
behandelnde Arzt an den
Arbeitgeber und an die Suva
Dr. med. Dagmar Becker
Ärztin für Allgemein...
Gedanken zur AUF in der Arztpraxis
• Oft eine Kombination von somatischen
Beschwerden und ungünstigen sozialen
Begleitfakt...
Gedanken AUF II
• In der Akutphase (Erstkontakt) wird die AUF oft ohne
Nachweis von objektivierbaren Befunden bescheinigt
...
Längerdauernde AUF in der
Hausarztpraxis
• Angegebene subjektive Beschwerden müssen durch
objektivierbare Befunde untermau...
Langdauernde AUF
• Im Verlauf kommen neue Player dazu:
• - Arbeitgeber, Human Ressorces
• - Kranken- und Unfallversicherun...
Langdauernde AUF
• In der Hausarztpraxis laufen alle „Fäden“ zusammen...
• Alle involvierten Stellen haben hohe Erwartunge...
AUF - Zeugnis
 10-20% aller Konsultationen führen zu AUF-Zeugnis
 90% geht die Initiative vom Patienten aus
 5-10% werd...
AUF – Zeugnis II
• Langdauernde, wiederholte AUF ohne therapeutisches Konzept ist
ein Hauptrisikofaktor für für eine verhä...
Eine „Herkulesaufgabe“
• Dem kranken Patienten gerecht werden durch
sorgfältige Abklärung und therapeutisches Konzept
• Gr...
Zumutbarkeit vs. zumutbare Arbeit
• Rechtsgrundsatz des Sozialversicherungsrechtes
• Juristischer Begriff
• Zumutbare Arbe...
Von der ICD zur ICF
• ICD beschreibt Diagnosen
• ICF beschreibt Funktionen
• Diagnosen begründen keine AUF, entscheidend i...
Verbesserungspotential bei AUF-
Beurteilung
• AUF-Zeugnis hat auch Nebenwirkung (wie Medikamente)
• Klares Konzept des Arz...
Arztzeugnis der SIM
• SIM = swiss insurance medicine = Plattform für
Versicherungsmedizin in der Schweiz
• Detaillierte AU...
Erwartung Arzt an Arbeitgeber
• Verständnis für Arzt-Patienten-Beziehung
• Rücksichtnahme auf Arztgeheimnis
• Stellenprofi...
Erwartungen Arzt an SUVA
• Frühzeitiger Miteinbezug des Hausarztes bei problematischem
Verlauf
• Vermehrt Kontakt zu Kreis...
Gemeinsames Ziel
• Möglichst frühzeitige Erfassung bei kompliziertem
Verlauf unter Einbezug möglichst aller
Verantwortungs...
HERZLICHEN DANK FÜR IHRE
AUFMERKSAMKEIT
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Josef Grab
Welche Erwartungen hat die Suva an den Arbeitgeber und an
die behandelnde Ärztin?
Welche Erwartungen hat die Suva an
den Arbeitgeber und den behandelnden
Arzt
Dr. med. Josef Grab, Praxisgruppenleiter VMC
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Agenda
• Ausgangslage
• Statistische Auswertungen
• Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
• Schlussfolgerungen
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Agenda
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• Statistische Auswertungen
• Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
• Schlussfolgerungen
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Berufliche Reintegration
… in der
Wiedereingliederungspraxis
vollzieht sich die Rückkehr an den
Arbeitsplatz aber...
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Arbeit im Wandel
Rummel M., MSSG und IBS, Berlin, FB BAGS vom 05.09.2013
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Agenda
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• Statistische Auswertungen
• Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
• Schlussfolgerungen
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Analyse der AUF-Verläufe
Alle AUF-Verläufe mit Unfalljahr 2010
Aggregiert bis Juni 2013
→ 195'981 Verläufe, davon...
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Einflussfaktoren
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Montagseffekt
An welchem Wochentag endet die ärztliche attestierte AUF
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Agenda
• Ausgangslage
• Statistische Auswertungen
• Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
• Schlussfolgerungen
Seite 53
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
Die Diagnose per se begründet/erklärt keine AUF
AUF-Beurteilung = Vergleich des ...
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Anforderungen des Arbeitsplatzes
http://www.suva.ch/jobprofil.doc
http://www.swiss-insurance-medicine.ch/tl_files...
Seite 55
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
Gründe für Einschränkungen:
• Sicherheit
Erhöhte Unfallgefahr (z.B. verminderte ...
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Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
• Worauf bezieht sich der beurteilende Arzt?
→ bisheriger Beruf oder Aufgabenber...
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Agenda
• Ausgangslage
• Statistische Auswertungen
• Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
• Schlussfolgerungen
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Schlussfolgerung
Was braucht die Suva vom behandelnden Arzt:
- Nachvollziehbare, möglichst objektive Befunde
- Rü...
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Danke für die Aufmerksamkeit!
Mit guter Kommunikation erreichen wir
das gemeinsame Ziel der zeitgerechten
berufli...
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Fragen und Anregungen aus dem
Publikum Stefan Bucher
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Was dürfen wir nicht erwarten?
Wunder!
Der Patient hat auch Erwartungen an den Arzt! Er will
wissen, was ihm fehl...
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Was dürfen wir vom Arbeitgeber
erwarten?
Dass er bei schweren Fällen dem behandelnden Arzt
unaufgefordert ein Job...
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Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
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Apéro mit Franz Wicki &
Ruth Aufdermauer, Suva Zentralschweiz
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«Arbeitsfähigkeit, Zumutbarkeit und Jobprofil» Stansstad, 24. Juni 2015

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Was darf der Arbeitgeber bei einem Unfall vom behandelnden Arzt und von der Suva erwarten – und umgekehrt?
Diese und weitere Fragen wurden anlässlich des Informationsanlasses «Arbeitsfähigkeit, Zumutbarkeit und Jobprofil» der Suva Zentralschweiz diskutiert.

Veröffentlicht in: Bildung
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«Arbeitsfähigkeit, Zumutbarkeit und Jobprofil» Stansstad, 24. Juni 2015

  1. 1. Remo Molinaro 24. Juni 2015 Stansstad Arbeitsfähigkeit, Zumutbarkeit und Jobprofil
  2. 2. Seite 2 Begrüssung Herzlich willkommen zum Arbeitgeber-Ärzte-Gespräch der Suva Zentralschweiz vom 24.06.2015 «Arbeitsfähigkeit, Zumutbarkeit und Jobprofil» Remo Molinaro, Suva Zentralschweiz
  3. 3. Seite 3 Präsentation Die Teilnehmer erhalten in den nächsten Tagen per E-Mail eine Umfrage mit einem Link auf die Präsentation auf de.slideshare.net
  4. 4. Seite 4 Prävention Die Suva will als Erstes ihre Kunden bei der Prävention von Unfällen und Erkrankungen unterstützen. Der Weg zur unfallfreien und gesunden Arbeit und Freizeit ist aber noch weit.
  5. 5. Seite 5 12'000 Zentralschweizer Betriebe 2014 haben 12’000 Zentralschweizer Betriebe mit 200’000 Arbeitnehmern der Suva 46’000 Fälle - davon 20’000 Fälle mit Taggeldanspruch - gemeldet und eine Prämie von 350 Mio. CHF oder durchschnittlich 2.9 Lohnprozent bezahlt.
  6. 6. Seite 6 Anzahl registrierte Fälle je 1'000 Vollbeschäftigte, Suva, Bauhauptgewerbe 0 50 100 150 200 250 300 2000 2002 2004 2006 2008 2010 2012 BU - Zentralschweiz NBU - Zentralschweiz
  7. 7. Seite 7 Zahl der Fälle je 1'000 Vollbeschäftigte, Suva Bauhauptgewerbe 0 50 100 150 200 250 300 2000 2002 2004 2006 2008 2010 2012 BU - Zentralschweiz BU - übrige Suva NBU - Zentralschweiz NBU - übrige Suva
  8. 8. Seite 8 Lohnausfall 60 Prozent der Versicherungsleistungen entfallen auf Taggeld und Renten, also auf Leistungen für temporären oder dauernden Lohnausfall. Es lohnt sich deshalb noch lange, diese Leistungen im Auge zu behalten, und heute tun wir dies mit Ihnen und der freundlichen Mitwirkung von:
  9. 9. Seite 9 Referenten Manuela Wolf, Stellvertretende Leiterin HR, zb Zentralbahn AG, Stansstad Dr. med. Dagmar Becker, Praktische Ärztin für Allgemeinmedizin, Becken-ried, und Vizepräsidentin der Unterwaldner Ärztegesellschaft Dr. med. Josef Grab, Leiter der Praxis-gruppe Basel- Aarau-Zentralschweiz der Suva
  10. 10. Seite 10 Manuela Wolf Welche Erwartungen hat ein Arbeitgeber an den behandelnden Arzt und an die Suva?
  11. 11. Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der zb Zentralbahn AG Arbeitgeber-Ärzte-Gespräch • 24. Juni 2015
  12. 12. Betriebliches Gesundheitsmanagement Zusammenarbeit Arzt - Suva 12 • Professionelles betriebliches Gesundheitsmanagement zahlt sich aus 25.06.2015 Seit 2009 besitzt die zb ein betriebliches Gesundheitsmanagement
  13. 13. Betriebliches Gesundheitsmanagement Zusammenarbeit Arzt - Suva 13 • Ausgangslage 2009: warum BGM?  hohe Absenzquote  keine strukturierten, einheitlichen Abläufe im Absenzfall  Kein einheitliches Tool für die Erfassung / Managen von Absenzen  Kader zu wenig involviert – zu wenig Betroffenheit 25.06.2015
  14. 14. Ausgangslage Betriebliches Gesundheitsmanagement • Verankerung in der Strategie, im Leitbild, im Kompetenzenmodell • Wissen  Aus-/Weiterbildung - Sprachen - IT • Kenntnisse  Fach-/Branchenkenntnisse - Fertigkeiten • Gesundheitszustand  physische, psychische Konstitution • Ich handle unternehmerisch  konstruktiv/kritisch - kundenorientiert - vernetzt • Ich schaffe Orientierung  zielorientiert -vorbildlich - verständlich • Ich schenke Wertschätzung  fair - authentisch - fördernd • Professionell  sicher - verlässlich - kompetent • Gemeinsam  offen - respektvoll - lösungsorientiert • Wirkungsvoll  engagiert - erfolgreich - nachhaltig • überraschend  clever - mutig - charmant Kernwerte Führungs- grundsätze Fachkom- petenzen Gesundheit Zusammenarbeit Arzt - Suva 1425.06.2015
  15. 15. Betriebliches Gesundheitsmanagement • Dank BGM – Gewinn HR Award 2013 Zusammenarbeit Arzt - Suva 15 BGM inkl. strukturierte Prozesse und Tools waren mitunter ein wichtiges Element beim Audit zur Erreichung des HR Awards 25.06.2015
  16. 16. Ziele integriertes BGM bei der zb BGM heisst Prävention und Arbeitssicherheit  Jährliche BGM-Kampagne  Arbeitssicherheitsprogramme und Schulungen BGM senkt die Absenzahlen  Dank BGM von 9.23 auf 7.16 Absenztage BGM entlastet die Linie:  Absenza-Tool und Prozesse  BGM ist Führungsarbeit BGM ist ein Teil in allen HR-Prozessen  Integration in Kompetenzenmodell  Integration in allen HR-Prozessen von Eintritt bis Austritt Betriebliches Gesundheitsmanagement 25.06.2015Zusammenarbeit Arzt - Suva 16 • BGM verfolgt wichtige Ziele BGM wird Teil der zb-Kultur  Mitarbeiterförderung und -Motivation
  17. 17. Zusammenarbeit Arbeitgeber – Arzt – Suva Zusammenarbeit Arzt - Suva 17 • Das haben wir heute: strukturierter Prozess Unfall  BU  NBU  Betriebs- krankheit Meldung  Mitarbeitende meldet an den Arbeitgeber via Erfassung auf Intranet  Arbeitgeber meldet der SUVA via SunetPlus Rückkehr planen  Casemanage- ment: Kontakt mit dem MA bezüglich Wiedereinglie- derung. (Aufnahme Teilzeit, Beginn unter der Woche, Nieschenplatz etc.) Rückkehr  Erfolgreiche Wiedereinglie- derung an den Arbeitsplatz inkl. Unfall-Analyse und Rückkehrge- spräch 25.06.2015
  18. 18. Zusammenarbeit Arbeitgeber – Arzt – Suva Zusammenarbeit Arzt - Suva 18 • Da besteht weiter Potential Unfall  BU  NBU  Betriebs- krankheit 25.06.2015  Weiterhin aktive Prävention und Sensibilisierung der MA auf Unfallverhütung und Gefahren  Optimierung von Arbeitsplätzen (Ergonomie ect.) Berufsunfälle und Berufskrankheiten  Detailliertere Auswertung der Analysen und Einleitung neuer Massnahmen aufgrund von Unfällen
  19. 19. Zusammenarbeit Arbeitgeber – Arzt – Suva Zusammenarbeit Arzt - Suva 19 • Da besteht weiter Potential Meldung  MA melden Unfall an den Arbeitgeber via Erfassung diesen auf dem Intranet  Arbeitgeber meldet Fall der SUVA via SunetPlus 25.06.2015  Grundsätzlich gut funktionierender Prozess  Das neue SunetPlus wird aber noch zu wenig genutzt  Zugriff der Ärzte auf SunetPlus: Fallführung inkl. History sollte im SunetPlus erfolgen, evt. Checklisten hinterlegen welche für die Suva sowie für die Ärzte und die Arbeitgeber verbindlich sind.
  20. 20. Zusammenarbeit Arbeitgeber – Arzt – Suva Zusammenarbeit Arzt - Suva 20 • Da besteht weiter Potential Rückkehr planen  Casemanage- ment: Kontakt mit dem MA bezüglich Wiedereinglie- derung. (Aufnahme Teilzeit, Beginn unter der Woche, Nieschenplatz etc.) 25.06.2015  Arzt: Information vom Arzt an den Arbeitgeber welche Tätigkeiten gemacht werden können und in welchem Zeitrahmen eine Wiedereingliederung möglich ist  Intensivere Zusammenarbeit bei der Eingliederung  Suva: Früherer Einbezug seitens Suva im Absenzfall betr. Wiedereingliederung  Intensivere Zusammenarbeit und ab früherem Zeitpunkt gewünscht (Bsp. Ab 3 Wochen)  Suva und Arzt: Besichtigung des Arbeitsplatzes wenn Unsicherheiten bestehen bezüglich Unfallabsenz  Arbeitsplatzbesichtigung  Alle: Case Management auch präventiv angehen, nicht nur bei Langzeitabsenzen; Wenn mehrere Absenzen bezüglich eines Unfalls entstehen, oder auch viele Kurzabsenzen  zb: Schaffung vermehrter Schonarbeitsplätze wo wir Mitarbeitende wiedereingliedern können
  21. 21. Zusammenarbeit Arbeitgeber – Arzt – Suva Zusammenarbeit Arzt - Suva 21 • Da besteht weiter Potential Rückkehr  Erfolgreiche Wiedereinglie- derung an den Arbeitsplatz inkl. Unfall- Analyse und Rückkehrge- spräch. 25.06.2015  Suva: Information ob Fall ärztlich abgeschlossen wurde oder ob noch weitere Beschwerden bestehen; Therapie etc.  Erstellung eines Abschlussberichts?
  22. 22. Betriebliches Gesundheitsmanagement Engere Zusammenarbeit mit der Suva und den Ärzten Weitere Senkung der Absenzzahlen Laufende Schulung/Sensibilisierung Kader und MA Laufende Präventionsprogramme Erreichung Label «Friendly Workspace» Zusammenarbeit Arzt - Suva 22 • Ausblick – weitere Ziele 25.06.2015
  23. 23. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! • Manuela Wolf, HR- Fachfrau zb Zentralbahn AG
  24. 24. Seite 24 Dagmar Becker Welche Erwartungen hat die behandelnde Ärztin an den Arbeitgeber und die Suva?
  25. 25. Welche Erwartungen hat der behandelnde Arzt an den Arbeitgeber und an die Suva Dr. med. Dagmar Becker Ärztin für Allgemeinmedizin Vizepräsidentin Ärztegesellschaft Unterwalden
  26. 26. Gedanken zur AUF in der Arztpraxis • Oft eine Kombination von somatischen Beschwerden und ungünstigen sozialen Begleitfaktoren • Dekompensation in der Arbeitswelt oft Ungleichgewicht zwischen Anforderungen des Lebens und persönlichen Ressourcen
  27. 27. Gedanken AUF II • In der Akutphase (Erstkontakt) wird die AUF oft ohne Nachweis von objektivierbaren Befunden bescheinigt • Achtung: Auslösung von Versicherungsleistungen /Taggeldern (Arztzeugnis ist juristisches Dokument) • Hausarztmedizin ist häufig nicht nur auf die Diagnose fixiert, sondern benutzt als Arbeitsinstrument syndromale Bilder, dabei kommt das bio-psycho-soziale Modell zum Tragen
  28. 28. Längerdauernde AUF in der Hausarztpraxis • Angegebene subjektive Beschwerden müssen durch objektivierbare Befunde untermauert werden • Häufig Beginn von polydisziplinären Abklärungen (Orthopädie, Radiologie, Neurologie, Rheumatologie, Psychiatrie) • Gefahr von Informationsverlusten für den HA, der die Führung haben sollte...und damit • ...DIE AUF GEHT UNVERÄNDERT WEITER
  29. 29. Langdauernde AUF • Im Verlauf kommen neue Player dazu: • - Arbeitgeber, Human Ressorces • - Kranken- und Unfallversicherung, deren Vertrauensärzte, Kreisärzte, Case-Manager • Taggeldversicherungen • IV-Stellen mit Früherfassung, Berufsberatung, Fallmanager
  30. 30. Langdauernde AUF • In der Hausarztpraxis laufen alle „Fäden“ zusammen... • Alle involvierten Stellen haben hohe Erwartungen, welchen der HA oft nicht gerecht werden kann (wenig Zeit, nicht ausreichende Honorierung, mangelndes Fachwissen) • Notwendiges Fachwissen des HA: medizinisch, psychologisch, soziologisch, versicherungsrechtlich, arbeitsrechtlich,.....
  31. 31. AUF - Zeugnis  10-20% aller Konsultationen führen zu AUF-Zeugnis  90% geht die Initiative vom Patienten aus  5-10% werden vom Arzt abgelehnt  85% werden auch ausgestellt, wenn vom Arzt nicht als sinnvoll erachtet  5% der Patienten lehnen AUF-Zeugnis ab  ACHTUNG: jede lange AUF, die evtl. auch einmal in Rente mündet, hat irgendwann ihren Anfang genommen
  32. 32. AUF – Zeugnis II • Langdauernde, wiederholte AUF ohne therapeutisches Konzept ist ein Hauptrisikofaktor für für eine verhängnisvolle Entwicklung • Keine AUF im medizinisch-theoretischen sowie im juristischen Sinne begründen: -sozio-kulturelle Faktoren -Schul- und Berufsbildung - Alter/Arbeitsweg -unausgeglichener Arbeitsmarkt -Suchtverhalten -Mehrfachbelastung (Hausfrau, Mutter, Teilzeitjob)
  33. 33. Eine „Herkulesaufgabe“ • Dem kranken Patienten gerecht werden durch sorgfältige Abklärung und therapeutisches Konzept • Gratwanderung zwischen Schonung-Forderung- Überforderung des Patienten/Schaden abwenden • Ungünstigen Verlauf rechtzeitig erkennen und frühzeitig Massnahmen der beruflichen Reintegration einleiten, ggf. IV-Früherfassung, Kontakt mit Case Manager (CAVE: Ärztliche Schweigepflicht) • Kontakt mit Arbeitgeber/Versicherungen (Welche Informationen dürfen geben werden...?)
  34. 34. Zumutbarkeit vs. zumutbare Arbeit • Rechtsgrundsatz des Sozialversicherungsrechtes • Juristischer Begriff • Zumutbare Arbeit berücksichtigt: - funktionelles Leistungsvermögen - psychische Ressourcen Sie beschreibt, welche Tätigkeiten aus medizinischer Sicht möglich sind, setzt Rahmen in leistungsmässiger und zeitlicher Sicht.
  35. 35. Von der ICD zur ICF • ICD beschreibt Diagnosen • ICF beschreibt Funktionen • Diagnosen begründen keine AUF, entscheidend ist die Funktion von Soma und Psyche • Arbeitsplatzbeschreibung von Arbeitgeber und Funktionalitätsbeschrieb vom Arzt helfen weiter  Wer koordiniert (Versicherung, Case Manager)???
  36. 36. Verbesserungspotential bei AUF- Beurteilung • AUF-Zeugnis hat auch Nebenwirkung (wie Medikamente) • Klares Konzept des Arztes notwendig • Keine AUF „bis auf weiteres“ ausstellen • AUF-Verlauf engmaschig überwachen, ggf. anpassen • Patient soll Kontakt Arbeitgeber stets aufrecht erhalten, ggf. unter Einbeziehung Arzt (Einverständnis Patient erforderlich) • Besser lange Präsenzzeit am Arbeitsplatz mit geringer Belastung statt gänzlich fernbleiben • Zeitliche und leistungsmässige Belastbarkeit beschreiben
  37. 37. Arztzeugnis der SIM • SIM = swiss insurance medicine = Plattform für Versicherungsmedizin in der Schweiz • Detaillierte AUF-Zeugnisse für Arzt und Arbeitgeber inklusive Arbeitsplatzbeschrieb (AUFWENDIG) • Funktioniert nur in gegenseitigem Einverständnis/ Konsens von Arzt, Patient und Arbeitgeber • Leitlinien zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sowie Zumutbarkeitsprofile • Analoge Leitlinien auch bei SVV (Reintegrationsleitfaden)
  38. 38. Erwartung Arzt an Arbeitgeber • Verständnis für Arzt-Patienten-Beziehung • Rücksichtnahme auf Arztgeheimnis • Stellenprofile/Arbeitsplatzbeschrieb • Schonarbeitsplatz vorhanden ? • Gemeinsame Zielerarbeitung • „Spiel mit offenen Karten“ (absehbare Kündigung, Mobbingsituation,...)
  39. 39. Erwartungen Arzt an SUVA • Frühzeitiger Miteinbezug des Hausarztes bei problematischem Verlauf • Vermehrt Kontakt zu Kreisarzt / Case Manager • Evtl. Übernahme der Leadfunktion in Zusammenarbeit mit Patient und Arbeitgeber • Frühinterventionsmassnahmen • Intervention durch zertifizierten Arbeitsfähigkeitsassessor SIM (neutrale nicht behandelnde (Haus)ärzte)  Entlastung der behandelnden Ärzte
  40. 40. Gemeinsames Ziel • Möglichst frühzeitige Erfassung bei kompliziertem Verlauf unter Einbezug möglichst aller Verantwortungsträger, d.h. Hausarzt, Spezialärzte, Versicherungen, Case-Manager, Arbeitgeber und Patient • DIE LEADFUNKTION BLEIBT NOCH ZU DEFINIEREN
  41. 41. HERZLICHEN DANK FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT
  42. 42. Seite 42 Josef Grab Welche Erwartungen hat die Suva an den Arbeitgeber und an die behandelnde Ärztin?
  43. 43. Welche Erwartungen hat die Suva an den Arbeitgeber und den behandelnden Arzt Dr. med. Josef Grab, Praxisgruppenleiter VMC Altdorf, 21. April 2015
  44. 44. Seite 44 Agenda • Ausgangslage • Statistische Auswertungen • Beurteilung der Arbeitsfähigkeit • Schlussfolgerungen
  45. 45. Seite 45 Agenda • Ausgangslage • Statistische Auswertungen • Beurteilung der Arbeitsfähigkeit • Schlussfolgerungen
  46. 46. Seite 46 Berufliche Reintegration … in der Wiedereingliederungspraxis vollzieht sich die Rückkehr an den Arbeitsplatz aber meistens als ein "von Null-auf-Hundert"- Phänomen! Der Rehabilitations- und Reintegrationsprozess verläuft natürlicherweise kontinuierlich…
  47. 47. Seite 47 Arbeit im Wandel Rummel M., MSSG und IBS, Berlin, FB BAGS vom 05.09.2013
  48. 48. Seite 48 Agenda • Ausgangslage • Statistische Auswertungen • Beurteilung der Arbeitsfähigkeit • Schlussfolgerungen
  49. 49. Seite 49 Analyse der AUF-Verläufe Alle AUF-Verläufe mit Unfalljahr 2010 Aggregiert bis Juni 2013 → 195'981 Verläufe, davon 750 am Stichtag nicht terminiert
  50. 50. Seite 50 Einflussfaktoren
  51. 51. Seite 51 Montagseffekt An welchem Wochentag endet die ärztliche attestierte AUF
  52. 52. Seite 52 Agenda • Ausgangslage • Statistische Auswertungen • Beurteilung der Arbeitsfähigkeit • Schlussfolgerungen
  53. 53. Seite 53 Beurteilung der Arbeitsfähigkeit Die Diagnose per se begründet/erklärt keine AUF AUF-Beurteilung = Vergleich des Funktionsprofiles mit den Anforderungen des Arbeitsplatzes Was geht noch? Was geht nicht mehr? Was wird gefordert?
  54. 54. Seite 54 Anforderungen des Arbeitsplatzes http://www.suva.ch/jobprofil.doc http://www.swiss-insurance-medicine.ch/tl_files/firstTheme/PDF%20Dateien/SIM%20Arbeitsplatzbeschreibung_D.pdf
  55. 55. Seite 55 Beurteilung der Arbeitsfähigkeit Gründe für Einschränkungen: • Sicherheit Erhöhte Unfallgefahr (z.B. verminderte Konzentrationsfähigkeit und Fehlleistungen) • Gesundheit Drohende Schädigung oder Verschlechterung des Zustandes • Arbeitsleistung Funktionelle Defizite im Vergleich zu den Arbeitsanforderungen • Lebensqualität Psychische Dekompensation infolge übermässig strapazierter Schmerztoleranz oder Erschöpfung, Angst, Depression
  56. 56. Seite 56 Beurteilung der Arbeitsfähigkeit • Worauf bezieht sich der beurteilende Arzt? → bisheriger Beruf oder Aufgabenbereich • Zwei Dimensionen der Arbeitsfähigkeitseinschränkung → Leistungsmässige Komponente (sog. Rendement) → Zeitliche Komponente (Präsenzzeit)
  57. 57. Seite 57 Agenda • Ausgangslage • Statistische Auswertungen • Beurteilung der Arbeitsfähigkeit • Schlussfolgerungen
  58. 58. Seite 58 Schlussfolgerung Was braucht die Suva vom behandelnden Arzt: - Nachvollziehbare, möglichst objektive Befunde - Rückmeldung bei verzögertem Verlauf - Unterstützung bei der beruflichen Reintegration → abgestufte Verläufe anstreben (lange AUF = Gefahr der Chronifizierung) Was braucht die Suva vom Betrieb: - Mitarbeiterspezifische Arbeitsplatzprofile - Mitteilungen vorhandener Schonarbeitsplätze - Unterstützung bei abgestufter Reintegration
  59. 59. Seite 59 Danke für die Aufmerksamkeit! Mit guter Kommunikation erreichen wir das gemeinsame Ziel der zeitgerechten beruflichen Reintegration!
  60. 60. Seite 60 Fragen und Anregungen aus dem Publikum Stefan Bucher
  61. 61. Seite 61 Was dürfen wir nicht erwarten? Wunder! Der Patient hat auch Erwartungen an den Arzt! Er will wissen, was ihm fehlt (richtige Diagnose), und schnell wieder gesund werden (beste Therapie).
  62. 62. Seite 62 Was dürfen wir vom Arbeitgeber erwarten? Dass er bei schweren Fällen dem behandelnden Arzt unaufgefordert ein Jobprofil und/oder alternative sowie Teilzeit-Arbeitsmöglichkeiten mitteilt und bei allen Fällen dafür sorgt, dass der Verunfallte oder Berufserkankte im Besitze des Unfallscheins ist.
  63. 63. Seite 63 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
  64. 64. Seite 64 Apéro mit Franz Wicki & Ruth Aufdermauer, Suva Zentralschweiz

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