Pfusch am Bau - So verhindern Sie ihn!

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Baupfusch kostet Zeit, Nerven und Geld. Der Ratgeber verrät Ihnen, wie Sie Baumängel von Anfang an verhindern können.

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Pfusch am Bau - So verhindern Sie ihn!

  1. 1. Pfusch am Bau - So verhindern Sie ihn!
  2. 2. begleitete Bauvorhaben haben im Durchschnitt 30 Mängel (!); der durch die Mängel verursachte Schaden liegt bei 10.000 Euro Um Schimmelbefall, mangelnden Schallschutz etc. zu vermeiden, sollte das Bauvorhaben von Anfang an begleitet werden, noch bevor der eigentliche Bau beginnt. 40% der Fehler werde bei der Planung gemacht, 60% beim Bau der Immobilie So verhindern Sie Mängel Die Statistik verheißt nichts Gutes!
  3. 3. Planung Die richtige Planung spart Nerven und noch mehr an Geld! Etwa 300 Details müssen Bauherren entscheiden, wenn sie ein Haus ausstatten; von der Fugenfarbe bis hin zum Treppengeländer. Treffen Sie am besten alle Entscheidungen vor dem Bau und bleiben Sie wenn möglich dabei. Das verhindert, dass Sie später den Kostenrahmen sprengen. So haben Sie den besten Blick über ihre Soll- Ausgaben und können diese mit den Ist-Ausgaben abgleichen.
  4. 4. Planung Die richtige Planung spart Nerven und noch mehr an Geld! Außerdem ● muss das Grundstück her- und die Baustelle eingerichtet werden ● muss ein Flächenplan für die Baustelle erstellt werden wo wird das Baumaterial gestapelt? wo kommt der Aushub aus der Baugrube hin? wo steht der Bauwagen, die Geräte, das WC für die Handwerker? ● muss die Baustelle abgesichert, Baustrom und -wasser beantragt werden Dafür ist der Bauleiter, Rohbauunternehmer oder Hausanbieter zuständig. Das aber muss vertraglich geklärt sein. Auch damit sich hier nicht zusätzliche Kosten verbergen.
  5. 5. Fachmann mit an Bord Jedes Bauvorhaben sollte von einem Fachmann begleitet werden! Die Aufgaben eines Bauleiters sind anspruchsvoll: ● Überprüfung aller Pläne ● Koordination der Arbeiten und der Gewerke ● Terminplanung ● Kontrolle der Arbeiten und der Ausführungsqualität ● Anwesenheit bei schwierigen Arbeiten ● Abnahme des Baufortschritts ● Mängelrügen ● Rechnungsprüfung ● Kostenkontrolle Überlegen Sie sich gut, ob Sie diese wirklich selber übernehmen wollen und können oder ob Sie einen Fachmann engagieren.
  6. 6. Fachmann mit an Bord Jedes Bauvorhaben sollte von einem Fachmann begleitet werden! Wenn Sie sich dazu entschieden haben, auf die Hilfe eines Experten zurückzugreifen, stellen Sie bei der Einstellung sicher, dass dieser alleine Ihnen, dem Bauherrn / der Bauherrin verpflichtet ist. Das Honorar eines professionellen Bauleiters richtet sich nach dem Leistungsumfang und der Bausumme: ● pro Termin: zwischen 200 und 300 Euro ● begleitet er das gesamte Projekt: ca. 1,5% der Bausumme
  7. 7. Gut versichert Diese Versicherungen sind „Pflicht“! Bauleistungsversicherung deckt Schäden am Baumaterial und Schäden am Roh- oder Neubau durch Unwetter, Vandalismus und Diebstahl ab Feuerrohbauversicherung zahlt wenn der Rohbau bei einem Feuer zerstört wird; es können Elementarschäden ergänzt werden; wandelt sich später oft in eine Wohngebäudeversicherung um Bauherren-Haftpflichtversicherung schützt vor Schadensersatzansprüchen Dritter die durch die Baustelle entstanden sind Unfallversicherung für mithelfende Verwandte
  8. 8. Bautagebuch führen Führen Sie ein Bautagebuch und führen Sie es sorgfältig! Was muss ins Bautagebuch? ● Wann wurde was geliefert? ● Wann welche Arbeit begonnen bzw. abgeschlossen? ● Wann und mit welchem Ergebnis wurde sie begutachtet? ● Unterlagen abheften ● Rechnungen kontrollieren und protokollieren ● Alles mit Fotos dokumentieren Seien Sie auf der Baustelle präsent. Und wenn Ihnen etwas auffällt, sprechen Sie es an. Lieber ein unangenehmes Gespräch mit einem Handwerker als ein verpfuschter Bau!
  9. 9. Baufortschritt besprechen Regelmäßige Treffen zwischen Bauherr, Bauleiter und Bauunternehmer sind wichtig. Diese sollten auf der Baustelle und im besten Fall wöchentlich stattfinden. Fragen und hinterfragen Sie! Besprechen Sie regelmäßig den Baufortschritt!
  10. 10. Nur Teilsummen zahlen Zahlen Sie nur Teilsummen! Das ist vielleicht sogar die wichtigste Regel. Viele Bauherren leisten zu früh zu viel. Geht der Bauunternehmer dann Pleite, müssen Sie den nächsten nochmal bezahlen. Außerdem fehlt Ihnen dann womöglich ein geeignetes Druckmittel um die Mängel beheben zu lassen. Leisten Sie keine Vorauskasse!
  11. 11. Bauabnahme Bauabnahme – Spätestens jetzt brauchen Sie einen Gutachter! Die Bauabnahme ist ein essentiell wichtiger Rechtsakt. Denn damit erkennt der Bauherr die erbrachten Leistungen des Handwerkers, Unternehmers oder Hausanbieters als "im Wesentlichen vertragsgerecht" an. Protokollieren Sie deshalb bei der Bauabnahme welche Mängel noch bestehen und wie und wann diese nachzubessern sind. Bei gravierenden Mängeln können Sie die Abnahme auch verweigern. Nehmen Sie den Bau ab, ohne die Mängel anzuzeigen, verzichten Sie auf Ihr Recht auf Nachbesserung und können später nur noch auf Schadensersatz klagen.
  12. 12. Ansprüche durchsetzen Ihre Ansprüche müssen Sie oft vor Gericht durchsetzen! Manche Mängel sind unter Putz und Tapeten versteckt. Für sie gibt es Gewährleistungsfristen. Die Fristen können jedoch unterschiedlich lang sein und liegen zwischen 2 und 5 Jahren. Holen Sie Ablauf einer Frist unbedingt den Rat eines Gutachters ein. Werden Mängel entdeckt, dokumentieren Sie diese und reklamieren dann per Einschreiben mit Rückschein. Setzen Sie zudem eine Frist zur Beseitigung. Drohen aufgrund eines Mangels Folgeschäden, können Sie einen anderen Handwerker beauftragen und die Kosten der Baufirma in Rechnung stellen.
  13. 13. Viel Erfolg bei Ihrem Bauprojekt! Dieser Ratgeber wurde Ihnen präsentiert von:

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