Stammzellspende - Zahlen & Fakten

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Wie wird man Stammzellspender und was passiert dann?
Unter „Typisierung“ versteht man die Laborarbeiten und die Registrierung der Daten, die für eine Aufnahme in die Stammzellspenderdatei notwendig sind. Doch zunächst steht die Information über die Stammzellspende im Vordergrund. Auch ein Gesundheitsfragebogen muss ausgefüllt und unterschrieben werden. Darin wird nach schweren Krankheiten, dem Alter und der Zahl der Schwangerschaften gefragt. Aus einer Blutprobe – es genügt ein Fingerhut voll Blut – werden die Gewebemerkmale im Labor bestimmt. Gleiches funktioniert auch mit einer Speichelprobe. Die Merkmale (HLA-Werte) werden in der Spenderdatei der Stefan-Morsch-Stiftung gespeichert. Von dort werden sie anonym an das deutsche Zentralregister (ZKRD) übermittelt und stehen für weltweite Suchanfragen zur Verfügung.
Sie sind gesund und volljährig? Sie wollen leukämie- und tumorkranken Menschen helfen? Wer nicht älter als 40 Jahre ist, kann kostenlos typisiert werden. Auch die Zahl der Schwangerschaften ist relevant: Frauen mit mehr als zwei Schwangerschaften werden nur sehr selten als Stammzellspender ausgewählt. 2014 waren es nur 1,2 Prozent der Spender. Denn während einer Schwangerschaft bilden Frauen Antikörper, die nach heutigen Erkenntnissen einen Transplantationserfolg gefährden können.
Auch Menschen, die älter sind als 40 Jahre, werden seltener als Stammzellspender ausgewählt. Die Wahrscheinlichkeit, zur Spende gebeten zu werden, ist bei einem Aufnahmealter von unter 20 Jahren zehn Mal so hoch ist wie bei einem Aufnahmealter von gut 45 Jahren, sagen auch Experten des ZKRD.
Kommt es später dazu, dass man als Spender helfen kann, wird man von der Stefan-Morsch Stiftung kontaktiert. Die Mitarbeiter beraten und begleiten die während der gesamten Vorbereitung auf die Stammzellspende. Der Verdienstausfall und alle anderen anfallenden Kosten werden von der Stiftung getragen oder der Krankenkasse des Patienten ersetzt. Vor der Spende werden umfassende Gesundheitstests durchgeführt und über die Spende aufgeklärt. Dann bekommt man die Chance einem leukämie- oder tumorkranken Menschen das Leben zu retten.
Weitere Ausschlusskriterien lassen sich auf der Homepage der Stefan-Morsch-Stiftung (www.stefan-morsch-stiftung.de) nachlesen. Für Fragen ist die gebührenfreie Hotline 08 00 - 766 77 24 der Stammzellspenderdatei freigeschaltet.
Leukämie kann jeden treffen. Jeder kann helfen. Wer nicht als Stammzellspender registriert werden kann, hat die Möglichkeit, durch eine Spende die Typisierung eines geeigneten Spenders zu finanzieren. Das Spendenkonto für Lebensretter ist bei der KSK Birkenfeld IBAN: DE35 5625 0030 0000 0797 90 BIC: BILADE55 eingerichtet.

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Stammzellspende - Zahlen & Fakten

  1. 1. Stammzellspende Zahlen & Fakten 01.03.2016 STEFAN-MORSCH-STIFTUNG Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke
  2. 2. www.stefan-morsch-stiftung.de 11.000 Menschen erkranken jedes Jahr an Leukämie – allein in Deutschland 01.03.2016
  3. 3. www.stefan-morsch-stiftung.de Es gibt weitere Erkrankungen, die eine Stammzell- bzw. Knochenmarktransplantation erforderlich machen können: • Non-Hodgkin-Lymphom • Myelodysplastisches Syndrom 01.03.2016
  4. 4. www.stefan-morsch-stiftung.de Die Zahl der Menschen, die eine Stammzellspende benötigen, wächst kontinuierlich Für deutsche Patienten werden jährlich mehr als 3000 Suchanfragen gestellt. Für ausländische Patienten sind es mehr als 30.000 Suchanfragen (Quelle: ZKRD, Stand: 02-2016) 01.03.2016
  5. 5. www.stefan-morsch-stiftung.de Nur etwa 30 Prozent der Patienten finden einen passenden Spender in der Familie 01.03.2016
  6. 6. www.stefan-morsch-stiftung.de Die Chance einen passenden Fremdspender zu finden, variiert von 1: 10.000 bis 1: mehreren Millionen 01.03.2016
  7. 7. www.stefan-morsch-stiftung.de 27 Millionen Menschen sind weltweit als Stammzellspender registriert. Doch noch immer gibt es Patienten, die keinen Spender finden! 01.03.2016
  8. 8. www.stefan-morsch-stiftung.de Das internationale Netzwerk der Stammzellspenderdateien - wie der Stefan-Morsch-Stiftung – kann heute Spender weltweit suchen. So erhält etwa ein deutscher Patient Blutstammzellen aus England, oder ein australischer Patient bekommt die Stammzellen eines Spenders aus Deutschland. 01.03.2016
  9. 9. www.stefan-morsch-stiftung.de Es gibt 2 Möglichkeiten, Blutstammzellen für die Transplantation zu gewinnen: 1. Bei der Knochenmarkspende wird unter Vollnarkose der Beckenknochen punktiert – nie das Rückenmark! Das fehlende Knochenmark bildet sich in kurzer Zeit beim Spender neu. 2. Bei der peripheren Blutstammzellspende wird dem Spender für fünf Tage ein Medikament verabreicht. Dadurch gehen die Blutstammzellen ins Blut über. Aus dem Blutkreislauf werden sie dann dem Spender ähnlich wie bei einer Dialyse ambulant entnommen. Mehr als 80 % der Stammzellentnahmen werden heute so praktiziert. 01.03.2016
  10. 10. Stammzellspende rettet Leben Wir suchen Lebensretter! 01.03.2016 STEFAN-MORSCH-STIFTUNG: Dambacher Weg 5, 55765 Birkenfeld Telefon: 067 82 - 99 33 0 Gebührenfreie Hotline: 08 00 - 766 77 24, Fax: 067 82 - 99 33 22 Internet: www.stefan-morsch-stiftung.de Email: info@stefan-morsch-stiftung.de KSK Birkenfeld, Kto. 22 22 24, BLZ 562 500 30 (DE76 5625 0030 0000 2222 24, BILADE55XXX) Deutsche Bank, Kto. 094 66 65 00, BLZ: 500 700 24 (DE 78 500 700 240 0946 6665 00, DEUT DE DBFRA) Volksbank Hunsrück-Nahe, Kto. 473 54 26, BLZ 560 614 72 (DE28606 1472 0004 7354 26, GENODED1KHK)

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