Der Wikipedia Irrtum: Wissensmanagement im Enterprise 2.0

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Wissensmanagement im Enterprise 2.0, Teil 1

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Der Wikipedia Irrtum: Wissensmanagement im Enterprise 2.0

  1. 1. Wissensmanagement im Enterprise 2.0 Eine Revolution des Wissens in drei Teilen.
  2. 2. Das ist Lisa. Lisa arbeitet in der Produktion.
  3. 3. Das ist Brad. Brad arbeitet in der Entwicklung.
  4. 4. Beide arbeiten für einen großen Zulieferer der Automobilindustrie.
  5. 5. Lisa und Brad arbeiten 10.000 km voneinander entfernt …
  6. 6. … an den selben Problemen.
  7. 7. Sie kennen sich nicht...
  8. 8. Sollten Sie aber.
  9. 9. Das ist eigentlich seine Aufgabe: Klaus ist Wissens- manager.
  10. 10. Klaus hat schon viel versucht, um Lisa und Brad zusammen zu bringen… Groupware Fileserver Incentives Taxonomien Wissensmanagement Prozess Wissensdatenbank Yellow Pages
  11. 11. …doch geholfen hat es wenig.
  12. 12. Liegt es an Brad und Lisa?
  13. 13. Nein.
  14. 14. Denn beide teilen gerne Wissen…
  15. 15. Wir alle teilen gerne Wissen…
  16. 16. …wenn wir das richtige Publikum haben.
  17. 17. Mehr als 80 % der Internetnutzer, die selber Inhalte produzieren, geben „Freude am Austausch mit anderen zu interessanten Themen“ als Grund für die Partizipation an. IBM/ZEM Studie „Innovation in den Medien 2008“
  18. 18. Wichtig sind positive Bewertungen anderer.
  19. 19. Das fördert unseren Status als Experte.
  20. 20. Doch ohne Publikum sind wir nicht motiviert…
  21. 21. …und kennen den Kontext der Wissensverwendung nicht.  Wir wissen nur was wir wissen, wenn wir es wissen müssen.  Wir wissen mehr als wir erzählen können und wir erzählen mehr als wir aufschreiben können. David Snowden, Complex Acts of Knowing - Paradox and Descriptive Self Awareness
  22. 22. Dem alten Wissensmanagement war das egal. 1. Schreibe dein Wissen in die Datenbank. 2. Finde dabei ein geeignetes Abstraktionsniveau. 3. Vielleicht wird irgendjemand, irgendwann darauf zugreifen und es wird irgendwie nützlich für ihn sein. 4. Verschwende möglichst wenig produktive Zeit damit!
  23. 23. Kein Wunder, dass Lisa Prioritäten setzt. „Ich weiß nicht, wer und ob überhaupt jemand mein Wissen braucht. Ich weiß nicht, in welchem Kontext mein Wissen genutzt wird. Ich erledige lieber wirklich wichtige Dinge.
  24. 24. Das alte Wissensmanagement scheitert, weil es…. • Wissen als transplantierbares Gut definiert, dass man zentral bereitstellt. • Wissensbereitstellung einfordert, ohne ein Publikum zu schaffen. • Wissen managen will.
  25. 25. „You can't manage knowledge. Knowledge is between two ears, and only between two ears.“ Peter Drucker Nach: Wilson, T.D. (2002) quot;The nonsense of 'knowledge management'quot; Information Research, 8(1), paper no. 144 [Available at http://InformationR.net/ir/8-1/paper144.html] Bild: http://www.cgu.edu/images/Drucker/Peter_Drucker/images/PeterDrucker016_jpg.jpg
  26. 26. Und jetzt?
  27. 27. Das Web erobert das Unternehmen...
  28. 28. Klaus ist begeistert von Wikipedia!
  29. 29. Er staunt über die vielen Blogs im Internet …
  30. 30. ... und sieht seine Chance.
  31. 31. „Wir nutzen ein Wiki als Glossar!“
  32. 32. Jeder macht mit und gemeinsam schaffen wir unser eigenes Wikipedia! Chris Harrison - http://www.chrisharrison.net/projects/clusterball/
  33. 33. Social Software… ... macht Wissens- management erfolgreich!
  34. 34. FALSCH!
  35. 35. Social Software ist (leider) auch nur ein Tool...
  36. 36. Es ist zwar einfacher, intuitiver und schöner – aber garantiert kein Publikum.
  37. 37. Social Software im Unternehmen… 1. Schreibe dein Wissen in die Datenbank, in das Wiki, den Blog, [beliebiges Social Software Tool] …. 2. Finde dabei ein geeignetes Abstraktionsniveau. 3. Vielleicht wird irgendjemand, irgendwann darauf zugreifen und es wird irgendwie nützlich für ihn sein. 4. Verschwende möglichst wenig produktive Zeit damit!
  38. 38. „Aber im Internet funktioniert‘s doch…“
  39. 39. Ja, aber lediglich 1 % der Internet- nutzer erstellt die Masse der Inhalte. 1 % der Nutzer erstellen die Masse der Inhalte 9 % der Nutzer kommentieren oder taggen. Die 90 % der Nutzer 90-9-1 konsumieren nur Regel Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia/ Nielsen, 2006
  40. 40. Wie viel sind 1 % deiner Mitarbeiter im Unternehmen?
  41. 41. ? Wie viele deiner wichtigsten aber vielbeschäftigten Experten werden unter diesem einen Prozent sein?
  42. 42. Sorry, Klaus…
  43. 43. … aber das ist kein Wissens- management!
  44. 44. “Knowledge Management and Social Media look very similar on the surface, but are actually radically different at multiple levels, both cultural and technical, and are locked in an undeclared cultural war for the soul of Enterprise 2.0.“ Social Media vs. Knowledge Management: A Generational War. http://enterprise2blog.com/2008/09/social-media-vs-knowledge-management-a-generational-war/
  45. 45. 1. Wissen zu teilen ist immer freiwillig, niemand kann dazu gezwungen werden. 2. Wir teilen Wissen, wenn wir das richtige Publikum haben, das uns motiviert und Kontext schafft. 3. Social Software allein ist nicht die Lösung für die alten Probleme des Wissensmanagement.
  46. 46. Werden sich Lisa und Brad nie finden?
  47. 47. Demnächst unter www.projektmanagement20.de und Slideshare
  48. 48. Frank Wolf, Christoph Rauhut, Simone Happ, Christopher Buschow, Katja Dräger Danke: Anne Glas, Holger Günzler, Dada Lin, Jana Frommhold, Ricarda Köckler
  49. 49. f.wolf@t-systems.com simone.happ@t-systems.com www.t-systems-mms.com www.projektmanagement20.de

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