Nethnographie -Socialbar Bonn

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Nethnographie ist ein qualitativer Forschungsansatz, der die in den Sozialwissenschaften entwickelten Methoden ethnographischer (Feld-)Forschung auf die Möglichkeiten der Informationsgewinnung im Internet anwendet.

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Nethnographie -Socialbar Bonn

  1. 1. Bonn 7. Februar 2011 Netnographie Cultures & Communities online Social Bar Bonn 7.02.2011 1 Klaus M.Janowitz mail@klaus-janowitz.deMontag, 7. Februar 2011
  2. 2. Social Media... haben sich im Internet und in der Gesellschaft durchgesetzt und werden von einem Großteil der Bevölkerung genutzt verwischen die Grenzen zwischen Produzenten und Konsumenten von Inhalten ermöglichen Menschen die Kontaktaufnahme und Vergemeinschaftung über Distanzen hinweg ermöglichen Unternehmen direkten Kontakt mit Kunden und Zielgruppen erhöhen den Wert des „word of mouth“ bzw. word of mouse stellen eine nahezu unerschöpfliche Quelle für Markt- und Sozialforscher dar Meinungen und Stimmungen verbreiten sich schnell; Bewertungen und Empfehlungen beeinflussen Kaufentscheidungen Unternehmen sind an den über sie selbst und ihre Marken geäußerten Meinungen interessiert Social Bar Bonn 7.02.2011 2 Klaus M.Janowitz mail@klaus-janowitz.deMontag, 7. Februar 2011
  3. 3. Social Media Monitoring bzw. Web-Monitoring Social Media Monitoring entstammt der Medienresonanzanalyse und bezeichnet die softwaregestütze Analyse der öffentlichen Kommunikation im Internet, zumeist der Kommunikation zu Produkten und Marken. Monitoring liefert Angaben zu zentralen Plattformen, wichtigen Quellen, Diskussionsthemen, Stimmungen etc. - und wird für Online Reputation Management, Marktbeobachtung, Produkt- und Innovationsmanagement etc. genutzt listen, measure and engage in social media Social Bar Bonn 7.02.2011 3 Klaus M.Janowitz mail@klaus-janowitz.deMontag, 7. Februar 2011
  4. 4. Netnographie Übertragung ethnographischer Methoden auf Online Communities und -Kulturen Internet schafft neue soziale Umgebungen, unabhängig von räumlicher Nähe: translokale Vergemeinschaftung Feld: Online-Kulturen Online-Communities „Clusters of Affiliation“ Urheber: Robert V. Kozinets (Kulturanthropologe u. Marketer) Brandthroposophy: A Marketing, Social Media, and Research Blog mehrere Ansätze von Online-Ethnographien entstanden unabhängig voneinander Netnographie hegt den Anspruch methodische Standards zu setzen Virtual ethnography (Christine Hine) Webnographie (Anjali Puri - 2007; Strübing - nicht weitergeführt) Social Bar Bonn 7.02.2011 4 Klaus M.Janowitz mail@klaus-janowitz.deMontag, 7. Februar 2011
  5. 5. Methoden Netnographie... beruht im wesentlichen auf einem Methodenmix: Hermeneutische Interpretation und Analyse von Daten Teilnehmende und nicht-teilnehmende Beobachtung (Text, Bild, Ton, Video), und Web-Monitoring eignet sich für mehrere Arten von Studien: - zur Forschung in ausschließlich online bestehenden Communities - zu online und offline bestehenden Communities - als exploratives Werkzeug ..kann sowohl eine bestimmte Online-Kultur bzw. Community wie auch ein bestimmtes Thema zum Gegenstand haben Social Bar Bonn 7.02.2011 5 Klaus M.Janowitz mail@klaus-janowitz.deMontag, 7. Februar 2011
  6. 6. Die Wurzeln: Ethnographie - Genese der Methodik Ethnographische Methoden entstammen der kultur- anthropologischen Feldforschung (Malinowski, Mead) grundsätzlich innerhalb des natural setting einer sozialen Gruppe. Ziel ist es, Alltagspraxis und Lebenswelt aus der Sicht der erforschten Gemeinschaft zu verstehen und diese Sicht für Dritte verständlich zu machen - ob dies nun Stammeskulturen, deren Gebräuche und Rituale entschlüsselt werden sollen, Subkulturen mit eigenen Verhaltenscodes - oder aber Konsumenten sind, deren tatsächliches Verhalten Social Bar Bonn 7.02.2011 6 Klaus M.Janowitz mail@klaus-janowitz.deMontag, 7. Februar 2011
  7. 7. In der Soziologie Anwendung auf Teilkulturen oder Teilsysteme innerhalb der eigenen Gesellschaft. Ethnographie verschafft einen umfassenden Einblick in Alltagsleben und Lebensstil- mit allen Strategien des Überlebens, Symbolen und Ritualen. Szenen-Ethnographie (R. Hitzler): Teilnahme im sozialen Feld - bis in sprachliche und habituelle Gewohnheiten; Experteninterviews Schritte (nach R. Girtler): Planung Vorverständnis Sammeln von Material teilnehmende Beobachtung sonstige Quellen Interpretation Darstellung der Ergebnisse Social Bar Bonn 7.02.2011 7 Klaus M.Janowitz mail@klaus-janowitz.deMontag, 7. Februar 2011
  8. 8. Ethnographische Methoden in der Marktforschung: Menschen, wie sie Marken, Produkte oder Dienstleistungen in ihrer natürlichen Umwelt tatsächlich nutzen. Verdeckte Bedürfnisse und Wünsche sollen erkannt werden Social Bar Bonn 7.02.2011 8 Klaus M.Janowitz mail@klaus-janowitz.deMontag, 7. Februar 2011
  9. 9. Fan - Communities Netnographische Feldforschungen hatten ihren Ausgang bei (Medien-) Fankulturen Star-Trek Community (1996) X-Philes Subculture of Consumption (1997) Soap-Opera Fans (2000) Fankulturen als Prototypen posttraditionaler Vergemeinschaftung und Vorreiter einer neuen Netzwerkökonomie (vgl.: C. Wenger 2006) Social Bar Bonn 7.02.2011 9 Klaus M.Janowitz mail@klaus-janowitz.deMontag, 7. Februar 2011
  10. 10. Forschungsablauf Auswahl und Analyse und schrittweise Identifizierung von Interpretation der Ergebnisse, Communities evtl. mit Einsatz von QDA- Definition der Software (NVivo, Max QDA, AtlasTi) Forschungsfragen, Teilnehmende Beobachtung, Data Berichtsfassung der Social Sites bzw. collection: Erfassung und Ergebnisse, theoretische Forschungsgegenstand Analyse von Schlüsse, Datenmaterial (mit Handlungsfolgerungen Beachtung ethischer Grundsätze: informed consent) Social Bar Bonn 7.02.2011 10 Klaus M.Janowitz mail@klaus-janowitz.deMontag, 7. Februar 2011
  11. 11. Konsumkulturen Konsumenten tauschen sich online aus und definieren Konsumkulturen neu Consumer Insights basieren auf unverfälschten Konsumentenaussagen im natural setting. Motivationen, Einstellungen, Erfahrungen und Bedürfnisse werden deutlich Social Bar Bonn 7.02.2011 11 Klaus M.Janowitz mail@klaus-janowitz.deMontag, 7. Februar 2011
  12. 12. Social Media Netnography nicht-teilnehmende Beobachtung „Antworten bekommen, ohne Fragen zu stellen“ Auswertung nach Grounded Theory Social Bar Bonn 7.02.2011 12 Klaus M.Janowitz mail@klaus-janowitz.deMontag, 7. Februar 2011
  13. 13. Ethische Grundlagen Grundfragen: Sind Online-Communities öffentlicher oder privater Raum? Wie erhält der Forscher Informed Consent? Ohne jede Beschränkung zugänglicher Content kann als öffentlich gelten Verhaltensmaximen Der Forscher soll sein Vorhaben gegenüber der Community von Beginn an ohne Einschränkungen offenbaren: Informed Consent Den Probanden sollen Vertraulichkeit und Anonymität zugesichert werden Der Forscher soll ein Feedback der erforschten Community suchen und integrieren Der Forscher soll eine vorsichtige Position in Hinsicht des privaten bzw. öffentlichen Charakters der Aussagen einnehmen Social Bar Bonn 7.02.2011 13 Klaus M.Janowitz mail@klaus-janowitz.deMontag, 7. Februar 2011
  14. 14. 2.0 ? Social Bar Bonn 7.02.2011 14 Klaus M.Janowitz mail@klaus-janowitz.deMontag, 7. Februar 2011
  15. 15. Danke für die Aufmerksamkeit Klaus Janowitz M.A., Kuenstr. 43 , 50733 Köln, Tel. : 0221-9927676 mail@klaus-janowitz.de http://www.klaus-janowitz.de/wordpress 15Montag, 7. Februar 2011

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