Was muss ich bei der Rechnungerstellung beachten?
15.11.16
Was muss ich bei der Rechnungsertellung beachten?
DR. RALF-MICHAEL SCHMIDT
Gründer von Smartlaw
& Rechtsanwalt
2
...
15.11.16
Was Smartlaw bietet
VERTRÄGE UND RECHTSDOKUMENTE RECHTSRADAR VERTRAGSMANAGER
RECHTSTIPPSWEBINARE ANWALTSEMPFEHLUN...
15.11.16
Bleiben Sie auf dem neuesten
Stand
NEWSLETTER
smartlaw.de/newsletter
FACEBOOK
facebook.com/smartlawDE
4
15.11.16
Gliederung
1. Grundprinzip der Umsatzsteuer und des Vorsteuerabzugs
2. Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen
Ex...
15.11.16
1. Grundprinzip der Umsatzsteuer und des Vorsteuerabzugs
6
Erstattung
(Vorsteuerabzug) 19 kEUR
Verrechnung
Steuer...
15.11.16
1. Grundprinzip der Umsatzsteuer und des Vorsteuerabzugs
7
RISIKEN BEI FEHLERHAFTER RECHNUNGSAUSSTELLUNG:
• Umsat...
15.11.16
2. Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen
8
• Vollständiger Name und vollständige Anschrift des Leistungsempfäng...
15.11.16
2. Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen
9
• Angabe des jeweiligen Steuersatzes sowie des entsprechenden
Steuer...
15.11.16
2. Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen
10
2.1 NAME UND ANSCHRIFT DES LEISTENDEN UND DES LEISTUNGSEMPFÄNGERS
•...
15.11.16
2. Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen
11
2.1 NAME UND ANSCHRIFT DES LEISTENDEN UND DES LEISTUNGSEMPFÄNGERS
•...
15.11.16
2. Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen
12
2.2 ANGABE DER STEUERNUMMER ODER UST-ID-NR.
• Bei innerdeutschen Um...
15.11.16
Exkurs: Abfrage USt-ID-Nr. und Nachweis Unternehmereigenschaft
13
• Nachweis der Unternehmereigenschaft insbesond...
15.11.16
Exkurs: Abfrage USt-ID-Nr. und Nachweis Unternehmereigenschaft
14
• Bei qualifizierter Bestätigungsabfrage erford...
15.11.16
2. Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen
15
2.3 FORTLAUFENDE RECHNUNGSNUMMER
• Sicherstellung der Einmaligkeit ...
15.11.16
2. Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen
16
2.4 BESCHREIBUNG DER LEISTUNG (MENGE/UMFANG UND ART)
• Eindeutige u...
15.11.16
2. Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen
17
2.5 ZEITPUNKT DER LEISTUNG
• Lieferung mit Lieferschein: Neben Lief...
15.11.16
2. Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen
18
www.smartlaw.de/rechnung
Rechnungen finden Sie unter:
15.11.16
3. Elektronische Rechnungstellung
19
3.1 GRUNDSATZ
• Gleichstellung von Papierrechnung und elektronischer Rechnun...
15.11.16
3. Elektronische Rechnungstellung
20
3.2 VORAUSSETZUNGEN
Gewährleistet müssen sein:
Echtheit der Herkunft Unverse...
15.11.16
3. Elektronische Rechnungstellung
21
3.3 ARCHIVIERUNG
• Verletzung von Aufbewahrungspflichten evtl. Ordnungswidri...
15.11.16
3. Elektronische Rechnungstellung
22
3.4 CHECKLISTE FÜR EINGANGSRECHNUNG
• Wurde die Leistung bestellt?
• Wurde d...
15.11.16
4. Vertrauensschutz beim Vorsteuerabzug
23
• Sind Anforderungen an ordnungsgemäße Rechnungslegung nicht erfüllt, ...
15.11.16
4. Vertrauensschutz beim Vorsteuerabzug
24
EMPFEHLUNGEN FÜR DIE PRAXIS
• Genaue Prüfung der Rechnungsangaben
• In...
15.11.16
5. Weitere Besonderheiten bei Rechnungstellung
25
5.1 GUTSCHRIFT
• Auf umsatzsteuerlicher Gutschrift ist die Anga...
15.11.16
5. Weitere Besonderheiten bei Rechnungstellung
26
5.3 FRIST FÜR RECHNUNGSERTEILUNG
• Bei grenzüberschreitenden Le...
15.11.16
Informationen zu unseren Webinaren
www.smartlaw.de/webinare
27
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Was muss ich bei der Rechnungserstellung beachten?

102 Aufrufe

Veröffentlicht am

Wir klären für Sie die wichtigsten Fragen zum Thema Rechnungserstellung:

Wie muss eine Rechnung aussehen?
Welche gesetzlichen Vorgaben gib es bei der Rechnungstellung?
Welche steuerlichen Richtlinien gibt es?
Was gilt für Kleinunternehmer?
Was muss bei der elektronischen Rechnungstellung beachtet werden?

Veröffentlicht in: Business
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
102
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
0
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
0
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Was muss ich bei der Rechnungserstellung beachten?

  1. 1. Was muss ich bei der Rechnungerstellung beachten?
  2. 2. 15.11.16 Was muss ich bei der Rechnungsertellung beachten? DR. RALF-MICHAEL SCHMIDT Gründer von Smartlaw & Rechtsanwalt 2 MICHAEL LANGER Rechtsanwalt und Steuerberater bei der Anwaltssozietät WEGNERPARTNER
  3. 3. 15.11.16 Was Smartlaw bietet VERTRÄGE UND RECHTSDOKUMENTE RECHTSRADAR VERTRAGSMANAGER RECHTSTIPPSWEBINARE ANWALTSEMPFEHLUNGEN CHECKLISTEN VERTRAGSSAFE Immer auf dem neuesten Stand, in wenigen Minuten verfügbar und individuell für die persönlichen Bedürfnisse erstellt Nutzer erhalten automatisch Benachrichtigungen, wenn sie wegen Rechtsänderungen oder Fristen aktiv werden müssen Alle Infos und Dokumente zu den Vertragsverhältnissen und Rechtsbeziehungen im Überblick, und das jederzeit und überall verfügbar 3
  4. 4. 15.11.16 Bleiben Sie auf dem neuesten Stand NEWSLETTER smartlaw.de/newsletter FACEBOOK facebook.com/smartlawDE 4
  5. 5. 15.11.16 Gliederung 1. Grundprinzip der Umsatzsteuer und des Vorsteuerabzugs 2. Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen Exkurs: Abfrage USt-ID-Nr. und Nachweis Unternehmereigenschaft 3. Elektronische Rechnungstellung 4. Vertrauensschutz beim Vorsteuerabzug 5. Weitere Besonderheiten bei Rechnungstellung 5
  6. 6. 15.11.16 1. Grundprinzip der Umsatzsteuer und des Vorsteuerabzugs 6 Erstattung (Vorsteuerabzug) 19 kEUR Verrechnung Steuerpflichtige Leistungen Warenlieferung Abführung 19 kEUR (USt) Finanzamt (Unternehmer A) Finanzamt (Unternehmer B) Abführung 38 kEUR (USt) Kaufpreis 100 kEUR + 19 kEUR (USt) Kaufpreis 200 kEUR + 38 kEUR (USt) Unternehmer A Unternehmer B Endkunde
  7. 7. 15.11.16 1. Grundprinzip der Umsatzsteuer und des Vorsteuerabzugs 7 RISIKEN BEI FEHLERHAFTER RECHNUNGSAUSSTELLUNG: • Umsatzsteuer fällt unabhängig vom Gewinn an • Nachträgliche Rechnungskorrektur gegenüber Endkunden schwierig • Umsatzsteuernachzahlung wird zur tatsächlichen Belastung (kein durchlaufender Posten) • Beeinträchtigung der Geschäftsbeziehung mit Kunden droht • Hoher administrativer Aufwand bei erforderlichen Rechnungskorrekturen
  8. 8. 15.11.16 2. Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen 8 • Vollständiger Name und vollständige Anschrift des Leistungsempfängers und des leistenden Unternehmers • Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer („USt-ID-Nr.“) des leistenden Unternehmers (bei innergemeinschaftlichen Lieferung und bestimmten B2B-Umsätzen: USt-ID-Nr. des Leistungsempfängers und leistenden Unternehmers) • Ausstellungsdatum der Rechnung • Fortlaufende Rechnungsnummer • Beschreibung des Umfangs/der Menge und der Art der Leistung • Zeitpunkt/Zeitraum der Leistung • Ausweis der Nettobeträge (Entgelte) für die Leistungen sowie Minderungen
  9. 9. 15.11.16 2. Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen 9 • Angabe des jeweiligen Steuersatzes sowie des entsprechenden Steuerbetrags oder Hinweis auf Steuerbefreiung • ggf. Hinweis auf Aufbewahrungspflicht • ggf. Angabe „Gutschrift“
  10. 10. 15.11.16 2. Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen 10 2.1 NAME UND ANSCHRIFT DES LEISTENDEN UND DES LEISTUNGSEMPFÄNGERS • Schuldrechtliches Vertragsverhältnis maßgeblich • Abweichende Firmennamen oder unvollständige Angaben können schädlich sein • Leistender: wer Leistungen im eigenen Namen gegenüber einem anderen selbst oder durch Beauftragten ausführt ➤ vertragliche Verpflichtung maßgeblich • Strohmänner können Leistende sein • Beweislast grundsätzlich bei Leistungsempfänger, dass Sitz des Leistenden vorhanden ist
  11. 11. 15.11.16 2. Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen 11 2.1 NAME UND ANSCHRIFT DES LEISTENDEN UND DES LEISTUNGSEMPFÄNGERS • Grds. Identität zwischen Leistenden und Rechnungsaussteller erforderlich ➤ ggf. Nachweisproblem bei Personengesellschaften und juristischen Personen • Geschäftssitz des Leistenden muss bestehen ➤ streitig bei Schein- oder „Briefkastensitz“ • BFH: Büroservicefirmen kein ordnungsgemäßer Sitz ➤ Folge: Versagung des Vorsteueranspruchs • Bei Kleinbeträgen (≤ 150 EUR) keine Angaben zum Leistungsempfänger erforderlich
  12. 12. 15.11.16 2. Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen 12 2.2 ANGABE DER STEUERNUMMER ODER UST-ID-NR. • Bei innerdeutschen Umsätzen reicht Angabe der Steuernummer des Leistenden • Bei bestimmten Umsätzen mit EU-Bezug (z. B. Lieferung einer Ware in das EU-Ausland oder sonstige Leistungen von oder an Unternehmen mit Sitz im EU-Ausland) Angabe der USt-ID-Nr. des Leistenden und des Leistungsempfängers erforderlich
  13. 13. 15.11.16 Exkurs: Abfrage USt-ID-Nr. und Nachweis Unternehmereigenschaft 13 • Nachweis der Unternehmereigenschaft insbesondere wichtig bei B2B-Leistungen ➤ Entscheidung über Leistungsort maßgeblich für erforderliche Rechnungsangaben • Auch bei innergemeinschaftlichen Lieferungen relevant • BEISPIEL: Leistungsempfänger im EU-Ausland; Dienstleistung wird erbracht 1. Ermittlung der USt-ID-Nr. des Leistungsempfängers möglichst bei Auftragserteilung erfragen 2. Qualifizierte Bestätigungsabfrage der Unternehmereigenschaft beim Bundeszentralamt für Steuern Abfrage ist online möglich unter: http://evatr.bff-online.de/eVatR
  14. 14. 15.11.16 Exkurs: Abfrage USt-ID-Nr. und Nachweis Unternehmereigenschaft 14 • Bei qualifizierter Bestätigungsabfrage erforderlich: – Eigene USt-ID-Nr. des Leistenden – USt-ID-Nr. des Leistungsempfängers im Ansässigkeitsstaat – Name des Leistungsempfängers • Hinweis: Vollständige Adressangabe (PLZ und Straße) grds. nicht erforderlich und wegen erhöhter Fehleranfälligkeit (z. B. fehlerhafte Schreibweise des Straßennamens) nur bedingt empfehlenswert • Amtliche Bestätigungsabfrage per Post anfordern und zur Akte nehmen (Computerausdruck des Abfrageergebnisses reicht nicht aus) • Regelmäßige Überprüfung der Gültigkeit der USt-ID-Nr. – Rechtsform des Leistungsempfängers – Ort des Geschäftssitzes des Leistungsempfängers
  15. 15. 15.11.16 2. Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen 15 2.3 FORTLAUFENDE RECHNUNGSNUMMER • Sicherstellung der Einmaligkeit der Rechnung • Verwendung von Zahlen- und Buchstabenreihen zulässig (auch Kombination) • Bei Dauerleistungen (z. B. Mietverträge) reicht einmalige Nummernvergabe • EuGH: Bei Rechnungskorrektur keine fortlaufende Nummerierung zwischen Alt- und Neurechnung erforderlich • Keine (jährliche) Wiederholung gleicher Nummernfolgen • Angabe nicht erforderlich bei Kleinbeträgen (≤ 150 EUR)
  16. 16. 15.11.16 2. Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen 16 2.4 BESCHREIBUNG DER LEISTUNG (MENGE/UMFANG UND ART) • Eindeutige und leicht nachprüfbare Feststellung der abgerechneten Leistungen erforderlich • Handelsübliche Sammelbezeichnungen für Gegenstände ausreichend, wenn Steuersatz ermittelbar (z. B. Büromöbel, Tabakwaren, Spirituosen) • BFH: Allgemeine Beschreibung von Dienstleistungen wie z. B. „Beratungsleistungen“, „Trockenbauarbeiten“, „Fliesenarbeiten“, „Außenputzarbeiten“ unzulässig (XI B 31/09 und XI B 91/09) • FG Thüringen: Leistungsbeschreibung unzulänglich, wenn beschränkt auf „Personalgestellung/Schreibarbeiten, Büromaterial, Porto, EDV und Fachliteratur“ (3 K 633/09)
  17. 17. 15.11.16 2. Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen 17 2.5 ZEITPUNKT DER LEISTUNG • Lieferung mit Lieferschein: Neben Lieferscheindatum gesonderte Angabe des Leistungszeitpunkts erforderlich • Lieferung mittels Beförderung oder Versendung: Liefertag ist Tag des Beginns der Beförderung oder Versendung • Lieferung in anderen Fällen: Liefertag ist Tag der Verschaffung der Verfügungsmacht • Ausführung sonstiger Leistungen: – Zeitpunkt der Ausführung (Vollendung) maßgeblich – Bei zeitlich begrenzten Dauerleistungen mit Beendigung des Rechtsverhältnisses (Ausnahme: Teilleistungen) • Angabe nicht erforderlich bei Kleinbeträgen (≤ EUR 150)
  18. 18. 15.11.16 2. Allgemeine Pflichtangaben in Rechnungen 18 www.smartlaw.de/rechnung Rechnungen finden Sie unter:
  19. 19. 15.11.16 3. Elektronische Rechnungstellung 19 3.1 GRUNDSATZ • Gleichstellung von Papierrechnung und elektronischer Rechnung • Bei elektronischer Rechnung muss Empfänger zustimmen • Elektronische Rechnung: – In einem elektronischen Format ausgestellt und empfangen – Übermittelt z. B. per E-Mail, Computer-Fax, Web-Download, EDI – Als Standard-Fax übermittelte Rechnung ➤ gilt als Papierrechnung
  20. 20. 15.11.16 3. Elektronische Rechnungstellung 20 3.2 VORAUSSETZUNGEN Gewährleistet müssen sein: Echtheit der Herkunft Unversehrtheit des Inhalts Lesbarkeit der Rechnung Identität des Rechnungsausstellers Pflichtangaben während Übermittlung nicht verändert Für das menschliche Auge lesbar durch 1. Qualifizierte elektronische Signatur, 2. Elektronischen Datenaustausch (EDI) oder 3. Jegliches innerbetriebliches Kontrollverfahren, das verlässlichen Prüfpfad zwischen Rechnung und Leistung herstellt
  21. 21. 15.11.16 3. Elektronische Rechnungstellung 21 3.3 ARCHIVIERUNG • Verletzung von Aufbewahrungspflichten evtl. Ordnungswidrigkeit • Aufbewahrungsfrist: grds. 10 Jahre • Während Aufbewahrungszeitraum müssen die Echtheit der Herkunft, die Unversehrtheit des Inhalts und die Lesbarkeit der Rechnung gewährleistet sein
  22. 22. 15.11.16 3. Elektronische Rechnungstellung 22 3.4 CHECKLISTE FÜR EINGANGSRECHNUNG • Wurde die Leistung bestellt? • Wurde die Leistung erbracht? • Besteht Zahlungsanspruch des Rechnungsaustellers? • Stimmen Zahlungsempfänger und Rechnungsaussteller überein? • Stimmen Rechnungsaussteller und Leistungserbringer überein? • Alle Rechnungspflichtangaben enthalten? • Alle Rechnungspflichtangaben plausibel?
  23. 23. 15.11.16 4. Vertrauensschutz beim Vorsteuerabzug 23 • Sind Anforderungen an ordnungsgemäße Rechnungslegung nicht erfüllt, wird Vorsteuerabzug grundsätzlich abgelehnt • Ausweg: Antrag auf Gewährung von Vorsteuer im Billigkeitswege (§ 163 AO) • Voraussetzung: – Gutgläubigkeit des Leistungsempfänger – Alle Maßnahmen ergriffen, die vernünftigerweise verlangt werden können, um sich von Richtigkeit der Angaben zu überzeugen – Beteiligung an USt-Betrug ist ausgeschlossen
  24. 24. 15.11.16 4. Vertrauensschutz beim Vorsteuerabzug 24 EMPFEHLUNGEN FÜR DIE PRAXIS • Genaue Prüfung der Rechnungsangaben • Informationen über Leistenden einholen • Problem: Bislang keine Richtlinie/Checkliste der Verwaltung/Rechtsprechung, welche Informationen für Vorsteuerabzug im Billigkeitswege ausreichend • Beispiele: – Auszug Handelsregister – Gewerbeanmeldung – Substanzprüfung Geschäftsräume/Mietverträge – Kopie Personalausweisdokumente des Geschäftsführers – Nachweis umsatzsteuerliche Führung bei Finanzamt – ggf. Anmeldung bei Berufsgenossenschaft/ Sozialversicherungsträgern
  25. 25. 15.11.16 5. Weitere Besonderheiten bei Rechnungstellung 25 5.1 GUTSCHRIFT • Auf umsatzsteuerlicher Gutschrift ist die Angabe „Gutschrift“ erforderlich • Verwechslungsgefahr mit „handelsrechtlicher Gutschrift“ • Risiko unzutreffend ausgewiesener Umsatzsteuer 5.2 STEUERSCHULDNERSCHAFT DES LEISTUNGSEMPFÄNGERS • Bei „Reverse-Charge“-Leistungen an einen im Ausland ansässigen Unternehmer (z. B. B2B-Leistungen) ist Rechnung mit Angabe „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“ auszustellen • Verwendung des deutschen Begriffs oder andere amtliche Übersetzung zwingend
  26. 26. 15.11.16 5. Weitere Besonderheiten bei Rechnungstellung 26 5.3 FRIST FÜR RECHNUNGSERTEILUNG • Bei grenzüberschreitenden Leistungen und innergemeinschaftlichen Lieferungen muss Rechnung bis zum 15. Tag des der Leistung nachfolgenden Monats ausgestellt werden 5.4 PRAXISBEISPIEL • Unternehmer D erbringt im Oktober 2016 Beratungsleistungen an in Frankreich ansässigen Unternehmer F • Rechnungsausstellung: – Rechnung ohne Ausweis von dt. USt – Hinweis „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“ – Rechnungsausstellung bis zum 15. November 2016 – USt-ID-Nr. der Unternehmer D und F verwenden – Sonstige Pflichtangaben beachten
  27. 27. 15.11.16 Informationen zu unseren Webinaren www.smartlaw.de/webinare 27

×