Die 10 arbeitsrechtlichen Gebote für Unternehmer
Die 10 arbeitsrechtlichen Gebote
07.07.2016 2
DR. RALF-MICHAEL SCHMIDT
Gründer von Smartlaw
& Rechtsanwalt
ANNA KÖHN
Recht...
Was Smartlaw bietet
VERTRÄGE UND RECHTSDOKUMENTE RECHTSRADAR VERTRAGSMANAGER
RECHTSTIPPSWEBINARE ANWALTSEMPFEHLUNGEN CHECK...
Die Smartlaw-Datensicherheit
TÜV-ZERTIFIZIERTER DATENSCHUTZ
Smartlaw ist durch das TÜV PROFiCERT-plus
Zertifikat für »Gepr...
Die Smartlaw-Rechtsexperten
SABINE FEINDURAVOLKER HERRMANN, LL.M.
Rechtsanwalt
Gesellschafts- und Vertragsrecht
Rechtsanwä...
1. Der Anfang – Die Stellenausschreibung
• Text der Stellenausschreibung darf nicht diskriminieren, insbesondere ist zu be...
2. Keine Recherche zu Bewerbern – Datenschutz
• Es ist unklar, ob und welche Datenerhebungen im Internet zulässig sind
• N...
3. Die Behörden – Anmeldung und ordnungsgemäße Beitragsabführung
• Antrag einer Betriebsnummer und Anmeldung der abhängig ...
4. Kündigungsschutz und Abschluss von Arbeitsverträgen – Befristungen
• Erst in Betrieben mit mehr als 10 Vollzeitarbeitne...
5. Regeln zur variablen Vergütung
• Mit flexiblen Vergütungsbestandteile kann die Vergütung an den Erfolg des Mitarbeiters...
6. Risiko Überstunden
• Gesetzliche Höchstgrenze: Acht Stunden täglich bzw. 48 Stunden wöchentlich.
• Folgen der Missachtu...
7. Nachvertragliche Wettbewerbsverbote
• Die Konkurrenz will oftmals Know-How-Träger des Unternehmens abwerben
• Dagegen k...
8. E-Mail- und Internet-Nutzung
• Die sinnvolle Organisation des IT-Bereichs des Unternehmens erfordert vertiefte Kenntnis...
9. Der richtige Arbeitsplatz
• Für Arbeiten in einem Büro am Bildschirm sehen die Arbeitsstättenverordnung und Bildschirma...
10. Führung der Personalakten
• Es gibt keine Verpflichtung, für jeden Arbeitnehmer eine „physisch zusammengefasste“ Perso...
Vielen Dank für
Ihre Aufmerksamkeit
07.07.2016 16
Ihre Fragen
07.07.2016 17
Informationen zu unseren Webinaren
www.smartlaw.de/webinare
07.07.2016 18
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Die 10 arbeitsrechtlichen Gebote für Unternehmer

29 Aufrufe

Veröffentlicht am

THEMENSCHWERPUNKTE:
✔ Rechtliche Fehler bei der Stellenausschreibung vermeiden
✔ Kündigungsschutz in kleinen Unternehmen
✔ Abschluss von Arbeitsverträgen mit Befristung
✔ Variable Vergütung für Mitarbeiter
✔ Überstunden


Alle Aufzeichnungen und die nächsten Webinar-Termine finden Sie unter https://www.smartlaw.de/webinare

Veröffentlicht in: Business
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
29
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
1
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
0
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Die 10 arbeitsrechtlichen Gebote für Unternehmer

  1. 1. Die 10 arbeitsrechtlichen Gebote für Unternehmer
  2. 2. Die 10 arbeitsrechtlichen Gebote 07.07.2016 2 DR. RALF-MICHAEL SCHMIDT Gründer von Smartlaw & Rechtsanwalt ANNA KÖHN Rechtsanwältin bei Altenburg Fachanwälte für Arbeitsrecht
  3. 3. Was Smartlaw bietet VERTRÄGE UND RECHTSDOKUMENTE RECHTSRADAR VERTRAGSMANAGER RECHTSTIPPSWEBINARE ANWALTSEMPFEHLUNGEN CHECKLISTEN VERTRAGSSAFE Immer auf dem neuesten Stand, in wenigen Minuten verfügbar und individuell für die individuellen persönlichen Bedürfnisse erstellt Nutzer erhalten automatisch Benachrichtigungen, wenn Sie wegen Rechtsänderungen oder Fristen aktiv werden müssen Alle Infos und Dokumente zu den Vertragsverhältnissen und Rechtsbeziehungen im Überblick, und das jederzeit und überall verfügbar 07.07.2016 3
  4. 4. Die Smartlaw-Datensicherheit TÜV-ZERTIFIZIERTER DATENSCHUTZ Smartlaw ist durch das TÜV PROFiCERT-plus Zertifikat für »Geprüfter Datenschutz« von der Zertifizierungsstelle des TÜV Hessen zertifiziert. DEUTSCHLAND ALS DATENSTANDORT Smartlaw hostet seine Webseite auf deutschen Servern der STRATO AG mit Sitz in Berlin, einem der größten Hoster weltweit und Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom. GEPRÜFT VON TRUSTED SHOPS Trusted Shops hat Smartlaw nach sorgfältig ausgewählten Qualitätskriterien (insbesondere Datenschutz und Sicherheit persönlicher Daten) das europäische Gütesiegel verliehen. 07.07.2016 4 DATENSCHUTZVEREINIGUNG GDD SSL-VERSCHLÜSSELUNG QUALITÄTSSICHERUNG
  5. 5. Die Smartlaw-Rechtsexperten SABINE FEINDURAVOLKER HERRMANN, LL.M. Rechtsanwalt Gesellschafts- und Vertragsrecht Rechtsanwältin & Fachanwältin für Arbeitsrecht DR. ANJA MENGEL, LL.M. (COLUMBIA) Rechtsanwältin & Fachanwältin für Arbeitsrecht 07.07.2016 5 UND WEITERE RECHTSEXPERTEN AUS VIELEN RECHTSGEBIETEN
  6. 6. 1. Der Anfang – Die Stellenausschreibung • Text der Stellenausschreibung darf nicht diskriminieren, insbesondere ist zu beachten: • Geschlechtsneutrale Formulierungen, z. B.: Online Marketing Director (männlich/weiblich) Personalleiter / Personalleiterin • Keine Diskriminierung wegen des Alters, z. B.: „für unser junges Team suchen wir“ diskriminiert ältere Bewerber „ältere(r), erfahrene(r) Office Manager“ diskriminiert jüngere Bewerber • Folgen einer (unbeabsichtigt) diskriminierenden Stellenanzeige: Ein abgelehnter Bewerber kann Schadensersatz verlangen, ein immaterieller Schaden wird bei dem abgelehnten Bewerber vermutet 07.07.2016 6
  7. 7. 2. Keine Recherche zu Bewerbern – Datenschutz • Es ist unklar, ob und welche Datenerhebungen im Internet zulässig sind • Nach allg. Ansicht: Unterscheidung zwischen • professionellen Netzwerken (z. B. Xing, LinkedIn) und • Netzwerken, die der privaten Kommunikation dienen (z. B. Facebook, Netzwerke der VZ-Gruppe) • Bei privaten Netzwerken überwiegt das Interesse des Bewerbers an seiner Privatsphäre, der Arbeitgeber darf nach herrschender Ansicht dort nichts über den Bewerber nachlesen • Folgen einer unzulässigen Internetrecherche: • Schmerzensgeld • Ordnungswidrigkeit (Bußgeld) • In besonders schwerwiegenden Fällen: Straftat 07.07.2016 7
  8. 8. 3. Die Behörden – Anmeldung und ordnungsgemäße Beitragsabführung • Antrag einer Betriebsnummer und Anmeldung der abhängig Beschäftigten bei der Krankenkasse • Sozialversicherungsbeiträge abführen • Versicherungsprämien an die gesetzliche Unfallversicherung entrichten • Abhängig beschäftigt sind alle Beschäftigten, die den Weisungen des Arbeitgebers unterliegen; dazu zählen alle Arbeitnehmer, aber auch: • Gesellschafter-Geschäftsführer, die das Unternehmen nicht kontrollieren • Fremdgeschäftsführer des Unternehmens • Teilzeitarbeitnehmer und Mini-Jobber, Werkstudenten usw. • Freie Mitarbeiter, die weisungsgebunden für den Arbeitgeber tätig werden (sog. Scheinselbständige) • Praktikanten, die wie Arbeitnehmer eingesetzt werden • Folgen unterbliebener Beitragsabführung • Nachzahlung der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge (i.d.R. für 4 Jahre) • Risiko einer Strafbarkeit gemäß § 266a StGB 07.07.2016 8
  9. 9. 4. Kündigungsschutz und Abschluss von Arbeitsverträgen – Befristungen • Erst in Betrieben mit mehr als 10 Vollzeitarbeitnehmern gilt der allgemeine Kündigungsschutz für jeden Arbeitnehmer, der länger als 6 Monate angestellt ist • Befristung bietet die Möglichkeit, das Arbeitsverhältnis auch nach längerer Zeit verhältnismäßig einfach zu beenden • Strenge Schriftform: Der Arbeitsvertrag, aus dem sich die Befristung ergibt, muss u. a. vor dem ersten Arbeitstag von beiden Seiten unterschrieben werden 07.07.2016 9
  10. 10. 5. Regeln zur variablen Vergütung • Mit flexiblen Vergütungsbestandteile kann die Vergütung an den Erfolg des Mitarbeiters oder Unternehmens gekoppelt werden (z. B. Provision oder Tantieme) • Aber: Der variable Vergütungsbestandteil darf 25 % der Gesamtvergütung für Arbeitnehmer wohl nicht überschreiten • Für bestimmte Abwesenheitszeiten (z. B. Krankheitszeiten während des Entgeltfortzahlungszeitraums, Urlaub, Freistellung) muss die Variable gezahlt werden, die der Arbeitnehmer in dieser Zeit hätte erzielen können • Besondere Vorsicht bei Gesellschafter-Geschäftsführer: Die gesamte Vergütung muss schriftlich vereinbart und der Höhe nach angemessen sein, sonst liegt eine steuerschädliche verdeckte Gewinnausschüttung vor 07.07.2016 10
  11. 11. 6. Risiko Überstunden • Gesetzliche Höchstgrenze: Acht Stunden täglich bzw. 48 Stunden wöchentlich. • Folgen der Missachtung: Ordnungswidrigkeit (Bußgeld) • Ohne vertragliche Grundlage darf kein Arbeitgeber Überstunden anordnen. • Überstunden müssen grundsätzlich entweder innerhalb bestimmter Zeiträume ausgeglichen werden oder bezahlt werden • Tipp: Vereinbarung einer Ausschlussfrist im Arbeitsvertrag, um die Ansammlung von Vergütungsansprüchen aus Überstundenarbeit zu vermeiden 07.07.2016 11
  12. 12. 7. Nachvertragliche Wettbewerbsverbote • Die Konkurrenz will oftmals Know-How-Träger des Unternehmens abwerben • Dagegen kann sich ein Unternehmen mit einem wirksamen nachvertraglichen Wettbewerbsverbot absichern • Aber: Das Wettbewerbsverbot ist nur wirksam, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine Entschädigung von mindestens 50 % seiner bisherigen Gesamtvergütung für die Dauer des nachvertraglichen Wettbewerbsverbot zahlt (Karenzentschädigung). 07.07.2016 112
  13. 13. 8. E-Mail- und Internet-Nutzung • Die sinnvolle Organisation des IT-Bereichs des Unternehmens erfordert vertiefte Kenntnisse zum Datenschutz und adäquate schriftliche Vereinbarungen mit dem Arbeitnehmer • Themenkreise: • Erlaubnis zur Privatnutzung der Arbeitgebersysteme? • Social Media Guidelines? • Bring your own Device? 07.07.2016 13
  14. 14. 9. Der richtige Arbeitsplatz • Für Arbeiten in einem Büro am Bildschirm sehen die Arbeitsstättenverordnung und Bildschirmarbeitsverordnung sehr detailliert vor, welche Mindeststandards eingehalten werden müssen: • Luftraum • Bewegungsflächen • Anordnung und Ausstattung der Arbeitsplätze inkl. Vorgaben zu Bildschirmgröße und -abstand • Raumtemperatur • Folge der Missachtung: Ordnungswidrigkeit (Bußgeld) 07.07.2016 14
  15. 15. 10. Führung der Personalakten • Es gibt keine Verpflichtung, für jeden Arbeitnehmer eine „physisch zusammengefasste“ Personalakte anzulegen und zu führen • Aber: Der Arbeitgeber hat in jedem Fall mit materiellen Daten des Arbeitnehmers sorgfältig und vertraulich umzugehen • Zu solchen materiellen Daten gehören elektronisch oder in Papierform unter anderem: • Bewerbungsdaten des Arbeitnehmers • Alle Korrespondenz mit dem Arbeitnehmer sowie Korrespondenz, die den Arbeitnehmer betrifft 07.07.2016 15
  16. 16. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit 07.07.2016 16
  17. 17. Ihre Fragen 07.07.2016 17
  18. 18. Informationen zu unseren Webinaren www.smartlaw.de/webinare 07.07.2016 18

×