eLearning: Content

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Präsentation zur Klassifizierung von eLearning Content. Und zum Einsatz von Video im eLearning.

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eLearning: Content

  1. 1. Slide CAS Medienpädagogik Modul 4: Mediendidaktik - das multimediale Lernen eLearning - Content 12.3.2016 Frank Weber 1
  2. 2. Slide eLearning Content Definition eLearning Content = digitale Inhalte, die für Lernzwecke eingesetzt werden (können). Ausprägungen Viele verschiedene! Zwei grosse Gruppen: •Content im Sinne von Lernsoftware •Content als Resultat von Lehr-/Lerntätigkeit 2
  3. 3. Slide Lernsoftware[1], [2] •Hypertexte •Informationssysteme •Übungs- und Testprogramme (Drill-and-Practice) •Tutorielle Systeme •Simulationen •Planspiele •Mikrowelten •Lernspiele, Spielgeschichten Wichtig: Mischformen überwiegen, Grenzen sind fliessend! 3
  4. 4. Slide Hypertexte In der Frühzeit des Internet beliebt. “Online-Buch”, “Online-Skriptum” Kaum didaktische Aufbereitung der Inhalte. Geringe technische Komplexität. Beispiel: Organisationsentwicklung Kritik: “Page-Turner” 4
  5. 5. Slide Informationssysteme z.B. Nachschlagewerke und Lexika Merkmale: •Kein vordefinierter linearer Lernpfad •Offenheit des Zugriffs unterschiedlich: alphabetisch, chronologisch, thematisch,... •Orientierungshilfen wichtig Übersichtskarten, History-Listen, Indizes,... Wichtig: Lernende müssen über Strategien für die Nutzung von Informationssystemen verfügen. 5
  6. 6. Slide Beispiel Informationssystem Dinosaurier CD-Rom von Microsoft 6
  7. 7. Slide Übungs- und Testprogramme (Drill-and-Practice) z.B. Vokabel-, Mathematik- oder Rechtschreibtrainer Bereits erarbeiteter Lernstoff wird trainiert (Wiederholung, Vertiefung, Kontrolle) Unmittelbare Rückmeldung, angemessene Belohnung Individualisierung: Wahlmöglichkeit von Thema, Schwierigkeitsgrad, Übungsform, Tempo, Wettkampfstufe Zusatzfunktionen: Lerndiagnose, Fehlerprotokolle, Speichermöglichkeiten 7
  8. 8. Slide Beispiel Drill-And-Practice Beispiel: Schreibtraining 1. Klasse: zotero://attachment/847/ [6] 8
  9. 9. Slide Tutorielle Systeme z.B. “Klassische” CBT bzw. WBT-Kurse Bieten didaktisch aufbereitete und vorstrukturierte Informationen an Lernende können ein Wissensgebiet selbstständig und systematisch erarbeiten Software versucht Rolle der Lehrperson (Tutor) zu übernehmen In der Regel werden Vermittlungs- und Übungsteile kombiniert Hinweise und Hilfestellung für die Bearbeitung wünschenswert Beispiel: Grundbegriffe des Programmierens Beispiel: Kommunikation Sonderform: “Intelligente” Tutorielle Systeme (ITS) ITS versuchen Auswahl, Präsentation und Abfrage von Lerninhalten automatisch an Vorkenntnisse, Lernfortschritte und intellektuelle Fähigkeiten der Lernenden anzupassen. Sehr aufwändig in der Programmierung, z.T. ernüchternde Ergebnisse 9
  10. 10. Slide Klassische Tutorial-Sequenz [7] (aus: Wendt 2003, S.47) 10
  11. 11. Slide Simulationen Reduktion komplexer Sachverhalte auf ein interaktives Modell Lernende können durch das Verändern von Variablen mit dem Modell experimentieren, Zusammenhänge entdecken und Erfahrungen machen. [8] 11
  12. 12. Slide Beispiel Simulation [9] 12
  13. 13. Slide Planspiele Lernende werden als Mitspieler aktive Bestandteile eines simulierten Systems. Durch Spiel- und oft auch Wettbewerbscharakter: starke emotionale Aktivierung und hohe Authentitizät gewährleistet Planspiele •ermöglichen konstruktivistisches Lernen •erweitern den Handlungsraum der Lernenden Problem: Lernende konzentrieren sich auf Punktezahl, reflektieren die inhaltlichen Zusammenhänge zu wenig. 13
  14. 14. Slide Beispiel: Planspiel “Factory” “Factory” - Planspiel zur Vermittlung betriebswirtschaftlicher Grundlagen 14
  15. 15. Slide Mikrowelten Höherer Grad an Freiheit wie in Simulationen. Lernende konstruieren eigene “Welten” und erschaffen eigene Situationen. Mikrowelten stellen dafür entsprechende Werkzeuge zur Verfügung. Mikrowelten konfrontieren Lernende mit komplexen Problemlösesituationen, fordern zu Exploration und Experiment heraus. Auch Standardprogramme können dieser Kategorie zugeordnet werden, ebenso wie Mal- und Animationsprogramme (z.B. Anipaint) 15
  16. 16. Slide Beispiel Mikrowelt Mathematica für Mac[12] 16
  17. 17. Slide Lernspiele, Spielgeschichten Spielgeschichten sind interaktive Erzählungen, die am Computer erspielt werden. Merkmale: •geschlossener Geschehensablauf •Narrativer Anker •Spiel- bzw. Identifikationsfigur die gesteuert werden kann •Lernende haben aktive Rolle •Entscheidungen fällen •Aufgaben lösen 17
  18. 18. Slide Beispiel Lernspiel [13] 18
  19. 19. Slide eLearning-Content: Zeitaufwand für Produktion 19
  20. 20. Slide eLearning-Content: Entwicklungsaufwand / Kosten 20
  21. 21. Slide Content als Resultat von Lehr-/Lerntätigkeit Viele unterschiedliche Ausprägungen / Qualitätsstufen Text: Email, Diskussionsforen, Chatprotokolle, Blogs, Wikis... Audio: Tonmitschnitte, Podcasts Video: Mitschnitte von Vorlesungen / Vorträgen Kombinierte (Video-)Formate: Web Seminare (Webinar), Screencasts, MOOCs,..... 21
  22. 22. Slide Video in Lernprozessen "Books will soon be obsolete in schools(...) It is possible to teach every branch of human knowledge with the motion picture. Our school system will be completeley changed in the next ten years" 22 Thomas Edison, 1913 zitiert nach: Zellweger-Moser, Franziska (2006): Formulating eLearning Support Strategies in Research Universities or The Strategic Management of Faculty Support at American Research Universities. Dissertation an der Universität St. Gallen Quelle: wikipedia
  23. 23. Slide “In bestimmten Fällen wird das Web zum Fernseher - meist allerdings ruckelnd und im Format eines Daumennagels.” Wirth, Thomas (2002): Missing Links. Über gutes Webdesign. 2. Aufl. München u.a.: Hanser, S.137 “Currently, internet video accounts for 40 percent of all consumer Internet traffic, and will reach 62 percent by the end of 2015. The sum of all forms of video (TV, video on demand [VoD], Internet, and peer-to-peer [P2P] communications) will continue to be approximately 90 percent of global consumer traffic by 2015." Greenberg, Alan; Zanetis, Jan (2012): The Impact of Broadcast and Streaming Video in Education. Herausgegeben von Wainhouse Research und Cisco Systems, S.9 23
  24. 24. Slide Video: Charakteristika 24 Quelle: Niegemann, Helmut u.a. (2003): Kompendium E- learning. Berlin (u.a.): Springer (= X.media.press). S.148f Quelle: http://bit.ly/1USIRp2 •Aufmerksamkeit •Emotionalität => Motivation •Informationsdichte (+/-) •Anschaulichkeit / Realitätsnähe (+/-) •Zeitbezug (komprimieren / dehnen) •Multimodal => Erinnerung •ortsunabhängig •zeitunabhängig •teuer (wenn professionell)
  25. 25. Slide Video: Formate Hansch, Anna; Hillers, Lisa; McConachie, Katherine; Newman, Christopher; Schildhauer, Thomas; Schmidt, Philipp (2015): Video and Online Learning: Critical Reflections and Findings from the Field Rochester, NY: Social Science Research NetworkOnline im Internet: http:// papers.ssrn.com/abstract=2577882 (Zugriff am: 01.04.2015). S.12 25
  26. 26. Slide Sonderform: Screencast “Ein Screencast (engl.) ist ein digitaler Film, der die Abläufe bei der Verwendung von Software am Computer-Bildschirm wiedergibt und gegebenenfalls beschreibt. Häufig werden die Abläufe von Audio- Kommentaren begleitet.” Geprägt wurde der Begriff “Screencast” vom Kolumnist und Computerbuch-Autor Jon Udell Ende 2004. Verwandte Begriffe: Videocast, Screen Tutorial, Screenvideo, Screen Recording,... 26
  27. 27. Slide Klassische Anwendungsfälle für Screencasts: • die Bedienung einer Software lehren • Installationsvorgänge dokumentieren • Dokumentation von Bugs • Vorstellung von Neuheiten (Marketing) • Erstellen von Tutorials oder Demos • Rapid eLearning Content => Vertonte Präsentationen • Testen von Websites oder Software 27
  28. 28. Slide Kommerzielle, professionelle Tools für Screencasts •“Captivate” von Adobe (WIN) http://www.adobe.com/de/products/captivate/index.html •“Camtasia Studio” von Techsmith (WIN und Mac) http://www.techsmith.com/camtasia.html •TurboDemo von Balesio (WIN) http://www.turbodemo.com/deu/index.php •ScreenFlow von Telestream (Mac) http://www.telestream.net/screen-flow/overview.htm •Screenium von Synium (Mac) http://www.synium.de/products/screenium/index.html 28
  29. 29. Slide Gratis-Tools •Jing (WIN+Mac - Basisversion gratis, Proversion kostet) http://www.techsmith.com/jing.html •Screenr (Webbasiert, ebenfalls Publikation über Twitter) http://screenr.com/ 29
  30. 30. Slide Weiterführende Infos zu “Erklärvideos” •Erklärvideos selbst erstellen: Techniken, Planung und Umsetzung https://www.e-teaching.org/community/communityevents/ schulung/erklaervideos-selbst-erstellen-techniken-planung-und- erstellung-training •Einführung zu Screencasting: Screencasting Primer http://screencastingprimer.wikispaces.com/primer 30
  31. 31. Slide Medieneinsatz: einfaches didaktisches Modell Wichtig: “Eignung” des Mediums hängt weniger vom Medium selbst ab, sondern vom Kontext: Lehr-/Lernsituation sowie Art und Weise des Medieneinsatzes. Strukturierung von didaktischen Situationen nach dem Berliner Modell: 1.Intentionen 2.Inhalte 3.Methoden 4.Medien 31 Slides 28-30: Baumann, Christoph; Jahn, Dirk (2015): Film in der Hochschullehre. Wie audiovisuelle Medien in Lehrveranstaltungen eingesetzt werden können. Herausgegeben von Fortbildungszentrum Hochschullehre (FBZHL) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Online im Internet: http://www.blog.fbzhl.de/wp-content/uploads/2015/09/Aufsaetze_FBZHL_06.20153.pdf (Zugriff am: 08.10.2015).
  32. 32. Slide Didaktische Einsatzformen von Film 32
  33. 33. Slide Didaktische Einsatzformen von Film 33
  34. 34. Slide Video-basiertes didaktisches Modell: “Flipped Classroom” “Flipped Classroom” => das “umgedrehte” Klassenzimmer Definition Mit “Flipped Classroom” wird ein pädagogisches Modell bezeichnet, bei dem die klassischen Unterrichtselemente von Darbietung und Anwendung räumlich vertauscht werden. 34
  35. 35. Slide Grundprinzip Die Darbietung erfolgt über Video vor dem Präsenztreffen. Die Präsenzzeit wird für Anwendung, Vertiefung, Diskussion,... genutzt. 35
  36. 36. Slide Flipped Classroom => das “umgedrehte” Klassenzimmer? Wichtig: Rolle der Lehrperson ändert sich! 36
  37. 37. Slide Flipped Classroom: Geschichte 37
  38. 38. Slide 38 Flipped Classroom: Schulweite Projekte
  39. 39. Slide Flipped Classroom: Evaluation 39
  40. 40. Slide Flipped Classroom: regionales Fallbeispiel Ziel Individualisierung des Mathematikunterrichts Massnahmen Teamteaching und Kurzvideos: Didaktisches Konzept Beispielvideo Zinsrechnug Klaus Zanetti zanettis-lernpool.com 40
  41. 41. Slide Salman Khan: “Let’s use Video to reinvent education.” “Our mission is to provide a free world-class education for anyone, anywhere.” 41
  42. 42. Slide Khan Academy Ausgangspunkt: Erklär-Videos Übungs- und Testfunktionen “Gamification”: Zur Motivation werden Elemente aus Spielen eingebaut. “Learning Dashboard”: Alle Informationen über Aktivitäten werden gesammelt und ausgewertet. 42
  43. 43. Slide 43
  44. 44. Slide khanacademy.org Selber ausprobieren: www.khanacademy.org 44
  45. 45. Slide Aufgabe: elearning-Videos Verorten Sie verschiedene konkrete Ausprägungen von “eLearning” anhand der vorgestellten Klassifizierungen. Falls eine Klassifizierung für eine bestimmte Ausprägung nicht möglich/sinnvoll ist, überspringen Sie sie einfach. 45
  46. 46. Slide Credits [1] http://www.educaguides.ch/dyn/bin/14688-18413-1-didaktik_lang_d.pdf [2] Bärsiwyl, Sonja; Fink, Ronnie; Suter, Peter (Hrsg.) (2004): “Werkzeugkiste Computer. Materialien für die Informatik- Intgration im Unterricht.” Zürich: verlag pestalozzianum [3] http://english.avatarlanguages.com/de/ [4] http://www.historyoftheinternet.com/chap1.html [5] CD-Rom [6] http://www.teachmaster.de/index_de.html [7] Wendt, Matthias (2003): “Praxisbuch CBT und WBT. konzipieren entwickeln gestalten” München: Hanser [8] Anzeige von Raytheon Professional Services in: LEARNTEC News 2006, S.17 [9] http://www.stentec.com/screenshots/mbs/mbs1007_3.jpg [10] http://images.betanews.com/screenshots/1101518992-1.jpg [11] http://www.industryplayer.com/images/screenshots/shot_pad.jpg [12] Screenshot der Anwendung Mathematica 5.0 für MAC Hersteller: http://www.wolfram.com [13] http://www.adventurespiele.net/Bilder/Physicus_Rueckkehrclassic.jpghttp://www.adventurespiele.net/Bilder/ Physicus_Rueckkehrclassic.jpg [14] http://webcast.berkeley.edu/course_details.php?seriesid=1906978433 [15] http://www.ted.com/index.php/talks/view/id/65 [16] http://www.softv.net/Public/index.asp [17] http://cbl.fh-hagenberg.at/links/Learning-Content-Autorenwerkzeuge.pdf [18] Screenshot www.vitero.de 46
  47. 47. Slide [19] http://www.adobe.com/de/products/acrobatconnectpro/overview/ [20] Jäger, Wolfgang (2002): Anwender, Kosten und die Frage: Make or Buy http://www.symposion.de/elearning-r/ elr_06.htm [21] Abicht, Lothar; Dubiel, Gerald (2002): “Der Lehrer auf dem Bildschirm.” In: Friedrich W. Hesse (Hrsg.): E- Learning. Die Revolution des Lernens gewinnbringend einsetzen. Stuttgart:Klett-Cotta [22] Weber, Frank (2005): “Interactivity - the Good, the Bad and the Ugly” In: Dimiter Dimitrov, Georges Mallet (Hrsg): Computer Simulation in Information and Communication Engineering CSICE 2005 [23] IEEE Computer society (2002): “IEEE Std 1484.12.1TM-2002. IEEE Standard for Learning Object Metadata.” New York [24] www.izhd.uni-hamburg.de/pdfs/interaktivitaet.pdf [25] http://sympol3.charite.de/docent/cds/SYM_Showcase_de/links/radiologie/RAD14/seite01.htm [26] http://www.apple.com/hardware/gallery/ipod_april2003_480.html [27] http://vm3-elearning.uclv.net/content/edubite/M6-LO009-Optimale-Bestellmenge/m6_lo009_11.html [28] http://www2.staff.fh-vorarlberg.ac.at/~fw/korrelation/ [29] http://www2.staff.fh-vorarlberg.ac.at/~fw/fhvwbt/ [30] Metzger, Christiane; Schulmeister, Rolf; Zienert, Heiko (2003): “Die Firma2 - Deutsche Gebärdensprache interaktiv” CD-ROM for Windows und Macintosh.Seedorf: Signum [31] Hartmann, Werner; Reichert, Raimond (2004): “On the Learning in E-Learning”. Proceedings of EDMEDIA 2004 – World Conference on Education Multimedia, Hypermedia and Telecommunications, Switzerland, June 23-26 2004, pp. 1590-1595. 47

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