L   U D W   I   G    S    B    U    R     G    E    R    SC H L OSS F E S T S P I E L E                    I N T E R N A T...
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»Es war die Unwirklichkeit; und Unwirklichkeit heißt: Es gibt kein Du.«PEtEr HanDkE[Schlafzimmer von könig Friedrich I. – ...
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wacher Kreativität. In seiner Rede wird er der Lust auf    vor neunzig Jahren zu »Saudades« inspiriert hat? Cor­das Unbeka...
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gen und päpstlichen Akademien. Mazzocchis Schaffen         zum Beginn der römischen Barockzeit zum Ort derfiel in eine Blü...
»Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.«DSCHaLâL-ED-Dîn rUMî[Schlosskapelle – Schloss Ludwig...
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Revue­Abende in 30 1/2 Ländern und dann natürlich        Musiktheaters verschworen hat wie Mnozil Brass.die erste Operette...
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»Ich suche und suche – und lande immer bei mir.«tHOMaS tHIEME[ahnengalerie – Schloss Ludwigsburg]
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»Leben – zusammen. Vielleicht nur, um der traurigkeit des abends zusammen zu trotzen.Sich gegenseitig fremd sein ist unaus...
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cholie und des Kummers – hoffnungslose Sehnsucht,vergebliche Erwartung, gebrochenes Vertrauen,schmerzhafte Empfindung.Die ...
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In leicht französischem Tonfall entwirft das Konzert     ....................................................................
»Das echte Gespräch bedeutet, aus dem Ich herauszutreten und an die türdes Du zu klopfen.«aLBErt CaMUS[ahnengalerie – Schl...
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»Es ist einfacher, mit der Lüge aufzuhören, als mit der Lüge zu beginnen.«SCHIManSkI[Dienstbotenzimmer – Schloss Ludwigsbu...
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denen seine Geschichten spielten, erst spät im Leben      interessiert sich dabei weniger für die historische Be­bereisen ...
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»Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde.«FrIEDrICH nIEtzSCHE[Schlosskapelle – Schloss Ludwigsburg]
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den bloßen lateinischen Text, sondern griff in dessen    rendem Timbre zusammen mit dem Chor der Schloss­Struktur ein. Die...
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mit den internationalen Spitzenorchestern in den re­       nik und affektgeladener Kontrapunkt. Dieses Momentnommierten Ko...
»am hellsten erstrahlt die königin vor dem Hintergrund der Finsternis dessen, der sie amteuflischsten hasst.«HErMann BUrGE...
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Ludwigsburger schlossfestspiele jahresprogramm_2011
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Ludwigsburger Schlossfestspiele - Jahresprogramm 2011

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Ludwigsburger schlossfestspiele jahresprogramm_2011

  1. 1. L U D W I G S B U R G E R SC H L OSS F E S T S P I E L E I N T E R N A T I O N A L E F E S T S P I E L E B A D E N-W Ü R T T E M B E R G 2011
  2. 2. ................................................................................................................................................................ 3..................................................................................................................................................................................................................................................................... Inhalt...............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Willkommen: 4Festspielsaison. Mai: 8 / Juni: 18/ Juli : 38Interpreten:90Dank: 113 // Hauptsponsoren: 114 // Sponsoren: 115Team: 116 // Aufsichtsrat: 117// Kuratorium: 118Freundeskreis: 120 // Festspiel-Card: 123 // Karten & Information: 124Saalpläne: 128 // Spielorte: 132 // Partner: 136Impressum: 139
  3. 3. ................................................................................................................................................................4...................................................................................................................................................................................................................................................WIllkommen...........................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Was siehst Du? ˇfragte Evgen Bavcar zu nächtlicher Stunde in die klei­ Wiederentdeckung des nur allzu vertrauten Gemäuers.ne Runde, die ihn durch die Säle des Ludwigsburger Was siehst DU? Nach der Beschäftigung mit dem Indi­Schlosses begleitete. Der slowenische Künstler, seit viduum und dem Spiel der Identitäten im vergangenenseiner frühen Jugend erblindet, fotografierte auf zwei Jahr bildet diese Frage das heimliche Motto unsererWanderungen ungesehene Fluchten und Winkel des zweiten Spielzeit: Die Entdeckung des Du, die Begeg­Schlosses und der Schlosskirche – die Ergebnisse sei­ nungen mit dem Fremden und auch überraschendener Reise sehen Sie in diesem Büchlein. Konfrontationen mit dem scheinbar Vertrauten – ganz ˇBavcars Fotos lenken unseren Blick auf Details, auf so, wie Evgen Bavcar uns einen langen Augenblick an ˇüberraschende Zusammenhänge, auf stumme Ge­ das verloren geglaubte Staunen über das Ludwigsbur­heimnisse. Seine Kamera erforscht das Gebäude auf ger Schloss erinnert, indem er unsere routinierte Sicht­eine unverwechselbare, eigenwillige Art; kein anderer weise neu herausfordert.Fotograf ist im Ludwigsburger Schloss jemals zu einer Von vorn herein war völlig klar, dass nur Vincent Klinkvergleichbaren Sichtweise gekommen. Der ungewöhn­ unser diesjähriger Eröffnungsredner sein kann. Dieserliche Blickwinkel des Blinden erlaubt eine inspirierende wunderbare Koch und Autor, immer auf der Suche nach
  4. 4. 5neuen Wegen, steht wie kaum ein anderer für einen einer Begegnung mit dem Verborgenen, Verschütteten.erfinderischen Umgang mit der Tradition – Vergangen­ »Es mag sein, dass nicht alle Musiker an Gott glauben;heit steht für ihn nicht auf dem Hochaltar. Klink ist ein an Bach jedoch alle« schrieb Mauricio Kagel vor einemunruhiger Geist, der die verborgensten Pfade regiona­ Vierteljahrhundert: Bach, dem heimlichen Gegenüberler Kochkunst immer wieder auskundschaftet und neu der Komponisten und Instrumentalisten aller Genres,ausleuchtet. Die Geheimnisse, die er auf diesen Erkun­ dieser unantastbaren Instanz der abendländischen Mu­dungen ins Leben zu Tage fördert, verändern nicht nur sik widmen wir unsere Aufmerksamkeit in diesem Jahr.unser Verhältnis zum Genuss – sie machen uns anfälli­ Auch ohne Jubiläum. Der Bach braucht das nicht. Erger für Entdeckungen. Neugier steht auch im Zentrum sollte ja ohnehin besser Meer heißen, kalauerte Beet­seiner Ludwigsburger Rede, Neugier auf Begegnungen hoven einst.mit dem Unerkannten, mit dem Unerhörten. Die Auseinandersetzung mit einem Kunstwerk, dieWenn sich im Eröffnungskonzert der Brasilianer Alegre unbedingte Hingabe an seine Idee und dann dieCorrêa mit dem Dirigenten Christian Muthspiel auf die ganz persönliche, neue Interpretation, die dem Publi­Suche nach der Inspiration des Darius Milhaud in den kum plötzlich eine Erkenntnis schenkt, die es vorherStraßen Rio de Janeiros begibt, wenn sich einen Tag nicht hatte – eine aufregende Expedition, zu der Uwespäter L’Arpeggiata den Verknüpfungen von höfischen Schmitz­Gielsdorf und ich Sie einladen wollen.Musiktraditionen mit dem reichen Erbe der Volkskultu­ Dass dieser spannende Aufbruch in neue, aufregenderen widmet, wenn Thomas Thieme die faszinierenden Bezirke auch Sie mitreißt,Seelenlandschaften Karl Mays bereist und der Star­ wünscht Ihnen Ihrgitarrist Bill Frisell eine Expedition zu den tief vergra­benen Wurzeln der amerikanischen Musik unternimmt,steht im Zentrum der Suche immer der starke Wunsch
  5. 5. »Es war die Unwirklichkeit; und Unwirklichkeit heißt: Es gibt kein Du.«PEtEr HanDkE[Schlafzimmer von könig Friedrich I. – neues Corps de Logis, Schloss Ludwigsburg]
  6. 6. ................................................................................................................................................................8.............................................................................. konZeRt..................................................................................................... FR 20. mai | 20.00 Uhr | [Einführung um 19.15 Uhr] .......................................................................................................... Forum am Schlosspark, Ludwigsburg | kartEn zU 75 | 65 | 49 | 33 € ..........................................................................................................................................................................EröffnungskonzertEDWARD ELGAR: »Chanson de nuit«, op. 15 | IGOR STRAWINSKY: »L’oiseau de feu« (»Der Feuervogel«) Ballettsuite fürOrchester (1945) | DARIUS MILHAUD: »Saudades do Brasil« Suite de danses, op. 67 | ALEGRE CORRÊA: Reflections on»Saudades do Brasil« | MAURICE RAVEL: BoléroVincent Klink (Eröffnungsrede) | ALEGRE CORRÊA GROUP: Alegre Corrêa (Gitarre / Percussion /Stimme)Gerald Preinfalk (Saxophon/Bassklarinette) | Klemens Bittmann (Violine / Mandoline) | Alune Wade (Bass)Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele | Christian Muthspiel (Musikalische Leitung)................................................................................................................................................................Es ist das blaue Band der Wehmut, das uns um die See­ Als Türöffner des Abends klingt Edward Elgars innigele flattert, wenn wir es mit »Sehnsucht« zu tun haben. Miniatur »Chanson de nuit« – Sehnsüchte funkeln meistDiesem »bei Nacht glänzenden Juwel« (Shakespeare) zu später Stunde. Vincent Klink, unser Eröffnungsred­wollen wir unser Eröffnungskonzert widmen. Allerdings ner, ist nicht nur inspirierter Erfinder am Herd, sondernnicht der melancholischen Farbe seiner Bedeutung ein Mann, der sein Tun und Sein auch schreibend re­wollen wir folgen – wir laden zu einer Abenteuer­Reise, flektiert. Man spürt sofort seinen tiefen Respekt voran deren Ziel die Sehnsucht steht. Traditionen, einen Respekt, der angetrieben ist von
  7. 7. wacher Kreativität. In seiner Rede wird er der Lust auf vor neunzig Jahren zu »Saudades« inspiriert hat? Cor­das Unbekannte nachgehen – und der Scheu vor dem rêas »Reflection« ist jeweils der entsprechende SatzFremden. Milhauds vorangestellt, um »Original« und »Reflexion«Igor Strawinsky gilt als das sinnlich­sarkastische Genie unmittelbar zu vergleichen.der Musik des 20. Jahrhunderts; oft genug wird seine Kaum ein Komponist hat den Taumel der Liebe so sug­Liebe zur Romantik übersehen. In der Suite »L’oiseau gestiv in Noten gefasst wie Maurice Ravel. Zu Arthurde feu« erzählt er von der Leidenschaft eines Königs­ Honegger bemerkte Ravel fast abfällig: »Ich habe nursohns zu einer gefangenen Prinzessin, die er mit einer ein Meisterwerk gemacht, das ist der Boléro – leiderglühenden Feder des Feuervogels befreien kann. enthält er keine Musik!«Der Dirigent Christian Muthspiel ist ein Musiker neu­ Mag sein. Sein »Boléro« jedenfalls ist die Hymne desen Typs: Als einer der eigenwilligen Komponisten sei­ 20. Jahrhunderts auf die Sehnsucht nach der Sehn­ner Generation zählt er zugleich zu den führenden sucht. Auf das Geheimnis, das uns antreibt.Posaunisten der Jazz­Szene. Er begreift Musik aus derPerspektive des Instruments, und so hat er sich fürdieses Programm auch die »Saudades do Brasil« des ...............Mit freundlicher Unterstützung von..................Franzosen Darius Milhaud gewünscht. Milhaud war ein ............... ...................................Besessener, der unaufhörlich die Musik fremder Kultu­ren untersuchte; 1921 schrieb er sich in Dänemark dieSehnsucht nach Rio de Janeiro von der Seele. ..........................................................................Muthspiel bat nun den brasilianischen Gitarristen Aleg­ 10% rabatt beim kauf von mind. drei Veranstaltungen aus R ............................................................................re Corrêa, eine aufregende Spekulation anzustellen:Wie mag wohl die Musik geklungen haben, die Milhaud
  8. 8. ................................................................................................................................................................10............................................... konZeRt...................................................................................................................................................... Sa 21. mai|20.00 Uhr | [Einführung um 19.00 Uhr].................................................... Ordenssaal, residenzschloss Ludwigsburg | kartEn zU 75 | 65 | 49 | 33 €.........................................................................................................................................................................................................Los pájaros perdidos [Die verlorenen Vögel] Lucilla Galeazzi & Vincenzo Capezzuto (Gesang) L’Arpeggiata | Christina Pluhar (Musikalische Leitung)................................................................................................................................................................Mit dem verführerisch schimmernden Programm »Los len traditionelle Musik aus Venezuela und Paraguay.pájaros perdidos« erkundet L’Arpeggiata musikalisch Dazu hat Christina Pluhar für L’Arpeggiata Musik ausden südamerikanischen Kontinent. Lucilla Galeazzi und dem Spanien des 17. Jahrhunderts ausgewählt – demVincenzo Capezzuto singen die schönsten Canciónes Land, von dem aus die Europäer im 15. Jahrhundertvon Astor Piazzola, dem argentinischen Nationalkom­ die Entdeckung und Eroberung Südamerikas startetenponisten des 20. Jahrhunderts, sowie prickelnde und dessen Kultur die lateinamerikanische bis heuteBoleros und sehnsuchtsvolle Tangos aus Chile und nachhaltig prägt.Venezuela. Auf dem Charango, einem gitarrenähnli­chen Instrument aus den Anden, erfindet Raul Orellana .............................................................................fantastische Improvisationen. Der Harfenist Lincoln Eine Produktion der Ludwigsburger Schlossfestspiele | | .............................................................................Almada und der argentinische Gitarrist Quito Gato spie­
  9. 9. ................................................................................................................................................................ 11....................................................................... lIteRatUR................................................................................................. So 22. mai | 11.30 Uhr | Schlosstheater, residenzschloss Ludwigsburg........................................................................................... kartEn zU 19 | 14 € ........................................................................................................................................................................................................................................ kleist. Die Briefe Fritzi Haberlandt & Norbert Lammert (Rezitation)................................................................................................................................................................Kleist war kein fauler Briefeschreiber. Er offenbarte sich, wird, als mich: wir können nicht entscheiden, ob das,wenn er in Not war. Er berichtete, was er erlebte. Er was wir Wahrheit nennen, wahrhaft Wahrheit ist,gab gute Ratschläge seinen Freunden. Er schrieb gro­ oder ob es uns nur so scheint. Eine unaussprech-ßen und kleinen Zeitgenossen. Er suchte Rat bei seinen liche Leere erfüllte mein Inneres.« Ein weiterer Satz,Schwestern. Er bewarb seine Stücke bei Intendanten. und es hätte auch dies ein Liebesbrief sein können.Nur Liebesbriefe – Fehlanzeige. Eine für sein ganzes Aber nein. Ein Jahr später löste er die Verlobung.Leben hochdramatische Erkenntnis bezeugt ein Briefvon 1801 an seine Braut Wilhelmine von Zenge: »Vorkurzem ward ich mit der neueren sogenannten Kanti­ ............Mit Unterstützung der.....................................schen Philosophie bekannt – und Dir muss ich jetzt da­ ....................................... ............raus einen Gedanken mitteilen, indem ich nicht fürchtendarf, dass er Dich so tief, so schmerzhaft erschüttern
  10. 10. ................................................................................................................................................................12............................................................................................. konZeRt......................................................................................................... So 22. mai |19.00 Uhr | [Einführung um 18.15 Uhr]....................................................... Ordenssaal, residenzschloss Ludwigsburg | kartEn zU 65 | 54 | 45 | 29 €.....................................................................................................................................................................................................Mazzocchi. Marienvesper VIRGILIO MAZZOCCHI: Vespro della beata vergine Cantus Cölln | Concerto Palatino | Konrad Junghänel (Musikalische Leitung)................................................................................................................................................................Nach der umjubelten Aufführung von Monteverdis »Ma­ sung seines Bruders Domenico bekamen Musikinter­rienvesper« 2010 bei den Schlossfestspielen, widmen essierte außerhalb des Vatikans Mazzocchis Werke zusich Cantus Cölln 2011 erneut dem Mysterium der Gesicht. Denn Virgilio Mazzocchi war 20 Jahre langJungfrau Maria. Diesmal in der Vertonung des Barock­ Kapellmeister am Petersdom in Rom, damit der mäch­Komponisten Virgilio Mazzocchi (1597–1646). Als er tigste Musiker des Vatikans. In dieser Zeit verfasstestarb war der Öffentlichkeit nur ein kleiner Teil sei­ Mazzocchi zahlreiche kirchenmusikalische Werke fürnes Œuvre durch Notendrucke bekannt. Die meisten den liturgischen Gebrauch, leitete die Sängerschule anseiner Werke befanden sich als Handschriften in der St. Peter, komponierte Opern für die aufwendigen Kar­Notenbibliothek der Capella Giulia. Erst auf Veranlas­ nevalsfeiern und beteiligte sich an Oratorienaufführun­
  11. 11. gen und päpstlichen Akademien. Mazzocchis Schaffen zum Beginn der römischen Barockzeit zum Ort derfiel in eine Blütezeit des römischen Barock. Beflügelt feierlichsten und modernsten Musik. In Cantus Cöllnvon Humanismus und Renaissancegeist verliehen die in mit Konrad Junghänel findet Mazzocchi die idealenRom ansässigen Päpste der Stadt eine unvergleichliche Interpreten, die dessen einzigartige KlangstrukturenPracht. Römische Adlige und kirchliche Institutionen be­ in faszinierendes Licht rücken. Die 2009 erschiene­saßen einen ausgeprägten Sinn für Kunst und Musik, ne Einspielung von Mazzocchis »Marienvesper« durchund bemühten sich, bekannte Architekten, Maler, Bild­ Cantus Cölln schaffte es auf die begehrte Bestenlistehauer, Dichter und vor allem Musiker zu verpflichten. des »Preises der deutschen Schallplattenkritik«. EineSo wurde Rom zu einem der wichtigsten Anziehungs­ Interpretation, die verinnerlicht und berührt, effektvollpunkte für Sänger, Organisten und Instrumentalisten. und fesselnd!Das barocke Rom war eine klingende Stadt voll außer­gewöhnlicher Aufführungen und überragender Musiker,deren geballte Kreativität in der Musikgeschichte ihres­gleichen suchte. Mazzocchi nimmt sich in seinenWerken die beeindruckende Baukunst seiner Wir-kungsstätte zum Vorbild und entfaltet eine pracht-voll überbordende Klangarchitektur. Hier kommtder bemerkenswerte Kompositionsstil Mazzocchis alsVermittlung zwischen altem und neuen Stil zum Zuge.Er beherrscht perfekt die kontrapunktischen Feinhei­ten der Vokalpolyphonie ebenso wie das Lyrische des»Stile nuovo«. In diesem Kontext avancierte die Vesper
  12. 12. »Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.«DSCHaLâL-ED-Dîn rUMî[Schlosskapelle – Schloss Ludwigsburg]
  13. 13. ................................................................................................................................................................16............................... ameRIcan RootS I....................................................................................................................................................... mI 25. mai | 20.00 Uhr | [Einführung um 19.15 Uhr]................................................. Ordenssaal, residenzschloss Ludwigsburg | kartEn zU 65 | 54 | 45 | 29 €.......................................................................................................................................................................................................... Old Folks at Home Bill Frisell (Gitarre) | Eyvind Kang (Viola) | Rudy Royston (Percussion) Sam Amidon (Gesang / Gitarre)................................................................................................................................................................Im 20. Jahrhundert waren es die Amerikaner, die der (1826 –1864), der sich erstmals von der Musik derWelt Blues, Jazz, Rock’n’Roll, Hip Hop und die dazu ge­ Baumwollfelder beeinflussen ließ.hörenden Verästelungen schenkten. Aber noch 1837 Bill Frisell und Sam Amidon starten ihr American Rootsstöhnte der amerikanische Poet Ralph Waldo Emerson Projekt mit einer spannenden Exkursion zu den Wur­über Amerikas kulturelle Abhängigkeit: »Zu lange ha- zeln amerikanischer Volksmusik und zu jenen Kompo­ben wir den höfischen Musen Europas gelauscht!« nisten, die diese Lieder zur Grundlage ihrer Suche nachImmer wieder hatten sich die Musiker nach mehr Un­ der Identität des noch jungen Landes machten.abhängigkeit vom Alten Kontinent gesehnt. Sehr frühsetzte sich der gebürtige Bostoner William Billings ............................................................................. Eine Produktion der Ludwigsburger Schlossfestspiele | |(1746 –1800) in seinen Werken nachdrücklich für ............................................................................. ..........................................................................eine amerikanische Musik ein. Billings schrieb Lieder 10% rabatt beim kauf von mind. drei Veranstaltungen aus Rfür Chor im Volkston – ebenso wie Stephen Foster ............................................................................
  14. 14. ................................................................................................................................................................ 17......................................... ameRIcan RootS II............................................................................................................................................. FR 27. mai | 20.00 Uhr | [Einführung um 19.15 Uhr]........................................ Ordenssaal, residenzschloss Ludwigsburg | kartEn zU 65 | 54 | 45 | 29 € ..................................................................................................................................................................................................................new river Bill Frisell (Gitarre) | Eyvind Kang (Viola) Rudy Royston (Percussion) | Sam Amidon (Gesang / Gitarre) Das Streichquartett der Schloss-Solisten................................................................................................................................................................Das amerikanische Ringen um Eigenständigkeit in der quartett der Schloss­Solisten jenen KomponistenMusik setzte sich auch Anfang des 20. Jahrhunderts Amerikas, die sich der Volkmusiktradition Amerikasfort und hatte längst die Klassik­Szene erfasst. Schon angenommen haben, um ihren individuellen Tonfall zu1898 hatte Charles Ives mit ostentativen Dissonanzen kreieren. Unser Streichquartett wird Originalwerke vonin der Musik gearbeitet und räumliche Effekte in seinen Ives und Cage, aber auch ein Quartett von OrnetteKompositionen wirkungsvoll inszeniert. Ives und Kol­ Coleman interpretieren. Ein Abend zwischen Folk undlegen wie Carl Ruggles, Henry Cowell oder auch John Moderne, zwischen Jazz und Tradition.Cage und Aaron Copland jedoch waren alle gleicher­ .............................................................................maßen fasziniert von der Direktheit amerikanischer Eine Produktion der Ludwigsburger Schlossfestspiele | |folk tunes. ............................................................................. ..........................................................................Im zweiten Teil der American Roots widmen sich Bill 10% rabatt beim kauf von mind. drei Veranstaltungen aus RFrisell und Sam Amidon zusammen mit dem Streich­ ............................................................................
  15. 15. ................................................................................................................................................................18.................................................................................................. mUSIktheateR................................................................ Do 26. mai || FR 17. Juni | 20.00 Uhr....................................................................................................... Forum am Schlosspark, Ludwigsburg | kartEn zU 39 | 32 | 25 | 17 €............................................................................................................................................................................................Mnozil Brassenthüllt: Blofeld Thomas Gansch, Robert Rother, Roman Rindberger (Trompete) Leonhard Paul (Basstrompete / Posaune) Gerhard Füssl, Zoltan Kiss (Posaune) | Wilfried Brandstötter (Tuba) Ferdinando Chefalo (Regie /Choreografie)................................................................................................................................................................Vor wenigen Wochen saßen sie noch zusammen und beim Herrn Mnozil und spielte auf … – und der Rest istfeierten den neunzehnten Jahrestag der Erstgründung – halt Geschichte, wie auch der Name, auf den der Herrdas war schon ein Riesenhallo! Gar zu märchenhaft Mnozil immer sehr stolz gewesen war. Und immerhinhatte ja alles angefangen, damals 1992, im Gasthaus hat man sie »Monty Pythons der Musik« genannt. Erstdes böhmischstämmigen Herrn Mnozil, Josef Mnozil, in kürzlich wieder.der Seilerstätte im 1. Wiener Bezirk. Da die Musikhoch­ In den neunzehn Jahren haben sieben Wahnsinns­schule gleich gegenüber liegt, traf man sich regelmäßig Bläser jedenfalls allerlei zusammengebracht, viele lustige
  16. 16. Revue­Abende in 30 1/2 Ländern und dann natürlich Musiktheaters verschworen hat wie Mnozil Brass.die erste Operette des 21. Jahrhunderts! Und dann eine Sie sind die Einzigen, die ihr eigenes Orchester, Ballett,große Oper für die Salzburger Festspiele (das war im Chor und Solisten­Ensemble sind. Alles zur gleichenlegendären Sommer 2008, »Irmingard« hieß der sauko­ Zeit. Die Sieben von Mnozil Brass schaffen das schein­mische Zweiakter!). Eine Suite für Orchester und sich bar mühelos, was manch ein Opernregisseur in seinenselbst haben sie mittlerweile auch komponiert. kühnsten Träumen nicht zu hoffen wagt. Da bleibt derUnd jetzt warten alle auf das neue Stück. Das Stück Neid nicht aus. Schwamm drüber.zum großen 19. Jubiläum! Einige von ihnen hatten Apropos Geheimnisse. In ihrem neuen Opus geht esblaue Flecken, andere waren wundgescheuert, als sie um Blofeld. Ganz sicher ist es eines der letzten Geheim­da bei Limo und großen Weinen melancholisch beisam­ nisse der angewandten Blechmusik. Vielleicht ist es jamen saßen. Denn nach der Operette, der Oper und eines der großen Rätsel der Menschheit. Aber warumdem Konzert soll das neue Werk sehr viel mit Bewe­ gerade Blofeld? Mnozil Brass werden es enthüllen. Beigung zu tun haben. Hört man. Den dreifachen Rindber­ den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Ein Fest.ger sollen sie wieder und wieder geprobt haben. Hörtman. Auf jeden Fall soll getanzt werden. So sehr, dass ...........Gefördert von der............................................einer der Gruppe vorgeschlagen hat, die neue Produk­ ............................... ........tion »Rhythm and Shoes« zu nennen. Aber Blofeld hatdas verhindert. Schon wegen der wirklich halsbreche­ .............................................................................rischen Stunts, die Chef­Choreograph Ferdinando Che­ Ein auftragswerk der Ludwigsburger Schlossfestspiele | | .............................................................................falo mit ihnen einstudiert. In Blofeld. ...........................................................................Aber ganz im Ernst: Es gibt im Moment wohl keine 10% rabatt beim kauf von mind. drei Veranstaltungen aus RMusikergruppe, die sich so auf die Geheimnisse des ............................................................................
  17. 17. ................................................................................................................................................................20........................................................................................ mUSIkalIScheR Salon.......................................................................... DI 24. mai || DI 28. Juni | 20.00 Uhr....................................................................................................... Palais Grävenitz, Ludwigsburg | kartEn zU 5 €....................................................................................................................................................................................................................Salon im Grävenitz SALON BACH (24. Mai): Norbert Bolin & Elisabeth Schmierer SALON VERDI (28. Juni): Norbert Bolin & Dietmar Holland................................................................................................................................................................Seit 1995 haben die Ludwigsburger Schlossfestspiele Verdi. Schwerpunkte der amüsanten und erhellendenihren Sitz im Palais Grävenitz, das Herzog Eberhard Konversation sind dabei Verdis »Requiem« und die »Bran­Ludwig für seine Mätresse Wilhelmine von Grävenitz denburgischen Konzerte« – beide Bestandteil der Auf­erbauen ließ. In der Spielzeit 2011 wird der Rokoko­ führungen in der Festspielzeit 2011.Festsaal, das architektonische Kleinod des Palais’,zum Ort eines musikliterarischen Salons. Der Musik­wissenschaftler Dr. Norbert Bolin erläutert in zweiVeranstaltungen im Gespräch mit den herausragen­den Autoren Prof. Dr. Elisabeth Schmierer und Diet­mar Holland zwei große Komponisten der diesjährigenFestspielsaison: Johann Sebastian Bach und Giuseppe
  18. 18. ................................................................................................................................................................ 21...................................................................................... konZeRt......................................................................................... So 29. mai | 16.00 – 24.00 Uhr............................................................................................................ Ordenskapelle, residenzschloss Ludwigsburg | kartEn zU 10 € ..........................................................................................................................................................................................................Stimme für Stimme THOMAS TALLIS (1505–1585): Spem in alium Terry Wey (Countertenor) | Ulfried Staber (Bass)................................................................................................................................................................Die 40­stimmige Motette »Spem in alium« von Thomas der Kirche platzierten Klangregisseur in eine geloopt.Tallis (ca. 1505–1585) gehört ohne Frage zu den be­ Aus den 16 Lautsprechern ergießt sich eine Stimmeeindruckendsten Kompositionen der Musikgeschichte, nach der anderen in den Raum. Wie ein gigantischesgleichzeitig aber auch zu den am schwierigsten auf­ Renaissance-Puzzle erschließt sich so die Motetteführbaren: 40 Sänger, deren Stimmen sich in idealem dem Zuhörer Stimme für Stimme, bis mit dem Glo-Verhältnis zueinander mischen und sich zu einem gro­ ckenschlag zu Mitternacht das vollendete vierzig-ßen Klanggebilde verschmelzen, existieren vielleicht stimmige Werk erklingt.gar nicht. In Ludwigsburg kommt dieses monumentale Einlass und Ausgang sind jeweils halbstündlich mög­Werk mit nur »zwei« Sängern zur Aufführung. Die vier­ lich. Während der gesamten Dauer bietet das Kaffee­zig Stimmen werden von den beiden Musikern einzeln haus »Arabica« vor Ort Erfrischungen und Confiserie an.nacheinander gesungen und anschließend vom live in
  19. 19. ................................................................................................................................................................22......................................................................................................... konZeRt................................................. So 29. mai | 19.00 Uhr || Sa 18. Juni | 20.00 Uhr | [Einführung SO 18.15 Uhr | Sa 19.15 Uhr]...................................... Ordenssaal, residenzschloss Ludwigsburg | kartEn zU 75 | 65 | 49 | 33 €............................................................................................................................................................................................Bach. Brandenburgische konzerte I – VIJOHANN SEBASTIAN BACH: 1. Konzert F-Dur, BWV 1046 | 3. Konzert G-Dur, BWV 1048 | 5. Konzert D-Dur,BWV 1050 (für Traversflöte, Violine, Cembalo und Orchester) | 4. Konzert G-Dur, BWV 1049 (für 2 Blockflöten, Violineund Orchester) | 6. Konzert B-Dur, BWV 1051 | 2. Konzert F-Dur, BWV 1047 (für Blockflöte, Oboe, Trompete,Violine und Orchester)Michael Schmidt-Casdorff (Traversflöte) | Stefan Temmingh & Simone Nill (Blockflöte)Laura Vukobratovic (Trompete) | Olga Watts (Cembalo)Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele | Rüdiger Lotter (Violine und Leitung)...........................................................................................................................................................................................Mit Unterstützung der ......................................................................................................................................................................Gefördert von ....................................
  20. 20. ................................................................................................................................................................ 23.............................................. konZeRt.......................................................................................................................................................... Sa 28. mai | 20.00 Uhr | Schlosskirche Haigerloch................................................................................................. kartEn zU 32 | 27 | 17 | 9 € ...................................................................................................................................................................................................................................... Sa 10. September | 20.00 Uhr | rittersaal, Schloss Wolfegg..........................................................................................kartEn zU 55 | 45 | 37 | 29 € .................................................................................................................................................................................................................................Als Bach seine sechs Konzerte dem Markgrafen von In der Schlosskirche Haigerloch und im Rittersaal desBrandenburg widmete, war ihm damit kein Erfolg be­ Schlosses Wolfegg wird das Konzertprogramm leichtschieden: Der Markgraf führte die Konzerte nicht auf, variiert; einer Auswahl der Brandenburgischen Konzertezahlte Bach kein Honorar, verlieh ihm keinen Titel und (Nr. 2, 3 und 5) werden andere Werke Bachs und sei­bestellte auch keine weiteren Werke. Trotzdem wurden ner Zeitgenossen gegenübergestellt.die »Brandenburgischen Konzerte« im Lauf der Ge­schichte zu einem Höhepunkt spätbarocker Konzert­Kunst. In wechselnden solistischen Besetzungen be­ ............................................................................. Eine Produktion der Ludwigsburger Schlossfestspiele | |gegnen sich die unterschiedlichsten Instrumente und .............................................................................Klangfarben. Zum ersten Mal in der langen Geschichteder Ludwigsburger Schlossfestspiele werden die Kon­zerte komplett vom festspieleigenen Ensemble im be­eindruckenden Rahmen des Ordenssaals aufgeführt.Wie zu Bachs Zeiten: ohne Dirigent!
  21. 21. »Ich suche und suche – und lande immer bei mir.«tHOMaS tHIEME[ahnengalerie – Schloss Ludwigsburg]
  22. 22. ................................................................................................................................................................26........................................................................... Song conveRSatIon I ......................................................................................... mI 1. Juni | 20.00 Uhr | Ordenssaal, residenzschloss Ludwigsburg.................................................................................................. kartEn zU 65 | 54 | 45 | 29 €........................................................................................................................................................................................................... Paolo Fresu & nguyên Lê................................................................................................................................................................Wichtige Passagen unserer Biografien werden zumeist könnte dabei sein (Nguyên Lês Idol!), Volksmusik ausvon Musik begleitet. Oft sind es Popsongs, manchmal Sardinien (Paolos heimliche Sehnsucht), aber auch ArienArien, gelegentlich holen uns auch Volkslieder ver- von Claudio Monteverdi.loren gegangene Erinnerungen zurück und machensie auf zuweilen unheimliche Weise präsent. Das geht ...............Mit freundlicher Unterstützung von..................unter die Haut, wie auch unsere Reihe Song Conversa­ ............... ...................................tion, die sich in diesem Jahr um den Traum­Trompeter .............................................................................Paolo Fresu, seinen Landsmann, den Cantautore Gian­ Eine Produktion der Ludwigsburger Schlossfestspiele | |maria Testa und den Gitarristen Nguyên Lê dreht. Am ............................................................................. ..........................................................................ersten Abend begegnen sich Paolo und Nguyên und 10% rabatt beim kauf von mind. drei Veranstaltungen aus Rwerfen sich die musikalischen Bälle zu: Jimi Hendrix ............................................................................
  23. 23. ................................................................................................................................................................ 27..................................................... Song conveRSatIon II....................................................................................................................................................... FR 3. Juni | 20.00 Uhr..................................................................... Ordenssaal, residenzschloss Ludwigsburg | kartEn zU 65 | 54 | 45 | 29 € .................................................................................................................................................................................................Gianmaria testa & Paolo Fresu................................................................................................................................................................Er hat diese Stimme, die zur Kontemplation verführt. wird er Lieder des französischen Chansonniers LéoGianmaria Testas Gesang schärft unseren Blick fürs Ferré im Gepäck haben oder auch «Volare», DomenicoDetail, er wird mit seiner Musik zu einem Gegenüber, Modignos Dauerbrenner – längst schon ein Volkslieddas uns zu jenen Erlebnissen rückt, die wichtig sind. aus dem letzten Jahrhundert.Sein Stil ist geprägt von den kargen Konturen ei- ...............Mit freundlicher Unterstützung von..................ner Giacometti-Skulptur und der geheimnisvoll- ............... ...................................expressiven Lyrik Giuseppe Ungarettis – beidesKünstler, auf die sich Gianmaria Testa beruft. Zusam­ ............................................................................. Eine Produktion der Ludwigsburger Schlossfestspiele | |men mit Paolo Fresu wird er neue Interpretationen ei­ ............................................................................. ..........................................................................gener Lieder singen, vielleicht besinnt er sich auf eine 10% rabatt beim kauf von mind. drei Veranstaltungen aus RArie von Puccini (alle Italiener lieben Oper!), vermutlich ............................................................................
  24. 24. ................................................................................................................................................................28........................................................................... Song conveRSatIon III............................................................................................................................................... Sa 4. Juni | 20.00 Uhr....................................................................... Ordenssaal, residenzschloss Ludwigsburg | kartEn zU 65 | 54 | 45 | 29 €................................................................................................................................................................................. nguyên Lê & Gianmaria testa................................................................................................................................................................Im dritten Teil unserer musikalischen Konversation tref­ sikern, fallen immer wieder die Stichworte Reise undfen zwei Kulturen zusammen. Nguyên Lê könnte sich Erinnerung. Es sind wohl die heimlichen Schlüsselbe­unter Umständen die Interpretation eines vietnamesi­ griffe der Song Conversation.schen Volkslieds aus Kindertagen vorstellen, auf dasGianmaria vielleicht mit einem Kinderlied aus dem Pie­ ...............Mit freundlicher Unterstützung von..................mont, seiner Heimat, antwortet. Oder er erzählt vom ............... ...................................Schicksal der blinden Passagiere aus Nordafrika, «Da .............................................................................questa parte del mare», die irgendwo im Niemandsland Eine Produktion der Ludwigsburger Schlossfestspiele | |von Apulien stranden. Nguyên wird sicherlich einige Lie­ ............................................................................. ..........................................................................der vorstellen, die ihm beim Nachdenken über Hanoi 10% rabatt beim kauf von mind. drei Veranstaltungen aus Reinfielen. Überhaupt: Spricht man mit den beiden Mu­ ............................................................................
  25. 25. ................................................................................................................................................................ 29................................................................. konZeRt.............................................................................................................. Do 2. Juni | 20.00 Uhr................................................................................................................................. Ordenssaal, residenzschloss Ludwigsburg | kartEn zU 49 | 42 | 34 | 26 € ...................................................................................................................................................................................... Franui. Mahlerlieder Daniel Schmutzhard (Bariton) | Sven-Eric Bechtolf (Rezitation) | FRANUI................................................................................................................................................................Zum 150. Geburtstag Gustav Mahlers (1860 –1911) rer eigenwilligen Klangbatterie des Beisls aus Bläsernim Jahr 2010 hat die Musicbanda Franui die »Mahler- und Saiteninstrumenten sind dabei nicht Interpreten,lieder. Einen Liederabend mit Erinnerungen an die sondern Erzähler von Musik. Ein Perspektivenwechsel:Ewigkeit samt unverhofftem Eintreffen des Sän- Der Zuhörer erkundet, aus welchem Humus diese Mu­gers« für die Schlossfestspiele konzipiert. Nach dem sik entstanden ist – wie Mahler aus Sicht der Volksmu­großen Erfolg der Premiere zeigen wir die Mahlerlieder sik klingt. Eine Reiseroute mit vielen Überraschungen,2011 als Wiederaufnahme – nun zum 100. Todestag die der Burgschauspieler Sven­Eric Bechtolf mit Textendes Komponisten. In der Nähe des im östlichen Tirol »Aus dem Bleistiftgebiet« von Robert Walser begleitet.gelegenen Dörfchens Innervillgraten steht das letzte ............................................................................Komponierhäuschen Gustav Mahlers. Franui, deren Ein auftragswerk der Ludwigsburger Schlossfestspiele | |Musiker in Osttirol aufwuchsen, eignet sich vor diesem Eine koproduktion mit den tiroler Festspielen Erl, den SüdtirolerHintergrund die Musik Mahlers an. Die Musiker mit ih­ Festspielen/alto adige Festival und dem konzerthaus Wien .............................................................................
  26. 26. »Leben – zusammen. Vielleicht nur, um der traurigkeit des abends zusammen zu trotzen.Sich gegenseitig fremd sein ist unausweichlich, notwendig, begehrenswert sogar,aber nicht wenn der abend kommt.«rOLanD BartHES[ahnengalerie – Schloss Ludwigsburg]
  27. 27. ................................................................................................................................................................32......................................................................... lIeDeRabenD........................................................................................................................................................ mI 8. Juni | 20.00 Uhr.......................................................................................... Forum am Schlosspark, Ludwigsburg | kartEn zU 51 | 42 | 33 | 23 €...........................................................................................................................................................................Schubert. nacht und träumeFRANZ SCHUBERT: »Nacht und Träume«, D 827 | »Hoffnung«, D 637 | »Die Sterne«, D 684 | »Im Abendrot«, D 799»Tiefes Leid«, D 876 | »Totengräbers Heimweh«, D 842 | »An den Mond«, D 193 | »Die Mainacht«, D 194»An Sylvia«, D 891 | »Die Sommernacht«, D 289 | »Der liebliche Stern«, D 861 | »An die Geliebte«, D 303 u. a.Matthias Goerne (Bariton) | Alexander Schmalcz (Klavier)................................................................................................................................................................Mit einem geheimnisvollen Programm kommt der her­ liche Erwartung, inniges Vertrauen, tiefste Empfindung;ausragende Bariton Matthias Goerne nach Ludwigs­ all dies leuchtet im heißen Kosmos der Liebe auf. Inburg, für das er einige der schönsten Schubert­Lieder den Liedvertonungen von Franz Schubert gewinnenausgewählt hat, darunter »An den Mond«, »Die Mai­ die Texte von Goethe, Klopstock, Rückert und vielennacht« und »An Sylvia«. Nacht und Träume – dies zielt anderen eine Dimension, die genau auf das Fühlen derab auf das mächtigste menschliche Gefühl: die Liebe. Seele trifft. Bei Schubert verhüllen sich jedoch dieseNacht und Träume – hoffnungsvolle Sehnsucht, sinn­ Verse auch fast immer hinter dem Schleier der Melan­
  28. 28. cholie und des Kummers – hoffnungslose Sehnsucht,vergebliche Erwartung, gebrochenes Vertrauen,schmerzhafte Empfindung.Die stimmliche Verkörperung dieser driftenden Seelen­brüche findet in Matthias Goerne ihr ideales Pendant.Mit seiner warmen, geschmeidigen Baritonstimme undseinen tiefgründigen Interpretationen hat er sich inter­national hohes Ansehen erworben. Als Liedsänger ers­ten Ranges ist Matthias Goerne regelmäßig zu Gast beiden renommierten Festivals und in den bedeutendenKonzertsälen der Welt wie der Carnegie Hall in NewYork und der Wigmore Hall in London. Begleitet wird erdabei, wie auch in Ludwigsburg, von seinem langjähri­gen musikalischen Partner Alexander Schmalcz.Ein besonders ehrgeiziges, über mehrere Jahre an­gelegtes Projekt von Matthias Goerne ist seine »Go­erne­Schubert­Edition«, eine Serie von zwölf CDs mitsämtlichen Schubert­Liedern. Goernes Liederabendeergreifen das Publikum derart, dass es vor dem tosen­den Beifall regelmäßig eine Schweigeminute einlegt.
  29. 29. ................................................................................................................................................................34.......................................................................................... konZeRt........................................................................................................... Do 9. Juni | 20.00 Uhr | [Einführung um 19.15 Uhr]........................................................................................ Forum am Schlosspark, Ludwigsburg | kartEn zU 75 | 65 | 49 | 33 €...........................................................................................................................................................................La vision sur MozartLUIGI CHERUBINI: Ouvertüre zu »Medée« | WOLFGANG AMADEUS MOZART: Konzert für 2 Klaviere und OrchesterEs-Dur, KV 365 | LEOPOLD KOŽELUH: Sonate für zwei Klaviere F-Dur, op. 33WOLFGANG AMADEUS MOZART: Symphonie Nr. 41 C-Dur »Jupiter«, KV 551Katia & Marielle Labèque (auf Hammerklavieren der Mozartzeit) | Orchester der LudwigsburgerSchlossfestspiele (auf Originalklang-Instrumenten) | Michael Hofstetter (Musikalische Leitung)................................................................................................................................................................Zwei der fantastischsten Kompositionen Mozarts ste­ sogenannten »fortepiani«, originalgetreuen Nachbautenhen im Fokus dieses Konzerts: Das Konzert für zwei von Instrumenten aus der Mozart­Zeit, spielen.Klaviere und Orchester Es­Dur und die 41. Sympho­ Katia und Marielle Labèque, in Frankreich nahe der spa­nie »Jupiter«. Die französischen Pianistinnen Katia und nischen Grenze geboren, erleben international eineMarielle Labèque, der Dirigent Michael Hofstetter mit außergewöhnliche Karriere und konzertieren mit dendem Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele weltbesten Orchestern.erspüren dabei auf historischen Instrumenten das Mo­ Mozart schrieb die Solopartien des Klavierkonzertszartsche Klangideal. So wird das Klavier­Duo nicht auf für sich und seine Schwester Maria Anna, vermutlichmodernen Konzertflügeln, sondern auf Hammerflügeln, 1779 nach seiner Rückkehr aus Frankreich, in Salzburg.
  30. 30. In leicht französischem Tonfall entwirft das Konzert ............................................................................ Gefördert durch deneinen virtuosen Dialog zwischen den beiden Soloinstru­ FReUnDeSkReIS DeR lUDWIgSbURgeRmenten und dem Orchester. Französisch eröffnet auch SchloSSFeStSPIele e.v.Michael Hofstetter den Abend mit der dramatischen ............................................................................Ouvertüre zur Oper »Medée« des MozartzeitgenossenLuigi Cherubini (1760–1842). Mit der Sonate B­Dur,op. 33 für zwei Klaviere von Leopold Antonín Koželuh ......Mit Unterstützung der...........................................(1747–1818) werfen Katia und Marielle Labèque einen .................................. ................Blick auf das kompositorische Umfeld Mozarts.Koželuh ließ sich 1778 in Wien nieder, avancierte baldzu einem gefeierten Pianisten und rivalisierte mit Mo­zart um die Stellung als bedeutendster zeitgenössi­scher Komponist Wiens. 1781 lehnte er das Amt desHoforganisten in Salzburg als Nachfolger Mozarts ab. .............................................................................Dafür wurde er 1792 nach Mozarts Tod am Wiener Hof Eine Produktion der Ludwigsburger Schlossfestspiele | |gleichzeitig Kammerkapellmeister und Hofkomponist .............................................................................auf Lebenszeit.Zur Krönung des Abends führt die »Jupiter«­Symphonieden dialogisierenden Gedanken fort. Mozart wirft mitdem Werk, dem Höhepunkt seiner Symphonik, durch niegehörte musikalische Strukturen Fragen auf, die erstdie Romantik beantworten wird.
  31. 31. »Das echte Gespräch bedeutet, aus dem Ich herauszutreten und an die türdes Du zu klopfen.«aLBErt CaMUS[ahnengalerie – Schloss Ludwigsburg]
  32. 32. ................................................................................................................................................................38..................................................................... konZeRt................................................................................................................. Sa 11. Juni || mI 6. Juli | 20.00 Uhr............................................................................................................... Ordenssaal, residenzschloss Ludwigsburg | kartEn zU 39 | 33 | 26 | 16 €......................................................................................................................................................................Preisträgerkonzerte I & II Gewinnerinnen und Gewinner des 36. Deutschen Musikwettbewerbs 2011................................................................................................................................................................Junge Musiker haben einen unverbrauchten Blick auf ins Leben gerufen hat. Jedes Jahr wählen die Schloss­die Musikwelt. Sie zeigen uns die Konzertkonzeption festspiele aus den Gewinnern und Stipendiaten desvon morgen und eine neue, neugierige Art der Inter­ Deutschen Musikwettbewerbs talentierte, interessantepretation. Den Ludwigsburger Schlossfestspielen junge Musiker für das Preisträgerkonzert aus, die einist es daher ein großes Anliegen, kontinuierlich begeisterndes und abwechslungsreiches Konzerterleb­und intensiv mit jungen Musikern zusammenzuar- nis versprechen.beiten. Die inzwischen traditionell­beliebten Konzerte .............................................................................veranstalten die Schlossfestspiele bereits viele Jahre In zusammenarbeit mit dem Deutschen Musikratals Partner des Förderprogramms »Bundesauswahl .............................................................................Konzerte Junger Künstler«, das der Deutsche Musikrat
  33. 33. ................................................................................................................................................................ 39............................................................................................... JaZZ............................................................................................................. mI 15. Juni | 20.00 Uhr...................................................................................... Ordenssaal, residenzschloss Ludwigsburg | kartEn zU 39 | 33 | 26 | 16 € .......................................................................................................................................................................................................Diknu Schneeberger trioDiknu Schneeberger & Martin Spitzer (Gitarre) | Joschi Schneeberger (Bass)................................................................................................................................................................Diknu Schneeberger ist ein absolutes Ausnahmetalent, sames musikalisches Ideal, Musik im Geiste Djangoein aufgehender Stern am Gitarristenhimmel. Der blut­ Reinhardts zu spielen. 2006 gründen sie das Diknujunge Musiker vereint in seinem Spiel Virtuosität und Schneeberger Trio mit Papa Joschi Schneeberger amrhythmische Präzision des Gypsy Jazz mit einem be- Bass. Das Trio spielt rasanten Gypsy Swing, liebevollsonderen Gefühl für Melodik und Ton. Das Diknu arrangierte Standards, interessante Originals und Djan­Schneeberger Trio hat seinen Ursprung eigentlich ei­ gos schönste Kompositionen.nem Zufall zu verdanken. 2005 nimmt Diknu Unterrichtbeim renommierten Wiener Jazzgitarristen Martin Spit­zer, nach kurzer Zeit entwickelt sich eine Freundschaftzwischen den beiden, und sie entdecken ihr gemein­
  34. 34. ................................................................................................................................................................40....................................................................................... konZeRt....................................................................................................... So 19. Juni | 19.00 Uhr........................................................................................ Ordenskapelle, residenzschloss Ludwigsburg | kartEn zU 39 € ...............................................................................................................................................................................................................................Bach. Quinta essentia JOHANN SEBASTIAN BACH: Suiten G-Dur, d-moll, C-Dur, BWV 1007–1009 (bearbeitet für deutsche Theorbe von Hopkinson Smith) Hopkinson Smith (Theorbe)................................................................................................................................................................Wie viele seiner Werke komponierte Bach seine Cello­ sein. Der weltweit hoch geschätzte amerikanischeSuiten für besonders talentierte Instrumentalisten im Lautenist und Gitarrist Hopkinson Smith hat, ganz inUmfeld seiner Wirkungsstätten. Die insgesamt sechs der Tradition des musikalischen Umgangs mit WerkenSuiten für Violoncello solo schrieb er um 1720 für den der Barockmusik, eine Fassung der drei ersten SuitenVirtuosen Christian Ferdinand Abel (1682–1761). Nach für deutsche Theorbe erstellt, mit denen er das ersteBachs Tod verfielen die Suiten schnell der Vergessen­ seiner beiden Konzerte in der Ordenskapelle gestaltet.heit anheim, da die zeitgenössischen Cellisten mit der»Unspielbarkeit« der Suiten heillos überfordert waren.Erst der berühmte Pablo Casals brachte sie Anfangdes 20. Jahrhunderts wieder ins öffentliche Bewusst­
  35. 35. ................................................................................................................................................................ 41...................................................... konZeRt.......................................................................................................................................................... So 17. Juli | 19.00 Uhr...................................................................... Ordenskapelle, residenzschloss Ludwigsburg | kartEn zU 39 € .................................................................................................................................................................................................................................La guitarra españolaGASPAR SANZ: Drei Spanische Themen | Preludio o Capricho Arpeado | Marizápalos | Passacalles del segundo tonoJiga | Canarios || FRANCISCO GUERAU: Passacalles del primer tono | Canarios || ANTÓNIO DE SANTA CRUZ: JácarasHopkinson Smith (Gitarre)................................................................................................................................................................Im letzten Sommer der Schlossfestspiele hat Hopkin­ intime, tiefe Schönheit, gewonnen durch spanischeson Smith bereits das Publikum in Wolfegg mit der Strenge und verhaltene Leidenschaft, hinter der manstillen Schönheit seiner Interpretationen, dem Wunder das lodernde Feuer der Sinnlichkeit ahnen mag.der leisen Klänge auf der Laute und Gitarre verzaubert.Spanische Musik des 17. Jahrhunderts für Barockgitar­re steht auf dem Programm seines zweiten Konzertes ............Mit Unterstützung der.....................................in der Ludwigsburger Ordenskapelle. Die Marizápalos, ....................................... ............Canarios und Jácaras der spanischen Meister Sanz,Guerau und de Santa Cruz sind Musik höchster Intensität;
  36. 36. »Es ist einfacher, mit der Lüge aufzuhören, als mit der Lüge zu beginnen.«SCHIManSkI[Dienstbotenzimmer – Schloss Ludwigsburg]
  37. 37. ................................................................................................................................................................44.......................................................................................................................theateR.......................................... mI 22. Juni || Do 23. Juni || FR 24. Juni | 20.00 Uhr | [Einführung um 19.15 Uhr]................ Schlosstheater, residenzschloss Ludwigsburg | kartEn zU 65 | 49 | 35 | 24 € | [12 € hörerplätze]...................................................................................................................................................................................Ich erfand karl May EIN PSYCHOGRAMM Thomas Thieme (Der Dichter) Schauspielstudierende der Akademie für Darstellende Kunst Ludwigsburg (Seine Stimmen) Thomas Schadt (Inszenierung & Textfassung) | Katharina Schlipf (Ausstattung)................................................................................................................................................................Hochstapelei, Diebstahl, Amtsanmaßung, Unsittlichkeit wohl erfolgreichste deutsche Schriftsteller. Mit 200 Mil­und vieles mehr wurde ihm zu Lebzeiten vorgeworfen; lionen verkauften Büchern hat er die Fantasie mehrererwegen einiger dieser Delikte verbrachte er viele Jahre in Epochen nachhaltig geprägt. Doch es ist beileibe nichtHaft. In der Geschichte der deutschsprachigen Literatur nur die Vorstellungswelt von Kindern und Teenagern,gibt es kaum einen Autor, der sein Leben so kunstfer­ die sich von Mays aberwitzigen Abenteuern inspirie­tig mit seinen Erzählungen verschmelzen konnte – und ren ließen – Figuren mit so klingenden Namen wie Olddessen überschäumende Fantasie so gewitzt die eige­ Shatterhand, Winnetou, Kara Ben Nemsi und Hadschine Biografie überschrieb. Halef Omar geistern auch heute noch durch die Tag­Karl May, als Sohn einer Weberfamilie in ärmlichen Ver­ träume selbst scheinbar abgeklärter Erwachsener.hältnissen aufgewachsen, mehrfach vorbestraft, ist der Doch wer war dieser Windhund, der die Länder, in
  38. 38. denen seine Geschichten spielten, erst spät im Leben interessiert sich dabei weniger für die historische Be­bereisen konnte? Karl May hatte zuvor nicht nur sein trachtung dieses wunderbaren Erzählers – sein Augen­Amerika und seinen Orient erfunden – sein eigenes merk richtet sich auf den peinigenden Zwist, der MayLeben war eine Art Traumgebilde, das er in Literatur ein Leben lang begleitete. Ein Kampf zwischen Dich­transformierte. Er selbst war Old Shatterhand, der mit tung und Wahrheit. Zwischen Triumph und Schwindel.seiner legendären Büchse »Bärentöter« seinem Freund Zwischen Pose und Selbstbehauptung. Kein romanti­Winnetou im Kampf gegen Unrecht und das Böse scher Spaziergang. Ein Abenteuer. »Freiheit«, so kon­beistand. Zumindest ließ er später durchblicken, die statierte Thomas Thieme einmal lakonisch in einemAbenteuer an der Seite des »Edlen Wilden« selbst erlebt Interview, »Freiheit, das ist eine zugige Gegend.«zu haben.Thomas Thieme und Thomas Schadt untersuchen die ...........Gefördert von der............................................Welt dieses glühenden Fantasten und konfrontieren ihn ............................... ........mit seinen inneren Stimmen, die dieses seltsam pral­le Leben zu einer quälenden, aber auch abenteuerli­chen Suche nach der eigenen Identität werden ließen.Thieme, der wohl eindrücklichste deutsche Schauspie­ .............................................................................ler seiner Generation, hat bereits in Schadts Film »Der Eine kooperation der Ludwigsburger Schlossfestspiele und derMann aus der Pfalz« einen monomanischen Helmut akademie für Darstellende kunst Baden-Württemberg .............................................................................Kohl gespielt, dessen Willenskraft den Realitäten unbe­irrbar voranzustürmen schien.Thomas Schadt, der die Textfassung für diese Befragungaus den autobiografischen Notizen Karl Mays montierte,
  39. 39. ................................................................................................................................................................46...................................................................................................... konZeRt......................................................................................................... So 26. Juni | 19.00 Uhr | [Einführung um 18.15 Uhr]...................................... Schlosskirche, residenzschloss Ludwigsburg | kartEn zU 49 | 36 € | [ 16 € hörerplätze]...........................................................................................................................................................................................Magnificat [Meine Seele erhebt den Herrn] anima mea dominumGIOVANNI GABRIELI: Magnificat »Anima mea Dominum«, aus: »Sacrae Symphoniae« (1615) | »O magnum mysterium«(1587) || MICHAEL PRAETORIUS: Magnificat »Meine Seel erhebt den Herren«, aus: »Puericinium (1621)Deutsches Te Deum »Herr Gott, dich loben wir«, aus: »Musiae Sioniae« (1607) | »Aus tiefster Not«, aus: »Musae Sioniae«(1605) || ANDREA GABRIELI: »De profunids«, aus: »Psalmi Davidici« (1583) || HEINRICH SCHÜTZ:Deutsches Magnificat »Meine Seele erhebt den Herren«, SWV 494 | Te Deum »Herr Gott, dich loben wir«, SWV 472»Also hat Gott die Welt geliebt«, SWV 380 | »Der Herr ist mein Hirte«, SWV 398Chor der Ludwigsburger Schlossfestspiele (Einstudierung: Jan Hoffmann) | Orchester der LudwigsburgerSchlossfestspiele (auf Originalklang-Instrumenten) | Michael Hofstetter (Musikalische Leitung).......................................................................................................................................................................Gefördert von der ...........Mit Unterstützung der ............................
  40. 40. ................................................................................................................................................................ 47........................................................................................... konZeRt..................................................................................... So 24. Juli | 18.30 Uhr | klosterkirche, Beuron im Oberen Donautal....................................................................................... kartEn zU 36 | 29 € | [12 € hörerplätze]............................................................................................................................................................................................................................................................ So 11. September | 18.00 Uhr | [Einführung um 17.15 Uhr]................................ Pfarrkirche St. katharina, Wolfegg | kartEn zU 39 | 37 | 29 € | [13 € Stehplätze, nur an der abendkasse]..........................................................................................................................................................................Das traditionelle Konzert mit geistlicher Chormusik mit mehreren Chören hat ihr räumliches Abbild inder Ludwigsburger Schlossfestspiele rückt das »Mag­ der Architektur des Markusdomes in Venedig. Mitnificat«, den psalmartigen Lobgesang der Gottesmut­ seinen gegenüberliegenden Emporen ist er Ideal undter Maria, ins Zentrum. Das Magnificat gehört zu den Ursprung dieser beeindruckend majestätischen Chor­bedeutendsten biblischen Texten überhaupt, deren musik, deren faszinierendes Merkmal die wechselseiti­Vertonung sich im Lauf der Jahrhunderte viele bedeu­ ge Frage­ und Antwort­Struktur ist. Die Ludwigsburgertende Komponisten angenommen haben, so während Schlosskirche mit ihren Galerien und Apsiden beruhtder Renaissance die Italiener Andrea Gabrieli (1510– wie der Markusdom auf demselben architektonischen1586) mit seinem Neffen Giovanni Gabrieli (1557– Gedanken – dem Grundriss eines Kreuzes. An diesem1612) und in deren Folge im Frühbarock die deut­ Ort vollkommener barocker Baukunst treten Michaelschen Komponisten Michael Praetorius (1571–1621) Hofstetter und »die Chöre« der Schlossfestspiele in einund Heinrich Schütz (1585–1672). Andrea Gabrieli packendes Zwiegespräch dialogischer Vokalmusik.gilt als Begründer der Venezianischen Mehrchörigkeit.Die komplexe Kompositionsform von Vokalmusik
  41. 41. »Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde.«FrIEDrICH nIEtzSCHE[Schlosskapelle – Schloss Ludwigsburg]
  42. 42. ................................................................................................................................................................50..................................................................................................................................tanZ........................................................... mI 29. Juni || FR 1. Juli || Sa 2. Juli | 20.00 Uhr......................................... Schlosstheater, residenzschloss Ludwigsburg | kartEn zU 39 | 29 | 24 | 19 € | [9 € hörerplätze]................................................................................................................................................................................... Pénombre [Dämmerung] Rosalba Torres Guerrero (Inszenierung/Choreografie) | Lucas Racasse (Video/Szenografie) Hildegard De Vuyst (Dramaturgie) | Shizuka (Ausstattung / Licht) Charo Calvo Cantero (Musik / Sound) | Sara Judice de Menezes (Kostüm) Uiko Watanabe (Video-Schauspiel) | Sara Jansens (Einführung japanische Kultur) les ballets C de la B (Produktion)................................................................................................................................................................Dieses faszinierende Projekt der Tänzerin Rosalba Tor­ das kulturelle Anderssein und dem Versuch, die eigeneres Guerrero und des Videokünstlers Lucas Racasse Persönlichkeit zu positionieren. Wieso »Pénombre«?changiert schillernd zwischen Tanztheater und Installa­ »Dieses Wort kreiert die Welt, in die ich eintauchention. »Pénombre« – »Dämmerung« entstand als Reakti­ will.«, sagt Rosalba Torres. Wie definiert sich diese Welt?on auf die tiefgründigen Erfahrungen von Reisen durch »Es ist ein mystischer Ort, bewohnt von einer Frau,Japan. Die Impulse für die Entstehung dieses Duos von gebunden durch das Bizarre und Fantastische.«Tanz und Bild finden sich in den komplexen Spiegelun­ ..........................................................................gen, Fragen und Wünschen, der mannigfachen Palette 10% rabatt beim kauf von mind. drei Veranstaltungen aus Rvon Eindrücken, hervorgerufen durch die Fremdheit, ............................................................................
  43. 43. ................................................................................................................................................................ 51....................................................................................... JaZZ.................................................................................................... Do 30. Juni | 20.00 Uhr | Ordenssaal, residenzschloss Ludwigsburg........................................................................................ kartEn zU 49 | 42 | 34 | 26 € .................................................................................................................................................................................................................... DIETER ILG TRIO: Dieter Ilg (Bass) | Rainer Böhm (Piano) | Patrice Héral (Drums) Otello................................................................................................................................................................»Otello« ist die erste Produktion des Kontrabassisten Entwicklungsprozess. Das Wichtigste dabei ist fürDieter Ilg, deren musikalische Grundlagen gezielt aus mich das dramatische Moment der Musik.« Mit gro­einem klassischen Musikwerk herrühren. Eine Art »Ini­ ßer Feinfühligkeit, einer Prise Witz und wohlfeiler Hand­tialzündung« dafür war die berühmte Kontrabassstelle werkskunst werden die Melodien und harmonischenim IV. Akt von Giuseppe Verdis Oper »Otello«, die aus Wendungen des großen Italieners so selbstverständlichdem Orchestergraben heraus den Eifersuchtsmord des interpretiert, als wäre »Otello« für dieses Jazz­Trio mitVenezianischen Admirals an seiner Gattin Desdemona Rainer Böhm und Patrice Héral gedacht gewesen.vorbereitet. Seit Dieter Ilgs klassischem Kontrabass­studium an der Musikhochschule Freiburg begleitetdiese Melodie den Tiefton­Künstler bei seinen musika­lischen Exerzitien. »Otello ist eine Inspiration« sagtder 48­Jährige, »ein ständiger Entstehungs- und
  44. 44. ................................................................................................................................................................52......................................................................................... konZeRt............................................................................................................ Sa 2. Juli | 20.00 Uhr.............................................................................................................................. Forum am Schlosspark, Ludwigsburg | kartEn zU 75 | 65 | 49 | 33 € ..........................................................................................................................................................................Verdi. Messa da requiemAilish Tynan (Sopran) | Faith Sherman (Alt) | Jun Ho You (Tenor) | Josef Wagner (Bass)Chor der Ludwigsburger Schlossfestspiele (Einstudierung: Jan Hoffmann)Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele (auf Originalklang-Instrumenten)Michael Hofstetter (Musikalische Leitung)................................................................................................................................................................Verdis Requiem gehört zu den imposanten Chorwer­ des Schicksals. Zum ersten Todestag Manzonis amken des 19. Jahrhunderts. Als liturgische Komposition 22. Mai 1874 wurde Verdis Komposition in Mailand ur­im fast reinen Opern­Œuvre Verdis trägt das Requiem aufgeführt.deutlich dramatische Züge. Das Requiem entstand als Das Requiem ist nicht für die Heilige Messe, sondernReaktion auf den Tod Alessandro Manzonis (1785– für den Konzersaal bestimmt. Wie Wolfgang Amadeus1873), dem beherrschenden Dichter im Italien des 19. Mozart, Luigi Cherubini oder Hector Berlioz, die bedeu­Jahrhunderts. Sein berühmtester Roman »Die Verlob­ tende Requien komponierten, ist Verdis Libretto derten« – der »Faust« Italiens – schildert das Leben zweier gewaltige Text der katholischen Totenmesse. Andersjunger Menschen, ausgesetzt den widrigen Stürmen als seine Komponistenkollegen übernahm Verdi nicht
  45. 45. den bloßen lateinischen Text, sondern griff in dessen rendem Timbre zusammen mit dem Chor der Schloss­Struktur ein. Die Beschreibung des Jüngsten Gerichts festspiele dieses kraftvoll­berührende Meisterwerk Ver­kehrt drohend immer wieder. Beherrscht wird das Werk dis zur Aufführung bringen werden.durch dieses furiose »Dies irae«­Thema, versinnbild­lichend den Höllen­Schrecken, der das Requiem wie DIE SCHLOSSFESTSPIELE UNTERWEGSein roter Faden durchzieht und damit Zeugnis ablegt Am 4. Juli 2011 werden Chor und Orchester der Lud­über Verdis ablehnende Haltung gegenüber der kirchli­ wigsburger Schlossfestspiele unter Michael Hofstetterchen Theologie der Angst. mit dem Verdi­Requiem in Vichy/ Frankreich gastieren.Nach einem letzten Einbruch des infernalischen Schre­ Das Konzert findet im prächtigen Jugendstil­Bau derckens endet das Requiem, ebenfalls gegen die Kon­ Opéra de Vichy statt.vention, mit dem »Libera me, Domine« (»Befreie mich,Herr«) – einer hoffnungsvollen Bitte in überirdisch­visionärer Eindringlichkeit. Gerade weil sich Verdis .............................................................................Requiem nicht in die kirchliche Ordnung einfügt, Eine Produktion der Ludwigsburger Schlossfestspiele | | .............................................................................ist es mit seiner dramatischen Opulenz der innigeAusdruck eines tiefreligiösen Menschen.Michael Hofstetter wird mit dem Orchester der Lud­wigsburger Schlossfestspiele auf historischen Instru­menten den faszinierenden originalen Verdi­Klang her­ausarbeiten. Als Solisten wirken die phänomenalenSänger Ailish Tynan (Sopran), Faith Sherman (Alt), JunHo You (Tenor) und Josef Wagner (Bass), die mit betö­
  46. 46. ................................................................................................................................................................54................................................................................. klavIeRabenD........................................................................................................... So 3. Juli | 19.00 Uhr.............................................................................................................................. Forum am Schlosspark, Ludwigsburg | kartEn zU 51 | 42 | 33 | 23 € .......................................................................................................................................................................... Vis-à-vis de Bach JOHANN SEBASTIAN BACH: Präludium und Fuge h-moll, BWV 869 | Partita Nr. 6 e-moll, BWV 830 WOLFGANG AMADEUS MOZART: Fantasie c-Moll, KV 475 LUDWIG VAN BEETHOVEN: Sonate Nr. 21 C-Dur, op. 53 »Waldstein« David Fray (Klavier)................................................................................................................................................................Drei Komponisten, die als große Meister der Tonkunst kunstvolle Cembalist und furiose Organist, Mozart, dasin die Geschichte eingegangen sind, waren vor allem verblüffende Wunderkind und Beethoven, der großeeines – großartige Pianisten. Johann Sebastian Bach, Virtuose.Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beetho­ Ein Wunderkind, feinsinniger Denker am Klavier undven stehen heute für die vollkommene Ausformulierung großer Virtuose unserer Zeit ist der 1981 in Frank­eines höchst individualisierten Kompositionsstils. Ihren reich geborene David Fray. Am Pariser ConservatoireZeitgenossen waren sie vielmehr aufgrund ihrer Fertig­ National Supérieur de Musique ausgebildet, Preisträgerkeiten auf dem Tasteninstrument bekannt: Bach, der bei zahlreichen internationalen Wettbewerben, tritt er
  47. 47. mit den internationalen Spitzenorchestern in den re­ nik und affektgeladener Kontrapunkt. Dieses Momentnommierten Konzerthallen der Welt auf und gastiert ver folgt auch Mozart in seiner Fantasie c­moll, je­bei bedeutenden Festspielen wie in Salzburg oder doch in einer, in »seiner« völlig anderen Ausdruckswelt.Tanglewood. In den Jahren 2008 und 2009 wurde er »Kühnheit« ist auch der Leitgedanke von Beethovensfür seine CD­Veröffentlichungen mit dem ECHO Klassik »Waldstein«­Sonate. Das hämmernde Thema des »Alle­ausgezeichnet. 2010 erhielt er zudem den wichtigen gro con brio« artikuliert eine Musik­ und Klaviersprache,französischen Musikpreis »Victoires de la musique clas­ die das Werk zum Meisterstück der Beethovenschensique« in der Kategorie »Instrumentalist des Jahres«. Sonaten erhebt.David Fray ist der Lyriker unter den Meisterpia-nisten unserer Zeit. Mit einem Faible fürs Fragilepräsentiert er Musik nicht, sondern präpariert sieals Keimzelle von etwas Größerem. Selbst den hals­brecherischsten Passagen, die der Technik der Fingeralles abverlangen, entlockt Fray in seinem pianistischenFeuerwerk den melodischen Gedanken als ein Symbolvon Klarheit und Aussage, die den Kern der Komposi­tion enthüllen.Bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen eröffnet erseinen Klavierabend mit Bachs Präludium und Fugeh­moll, BWV 869, dem letzten Werk aus dem erstenTeil des »Wohltemperierten Klaviers«, vielleicht Bachsbedeutendstem dieser Sammlung – kühne Harmo­
  48. 48. »am hellsten erstrahlt die königin vor dem Hintergrund der Finsternis dessen, der sie amteuflischsten hasst.«HErMann BUrGEr[Schlosskapelle – Schloss Ludwigsburg]
  49. 49. ................................................................................................................................................................58.................................................. mUSIktheateR...................................................................................................... Do 7. Juli || FR 8. Juli || Sa 9. Juli | 20.00 Uhr | [Einführung um 19.15 Uhr] ...................................... Schlosstheater, residenzschloss Ludwigsburg | kartEn zU 109 | 79 | 41 | 26 € | [16 € hörerplätze]......................................................................................................................................................................... CombattimentoLUIGI ROSSI: Il palazzo incantato | CLAUDIO MONTEVERDI: Combattimento di Tancredi e ClorindaCompagnia Figli d’Arte Cuticchio | Mimmo Cuticchio (Leitung Figurentheater)Raquel Andueza (Angelica/Clorinda) | Luciana Mancini (Bradamante) | Cyril Auvity (Ruggiero/Tancredi)Fulvio Bettini (Gigante/Testo) | L’Arpeggiata | Christina Pluhar (Musikalische Leitung)................................................................................................................................................................»Die Marionette ist eine Maske – die Maske des Men­ schloss« von Luigi Rossi und Monteverdis »Kampf zwi­schen«, sagt Mimmo Cuticchio, der legendäre Puppen­ schen Tancredi und Clorinda«.spieler aus Palermo in Sizilien. Seine Associazione Figli In beiden Werken sehen sich die Liebenden Kämpfen,d’Arte Cuticchio und die Instrumentalisten und Sänger Wirrungen und Zauberei ausgesetzt, denen sie zu wi­von L’Arpeggiata mit Christina Pluhar, zwei herausra­ derstehen haben.gende Ensembles ihrer Zunft, wirken bei diesem ein­ Cuticchio, der bereits an der Staatsoper Berlin undzigartigen Projekt im barocken Schlosstheater zusam­ bei den Salzburger Festspielen gastierte, wird seinemen. Im Zentrum der Aufführung stehen zwei selten historischen Marionetten für die beiden Opern auf be­gespielte Glanzstücke der Barock­Oper: »Das Zauber­ rückende Weise in Szene setzen.

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