Das ehemalige Lager heute.Zwischen Oberbarmen und Beyenburg.
Das Lager 1933.
Der Vorplatz des Lagers
Der Vorplatz des          Lagers9. September 1933, zwischen 15 und 16 Uhr:„Wir standen in mehreren Reihen mit dem Gesicht ...
Die Wachmannschaft 1933
Die   Wachmannschaft       1933„Jede Nacht wurden Häftlinge aus den Sälen von ihren Strohsäckenhochgetrieben und zum Verhö...
Der „Bunker“
Der „Bunker“„Nach dieser Prozedur wurden wir mit etwa 20 – 25 Mann in einen kleinensogenannten Bunker gesperrt, inwelchem ...
Teilansicht desAufenhaltsraumes für 200        Häftlinge
Teilansicht desAufenhaltsraumes für    200 Häftlinge„Langsam versinkt die Sonne im Westen, ein Teil der Gefangenen hat die...
Post aus dem KZ
Post aus dem KZ„einen festen Karton, den ich auch als Kleiderkasten benutzen kann. Paketekönnen nur noch Dienstags und Fre...
Nur der Vorläufer...Rund 4600 wurden vom Juli 1933 bis zum Januar 1934 ins KZ Kemnaverschleppt.Nach Schließen des Lagers i...
Nur der Vorläufer...
Nur der Vorläufer...Kemna war so etwas wie der Prototyp eines Konzentrationslagers. Ihm folgten24 selbstständige Lager mit...
Quellen:Karl Ibach:„Kemna Wuppertaler Konzentrationslager 1933 – 1934“Willi Weiler:„Kemna - Meine Erlebnisse im Konzentrat...
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KZ Kemna

  1. 1. Das ehemalige Lager heute.Zwischen Oberbarmen und Beyenburg.
  2. 2. Das Lager 1933.
  3. 3. Der Vorplatz des Lagers
  4. 4. Der Vorplatz des Lagers9. September 1933, zwischen 15 und 16 Uhr:„Wir standen in mehreren Reihen mit dem Gesicht zur Wand, kein Glieddurften wir rühren und nicht mit den Augen zucken.Hilgers Mordbuben umsprangen uns wie eine Meute Wölfe. Sie luden,entluden, sicherten, entsicherten dauernd ihre Waffen, da daß wir immerwieder diese Geräusche in unserem Rücken hören mussten.Auf der anderen Seite der Wupper hatten sich Neugierige angesammelt. Aufdiese Leute wurde rücksichtslos geschossen.Neben mir stand ein alter Mann von über 60 Jahren Als er von dem langenStillstehen zusammenbrach, wollte ich ihn aufheben, bekam aber einen Trittin den Unterleib. Dem alten Mann schlug man mit einem Besenstiel auf denKopf und trieb ihm vom Boden auf. So erging es mehreren Gefangenen.Wir standen bis nachts zwei Uhr ohne uns zu rühren, ohne Essen, umjohlt vondiesen Unmenschen. Das sind zehn volle Stunden.“ ¹
  5. 5. Die Wachmannschaft 1933
  6. 6. Die Wachmannschaft 1933„Jede Nacht wurden Häftlinge aus den Sälen von ihren Strohsäckenhochgetrieben und zum Verhör geholt. Die furchtbaren Schreie peitschten dieNerven der anderen Häftlinge die ganze Nacht. Jeder wartete jede Minutedarauf, ebenfalls zum Verhör geholt zu werden. Man bot uns bei diesenVerhören mit Staufferfett beschmierte Salzheringe, sogenannteKemnaschnittchen, an. Jeder der sich weigerte, wurde blutig geschlagen.Manche erbrachen die Stücke Hering, die ihnen durch die Mißhandlungenhineingezwungen waren und wurden aufgefordert, diese ausgebrochenenStücke noch einmal zu essen.“ ²
  7. 7. Der „Bunker“
  8. 8. Der „Bunker“„Nach dieser Prozedur wurden wir mit etwa 20 – 25 Mann in einen kleinensogenannten Bunker gesperrt, inwelchem allerhöchstens 5 Mann sichbewegen konnten. Die Luft in diesem Bunker war so verbraucht, daß derNiederschlag von dem Atem an den Wänden und auf dem Fußbodenzusammenlief und bei den Häftlingen teilweise große Atemnot in Erscheinungtrat. In der darauf folgenden Nacht wurden einzelne Häftlinge aus dem Bunkerherausgeholt und auf des Schwerste mißhandelt. Die gellenden Schreie derMißhandelten drangen durch das ganze Lager. Am anderen Morgen wurdenwir wieder in das eiskalte Wasser der Wupper getrieben, um Steine aus derWupper herauszuholen.“ ²
  9. 9. Teilansicht desAufenhaltsraumes für 200 Häftlinge
  10. 10. Teilansicht desAufenhaltsraumes für 200 Häftlinge„Langsam versinkt die Sonne im Westen, ein Teil der Gefangenen hat dieStrohsäcke wieder aufgesucht, liegt regungslos, teilnahmslos. Die Nachtkommt, zittert es in ihnen. Die Nacht -grausam und lang- länger als derlängste Tag!Es geht nicht mehr, stöhnt der eine, greift zur Rasierklinge und schneidet sichdie Pulsader auf. Leben ist schwerer als Sterben! „Es geht nicht mehr!“entringt es sich dem anderen; er springt auf und stürzt sich aus dem drittenStockwerk – gerade dorthin, wo Eisengerümpel und Schienen liegen und bleibtmit gebrochenen Gliedern auf der Stelle.Doch das Leben ist zäh und der Tod sagt: Warten! Warten! - Vielleicht, wennes dir mal nicht paßt!“²
  11. 11. Post aus dem KZ
  12. 12. Post aus dem KZ„einen festen Karton, den ich auch als Kleiderkasten benutzen kann. Paketekönnen nur noch Dienstags und Freitags bis 6 Uhr abgegeben werden.Jedes Lebenszeichen von euch ist für mich eine grosse Freude, das mir zeigt,das ich nicht vergessen bin. Ich umarme euch herzlich und wünsche uns allenein baldiges Wiedersehen.Euer Karl“
  13. 13. Nur der Vorläufer...Rund 4600 wurden vom Juli 1933 bis zum Januar 1934 ins KZ Kemnaverschleppt.Nach Schließen des Lagers im Januar 1934 wurden die „Volksschädlinge“ inLager im Emsland verlegt – dort gab es nicht so viele Zuschauer.
  14. 14. Nur der Vorläufer...
  15. 15. Nur der Vorläufer...Kemna war so etwas wie der Prototyp eines Konzentrationslagers. Ihm folgten24 selbstständige Lager mit über 1.000 Neben- und Außenstellen,darunter Ausschwitz, Dachau und Buchenwald.In den Konzentrationslager der Nazis kamen insgesamt über 5 MillionenMenschen um.
  16. 16. Quellen:Karl Ibach:„Kemna Wuppertaler Konzentrationslager 1933 – 1934“Willi Weiler:„Kemna - Meine Erlebnisse im Konzentratioslager Wuppertal“

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