Der erste Weltkrieg in Triest
Triest
Triest gehörte von 1382 bis 1918 zum habsburgischen Reich.
Triest, das seit 1719 Freihafen war, entwickelte sich zu...
Irredentismus
• „Irredentismus“
bezeichnete die eine
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Ideologie, deren Ziel die
Angliederung de...
Irredentismus in Triest
• Insbesondere Triest wurde
zum Schauplatz massiver
ethnischer Konflikte.
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• Das erste Opfer der irredentistischen
Ideologie hieß Guglielmo Oberdan. Er
wollte in einem Attentat Kaiser Franz
Joseph ...
Die Schule
• Das italienische Grund-
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war gut organisiert.
• Probleme gab e...
Die erste Weltkrieg
• Die Erste Weltkrieg brach im Jahr
1914 aus.
• Am 23. Mai 1915
erklärte Italien Österreich-Ungarn
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Erster Weltkrieg in Triest
• Mit dem Kriegseintritt Italiens
wurde Triest militarisiert.
• Die italienische
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Die Konsequenzen des 1. Weltkriegs
für Italien
• Am Kriegsende stand Italien
auf der Seite der Gewinner
und bekam jetzt ni...
Bertolt Brecht, La guerra che verrà
La guerra che verrà
non è la prima. Prima
ci sono state altre guerre.
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Der Erste Weltkrieg in Triest

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eTwinning-Projekt zwischen dem neusprachlichen Gymnasium Francesco Petrarca, Triest, und der Ernst Reuter Oberschule.
Schuljahr 2016-2017
Autorinnen: Gaia Salina,

Veröffentlicht in: Bildung
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Der Erste Weltkrieg in Triest

  1. 1. Der erste Weltkrieg in Triest
  2. 2. Triest Triest gehörte von 1382 bis 1918 zum habsburgischen Reich. Triest, das seit 1719 Freihafen war, entwickelte sich zum bedeutendsten Hafenzentrum der Monarchie der adriatischen Küste.
  3. 3. Irredentismus • „Irredentismus“ bezeichnete die eine nationalistisch orientierte Ideologie, deren Ziel die Angliederung der Gebiete Trentino und Triest war. • Diese Gebiete waren unter österreichischer Herrschaft, aber viele Italiener wohnten da. • Die Italiener, die im österreichischen Küstenland lebten, waren zwischen der Verbundenheit mit der Habsburgermonarchie und dem italienischen Irredentismus hin und her gerissen.
  4. 4. Irredentismus in Triest • Insbesondere Triest wurde zum Schauplatz massiver ethnischer Konflikte. • Italienisch wurde als Bildungs- und Verwaltungssprache in den norditalienischen Provinzen auch unter österreichischer Verwaltung niemals in Frage gestellt. Nach der Angliederung der Lombardei und Venetiens an Italien blieben nur mehr Triest, das adriatische Küstenland und das Trentino als italienischsprachige Provinzen innerhalb der k. und k. Monarchie. • Während in Tirol die ethnischen Grenzen relativ klar waren, war die Lage im Küstenland komplizierter.
  5. 5. • Das erste Opfer der irredentistischen Ideologie hieß Guglielmo Oberdan. Er wollte in einem Attentat Kaiser Franz Joseph töten. • So stand das traditionell dominierende italienische Bürgertum einem starken wachsenden südslawischen Bevölkerungsanteil gegenüber, der aus dem slowenischen und kroatischen Hinterland zugezogen war. • Insgesamt hatte Triest mehr slowenische Einwohner als Laibach (slowen. Ljubljana), die Hauptstadt des slowenischen Gebiets. • Die Slowenen forderten die Gleichstellung ihrer Sprache im Schulwesen und in der Verwaltung. Auch das Zusammenleben wurde immer schwieriger. • Die italienischen Triestiner zeigten starke separatistische Tendenzen.
  6. 6. Die Schule • Das italienische Grund- und Mittelschulwesen in der Habsburgermonarchie war gut organisiert. • Probleme gab es im Hochschulbereich, denn nach dem Verlust der Lombardei und Venetiens gab es keine italienische Universität in der Habsburgermonarchie mehr. • So wurde die Forderung nach einer Universität in Triest zu einem Politikum, da das als Symbol gegen die Slowenen verstanden wurde. • Im Jahr 1913 wurde nach langen Diskussionen der Gründung einer Universität stattgegeben, die jedoch aufgrund des Krieges nicht mehr gebaut wurde.
  7. 7. Die erste Weltkrieg • Die Erste Weltkrieg brach im Jahr 1914 aus. • Am 23. Mai 1915 erklärte Italien Österreich-Ungarn den Krieg. • Die kriegsbeteiligte waren Deutschland, Österreich-Ungarn, das Osmanische Reich und Bulgarien einerseits, sowie Frankreich, Großbritannien und das Britische Weltreich, Russland, Serbien, Belgien, Italien, Rumänien, Japan und die USA andererseits.
  8. 8. Erster Weltkrieg in Triest • Mit dem Kriegseintritt Italiens wurde Triest militarisiert. • Die italienische Kriegserklärung führte zu massiven Protestkundgebungen gegen Italiener, insbesondere stürmte eine Menschenmenge die Redaktion der Zeitung "Il Piccolo". Weiter wurde der Sitz der "Lega nazionale" zerstört und auch Geschäfte und Kaffeehäuser italienischer Besitzer geplündert. • Aus Triest zogen anfangs etwa 32.500 Männer zwischen 18 und 37 Jahren an die Front. • Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges im August 1914 kam die wirtschaftliche und künstlerisch-literarische Entwicklung in Triest schlagartig ins Stocken. Viele Ausländer, unter anderem James Joyce, mussten Triest verlassen.
  9. 9. Die Konsequenzen des 1. Weltkriegs für Italien • Am Kriegsende stand Italien auf der Seite der Gewinner und bekam jetzt nicht nur die Stadt Triest und das Trentino, sondern auch Südtirol (wo die Mehrheit deutschsprachig war) und Istrien (mit einer starken slawischen Minderheit) zugesprochen. • Aber Italien wollte mehr, und zwar die strategisch wichtige Hafenstadt Rijeka (italienisch Fiume) und Teile der dalmatischen Küste, was die anderen Siegermächte jedoch verweigerten. • Nach dem Ersten Weltkrieg kam Triest, dessen Stadtzentrum von Italienern bewohnt wurde, gemeinsam mit Istrien und Ostfriaul zu Italien.
  10. 10. Bertolt Brecht, La guerra che verrà La guerra che verrà non è la prima. Prima ci sono state altre guerre. Alla fine dell’ultima c’erano vincitori e vinti. Fra i vinti la povera gente faceva la fame. Fra i vincitori faceva la fame la povera gente egualmente. Bertolt Brecht, Der Krieg, der kommen wird Der Krieg, der kommen wird Ist nicht der erste. Vor ihm Waren andere Kriege. Als der letzte vorüber war Gab es Sieger und Besiegte. Bei den Besiegten das niedere Volk Hungerte. Bei den Siegern Hungerte das niedere Volk auch.

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