Softproof in der Druckvorstufe

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Vortrag von Frank Schelling über eine Fortbildungsveranstaltung

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  • Softproof in der Druckvorstufe

    1. 1. Softproof für Druckvorstufe undMedienproduktionerBericht vom f:mp. Seminar am 10. und 11. November,Frankfurt
    2. 2. Softproof - Für Druckvorstufe und Medienproduktioner. 1. Grundsätzliches zum Thema Farbe. 2. Ein Proof, was ist das eigentlich? 3. Softproof oder Papierproof 4. Softproof im Detail 5. Zertifizierung 6. Fazit 7. AusblickSIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 3
    3. 3. 1. Grundsätzliches zum Thema Farbe. Am Anfang war das LichtSIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 4
    4. 4. 1. Grundsätzliches zum Thema Farbe. Unser FarbempfindenSIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 5
    5. 5. 1. Grundsätzliches zum Thema Farbe. „Ob man nicht indem von den Farben gesprochen werden soll, vor allen Dingen des Lichtes zu erwähnen habe, ist eine ganz natürliche Frage, […] Die Farben sind Taten des Lichts, Taten und Leiden. In diesem Sinne können wir von denselben Aufschlüsse über das Licht erwarten. Farben und Licht stehen zwar untereinander in dem genauesten Verhältnis, aber wir müssen uns beide als der ganzen Natur angehörig denken, denn sie ist es ganz, die sich dadurch dem Sinne des Auges besonders offenbaren will.“ – J. W. v. GoetheSIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 6
    6. 6. 1. Grundlagen Farbe - RGB (Rot, Grün, Blau) Licht+Licht+Licht=Weiß - Die Additive Farbmischung Bei einem Farbmonitor entsteht die Farbe aus der Mischung von jeweils 3 Farben. Werden die drei Primärfarben gleichmäßig addiert, entsteht die Farbempfindung Weiß.SIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 7
    7. 7. 1. Grundlagen Farbe - CMYK (Cyan, Magenta, Yellow, Key) Farbe+Farbe+Farbe=Schwarz - Das Subtraktive Farbmodell Auf dem Papier entsteht die Farbe aus der Mischung von jeweils 3 (4) Farben. Werden die drei Primärfarben plus Schwarz gleichmäßig addiert, entsteht die Farbempfindung Schwarz.SIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 8
    8. 8. 2. Was ist ein Proof Ein Proof ist ein Prüfdruck ein Einzeldruck, der erstellt wird, bevor ein Druckprodukt in die Massenauflage geht. eine vorweggenommene Simulation des Druckergebnisses als letzte Kontrolle vor dem Fortdruck.SIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 9
    9. 9. 2. Was ist ein Proof - und was soll er zeigen Ein Proof soll die Korrektheit des Inhalts und der Platzierung der verwendeten Elemente zeigen (Layoutproof / Ausdruck) den Stand der Seiten auf dem Druckbogen zeigen(Formproof) das Druckergebnis hinsichtlich der Farbigkeit vorsaussagen (Farbverbindlicher Proof)SIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 10
    10. 10. 2. Was ist ein Proof Der Proof - wie wir ihn kennenSIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 11
    11. 11. 2. Was ist ein Proof Der Proof - wie wir ihn kennen lernen werdenSIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 12
    12. 12. 3. Softproof oder Papierproof Softproof, was ist das? Ein Softproof ist die bestmögliche visuelle und farbmetrische Darstellung von Druckdaten am Monitor.SIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 13
    13. 13. 3. Softproof oder Papierproof Heute müssen in der Druckindustrie komplexe Aufträge immer schneller produziert werden. Aus Zeit und Kostengründen ist es deshalb für hochqualitative Druckprodukte zwingend erforderlich, bereits während der kreativen Arbeit oder auch bei der Datenbearbeitung in der Vorstufe das spätere Druckergebnis hinsichtlich der Farbgebung verbindlich zu beurteilen.SIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 14
    14. 14. 3. Softproof oder Papierproof Wird der Softproof den Papierproof ersetzen? Ja weitgehend in absehbarer ZeitSIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 15
    15. 15. 3. Softproof oder Papierproof Vorteile von Papierproofs gegenüber Softproofs Keine Neuinvestition, Umstellung, Schulung Betrachter benötigen keinen Monitor, lediglich Normlicht Simulation auf Spezialmedien möglich (Verpackungsdruck) Haptik Validierung bzw. Prüfung und Beweisbarkeit Unterzeichnung, Unterschrift, EtikettSIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 16
    16. 16. 3. Softproof oder Papierproof Vorteile von Softproofs gegenüber dem Papierproof Schnelligkeit (keine Herstellung und Transport, Remote- Softproof) Kosteneinsparung (Zeit, Transport, Material) Umweltschonend (Green-Publishing, Weltweit werden jährlich 25.000 Tonnen Proofpapier verbraucht, Tinte) Flexibilität (Vergleich von mehrerern Drucksimulationen) Größere Farbräume (Sonderfarben)SIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 17
    17. 17. 3. Softproof oder Papierproof Die Ablösung des Papierproofs hat bereits begonnen und ist keine Vision sondern Realität Katalog-, Zeitungs- und Zeitschriftenproduktion (Der Springer Verlag hat an 10 Druckstandorten Softproofsysteme eingerichtet) An den Druckmaschinen-Leitständen (manroland hat schon integrierte Abmusterungseinrichtungen an der Maschine)SIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 18
    18. 18. 3. Softproof oder Papierproof Ja, aber... „Ein Softproof am Monitor ist nicht transportabel“ - Dafür flexibler und online verfügbar. „Ein Softproof am Monitor ist ungenau, unsicher“ - Nicht wenn Fogra-zertifizierte Systeme eingesetzt werden und das Softproofsystem messtechnisch und visuell validiert wird „Softproof erfordert eine Normlicht-Umgebung“ - Das ist beim Papierproof nicht anders... „Softproof erfordert Fachkompetenz“ - s.o.SIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 19
    19. 19. 4. Softproof im Detail - Komponenten Ein Softproof System besteht aus vier wesentlichen Komponenten:SIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 20
    20. 20. 4. Softproof im Detail -Komponenten UmgebungslichtSIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 21
    21. 21. 4. Softproof im Detail -Komponenten AbmusterungseinrichtungSIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 22
    22. 22. 4. Softproof im Detail -Komponenten Monitormessgerät plus Ansteuerungssoftware für die Kalibrierung und ProfilierungSIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 23
    23. 23. 4. Softproof im Detail -Komponenten Softproof-SoftwareSIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 24
    24. 24. 4. Softproof im Detail - Anwendungsmöglichkeiten Softproof - die Anwendungsmöglichkeiten Remote-Softproof - die farbverbindliche Darstellung von (Druck-) Daten an einem entfernten Monitor (Software ist z.B. von Agfa, Helios, CGS, Heidelberg verfügbar) WEB-2-Proof - ein Remote-Softproof-Anwendung über das Internet (Software ist z.B. von basiccolor, Dalim und efi verfügbar) Softproof im Drucksaal - Abmusterungseinrichtungen an der Maschine (bisher bevorzugt im Tiefdruck, Rollenoffset und im Zeitungsdruck im Einsatz)SIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 25
    25. 25. 4. Softproof im Detail - Anwendungsmöglichkeiten ...und die Softproof-Einrichtung am Einzelarbeitsplatz in der Vorstufe, der Grafik und im LayoutSIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 26
    26. 26. 4. Softproof im Detail Was ist dafür notwendig? In vier Etappen zum Ziel a) Beleuchtungsbedingungen standardisieren b) Betriebssysteme modifizieren (Profile, Grafikarten...) c) Programmeinstellungen prüfen d) Kalibrierung, Profilierung, Validierung,SIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 27
    27. 27. 4. Softproof im Detail - die D50 Situation a) Beleuchtungsbedingungen standardisierenSIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 28
    28. 28. 4. Softproof im Detail - die D50 Situation Die Normlichtart D50 entspricht der Beleuchtung mit einer Farbtemperatur von 5000 Kelvin. Raumbeleuchtung Lichteinfall am Monitor Lichteinfall auf der Referenz NormlichtboxSIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 29
    29. 29. 4. Softproof im Detail b) Betriebssysteme modifizieren Entscheidungen über Arbeitsfarbräume und Simulationsprofile treffen Profile installieren Grafiksteuerung kontrollieren Desktop-Grau installierenSIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 30
    30. 30. 4. Softproof im Detail c) Programmeinstellungen prüfen Farbeinstellung in Photoshop, InDesign, Acrobat, Bridge usw. auf eine Linie bringen Die Farbmanagement-Richtlinien beinflussen die visuelle Darstellung am Monitor erheblichSIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 31
    31. 31. 4. Softproof im Detail d) Kalibrierung, Profilierung, Validierung das Gerät (Monitor) wird auf einen gerätespezifischen Standart festgelegt Charakterisierung durch ein Farbprofil (ICC) Das Ergebniss wird geprüft und nachgewiesen, daß die Forderung des Prozessabschnitts erfüllt wurden (Fogra39)SIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 32
    32. 32. 5. Zertifizierung - Papierproof Prüfzertifikat der Forschungsgesellschaft Druck e.V. (FOGRA) vom 14.07.2010 „Die von dem genannten Unternehmen gelieferten und hier vermessenen Prüfdrucke sind laut Gutachten Nr. 24236 farbverbindlich für folgende Druckbedingungen: FOGRA39, d.h. Offsetdruck, Papiertyp 1/2, nach ISO 12647-2:2004 / Amd1“SIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 33
    33. 33. 5. Zertifizierung - Softproof Gibt es Prüfzertifikate für Softproof? Die FOGRA prüft und zertifiziert Softproofarbeitsplätze, Geräte und Software Die HELIOS ServerSolution Suite und Web- Share+ ist von der Fogra in Übereinstimmung mit den Bedingungen für Fogra 39 zertifiziert. Ebenso die Software Dialouge von Dalim und Remote Direktor von Otterbach.SIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 34
    34. 34. 6. Fazit Wäre für SIGNUM die Einführung eines oder mehrer Softproofarbeitsplätze sinnvoll? Ja, weil es keine größeren Neuinvestitionen verlangt und in absehbarer Zeit Kosten reduziert Ja, weil mit den vorhandenen Möglichkeiten ein Großteil der Anforderungen jetzt schon umgesetzt werden können Ja, weil ich endlich die Druckabnahme mit einem Farbverbindlichen iPad machen möchte.SIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 35
    35. 35. 7. Ausblick ...noch Fragen? ...noch Einwände? ...noch Diskussionsbedarf?SIGNUM COMMUNICATION Softproof - Frank Schelling 17. November 2010 36

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