Herausforderungen des § 25c KWGMünchen, 26. März 2012
Hintergrund:         Der Bundesrat hat am 8. März 2011 eine Erweiterung des § 25c KWG beschlossen und damit für         Fi...
1. Unklare Formulierungen     Die Erweiterung des § 25c KWG lässt bisher noch einen großen Interpretationsspielraum zu. Vi...
2. Intensivere Prüfkriterien     Die neuen gesetzlichen Regelungen fordern insbesondere intensivere Prüfungskriterien bei ...
3. Unterschiedliche internationale Anforderungen     Die Organisationen und Geschäftsmodelle vieler Banken und Finanzdiens...
4. Konflikt: Einhaltung KWG und Datenschutz     Der § 25c KWG schreibt vor, dass Banken, Finanzdienstleister und Versicher...
5. Revisionssichere Dokumentation     Die Neufassung des Gesetzes verlangt eine eindeutige Risikoklassifizierung aller Kun...
Fazit:         Die regulatorischen Anforderungen stellen Institute zwar kurzfristig vor Herausforderungen, bieten         ...
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Herausforderungen des § 25c KWG_SHS VIVEON

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Der Bundesrat hat am 8. März 2011 eine Erweiterung des § 25c Kreditwesengesetz (KWG) beschlossen und damit für Finanzinstitute die Vorgaben für das interne Risikomanagement sowie für Sicherungsmaßnahmen neu geregelt. Lesen Sie hier, welche Herausforderungen die Erweiterung für Finanzinstitute mit sich bringt.

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Herausforderungen des § 25c KWG_SHS VIVEON

  1. 1. Herausforderungen des § 25c KWGMünchen, 26. März 2012
  2. 2. Hintergrund: Der Bundesrat hat am 8. März 2011 eine Erweiterung des § 25c KWG beschlossen und damit für Finanzinstitute die Vorgaben für das interne Risikomanagement sowie für Sicherungsmaßnahmen neu geregelt. Jedes Finanzinstitut mit Niederlassungen in Deutschland steht aufgrund der darin enthaltenden Vorgaben vor der Herausforderung, eine institutsspezifische Gefährdungsanalyse hinsichtlich Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Betrug und sonstiger strafbarer Handlungen anfertigen zu müssen. Bis zum 31. März 2012 wird die BaFin von aufsichtsrechtlichen Maßnahmen absehen, sollten die Anforderungen noch nicht umgesetzt sein. Danach müssen Institute jedoch mit Sanktionen rechnen. Der Grad der Umsetzung in den einzelnen Instituten unterscheidet sich derzeit noch deutlich. Die klassischen Banken haben sich bereits weitestgehend gut präpariert. Der größte Handlungsbedarf besteht vor allem im Leasingumfeld und bei Versicherungen. SHS VIVEON hat im Folgenden die 5 größten Herausforderungen zusammengefasst, die sich für Finanzdienstleister bei der Umsetzung der Anforderungen ergeben. © SHS VIVEONHerausforderungen § 25c KWG Seite 2
  3. 3. 1. Unklare Formulierungen Die Erweiterung des § 25c KWG lässt bisher noch einen großen Interpretationsspielraum zu. Viele Formulierungen sind noch nicht final ausgestaltet und werden heute als Auslegungssache gesehen. Je nach Wirtschaftsprüfer werden unterschiedliche Kriterien zur Beurteilung herangezogen. So ist beispielsweise bisher nicht abschließend geklärt, wie intensiv die Recherchen nach einem Geschäftsführer in komplexen Gesellschaftsverflechtungen durchgeführt werden müssen. Zudem ist heute auch nicht abzusehen, welche Änderungen zukünftig hier noch auf die Institute zukommen werden. SHS VIVEON Experten-TIPP: Als Folge dieser Situation müssen die Entscheider auf Bankseite die Weichen für die Zukunft stellen. Prozesse und Systeme müssen so flexibel gestaltet sein, dass sie jederzeit an Änderungen angepasst werden können. Das bedeutet z.B., dass weitere externe Informationen zur Identifikation von Kunden schnell in das bestehende Prüfsystem eingebunden werden können. Achten Sie bei der Einrichtung der vorgeschriebenen Sicherungssysteme auf die nötige Flexibilität! Carsten Jünger, Senior Manager © SHS VIVEON Customer Risk bei SHS VIVEONHerausforderungen § 25c KWG Seite 3
  4. 4. 2. Intensivere Prüfkriterien Die neuen gesetzlichen Regelungen fordern insbesondere intensivere Prüfungskriterien bei der Identifikation von Neukunden und der kontinuierlichen Überwachung der Bestandskunden mit differenzierten Sorgfaltspflichten. In vielen Fällen werden diese Prüfungen häufig noch unter erheblichem Aufwand manuell und mithilfe Office-basierter Lösungen durchgeführt. Das führt zu zwei großen Problemen: Zum einen sind diese statischen Systeme nur unter erheblichem manuellen Aufwand zu pflegen und zu administrieren. Entscheidungen entsprechend der gesetzlichen Anforderungen sind daher oft erst nach Tagen möglich. Darüber hinaus sind solche Systeme oft lückenhaft, fehleranfällig und können die Entscheidungsprozesse nicht revisionssicher dokumentieren. SHS VIVEON Experten-TIPP: Eine effiziente Lösung bietet hier ein automatisiertes Risikomanagement-System, das entweder direkt in die bestehende Systemlandschaft integriert oder aber an einen externen Lösungs-Anbieter ausgelagert wird. Diese Systeme können nicht nur in Sekundenschnelle die relevanten und notwendigen Informationen zu einem Kunden einholen und auswerten, sondern die Risikoeinschätzung auch nachvollziehbar und den gesetzlichen Anforderungen entsprechend dokumentieren. © SHS VIVEONHerausforderungen § 25c KWG Seite 4
  5. 5. 3. Unterschiedliche internationale Anforderungen Die Organisationen und Geschäftsmodelle vieler Banken und Finanzdienstleister sind heute bereits länderübergreifend organisiert. Zum einen agieren viele Banken mit Niederlassungen und Tochtergesellschaften in verschiedenen Ländern, zum anderen vergeben sie Kredite an Unternehmen aus länderübergreifenden Firmengeflechten. Doch von Land zu Land unterscheiden sich die gesetzlichen Anforderungen. Banken und Finanzdienstleister müssen hier gemäß der geltenden europäischen Compliance-Bestimmungen Transparenz schaffen und unterschiedliche Sicherheitsmaßnahmen nachweisen. Dazu gehört es z.B., je nach Land die vorgegebenen Informationen zu jedem Kunden einzuholen. Doch dieser enorme Aufwand stellt die Institute vor große Herausforderungen. SHS VIVEON Experten-TIPP: Achten Sie bei der Umsetzung darauf, dass Sie für das jeweilige Land die passende Auskunftei nutzen. Hier gibt es von Land zu Land große Unterschiede bei Inhalt und Qualität der Informationen. Die Informationen sollten sich alle in Ihr bestehendes System integrieren lassen. Lösungen, wie z.B. die GUARDEAN RiskSuite, berücksichtigen länderspezifische Regeln und können entsprechende Informationen automatisiert einholen. © SHS VIVEONHerausforderungen § 25c KWG Seite 5
  6. 6. 4. Konflikt: Einhaltung KWG und Datenschutz Der § 25c KWG schreibt vor, dass Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen im Rahmen der „Gefährdungsanalyse“ ihre Neu- und Bestandskunden anhand bestimmter Informationen identifizieren. Die notwendigen Daten werden dafür aus Terror- und Sanktionslisten sowie aus Datenpools zu politisch exponierten Personen (PEP) und wirtschaftlich Berechtigten eingeholt. Doch nicht immer werden alle Informationen aus diesen meist festen Datenpaketen benötigt. Schnell sind hier die Grenzen des Datenschutzes erreicht. Denn laut geltendem Gesetz dürfen nur die Daten eingeholt und gespeichert werden, die für die Beurteilung nötig sind. Viele Unternehmen stehen heute vor diesem Dilemma und suchen nach einer Lösung. SHS VIVEON Experten-TIPP: Eine einfache Lösung für diese Thematik findet sich in der Auslagerung der Datenverarbeitung beispielsweise in ein externes Rechenzentrum, das die Daten für das Institut sammelt, auswertet und dokumentiert. Das Unternehmen erhält dann lediglich eine Zusammenfassung der Daten, anhand derer es sichere Entscheidungen treffen kann und den Datenschutz wahrt. Auch wir bieten solche Services. Sprechen Sie uns an. © SHS VIVEONHerausforderungen § 25c KWG Seite 6
  7. 7. 5. Revisionssichere Dokumentation Die Neufassung des Gesetzes verlangt eine eindeutige Risikoklassifizierung aller Kunden. Die Entscheidung muss nachvollziehbar sein und nach festgelegten Kriterien gesichert und dokumentiert werden. Das heißt auch, dass Finanzinstitute zukünftig entsprechende Richtlinien entwerfen und diese im gesamten Unternehmen einheitlich umsetzen müssen. Gerade für Unternehmen, in denen diese Abläufe noch manuell getätigt werden, stellt diese Neuerung eine erhebliche Herausforderung dar. SHS VIVEON Experten-TIPP: Wenn es um die Sicherung und Dokumentation geht, haben sich automatisierte Risikomanagement-Systeme bewährt. Ohne zusätzlichen Aufwand speichern sie die Auswertungen und können bei einer Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer Entscheidungslogiken und verwendete Quellen auf Knopfdruck nachweisen. © SHS VIVEONHerausforderungen § 25c KWG Seite 7
  8. 8. Fazit: Die regulatorischen Anforderungen stellen Institute zwar kurzfristig vor Herausforderungen, bieten dennoch institutsübergreifend attraktive Potenziale. Dies ist auch der Grund, warum viele Banken den neuen Voraussetzungen optimistisch entgegen sehen. Die Herausforderung für die Unternehmen besteht darin, die etablierten Teilsysteme zusammenzuführen und zu einem integrierten, unternehmensweiten Risikomanagement mit dynamischen Strukturen weiterzuentwickeln. Auf diese Weise entstehen hohe Effizienzsteigerungspotenziale. Derzeit existieren oft noch viele Datensilos, die durch die neue Strategie zusammengeführt werden. Langfristig dürfte sich der Aufwand daher auszahlen. Banken, die noch nicht mit der Umsetzung bzw. Anpassung an die neuen Regulierungen begonnen haben, sollten aufpassen, dass sie nicht den Anschluss verlieren – schnelles Handeln bedeutet nicht nur, sich vor den Sanktionen der Bafin zu schützen, sondern auch, sich unter Umständen entscheidende Wettbewerbsvorteile und somit wichtige Marktanteile zu sichern. © SHS VIVEONHerausforderungen § 25c KWG Seite 8
  9. 9. SIE BENÖTIGEN UNTERSTÜTZUNG? Wir helfen Ihnen dabei, die Anforderungen des § 25c KWG schnell und sicher umzusetzen. Mehr Infos zu unserem Leistungsangebot erhalten Sie unter: http://bit.ly/yO9rTN © SHS VIVEONHerausforderungen § 25c KWG Seite 9
  10. 10. KONTAKTHEADQUARTERSSHS VIVEON AGClarita-Bernhard-Str. 2781249 MünchenGermanyT +49 89 74 72 57 - 0F +49 89 74 72 57 - 900info@SHS-VIVEON.comwww.SHS-VIVEON.com © SHS VIVEON Seite 10

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