Pädagogische Hochschule
Interkulturelle Kinderliteratur
Gerhard Spaney
Wintersemester 2014-2015
Multikulturalität für Kind...
Das Kinderbuch Füchse Lügen Nicht von Ulrich Hub ist eine Geschichte über die Bildung
einer multikulturellen Gesellschaft....
Zwischenzeit ist die Gans sehr materialistisch, als sie alle ihre persönlichen Sachen
aufzählt. Es ist auch wichtig zu ver...
eine Karte und überreicht sie dem Fuchs. Plötzlich wollen alle Tiere ein
Autogramm haben und drängeln und schubsen. Ein kl...
Pandabären nicht zurück lassen“, schreit der Fuchs verzweifelt.5
Daher half der Fuchs, der fast die ganze Geschichte nur f...
eine Analyse und es ist auch interessant für Kinder und Erwachsenen.
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Füchse Lügen Nicht Hausarbeit

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Füchse Lügen Nicht Hausarbeit

  1. 1. Pädagogische Hochschule Interkulturelle Kinderliteratur Gerhard Spaney Wintersemester 2014-2015 Multikulturalität für Kinder in dem Kinderbuch Füchse Lügen Nicht Rusty L. Fox 150/00/06/11 Merzhauser Straße Freiburg im Breisgau rusfox@indiana.edu Geschichte/Deutsch Semester 7 3950561
  2. 2. Das Kinderbuch Füchse Lügen Nicht von Ulrich Hub ist eine Geschichte über die Bildung einer multikulturellen Gesellschaft. Der Handlungsort der Geschichte ist ein „Animal Lounge“ in einem Flughafen, in dem achte Tiere: ein Pandabär, ein Tiger, eine Gans, ein Affe, ein Hund, zwei Schafe, und ein Fuchs lernen müssen zusammenzuarbeiten. All diese Tiere haben andere Persönlichkeiten, die andere Kulturen repräsentieren. Zuerst ist es schwer für die Tiere miteinander auszukommen, weil alle absolut anders sind. Es gibt viel Argwohn gegen die anderen Tiere und jedes Tier ist ichbezogen um besser als die andere Tiere zu scheinen. Der Fuchs spielt die Rolle des Protagonisten in der Geschichte und der Hund spielt die Rolle des Antagonisten. Obwohl zuerst der Fuchs auch nur an sich selbst denkt, ist sein Einfluss die Kraft, die die anderen Tiere zusammen bringt, weswegen der Hund gegen den Fuchs arbeitet. Der Hund versucht den Fuchs als ein Lügner und ein Verbrecher gegenüber den anderen Tiere zu bezeichnen. Aber am Ende kommen alle Tiere miteinander aus und sie arbeiten zusammen, um einem Feuer im Flughafen zu entkommen. Die Charakterisierung jeder Tiere ist ein wichtiger Aspekt des Buches, insofern jede Persönlichkeiten eine anderen Kultur repräsentiert. Dieser ersten Auszug sagt viel über die Persönlichkeiten der Gans, des Tigers und der Schafe aus: „Bestimmt überlegt ihr schon die ganze Zeit krampfhaft, woher ihr mich kennt,“ beginnt der Tiger ein Gespräch. „Ich kann es euch verraten. Aus dem Fernsehen.“ Er nimmt seine Sonnenbrille ab und lächelt breit in die Runde. „Ich mache Werbung für leckere Frühstückszerealien und zuckerfreie Fruchtsäfte.“ „Wir sehen grundsätzlich nicht fern, weil uns das Programm nicht intelligent genug ist“, sagen die beiden Schafe im Chor. „Wir zwei sind hochintelligent, wir können fünf Fremdsprachen und sogar Latein.“ Beleidigt setzt der Tiger seine Sonnenbrille wieder auf. Die anderen Tieren schauen verdutzt die Schafe an und rücken unauffällig von ihnen weg. Beide sehen völlig gleich aus, was bei Schafen vermutlich normal ist, aber diese zwei haben gerade gleichzeitig gesprochen. Im nächsten Moment stößt die Gans einen spitzen Schrei aus. „Mein Reisepass! Wo ist mein Reisepass? Ich krieg noch die Krise!“ Hektisch wühlt sie in ihrer krokodilledernen Handtasche. „Ich könnte schwören, dass ich ihn eingepackt habe, aber hier sind nur meine Sandalen, mein Bikini, meine Sandförmchen, meine Schwimmflügel, mein Kriminalroman mit hohem Suchtfaktor, meine Kaugummis, damit mir im Flugzeug nicht schlecht wird, um mich kurzzufassen, muss ich ein bisschen ausholen, normalerweise fliege ich selbst, aber - na, so was?! Hier ist er ja. Mein lieber, lieber Reisepass.“ Mit schmatzenden Küssen bedeckt die Gans ihren Reisepass. „Er war die ganze Zeit in meiner Handtasche! Hahaha! Ist das nicht zum Piepen?“1 Bei diesem Auszug ist es klar, dass viele Spannungen zwischen den Tieren existieren. Der Tiger prahlt mit seinem Ruf aber die Schafe beleidigen den Tiger als Antwort und in der 1 Hub, Ulrich. Fuchse Lugen Nichẗ ̈ . Hamburg: Carlsen, 2014, 9-11.
  3. 3. Zwischenzeit ist die Gans sehr materialistisch, als sie alle ihre persönlichen Sachen aufzählt. Es ist auch wichtig zu verstehen, dass alle diese Tiere ziemlich oft diese oben erwähnte. Der nächsten Auszug ist einen Dialog zwischen dem Pandabär und dem Affen und es ist besonders wichtig, weil der Pandabär und der Affe zwei komplett verschiedene soziale Schichten repräsentieren: „Ich fliege immer mit Privatjet“, grummelte der dicke Pandabär mit seiner tiefen Stimme. „Ich bin nämlich etwas ganz Besonderes.“ „Ich bin auch etwas ganz Besonderes.“ Der kleine Affe fängt sofort zu weinen an. „Ich bin ganz besonders krank. Seit meiner Kindheit reise ich von einem Krankenhaus ins nächste und probiere neue Tabletten aus.“ „Na und?“, sagen die beiden Schafe im Chor. „Auf der ganzen Welt hocken Affen in Krankenhäusern und probieren neue Tabletten aus, aber wir beide sehen gleich aus und reden gleichzeitig und haben sogar exakt dieselben Gedanken. Wir sind einmalig.“ „Einmalig?“ Der dicke Pandabär lacht dröhnend. „Euch gibt es zweimal. Aber ich bin der letzte lebende Pandabär auf der ganzen Welt. Darum fliege ich im Privatjet in einen Zoo für artgeschützte Tiere, da kann ich rund um die Uhr schlafen, bekomme drei warme Mahlzeiten am Tag und kann Menschen beobachten ohne Ende.“ Er fummelt aus seinem Brustbeutel seinen Reisepass heraus. „Hier ist mein Artenschutzstempel.“2 Somit ist der große Unterschied zwischen der Pandabär und der Affe erwiesen. Der Pandabär repräsentiert jemanden mit der Sonderrechten, wohingegen der Affe ein Drogenabhängiger ist. Von diesem Auszug ist es einfach zu sehen, dass beide die Situation des anderen nicht verstehen können. Die nächsten Charakterisierungen sind über den Fuchs und den Hund, die wie vorher erwähnt, der Protagonist und der Antagonist sind. Die Interaktionen zwischen dem Fuchs und dem Tiger und zwischen der Fuchs und den beiden Schafen sind auch wichtig, weil es zeigt, dass der Fuchs sehr hinterhältig ist: „Ihren Reisepass“ knurrt der Hund den Fuchs an. „Jetzt weiß ich, woher ich den Tiger kenne!“ Der Fuchs schlägt sich mit der flachen Pfote an die Stirn. Dann sagte er: „Ich zermartere mir schon die ganze Zeit den Kopf. Aus dem Fernsehen.“ „Ich werde Pausenlos erkannt und angesprochen.“ Der Tiger nimmt seine Sonnenbrille ab. „Ich mache Werbung für leckere Fruhstückscerealien und zuckerfreie Fruchtsäfte“ „Ich werd verrückt!“ Begeistert schüttelt der Fuchs dem Tiger die schwere Pranke. „Endlich lerne ich dich persönlich kennen. Ich bin einer deiner größten Bewunderer. Schon seit Ewigkeiten.“ Der Tiger erbleicht. „Für wie alt hältst du mich?“ „Darf ich dich mal streicheln?“ Ohne ein Antwort abzuwarten, fährt ihm der Fuchs über das Fell. „Du fühlst so weich und fluffig an, und deine schwarzen Streifen glänzen noch viel mehr als im Fernsehen. Kann ich bitte ein Autogramm haben?“ Der Tiger strahlt über das ganze Gesicht. So etwas hat ihn schon lange niemand mehr gefragt. Eigentlich ist er nur Schauspieler geworden, um Autogramme verteilen zu dürfen. Schwungvoll kritzelt er seine Unterschrift auf 2 IBID, 18-19.
  4. 4. eine Karte und überreicht sie dem Fuchs. Plötzlich wollen alle Tiere ein Autogramm haben und drängeln und schubsen. Ein kleiner Auflauf entsteht um den Tiger, dem der Fuchs kumpelhaft den Arm um die Schulter gelegt hat, und der Hund muss sich einen Weg durch die kreischende Menge bahnen. „Haben jetzt alle ein Autogramm?“ fragt der Tiger. „Der Hund hat noch keins“ sagt der Fuchs. „Mit persönlicher Widmung?“ „Ich will kein Autogramm“, schnauzt der Hund, „ich will, dass dieser Fuchs mir endlich seinen Reisepass zeigt! Sonst muss er augenblicklich die Animal Lounge verlassen!“ „Was heißt eigentlich Animal Lounge?“ fragt der Fuchs interessiert. Der Hund kratzt sich am Kopf. Darüber hat er noch nie nachgedacht. „Irgendwas mit Tieren“, sagt er aufs Geratewohl. „Das ist Englisch“, erklären die beiden Schafen im Chor. „Wir können fünf Fremdsprachen und sogar Latein.“3 Dieser Auszug zeigt der Fuchs als manipulativ. Es ist klar, dass der Fuchs sich die Persönlichkeiten des Tigers und der Schafe zunutze macht. Er macht das um den Hund zu abzulenken, aber ein bisschen später in der Geschichte kommt der echten Gedanke des Hundes in noch einem Dialog zwischen der Fuchs und der Hund zum vorschein : „Wissen Sie was ich glaube? Sie haben überhaupt keinen Reisepass. Das sagt mir meine berühmte Spurnase. Ich besitze über zwei Millionen Riechzellen und damit habe ich schon jede Menge Zigaretten, Bomben, und Verbrecher entdeckt.“ Hund und Fuchs durchbohren sich mit Blicken. „Halten Sie mich etwa für einen...Verbrecher?“ „Wollen Sie eine ehrliche Antwort?“ Der Fuchs stößt einen tiefen Seufzer aus, presst beide Pfoten auf sein Herz und lässt sich kraftlos auf ein Metallstuhl fallen. „Oh, das kenne ich schon. Nur wegen meines Aussehens hält mich jeder für Kriminell. Kann ich etwas für mein feuerrotes Fell? So bin ich geboren. Niemand kann sich seine Fellfarbe aussuchen.“4 Dadurch, dass die Persönlichkeit des Hundes streng und ernst ist und das ist natürlich das komplettes Gegenteil von der Persönlichkeit des Fuchses. Die multikulturellen Aspekte kommt nächst, nachdem sich die Tiere einander zu verstehen beginnen. Der Autor nimmt viel Zeit, um die Tiere zu beschreiben aber das ist wesentlich, weil man die großen Unterschiede zwischen den Persönlichkeiten der Tiere verstehen muss. Es ist das gleiches Konzept von einem multikulturellen Standpunkt. Die Leute müssen mindestens die Unterschiede zwischen den Kulturen verstehen, wenn sie in einer multikulturellen Gesellschaft leben. Am Ende des Buches arbeiten alle Tiere zusammen, um einem Feuer in dem Flughafen zu entkommen. Sie helfen einander, weil sie jetzt einander verstehen. Der letzter Auszug, bei dem die Tiere vor dem Feuer flüchten, zeigt dieses: Eine Sirene heult auf. Der Riss in der Wand wird immer breiter. Kacheln springen ab, zersplittern auf dem Boden und hinter dem Verputz treten Kabel und schlagen Funken. „Komm!“, brüllt der Hund dem Fuchs zu. „Aber ich kann doch den 3 IBID, 37-40. 4 IBID, 41-42.
  5. 5. Pandabären nicht zurück lassen“, schreit der Fuchs verzweifelt.5 Daher half der Fuchs, der fast die ganze Geschichte nur für sich selbst arbeitete, am Ende dem Pandabär. Die anderen Tiere verstanden einander schon, aber das Verstehen zwischen Protagonist und Antagonist kommt nur nach der Selbstlosigkeit des Fuchses um das Leben des Pandabäres zu retten. Zuerst war der Fuchs wie die andere Tiere, dann half der negative Einfluss des Fuchses den Tieren zusammenzuarbeiten. Obwohl es ein negative Einfluss war, merkten die beiden Schafe und dann die anderen Tiere merkten, dass der Einfluss des Fuchses sie zusammenbrachte. Keine Tiere in dem Buch sind schlechter oder besser als die anderen. Sie sind alle anders, wie Kulturen auch. Das Feuer ist eine Metapher für Streit und Krieg, weil ohne das Verständnis in einer multikulturellen Gesellschaft Katastrophen passieren könnten. Aber wenn die Leute multikulturell sind, dann können sie dem Feuer entkommen. Das Kinderbuch ist ein gutes Beispiel für die Multikulturalität, aber nicht für die Interkulturalität, Transkulturalität, oder Hybridkultur, weil alle ein bisschen anders sind. Heidi Rösch benutzt die folgende Definition für die Multikulturalität: „In der Tat fokussieren Inter-, Trans- und Multikulturalität Verschiedenes. Entsprechend gilt Multikulturalität als „Zustand eines vielkulturellen Zussamenlebens unterschiedlicher Individuen, Gruppen und Lebensweisen“.“6 Die Entwicklung einer multikulturellen Gesellschaft passierte genau in dem Buch, weil die ganz verschiedene Tiere miteinander zu leben. Sie verstehen die Unterschiede der Anderen nicht genug, um eine transkulturelle, interkulturelle oder hybridkulturelle Gesellschaft zu formieren, aber die Entwicklung der multikulturellen Gesellschaft muss fast immer zuerst kommen. Das ist eine große Leistung für jegliche Gesellschaft der Welt und gleichfalls für die Gesellschaft der Tiere. Obwohl die Tiere verschiedenen sind, formierten sie endlich eine Gesellschaft, in der alle zusammenarbeiten. Das Kinderbuch ist ganz besonders ein Beispiel für die Entwicklung einer multikulturellen Gesellschaft. Das Kinderbuch hat eine interessante Geschichte anzubieten und es hat auch eine gute Nachricht für die Multikulturalität und die Toleranz der anderen Kulturen der Welt. Die Verbindung ist vielleicht schwer für Kinder zu bemerken, also darf man die Verbindung als multikulturell für die Kinder erklären und sie werden es besser verstehen. Zuletzt ist Füchse Lügen Nicht eine interessante Geschichte für 5 IBID, 137-138. 6 Rösch, Heidi. Interkulturelle Literaturdidaktik im Spannungsfeld von Differenz und Dominanz, Diversität und Hybridität.
  6. 6. eine Analyse und es ist auch interessant für Kinder und Erwachsenen.

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