„FRÜHGEBURT: ALLES IN BALANCE?!“
WO EIN KLÄGER, DA EIN RICHTER!
MEDIZINRECHTLICHE BETRACHTUNGEN
6. Dresdner Herbsttag; 22....
I.! Grundlagen der Arzthaftung
II.! Arzthaftungsrechtliche Urteile und Leitsätze zur
vorgeburtlichen und neonatologischen ...
„Bei der Frühgeburt eines Kindes in der 28. SSW handelt es sich
um ein erhebliches Risiko für das Kind, welches eine beson...
„Es stellt einen groben Behandlungsfehler dar, wenn die
Temperatur eines frühgeborenen Kindes nicht ausreichend
überwacht ...
„Wenn bei einem Neugeborenen auffällige Symptome (hier:
Trinkschwäche/Trinkverweigerung, Schreiattacken, zunehmende
Unruhe...
Obladen, ehem. Direktor der Klinik für Neonatologie der Charité
Berlin, in: Dudenhausen, Praktische Geburtshilfe, 21. Aufl...
1. Resümée
Geburtshilfe und Kinderheilkunde findet nicht im rechtsfreien
Raum statt.
Die fachmedizinischen Standards und d...
Voraussetzungen und Grenzen der Delegation
Die Delegation an nichtärztliche Gesundheitsberufe ist
• abhängig von Schwierig...
2. Resümée
Delegation und Substitution sind unter bestimmten Voraus-
setzungen zulässig, notwendig und sinnvoll.
Dreh- und...
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Frühgeburt: Alles in Balance? Wo ein Kläger, da ein Richter!

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Vortrag auf dem 6. Dresdner Herbsttag 2014 – Frühgeburt: Alles in Balance?!

Thema: Wo ein Kläger, da ein Richter! Medizinrechtliche Betrachtungen

Veröffentlicht in: Gesundheit & Medizin
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Frühgeburt: Alles in Balance? Wo ein Kläger, da ein Richter!

  1. 1. „FRÜHGEBURT: ALLES IN BALANCE?!“ WO EIN KLÄGER, DA EIN RICHTER! MEDIZINRECHTLICHE BETRACHTUNGEN 6. Dresdner Herbsttag; 22.11.2014 Dr. Roland Uphoff, Fachanwalt für Medizinrecht, M.mel. www.uphoff.de www.recht-geburtsschaden.de
  2. 2. I.! Grundlagen der Arzthaftung II.! Arzthaftungsrechtliche Urteile und Leitsätze zur vorgeburtlichen und neonatologischen Versorgung von Frühgeburten Haftungsrechtliche Entscheidungen zur Kontrolle und Betreuung von Risikoneugeborenen III. Delegation und Substitution in der Kinderkrankenpflege – wer haftet für was? 2 „Frühgeburt: Alles in Balance“, 6. Dresdner Herbsttag, 22.11.2014, Universitätsklinikum Dresden
  3. 3. „Bei der Frühgeburt eines Kindes in der 28. SSW handelt es sich um ein erhebliches Risiko für das Kind, welches eine besondere ärztliche Fürsorge erfordert. Dazu gehören zunächst geburtshilfliche Kontroll- und Unterstützungsmaßnahmen während des Geburts- vorgangs als auch eine fachkundige postpartale Betreuung (!) 3 „Frühgeburt: Alles in Balance“, 6. Dresdner Herbsttag, 22.11.2014, Universitätsklinikum Dresden
  4. 4. „Es stellt einen groben Behandlungsfehler dar, wenn die Temperatur eines frühgeborenen Kindes nicht ausreichend überwacht wird und es deshalb zu einer andauernden Unterkühlung kommt.“ (OLG Hamm, VersR 1995, 341) 4 „Frühgeburt: Alles in Balance“, 6. Dresdner Herbsttag, 22.11.2014, Universitätsklinikum Dresden
  5. 5. „Wenn bei einem Neugeborenen auffällige Symptome (hier: Trinkschwäche/Trinkverweigerung, Schreiattacken, zunehmende Unruhe und Atemstörungen) festgestellt werden, müssen diese rechtzeitig befundet und behandelt werden. Dieses gilt auch dann, wenn die U2-Untersuchung zunächst noch unauffällig war und daher das Neugeborene dann zu spät als ein möglicherweise krankes Neugeborenes eingeschätzt wurde.“ (OLG Celle, Urteil vom 28.02.2005) 5 „Frühgeburt: Alles in Balance“, 6. Dresdner Herbsttag, 22.11.2014, Universitätsklinikum Dresden
  6. 6. Obladen, ehem. Direktor der Klinik für Neonatologie der Charité Berlin, in: Dudenhausen, Praktische Geburtshilfe, 21. Aufl. 2011, Seite 404: „Hauptaufgaben der Kinderkrankenschwester sind: •!pflegerische und emotionale Unterstützung der Mutter beim Erlernen der Versorgung des Kindes, beim Stillen und beim rooming-in, •!Pflege und Beobachtung des Neugeborenen mit dem Ziel, Anomalien und Krankheitszeichen frühzeitig zu entdecken.“ 6 „Frühgeburt: Alles in Balance“, 6. Dresdner Herbsttag, 22.11.2014, Universitätsklinikum Dresden
  7. 7. 1. Resümée Geburtshilfe und Kinderheilkunde findet nicht im rechtsfreien Raum statt. Die fachmedizinischen Standards und deren rechtliche Kontrolle dienen der Qualitätssicherung und Fehlervermeidung in der Geburtshilfe/Kinderheilkunde. 7 „Frühgeburt: Alles in Balance“, 6. Dresdner Herbsttag, 22.11.2014, Universitätsklinikum Dresden
  8. 8. Voraussetzungen und Grenzen der Delegation Die Delegation an nichtärztliche Gesundheitsberufe ist • abhängig von Schwierigkeit/Gefährlichkeit/Vorhersehbarkeit der Maßnahme • abhängig von der Qualifikation (Kenntnisstand und Erfahrung), abstrakt (Ausbildung) und konkret (individuell) • abhängig von einer Anleitung • abhängig von der Überwachung (in der Regel nicht nur stichprobenhaft) • abhängig von der Erreichbarkeit des Arztes 8 „Frühgeburt: Alles in Balance“, 6. Dresdner Herbsttag, 22.11.2014, Universitätsklinikum Dresden
  9. 9. 2. Resümée Delegation und Substitution sind unter bestimmten Voraus- setzungen zulässig, notwendig und sinnvoll. Dreh- und Angelpunkt ist dabei eine „patientenorientierte Risikobegrenzung“. 9 „Frühgeburt: Alles in Balance“, 6. Dresdner Herbsttag, 22.11.2014, Universitätsklinikum Dresden

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