Controlling im KulturbetriebMarkus Roboch        Treffpunkt KulturManagement, 22. Juni 2011
Was erwartet Euch heute?• Unterschiede Theater & Museen• Museumsmanagement• Das Kunsthistorische Museum• Controlling im KHM
Welche Beziehung gibt es zwischen…   Kunst       und        Geld?
Was sagen Künstler dazu…“When bankers get together they talk about art. When artists get together,       they talk about m...
Baumolsche Kostenkrankheit•   Studie der amerikanischen Ökonomen William Baumol & William Bowen:                 Performin...
„Big player“ OperGebäude seit               1869          1778    1966Kapazität (Sitze)         1.700         2.000   3.90...
„Big player“ MuseumGebäude als Museum      1891    1793    1870Besucher in Millionen      1        8       5Mitarbeiter   ...
Unterschiede Theater und MuseenKey Figures                      Burgtheater       KHMBudget in TEUR                       ...
Rahmenbedingungen von MuseenSAMMELN                  BEWAHRENFORSCHEN                 VERMITTELN
StakeholderÖffentliche                                                                                                    ...
Ökonomische EffekteKaufkrafteffekte                                           Wertschöpfungs-                             ...
Das Kunsthistorische Museum
Strategisches und operatives im KHM
Eigenerlöse des KHM in TEUR                Sonstige Erlöse           Ausstellungsvertrieb                     395         ...
Produktinnovation Jahreskarte•   Komplett neue Ticketingstruktur•   Definition von Zielgruppen (Lokale und Touristen)•   U...
Besucherfrequenz Jahreskarte
Shoperweiterung•   Investitionsvolumen: 600 TEUR•   Klares Leitsystem•   Erweiterung der Fläche auf 245 m²•   Optimierung ...
Deckungsbeitragsrechnung Shop           Shopumsatz        ‐ Wareneinsatz      Deckungsbeitrag I       ‐ Kal. Mietkosten   ...
Beispiel Ausstellung Karl der Kühne                       „Wer ist Karl der Kühne?“                  Machtbewusst, grausam...
Kosten einer Ausstellung                  Material-     Ausstellungs-                  aufwand         katalog            ...
Berichte - ÜberblickBerichte                   Zielgruppe                     StandardberichteTagesreport                A...
Quartalsbericht für das MinisteriumNonprofit spezifische Ziele:         Besucher (unterteilt in über und unter 19 Jahren)...
Vorhabensbericht (für 3 Jahre)Strategische Entwicklung des Museums:  •   Ausstellungen  •   Forschung  •   Publikationen  ...
Deckungsbeitragsrechnung KHM                                         Zentrale    5 Standorte Museum für    Theater-      P...
Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit!      Kontakt: markus.roboch@khm.at
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

2011 06-22 treffpunkt kultur management - controlling im kulturbetrieb

1.429 Aufrufe

Veröffentlicht am

Veröffentlicht in: Business
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
1.429
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
1
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
0
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

2011 06-22 treffpunkt kultur management - controlling im kulturbetrieb

  1. 1. Controlling im KulturbetriebMarkus Roboch Treffpunkt KulturManagement, 22. Juni 2011
  2. 2. Was erwartet Euch heute?• Unterschiede Theater & Museen• Museumsmanagement• Das Kunsthistorische Museum• Controlling im KHM
  3. 3. Welche Beziehung gibt es zwischen… Kunst und Geld?
  4. 4. Was sagen Künstler dazu…“When bankers get together they talk about art. When artists get together, they talk about money.” Oscar Wilde“Making money is art, and working isart and good business is the best art.” Andy Warhol
  5. 5. Baumolsche Kostenkrankheit• Studie der amerikanischen Ökonomen William Baumol & William Bowen: Performing Arts, the economic dilemma (1966)• Art companies “desire to provide a product of as high quality as possible and to distribute the product in a manner other than which maximizes revenue”.• => Schwierig Produktivitätssteigerungen aufgrund von technologischen Fortschritt zu erzielen (keine Kostendegression)• Dies führt zu: • Eintrittspreiserhöhungen • Zussatzeinkünften (Shops, DVDs, etc.) • Staatlicher Unterstützung • Privater Unterstützung (Spenden und Sponsoring) • Kooperationen (gemeinsame Verwaltung)
  6. 6. „Big player“ OperGebäude seit 1869 1778 1966Kapazität (Sitze) 1.700 2.000 3.900Mitarbeiter 950 900 860Budget in MEUR 97 118
  7. 7. „Big player“ MuseumGebäude als Museum 1891 1793 1870Besucher in Millionen 1 8 5Mitarbeiter 450 2.000 1.800Budget in MEUR 36 225
  8. 8. Unterschiede Theater und MuseenKey Figures Burgtheater KHMBudget in TEUR 55.410 36.237Staatl. Unterstützung in TEUR 45.930 23.779Eigendeckungsgrad in % 17% 34%Personalkosten in TEUR 39.643 22.210Mitarbeiter 596 450Besucher pro Saison / pro Jahr 380.000 1.200.000Standorte 4 7Aufführungen / Ausstellungen 850 20
  9. 9. Rahmenbedingungen von MuseenSAMMELN BEWAHRENFORSCHEN VERMITTELN
  10. 10. StakeholderÖffentliche Besucher Hand Geschäftsführung Kuratorium Eigentümer Bund Schulen Sponsoren Förderverein Tourismus Wissenschaft Wirtschaft MedienEntscheidungsebene nach klaren Corporate Governance Vorgaben (GO, Museumsordnung); interne ImplusgeberWichtigste „Kundengruppe“, Key AccountSounding Boards, allerdings ohne Entscheidunskompetenz
  11. 11. Ökonomische EffekteKaufkrafteffekte Wertschöpfungs- effekteEUR 13 Mio. EUR 51 Mio. Kunsthistorisches Museum Fiskalische Beschäftigungs- Effekte effekteEUR 18 Mio. 1.055 ArbeitsplätzeQuelle: IHS/Felderer B. (2008): Ökonomische Wirkung von Kulturbetrieben
  12. 12. Das Kunsthistorische Museum
  13. 13. Strategisches und operatives im KHM
  14. 14. Eigenerlöse des KHM in TEUR Sonstige Erlöse Ausstellungsvertrieb 395 & ‐kooperationen 3% 358Sponsoring &  Spenden 3% Objektverleih 446 147 4% 1% Zuschüsse und Forschungsprojekte 512 4% Eintrittserlöse 7.105 57%Vermietung & Events 588 5% Shops & Repro   2.787 23%
  15. 15. Produktinnovation Jahreskarte• Komplett neue Ticketingstruktur• Definition von Zielgruppen (Lokale und Touristen)• Umsatzerhöhung• Mehr Besucher• Einmaliges Angebot (7 Standorte)• Innovatives Pricing (neu in der Museumsbranche)• Niedriger Preis aufgrund von Sponsoren• 31.600 verkaufte Jahreskarten im 1. Jahr
  16. 16. Besucherfrequenz Jahreskarte
  17. 17. Shoperweiterung• Investitionsvolumen: 600 TEUR• Klares Leitsystem• Erweiterung der Fläche auf 245 m²• Optimierung des Raumeindrucks• Ruhezone und Kinderecke
  18. 18. Deckungsbeitragsrechnung Shop Shopumsatz ‐ Wareneinsatz Deckungsbeitrag I ‐ Kal. Mietkosten Deckungsbeitrag II ‐ Personalkosten Verkauf Deckungsbeitrag III‐ Personalkosten Backoffice Deckungsbeitrag IV ‐ Sachaufwand Deckungsbeitrag V ‐ Abschreibung Deckungsbeitrag VI
  19. 19. Beispiel Ausstellung Karl der Kühne „Wer ist Karl der Kühne?“ Machtbewusst, grausam und schöngeistig – Karl der Kühne war in seiner Widersprüchlichkeit eine der schillerndsten Figuren des 15. Jahrhunderts. Er liebte die Künste, seine Aufsehen erregende Prunksucht kannte keine Grenzen. Mit Modebewusstsein und Stilempfinden inszenierte und perfektionierte er sein Leben. Karl der Kühne hinterlässt ungeahnte Schätze aus der legendären Zeit der burgundischen Hofkultur. Eine einzigartige Ausstellung zu seinem Leben und Wirken ist nun in Wien angekommen. Budget: 850 TEUR Besucher: > 200.000
  20. 20. Kosten einer Ausstellung Material- Ausstellungs- aufwand katalog 4% 2% Kurierreisen 6% Dienst-Versicherung leistungen 6% 40% Marketing 17% Transport 25%
  21. 21. Berichte - ÜberblickBerichte Zielgruppe StandardberichteTagesreport Alle KostenstellenverantwortlichenMonatsbericht Alle KostenstellenverantwortlichenManagement Report GeschäftsführungQuartalsbericht 1 Spez. Kostenstellenverantwortl.Quartalsbericht 2 Kuratorium / MinisteriumVorhabensbericht Kuratorium / Ministerium Andere (bei Bedarf)Ausstellungen AusstellungsmanagementInfrastruktur GebäudemangementAd hoc Analysen jeder
  22. 22. Quartalsbericht für das MinisteriumNonprofit spezifische Ziele:  Besucher (unterteilt in über und unter 19 Jahren)  Besucher der Website  Eigenfinanzierungsgrad  Anzahl der Führungen  Anzahl der Veranstaltungen  Anzahl der restaurierten Objekte  Anzahl der Sammlungsankäufe  …
  23. 23. Vorhabensbericht (für 3 Jahre)Strategische Entwicklung des Museums: • Ausstellungen • Forschung • Publikationen • VermittlungFinanzkennzahlen: • Gewinn- und Verlustrechnung • Bilanz • Liquiditätsrechnung • Investitionen • Personalkennzahlen
  24. 24. Deckungsbeitragsrechnung KHM Zentrale 5 Standorte Museum für Theater- Profit Center Calculation Gesamt Einheiten KHM Völkerkunde MuseumDB I - StandortDB II - AusstellungsmanagementDB III - RestaurierungDB IV - Forschung & PublikationenDB V - OverheadAbschreibungenDB VILeistungsabgeltung Republik ÖsterreichDB VIIFinanzergebnisDB VIIIAußerordentliches BetriebsergebnisDB IX
  25. 25. Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit! Kontakt: markus.roboch@khm.at

×