Digitale Transformation im Traditionsunternehmen
Anlässlich des DDIM-Kongresses in Düsseldorf hatte ich die Gelegenheit, d...
1. Radical customer centric approach
Welchen Bedarf haben Kunden und Zulieferer? Was sind die „pain points“? Was benötigen...
Die Serviceplattform ist zwischenzeitlich live und ein durchschlagender Erfolg. Neben zahlreichen Kunden und Zulieferern w...
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Digitale Transformation bei einem Stahlhersteller.

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  1. 1. Digitale Transformation im Traditionsunternehmen Anlässlich des DDIM-Kongresses in Düsseldorf hatte ich die Gelegenheit, dem Vortrag von Herrn Gisbert Rühl, CEO der Klöckner & Co. SE, zu folgen und ich muss gestehen, dass er mich sehr beeindruckt hat. Herr Rühl hat sehr anschaulich die Probleme der Stahlindustrie und des Handels beschrieben und dann erläutert, wie er mit einer digitalen Transformationsstrategie das Unternehmen weiterentwickelt. „Äh, Moment mal“ höre ich Sie rufen! Stahl und Digitalisierung? Falls Sie bei Stahl nur an schwitzende Männer am Hochofen und bei Digitalisierung nur an Google, Facebook & Co. denken, sollten Sie jetzt weiter lesen. Der digitale Transformationsprozess betrifft schlicht und ergreifend alle Märkte und Branchen, eben auch die Stahlproduzenten und -händler sowie die damit verbundenen Absatzwege und auch Ihr Unternehmen. Laut Herrn Rühl arbeitete die Stahlindustrie immer noch genauso wie in den 90er Jahren. Zulieferer lieferten auf Zuruf, produziert wurden Mengen, die man vom Absatz her geschätzt hatte oder glaubte verkaufen zu können und die Kunden bestellten kurz bevor das Lager leer war. Natürlich kannte niemand die Material- oder Lagerbestände der anderen Seite, Lieferzeiten waren immer mal anders und irgendwie ist es ja immer gut gegangen. Mehr oder weniger. Oft eben weniger. Einen intransparenten Markt nennt man das und damit räumt der digitale Transformationsprozess gründlich auf. Wie startet man aber die digitale Transformation in einem altehrwürdigen Unternehmen mit über 100-jähriger Tradition? „Na klar“, denken Sie jetzt, „ich ruf meinen IT-Leiter an, der kennt sich mit sowas ja wohl aus“. Klar, wenn der IT-Leiter auch Vertrieb und Marketing kann und ein echter Kundenversteher ist, mag das funktionieren, die Qualifikation ist bei IT-Leitern aber eher selten. Auch eine Arbeitsgruppe wird wahrscheinlich nicht so richtig zielführend sein. Denn es geht darum, ein Unternehmen mit der radikal nutzerzentrierten Denke, die Startups im Silicon Valley zum Erfolg führten, zu verbinden. Wie viele Startup-Gründer arbeiten denn bei Ihnen und würden in Ihrer Organisation zurechtkommen? Da ist die Vorgehensweise von Herrn Rühl schon bemerkenswert. Zuerst gründete er ein Startup mit dem Namen kloeckner.i, dessen Sitz übrigens nicht am Stammsitz in Duisburg, sondern in Berlin ist. Zielsetzung war die vollständig digital vernetzte Kunden- und Lieferantenanbindung und die Abwicklung aller relevanten Prozesse über eine digitale Industrieplattform. Im nächsten Schritt wurde die Wertschöpfungskette mit der Methodik eines Startups „lean, agil and customer centric“ quasi neu erfunden. Stark vereinfacht dargestellt in den folgenden drei Schritten: 1
  2. 2. 1. Radical customer centric approach Welchen Bedarf haben Kunden und Zulieferer? Was sind die „pain points“? Was benötigen die Kunden, um leichter und effizienter mit Klöckner zusammenzuarbeiten? Aus dem Anforderungskatalog entstand mit dem Startup-Ansatz „Design Thinking“ der erste Prototyp. 2. Rapid Prototyping Eine webbasierte Serviceplattform in Form eines Prototyps wurde nach Berücksichtigung von Kunden- und Zuliefereranforderungen erstellt. Wohlgemerkt ein Prototyp und kein fertiges Produkt. Dieser Prototyp wurde wiederum den Kunden vorgestellt und mit dem entsprechenden Feedback weiter an die Bedürfnisse angepasst. Diese Vorgehensweise ist schneller als die herkömmliche Softwareentwicklung. 3. Start with a small product and continuously improve it Die Serviceplattform ging erstmalig live, ohne die Bedürfnisse aller Teilnehmer der Prozesskette abzudecken. Anstatt im stillen Kämmerlein bis zum Ende aller Tage zu programmieren, hat Klöckner sich schlicht und ergreifend schnell am Markt positioniert. Ein klarer Wettbewerbsvorteil. 2 Digitale Transformation im Traditionsunternehmen
  3. 3. Die Serviceplattform ist zwischenzeitlich live und ein durchschlagender Erfolg. Neben zahlreichen Kunden und Zulieferern werden sich nun auch Wettbewerber von Klöckner an der Plattform beteiligen, die jetzt als die Industrie-Plattform etabliert ist. Übrigens auch im Mutterland von Google & Co. in den USA. Die digitale Transformation hat eine Vielzahl von digitalen Serviceleistungen hervorgebracht und wird dies weiter tun. Täglich entstehen neue Dienste, Apps und neue Geschäftsmodelle. Falls Sie glauben, dies betrifft nicht Ihr Geschäft oder es ist nur auf den privaten Bereich beschränkt bedenken Sie, dass die digitale Welt mit der realen verschmilzt. Dieser Prozess ist im vollen Gange und noch lange nicht abgeschlossen. Mit innovativen Ideen revolutionieren junge Unternehmen in kürzester Zeit Märkte, Branchen und auch Traditionsunternehmen. Dass auch traditionelle Unternehmen davon profitieren können zeigt eindrucksvoll das Beispiel Klöckner. Falls Sie sich nun fragen, wie man schnell und pragmatisch feststellen kann, wo Ihr Bereich bzw. Ihr Unternehmen steht, was die notwendigen Maßnahmen sind und wie man den digitalen Transformationsprozess denn eigentlich startet, empfehlen wir den von uns entwickelten Experten-Check „Digitale Transformation“. Ausgewählte Experten liefern Ihnen eine erste Bestandsaufnahme und geben Ihnen die entsprechenden Handlungsempfehlungen. Sprechen Sie uns an und bitte nicht Ihren IT-Leiter! 3 Ricky L. Stewart Associated Partner Ricky L. Stewart ist seit Mai 2015 Associated Partner der Management Angels. Sein beruflicher Werdegang führte den technologieaffinen Deutsch-Amerikaner, nach mehreren Stationen im Einzelhandel, zu Unternehmen der internationalen Markenartikelindustrie wie Timex, Casio und Samsung Electronics. Als erfahrener Vertriebs- und Marketingmanager entwickelte er sich zum Spezialisten für Marktentwicklung und Markteroberung. Seit über 30 Jahren widmet er sich mit großer Leidenschaft dem Thema Business Development und ist mit diesem Schwerpunkt seit fünf Jahren als Consultant und Interim Manger erfolgreich selbständig tätig. Bei den Management Angels betreut er internationale Anfragen und ist Ansprechpartner für unseren internationalen Zusammenschluss, die WIL Group. Sein Beratungsschwerpunkt liegt in den Branchen FMCG und Handel sowie in den Funktionsfeldern Marketing / Vertrieb und Business Development. Zentrale Hamburg Atlantic Haus Bernhard-Nocht-Str. 113 20359 Hamburg +49 (40) 44 19 55-37 ricky.stewart@managementangels.com Digitale Transformation im Traditionsunternehmen

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