Zeitmanagement und Zeitnot

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Die Zeit läuft immer schneller und uns davon und wir hinterher, denken wir.
Tut sie das und was können wir dagegen tun?
(Ignite-Vortrag, Webmontag Frankfurt am 12.9.2016: Folienwechsel alle 15 sec.)
Zum Nachlesen: http://blog.dmr-solutions.com/zeitmanagement-und-zeitnot/

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Keine Notizen für die Folie
  • Brotfabrik, Webmontag-Ignite Frankfurt, 12.09.2016

    Die Zeit läuft immer schneller und uns davon, denken wir.
    Tut sie das und was können wir dagegen tun?
  • Die Zeit läuft, wie hier die Folien, alle 15 sec. die nächste.
    Zeit kann man nicht managen. „Zeit-Management“ gibt es eigentlich nicht.
    Sie vergeht ganz von alleine. Eigentlich vergehen wir.
    Unsere Zeit läuft ab und die Zeit läuft einfach weiter.
    Trotzdem glauben wir, die Zeit läuft uns davon und wir könnten ihr hinterher laufen,
    Vielleicht sogar sie einholen, wenn wir schnell genug laufen.
  • Und also laufen wir.
    Laufen ist in. Wer nicht läuft, bleibt zurück.
    Wer läuft kommt voran. Aber wo laufen wir denn hin? Oft im Kreis, im Hamsterrad?
    Auch auf den Fluren der Agenturen.
    Laufen gibt uns zumindest das Gefühl, voranzukommen.
    Und Laufen ist gesund und macht Spaß.
  • Laufen ist gesund und macht Spaß.
    OK, nicht immer macht es Spaß.
    Aber Hauptsache es geht voran!
    Man muss sich überwinden!
    Lasst uns kurz anhalten: Was machen die hier eigentlich?
  • Schauen wir das genauer an (haben wir dafür genug Zeit?)
    Die wollen unbedingt ans Ziel. Aber wer will hier eigentlich ans Ziel?
    Ich befürchte, das könnte auch jedem von uns passieren, der unbedingt ans Ziel will.
    Und oft genug machen wir das mit uns selber.
  • Wir können die beiden auch als Kontraheneten auf unserer inneren Bühne sehen:
    Der Erwachsene in uns will voran und das Kind will spielen.
    Und schließlich weiß der Erwachsene, wo‘s lang geht.
    Bleiben wir einen Moment dabei, vielleicht kennt ihr ähnliche Situationen.
  • Aber nur mal angenommen, das Kind weiß hier besser, wo‘s lang geht.
    Vielleicht hat es sogar auch noch kreative Ideen, die uns auf die Sprünge helfen.
    Könnte sein! Das bringt den Erwachsenen in uns jetzt vielleicht etwas durcheinander,
    schließlich hält er sich für die Krone der Schöpfung.
    Vernunft geht über alles, aber was ist hier eigentlich vernünftig?
  • Schließlich leben wir in einer Leitungsgesellschaft!
    Früher (Autoritäre Gesellschaft) wurden wir ausgebeutet und heute beuten wir uns selber aus.
    Das muss das Kind noch lernen, z.B. früher aufstehen, wie die Erfolgreichen und Berühmten.
    Oder wie die vielen Briefträger und Bäcker und Köche und …
    (Heidi Klum hat eher Erfolg, weil sie skrupellos GNTM macht.)
  • Auf jeden Fall müssen wir mehr aus uns herausholen. Jeder ist eine Ich-AG.
    Das nennt man Selbst-Management oder Selbst-Optimierung.
    Hier seht ihr ein paar bekannte Tipps, wie man seine Aufgaben besser erledigen kann.
    Damit wir die Zeit hier und jetzt effektiver nutzen, lest ihr die Folien selber durch und ich rede einfach weiter.
  • Wenn man 2 Sachen gleichzeitig macht, wird man nämlich schneller fertig.
    Dafür schenke ich euch auch etwas Zeit und zeige die Folie einfach zweimal.
    Mir hilft übrigens am meisten die Eisenhower-Matrix, also Wichtiges und Dringendes zu unterscheiden,
    denn oft verdrängt das Dringende alles andere und das Wichtige geht dann unter.
  • Der Flow kommt in diesen Tipps oft zu kurz.
    Im Flow vergeht die Zeit wie im Flug und die Dinge erledigen sich fast wie von selbst.
    Aber „Flow“ kann man nicht machen, er passiert eher magisch.
    Ihr erinnert euch vielleicht. Ist das schon lange her?
    Nicht jedes Ausschlafen ist gleich zwanghafte Aufschieberitis.
  • Aber Pausen-Machen finde ich am schwersten.
    Manchmal mache ich nicht mal eine Mittagspause.
    Ihr kennt das vielleicht auch …
    Leicht übergehen wir unser Bedürfnis nach Pausen und machen einfach weiter.
    Manchmal spüren wir unser Bedürfnis nach Pausen erst, wenn wir ein machen.
  • Jetzt machen wir eine Pause.
  • Und, schon unruhig?
    Schon aufs Handy geschaut?
    Ausatmen!
  • Erst in der Sille merken wir den Krach in unserem Kopf, z.B. ständige Kommentare.
    Wir haben alle Affen im Kopf, sagt man im Zen, unruhig und rastlos.
    Und die Buddhisten raten, sie zu zähmen.
    Aber dafür reicht die Zeit jetzt nicht.
  • Zeitgeist zeigt auf „slow“
  • Die Zeit-Soziologen sagen, dass unser Leben immer schneller wird, seit dem 18. Jahrhundert.
    Technischer Fortschritt, Sozialer Wandel und Lebenstempo treiben sich gegenseitig an.
    Wir sparen immer mehr Zeit und haben immer weniger.
    Individuell kann man das gar nicht mehr aufhalten, trotz Entschleunigungsprogrammen.
  • Die Zeit-Soziologie spricht hier auch von Zeit-Armut und Zeit-Wohlstand einer Gesellschaft.
    Zeit-Wohlstand ist ein schönes Wort, finde ich.
    Und das Zeit-Existenzminimum ist eine interessante Frage.
    Wo liegt es, unser Zeit-Existenzminimum?
  • Und es stellt sich die Frage, was Wohlstand eigentlich ist,
    wenn wir über immer mehr Dinge verfügen, jedoch über immer weniger Zeit?
    Linder behauptete schon 1970, dass Gesellschaften entweder reich an Gütern oder reich an Zeit sind.
    Eine interessante These!
  • Ohne Besinnung machen wir einfach immer so weiter.
    Wir brauchen Pausen, um uns zu spüren
    Und für die zentralen Fragen: Wo geht die Reise hin?
    (Wovon werden wir angetrieben? Was fangen wir mit unserer Zeit an?)
  • Und zum Schluss die zentralen Fragen:
    Wovon werden wir angetrieben?
    Was fangen wir mit unserer Zeit an?
    (Paula (8) über sich: Das schönste ist, dass ich lebe.)
  • Man kann sich diesen Fragen auch von Sterbebett her nähern: Was habe ich mit meiner Zeit angefangen?
    Bronnie Ware, eine frühere Krankenschwester auf einer Palliativstation, hat darüber ein Buch geschrieben.
    Hier zum Schluss ein paar Tipps von ihr.
    Mehr Querverweise unter http://blog.dmr-solutions.com
    Danke.
  • Zeitmanagement und Zeitnot

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    10. 10. #81 Selbst-Management  Hirnforschung: das limbische System reagiert mit Lust oder Unlust schneller als wir denken können  GTD (Getting Things Done): ToDo-Listen für alles und Änderung unserer Gewohnheiten  Pomodoro: 15 konzentrierte Minuten für eine Aufgabe, ohne Störung, Telefon, E-Mail, Twitter  Pareto-Prinzip: kein Perfektionismus, denn 80% des Ergebnisses wird in 20% der Zeit erreicht (80:20-Regel)  2-Minuten-Regel: Kleinigkeiten sofort erledigen oder streichen  Kanban: Alle Aufgaben im Überblick und nicht zu viel auf einmal  Eisenhower-Matrix: Wichtiges und Dringendes unterscheiden  Spazierengehen: zwischendurch mal was anderes tun  … (individuell zu ergänzen) 10  Drogen: bitte nicht, machen süchtig ... die Zeit läuft … hardwork softdrink
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