Ausgabe 2015 / 16
Innovative
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Ungewöhnliche
KONZEPTE
Vielfältige
BAUWEISEN
Einzigartige
ARCHITEKTUR
Österreich1...
Otl Aicher
No.	 Architekt / Bürostandort Bundesland	 Seite
	 1	 DANKE Architekten / NW 	  6
	 2	 Katrin Hootz Architektin / BY 	  8
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100 ×
Mehrwert
Einfamilienhäuser sind immer noch die Spielwiese für experimentelle
Architektur. Nirgendwo ist so viel Raum...
gelernter Maurer und habe lange gebraucht, um zu
erkennen, welche Qualität das Massivholzhaus besitzt“,
sagt Danke. Das Ho...
Charakterstark
und ziegelfein
selbst als eine Art Begrenzungsmauer am Rand zu positionieren und
die Zimmer, wie vom Bauher...
Evolution an der Tür.
Die Klinke wird digital. Was vor über 130 Jahren
mit Möbelbeschlägen seinen Anfang nahm, hat sich
we...
FALTKUNST
auf das Tübinger Schloss verstellen lassen. Hinzu kam die geringe
Größe des Hanglage-Baugrundstücks. Doch was vi...
Gebranntes
Holz mit
Bodenhaftung
Der Bodenbelag hingegen ist weniger der Naturverbundenheit ge-
schuldet als der Offenheit...
DAS
WANDEL-
	BARE
HAUSbereich mit seiner Glasöffnung nach Süden lässt wiederum einen
fantastischen Weitblick zu und wird a...
„Einen Bungalow zu bauen ist ein Architektentraum“, freut
sich Rolf Mattmüller von AHM Architekten. Was für ein Glück, das...
Das wohl bekannteste Zitat zum Thema
„Licht und Architektur“ stammt von Le
Corbusier aus 1922, „Vers une architecture“:
„A...
Ein Ehepaar, das in Rente gegangen ist, wollte
sich einen Wunsch erfüllen: ein Haus, in dem sie zu
zweit leben und Gäste e...
nicht nur eine neue Form, sondern wurden komplett neu ausgerichtet.
Alle Schlafzimmer im Obergeschoss haben nun zum Beispi...
Zunächst ist an diesem Gebäude nichts Auffälliges zu erkennen. Es ist eine alte Bauernscheune aus
Backstein mit verschloss...
Etwas Archaisches wollte der Bauherr: ein monolithisches Gebäude durch und durch aus Beton, von
Boden und Fenstern abgeseh...
Wer in der Nähe von Köln ein Haus nach seinem Geschmack bauen
will, der braucht entweder viel Geld oder gute Ideen. Denn i...
Was sollte man auch sonst mit
einem ehemaligen Schweinestall
anstellen, der als Steinruine irgend-
wo auf einem Grundstück...
Eigentlich war die Aussage einer Nachbarin als Beschwerde
gemeint. Doch Architekt Peter Strobel sagt anerkennend: „Diese F...
Ein Baumhaus, das bedeutet
in Kindertagen mehr Refugi-
um denn Wohnstätte,
mehr einen in luftiger Höhe instal-
lierten Rau...
Eine gute Nachbarschaft kann ein Segen sein. Wenn
der Zucker alle ist zum Beispiel. Oder der Handbohrer
streikt. Im Fall d...
61Ganzheitlich
im Kreislauf
Architektur GRAFT (Gregor Hoheisel, Lars Krückeberg,
Wolfram Putz, Thomas Willemeit) Web www.g...
Eine wilde Bäuerin war die Cilli. Den
Nachbarskindern hat sie mit der Mistgabel
nachgesetzt, wenn ihr diese wieder mal die...
Der Architekt Arno Brandlhuber, bekannt für
seine unkonventionellen Konzepte und die Versuche,
Architektur, ihre Funktione...
Architektur Brandlhuber+
Web www.brandlhuber.com
Objekt Antivilla Bauherr
Arno Brandlhuber Planung
Gebäudekommunikation: S...
mit einbinden, das komplette Gegenteil des Fertig-
hauses darstellte“, sagt Moser. Und so entstand in
einer hessischen Gem...
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DREI HÄUSER
MIT FORMAT
Architektur FORMAT ELF ARCHITEKTEN Web
www.formatelf.de Objekt Hofgut Hafnerleiten
Kategorie Neu...
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Architektur boosarchitekten (Daniel Boos) Web www.boos-architekten.de Objekt Mehrgene-
rationenhaus am Ammersee Kategor...
KLEIN-
KUNST
„Ein kleines Haus“ tauften die Architekten das Projekt,
das am Rande eines dorfähnlichen Vorstadtgebietes zwi...
PRODUKTE
VOGEL-STRAUSS-TAKTIK
Verführung im Tanzschritt – Eine Explosion von Farben, inspiriert von Afrika, zeigt die
Outd...
PRODUKTE PRODUKTE
SCHICHTWECHSEL
Zeitlos. Tisch und Bank der Wiener Designerin
Lisa Weilandt aus der Serie ARCTYPES bestec...
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BADEN-
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	www.se-arch.de
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  1. 1. Ausgabe 2015 / 16 Innovative MATERIALIEN Ungewöhnliche KONZEPTE Vielfältige BAUWEISEN Einzigartige ARCHITEKTUR Österreich14,90€ Deutschland14,90€ Schweiz22,50sfr DAS »W HO ISWHO«DERDEUTSC H EN BAUKULTUR•MITADRESSE N DER BESTENARCHITEKTEN A U S G ANZ DEUTSCHLAND • 100der besten deutschen Architektur- büros!
  2. 2. Otl Aicher
  3. 3. No. Architekt / Bürostandort Bundesland Seite 1 DANKE Architekten / NW   6 2 Katrin Hootz Architektin / BY   8 3 Architektenbüro Stocker  / BW   10 4 AMUNT / BW   14 5 Langensteiner Bienhaus Architekten / BW   16 6 FRITSCH+SCHLÜTER Architekten / HE   18 7 FINCKH ARCHITEKTEN / BW   20 8 hiendl_schineis architektenpartnerschaft  / BY  22 9 Titus Bernhard Architekten / BY   24 10 Irlenbusch von Hantelmann – Architekten / SN   26 11 AHM Architekten / BE   28 12 Andreas Petermann Architekt / BY   30 13 buchner + wienke architekten / BE   32 14 reinhardt_jung / HE   34 15 claim / BE   40 16 ist a r c h i t e k t u r / SN   42 17 Peter Ruge Architekten / BE   43 18 Andreas Heupel Architekten / NW   44 19 J. MAYER H. / BE   46 20 MBA / S Matthias Bauer Associates / BW   48 21 Atelier ST / SN    50 22 Uwe Schröder Architekt / NW   51 23 Ruf+Partner Architekten und AR-BR architecture  / BE    52 24 Braun & Güth Architekten / HE   53 25 gruppeomp architekten  / NI & HB   54 26 bräuning architekten mit Architekt Christoph Höhne  / BW  55 27 JAN RÖSLER ARCHITEKTEN & S. Rickhoff / BE   56 28 brandt + simon architekten  / BE  58 29 Alexander Brenner Architekten  / BW  60 30 berger röcker architekten  / BW  62 31 Manuel Herz Architekten / NW   64 32 Architekten Spiekermann  / NW  66 33 BeL, Sozietät für Architektur / NW   68 34 Allmann Sattler Wappner Architekten  / BY  70 35 KMT Architekten und Ingenieure / HH   72 36 MCKNHM Architects / NW   73 37 ARCHITEKTEN STEIN HEMMES WIRTZ  / RP & HE   74 38 naumannarchitektur  / BW   76 39 Westphal Architekten  / HB    78 40 Bayer & Strobel Architekten  / RP  79 41 Fabian Evers Architektur &  Wezel Architektur / BW   80 42 petersen pörksen partner architekten + stadtplaner / HB & SH   82 43 AFF Architekten / BE   84 44 Birgit Wessendorf Architekten  / BE  86 45 fabi architekten  / BY  87 46 baumraum / HB   88 47 gildehaus.reich architekten / TH   90 48 CHRIST.CHRIST associated architects / HE    91 49 Helm Westhaus Architekten  / BE  92 50 pape+pape architekten  / HE  93 No. Architekt / Bürostandort Bundesland Seite 51 TKA Thomas Kröger Architekt  / BE   94 52 PLANPOPP Architektur Stadtplanung  / BE   96 53 motorplan Architekten + Stadtplanung  / BW   97 54 leonardhautum  / BE & BY   98 55 bernd zimmermann_architekten  / BW   100 56 Osterwold°Schmidt Exp!ander Architekten  / TH   102 57 Hütten & Paläste Architekten  / BE   104 58 COASToffice  / BW   105 59 Thomas Beyer Architekten  / BE   106 60 Kleine Metz Architekten  / BE   107 61 GRAFT / BE   108 62 peter haimerl . architektur  / BY   110 63 as2architektur  / HB   112 64 FRIEDRICH POERSCHKE ZWINK Architekten  / BY   113 65 Grüttner Architekten  / NW   114 66 ARCHITEKTEN WANNENMACHER + MÖLLER  / NW   116 67 Schneider | Architekten  / BW   117 68 SCHENKER SALVI WEBER ARCHITEKTEN  / W (AT)   118 69 +studio moeve architekten  / HE   120 70 Thoma.Lay.Buchler.Architekten  / BW   121 71 Deppisch Architekten  / BY   122 72 (se)arch Architekten  / BW   123 73 Möhring Architekten  / BE & MV   124 74 sprenger von der lippe Architekten  / HH   126 75 Franken Architekten  / HE    128 76 Barkow Leibinger  / BE   130 77 k_m architektur  / V (AT)   131 78 HEIDE & VON BECKERATH  / BE   132 79 Büro für Architektur & Städtebau Berlin  / BE    134 80 töpfer.bertuleit.architekten  / BE    136 81 hm-architektur  / NI   138 82 LUSINARCHITEKTUR  / BE    140 83 Anne Lampen Architekten  / BE   142 84 Svenja Bodenstedt  Architektin / HH   143 85 Brandlhuber+ / BE   144 86 Cyrus | Moser | Architekten  / HE   148 87 FORMAT ELF ARCHITEKTEN  / BY   150 88 WACKER|ZEIGER|ARCHITEKTEN  / HH   152 89 Architekturbüro Studio b2  / NI    153 90 2D+ Architekten  / BE    154 91 Biehler Weith Associated  / BW   156 92 Laura Jahnke Architekten  / HH    158 93 MRLV Architekten  / HH   159 94 Kraus Schönberg Architekten  / BW & HH   160 95 andreas gehrke . architekt  / BE    162 96 Meixner Schlüter Wendt Architekten  / HE    164 97 boosarchitekten  / BY   166 98 kadawittfeldarchitektur  / NW   168 99 Bembé Dellinger  Architekten / BY   172 100 Architekturbüro Scheder  / RP   175 Editorial   5 Fang das Licht   36 Produkte   178 Architekten-Index   188 Vertriebs- und Qualitätspartner   190 Impressum   192 100 ARCHITEKTEN INHALTINHALT 100 ADRESSEN der vorgestellten Architekturbüros auf Seite 188 1 15 73 84 92 83 74 93 88 94 61 42 89 39 25 63 60 10 81 66 18 36 33 31 22 98 50 37 69 100 38 40 53 20 55 2619 68 5 3 7 29 4 41 58 30 67 70 72 77 64 99 8 71 45 62 9 2 34 54 97 87 56 47 43 96 75 86 48 14 24 6 27 80 16 23 57 21 44 7852 13 82 49 51 79 2876 90 46 17 59 85 95 32 11 65 12 Baden-Württemberg Saar- land Rheinland- Pfalz Hessen Thüringen Bayern Nordrhein- Westfalen Niedersachsen Sachsen-Anhalt Sachsen Branden- burg Berlin Mecklenburg- Vorpommern Bremen Hamburg Schleswig- Holstein 91 * 100 Häuser in ganz Deutschland: Wir haben zur besseren Lesbarkeit für jedes Architekten-Haus ein individuelles „Icon“ kreiert und auf unserer Landkarte positioniert. Diese Übersicht zeigt die geografische Verteilung in den Regionen und Bundesländern – und nicht den exakten Standort. INHALT  32  INHALT 100 HÄUSER35
  4. 4. 100 × Mehrwert Einfamilienhäuser sind immer noch die Spielwiese für experimentelle Architektur. Nirgendwo ist so viel Raum für individuelle „Wohn“-Wünsche und Lebens(t)räume – und Entwürfe jenseits des Standards. Denn: Ein Haus ist längst nicht mehr nur ein Haus. Dennoch werden in Deutschland nur zirka zehn Prozent aller über 15 Millionen Ein- familienhäuser (2013) von Architekten geplant. Das ist vor allem in Hinblick auf neue, ökologische Herausforderungen eine sehr geringe Anzahl. Intelligente, kreative Lösungen sind gerade bei Fragen zu Energie-konzepten, Sanierungen oder urbaner Nachverdichtung ge- fragt. Aber nicht nur. „Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammenge- setzt werden“, sagte Ludwig Mies van der Rohe, aber „verwechseln Sie bitte nicht das Einfache mit dem Simplen“. Die Moderne hat viel zu einer freieren, lichtdurchfluteten Architektur beigetragen und Sach- lichkeit und Funktionalität mit neuen Formen und Bauweisen kombi- niert. Nur so kann ein modernes Haus entstehen, im Verständnis aller Parameter – und dafür braucht man Architekten. Das Magazin tritt 100 Mal diesen Beweis an. „Unser Alltag wird zu einem wesentlichen Teil durch die Architektur bestimmt, die uns Tag für Tag umgibt.“  * „100 Häuser“ stellt damit Architektur als kollektives Produkt von Archi- tekten, Bauherren und Produzenten in den Vordergrund. Ohne Partner in allen Branchen ist Qualität nicht möglich, und kurzfristige Einspa- rungen sind nicht langlebig. Viele Beispiele zeigen auch prototypische Materialien, Fassaden, räumliche Modelle, Bauweisen oder Energie- konzepte, wie die Plus-Energie-Häuser von GRAFT Architekten in Berlin. Wir wollen mit dem Magazin „100 Häuser“ nicht nur eine (mögliche) Vielfalt in der Architektur zeigen, sondern Ihnen den Mehrwert Archi- tektur als ganzheitliches Konzept vermitteln. Dabei geht es vorrangig nicht um Spektakuläres oder formale Ansprüche – außergewöhnliche Lösungen liegen oft im Detail und im Wissen, wie sorgfältig man mit dem Bestand, Stadt- und Landschaftsraum umgehen kann und muss. Unsere Auswahl zeigt 100 Häuser aus allen 16 Bundesländern und von 100 Architekten und Architektinnen. Lage, Bauordnung oder Budget stellen Parameter dar, zeigen aber auch, dass Planung bei jedem Budget wichtig ist. Die länderspezifische Auswahl lässt dabei, wenn auch regional durchaus unterschiedlich, ein Gesamtbild der deutschen Baukultur entstehen. Jedes Haus erzählt außerdem eine persönliche Geschichte, eine Ge- schichte über Bauherren, Lebensmodelle oder Entscheidungsfindungen – die schlussendlich zu einem individuellen Ergebnis geführt haben. Durchaus mit Anekdoten und durchaus auch mit Misserfolgen und Fehlschlägen. Was zählt, ist der partnerschaftliche Prozess. Kleine Häuser oder große Villen, Holzhäuser oder moderne Betonskulpturen, Umbauten oder Zubauten, daraufgesetzt oder eingefügt … Wohnraum ist genauso individuell wie seine Bewohner. Lassen Sie sich inspirieren, von Architektur, 100 Mal und mehr! Manuela Hötzl Chefredaktion „100 Häuser“ * Jürgen Tietz 1998 in: Geschichte der Architektur des 20. Jahrhunderts Foto:HelenaWimmer EDITORIAL  5 zeitraum-moebel.de N O N O T OCHAIR mAde fRom solId wood Design by L äuf er + K eicheL 2 015
  5. 5. gelernter Maurer und habe lange gebraucht, um zu erkennen, welche Qualität das Massivholzhaus besitzt“, sagt Danke. Das Holz als Material passt sich zudem der modernen Bauweise perfekt an. „Die Einstoffigkeit, die ungeheure Wärme, der Duft des Holzes, aber auch die Modernität und Einfachheit erfreuen uns jeden Tag“, erzählt der Architekt. Das Haus fügt sich in seiner äußeren Gestalt auch gut in die direkte Umgebung ein. Es besitzt sozusagen einen Regenmantel, der „schup- penartig“ vor nassen Wetterbedingungen schützt. Diese Bauweise mit Eternitfassade ist in der Eifel, wo das Haus steht, sehr üblich, erklärt Danke. Als Ganzes ist der „Livingtube“ definitiv ein Gegenstück zum alten Bauernhaus, mit dem sich Architekt Danke und seine Frau ihren eigenen Wohntraum erfüllt haben. mat 1Architektur DANKE Architekten (Michael Danke) Web www.danke-architekten.de Objekt Livingtube Kategorie Neubau, Passivhaus, Holzbau Fassadenmaterial Faserzementplatten / www.eternit.de Adresse k. A. Bauherr Familie Danke Planungs- beginn 2008 Fertigstellung 2011 Nutzfläche 97 m² Wohnfläche + 25 m² Nutzfläche / Garage Kosten k. A. Aus- zeichnungen Holzbaupreis NRW 2013; Holzbaupreis Eifel 2012 Fotos Conné van d’Grachten / VELUX Deutschland „Livingtube“ ist so ziemlich das Gegenteil von dem, was seine Bauherren bis dahin gewohnt waren. Architekt Michael Danke und seine Frau lebten 25 Jahre in einem Bauern- haus aus dem Jahr 1840. „Die Wände waren ganz dick, die Räume und Fenster sehr klein, es gab wenig Sonne, und dadurch waren die Räume sogar im Sommer kühl“, erklärt Michael Danke. Irgendwann kam die Idee für etwas Neues: Ein Gegenstück musste her. „Wir sehnten uns nach Wärme, großen Räumen und mehr Licht.“ Seine Frau habe ihm beim Entwurf alle Freiheiten gelassen, sagt Danke, und so entstand ein in sich geschlossenes einheitliches Holzhaus in kubischer Gestalt und mit Lofträumen, die in Röhrenform gehalten sind. Dachflächenfenster durchfluten das Bad mit Sonne. Es gibt noch eine hölzerne Terrasse nach Süden und einen Garten. Das Haus wirkt im Inneren warm, offen und herzlich, trotz der von außen sehr aufgeräumten, klaren und schlichten Struktur. Das Massivholzhaus ist zudem besonders nachhal- tig. Alle Elemente bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen, und es hat eine CO2-Bindung von 100 Prozent. „Ich bin Lichtes Holzstück 6  Büro DANKE ARCHITEKTEN, NORDRHEIN-WESTFALEN / Haus NORDRHEIN-WESTFALEN Sieht kompliziert aus? Für unsere Designer und Ingenieure ist es vielmehr ein Kunstwerk, das eine Geschichte über durchdachte technische Komponenten und höchste Fertigungsqualität erzählt. Klappbare und vielfältig erweiterbare Dusch-Einhängesitze aus dem ErgoSystem® lassen Sie sitzen – im positiven Sinne: Barrierefreiheit war nie zuvor so attraktiv, bequem und zuverlässig. Denn das Gute entsteht aus der Summe seiner Teile. www.fsb.de/ergosystem
  6. 6. Charakterstark und ziegelfein selbst als eine Art Begrenzungsmauer am Rand zu positionieren und die Zimmer, wie vom Bauherrn gewünscht, linear – zu einer Enfilade – aneinanderzureihen. Außerdem wurden bewusst Deckenhöhen variiert, um den Räumen individuellen Charakter zu verleihen. Im Zusammenspiel mit der schwingenden, bis zu vier Meter tiefen Buchenhecke der Land- schaftsplaner der Firma Vogt umschließt das Gebäude das Grundstück wie eine breite Gartenmauer. Der Architektin Katrin Hootz, die das Pro- jekt für Goetz Hootz Castorph betreute, war es wichtig, handwerkliche Elemente des typischen Ziegelbaus in dieses Werk einzuarbeiten. So finden sich die bekannten Lochspiele an der Fassade, die auch an Bau- ten in Norditalien häufig zu entdecken sind. Passanten bleibt das wahre Aussehen des Objekts zunächst verborgen, denn es reiht sich an der Straßenfront in seine Umgebung von typischen Einfamilienhäusern ein. Erst wenn das Grundstück betreten wird, lässt sich die winkelförmige Struktur erkennen. Und mittlerweile erlebt der Ziegel als Baumaterial in München ein regelrechtes Hoch. „Das Angebot an unterschiedlichsten Formaten und Farben ist reichhaltig, und die Firmen sind oft ausge- bucht“, sagt Architektin Katrin Hootz. mak Das Architektenteam Goetz Hootz Castorph war im Jahr 2006 seiner Zeit voraus, als es für den Entwurf des „Hauses H“ in der Münchner Vorstadt Ziegel als Fassadenmaterial vorsah. Damals war ein Ziegelbau in Bayern so selten, dass es schwierig war, in näherer Umge- bung passende Zulieferer für die notwendigen frostsicheren Ziegel zu finden. Ebenso schwierig gestaltete sich die Suche nach ausführenden Baufirmen, die mit diesem Material ausreichend Erfahrung hatten. Mit Mut zum Vorausdenken konnte das Büro Goetz Hootz Castorph den kleinen Wettbewerb für dieses Familienhaus ge- winnen. Der Plan überzeugte neben der Material- wahl mit der Idee, das Objekt nicht mittig auf das Grundstück zu setzen, sondern das Bauwerk 2 Architektur Katrin Hootz (damals in Goetz Hootz Castorph Architekten) Web www.katrinhootz.com / www.goetzcastorph.de Objekt Haus H Kategorie Neubau, Niedrigenergiehaus / Passivhaus Fassadenmaterial Vormauer- ziegel Adresse München Bau- herren Privat Planungsbeginn 2006 Fertigstellung 2008 Nutzfläche ca. 300 m² Kosten k. A. Auszeichnung BDA-Preis Bayern (Nominierung) Fotos Michael Heinrich / www.mhfa.de 8  Büro K ATRIN HOOTZ, BAYERN / Haus BAYERN Büro K ATRIN HOOTZ, BAYERN / Haus BAYERN  9
  7. 7. Evolution an der Tür. Die Klinke wird digital. Was vor über 130 Jahren mit Möbelbeschlägen seinen Anfang nahm, hat sich weltweit zu einem Synonym für ästhetisch und funktio- nal herausragende Tür- und Fensterbeschläge entwi- ckelt: FSB. Als Mentor von FSB hat sich der Design- generalist Otl Aicher vor gut 35 Jahren mit Werkzeu- gen zur Verlängerung der Hand in ihrer gesamten Vielfalt auseinandergesetzt. Was erwartet der Mensch respektive seine Hände beim Zugreifen? Wie kommu- nizieren Objekt und Benutzer? Wie sind Ergonomie und Ästhetik zu versöhnen? Die Erkenntnisse mündeten in einer Vielzahl von Büchern rund um das Thema „Greifen und Griffe“ und finden bei FSB bis in die Gegenwart praktische Anwendung. Erscheint die Klinke auf den ersten Blick nur als ein unscheinbarer Ge- brauchsgegenstand, so wird beim genauen Hinsehen ihre erstaunliche Komplexität offenbar. FSB geht mit einer Vielzahl von Materialien und Oberflächen, (Griff-)Formen, anwendungsspezifischen Varianten und vervollstän- digendem Zubehör auf sämtliche Anforderungen der Architektur ein. Diese Vielfalt dient in ihrer Gesamtheit nur einem einzigen Zweck: dem Menschen ein Werkzeug in die Hand zu legen, das Zu- und Ausgänge erschließt und an der Schnittstelle zwischen Architektur und Mensch zuverlässig seinen Dienst verrichtet. (Tür-)Griffe bevölkern unseren Alltag in vielfältigen Spielarten, und regelmäßig werden sie zum Ärgernis, wenn sie ihrer Aufgabe aus ergonomischen oder funktionalen Gründen nicht gerecht werden. Sie verdienen folgerichtig nicht weniger Aufmerksamkeit als ein bequemer Stuhl, ein wackelfreier Tisch oder eine zweckmäßige wie auch formschöne Schreibtischleuchte. Das erscheint heute umso bedeutsamer, wenn man sich die grundlegenden Veränderungen in der Nutzung von Gebäuden vor Augen führt. Insbesondere in Objektbauten wie z. B. Verwaltungsgebäuden, Hotels oder Schulen gehen die Anforderungen an einen Beschlag heute weit über die herkömmliche mechanische Betätigung der Tür hinaus. Vielmehr sind Lösungen gefragt, die auf flexible und komfortable Weise das Gebäude in seiner Ganzheit organisieren. FSB hat die ästhetische Qualität seiner klassischen analogen Beschläge mit einem nicht minder durchdachten digitalen Innenleben kombiniert. Entstanden ist eine Systemfamilie für elektronisches Zutritts- management: Unter der Marke isis® finden sich adäquate Lösungen unterschiedlicher Komplexität für Innen- und Außentüren. Mit isis® M100 und kartenbasierter Programmierung direkt am Beschlag gelingt der kostenattraktive Einstieg für kleinere Objekte. In mitt- leren bis großen Gebäudestrukturen spielt isis® M300 die Vorteile seiner vollständig LAN/WLAN-basierten Administration aus. Eine Auswahl an klassischen Rohrgriffdesigns wiederum wurde mit ei- nem biometrischen Fingerscanner versehen (isis® F). Für FSB ist das nicht mehr – und nicht weniger – als die Evolution der Türklinke, wie sie bereits von Ludwig Wittgenstein und Otl Aicher begriffen wurde. www.fsb.de Analog wird digital: isis® Zutrittsmanagement-Systeme vereinen die Ästhetik klassischer Türbeschläge mit elektronischem Komfort. Das Logo von FSB (links), entwor- fen von Otl Aicher und inspiriert durch die „Urform“ der Klinke, welche der Philosoph Ludwig Wittgenstein für das Haus seiner Schwester erdacht hat. Die Türklinke, ein Werkzeug zur Verlängerung der Hand. ADVERTORIAL 12  FSB × 100 Häuser FSB × 100 Häuser  13
  8. 8. FALTKUNST auf das Tübinger Schloss verstellen lassen. Hinzu kam die geringe Größe des Hanglage-Baugrundstücks. Doch was viele Architekten immer wieder in Verzweiflung treibt, ließ das Dreierteam von AMUNT zu Höchstform auflaufen. Sie entwarfen trotz einschränken- der Bebauungspläne ein innovatives fünfgeschossiges Raumwunder für vier Kinder und zwei Erwachsene. Während außen die Farbe Grau dominiert, zieht sich durch den Innenraum helles Holz – Treppen, Böden sowie die mitgeplanten und -gebauten Einbau- möbel wurden aus weiß pigmentierter Lauge und Seife behandelt, um den hellen Farbton des Holzes zu erhalten. Und auch im Detail überrascht das Haus: So sind die Türgriffe aus hellem, natürlichem Aluminium so unscheinbar wie die Astlöcher der Holzmaserung. Der eingesetzte Türdrücker FSB 1106 spricht eine traditionelle Formensprache und beruft sich auf Vorbilder der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts. „Just K“ zieht damit nicht nur die Blicke der Tübinger Nachbarn auf sich. Auch die Fachwelt brachte dem 2010 fertiggestellten Haus viel Aufmerksamkeit entgegen und zeichnete es mit Preisen aus. map 4 Wie eine Schwimmhaube zieht sich die wasserdichte graue Hülle vom Dach bis zum Erdgeschoss. Merkwürdig verwinkelt ist die tief- graue Fassade – fast so, als krümme sich das Haus wie ein Schwimmer kurz vorm Sprung ins kalte Nass. Hinter dem futuristischen Einfamilien- haus in Tübingen verbirgt sich ein intelligent konstruierter und kostengünstiger Massivholz- bau, der alle Anforderungen von Passivhaus- standard und Nachhaltigkeit erfüllt. Die Assozi- ation mit Sportbekleidung ist gar nicht so weit hergeholt: Die Arbeitsvorstellung von dem Haus seien ein Trekkingschuh und eine Outdoorjacke gewesen, heißt es beim Architekturbüro AMUNT. Tatsächlich wirkt „Just K“ robust nach außen, im Inneren hingegen dominieren sanfte Struk- turen. Das Wohnhaus wurde aus 136 Elemen- ten konstruiert und lässt sich – wenn es die Familiensituation erfordert – in zwei separate Einheiten aufteilen. Die ungewöhnliche Form hat einen praktischen Hintergrund: Die Nachba- rin der Bauherren wollte sich nicht den Blick Architektur AMUNT, Architekten Martenson und Nagel Theissen (Björn Martenson, Sonja Nagel und Jan Theissen) Web www.amunt.info Objekt Just K Kategorie Neubau, Niedrig- energiehaus / Passivhaus, Holzbau Adresse Tübingen Bauherr Privat Planungsbeginn 2008 Fertigstellung 2010 Nutz- fläche 138 m² Kosten € 300.000,– (Bauwerk 300er- + 400er- Kosten) Auszeichnungen u. a. Hugo-Häring-Auszeichnung 2011; Häuser des Jahres (Callwey) Fotos Brigida González / www.brigidagonzalez.de Türdrücker 1106 von FSB Design: Christoph Mäckler, www.fsb.de 14  Büro AMUNT, BADEN-WÜRTTEMBERG & NORDRHEIN-WESTFALEN / Haus BADEN-WÜRTTEMBERG Büro AMUNT, BADEN-WÜRTTEMBERG & NORDRHEIN-WESTFALEN / Haus BADEN-WÜRTTEMBERG  15
  9. 9. Gebranntes Holz mit Bodenhaftung Der Bodenbelag hingegen ist weniger der Naturverbundenheit ge- schuldet als der Offenheit von Architekten und Bauherren. Langensteiner und seine Kollegin Julia Bienhaus wagten dafür ein für sie bislang einmaliges Experiment mit Straßenbelag vulgo Asphalt. Abgesehen davon, dass Asphalt ein sehr billiges Material sei, entwickle er mit wenigen Handgriffen eine Haptik, die mit handelsüblichem Estrich kaum erreicht werden könne. „Wir wollten den Gussasphalt eigentlich so lassen, wie er ist. Er kommt aber, wenn er fertig ist, sehr rau daher, sodass wir ihn grob abgeschliffen haben, damit der Putzlappen nicht fasert“, erklärt der sichtlich begeisterte Architekt. Vereint werden die gegensätzlichen Materialien gewissermaßen in der Fassade, dem chiffonartigen Holzkleid: Über einer Regenhaut aus Flachdach- dichtungsbahnen ordnen sich Holzlatten mal flach, mal hochkant aneinander. Jede einzelne davon hat die Bauherrin in mühevoller Kleinarbeit mit einer Gasflamme angebrannt und dem Haus so sein verwegenes Antlitz gegeben. maj Wenn Architekt Ulrich Langensteiner von seinem Projekt im badischen Karlsbad-Spielberg spricht, verwendet er gerne das Adjektiv „pur“. Die weißen Wände, der tiefschwarze Boden – ja, „pur“ beschreibt das Haus wohl recht gut. Und wenn Ulrich Langensteiner „pur“ sagt, dann meint er damit nicht nur die optischen Aspekte seines Werks, sondern vor allem auch die Materialien. Als sport- begeisterte Familie nutzen die Bau- herren jede Gelegenheit, um in die Berge zu fahren, sei es in das nahe gelegene Allgäu oder auch mal nach Österreich. Diese Natur- verbundenheit wollten sie auch in ihrem Eigenheim spüren. Auf den ersten Blick ins Hausinnere kaum erkennbar, handelt es sich bei den weiß getünchten Wänden deshalb nicht um verputzte Ziegelwände, sondern um weiß lasierte Vollholz- wände. Auch wenn man es nicht sofort sieht, würde man laut Langensteiner aber gleich spüren, dass man sich in einem Holzhaus befindet, ohne das Gefühl zu haben, in einer Skihütte zu sein. 5 Architektur Langensteiner Bienhaus Architekten Web www.langensteiner- bienhaus.de Objekt Haus W Kategorie Neubau, Holzbau Fassadenfirma Laifer Holzsysteme, Achern Adresse Karlsbad- Spielberg Bauherr k. A. Planungsbeginn 2010 Fertigstellung 2012 Nutzfläche 140 m² Kosten k. A. Auszeichnungen Hugo-Häring-Auszeichnung 2014; Beispiel- haftes Bauen im Landkreis Karlsruhe 2006–2013 Fotos Langensteiner Bienhaus Architekten 16  Büro LANGENSTEINER BIENHAUS ARCHITEKTEN, BADEN-WÜRTTEMBERG / Haus BADEN-WÜRTTEMBERG Unsere Teams entwickeln maßgeschneiderte Interiorkonzepte für Privatkunden, Gastronomie und den Büro- / Objektbereich. Von der Planung bis zur Umsetzung bieten wir exzellente internationale Einrichtungen aus einer Hand. Standort Stuttgart: Fleiner Möbel by architare. Stresemannstr. 1, Killesberghöhe. Telefon +49 (0)711 - 63500 Standort Nagold. architare barbara benz einrichten. Vordere Kernenstraße 2. Telefon +49 (0)7452 - 8475080. Mehr unter www.architare.de R I C H T E N S I E S I C H A U F D A S B E S T E E I N W O H N E N . O F F I C E . O B J E K T BerlinChair,Design:MeinhardvonGerkan/Lox,Design:PearsonLloyd©WalterKnoll
  10. 10. DAS WANDEL- BARE HAUSbereich mit seiner Glasöffnung nach Süden lässt wiederum einen fantastischen Weitblick zu und wird am Abend durch das warme, atmosphärische Licht aus Westen geprägt.“ Künstliches Licht wird durch LED-Lampen erzeugt, die direkt in den Bau integriert wurden und verhältnismäßig günstig waren. „Bei dieser Beleuchtungsplanung war es uns wichtig, bei Tag keine Leuchten zu sehen, die die Architektur stören“, so Finckh. Auch beinahe die gesamte Innenarchitektur, ange- fangen bei den Schränken bis hin zum Esstisch, wurde von der Familie selbst entworfen. Dabei lag besonderes Augenmerk auf Material- ehrlichkeit: Beton sollte als Beton sichtbar sein, Glas als Glas – ohne Rahmen, „ein Zusammenspiel von Haptik, Transparenz und Licht“. Auch auf Launen und stilistische Vorlieben kann dabei eingegangen werden. „Farbe, Moden, Empfindungen werden mit mobilen Einrichtungen er- zeugt, die jederzeit mit geringem Aufwand veränderbar sind.“ So passt sich das Haus seinen Bewohnern an und nicht umgekehrt. mas Wenn die eigene Frau die Bauherrin ist, wird die persönliche Anforderung, das Haus so ideal wie möglich zu gestalten, natürlich besonders groß. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass man sich auch auf die Suche nach dem perfekten Stück Land macht. Im Gegenteil: „Wir wollten ein bezahlbares Grundstück im Großraum Stuttgart. Dabei haben wir auch Problemgrundstücke ins Auge gefasst, auf die architektonisch reagiert werden kann“, erzählt Architekt und Bauherr Thomas Finckh. Die Fläche ist in der Tat schmal, abschüssig und galt als unbebaubar. Auch stehen die Nachbarhäuser relativ nahe und drohten die Privatsphäre zu gefähr- den. Diesen Umstand löste Finckh mit einer Wand aus Polycarbonatpaneelen, die nicht nur günstig, dämmend und wetterfest ist, sondern tagsüber natür- liches Licht spendet und das Haus nachts im wahrsten Sinne des Wortes erleuchten lässt. Zum Ausgleich verglaste man die Nord- und Südfassade komplett. Denn das Zusammenspiel von Licht und Schatten sowie fließende Räume waren Familie Finckh ein großes Anliegen. „Das Herzstück des Gebäudes ist der offene Wohn- und Essbereich, der in den Garten übergeht und wo durch die transluzente Fassade aus Osten am Morgen spannende Lichtstimmungen auf den Esstisch gezaubert werden. Der Lounge- Architektur FINCKH ARCHITEKTEN Web www.finckharchitekten.de Objekt Haus F Kategorie Neubau / Passivhaus Fassadenmaterial / Fassadenfirma Polycarbonat / Rodeca; Glas, Holz / Salzmann Adresse Esslingen Bauherr Familie Finckh Planungsbeginn Mitte 2010 Fertigstellung Anfang 2012 Nutzfläche 203 m² Kosten € 269.000,– Auszeichnungen best architects award 15 (Gold); Hugo-Häring-Auszeichnung 2014; Häuser-Award 2014; Beispielhaftes Bauen 2012 Fotos Thomas Sixt Finckh 720  Büro FINCKH ARCHITEKTEN, BADEN-WÜRTTEMBERG / Haus BADEN-WÜRTTEMBERG SPECIFY THE RIGHT ONE FROM THE BEST. ARCHITONIC.COM Architonic is the world’s leading research tool for the specification of premium architectural and design products. Our curated database currently provides information about more than 200‘000 products from 1‘300 brands and 6‘200 designers. 16 million architects, interior designers and design enthusiasts annually choose Architonic as their guide to the very best.
  11. 11. „Einen Bungalow zu bauen ist ein Architektentraum“, freut sich Rolf Mattmüller von AHM Architekten. Was für ein Glück, dass in der Nachbarschaft des zu entwickelnden Grundstücks in Arnsberg die eingeschossigen Flachbauten aus den 1960ern und 1970ern vorherrschten. Die Architekten strebten deshalb eine aktuelle Inter- pretation des Bungalows an und entsprachen damit gleichzeitig dem Wunsch des Bauherrn, alle Räume auf einer Ebene stufenlos erreichen zu können. Der Bungalow wurde ganz klassisch auf einem L-förmigen Grundriss organisiert, wobei ein zentraler Eingang den Bau in zwei Bereiche gliedert. Der südwestliche Teil, mit Küche, Wohn- und Ess- zimmer, öffnet sich in Richtung Garten, den ein lebendiger Zaun vor Blicken von außen schützt. Zusätzlich wurde das Gelände in Richtung Hecke leicht angehoben, was den Sichtschutz noch weiter verstärkt. Als Verbindung zwischen innen und außen dient ein keramischer Bodenbelag aus Feinsteinzeug. Im östlichen Teil des Gebäudes befinden sich die privaten Räume, also Bad, Schlaf- und Arbeitszimmer. Die Fas- sade aus Wasserstrichziegeln wurde in wildem Verband verlegt, was dem Bungalow ein abwechslungsreiches Äußeres verleiht, während das Innere bewusst reduziert ist und die Wände glatt geputzt wurden. Der Neubau sollte sich wie von selbst in die Umgebung einfügen und dabei alle zeitgemäßen Anforderungen erfüllen, wie etwa eine wärme- isolierende Glasfront. Diese stellte besondere Herausforderungen an den örtlichen Metallbauer, der vor der Aufgabe stand, eine dreifache Glaskonstruktion im Ausmaß von 450 mal 300 Zentimetern in Richtung Garten einzubauen. Das erforderte ein hohes Maß an Prä- zision, doch wie Architekt Mattmüller anerkennend bemerkt: „Als Berliner Architekturbüro war es eine Freude und sehr beeindruckend zu sehen, wie hoch die handwerkliche Qualität der Firmen aus dem Sauerland ist.“ val EIN TRAUM VOM BUNGALOW 11 Architektur AHM Architekten (Peter Arnke, Brigitte Häntsch, Rolf Mattmüller) Web www.ahm-architekten.de Objekt Bungalow in Mühlenberg Kategorie Neubau Adresse Arnsberg Bauherr Familie Kröber Planungs- beginn 2012 Fertigstellung 6/2014 Nutzfläche 250 m² Kosten k. A. Fotos Peter Neusser / www.peterneusser.de 28  Büro AHM ARCHITEKTEN, BERLIN / Haus NORDRHEIN-WESTFALEN Kussmann Sacher Showroom Nymphenburger Straße 86 80636 München Tel + 49.89.180069540 www.kussmannsacher.de
  12. 12. Das wohl bekannteste Zitat zum Thema „Licht und Architektur“ stammt von Le Corbusier aus 1922, „Vers une architecture“: „Architektur ist das kunstvolle, korrekte und großartige Spiel der unter dem Licht versammelten Baukörper.“ Seit der Moder- ne, der Erfindung der Curtain Wall, groß- flächiger Fensterflächen und anderer Tech- nologien, die eine neue Transparenz in das Bauwesen und in die Ideologie des Bauens gleichermaßen brachten, hat sich jedoch viel verändert. 2015 hat die UNESCO zum „Jahr des Lichts“ ausgerufen. Das Motto lautet: „Licht für Wandel“ und soll an die Bedeutung von Licht als elementare Lebensvoraussetzung für Menschen, Tiere und Pflanzen und daher auch als zentraler Bestandteil von Wissenschaft und Kultur erinnern. Eine Bestandsaufnahme. Architektur wird gerne atmosphärisch be- schrieben, als ein ganzheitliches – idealer- weise fast magisches – Erlebnis von Raum. Licht spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Schon für Platon ist das Gute das „Leuchtendste des Seienden“. Licht steht für Erkenntnis und Wahrheit. Es ist Medium, Inhalt und Botschaft – und hebt sich vom Dunklen ab. Licht und Schatten sind nicht nur metaphorisch ständige Antipoden, be- dingen einander, sondern bilden eine sich ständig wandelnde Einheit. Architektur aus Licht Nun ist mit der Moderne eine Lichtarchi- tektur eingeleitet worden, die Schatten gleichsam aus der Architektur verschwinden lässt. Eine neue Transparenz, beginnend mit dem Crystal Palace, prägte die Bauten des 20. und 21. Jahrhunderts. Die industrielle Revolution und der Einsatz von Eisenträgern ermöglichten den Verzicht auf tragendes Mauerwerk und den Einsatz großflächiger Glasflächen. Bruno Taut baute seinen Glas- palast und rief: „Was wäre die Konstruk- tion ohne den Eisenbeton!“ Die Schönheit des Bauens wurde mit dem Material, dem „Gewand der Seele“, gleichgestellt. In den letzten 100 Jahren hat sich diese These im Bauen manifestiert – das Licht, vor allem künstliches, ist omnipräsent. Man sieht es an den Städten, ihren Silhouetten, an den Medienfassaden und Beleuchtungen der Häuser und Straßen. Längst spricht man von Lichtverschmutzung. Neben dem Licht selbst haben auch eine Zeichenhaftigkeit und Reizüberflutung zugenommen. Dagegen sucht man in der Kunst, wie James Turrell, wieder den leeren Raum. Zurück zu einem Raum der Wahrnehmung. Licht nicht als Erkenntnis, vielmehr als reine Unterstützung des Erscheinens. In der Architektur sind Licht und Licht- planung jedoch komplex geworden und können längst nicht mehr als reine Fassa- den- und Konstruktionsfrage abgehandelt werden – der Traum vom leeren Raum als reinem Licht- und Schattenspiel bleibt jedoch. Der Schweizer Architekt Peter Zumthor sagt etwa im Buch „Atmosphären“ (FSB): „... wir holen keinen Elektroplaner und sagen: Okay, wo wollen wir da noch Leuchten setzen und wie wollen wir das Ding ausleuchten? Sondern diese Vorstel- lung ist von Anfang an dabei. Die eine Lieblingsvorstellung ist die: das Gebäude zunächst als Schattenmasse zu denken und dann nachher, wie in einem Aushöhlungs- prozess, Lichter zu setzen, Licht einsickern zu lassen.“ Das Sichtbarmachen der Dinge Das „Jahr des Lichts“ fokussiert verstärkt wieder auf eine wissenschaftliche Herange- hensweise: Die Themen sind unter anderem Lichtverschmutzung und das Sparen von von Manuela Hötzl „Tageslicht ist eine Res- source, die uns täglich angeboten wird und kostengünstig zur Ver- fügung steht. Und als solche sollten wir es nutzen und planerisch einsetzen mit dem Ziel, nachhaltige Gebäude nach den Aktivhausprin- zipien zu errichten – also Gebäude, in denen Ener- gieeffizienz mit einem besonderen Augenmerk für das Raumklima, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Nutzer sowie die Umwelt kombi- niert wird.“ Astrid Unger, Pressesprecherin und Leitung PR, VELUX Deutschland GmbH Foto:VELUXDeutschland Vier Dachfenster belichten den zentralen offenen Luft- raum. Dachfenster ermöglichen auch Klimatisierung bzw. Be- und Entlüftung. www.velux.de Modul Q 36, Deckenleuchte: extrem flache, nur 10 mm hohe LED für Direktmontage. www.nimbus-lighting.com 36  Fang das Licht Fang das Licht  37
  13. 13. Ein Ehepaar, das in Rente gegangen ist, wollte sich einen Wunsch erfüllen: ein Haus, in dem sie zu zweit leben und Gäste einladen können. An sich nichts Besonderes, gäbe es da nicht die etwas ungewöhnliche Lage: Das Haus sollte mitten im Wald zwischen roten Kiefernstämmen gebaut werden, deren Kronen Schatten spenden. „Den Bauherren hat das Grundstück auf Anhieb gefallen“, erzählt Architekt Hartmut Flothmann, „und toll sind auch die Bäume, die wir weitestgehend stehen lassen wollten und konnten. Sie geben dem Grundstück eine Struktur.“ Das Haus besteht aus zwei würfelartigen Räumen, die zueinander gedreht und jeweils 60 Quadrat- meter groß sind. Somit ist das Innere auch funktional in Schlafhaus und Wohnhaus geteilt. „Wir haben einen offenen Grundriss als Bungalow entwickelt, der den LICHTSPIELE IM KÖNIGSWALD Waldgarten mit dem Kronendach zur Erweiterung der Wohnräume macht“, erklärt Flothmann. Die Bauherren wünschten sich zudem eine nachhaltige und ressourcenschonende Bauweise. Im Rahmen des Budgets hat das Architektenteam versucht, dieser Anforderung gerecht zu werden. Dabei richtete sich das Hauptaugenmerk auf einen hohen Standard der Dämmhülle. Auch der Holzrahmenbau beispielsweise wurde aus lokal verfügbarem Holz hergestellt. Kontraste spielen eben- falls eine große Rolle: Die Fassade ist in einem matten Schwarz ge- halten, das Weiß der Innenräume hingegen wird erst im Bereich der Südfassade nach außen hin sichtbar. Ein stilistischer Zug, der Einfach- heit und Schlichtheit ausdrückt. Das ursprüngliche Haus, an dessen Stelle das Waldhaus getreten ist, war eine Datscha, wie man sie aus Zeiten der DDR noch kennt, mit grünem Unterholz. Mit viel Fantasie und in einem längeren Prozess des Entwerfens und Verwerfens ist dieses Wald- haus entstanden. Auch für Flothmann war dessen Bau ein spannender Vorgang: „Entwerfen ist jedes Mal ein Abenteuer und Wagnis, dessen Ergebnis man nicht vorwegnehmen kann, aber man kennt den Prozess und Weg dahin.“ mat 15 Architektur claim (Olga Skaba, Hartmut Flothmann) Web www.claimspace.de Objekt Waldhaus am Königswald Kategorie Neubau, Holzbau Fassaden- material Holz Adresse Potsdam Bauherr Privat Planungsbeginn k. A. Fertigstellung 2012 Nutzfläche 113 m² Kosten k. A. Auszeichnungen u. a. German Design Award 2014 (Special Mention) Fotos Guntram Jankowski und claim 40  Büro CLAIM, BERLIN / Haus BR ANDENBURG Büro CLAIM, BERLIN / Haus BR ANDENBURG  41
  14. 14. nicht nur eine neue Form, sondern wurden komplett neu ausgerichtet. Alle Schlafzimmer im Obergeschoss haben nun zum Beispiel einen guten Blick in das Tal. Durch den kreativen Umgang mit Ressourcen stellten die Architekten allerdings nicht nur einen Bezug zwischen Alt und Neu her, sondern schufen ein Gebäude, das in Bezug auf Nach- haltigkeit überrascht. Viele Abbruchmaterialien des Hauses, wie die Betondecken, wurden etwa auch bei der Modellierung der Garten- anlage für den Neubau wiederverwertet; und durch die Nutzung des alten Grundrisses mussten keine neuen Flächen versiegelt werden. Außerdem erhielt die Villa durch den aufwendig mit Hand und Scha- blonen rund geschliffenen Porenbeton eine starke Dämmung. Heute erscheint das weiße Haus wie aus einem Guss – ein Effekt, der durch die fugenlosen Oberflächen erzielt wurde. Diese „Haut“ musste teilweise mithilfe von 1:1-Modellen in Werkstätten und mit Herstellern zusammen erarbeitet werden, erklärt Hoffmann. Ein Aufwand, der sich ausgezahlt hat: „Trotz eines völlig neuen Designs ist es ein Haus, in dem jeder sich zu leben vorstellen kann oder fast wünscht.“ map Modellierte Familienidylle 19 Futuristisch, modern, ja wie von einem anderen Stern. Die wei- ße Villa nahe Ludwigsburg, die durch ihre geometrische Form hervorsticht, fasziniert – nicht nur Architekturexperten in Fachjournalen. „Überraschend groß war die Aufmerksamkeit der Presse und Öffentlichkeit auf das Ge- bäude“, sagt Wilko Hoffmann vom Büro J. Mayer H., das die Idee zu dem ungewöhnlichen Gebäude hatte. „Ich denke, wir haben hier in Gestaltung, Form und Ausdruck etwas völlig Neues geschaffen, was niemand erwartet hätte.“ Dabei sei die eigenwillige Form kein Designgag, sondern habe mit der Geschichte des Vorläuferbaus aus dem Jahr 1984 zu tun, erklärt Hoff- mann. „Als die aktuellen Besitzer das Einfamilienhaus bezogen und das erste Kind erwarteten, wurde angebaut, ebenso für das zweite, dann kam ein Indoor-Pool dazu – und so weiter. Am Ende hatte das Haus keine kla- ren Konturen mehr.“ Ein Umbau war nötig geworden, gleichzeitig wollten die Bauherren ihre in Beton gegossene Familienhistorie erhalten. Deshalb griffen die Architekten zu einer ungewöhnlichen Lösung: Das Kellerge- schoss wurde als „Abdruck“ der Geschichte erhalten, konzeptionell dupli- ziert und verdreht. Die darauf liegenden Obergeschosse erhielten dadurch Architektur J. MAYER H. (Hans Schneider, Jürgen Mayer H., Andre Santer) Web www.jmayerh.de Objekt Dupli.Casa Kategorie Neubau Adresse k. A. Bauherr Privat Planungsbeginn 2005 Fertigstellung 2008 Nutzfläche 1.190 m² Kosten k. A. Auszeichnungen Chicago Athenaeum, International Architecture Award 2009; Jury Award Wallpaper* 2008 Fotos David Franck Photographie / www.davidfranck.de 46  Büro J. MAYER H., BERLIN / Haus BADEN-WÜRTTEMBERG Büro J. MAYER H., BERLIN / Haus BADEN-WÜRTTEMBERG  47
  15. 15. Zunächst ist an diesem Gebäude nichts Auffälliges zu erkennen. Es ist eine alte Bauernscheune aus Backstein mit verschlossenen Holztoren vor den Eingängen und Fenstern. Die Fläche darum herum ist verwildert und naturbelassen. Hier soll sich ein Ferienhaus befinden? Im ersten Moment kaum zu glauben. Öffnen sich jedoch Tür und Tor, ist es wie eine Zeitreise: Die alte Scheune zeigt ein komplett neues Gesicht. Das Haus überrascht mit edlen Materialien und einem modernen minimalistischen Interieur. Die Idee des Ferienhauses stammt von den Bauherren selbst. „Moderne Wohnvorstellungen entsprechen nicht den Funktionsabläufen eines Stalls. Hierfür ein passendes Konzept zu entwickeln war eine der größten Herausforderungen“, erklärt der Architekt Jan Rösler. Ein Ferienhaus müsse zudem einen Kontrast zum täglichen Wohnen bilden, „sonst kann man ja gleich zu Hause bleiben“. Die Eigen- tümerfamilie wollte ursprünglich selbst Hand an- legen, hat sich nach längerer Planung aber doch dafür entschieden, mit JAN RÖSLER ARCHITEKTEN zu kooperieren, um dieses Projekt umzusetzen. Eine Linie zieht sich durch das Konzept: wenige Eingriffe in die ursprüngliche Gestalt und das Zusammenspiel von hochwertigen Materialien und bereits vorhandenen Elementen. Beispiels- weise wurde ein Ziegelboden an anderer Stelle neu verlegt. „Dadurch konnte er seine Wirkung erst voll entfalten“, erklärt Rösler. Während das Erdgeschoss mit härteren Materialien für die Tagesnutzung gedacht ist, befinden sich in den oberen Räumen Möglichkeiten zum Zurückziehen und Genießen. Und so wartet die umfunktio- nierte Scheune unscheinbar hinter Holztoren auf ihre Besitzer, um sich dann in ein Ferienhaus zu verwandeln. Und umgekehrt: Wenn die Haus- herren wieder abreisen, wird aus der modernen Architekturperle erneut eine Bauernscheune mit abgenutzter, rauer Außenfläche. Eine von vielen in Sachsen-Anhalt, möchte man meinen. Aber diese ist etwas ganz Besonderes. mat 27 Architektur JAN RÖSLER ARCHITEKTEN & S. Rickhoff Web www.janroesler.de Objekt Haus Stein Kategorie Umbau Fassadenmaterial Backstein Adresse k. A. Bauherr Privat Planungsbeginn 2009 Fertigstellung 2011+2013 Nutz- fläche 240 m² Kosten k. A. Auszeich- nungen Fritz-Höger-Preis 2014; Häuser des Jahres 2013; BDA-Nachwuchsförder- preis 2013 Fotos Simon Menges Scheunen   romantik 56  Büro JAN RÖSLER ARCHITEKTEN & S. RICKHOFF, BERLIN / Haus SACHSEN-ANHALT Büro JAN RÖSLER ARCHITEKTEN & S. RICKHOFF, BERLIN / Haus SACHSEN-ANHALT  57
  16. 16. Etwas Archaisches wollte der Bauherr: ein monolithisches Gebäude durch und durch aus Beton, von Boden und Fenstern abgesehen. Was auf den ersten Blick nicht allzu schwierig erschien, wurde bald zu einem Forschungsprojekt für Leichtbeton und führte letztendlich zu einer engen Zusammenarbeit mit der Firma Liapor, wie Architekt Daniel Berger erzählt: „Es steckt viel Recherche im Projekt. Zeitintensive Absprachen mit dem Bau- herrn und den Herstellern. Die eigentliche Planung und Realisierung jedoch ging aufgrund der einfachen und wenigen Details recht zügig voran.“ Das entsprach auch der Gesinnung des Bauherrn: in unserer komplizierten Welt etwas Einfaches entstehen zu lassen – mit möglichst geringem Arbeits- und Materialaufwand. Die groß- zügige Verglasung der Wände auf der einen Seite des Einfamilienhauses erlaubt zudem den freien Blick auf die weite Landschaft. Auf der anderen Seite befindet sich ein Werkhof, der durch die monolithischen Betonwände den Bewohnern des Hauses verborgen bleibt. So entsteht ein Gefühl von Privatsphäre, Einfachheit, Natürlichkeit und Offenheit. Das spiegelt sich auch im Inneren des Hauses wider. Küche und Wohnraum sind zusammengefasst und bieten mit ihren 60 Quadratmetern reichlich Raum für Bewe- gung und Gedanken. Auch ein großzügiger Eingangsbereich war dem Bauherrn wichtig, wo man sich Zeit zum An- und Auskleiden, für Empfang und Abschied lassen kann, ohne dabei übereinander zu stolpern. Der Wohnraum ist überdies mit einem modernen Kamin – das vielleicht aufwendigste Element des Gebäudes – ausgestattet, der reichlich Wärme und Behaglichkeit erzeugt. Falls dieser an manchen Winter- tagen dann doch nicht genügt, sorgt die Fußbodenheizung auf der gesamten Wohnfläche für Wohlgefühl. Auch die Beleuchtung ist einfach gehalten, erklärt Berger: „Die Grund- beleuchtung ist in die Decke integriert, mit einfachen Aus- sparungen und Fassungen – ebenfalls ganz archaisch. Man wollte eben keine teuren Designleuchten, sondern etwas auf Einfachheit Beruhendes.“ Einfach wirkt das Gebäude, und gerade darin liegt sein Reiz. mas MONOLITH AUS BETON 30 Architektur berger röcker architekten (Daniel Berger, Peter Röcker) Web www.bergerroecker.de Objekt Einfamilienhaus in Haigerloch Kategorie Neubau Fassadenmaterial Dämmbeton /  www.liapor.com Adresse Haigerloch Bauherr Privat Planungsbeginn 2007 Fertigstellung 2010 Nutzfläche ca. 190 m² Kosten ca. € 400.000,– Auszeichnungen best architects award 12; Hugo-Häring-Auszeichnung 2011 Fotos Brigida Gonzáles / www.brigidagonzalez.de 62  Büro BERGER RÖCKER ARCHITEKTEN, BADEN-WÜRTTEMBERG / Haus BADEN-WÜRTTEMBERG Büro BERGER RÖCKER ARCHITEKTEN, BADEN-WÜRTTEMBERG / Haus BADEN-WÜRTTEMBERG  63
  17. 17. Wer in der Nähe von Köln ein Haus nach seinem Geschmack bauen will, der braucht entweder viel Geld oder gute Ideen. Denn in Nachbar- gemeinden wie Hürth, mit viel Grünflächen und guter Verkehrsanbindung an die Großstadt, sind die Grundstücke teuer. Für das Traumhaus selbst bleibt deshalb oft wenig übrig, weiß Anne-Julchen Bernhardt von BeL, Sozietät für Architektur. Bernhardt ist verantwortlich für das Projekt „Kleines Haus Blau“ und beriet die Bauherren, denen nach dem Kauf des Grundstücks nur mehr ein kleines Budget zur Verfügung stand. Schon nach den ersten Entwürfen war klar: „Ein neues Haus für 200.000 Euro inklusive Architekten und allem ist nicht drin.“ Dabei waren die Wünsche der Bauherren bescheiden: Platz zum Arbeiten, Platz für Kinder, und der Garten sollte näher an den Wohnbereich rücken. „Da haben wir gesagt: Okay, wir bauen den Bestand um.“ Dieser hatte einer älteren Dame gehört, die Renovierung war überfällig: ein baufälliger Dachstuhl, wenig Licht und zu kleine Fenster. Dazu kamen eine schlechte Raumaufteilung und insgesamt etwa 80 Quadratmeter Nutzfläche, die dem Paar, das eine Familie gründen wollte, Kopfschmerzen bereiteten. „Unsere Idee war, das Haus als Rohbau zu nehmen und zu optimieren. Stück für Stück. Wie viel kann man dranbauen? Wo kann man etwas größer machen? Oder komprimieren?“ Die Antwort auf diese Fragen: Die Architekten vergrößerten das Haus auf der gesamten Breite um 2,20 Meter, statt einer innen liegenden Treppe geht der Weg nun an der Außenwand ins Obergeschoss. Unter dem Dachstuhl gibt es jetzt eine Art „Raumreserve“, die bei Bedarf als Schlafzimmer genutzt werden kann. Dank einer neuen Raumaufteilung, einer verglasten Außenwand und einem Plus von etwa 40 Quadratmeter Nutzfläche konnten die Architekten bei minima- lem Aufwand ein neues Wohngefühl und innen mehr Bezug zum großen Garten schaffen. Und nebenbei verpassten sie dem Haus einen neuen Anstrich, der das Gebäude zum Hingucker macht: in Blau, der Lieblings- farbe der Bauherren. „Wir haben uns für eine Farbe entschieden, die ein machen Blau 33 Eigenleben führt. Uns hat gefallen, dass sie auf dem Putz und der Erweiterung aus Stahl und Holz mit den Lichtverhältnissen spielt, sie sieht je nach Wetter anders aus.“ Und wer glaubt, ein knappes Budget töte jede Art von Kreativität, der irrt: „Wir haben viele Ideen verworfen oder mussten sie verfeinern. Letztendlich gab es ein mehr oder weniger millimeterweises Austarieren, wie viel Quadratzentimeter wir uns leisten können – dieser Prozess war höchst spannend“, sagt Bernhardt. Mit ein bisschen Geduld und Fingerspitzengefühl könne man deshalb auch mit einem knappen Budget seine Vorstellungen von einem Leben im Grünen realisieren. map Architektur BeL, Sozietät für Architektur (Anne-Julchen Bernhardt und Jörg Leeser) Web www.bel.cx Objekt Kleines Haus Blau Kategorie Umbau Tragwerksplanung Fritz Münster Adresse Hürth Bauherr Privat Planungsbeginn 7/2010 Fertig- stellung 5/2012 Nutzfläche 136 m² + 36 m² Dachgeschoss, vorgerüstet für Ausbau Kosten € 260.000,– (brutto) Auszeichnungen Kölner Architektur- preis 2014; Das Goldene Haus 2013 Fotos Veit Landwehr / www.bildpark.net 68  Büro BEL, SOZIETÄT FÜR ARCHITEKTUR, NORDRHEIN-WESTFALEN / Haus NORDRHEIN-WESTFALEN Das zentrale Problem der Architektur ist der Raum, der den Menschen an Leib und Seele gesund erhält. Justus Dahinden
  18. 18. Was sollte man auch sonst mit einem ehemaligen Schweinestall anstellen, der als Steinruine irgend- wo auf einem Grundstück im Pfälzer Wald steht und eigentlich nur noch als Lager dient, als aus ihm einen preisge- krönten Ausstellungsraum zu machen? Das bereits 1780 errichtete und im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Steinhäuschen nahmen die Architekten zwar erst wahr, nachdem sie bereits einige Male an dem hinter Mülltonnen und Gestrüpp verborgenen Gebäude vorbeigegangen waren. Doch sobald sie realisiert hatten, welches Kleinod sich hinter der Maske aus Schmutz und Brombeerranken versteckte, waren sie von dessen altem Gemäuer fasziniert. „Danach bestand die größte Schwie- rigkeit darin, die Bauherrin davon zu überzeugen, die Ruine überhaupt zu nutzen“, sagt Architekt Martin Naumann. Die hatte sich nämlich eher etwas Glänzendes, neu Angefertigtes für den von ihr gewünschten Ausstellungsraum vorgestellt. Es wurde schließlich eine Fusion aus Neu und Alt, eine Variation des alten Themas „Haus im Haus“. „Der Charme und die Geschichte des ursprünglichen Häuschens sollten nach Möglichkeit noch weiterhin erkennbar bleiben“, so Naumann. Gleichzeitig wollten die Architekten den Raum nach heutigen Maß- stäben nutzbar machen. So kam es schließlich zur Idee vom Holz im Steinpelz. „Es ging dar- um, Respekt vor der Geschichte zu zeigen und trotzdem einen modernen Ausstellungsraum zu kreieren.“ Um dies zu erreichen, wurde das ursprüngliche Gebäude komplett entkernt, entmüllt, das Dach, das ohnehin kurz vor dem Einsturz stand, abgetragen, und alle baufäl- ligen Teile wurden abgerissen. Der neue Teil wurde komplett aus Holzbautafeln zusammen- gebaut und erst hinterher mit einem Autokran zwischen den bestehenden vier Wänden platziert. Was dabei herauskam, brachte der am Bau beteiligte Zimmermann mit einem Satz auf den Punkt: „Das ist kein Haus, das ist ein Kunstwerk.“ val Holz im Steinpelz 38 Architektur naumannarchitektur (Stefanie und Martin Naumann) Web www.naumannarchitektur.de Objekt S(ch)austall Kategorie Umbau, Holzbau Adresse Ramsen Bauherren Landgasthof Forelle GmbH & Co KG, Marion von Gienanth Planungsbeginn 2004 Fertigstellung 2004 Nutzfläche 21 m² Kosten € 20.000,– Auszeichnungen u. a. DEUBAU-Preis 2008 (Anerken- nung); contractworld.award 2007 (Sonderpreis); Deutscher Architekturpreis 2007 (Anerkennung); AR-Awards London 2005 (1. Preis) Fotos Zooey Braun / www.zooeybraun.de 76  Büro NAUMANNARCHITEKTUR, BADEN-WÜRTTEMBERG / Haus RHEINLAND-PFALZ Light for Generations TIZIO Richard Sapper 1972 TOLOMEO Michele De Lucchi 1987 DEMETRA Naoto Fukasawa 2012 40 Jahre Designpreise BIO 9 Gold Medal Compasso d‘Oro ADI Casamica Per l‘accessorio Green Good Design Award Haus Industrieform iF Product Design Award red dot Product Design Award SNAI Oscar des Architectes d‘Intérieur artemide.de
  19. 19. Eigentlich war die Aussage einer Nachbarin als Beschwerde gemeint. Doch Architekt Peter Strobel sagt anerkennend: „Diese Frau hat es verstanden.“ Als sein Objekt, das letzte Haus am Ende einer kleinen Ortschaft mit 1.500 Einwohnern im Saarland, fertiggestellt wurde, erreichte Strobel die Kritik, das Gebäude sehe doch eher aus wie eine Scheune denn wie ein Haus für eine Familie. Der Erbauer sah das als ein Kompliment. Es war das erste Holzhaus, das das Büro Bayer & Strobel entworfen hat, und der Architekt entschied sich bewusst dafür, dem Objekt einen ländlichen Charakter zu verleihen. Offenheit, Einfachheit und Wirtschaftlichkeit standen bei der Planung im Vordergrund. Das Haus sollte Teil seiner natürlichen Umgebung werden – Teil einer spärlich bebauten, hügeligen Wiesenlandschaft. Obwohl es sich bei dieser Ecke des Saarlandes, im Raum St. Wendel, nicht um eine typische Holzbaugegend handelt, entschieden sich Bauherren und Architekt für Holz als Baumaterial. Das Haus an einen Hang zu bauen, der sich in zwei Richtungen neigt, und ein ungewöhn- lich schmales Grundstück stellten die Planer vor eine Herausforde- rung. Es sollte so wenig wie möglich mit Erdarbeiten in die Topografie der Umgebung eingegriffen werden. Die Offenheit manifestiert sich durch den Autostellplatz an der einen sowie den Wohnzimmerbereich mit Fernblick in die Natur auf der anderen Seite. Die beinahe land- wirtschaftliche Bauweise orientiert sich am Lebensstil der Bewohner. Das Haus wird von einer Familie bewohnt, die ursprünglich aus der Gegend stammt, aber lange Jahre in der Bundeshauptstadt Berlin ver- brachte. Der Wunsch, später mit Kind und Getier wieder zurück aufs Land zu ziehen, blieb aber lebendig. Architekt Peter Strobel schuf den passenden Wohnraum dafür. „Die Bewohner haben Hunde, Katzen, betreiben Gartenbau, die Kinder haben einen Schlitten, dafür wollten wir Platz schaffen“, erklärt er. mak 40 Familien-Scheune Architektur Bayer & Strobel Architekten Web www.bayerundstrobel.de Objekt Haus in O Kategorie Neubau, Holzbau Fassadenmaterial Holz Adresse k. A. Bauherr Privat Planungsbeginn 1/2013 Fertigstellung 5/2014 Nutzfläche 198 m² Kosten € 400.000,– Auszeichnung Deutsches Architekturjahrbuch 2015 Fotos Peter Strobel 39 Die Kupferzeit liegt mehrere tausend Jahre in der Vergangen- heit. In Bremen-Lesum hat der uralte Rohstoff für ein spezielles Projekt eine kleine Renaissance erfahren. Das Büro Westphal Architekten wurde vor die Aufgabe gestellt, ein Atelier zu entwerfen. Es sollte ein Neubau und gleichzeitig Ergänzung und Anbau zu einem freistehen- den Haus werden, das in den 1990ern inmitten eines großzügigen Grundstückes erbaut wurde. Die Bauherren ließen dem Architekten freie Hand, und Westphal suchte nach Motiven am Haupthaus, die sich weiterführen ließen. Die Formen des Gebäudes, die einer einfachen Geometrie folgen, inspirierten ihn nicht ausreichend. Doch als er das Baumaterial des Haupthauses genauer betrachtete, entdeckte er die aus Kupfer gefertigten Schrägdächer als idealen Anknüpfungspunkt. Die Materialentscheidung war gefallen. Gemeinsam mit der Bauherrin, die das Atelier für ihre Arbeit als Textildesignerin in Auftrag gab, wurde eine Ornamentik für die Kupferfassade des Gebäudes entworfen, die Architektur Westphal Architekten (Jost Westphal) Web www.westphalarchitekten.de Objekt Atelieranbau an ein Wohnhaus Kategorie Neubau, Umbau Fassaden- material Kupfer Adresse Bremen-Lesum Bauherr Privat Planungsbeginn 2008 Fertigstellung 2013 Nutzfläche k. A. Kosten k. A. Fotos Anke Müllerklein sich am Laub der Gärten der unmittelbaren Umgebung orientiert. Diese wurde mit einer speziellen Frästechnik ins Metall eingearbeitet. Architekt Westphal freut es, dass sich so auch die Handschrift der Bauherren im Bauwerk wiederfindet. Zudem konnte mit diesem Design die Natur, die das Grundstück umgibt, noch näher an das Gebäude herangeführt werden. Die Fassade wirkt nun selbst bei- nahe wie ein Blätterwald. Die herrliche Parkanlage rund um das Atelier verleitete den Architekten, auf den vollen Durchblick zu setzen. Zwei Fronten des Zubaus bestechen durch großzügige Glasflächen. Westphal setzte in seiner Planung bewusst auf den Kontrast zwischen einem mo- dernen Design und einem uralten Baustoff. „Wir wollten das Material modern interpretieren und in die Umgebung einbetten. Kupfer wird nicht oft verwendet, es wird stumpf und grünlich, aber so ist es möglich, dass ein Haus in Würde altern kann.“ mak Laub in Kupfergrün Büro BAYER & STROBEL ARCHITEKTEN, RHEINLAND-PFALZ / Haus SAARLAND  7978  Büro WESTPHAL ARCHITEKTEN, BREMEN / Haus BREMEN
  20. 20. Ein Baumhaus, das bedeutet in Kindertagen mehr Refugi- um denn Wohnstätte, mehr einen in luftiger Höhe instal- lierten Raum als „elternsicheres“ Versteck, Höhle und Schatzkam- mer denn Schlaf- und Wohnraum oder gar Arbeitsfläche. Wenn Erwachsene sich ihren Traum vom Baumhaus erfüllen und nicht nur roh gehobelte Bretter und übrig- gebliebene Balken zur Verfügung haben, ist das anders. Man kann sich die Leichtsinnigkeit einer festen Treppe durchaus erlauben. Und die Bauherren dieses kup- fernen Kubus ließen nicht nur ein Badezimmer integrieren, sondern auch große Bett- und Sofaflächen, einen Kleiderschrank, eine Minibar und einen Schreibtisch. Auf nur 17 Quadratmetern verwirklichten sie damit die Idee vom voll bewohn- baren Baumhaus. Zugegeben: Ein richtiges Baumhaus ist der Kupferkubus eigentlich nicht, denn er ruht ausschließlich auf einem Stahltragwerk. Man befindet sich aber immerhin in fünf Meter Höhe über dem Erdboden und wird da- mit fast eins mit den Baumkronen, die das kleine Objekt umsäumen. Wem der Abstand zum Boden zu schwindelerregend ist, der kann auf die Terrasse ausweichen, die einen Meter niedriger liegt. Sie ZWEIG- SAMKEIT verkörpert dann auch wieder die Tugenden eines richtigen Baumhauses: denn das Plateau wird von einer Eiche getragen, an der es mit einer Seil- konstruktion und speziellen Gurtschlaufen aufgehängt ist. Die Frisch- und Abwasserversorgung ist ebenfalls professionell integriert, Strom gibt es sowieso. Alle Zu- und Ableitungen sind unsichtbar in eine der Stahlstützen integriert. Bleibend sichtbar dagegen der warme, rötliche Farbton der Hülle des Mini-Domizils, denn ein Klarlack bewahrt die Kupfertafeln vor der Oxidation. ras 46 Architektur baumraum (Andreas Wenning) Web www.baumraum.de Objekt Kupferkubus Kategorie Neubau, Holzbau Fassadenmaterial / Fassaden- firma Kupfer / JWD Fassadentechnik Adresse Werder bei Berlin Bauherr Privat Planungsbeginn 2009 Fertigstellung 2010 Nutzfläche 17 m² plus 18 m² Terrasse Kosten € 65.000,– Auszeichnung Reiners Stiftung Hamburg 2011 Fotos Markus Bollen 88  Büro BAUMR AUM, BREMEN / Haus BR ANDENBURG Büro BAUMR AUM, BREMEN / Haus BR ANDENBURG  89
  21. 21. Eine gute Nachbarschaft kann ein Segen sein. Wenn der Zucker alle ist zum Beispiel. Oder der Handbohrer streikt. Im Fall des Projekts NOCKI in München führte eine Nachbarschaftsbeziehung sogar zu einem neuen Zuhause. Es begann alles 2011, erzählt Lisa Hautum. Damals studierte sie Architektur in München und wohnte am Fuße des Nockherberges. Hier reihen sich Häuser in unterschiedlichsten Formen und Farben aneinander; steile, enge Treppen ziehen sich den Berg empor. Inmitten dieser idyllischen Umgebung war 1890 als Schreinerwerkstatt ein Rückgebäude erbaut worden. Es wurde im Laufe der Zeit zum Wohngebäude umgenutzt, angebaut und aufgestockt, bis es in der Folge eines Brandes in den 1990er-Jahren als leere Ruine stehen blieb. Und genau neben dieser Ruine hatte Hautum als Studentin gewohnt – und ihr eigentlich wenig Beachtung geschenkt. Bis eines Tages die Nach- barn mit ihr Kontakt aufnahmen. „Sie hatten ein Paket von mir angenommen, und beim Abholen erfuhr ich, dass sie verkaufen wollen.“ Und auch wenn das stark beschädigte Gebäude durch alles andere als durch seine Schönheit ins Auge stach – für die Architektinnen war schon damals klar: Hier sollen die Eltern von Hautum ihren Wohntraum verwirklichen. Diese suchten schon lange ein neues Heim in München. Dass sie in NOCKI das richtige Objekt für ihren Traum gefunden haben, davon mussten die Bauherren aber erst überzeugt werden: „Es war für meine Eltern zunächst schwierig, sich in dieser Ruine etwas Schönes vorzustellen. Das Positive war, dass wir alle Dinge direkt auf der Baustel- le besprechen konnten.“ Hinzu kam, dass Hautum NOCKI mit ihrer ehemaligen Studienkollegin und Freundin Kristin Leonard gemeinsam plante. „Das Projekt war unser erstes Haus, in das wir all unsere Arbeit und Gedanken aus dem gemeinsamen Studium einfließen lassen konnten.“ Und so entstand nach und nach und teilweise in mühevoller Handarbeit aus dem Alten etwas Neues: Der monolithische Baukörper aus wärme- dämmenden TECHNOlith Sichtbeton er- weitert das Gebäude um einen Raum in den Hang hinein. Er wirkt wie eine eigenständige ‚Figur‘, ersetzt, wo nichts mehr zu erhalten war und fügt sich ein, wo Lücken zu schließen waren. Auch im Außenbereich spielten die Architektinnen mit dem, was ehemals war: Das neue, handgefalzte Dach etwa hat dieselbe Form wie sein Vorgänger. So auch die – eigent- lich unerwünschte – Windschiefe. Diese behielten die Architektinnen bewusst und nicht nur aus baurechtlichen Gründen bei: „Uns persönlich gefällt am besten an diesem Haus, dass nicht alles perfekt ist. Man sieht die Handwerkskunst, die Spu- ren der Arbeit, die Geschichte.“ map URBANER ZUCKER Architektur leonardhautum (Kristin Leonard, Lisa Hautum) Web www.leonardhautum.com Objekt NOCKI … ein Flickwerk Kategorie Umbau, Erweiterung Dämmbeton TECHNOlith von TECHNOpor, www.technopor.com Adresse München Bauherren Angelika und Martin Hautum Planungsbeginn 4/2011 Fertigstellung 4/2012 Nutzfläche 100 m² Kosten € 250.000,– Auszeichnungen DEUBAU-Preis 2014 (Nominierung); Hans-Schaefers-Preis 2013 (Nachwuchsförderpreis BDA Berlin) Fotos Yatri Niehaus 54 98  Büro LEONARDHAUTUM, BERLIN & BAYERN / Haus BAYERN Büro LEONARDHAUTUM, BERLIN & BAYERN / Haus BAYERN  99
  22. 22. 61Ganzheitlich im Kreislauf Architektur GRAFT (Gregor Hoheisel, Lars Krückeberg, Wolfram Putz, Thomas Willemeit) Web www.graftlab.com Objekt Holistic Living / www.holisticliving-berlin.de Kategorie Neubau, Plus-Energie-Haus, Holzbau Fassaden- material Holz Adresse k. A. Bauherr Privat Planungs- beginn 2013 Fertigstellung 2015 Nutzfläche 818 m² Kosten k. A. Fotos Tobias Hein Das Architekturbüro GRAFT ist bekannt durch seine experimentierfreudigen Entwürfe, innovativen Nachhaltigkeitskonzepte, futuris- tische Formensprache – und seine Verbin- dung zu Brad Pitt; 1998 von Lars Krückeberg, Wolfram Putz und Thomas Willemeit in Los Angeles, Kalifornien gegründet, haben GRAFT seit 2001 auch einen Bürositz in Ber- lin. Das Projekt „Holistic Living“ basiert auf dem ganzheitlichen Konzept von Architektur, innovativer Technik, nachhaltiger Mobilität und ökologischer Wohngesundheit. Mobilität eingeschlossen: Zwischen den Stadtzentren von Berlin und Potsdam entstehen die drei Plus-Energie-Häuser, die ihren Mietern auch anbieten, ein Elektrofahrzeug zu leasen und vorhandene elektrische Überschussenergie für Elektro- mobilität zu nutzen. Wert wurde auch auf die Verwendung nachhaltiger und ökologischer Materialien gelegt. Holz, Holzfaserdämmung und Lehmputz bestimmen Konstruktion und Oberflächen und stehen sowohl für Natürlichkeit und Gesundheit als auch für vollständige Wiederverwertbarkeit. Die Baumaterialien wurden über ihren gesamten Lebenszy- klus betrachtet, von der Gewinnung und Verarbeitung über die Nutzung, Pflege und Veränderbarkeit bis hin zum Abriss und der Entsorgung bzw. Wiederverwendung. Baustoffe wie Abdichtungsmaterialien werden auf ein absolutes Mindest- maß reduziert und nach Möglichkeit nicht verklebt, sodass sie am Ende ihres Lebenszyklus getrennt wiederverwendet oder entsorgt werden können. Die verwendeten Materialien zeichnen sich allerdings nicht nur durch ihre vollständige Re- zyklierfähigkeit, sondern auch durch ihre raumklimatischen Eigenschaften aus. Natürliche Materialien wie Holz oder Lehm sorgen für gutes Raumklima, unterstützen die Wohn- gesundheit und verbessern die Feuchteregulierung im Haus. Gleichzeitig spielt die raffinierte Planung Hand in Hand mit der Reduzierung des Energie- und Ressourcenverbrauchs und für Verbesserung der CO2-Bilanz. Fast ganz neben- bei ist auch eine Architektur entstanden, die mit offenen Raumabfolgen, größtmöglicher Transparenz und „Leben im Grünen“ punktet. Die Wertschätzung der Natur bildet die Wohnkultur der Zukunft. Architektur mit Mehrwert. mah 108  Büro GR AFT, BERLIN / Haus BERLIN Büro GR AFT, BERLIN / Haus BERLIN  109
  23. 23. Eine wilde Bäuerin war die Cilli. Den Nachbarskindern hat sie mit der Mistgabel nachgesetzt, wenn ihr diese wieder mal die Äpfel vom Baum klauen wollten; Fremden, die über ihre Wiese spazierten, hat sie den Teufel gewünscht. Wenn Peter Haimerl von der Cilli erzählt, meint er mal das alte Bauernhaus, mal die Bäuerin, die bis vor 40 Jahren darin gewohnt hat. Wüsste man es nicht besser, würde man glauben, die Cilli wohne immer noch in diesem Haus – von außen ist kaum erkennbar, dass hier ein Architekt Hand angelegt hat. „Wir haben den Umbau so gemacht, dass das Haus selbst damit zufrieden wäre“, erklärt Architekt und Bauherr Peter Haimerl, fast so, als ob ihm die mistgabelschwingende Bäuerin aus seiner Kindheit immer noch im Kopf herumspuken würde. Als die Familie von Peter Haimerl das Haus im Bayrischen Wald vor über 30 Jahren von der Cilli übernahm, hatte der Architekt die abenteu- erlichsten Pläne: eine wilde Skulptur etwa, die aus dem Dachstuhl ragt, um nur einen davon zu nennen. Genauso wild, wie seine Ideen waren, hat er damals begonnen, Decken einzureißen. „Da habe ich noch geglaubt, dass ich mir als Architekt ein Werbeobjekt hinstellen muss“, erzählt Peter Haimerl heute. Doch als er merkte, dass er damit mehr kaputt als richtig macht, legte er eine Pause ein. Bis 2007. Mit den Jahren ruhiger und überlegter geworden, planten Peter Haimerl und seine Frau Jutta Görlich schließlich nach der Prämisse „Es muss nicht perfekt, aber gut genug sein“. Dieser Überzeugung entsprechend, fügten die Bauherren dem maroden Bauernhaus vier Kuben aus wärmedämmendem Glasbeton ein. So wird das Haus dort gestützt, wo es schon stark angegriffen war und wo Peter Haimerl es vor über 20 Jahren, wie er es nennt, „zerstört“ hat. Neben den originalgetreu übernom- menen Räumen geben die Kuben dem Innenleben so eine neue Struktur. „Man geht immer vom Alten ins Neue. Unser Programm war, dass in den neuen Kuben keine alten Möbel stehen dürfen und umgekehrt“, erklärt der Bauherr die Idee dahinter. Bewohnt wird das Haus von Familie Haimerl immer nur für wenige Tage: „Wir fahren da hin zum Denken. Das ist unser Denkhaus.“ Was wohl die Cilli dazu sagen würde? maj 62 Architektur peter haimerl . architektur Web www.peterhaimerl.de Objekt Birg mich, Cilli! Kategorie Umbau Adresse Viechtach Bauherr Peter Haimerl Planungsbeginn 2005 Fertigstellung 2008 Nutzfläche 120 m² Kosten € 150.000,– Auszeichnungen Deutscher Architekturpreis 2011 (Anerkennung); BDA-Preis 2010; Architekturpreis Beton 2008 Fotos Edward Beierle, Jutta Görlich / www.edwardbeierle.de EIN HAUS EIN HAUS für 110  Büro PETER HAIMERL . ARCHITEKTUR, BAYERN / Haus BAYERN Büro PETER HAIMERL . ARCHITEKTUR, BAYERN / Haus BAYERN  111
  24. 24. Der Architekt Arno Brandlhuber, bekannt für seine unkonventionellen Konzepte und die Versuche, Architektur, ihre Funktionen und Materialitäten neu zu denken, hat mit der „Antivilla“ in Potsdam ein neues, starkes Statement zur Typologie Wohnhaus hinzu- gefügt. Als Arno Brandlhuber das Grundstück am Krampnitzsee gekauft hatte, war der Bestand des rund 500 Quadratmeter großen Stofflagers einer ehemali- gen Trikotagenfabrik bereits zum Abriss freigegeben. Architekt Brandlhuber: „In jedem Bau steckt schon so viel Energieverbrauch, deshalb ist mir die Bewahrung des Bestandes sehr wichtig. Außerdem konnte man so die Größe erhalten.“ „Uns ist es prinzipiell wichtig, in Varianten zu denken“, erklärt Thomas Schneider, Partner bei Brandlhuber+. Die Nutzung sollte variabel bleiben und nicht offensichtlich: „Antivilla“ eben. Die Patina der Oberfläche wurde erhalten und der DDR- Putz teilweise ergänzt; klassische Wärmedämmung wurde vermieden – und durch Klimazonen rund um den Kamin ersetzt. Vorhänge dienen dazu, den Raum im Obergeschoss dem Klima anzupassen – von 50 bis 200 Quadratmeter kann die Größe verändert werden. Dafür wurde das Gebäude im Inneren entkernt und AUSSICHT AUF GEGENMODELLE 85Architektur Brandlhuber+ Web www.brandlhuber.com Objekt Antivilla Kategorie Umbau Fassadenmaterial /  Fassadenfirma Putzfassade geschlämmt / L&F Metallbau GmbH Adresse Potsdam-Krampnitz Bauherr Arno Brandlhuber Planungsbeginn 2010 Fertigstellung 2014 Nutzfläche 440 m² Kosten € 896.000,– (KG 100–700) Planung Gebäude- kommunikation: Siedle, www.siedle.de Fotos Erica Overmeer alle nichttragenden Wände entfernt. Das Sat- teldach aus Wellplatten wurde abgetragen und durch ein neu konzipiertes Flachdach ersetzt. Zusätzlich wurde das Dach konst- ruktiv als Überzug ausgebildet, wodurch bis zu fünf Meter breite Wandöffnungen in das vorhandene Mauerwerk geschlagen werden konnten – und das im wahrsten Sinne. Das Lager war 1980 von einer Lehrlingsbrigade errichtet worden – und da jeder Lehrling ein Fenster mauern musste, gibt es in dem Haus viele, jedoch kleine Fenster. Brandlhuber: „Sicher hat sich schon jeder einmal einen Hammer gewünscht, um ein Loch in die Wand zu schlagen und seine Aussicht zu verbessern – nun, das haben wir an einem Wochenende an dem Haus ausgelebt.“ Übrig geblieben sind die, mittlerweile typischen, „Antivilla“- Fenster: ausgebissen, unregelmäßig, grob und roh wie der Rest des Hauses. Der Blick auf den See ist damit frei. mah 144  Büro BR ANDLHUBER+, BERLIN / Haus BERLIN-BR ANDENBURG Büro BR ANDLHUBER+, BERLIN / Haus BERLIN-BR ANDENBURG  145
  25. 25. Architektur Brandlhuber+ Web www.brandlhuber.com Objekt Antivilla Bauherr Arno Brandlhuber Planung Gebäudekommunikation: Siedle, www.siedle.de Elektroinstal- lation Türck, Berlin Künstler Timo Klöppel Fotos Siedle Auf der konstruktiven Basis von Siedle Steel, zu erkennen am typischen quadratischen Lochmuster, entstand nach der Vorgabe des Architekten ein Werkstück aus Alumi- niumguss. Die Form hat der Künstler und Glockengießer Timo Klöppel direkt von der Fassade abgenommen, gegossen hat eine Spezialfirma im Schwarzwald. Aus dem Rohling hat die Siedle-Manufaktur eine Tür- station gefertigt, die buchstäblich eins wird mit der Fassade. Arno Brandlhuber im Gespräch mit Anh-Linh Ngo (ARCH+) Anh-Linh Ngo: Design vermittelt sich heute vorwiegend durch Oberflächen. Wie nähert man sich als Entwerfer dem klassischen Produktdesign? Arno Brandlhuber: Wir haben das Konzept der radikalen Akzeptanz des Beste- henden auch auf das Produktdesign angewandt. Anstatt für die Sprechanlage eine neue Materialoberfläche einzuführen, haben wir uns dazu entschlossen, den vorhandenen DDR-Kratzputz an der Fassade nachzubilden. Dazu wurde ein Sili- konabdruck von der Fassade abgenommen und als Aluguss hergestellt. Wir ha- ben uns mit der Geschichte von Siedle auseinandergesetzt und ein Gussverfah- ren vorgeschlagen, um eine Verbindung zur handwerklichen Tradition der Firma herzustellen, die im 18. Jahrhundert mit dem Glockenguss für die Uhrenmanufak- tur begonnen hat. Zudem besitzt der uneloxierte Aluguss nicht nur eine ähnliche Haptik und Oberflächenstruktur wie der graue, raue Putzuntergrund, sondern führt auch eine Zeitlichkeit in ein ansonsten auf makellose Perfektion ausgerich- tetes technisches Gerät ein. Das Material verwittert und verändert sich durch die Benutzung. Diese Zeitlichkeit haben wir auch bei den Fensterrahmen eingeplant, die ebenfalls aus uneloxiertem Aluminium bestehen. Auf der Materialebene gibt es also eine direkte Beziehung zur Gesamtkonzeption des Gebäudes. Ein stringentes Konzept von Durchlässigkeit und Transparenz verleiht dem Wohnhaus im Wiesbadener Komponistenviertel seine besondere Raumwirkung. Zur Straßenseite gibt sich das Gebäude bewusst zu- rückhaltend, um sich dann zum Garten hin fast vollständig zu öffnen. Die zurückhaltende Form des Gebäudes bricht der Entwurf durch die Betonung des Eingangs. Mit der Rauheit des Sichtbetons kontrastiert die makellose Oberfläche der Türstation aus massivem, gebürstetem Edelstahl, die von keiner sichtbaren Befestigung unterbrochen wird. Die flächenbündige Videokamera und die integrierte Zutrittskontrolle sorgen für diskrete Sicherheit. Ergebnis: Die Ränder der Kameraöffnung begrenzen das Sichtfeld auf ganz ähnliche Weise wie die Fensterdurchbrüche. Ein weithin sichtbares Merkmal der „Antivilla“ sind die grob herausgeschlagenen Fenster- öffnungen. Um diesen speziellen Blick nach draußen im Videobild von der Schwelle abzubilden, hat Siedle eine Kamera 180 mit extragroßem Sichtfeld nach hinten versetzt. www.siedle.de www.siedle.de EDLE ZURÜCKHALTUNG Zufluchtsort: Ein Unternehmerpaar hat sich ein Zuhause im besten Sinn des Wortes geschaffen. Mit dem nötigen Abstand zu einem fordernden Alltag und viel Raum für die Kunst, mit der es sich umgibt. Die Komponenten der Gebäu- dekommunikation sind innen wie außen sorgfältig ausgewählte Ergänzungen der Architektur und der Einrichtung, die Bezug nehmen zu den umgebenden Materialien. An der Eingangstür ist die Anlage Teil eines langen, flächenbündig eingesetzten Paneels, das durch die Materialkorrespondenz zum Bronzerelief zusätzlichen Reiz erfährt. Gut erkennbar ist der lebendige Charakter des brü- nierten Messings, das sich im Lauf der Zeit verändert. www.siedle.de REFUGIUM TÜRKOMMUNIKATION JENSEITS DES ÜBLICHEN Architektur Karin Kaiser, Gaggenau Elektroplanung Klaus Strobel, Gaggenau Installation Tür- kommunikation Siedle System- integration KWD, Karlsruhe Standort Süddeutschland Architektur Axial Architekten, Wiesbaden Elektroinstallation Elektro Glaß, Schlangenbad Standort Wiesbaden Die Materialität der „Antivilla” ist antikosmetisch roh und ergänzt unter ande- rem den DDR-Putz des Bestandes. Architekt Arno Brandlhuber wollte ein Haus mit flexibler Nutzung und es auch so aussehen lassen. Kein gewöhnliches Wohnhaus sollte es sein – auch die Türkommunikation seiner Villa liegt jenseits des Üblichen. Siedle hat sie nach den Ideen des Architekten entworfen und gebaut, als Fortsetzung des Gebäudes mit anderen Mitteln. ADVERTORIAL 146  Büro BR ANDLHUBER+, BERLIN / Haus BERLIN-BR ANDENBURG SIEDLE × 100 Häuser  147
  26. 26. mit einbinden, das komplette Gegenteil des Fertig- hauses darstellte“, sagt Moser. Und so entstand in einer hessischen Gemeinde ein großzügiges Haus für eine junge Familie mit spektakulärem Ausblick über den Taunus. Rund um das 1.000 Quadratmeter große Grundstück reihen sich Seite an Seite 1970er-Jahre- Bungalows und eingeschossige Satteldachhäuser. Dass hier eine futuristische Villa komplett in Weiß hinge- baut wurde, war für die Nachbarschaft zunächst eine Provokation, erinnert sich der Architekt: „Wir haben uns für diese Form nicht entschieden, weil wir etwas Schräges machen wollten. Der Grundriss ist der Lage des Grundstücks geschuldet und eine ganz pragmati- sche Lösung. Dennoch sind wir selbst überrascht, dass das Haus im Vergleich zu unseren anderen Projekten so wenig polarisiert. Es trifft selbst bei den älteren Nachbarn auf anerkennende Zustimmung. Immer wieder hören wir bei unseren anderen Häusern mit geschlossenen Straßenfassaden den Vergleich mit dem Stromhäuschen ohne Fenster. Nicht so aber hier, wo wir es viel mehr vermutet hätten.“ Eben weil das Haus dicht an dicht an die Nachbargebäude grenzt, galt es, platzsparend zu arbeiten: Das Eingangsgeschoss mit Garage, Wellnessbereich und Außenhof sowie Keller- und Technikräume wurden deshalb halb in den Hang eingegraben. Auf diesem Sockel liegt das zweistöcki- ge Wohnhaus, das sich auf den ersten Blick merkwür- dig zu verrenken scheint: Der untere Bereich schmiegt sich U-förmig rund um die zentrale Terrasse. Dank dieser Form können die Bewohner ungestört die Sicht auf den Taunus genießen. Die L-förmige obere Etage, die die Schlafräume beherbergt, bietet wiederum Schutz vor den Einblick von außen. Und auch im In- nenraum haben die Architekten eine Lösung gefunden, die rundherum passt: Die Räume wurden in „Zonen“ gegliedert, damit sie „eine gewisse Offenheit besitzen, aber in ihrer Funktion definiert bleiben“, wie Moser sagt. Das Innendesign schließlich trägt ebenfalls klar die Handschrift der Architekten. mah / map Dem Entwurf war ein kleiner Wettbewerb zwischen dem Bauher- renpaar vorangegangen: Fertigteilhaus oder individuelle Planung standen einander konkurrierend gegenüber, erzählt der Architekt Andreas Moser. Nicht zuletzt die identischen Kosten der zwei Modelle überzeugten schließlich beide Bauherren. Das Haus wurde fast ohne Änderungen gegenüber dem ersten Entwurf umgesetzt, so gut waren die Vorgaben getroffen. „Und das, obwohl die etwas expressiver anmuten- de Formensprache mit ihren 15 Meter langen Trägern, welche die Landschaft Architektur Cyrus|Moser|Architekten (Oliver Cyrus und Andreas Moser) Web www.cma-arch.de Objekt Villa W Kategorie Neubau Fassadenmaterial Wärmedämm- verbundsystem, Putz und Naturstein Adresse Hornau Bauherr Privat Planungsbeginn 1/2007 Fertigstel- lung 12/2008 Nutzfläche 325 m² / 440 m² Kosten k. A. Fotos Andreas Moser / Christoph Kraneburg Weiß- heit 86 148  Büro CYRUS|MOSER|ARCHITEKTEN, HESSEN / Haus HESSEN www.kellerag.com 35 YEARS of excellence KELLER minimal windows® Das rahmenlose Schiebefenster für maximale Transparenz BERLIN | DÜSSELDORF | FRANKFURT | HAMBURG | MAGDEBURG | KÖLN | MÜNCHEN | STUTTGART
  27. 27. 87 DREI HÄUSER MIT FORMAT Architektur FORMAT ELF ARCHITEKTEN Web www.formatelf.de Objekt Hofgut Hafnerleiten Kategorie Neubau (Drei Häuser) Fassaden- material / Fassadenfirma Holz / Holzbau Huber Adresse Bad Birnbach Bauherr Hofgut Hafnerleiten Planungsbeginn 2011 Fertig- stellung 2013 Nutzfläche 3 × 60 m² Kosten k. A Auszeichnungen best architects award 15; Architektouren 2014 Fotos Lothar Reichel Am Anfang war es nur eine Idee: Wie wäre es, außerhalb der Stadt, mitten in der niederbay- rischen Idylle, eine Kochschule zu eröffnen? Wo Gäste vorbeikommen, experimentieren, entspan- nen und feiern können? Diesen Traum erfüllte sich Erwin Rückerl mit seiner Frau Anja Horn 1999 auf dem Hofgut in Bad Birnbach – und es war der Beginn eines Traumprojekts, an dem bis heute gearbeitet wird: Bald kamen Unterkünfte hinzu, damit die Gäste über Nacht bleiben können – ein Bootshaus, ein Baumhaus, ein Hang- und Wiesenhaus, die jeweils für zwei Personen Platz bieten. Die „Themenhäuser“ waren so beliebt, dass das Paar entschied, weiter zu expandieren. 2011 eröffneten fünf „Entspannungswürfel“ mit Sauna-, Wellness- und Massageräumen. Für die jüngsten Veränderungen am Hofgut sind Stefan Hanninger und Robert Maier vom Architekturbüro FORMAT ELF verantwortlich: Vor zwei Jahren kamen drei „Rottaler Langhäuser“ hinzu. Die minimalistisch designten Häuschen sind von den typisch bayri- schen Satteldachhäusern inspiriert und für jene Gäste vorgesehen, die etwas länger auf dem Hofgut bleiben möchten. Sie bieten ein bisschen mehr Wohnraum als die bisherigen Gästehäuser und ermöglichen mit eigener Küche und einer eigenen Gartenanlage mit Teich etwas mehr Privatsphäre. Und auch wenn alle drei Häuser sich zum Verwechseln ähnlich sehen – jedes von ihnen ist einzigartig. Was die drei vereint, ist, den Wohnraum mit der Natur verschmelzen zu lassen, erklären die Architekten: etwa durch die großzü- gigen Fenster oder Ausgänge, die direkt in den Wald oder zum Bootssteg führen; aber durch ihr äußeres Erscheinungsbild – das edle, wetterge- gerbte schwarze Holz – verwachsen die Langhäu- ser buchstäblich mit der Natur. Dazu kommen im Inneren gemütliche Schlafkojen und ein Kamin. Das vielleicht Beste an diesem Ensemble: Morgens gibt’s frischgemahlenen Kaffee mit Brötchen direkt vor die Haustür. mah 150  Büro FORMAT ELF ARCHITEKTEN, BAYERN / Haus BAYERN Büro FORMAT ELF ARCHITEKTEN, BAYERN / Haus BAYERN  151
  28. 28. 97 Architektur boosarchitekten (Daniel Boos) Web www.boos-architekten.de Objekt Mehrgene- rationenhaus am Ammersee Kategorie Neubau, Niedrigenergiehaus / Passivhaus Fassaden- material fibreC-Fassade, Silbergrau MA Adresse München Bauherr Privat Planungsbeginn 1/2012 Fertigstellung 7/2014 Nutzfläche 380 m² Kosten k. A. Fotos Ditz Fejer Wer ein Haus am See baut, der will vor allem eines: einen guten Blick ins und aufs Blaue. Schwierig wird das vor allem dann, wenn nicht eine, sondern gleich drei Familien in dem Haus wohnen und die Aussicht genießen wollen. Im Fall des „Mehrgenerationenhauses“ am Ammersee konnte Architekt Daniel Boos diesen Wunsch aber glücklicherweise leicht erfüllen: „Es war nicht besonders schwierig, da die Örtlichkeit in jeder Hinsicht zwar immer wieder andere, jedoch gleichwertig interessante Ausblicke gewährt.“ Ein bisschen Inszenie- rung war dennoch nötig – und so wurden die Fassadenfronten groß- zügig mit Schiebefenstern verglast. Die Innenräume wiederum sind offen gestaltet, damit keine Wand, keine Ecke, kein überflüssiges In- terieur die Sicht von innen nach außen verstellt. Außerdem verpasste der Architekt dem Haus am Ufer des Ammersees eine spezielle Form: ein parallel verschobenes Rechteck. Durch den „Knick“ im Grundriss schuf der Architekt nicht nur ein Haus, das von außen betrachtet fast SILBER- RÜCKEN schon wie eine Skulptur aussieht. Durch ihn nimmt das Haus auch wie selbst- verständlich die Achsen der natürlichen Umgebung auf und schafft dadurch neue Blickbeziehungen. Die fibreC-Fassade aus Glasfaserbeton in Silbergrau verstärkt den monolithischen Charakter des Hau- ses. Man habe sich für dieses spezielle Fassadenmaterial von Rieder entschie- den, weil „die Haptik und Materialität des Baustoffs einmalig auf dem Markt sind, besonders im Zusammenspiel mit den Sichtbetonflächen“, sagt Boos. Das Thema „Mehrgenerationenhaus“ griff der Architekt aber nicht nur über die Kubatur, sondern auch über die Außenflächen auf: Mehrere Terrassen ermöglichen vor- und rückseitig sowie auf dem Dach weitere Perspektiven und Rückzugsmöglichkeiten. Das Haus am Ammersee ermöglicht damit tatsächlich fast aus jedem Winkel einen hervorragenden Blick auf den Ammersee – für alle Bewohner. map 166  Büro BOOSARCHITEKTEN, BAYERN / Haus BAYERN öko skin Betonfassade | Fassadenlatten aus Glasfaserbeton | Kein Abschleifen oder Streichen | Brandschutzklasse A1 - nicht brennbar | Lebendiges Farbspiel an der Fassade www.rieder.cc Titus Bernhard Architekten BDA, Augsburg
  29. 29. KLEIN- KUNST „Ein kleines Haus“ tauften die Architekten das Projekt, das am Rande eines dorfähnlichen Vorstadtgebietes zwi- schen Mannheim und Saarbrücken entstand. Dass es wirklich nur ein recht kleines Haus wurde, ist zunächst natürlich den Intentionen und Zielsetzungen der Bauherren geschuldet, wohl aber nicht zuletzt auch der Beschaffenheit des Grund- stückes. Denn bei einer Grundstücksbreite von nur 9,50 Metern, die gerade einmal der Länge von zwei hintereinan- dergestellten Mittelklasse-Pkws entspricht, kann nur ein schmales Haus Platz finden. Vor allem die Einhaltung der Abstandsflächen zu den Nachbargrundstücken war eine besondere He- rausforderung auf dem ohnehin schon wenigen Raum. Erst die durch den Holzrahmenbau relativ schlanke Außenwand von nur 25 Zentimetern machte es möglich, den schmalen Streifen unter Einhaltung der baurechtlichen Bestimmungen überhaupt zu bebauen. Mit 3,50 Metern ist der Baukörper dann auch aufsehenerregend schmal geraten, mit einer Länge von fast 13 Metern jedoch im Vergleich zur Breite sehr lang. Der Architekt Jonathan Scheder fasst das Objekt recht treffend zusammen, wenn er es als ein „Raumkontinuum mit differenzierten Raum- eindrücken, eng und weit, niedrig und hoch, klein und großzügig“ beschreibt. Das Haus stehe „vertraut und gleichwohl fremd in seiner Nachbarschaft“, so der Architekt fast ein wenig sentimental. Und in der Tat kann der Betrachter eine gewisse Ironie spüren, mit der sich das auf Stelzen daherkommende Gebäude seinen Nach- barn selbstbewusst präsentiert. ras 100 Architektur Architekturbüro Scheder Objekt Ein kleines Haus Kategorie Neubau, Holzbau (auf Stahlskelett) Fassadenmaterial Douglasien- schalung, grau gestrichen Adresse Kaiserslautern-Hohenecken Bauherr Privat Planungsbeginn 6/2012 Fertigstellung 5/2014 Nutzfläche 56 m² Wohnfläche + 7 m² zusätzliche Nutzfläche (Technik-Abstellbox) Kos- ten € 140.000,– Fotos Maja Wirkus / www.maja-wirkus.com Büro ARCHITEKTURBÜRO SCHEDER, RHEINLAND-PFALZ / Haus RHEINLAND-PFALZ  175 Wenn man uns Architekten konsequent tun ließe, wovon wir träumen, wäre die Welt ein besserer Ort. Zaha Hadid
  30. 30. PRODUKTE VOGEL-STRAUSS-TAKTIK Verführung im Tanzschritt – Eine Explosion von Farben, inspiriert von Afrika, zeigt die Outdoor-Kollektion BANJOOLI von Designer Sebastian Herkner für Moroso. Die Form des Ses- sels, insbesondere der Armlehnen, wurde vom Hochzeitstanz angeregt, den der Vogel Strauß („banjooli“ in der Sprache Wolof) vollführt, um das Weibchen zu umwerben. BANJOOLI ist Teil des Projekts M’Afrique, einer Kollektion von Sitzmöbeln, die von Designern initiiert wurden und von afrikanischen Handwerkern aus dem Garn der Fischernetze angefertigt werden. Sofa, Stuhl, Tisch: Die Bespannung der Stahlstrukturen ist in vielen Farben erhältlich und unterschiedlich kombinierbar. So erhält jede Kollektion eine persönliche Note. Die handge- fertigten Originale holen – nicht nur atmosphärisch – ein Stück Afrika in Ihren Garten. www.moroso.it PRODUKTE „100 Häuser“ präsentiert die Highlights der aktuellen Designwelt. EINFACH, ZEITLOS, AUSGEWOGEN Roter Evergreen – Normalität und zeitlose Qualität sind die Grundlage des BOLD-Designs von Patricia Urquiola. Die funktionale Eleganz des Sofas lässt Schönheit in Oberfläche, Details und Ästhetik von BOLD schon jetzt zum „Evergreen“ werden. www.moroso.it DIE WAND IM TREND Effektvolles Design in 3D – Die ARSTYL WALL PANELS, das neue Produkt der nmc Deutsch- land GmbH, liegt derzeit voll im Trend. Die hochwertigen dreidimensionalen Wandpaneele aus Polyurethan bieten eine ideale Basis für kreative Gestaltungslösungen und begeistern Innenarchitekten, Designer und Bauherren gleichermaßen. Die ARSTYL WALL PANELS gibt es in sechs Designvarianten, die gemeinsam mit den beiden international renommierten Designern Michaël Bihain aus Belgien und Martin Boagers aus den Niederlanden entwickelt und bereits mehrfach bei verschiedenen Trend Awards nominiert und ausgezeichnet wurden. www.nmc-dekowelt.de 178  PRODUKTE PRODUKTE  179
  31. 31. PRODUKTE PRODUKTE SCHICHTWECHSEL Zeitlos. Tisch und Bank der Wiener Designerin Lisa Weilandt aus der Serie ARCTYPES bestechen durch eine reduzierte Formensprache mit klarer Linienführung. Eine intelligente Kantenlösung ermöglicht die betont schmale Kontur – haptisch und optisch überzeugt die abriebfeste Ober- flächenbeschichtung mit Lederfaserstoff, einem Recycling-Produkt aus vegetabil gegerbten Leder- resten. Von einer innovativen Möbelwerkstatt aus geölter massiver Eiche gefertigt, setzen ARCTYPES Akzente und definieren die Kombi- nation Tisch und Bank auf höchst elegante und inspirierende Weise neu. www.arctypes.eu RICHARD NEUTRA IS BACK! Eine kleine Sensation ist die Wiederentdeckung der NEUTRA-Möbel aus den 1940er-Jahren: Der Architekt und gebürtige Österreicher gelangte mit seinen Villen zu Weltruhm. Er entwarf und produzierte Möbel aus- schließlich für seine Bauten und nie in Serie. Dion Neutra – sein Sohn und ebenfalls Architekt in Los Angeles – produziert nun gemeinsam mit VS in Manufaktur in Deutschland ausgewählte Stücke seines Vaters. Erhältlich sind verschiedene Sofas, Sessel, Stühle, Hocker, Tische … in verschiedenen Materialien und Stoffen. www.vs.de/neutra oben: Cantilever Chair Steel, 1929, Lovell Health House unten: Boomerang Chair, 1951, Logar House Showroom München: www.kussmannsacher.de 184  PRODUKTE PRODUKTE  185
  32. 32. ARCHITEKTEN-INDEX BADEN- WÜRTTEMBERG (se)arch Architekten www.se-arch.de Stuttgart Projekt No. 72  Seite 123 Alexander Brenner Architekten www.alexanderbrenner.de Stuttgart Projekt No. 29  Seite 60 AMUNT www.amunt.info Aachen / Stuttgart Projekt No. 4  Seite 14 Architekturbüro Stocker www.atelier-stocker.de Remshalden Projekt No. 3  Seite 10 berger röcker architekten www.bergerroecker.de Stuttgart Projekt No. 30  Seite 62 bernd zimmermann _architekten www.berndzimmermann- architekten.de Ludwigsburg Projekt No. 55  Seite 100 Biehler Weith Associated www.biehler-weith.de Konstanz Projekt No. 91  Seite 156 bräuning architekten mit Architekt Christoph Höhne www.braeuning-architekten.de Esslingen Projekt No. 26  Seite 55 COASToffice www.coastoffice.de Stuttgart Projekt No. 58  Seite 105 Fabian Avers Architektur & Wezel Architektur www.fabianevers.com www.wezelarchitektur.de Stuttgart Projekt No. 41  Seite 80 FINCKH ARCHITEKTEN www.finckharchitekten.de Stuttgart Projekt No. 7  Seite 20 Langensteiner Bienhaus Architekten www.ulrichlangensteiner.de Ettlingen Projekt No. 5  Seite 16 MBA/S Matthias Bauer Associates www.mbas.de Stuttgart Projekt No. 20  Seite 48 motorplan Architekten + Stadtplanung www.motorplan.eu Mannheim Projekt No. 53  Seite 97 naumannarchitektur www.naumannarchitektur.de Stuttgart Projekt No. 38  Seite 76 Schneider | Architekten www.schneider- architekturbuero.com St. Georgen Projekt No. 67  Seite 117 Thoma.Lay.Buchler. Architekten www.thoma-lay-buchler.de Todtnau / Stuttgart Projekt No. 70  Seite 121 BAYERN Allmann Sattler Wappner Architekten www.allmannsattlerwappner.de München Projekt No. 34  Seite 70 Andreas Petermann Architekt www.andreaspetermann.de Augsburg Projekt No. 12  Seite 30 Bembé Dellinger Architekten www.bembe-dellinger.de Greifenberg Projekt No. 99  Seite 172 boosarchitekten www.boos-architekten.de München Projekt No. 97  Seite 166 Deppisch Architekten www.deppischarchitekten.de Freising Projekt No. 71  Seite 122 fabi architekten www.fabi-architekten.de Regensburg Projekt No. 45  Seite 87 FRIEDRICH POERSCHKE ZWINK Architekten www.fpz-architekten.de München Projekt No. 64  Seite 113 FORMAT ELF ARCHITEKTEN www.formatelf.de Töging am Inn Projekt No. 87  Seite 150 hiendl_schineis architektenpartnerschaft www.hiendlschineis.com Augsburg Projekt No. 8  Seite 22 Katrin Hootz Architektin www.katrinhootz.com München Projekt No. 2  Seite 8 leonardhautum www.leonardhautum.com Berlin / München Projekt No. 54  Seite 98 peter haimerl . architektur www.peterhaimerl.de München Projekt No. 62  Seite 110 Titus Bernhard Architekten www.bernhardarchitekten.com Augsburg Projekt No. 9  Seite 24 BERLIN 2D+ Architekten www.2dplus.com Projekt No. 90  Seite 154 AFF Architekten www.aff-architekten.com Projekt No. 43  Seite 84 AHM Architekten www.ahm-architekten.de Projekt No. 11  Seite 28 andreas gehrke . architekt www.andreasgehrke.de Projekt No. 95  Seite 162 Barkow Leibinger www.barkowleibinger.com Projekt No. 76  Seite 130 Birgit Wessendorf Architekten www.wessendorf-berlin.com Projekt No. 44  Seite 86 Brandlhuber+ www.brandlhuber.com Projekt No. 85  Seite 144 brandt + simon architekten www.brandtundsimon.de Projekt No. 28  Seite 58 buchner + wienke architekten www.buchnerundwienke.de Projekt No. 13  Seite 32 Büro für Architektur & Städtebau www.heberle-mayer-de Projekt No. 79  Seite 134 claim www.claimspace.de Projekt No. 15  Seite 40 GRAFT www.graftlab.com Projekt No. 61  Seite 108 HEIDE & VON BECKERATH www.heidevonbeckerath.de Projekt No. 78  Seite 132 Helm Westhaus Architekten www.helmwesthaus.de Projekt No. 49  Seite 92 Hütten & Paläste Architekten www.huettenundpalaeste.de Projekt No. 57  Seite 104 JAN RÖSLER ARCHITEKTEN & S. Rickhoff www.janroesler.de Projekt No. 27  Seite 56 J. MAYER H. www.jmayerh.de Projekt No. 19  Seite 46 Kleine Metz Architekten www.kleinemetz.de Projekt No. 60  Seite 107 Anne Lampen Architekten www.anne-lampen.de Projekt No. 83  Seite 142 LUSINARCHITEKTUR www.lusin-architektur.de Projekt No. 82  Seite 140 Peter Ruge Architekten www.peter-ruge.de Projekt No. 17  Seite 43 PLANPOPP Architektur Stadtplanung www.planpopp.com Projekt No. 52  Seite 96 Ruf + Partner Architekten & AR-BR architecture www.rufpartnerarchitekten.de Projekt No. 23  Seite 52 Thomas Beyer Architekten www.beyerarchitekten.de Projekt No. 59  Seite 106 TKA Thomas Kröger Architekt www.thomaskroeger.net Projekt No. 51  Seite 94 töpfer.bertuleit. architekten www.tb-architekten.de Projekt No. 80  Seite 136 BREMEN as2architektur www.as2-bremen.de Projekt No. 63  Seite 112 baumraum www.baumraum.de Projekt No. 46  Seite 88 Westphal Architekten www.westphalarchitekten.de Projekt No. 39  Seite 78 HAMBURG Kraus Schönberg Architekten www.kraus-schoenberg.com Projekt No. 94  Seite 160 KMT Architekten und Ingenieure www.kmt-ai.de Projekt No. 35  Seite 72 Laura Jahnke Architekten www.laurajahnke.net Projekt No. 92  Seite 158 MRLV Architekten www.mrlv.de Projekt No. 93  Seite 159 sprenger von der lippe Architekten www.sprengervonderlippe.de Projekt No. 74  Seite 126 Svenja Bodenstedt Architektin www.bod-architektin.de Projekt No. 84  Seite 143 WACKER|ZEIGER| ARCHITEKTEN www.wackerzeiger.de Projekt No. 88  Seite 152 HESSEN +studio moeve architekten www.moeve-architekten.de Frankfurt am Main Projekt No. 69  Seite 120 Braun & Güth Architekten www.braun-gueth.com Frankfurt am Main Projekt No. 24  Seite 53 CHRIST.CHRIST. associated architects www.christ-christ.cc Wiesbaden Projekt No. 48  Seite 91 cyrus | moser | architekten www.cma-arch.de Frankfurt am Main Projekt No. 86  Seite 148 Franken Architekten www.franken-architekten.de Frankfurt am Main Projekt No. 75  Seite 128 FRITSCH+SCHLÜTER Architekten www.fritsch-schlueter.de Seeheim-Jungenheim Projekt No. 6  Seite 18 Meixner Schlüter Wendt Architekten www.meixner-schlueter-wendt.de Frankfurt am Main Projekt No. 96  Seite 164 reinhardt_jung www.reinhardtjung.de Frankfurt am Main / Sydney Projekt No. 14  Seite 34 pape+pape architekten www.papeundpape.de Kassel Projekt No. 50  Seite 93 NIEDERSACHSEN Architekturbüro Studio b2 www.studio-b2.de Brackel Projekt No. 89  Seite 153 gruppeomp architekten www.gruppeomp.de Hannover / Bremen / Rastede Projekt No. 25  Seite 54 hm-architektur www.hol-meyer.de Groß Munzel Projekt No. 81  Seite 138 NORDRHEIN- WESTFALEN Andreas Heupel Architekten www.heupel-architekten.de Münster Projekt No. 18  Seite 44 Architekten Spiekermann www.architekten-spiekermann.de Beelen Projekt No. 32  Seite 66 ARCHITEKTEN WANNENMACHER  + MÖLLER www.wannenmacher-moeller.de Bielefeld Projekt No. 66  Seite 116 BeL, Sozietät für Architektur www.bel.cx Köln Projekt No. 33  Seite 68 DANKE Architekten www.danke-architekten.de Mechernich Projekt No. 1  Seite 6 Grüttner Architekten www.gruettner-architekten.de Soest Projekt No. 65  Seite 114 kadawittfeldarchitektur www.kwa.ac Aachen Projekt No. 98  Seite 168 Manuel Herz Architekten www.manuelherz.com Köln / Basel Projekt No. 31  Seite 64 MCKNHM Architects www.mcknhm.com Düsseldorf / San Francisco Projekt No. 36  Seite 73 Uwe Schröder Architekt www.usarch.de Bonn Projekt No. 22  Seite 51 MECKLENBURG VORPOMMERN Möhring Architekten www.moehring-architekten.de Berlin / Born Projekt No. 73  Seite 124 RHEINLAND PFALZ Architekturbüro Scheder Selzenberg Projekt No. 100  Seite 175 ARCHITEKTEN STEIN HEMMES WIRTZ www.stein-hemmes-wirtz.de Kassel / Frankfurt Projekt No. 37  Seite 74 Bayer & Strobel Architekten www.bayerundstrobel.de Kaiserslautern Projekt No. 40  Seite 79 SACHSEN Atelier ST www.atelier-st.de Leipzig Projekt No. 21  Seite 50 Irlenbusch von Hantelmann – Architekten www.ih-architekten.de Leipzig Projekt No. 10  Seite 26 ist a r c h i t e k t u r www.istarchitektur.de Dresden Projekt No. 16  Seite 42 SCHLESWIG-HOLSTEIN petersen pörksen partner architekten + stadtplaner www.ppp-architekten.de Lübeck / Hamburg Projekt No. 42  Seite 82 THÜRINGEN gildehaus.reich architekten www.gildehausreich.de Weimar Projekt No. 47  Seite 90 Osterwold°Schmidt EXP!ANDER Architekten www.osterwold-schmidt.de Weimar Projekt No. 56  Seite 102 ÖSTERREICH k_m architektur www.k-m-architektur.com Bregenz Projekt No. 77  Seite 131 SCHENKER SALVI WEBER ARCHITEKTEN www.sswarchitekten.com Wien Projekt No. 68  Seite 118 ARCHITEKTEN-INDEX 100 ARCHITEKTEN 100 ADRESSEN *Bei zwei oder mehreren Bürostandorten wurde derjenige gewählt, der näher zum Standort des Hauses liegt. 188  INDEX INDEX  189

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