HandlungsorientierterLernfeldunterrichtFachdidaktische Rekonstruktionen undpragmatische Reflexionen im Beziehungsgefügedes...
Agenda und Ausgangssituation1.   Problemstellung2.   Arbeitsmodelle3.   Theoretische Hintergründe4.   Empirische Befunde5....
Handlungsorientierung im Lernfeldunterrichtbeinhaltet die Chance Nicht nur                                Sondern auch    ...
Situation nach 10 Jahren LFU Zu wenig konsequent auf Berufswirklichkeit  ausgerichtete Lernziele Zu geringe Förderung de...
Gesamtarbeitsmodell  Ausgangssituation – Arbeitsmodell – Hintergrund - Untersuchungsergebnisse - Diskussion
Vortragsschwerpunkte  Ausgangssituation – Arbeitsmodell – Hintergrund - Untersuchungsergebnisse - Diskussion
Vollständiger Handlungszirkel                                 1. Informieren      6. Bewerten                             ...
Orientierung an Handlungskomplexität Pragmatisches Ideengebäude Abduktive Tatsachenbeschreibung Komplex von abduktiven,...
Was sind handlungskomplexe Lernarrangements?  Ausgangssituation – Arbeitsmodelle – Hintergrund - Untersuchungsergebnisse -...
Entwicklung von MusterarrangementsReflexionen beruflicher Erfahrungen mit unterrichtlichen Konsequenzen mit unterrrichts...
Allgemeines empirisches Arbeitsmodell      kulturelle, ökonomische                                       Sozialer und fami...
Konkretes empirisches Arbeitsmodell      kulturelle, ökonomische                                       Sozialer und famili...
Untersuchungsphasen Erste Iterationsstufe, 54 Teilnehmer nach einem  handlungskomplexen Lernarrangement mit  gegensätzlic...
Ausgewählte Ergebnisse der ersten Iteration Computernutzung finden 95 % hilfreich und  sehen darin Vorteile beim Lernen ...
Ausgewählte Ergebnisse der zweiten Iteration Computernutzung finden 62 % hilfreich und  sehen darin Vorteile beim Lernen...
Ausgewählte Ergebnisse der dritten Iteration Computernutzung finden 60 % der Lehrkräfte  hilfreich und sehen darin Vortei...
Zwischenfazit der ausgewählten Ergebnisse  Schüler finden Computernutzung hilfreich zum   Aufbau beruflicher Handlungskom...
Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit„Das Wertvollste, was wir einem Schüler geben  können, ist eben nicht das Wissen, sonde...
Pragmatisches Ideengebäude“Der Pragmatismus liegt in der Mitte unserer Theorien  wie ein Korridor in einem Hotel.Unzählige...
PRAGMATISCHES PROZESSMODELL                          (Vgl. Strübing 2004)
PRAGMATISCHE ARGUMENTATIONSLOGIK
Klassisches „Bohnenbeispiel“   (Peirce 1905)                           Alle Bohnen in diesem                              ...
Typische Deduktion – Ableitung/Herleitung                           Bekannte Regel: Alle                          Bohnen i...
Typische Induktion – Verifikation nötig                            Auf nicht bekannte Regel                               ...
Typische Abduktion evtl. Trugschluss                            Bekannte Regel: Alle                           Bohnen in d...
Pragmatisch-experimentelle MethodePhasen    Strukturmuster      Merkmale der Erfahrung1.Phase   Unbestimmte         Verwun...
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Disputationsvortrag Handlungsorientierter Unterricht

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Disputationsvortrag Handlungsorientierter Unterricht

  1. 1. HandlungsorientierterLernfeldunterrichtFachdidaktische Rekonstruktionen undpragmatische Reflexionen im Beziehungsgefügedes Unterrichts an der BerufsschuleRainer GerkeDisputationsvortrag an der Universität Erfurt am 16. Juni 2009
  2. 2. Agenda und Ausgangssituation1. Problemstellung2. Arbeitsmodelle3. Theoretische Hintergründe4. Empirische Befunde5. Diskussionsgrundlage Ausgangssituation – Arbeitsmodelle– Hintergrund -- Untersuchungsergebnisse - Diskussion
  3. 3. Handlungsorientierung im Lernfeldunterrichtbeinhaltet die Chance Nicht nur Sondern auch überfachliche fachliches Lernen Persönlichkeitsbildung abstrakt-begriffliches an Erfahrungen orientiertes Lernen Lernen Fremdsteuerung Selbststeuerung Lernen von trägem reflektiertes Lernen Wissen Solo-Lernen kooperatives Lernen zu ermöglichen. Ausgangssituation – Arbeitsmodelle– Hintergrund -- Untersuchungsergebnisse - Diskussion
  4. 4. Situation nach 10 Jahren LFU Zu wenig konsequent auf Berufswirklichkeit ausgerichtete Lernziele Zu geringe Förderung der Kommunikation zwischen den Lernenden Zu wenig Verknüpfungen mit individuellen Erfahrungen und multimedialen Strukturen Notendruck, Lernwiderstände, Provokationen Versagensängste, Misserfolgsvermeidung, Lernmüdigkeit Ausgangssituation – Arbeitsmodelle – Hintergrund -- Untersuchungsergebnisse - Diskussion
  5. 5. Gesamtarbeitsmodell Ausgangssituation – Arbeitsmodell – Hintergrund - Untersuchungsergebnisse - Diskussion
  6. 6. Vortragsschwerpunkte Ausgangssituation – Arbeitsmodell – Hintergrund - Untersuchungsergebnisse - Diskussion
  7. 7. Vollständiger Handlungszirkel 1. Informieren 6. Bewerten Vollständige 2. Planen Handlung 5. Kontrollieren 3. Entscheiden 4. Durchführen Ausgangssituation – Arbeitsmodell e – Hintergrund - Untersuchungsergebnisse - Diskussion
  8. 8. Orientierung an Handlungskomplexität Pragmatisches Ideengebäude Abduktive Tatsachenbeschreibung Komplex von abduktiven, deduktiven und induktiven Schlüssen Prozess praktischer Problemlösungen als „Routinebruch“ Pragmatische Argumentationslogik Ausgangssituation – Arbeitsmodelle– Hintergrund - Untersuchungsergebnisse - Diskussion
  9. 9. Was sind handlungskomplexe Lernarrangements? Ausgangssituation – Arbeitsmodelle – Hintergrund - Untersuchungsergebnisse - Diskussion
  10. 10. Entwicklung von MusterarrangementsReflexionen beruflicher Erfahrungen mit unterrichtlichen Konsequenzen mit unterrrichtsübergreifenden Konsequenzen mit schulübergreifenden Konsequenzen Ausgangssituation – Arbeitsmodelle – Hintergrund - Untersuchungsergebnisse - Diskussion
  11. 11. Allgemeines empirisches Arbeitsmodell kulturelle, ökonomische Sozialer und familiärer und schulbezogene Hintergrund Voraussetzungen Merkmale Wahrnehmung Merkmale der Lerngelegen- und Nutzung der Schüler/ Lehrkraft heiten der innen (Beliefs, Wi Lerngelegen- (kognitiv, mot ssen, (Quantität und heiten durch die ivational, em Qualität) Motivation) Schüler/innen otional) Kognitive und motivationale Zielvariablen (vgl. Fend, 1981; Helmke, 2003; Kunter, 2005; Reusser et al., 2001) Ausgangssituation – Arbeitsmodell – Hintergrund - Untersuchungsergebnisse - Diskussion
  12. 12. Konkretes empirisches Arbeitsmodell kulturelle, ökonomische Sozialer und familiärer und schulbezogene Hintergrund Voraussetzungen Merkmale Wahrnehmung Merkmale der Lerngelegen- und Nutzung der Schüler/ Lehrkraft heiten der innen (Beliefs, Wi Lerngelegen- (kognitiv, ssen, (Quantität und heiten durch die motivational, Qualität) Motivation) Schüler/innen emotional) Kognitive und motivationale Zielvariablen (vgl. Fend, 1981; Helmke, 2003; Kunter, 2005; Reusser et al., 2001) Ausgangssituation – Arbeitsmodell – Hintergrund - Untersuchungsergebnisse - Diskussion
  13. 13. Untersuchungsphasen Erste Iterationsstufe, 54 Teilnehmer nach einem handlungskomplexen Lernarrangement mit gegensätzlichen Fragenpaaren Zweite Iterationsstufe, 229 Teilnehmer in den drei Ausbildungsjahren mit geschlossenen Fragen Dritte Iterationsstufe, 28 Lehrkräfte und Unterrichtexperten mit geschlossenen Fragen Ausgangssituation – Arbeitsmodelle – Hintergrund - Untersuchungsergebnisse - Diskussion
  14. 14. Ausgewählte Ergebnisse der ersten Iteration Computernutzung finden 95 % hilfreich und sehen darin Vorteile beim Lernen 85 % sind zu selbstständigem Lösen von Arbeitsaufgaben in Gruppenarbeit motiviert Für 89 % könnte eine multimediale Infrastruktur ein selbstverständliches Lernmittel sein Mit komplexen Arbeitsaufgaben könnten 78 % berufliche Kompetenz entwickeln Ausgangssituation – Arbeitsmodelle – Hintergrund - Untersuchungsergebnisse - Diskussion
  15. 15. Ausgewählte Ergebnisse der zweiten Iteration Computernutzung finden 62 % hilfreich und sehen darin Vorteile beim Lernen 78 % sind zu selbstständigem Lösen von Arbeitsaufgaben in Gruppenarbeit motiviert Für 82 % könnte eine multimediale Infrastruktur ein selbstverständliches Lernmittel sein Mit komplexen Arbeitsaufgaben könnten 76 % berufliche Kompetenz entwickeln Ausgangssituation – Arbeitsmodelle – Hintergrund - Untersuchungsergebnisse - Diskussion
  16. 16. Ausgewählte Ergebnisse der dritten Iteration Computernutzung finden 60 % der Lehrkräfte hilfreich und sehen darin Vorteile beim Lernen Nur 55 % sehen selbstständiges Lösen von Arbeitsaufgaben in Gruppenarbeit als hilfreich Für 60 % könnte eine multimediale Infrastruktur ein selbstverständliches Lernmittel sein Mit komplexen Arbeitsaufgaben könnten 75 % berufliche Kompetenz entwickeln Ausgangssituation – Arbeitsmodelle – Hintergrund - Untersuchungsergebnisse - Diskussion
  17. 17. Zwischenfazit der ausgewählten Ergebnisse  Schüler finden Computernutzung hilfreich zum Aufbau beruflicher Handlungskompetenz  Schüler lernen gern mit komplexen beruflich verwickelten Arbeitsaufgaben  Schüler kooperieren gern untereinander und achten auf ein gutes Verhältnis zu Lehrkräften  Lehrkräfte bevorzugen konventionelle Lernformen im Unterricht Ausgangssituation – Arbeitsmodelle – Hintergrund - Untersuchungsergebnisse - Diskussion
  18. 18. Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit„Das Wertvollste, was wir einem Schüler geben können, ist eben nicht das Wissen, sondern eine gesunde Art des Wissenerwerbes und eine selbständige Art des Handelns“ (Kerschensteiner 1906). Gern stehe ich für ihre Fragen zur Verfügung. Ausgangssituation – Arbeitsmodelle – Hintergrund - Untersuchungsergebnisse - Diskussion
  19. 19. Pragmatisches Ideengebäude“Der Pragmatismus liegt in der Mitte unserer Theorien wie ein Korridor in einem Hotel.Unzählige Zimmer gehen auf diesen Korridor. In dem einen dieser Zimmer finden wir einen Mann, der an einer atheistischen Schrift arbeitet, im nächsten einen andern, der auf seinen Knien um Glauben und Kraft betet, in einem dritten einen Chemiker, der die Eigenschaften eines Körpers untersucht.Ihnen allen aber gehört der Korridor zu eigen. Alle müssen ihn passieren, wenn sie einen praktischen Weg in ihre Zimmer oder aus denselben brauchen“ (zit. nach Gadamer 1989, S. 256
  20. 20. PRAGMATISCHES PROZESSMODELL (Vgl. Strübing 2004)
  21. 21. PRAGMATISCHE ARGUMENTATIONSLOGIK
  22. 22. Klassisches „Bohnenbeispiel“ (Peirce 1905) Alle Bohnen in diesem Sack sind weiß! Diese Bohnen sind weiß!Diese Bohnen sind aus diesem Sack!
  23. 23. Typische Deduktion – Ableitung/Herleitung Bekannte Regel: Alle Bohnen in diesem Sack sind weiß! Resultat: Diese Bohnen sind weiß! logischer Schluss Beobachteter Fall: Diese Bohnen sind aus diesem Sack!
  24. 24. Typische Induktion – Verifikation nötig Auf nicht bekannte Regel geschlossen: Alle Bohnen in diesem Sack sind weiß! Beobachtetes Resultat Diese Bohnen sind weiß! Beobachteter Fall:Diese Bohnen sind aus diesem Sack!
  25. 25. Typische Abduktion evtl. Trugschluss Bekannte Regel: Alle Bohnen in diesem Sack sind weiß! Beobachtetes Resultat Diese Bohnen sind weiß!Wahrscheinlicher FallDiese Bohnen sind aus diesem Sack!
  26. 26. Pragmatisch-experimentelle MethodePhasen Strukturmuster Merkmale der Erfahrung1.Phase Unbestimmte Verwunderung, Konfusion, Situation Zweifel, Routinebruch2.Phase Institution eines Vorläufige Interpretation und Problems Präzisierung3.Phase Mögliche Untersuchung, Arbeitsplan, Problemlösung Inspektion, Hypothesen bilden4.Phase Vernünftiges Konsequente Aufarbeitung einer Begründen vorläufigen Hypothese5.Phase Bewährung der Experimentelle Überprüfung Problemlösung Handlungsplan und Anwendung

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