Sicherheitswirtschaft in Berlin und Brandenburg

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Sicherheit ist ein wichtiges Thema für Staat, Unternehmen und Bürger. In der Hauptstadtregion haben sich viele Unternehmen angesiedelt, die sich mit verschiedenen Aspekten von Sicherheit befassen, seien es Sicherheitstechnologien, Frühwarnsysteme, IT-Sicherheit u. ä. Um Informationen über die Branchenstruktur zu gewinnen, hat Projekt Zukunft in Zusammenarbeit mit Berlin Partner zum zweiten Mal eine Umfrage unter den Sicherheitsunternehmen in der Region Berlin-Brandenburg durchgeführt. Mit der Befragung sollen Daten über Produkte und Leistungen, Zielmärkte und -kunden gewonnen werden.

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Sicherheitswirtschaft in Berlin und Brandenburg

  1. 1. 1Sicherheitswirtschaft Berlin und BrandenburgTrends – Märkte – PotenzialeAuswertung einer Unternehmensumfrage 2011
  2. 2. ImpressumDie Sicherheitswirtschaft in Berlin und BrandenburgTrends – Märkte – PotenzialeAuswertung einer Unternehmensumfrage 2011 im Auftrag derSenatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, BerlinHerausgeberBerlin Partner GmbHLudwig Erhard Haus I Fasanenstraße 85 I 10623 BerlinTel +48 30 39980-0 I Fax -239info@berlin-partner.de I www.berlin-partner.dewww.businesslocationcenter.deAutorenDr. Wolfgang Bothwolfgang.both@senwtf.berlin.deLeonard HerbigBerlin Partner GmbHGestaltungTypoly, Berlin© 11/2011Dieses Produkt ist auf FSC-zertifiziertem Papier gedruckt.
  3. 3. Inhalt 4 Management Summary 5 Einleitung 6 Anlass der Umfrage 7 Methodik der Untersuchung • Fragebogenaktion • Zeitraum • Rückläufe und Irrläufer • Erfassung und Auswertung • Auswertungsprobleme 9 Profil der Teilnehmer • Unternehmensstruktur • Geschäfts- und Beschäftigtenentwicklung • Gründungsdynamik14 Untersuchungsergebnisse im Detail 14 Fragenkomplex 1: Produkte und Leistungen • Übersicht • Sicherheitstechnik • IT-Sicherheit • Sicherheitsdienstleistungen17 Fragenkomplex 2: Zielmärkte17 Fragenkomplex 3: Zielkunden18 Hochrechung auf die Gesamtbranche zivile Sicherheit 19 Zusammenfassung20 Anhang: Fragebogen 21 Marktübersicht22 Informationen zu Berlin Partner und Projekt Zukunft
  4. 4. 4 Management Summary Mit der hier vorliegenden Analyse wird die Die Unternehmen aus der Hauptstadtregion Wirtschaftsstatistik zum Marktsegment konzentrieren sich weiterhin auf den deut- zivile Sicherheit in der Hauptstadtregion schen Markt (47  %). Als erfreulich ist der Zu- auf der Basis einer Umfrage aus dem wachs an Exportkraft festzuhalten: Der Anteil Jahr 2008 fortgeschrieben. dieses Zielmarktes hat sich von 9  % (2007) auf 18  % verdoppelt. Insgesamt kann festgestellt werden, dass sich der positive Trend – trotz Wirtschaftskrise – Die Gründungsdynamik hält unvermindert an, fortgesetzt hat. Zum anderen bestätigen sich der Gesamtbestand ist weiter kontinuierlich statistische Verteilungen zu Größenklassen, gewachsen. Teilbranchen und Zielmärkten. In einer Hochrechnung auf alle Unternehmen So ist nicht nur die Anzahl der Unternehmen (250) wurden ein Umsatz von 3 Mrd. EUR weiter gewachsen, die Zahl der Beschäftigten (2007: 2,45 Mrd. EUR) und eine Beschäftigten­ - hat zugenommen, insbesondere sind der Um­­ - zahl von 27.000 Mitarbeitern (2007: 24.500) satz und damit die Wirtschaftskraft pro abgeschätzt. Beschäftigtem deutlich angestiegen. So nahm die Pro-Kopf-Leistung von 94,5 T EUR (2007) auf 111,5 T EUR zu. Die meisten Unternehmen sind mit einem Anteil von 45  % im Marktsegment „Sicher- heitstechnik“ tätig. Beschäftigungsstärkste Branche sind die Sicherheitsdienstleister, die drei Viertel aller Beschäftigten einen Job bieten. Ein Viertel der Unternehmen besetzt das Geschäftsfeld „IT-Sicherheit“. Wichtigste Zielkunden sind Industrie und In- frastrukturbetreiber. Einen wichtigen Absatz- markt bilden auch Banken, Versicherungen und der Handel. Der öffentliche Sektor steht für gut ein Fünftel der Unternehmen im Fokus.
  5. 5. 5EinleitungDie letzte Erhebung zur Sicherheitsindustrie in Die Hauptstadtregion will hier weiterhin eineBerlin und Brandenburg liegt drei Jahre zurück. wichtige Rolle spielen. Berlin und Branden­ -Drei Jahre, die durch globale und regionale burg befinden sich in einer hervorragendenKrisen gekennzeichnet waren. Die Ursachen von Ausgangsposition: zum einen müssen sie selbstFinanz- und Währungskrise, von S-Bahn-Krise permanent Sicherheit in der Haupstadtregionoder vom Schneechaos liegen – neben spezifi- gewährleisten, zum anderen entwickeln undschen Faktoren – gleichermaßen in mangelnder liefern sie Sicherheitstechnik und -techno­oder bewusst unterdrückter Risikovorsorge, in logien, die die Welt braucht. Die folgende Wirt-betriebswirt­ chaftlich reduzierten Reserven s schaftsstatistik für die Branche zivile Sicher-und Wartungszyklen und im immer noch unzu­ - heit belegt diese These. Es kann von einerreichenden Sicherheitsbewusstsein. Dagegen weiter wachsenden Branche mit steigenderkönnen die Sicherheitsbehörden in diesem Exportkraft ausgegan­­ gen werden. Das Krisen­ -Zeitraum mit zahlreichen Erfolgen aufwarten: jahr 2009 hat sich in dieser Branche nichtextremistische Anschläge konnten erfolgreich in Umsatz- oder Beschäftigtenzahlen abgebil-abgewehrt werden, die Abstimmung zwischen det. Vielmehr ist ein kontinuierliches undden Behörden wurde auf eine institutionelle nachhaltiges Wachstum festzustellen. -Grundlage gestellt, der abhörsichere Polizei­funk wird bundesweit aufgebaut, die Ausbrei- Beide Bundesländer beteiligen sich systema-tung von Epidemien konnte eingedämmt tisch an internationalen Sicherheitsmessen,werden. Aber auch hier zeigt sich Verbesse- organisieren den Technologietransfer zwischenrungspotenzial. Wissenschaft und Wirtschaft und bringen sich in nationale und europäische Foren zurMit einer erneuten Befragung sollen die Ver- Definition von Standards und zukünftigenänderungen in der Berliner und Brandenburger Sicherheitsbedarfen ein.zivilen Sicherheitsindustrie vor dem Hinter-grund der oben genannten Entwicklung auf- Die gezielte Förderung dieses länderüber-genommen und der Ausbau zu einer zentralen greifenden Querschnittsthemas in unsererSicherheitsregion vorangetrieben werden. gemeinsamen Innovationsstrategie sowie die wachsende Nachfrage bilden den NährbodenBürger, Unternehmen und Staat haben ein für ein weiterhin dynamisches Wachstum derwachsendes Interesse an Prävention, Ein­ Sicherheitsindustrie.dämmung und Bekämpfung von Sicherheits-risiken und Kriminalität. Auf globaler, euro­ - Dies soll im Folgenden statistisch untermauertpäischer und nationaler Ebene werden ver­ - werden.stärkt Anstrengungen in rechtspolitischer wieordnungspolitischer Hinsicht unternommen, Die Darstellung folgt der Veröffentlichungdie Bereitstellung und den Einsatz von Sicher­- von 2008, so dass direkte Vergleiche gezogenheitstechniken und -technologien voranzu- werden können.bringen. Dabei kommt der Informationstech-nologie eine zunehmende Rolle sowohl bei derQualifikation von Technik, bei der Bewältigungvon Schadenslagen und Katastrophen, bei derAnalyse von Vorfällen in der realen Welt alsauch in der rasant wachsenden virtuellen Weltdes Internet zu.
  6. 6. 6 Anlass der Umfrage Im Rahmen des Masterplanes „Sicherheits- • a. 220 Unternehmen mit 24.500 Mitar­ eiter- C b wirtschaft und -forschung Berlin-Branden- innen und Mitarbeitern erwirtschafteten burg“ hat die Senatsverwaltung für Wirtschaft, 2007 einen Umsatz von 2,43 Mrd. EUR. Technologie und Frauen im Jahr 2008 eine Umfrage unter den Unternehmen durchge- • ie meisten Unternehmen waren im D führt, um Abschätzungen aus der COINCO- Marktsegment Sicherheitstechnik tätig. Studie (2006) zu untermauern und eine belastbare Basis für die nächsten Aktivi­ äten t • ie beschäftigungsstärkste Teilbranche D im länderübergreifenden Handlungsfeld waren die Sicherheitsdienstleister. „Sicherheit mit IT/IT-Sicherheit“ der gemein­ samen Innovationsstrategie zu legen. • ichtigster Abnehmer von Sicherheits- W lösungen war die Industrie. Damals konnten der Umfang der zur Branche zählenden Unternehmen genauer abgegrenzt • ie Berliner und Brandenburger Unter- D und die Branche in ihren Aktivitäten detailliert nehmen orientierten sich zu 51 % auf den beschrieben werden. Mit einer Rücklaufquote nationalen Markt, nur 9 % waren deutlich von 48  % lieferte die Fragebogenaktion ein exportorientiert. repräsentatives Bild. Neben den absoluten Umsatz- und Beschäftigungszahlen konnten • m Untersuchungszeitraum 2003 bis 2007 I 2008 mehrere ausgeprägte, positive Trends gab es jährliche Zuwächse bei Beschäf­ igung t identifiziert werden: und Umsatz. Der Umsatz wuchs jährlich um knapp 18 % . • ie Hälfte der bestehenden Unternehmen D wurde in den letzten zehn Jahren gegründet. Diese Ergebnisse sollten in einem Abstand von drei Jahren erneut hinterfragt werden.
  7. 7. 7Methodik derUntersuchungAuf Grund der Heterogenität der Branche Zeitraumund der hohen Anzahl an Kleinstunterneh-men ergab die Erfassung von Unternehmen Der Versand der Fragebögen erfolgte per Brief-aus Vereinslisten, den Gelben Seiten oder der post im Zeitraum vom 18. bis 24. März 2011Suche im Internet kaum belastbare Zahlen durch die Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB).zur Branche in der Region. Deshalb ist die Insgesamt wurden 320 Briefe auf Grund­agelErfassung der erforderlichen Zahlen nur mit der Adressliste von der Transferstelle Sicher­Hilfe einer direkten Befragung belastbar zu heitswirtschaft der ZAB versandt. Nach derrealisieren. ersten Rücklaufwelle erfolgte durch die Wirt- schaftsförderungsgesellschaft Berlin Partner GmbH der erneute Versand per E-Mail sowie eine telefonische Erinnerungs- und Nachfass-Fragebogen aktion, die bis zum 8. Juni 2011 weitere Rück- läufe erbrachte. Dem monat­ichen SIGNUM- lDazu wurde ein Fragebogen entwickelt, der Newsletter wurde ein elektronisches Formularauf einer A4-Seite die notwendigen Daten beigelegt, in einigen Fällen wurden Frage­ -erfassen sollte (Anlage). Er baut auf der Um­ bögen noch einmal per Email verschickt.frage von 2008 auf, bildet die o.g. Themen-komplexe ab und ermöglicht durch einfachesAnkreuzen eine schnelle Bearbeitung der An-frage. Nur bei den Unternehmenszahlen und Rückläufe und IrrläuferReferenzen waren Daten einzutragen. Solltendie genannten Geschäftsfelder auf das Unter- Im genannten Zeitraum gingen insgesamtnehmen nicht zutreffen, so war Platz für den 226 Rückläufe (69 %) ein. Davon waren 21Eintrag weiterer Spezifikationen vorgesehen. Irrläufer, die der Postdienstleister mangelsFür die Themenkomplexe „Geschäftsfelder“ korrekter Adresse nicht zustellen konnte.und „Zielkunden“ waren Mehrfachnennungen Ein wesentlicher Teil von 18 % der angeschrie-möglich. benen Unternehmen antwortete, dass sie sich dieser Branche nicht zugehörig fühlen.Mit einem Anschreiben der Senatsverwaltung Nach Bereinigung des Verteilers wurdenfür Wirtschaft, Technologie und Frauen wurde insgesamt 168 Rückläufe (63 %) dokumen­ -die Bedeutung der Umfrage unterstrichen so­ - tiert. Eine Filiale verwies auf den Hauptsitzwie auf die Wahrung der Vertraulichkeit hin- des Unternehmens (außerhalb der Region).gewiesen. Mit Rücksendung des ausgefülltenBogens per Fax bestand eine schnelle undbequeme Form der Antwort. Erfassung und Auswertung Letztlich waren 75 Fragebögen so vollständig ausgefüllt, dass sie für eine Erfassung und Analyse Verwendung fanden. Die Erfassung erfolgte manuell von den Bögen in eine Excel- Tabelle. Neben den konkreten Zahlen wurden Merkmale, wie Geschäftsfelder, durch die Bewertung „0“ oder „1“ erfasst, und weitere Angaben, wie Produkte oder Referenzen, als Text in extra Felder eingetragen. Allerdings wurden nicht immer alle Zahlenreihen voll- ständig ausgefüllt. In der Auswertung wird daher ggf. auf die Stichprobengröße hin- gewiesen.
  8. 8. 8 Auswertungsprobleme Die Angaben sind insbesondere hinsichtlich der Umsatz- und Beschäftigtenzahlen un- vollständig. Mal fehlt eine Jahresangabe, mal werden die Zahlen nicht genannt. Für den Fall, dass die Umsatzzahlen von 2010 noch nicht bereit standen, wurden die Zahlen für 2009 eingesetzt, um eine annähernde Trendaussage treffen zu können. Die tatsächlichen Zahlen dürften unter Berücksichtigung des allgemei- nen Trends etwas höher liegen. Darüber hinaus hat die Auswertung der Tele­ foninterviews weitere Hinweise auf die Hinter- gründe der Zurückhaltung der Unternehmen gegeben: einem Teil der Unternehmen war der Zeitaufwand in dieser Form zu hoch. Andere hatten Fragen rund um den Datenschutz und die Wahrung der Anonymität. Als Alternative wurde eine Onlinebefragung vorgeschlagen.
  9. 9. 9 Profil der Teilnehmer Die Umfrage war geografisch auf die Bundes- Um beurteilen zu können, ob mit der Abfrage länder Berlin und Brandenburg beschränkt. Bei auch tatsächlich die relevante Sicherheitswirt- der Ansprache wurde nicht differenziert, ob schaft erreicht wurde, sollten die Unterneh- sich der Hauptsitz oder eine Filiale des Unter- men angeben, ob das Geschäft durch Sicher- nehmens in dieser Region befindet. heitsprodukte und -dienste wesentlich (50 %) Allerdings wurden nur regional bezogene oder nur geringfügig ( 50 %) bestimmt wird. Daten erfasst und ausgewertet. Hierzu haben drei Viertel der Unternehmen (72 %) geantwortet, dass ihre Geschäftstätig- keit bis zu 100 % durch Sicherheit bestimmt wird, nur für 28 % spielt dieser Markt eine Unternehmensstruktur nachgeordnete Rolle. Damit war der Rücklauf 2011 noch branchengenauer als 2008. Aus den Rückläufen lassen sich für die Branche Aussagen zur Unternehmensgröße, zum Umsatz sowie zur Personal- und Umsatz- entwicklung der letzten drei Jahre ableiten. Zur Gruppierung wurden die Größenklassen: 28% • bis 10 Mitarbeiter • 11 bis 50 Mitarbeiter • 51 bis 250 Mitarbeiter • ehr als 251 Mitarbeiter m gebildet. 72% Für den Jahresumsatz gelten die folgenden Klassen: • bis 1 Mio. EUR • 1 bis 10 Mio. EUR Abb. 1: Bedeutung von Safety und Security • 10 bis 100 Mio. EUR für das eigene Geschäft • mehr als 100 Mio. EUR. Der Rücklauf zeigt folgendes Gesamtbild der Verteilung für 2010:Größenklasse Anzahl Anteil % Umsatz T € Beschäftigtebis 10 18 32,7 10.683 9311-50 18 32,7 50.385 39551-250 12 21,8 192.374 1.247 250 7 12,4 681.423 6.652Gesamt 55 100 934.865 8.387 Tab. 1: Übersicht zur Unternehmensstatistik aus den Rückläufen mit vollständigen Angaben (2010)
  10. 10. 10 Des Weiteren wurde gefragt, wie sich die Anforderungen an den Schutz vor unabsicht- lichen Schäden (Safety) und absichtlichen Schäden (Security) in den jeweiligen Sicher- heitsprodukten und -diensten niederschlagen. 13% Safety 29% 35% 18% Security 71% bis 10 MA 34% 11– 50 MA 51–250 MA mehr als 250 MA Abb. 2: nteile von Safety und Security A Abb. 3: Größenstruktur der Unternehmen in den Produkten und Services (Stichprobe: 61) Mehr als zwei Drittel der teilnehmenden Dies spiegelt sich auch in der Verteilung Firmen sind kleine Unternehmen mit bis zu des Jahresumsatzes wider: Hier erwirtschaf­- 50 Mitarbeitern (69  %). Im Vergleich zur ten fast ein Viertel der Firmen Umsätze von Studie von 2008 konnte hier die allgemeine 10 Mio. EUR und mehr pro Jahr. Der Anteil Größen­ erteilung bestätigt werden. Während v von Unternehmen mit einem Umsatz bis die Gruppe bis 10 Mitarbeiter im Vergleich 1 Mio. EUR ist mit 35  % im Vergleich zur um 3  % geschrumpft ist, ist die Gruppe Studie in 2008 um 9  % deutlich gesunken, 11–50 Mitarbeiter um ca. 4  % gewachsen. während die Gruppe der Sicherheitsunter­ Das deutet auf die Etablierung dieser nehmen, die 1 bis 10 Mio. EUR Umsatz Firmen und eine positive Entwicklung hin. er­ irtschaften, um 9  % gewachsen ist. w Diese Verschiebung scheint auf die erfolg- reiche Etablierung der Sicherheitsunter- nehmen zurückzuführen zu sein, die auch schon in der Verschiebung in den Mitar- beiterzahlen zu beobachten war. Die positive solide Gesamtentwicklung im Vergleich zur vorangegangenen Studie untermauert die wirtschaftliche Stärke der Sicherheitsindustrie in Berlin und Brandenburg.
  11. 11. 11 1% 5% 5% 15% 18% 35%bis 1 Mio. EUR 79% bis 10 MA 42%1–10 Mio. EUR 11 – 50 MA10 –100 Mio EUR 51 – 250 MAmehr als 100 Mio EUR mehr als 250 MA Abb. 4: Verteilung der Umsätze in Abb. 5 Verteilung der Mitarbeiterzahlen nach der Sicherheitswirtschaft (Stichprobe 55) Unternehmensgröße Aus der Verteilung der Beschäftigten wird In den großen Unternehmen sind durch­ - deutlich, dass die meisten Mitarbeiter bei den schnitt­ich 950 Mitarbeiter beschäftigt, Kleinst- l großen Sicherheits- und Wachschutzfirmen firmen dagegen haben durchschnittlich angestellt sind. Nur 21 % aller Beschäftigten 5,2 Beschäftigte. in der Sicherheitsbranche sind in kleinen und mittleren Unternehmen mit bis zu 250 Mitar- beitern tätig. Die wenigen großen Firmen sind Arbeitgeber für 79 % aller Erwerbstätigen in dieser Branche. Diese Relation hat sich bestätigt und deutet auf die statistische Belastbarkeit der Ergebnisse im Vergleich zur Erhebung von 2008 hin.
  12. 12. 12 Geschäfts- und Beschäftigten- Noch positiver ist die Umsatzentwicklung, die für 2010 einen deutlichen Sprung entwicklung erkennen lässt. Von besonderem Interesse war, ob sich die Umsatzentwicklung 2008 – 2010 (EUR) Sicherheitswirtschaft stetig weiterentwickelt 940000 hat und welche Treiber das Geschäft voran- 920000 918470 bringen. Die Unternehmenszahlen der letzten 900000 Auswertung zeigten ein kräftiges Wachstum 880000 über dem Durchschnitt der Berliner Industrie. 860000 854251 840000 831823 Dieser Trend konnte durch die Rückläufe 820000 bestätigt werden. Zwar hat sich das Wachs- 800000 tum im Vergleich zum letzten Beobachtungs- 780000 zeitraum leicht abgeschwächt, ist aber trotz 2008 2009 2010 Weltwirtschaftskrise weiterhin positiv. Der deutliche wirtschaftliche Aufschwung 2010 Abb. 7: Umsatzentwicklung in der macht sich mit den vorliegenden Zahlen auch Sicherheitsbranche (Stichprobe 55) in dieser Branche bemerkbar. So kann für die letzten drei Jahre ein positives Wachstum der Beschäftigtenzahlen von 9,2 % konsta­ - Dieses Ergebnis schlägt sich insbesondere tiert werden. in der Wirtschaftsleistung pro Beschäftigtem nieder. So können in allen Größenklassen Zu- Mitarbeiterentwicklung 2008 – 2010 wächse gegenüber 2007 verzeichnet werden, 6800 insbesondere in Unternehmen bis zu 50 Mit­ 6700 6675 arbeitern. Hier erwirtschafteten die Unter- 6600 nehmen durchschnittlich 41 % mehr Umsatz 6500 pro Kopf als vor drei Jahren. 6400 6348 6300 Pro-Kopf-Umsatz (TEUR) 6200 180 6100 6113 160 6000 140 5900 120 5800 100 2008 2009 2010 80 60 Abb. 6: Stellenentwicklung in der Sicherheits- 40 branche (Stichprobe 55) 20 2007 0 2010 bis 10 11 bis 50 51 bis 250 über 250 Abb. 7: Entwicklung des Pro-Kopf-Umsatzes nach Unternehmensgröße (Stichprobe 69 bzw. 55 )
  13. 13. 13Die Homogenität dieser Zahlen über alle GründungsdynamikGrößenklassen spricht für eine repräsentativeund belastbare Stichprobengröße. Das Entstehen neuer Unternehmen hat sichDamit setzte sich der positive Trend der in den letzten zwanzig Jahren kontinuierlichJahre 2003 bis 2007 fort. Dies wird auch durch fortgesetzt. Aus der Angabe des Gründungs-die Gründungsdynamik bestätigt. jahres der Firma auf dem Fragebogen konnte der Saldobestand kumuliert werden. Gründungsdynamik 80 70 60 50 40 30 20 10 0 2004 2005 2006 2007 2008 2009 vor 1990 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2010 Abb. 8: Entwicklung des Unternehmensbestandes (n=74) Seit der Wiedervereinigung hat der Firmenbe- stand in dieser Branche ständig zugenommen. Während die allgemeinwirtschaftliche Entwick- lung in den Jahren 2000 sowie 2009 jeweils einen starken Einbruch aufwies, lässt sich dies für die regionale Sicherheitswirtschaft nicht nachweisen. Vielmehr wächst der Firmensaldo weiterhin. Des Weiteren zeigen die Gründungsdaten, dass die Hälfte der Firmen in den letzten 15 Jahren entstanden ist. Etwa 10 % der Unter- nehmen sind jünger als fünf Jahre. Das spricht für eine anhaltende Gründungs­ y­ amik in d n dieser Branche.
  14. 14. 14 Untersuchungs- Fragenkomplex 1: ergebnisse im Detail Produkte und Leistungen Neben der Erhebung von aktuellen Unterneh- Übersicht mensdaten werden mit dieser Umfrage wie- derum die Geschäftsfelder erfasst sowie die Um einen Überblick zum Leistungsspektrum zu regionale Kompetenzen und die Darstellung erhalten, wurde zuerst nach der Einordnung von Kundengruppen und Märkten abgefragt. in eines der Marktsegmente Sicherheits­ Im Folgenden werden die Ergebnisse in drei technik, IT-Sicherheit oder Sicherheitsdienst- Themenblöcken aufbereitet. Dabei wird auf leistungen gefragt. Je nach Angebotsspektrum kleine und mittlere Unternehmen eingegan- des Unternehmens konnten mehrere tech- gen, die mit 87 % aller Unternehmen knapp nische Lösungen oder Dienste angekreuzt 30 % der Erwerbstätigen in dieser Branche werden. Beschäftigung bieten. Im ersten Themenblock wird eine Zuordnung Sicherheitstechnik zu den Segmenten Sicherheitstechnik, IT- Sicherheitsdienstleistungen Sicherheit und Sicherheitsdienstleistungen IT-Sicherheit vorgenommen. Diese Selbsteinschätzung konnte durch einfaches Ankreuzen erfolgen 0 20 40 60 80 100 120 140 und ermöglichte Mehrfachantworten, auch über die Segmente hinweg. Durch Ergänzun- Abb. 9: Zuordnung der Unternehmen zu den gen konnte das eigene Geschäftsspektrum Teilbranchen (Mehrfachnennung möglich) bei Bedarf noch genauer beschrieben werden. Im zweiten Themenblock wurde nach den Die Selbstbewertung zeigt, dass viele Unter- Zielmärkten der Unternehmen gefragt. Sind nehmen nicht ausschließlich in einem Markt- sie vorwiegend regional, überregional oder segment tätig sind. Zu ihren Produkten bieten international tätig? Hier war der jeweilige sie ergänzend Beratung oder Schulung an. Marktanteil einzutragen. Oder Sicherheitstechnik ist mit IT-Sicherheit verbunden. Der dritte Themenblock untersetzte diese Frage hinsichtlich der Kundengruppen: Werden die Sicherheitsprodukte und -dienste eher dem öffentlichen Bereich, der Industrie oder anderen Kunden angeboten?
  15. 15. 15 Die stärkste Teilbranche nach Unternehmens- Sicherheitstechnik anzahl ist weiterhin die Sicherheitstechnik (45 %). Fast ein Drittel der Firmen bieten Zu jedem der Marktsegmente wurden fünf Sicherheitsdienstleistungen an (29 %) und technische Kategorien vorgegeben, die bei ein Viertel sind im Segment IT-Sicherheit Bedarf ergänzt werden konnten. Diese Spezi- tätig (26 %). Die meisten Beschäftigten (74 %) f ­ ikation wurde von vielen Unternehmen haben die Sicherheitsdienstleister der Region. genutzt, um ihr Produktspektrum genauer zu Gegenüber der Umfrage von 2007 haben beschreiben. Zunächst ergibt sich folgendes sich nur marginale Veränderungen ergeben, Ranking aus den Rückläufen, das gegenüber die statistisch nicht signifikant sind. 2008 nur geringfügige Verschiebungen aufweist: IT Sicherheit Sicherheits- technik Zutrittskontrolle 30 26% Videotechnik 23 45% Biometry, Identity 19 Sensorik 18 Leittechnik 14 Sonstige 25 29% 0 5 10 15 20 25 30 Sicherheits-dienstleistungen Abb. 10: Segmentdarstellung der Abb. 11: Sicherheitstechnische Produkt- Teilbranchen bereiche der Unternehmen in Berlin und Brandenburg (Mehrfachnennung möglich) Danach liefern 30 Unternehmen von insge­ samt 75 Rückläufen in diesem Segment Lösungen für die Zugangskontrollsysteme. 23 Firmen bieten Videotechnik an, gefolgt von 19 mit Biometrielösungen. Unter „Sonstiges“ werden von den Firmen u.a. Produkte zur Brandmeldetechnik, Gefahrenmeldetechnik, Alarmanlagen oder Einbruchsmeldetechnik angegeben. Eine weitere Produktgruppe in diesem Zusammenhang stellen mechanische Lösungen an Fenstern, Türen, Toren, Dreh- kreuzen, Schließanlagen oder Fassaden dar. Weitere Marktsegmente sind Sensorik sowie Leittechnik für Gebäude und Anlagen. Mehr- fachbenennungen belegen, dass die meisten Unternehmen ein erweitertes Produktspekt- rum haben und nicht auf Spezialisierung und Nischenmärkte setzen. Das findet sich auch in den folgenden Abschnitten wieder.
  16. 16. 16 IT-Sicherheit Sicherheitsdienstleistungen Im Segment für IT-Sicherheit sind etwas In diesem Segment sind mehr als 20.000 weniger Unternehmen tätig. Hier liegen Menschen beschäftigt. Es wird durch die 22 Rückläufe vor. Geschäftstätigkeit der großen Sicherheits­ firmen dominiert. Betrachtet man dagegen die Geschäftsfelder der Dienstleister, soVerschlüsselung 60 17 spielt die Beratung in SicherheitsfragenNetzwerksicherheit 16 die größte Rolle.PKI 13 Unter „sonstige“ Services werden u.a.Smart Card 12 Aus- und Weiterbildung oder FahrdiensteVPN 10 angegeben. Gegenüber der Umfrage 2008 haben sichSonstige 7 hier keine Verschiebungen ergeben.0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 Abb. 12: Angebote im Marktsegment Consulting 31 IT-Sicherheit Sicherheits-Audits 14 Risk Management 11 Objekt- und Wachschutz 8 Die meisten technischen Lösungen werden Trust Center 7 für Verschlüsselungstechnik sowie für die Dienstl. Sonstiges 12 Sicherheit von Datennetzen bereitgestellt. Hier ist weiterhin eine eindeutige Stärke in 0 5 10 15 20 25 30 35 der Region. Dazu sind auch die Lösungen für Virtual Private Networks (VPN) zu zählen. Public Key Infrastructures (PKI) sowie Smart Abb. 13: Angebotsspekturn für Card-Lösungen ergänzen das Spektrum an Sicherheitsdienstleistungen IT-Sicherheit. Auch hier bilden die kleinen Unternehmen wieder die stärkste Gruppe der Anbieter. Unter „Sonstiges“ werden u.a. Sicherheitslösungen für mobile Anlagen angegeben.
  17. 17. 17 Fragenkomplex 2: Fragenkomplex 3: Zielmärkte Zielkunden In diesem Fragekomplex wurden die Unterneh- Ergänzend zu den Aussagen über die Absatz- men gebeten, ihre Zielmärkte genauer anzu- regionen wurde im Themenkomplex 3 genauer geben und Umsatzanteil dafür zu beziffern. nach den Zielkunden gefragt. Hier wurden Dabei gibt es die Extremfälle, dass Unterneh- sechs wichtige Branchen vorgegeben, die als men nur regional operieren oder weltweit Nachfrager von Sicherheitslösungen bekannt aufgestellt sind. Im Durchschnitt stellt sich der sind. Aus den Rückläufen von 2008 kam der deutsche Sicherheitsmarkt als die wesentliche Banken- und Versicherungsbereich für eine Zielregion heraus. weitere Profilierung der Umfrage hinzu.International 18% Industrie 60 Öffentliche Sicherheit 59 35% Regional Infrastruktur 43 Banken, Versicherungen, Handel 40 Logistik 32 Gesundheit 30 Sonstige 14 47% 0 10 20 30 40 50 60 70 Überregional Abb. 15: Zielbranchen der Abb. 14: Zielmärkte der Berliner und Sicherheitsindustrie Berlin-Brandenburg Brandenburger Sicherheitsanbieter (Mehrfachantworten waren möglich) Für die Mehrheit der Firmen (47 %) ist der Die Industrie erweist sich weiterhin als stärks- nationale Markt weiterhin die wichtigste ter Abnehmer von Sicherheitslösungen. Die Be- Absatzregion. 35 % der Unternehmen kon­ hörden für Ordnung und Sicherheit (BOS) sind zentrieren sich auf den regionalen Markt in die zweitwichtigste Kundengruppe. Infrastruk- Berlin und Brandenburg. Der Anteil der turbetreiber, wie Energie, Wasser, Nah- und weltweit tätigen Firmen hat sich mit 18 % Fernverkehr, kommen an dritter Stelle. Dicht gegenüber der Umfrage 2008 verdoppelt, gefolgt vom Banken- und Versicherungssektor. damals lag er bei nur 9 % . Unter „Sonstige“ werden z.B. Handel und Ernährung benannt, die diese Säule weiter Dieses Bild wird im Wesentlichen durch die stärken. kleinen und mittleren Unternehmen geprägt. Dagegen ist das Bild bei Großunternehmen un- Der öffentliche Bereich wird zu gut einem einheitlich: die Regionalteams und Filialen von Fünftel als wichtiger Kunde angesehen, den großen Sicherheitsfirmen sind überwiegend größten Abnehmer von Sicherheitslösungen auf den regionalen Markt ausgerichtet, Firmen bilden weiterhin die Industrie, Infrastruktur­ mit Stammsitz Berlin sind dagegen weltweit betreiber sowie die Banken und Versiche- orientiert. rungen. Damit ist der Anteil des öffentlichen Sektors gegenüber der Umfrage von 2008 etwas zu­ ückgegangen, die Bedeutung von r Industrie und Infrastrukturbetreibern ist stabil.
  18. 18. 18 Hochrechnung auf die Somit kann für 250 Unternehmen der Sicher- heitswirtschaft in Berlin und Brandenburg im Sicherheitswirtschaft Jahr 2010 ein Umsatz von 3 Mrd. EUR und eine Berlin-Brandenburg Beschäftigtenzahl von 27.000 Mitarbeitern abgeschätzt werden. Die Ausgangsliste für den Versand der Frage­ bögen, die Rückläufer und Irrläufer sowie Damit hat sich der Firmenbestand gegenüber die Kontakte mit Unternehmen ergeben eine 2007 von 220 auf 250 Unternehmen erhöht. belastbare Anzahl von 260 Unternehmen Dies korreliert gut mit der Gründungsdynamik in der Region, die zur Sicherheitswirtschaft in der Region. Wesentliche Entwicklungen sind zählen. Da hinsichtlich der Unternehmens­ aber der Zuwachs an Wirtschaftsleistung pro zahlen nur 55 auswertbare Bögen vorlagen, Beschäftigtem von 94,7 T EUR auf 111,5 T EUR die einen Umsatz von 935 Mio. EUR und eine und der damit insgesamt ge­ ach­ ene Umsatz. w s Beschäftigtenzahl von 8390 Mitarbeitern Auch die Beschäftigten­ ahl hat von 24.600 auf z repräsentieren, ist auf der Basis der 2010er 27.000 deutlich zugenommen. Da die großen Daten eine Hochrechung auf die konservative Sicherheitsdienstleister in den letzten Jahren Gesamtzahl von 250 Unternehmen vorge­ geringfügig Personal abgebaut haben (–1,5 %), nommen worden. kann somit ein deutlicher Personalzuwachs in Diese stützt sich auf die Größenproportion der den Teilsegmenten Sicherheitstechnik und Unternehmen in dieser Branche, den Umsatz IT-Sicherheit konstatiert werden. pro Mitarbeiter in den jeweiligen Größenklas- sen, den Umsatz pro Unternehmen in den Größenklassen sowie die tatsächliche Anzahl großer Unternehmen in der Region. Gegen­­ - über der Stichprobe (s. Tab. 1) ist der Anteil der mittleren und großen Unternehmen verrin- gert, der Anteil von kleinen und Kleinstunter- nehmen angehoben. Größenklasse Anzahl Anteil % Umsatz T € Beschäftigte bis 10 89 35,6 52.822 460 11-50 88 35,2 246.327 1.931 51-250 53 21,2 849.652 5.508 250 20 8,0 1.946.923 19.006 Gesamt 250 100 2.998.907 26.904 Tab. 2: Hochrechnung von Wirschaftsleistung und -beschäftigung auf Basis der Größenstruktur
  19. 19. 19ZusammenfassungDie Umfrage bestätigt im Wesentlichen das Stärkster Absatzmarkt von Sicherheitslösun-Bild und die Trends der regionalen Sicherheits- gen ist die Industrie. Der öffentliche Bereichindustrie in Berlin und Brandenburg von 2008. hat einen Anteil von gut einem Fünftel.Bei einer etwas geringeren Rücklaufquotevon 48 % konnten belastbare Aussagen für Dabei bildet der deutsche Markt die wesent­die Branche gewonnen werden. liche Zielregion ab. Bereits für 18 % der Unter-Die Segmente Sicherheitstechnik, IT-Sicher­ nehmen ist das Ausland eine Zielregion,heit und Sicherheitsdienstleistungen werden das ist eine Verdoppelung gegenüber 2007.jeweils von etwa einem Drittel der Unterneh- 35 % der Unternehmen haben den regionalenmen besetzt. Allerdings dominieren die großen Markt im Fokus.Sicherheitsdienstleister das Stellenangebot.Knapp drei Viertel aller Beschäftigten sind bei Eine Hochrechnung ergibt für die Regionihnen angestellt. Dieser Niedriglohnsektor – 250 Unternehmen mit einem Umsatz vontrotz Mindestlohn – bestimmt dann auch den 3 Mrd. EUR und 27.000 Mitarbeitern für dasdurchschnittlichen Pro-Kopf-Umsatz. Dieser Jahr 2010. Damit setzt sich die 2007 kon­ist seit 2007 um fast 18 % auf 111,5 T EUR statierte Wachstumsdynamik für die zivilegestiegen und liegt damit etwa doppelt so Sicherheit in Berlin und Brandenburg fort.hoch wie die durchschnittliche Berliner Wirt-schaftsleistung pro Beschäftigtem. Die Bran-che zeigt insgesamt eine hohe Dynamik.So ist die Hälfte aller Firmen in den vergange-nen fünfzehn Jahren gegründet worden, 10 %der Unternehmen sind jünger als fünf Jahre.Die Größenstruktur wird nicht durch Kleinst-firmen – wie im Länderschnitt – bestimmt.Vielmehr gibt es in diesem Segment im Ver­-gleich zu allen Branchen deutlich mehr mitt-lere und große Unternehmen. Ihre Anzahlund Wirtschaftsleistung haben zugenommen.Dies spiegelt sich auch in der Umsatzstrukturwider.
  20. 20. 20 Fragebogen Sicherheitswirtschaft 2011 Dieser Fragebogen bildet die Grundlage für die Befragung. Die Rückläufe wurden ausgewertet und bilden die Zahlenbasis für diesen Report. 1. Welche Produkte oder Dienstleistungen bietet Ihr Unternehmen im Sicherheitsmarkt an? Sicherheitstechnik IT-Sicherheit Dienstleistungen Zutrittskontrolle Netzsicherheit Consulting Sensorik Verschlüsselung Sicherheits-Audits Videotechnik VPN Risk Management Biometrie, Identity Smart Card Trust Center Leittechnik PKI Objekt- und Wachschutz … … … 2. Welches sind Ihre Spitzenangebote? 3. Benennen Sie bitte ausgewählte Referenzen 4. Welche Märkte adressieren Sie? Welche Anteile haben Sie bei Ihren Produkten/Services? Regional % Überregional % International % 5. Welches sind Ihre Zielbranchen? Industrie Öffentliche Infrastruktur- Gesundheit Logistik Banken, … Sicherheit betreiber Versicherung, Handel b) Welchen Anteil haben Sicherheitsprodukte/Dienste an Ihrem Gesamtumsatz? Unter 50 % mehr als 50 % c) Wie gewichten Sie die Umsatzanteile Ihrer Produkte oder Dienstleistungen in den Feldern Security (Schutz vor primär absichtlich verursachten Schäden) und Safety (Schutz vor primär unabsichtlich verursachten Schäden): Security: % Safety: % 6. Unternehmensangaben: Jahr Umsatz (T EUR) Beschäftigte 2008 2009 2010
  21. 21. 21 Marktübersicht Kontrollen und Gefahrstoff-/Elementeerkennung 830 Mio. EUR(4%) Ermittlungen, Forensik Identifikation, 800 Mio. EUR (4%)Authentifizierung inkl. Ausstattung für Tätige im Bereich Biometrie und RFID zivile Sicherheit (Polizei, Feuerwehr, THW, Sicherheitsdienste) 920 Mio. EUR (5%) 2330 Mio. EUR (11%) Systeme, Technologien und Dienstleistungen zur Information und Kommunikation über Gefährdung bzw. im Gefährdungsfall 2000 Mio. EUR (10%) Systeme, Technologien und Dienstleistungen zum Schutz vor Diebstahl, Einbrüchen und Überfällen inkl. Videosysteme 7130 Mio. EUR (35%) IT-Sicherheit4750 Mio. EUR (23%) Systeme, Technologien und Dienstleistungen zum Schutz vor Brand, Gas, Rauch 1610 Mio. EUR (8%)Abb.16: Sicherheitsmarkt in Deutschland 2008, Gesamtvolumen 20,3 Mrd. EURQuelle: ASW u. VDI/VDE: Marktpotenzial von Sicherheitstechnologienund Sicherheitsdienstleistungen, Berlin 2008 Bewachung inkl. Dienstleistungszentrale elektronische 4,4 Mrd. (43%) Gefahren- meldeanlagen 2,5 Mrd. (24%) sonstigeelektronische Sicherheits- anlagen sonstige Die Sicherheitsdienstleistungen stellten0,8 Mrd. (8%) Sicherheitstechnik mit 4,4 Mrd. EUR (2009) das größte Segmentstationare Löschanlagen 0,6 Mrd. (6%) 0,4 Mrd. (4%) des Sicherheitsmarktes in Deutschland dar. mechanische Mit deutlichem Abstand folgten elektronische Schlösser und Beschläge Außenhautsicherung 0,8 Mrd. (8%) 0,6 Mrd. (6%) Sicherheitstechnik von Brandmeldern über Geldschränke, Tresore Zugangssysteme bis hin zu Videotechnik 0,2 Mrd. (2%) (2,5 Mrd. EUR). Mechanische Sicherheits- lösungen, wie Schlösser, Beschläge, TresoreAbb.17: Sicherheitsmarkt in Deutschland 2009, oder Schutzsysteme gegen das unbefugteGesamtmarkt: 10,30 Mrd. Euro Eindringen, stellten ein MarktsegmentQuelle: Bund Deutschscher Wach- und von 1,6 Mrd. EUR dar.Sicherheitsunternehmen, 2010 Für 2015 wird durch ASW und VDI/VDE ein Wachs­ um des Gesamtmarkts auf mehr t als 30 Mrd. EUR geschätzt. Wachstums- treiber sind Identifikationssysteme und IT-Sicher­ eit. h
  22. 22. 22 Projekt Zukunft ist die landesweite Senats- Unter der Marke SIGNUM (Sichere Identität, initiative für den Strukturwandel Berlins zur gesicherte Netze und Umgebung) hat sich Informations- und Wissensgesellschaft. Ziel die Region 2009 um einen Spitzencluster des ist die Entwicklung der Stadt zu einem inter- Bundesforschungsministeriums beworben. Die national anerkannten, wettbewerbsfähigen Bewerbungsunterlage war in drei Teilcluster und attraktiven Standort. Projekt Zukunft mit den Themen „Sichere Identität“, „Kritische fördert die Zukunftsbranchen der Medien-, Infrastrukturen“ und „Integrierte Ausbildung IT- und Kreativwirtschaft und vernetzt sie mit und Qualifizierung“ gegliedert und folgte Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Durch damit Vorschlägen aus dem „Masterplan Strategien, Initiativen und Projekte, Public- Sicherheitswirtschaft und -forschung Berlin- Private-Partnerships, Veranstaltungen, Brandenburg“ aus dem Jahr 2008. Informationskampagnen und Publikationen unterstützt Projekt Zukunft technologische, Insgesamt brachten sich 124 Partner in die wirtschaftliche und gesellschaftliche Innova- Bewerbung ein. Darunter waren 64 kleine und tionen und verbessert so die Rahmenbedin- mittlere Unternehmen, 27 Großunternehmen, gungen für die Wachstumsfelder der Stadt. 21 Behörden und 11 Forschungseinrichtungen Konkrete Aktivitäten und Maßnahmen der aus der Region. Es wurde ein Gesamtvolumen IT-Strategie sind mit dem Land Brandenburg von 118 Mio. EUR in den Teilclustern und abgestimmt und bilden sich in zahlreichen deren Teilprojekten dargestellt. Handlungsfeldern, zu denen auch „Sicherheit mit IT/IT-Sicherheit“ zählt, ab. Die Bewerbung hat großes Engagement in der Region ausgelöst, die Dachmarke SIGNUM Projekt Zukunft ist in der Senatsverwaltung bewirkt bis heute eine starke Identifikation. für Wirtschaft, Technologie und Forschung angesiedelt – fachlich und organisatorisch Viele der geplanten Projekte konnten zwi- im Referat für Medien-, IKT- und Kreativ- schenzeitlich umgesetzt werden. Der Fraun- wirtschaft. hofer Innovationscluster „Sichere Identität“ Zahlreiche Institutionen, Organisationen oder der Verein „Kompetenzzentrum Kritische und Einzelpersonen aus Wirtschaft, Politik, Infrastrukturen“ sind ein Beleg für die Leben- Verwaltung, Wissenschaft und Kultur digkeit dieser Idee. Forschung und Ausbildung engagieren sich. Projekt Zukunft ist das an den Bildungseinrichtungen sind breiter größte Kommunikations- und Fördernetzwerk geworden, die Ansiedlung der Forschungs- der Stadt mit einem breiten Leistungsport- stelle der Sicherheitswirtschaft (FORSI), die folio. Einrichtung von Stiftungsprofessuren oder das Sicherheitsforschungskolloquium der Helmholtz Research School, des DLR e.V. so- wie der Technischen Universität Berlin stellen Kompetenz und Attraktivität der Region unter Beweis. Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung Dr. Wolfgang Both Medien und Informationswirtschaft Martin-Luther-Straße 105 10825 Berlin Tel +49 30 9013-8257 / Fax -7478 Wolfgang.Both@senwtf.berlin.de www.berlin.de/projektzukunft www.sicherheit.berlin-bandenburg.de
  23. 23. Die Berlin Partner GmbH ist die zentraleAnlaufstelle in Berlin, die auswärtige Unter-nehmen bei der Ansiedlung unterstützt,Berliner Unternehmen bei Standortsicherungund -entwicklung begleitet und den Stand-ort Berlin vermarktet.Mehr als 170 namhafte deutsche und inter-nationale Privatunternehmen unterstützenBerlin Partner in einer public private partner-ship. Die Gesellschaft ist vom Berliner Senatmit dem Hauptstadt- und Standortmarketingbeauftragt. Berlin Partner kommuniziertdie Stärken und Zukunftschancen der Stadt,entwickelt Kommunikationskampagnen,organisiert Veranstaltungen und Netzwerkefür Berlin.Unternehmen bietet Berlin Partner umfas-senden und kostenfreien Service rund umAnsiedlung, Standortsicherung und Expansion.Alle wichtigen Wirtschaftsinformationen sindim Berlin Business Location Center abrufbarund spezielle Produkte, wie Immobilienpor-tal, Business Welcome, Business Financing,Business Locating oder Business RecruitingPackage, unterstützen bei der Ansiedlungoder der Firmenerweiterung.Berlin Partner GmbHDorota Thiel-JankiewiczUnternehmensservice Sicherheits-und IuK-IndustrieFasanenstraße 8510623 BerlinTel +49 30 39980-262 / Fax -239Dorota.Thiel-Jankiewicz@berlin-partner.dewww.berlin-partner.dewww.businesslocationcenter.de
  24. 24. Berlin Partner GmbHLudwig Erhard Haus | Fasanenstraße 85 | 10623 BerlinTel +49 30 39980-0 | Fax -239info@berlin-partner.de | www.berlin-partner.dewww.businesslocationcenter.de© 11/2011

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