Der Gastarbeiter
braucht Pflege
Ali Celik
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Transkulturell
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auf ihre Gemeinsamkei...
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Die Ausgangslage
Vor gut 55 Jahren kamen die ersten „Gastarbeiter“
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Die Ausgangslage
1955 schloss Deutschland das erste
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Die Ausgangslage
Keiner sollte und wollte sich „integrieren“
Die Gastarbeiter sollten und wollten wieder in
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in Deutschland
Man hat sich hier was „aufgebaut“
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Aus demographischer Sicht:
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Krankheit und Pflegebedürftigkeit
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Kommunikation
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Kommunikation
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Migration sind noch recht frisch
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Bei beiden Geschlechtern sollte der Scham-
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Da vor jeder Gebetszeit (bis zu 5 täglich) eine
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Ali Celik
Mit laufendem Wasser waschen
Intimhygiene immer mit Wasser, dabei z.B. bei
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Ali Celik
Beim Waschen wird viel Seife/Schaum und
Wasser verbraucht
Es wird in der Regel nicht gebadet, nur
geduscht
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Ali Celik
Kulturelle Orientierung ist
wichtig für eine individuelle
und für alle Beteiligten
zufriedenstellende Pflege
Ali Celik
Vielen Dank für
Ihre Aufmerksamkeit
Ali Celik
Pflegezentrum Krefeld
PFLEGE optimal GmbH
Krützpoort 1
47804 Krefeld
Tel.: 02151 / 711025
celik@pflege-optimal.d...
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Ali Celik: "Der Gastarbeiter braucht Pflege"

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Vortrag von Ali Celik auf dem Niederrheinischen Pflegekongress 2009 in Krefeld.

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Ali Celik: "Der Gastarbeiter braucht Pflege"

  1. 1. Der Gastarbeiter braucht Pflege Ali Celik
  2. 2. Ali Celik Abgrenzung der Begriffe… Transkulturell Hier stehen die verschiedenen Kulturen im Hinblick auf ihre Gemeinsamkeiten im Vordergrund. Interkulturell Hier richtet sich der Blick mehr auf die kulturell bedingten Unterschiede.
  3. 3. Ali Celik Die Ausgangslage Vor gut 55 Jahren kamen die ersten „Gastarbeiter“ nach Deutschland Der 1 Millionste Gastarbeiter Herr Rodrigues (1964). Er wurde bei seiner Ankunft in Deutschland mit einem Blumenstrauß begrüßt und bekam ein Moped geschenkt.
  4. 4. Ali Celik Die Ausgangslage 1955 schloss Deutschland das erste Anwerbeabkommen mit Italien ab, es folgten Spanien, Griechenland, die Türkei, Marokko und 1964 Portugal Nach und nach kamen die Ehefrauen nach und dann kamen die ersten „Ausländerkinder“ in Deutschland zur Welt
  5. 5. Ali Celik Die Ausgangslage Keiner sollte und wollte sich „integrieren“ Die Gastarbeiter sollten und wollten wieder in ihre Heimat Das Ziel wieder in die Heimat zu gehen ist immer noch da, wird aber nur sehr selten umgesetzt Aus verschiedenen Gründen…
  6. 6. Ali Celik Die Kinder, Enkel und Urenkel sind in Deutschland Man hat sich hier was „aufgebaut“ Das Gesundheitssystem in das man auch jahrzehntelang eingezahlt hat, ist besser
  7. 7. Ali Celik Aus demographischer Sicht: Nach einer Studie des Statistischen Bundesamtes 2006 besitzen 7,3 Mio (8,8%) der Bundesbürger eine ausländische Staatsangehörigkeit 15,3 Mio. Menschen weisen einen sogenannten “Migrationshintergrund” auf.
  8. 8. Ali Celik Aus demographischer Sicht: Lebten 2003 knapp 800 000 Migranten über 60 Jahre in Deutschland, werden es 2010 rd. 1,3 Millionen sein.
  9. 9. Ali Celik Anteil der Migranten in Deutschland in % 6 30 18 28 7 11 EU Asien Türkei Afrika Ehem.Jugoslawien Ehem.UdSSR
  10. 10. Ali Celik Aus medizinischer und pflegefachlicher Sicht: Der Mangel an sprachlicher und kultureller Verständigung führt in allen Bereichen der gesundheitlichen Versorgung zu Informations- defiziten Falsche pflegerische und medizinische Handlungsansätze können die Folge sein
  11. 11. Ali Celik Aus medizinischer und pflegefachlicher Sicht: Ein falscher Ansatz produziert… Fehldiagnosen lange Liegezeiten „Non-Compliance“ zusätzliche kostspielige Apparatebefunde
  12. 12. Ali Celik Aus medizinischer und pflegefachlicher Sicht: Ein falscher Ansatz produziert… Drehtüreffekte „Doctorhopping“ Gabe von Medikamenten aus Hilflosigkeit Gesundheitsprozess wird verlangsamt
  13. 13. Ali Celik Vorurteile? Wertvorstellungen? Mentalität?
  14. 14. Ali Celik Der typische Deutsche?
  15. 15. Ali Celik
  16. 16. Ali Celik Die typische Türkin?
  17. 17. Ali Celik
  18. 18. Ali Celik Die verschiedenen Kulturen haben verschiedene Ansichten von Krankheit und Pflegebedürftigkeit
  19. 19. Ali Celik Krankheit wird gerade bei Menschen aus dem asiatischem und afrikanischem Raum oft als bedrohlich empfunden und gilt als exogen verursacht Prävention spielt keine große Rolle! Strafe…Schicksal…
  20. 20. Ali Celik Kommunikation ► Muttersprache vermittelt Vertrauen ► Emotionen können oft nur in der Muttersprache vermittelt werden ► Sämtliche Erhebungen, die zur Pflege und medizinischen Versorgung nötig sind, wären in der Muttersprache des Patienten wertvoller
  21. 21. Ali Celik Kommunikation ► Die Erkenntnisse beim Thema Demenz und Migration sind noch recht frisch ► Aber festzustellen ist, dass die hinzu gelernte Sprache teilweise bis ganz vergessen wird
  22. 22. Ali Celik Viel Besuch bedeutet Wertschätzung und sollte als Ressource gesehen und genutzt werden
  23. 23. Ali Celik Nur Fleisch, das rituell geschlachtet, also geschächtet wurde, ist für Angehörige des muslimischen Glaubens erlaubt und wird ‘halal’ genannt. Anderes Fleisch wird nicht verzehrt – besonders kein Schweinefleisch. Muslime trinken keinen Alkohol. Ernährung
  24. 24. Ali Celik Hierauf können wir achten, wenn „unser“ Patient ins Krankenhaus kommt: Es kommt vor, dass das angebotene Essen stehen gelassen wird, weil es in der Zubereitung nicht ihren Gewohnheiten entspricht. Oft bringen Angehörige ihnen Essen mit, das zu Hause zubereitet wurde. Ernährung
  25. 25. Ali Celik Der Intimbereich einer moslemischen Frau, darf auch nur von einer Frau gesehen bzw. behandelt werden. Ebenso ist es beim moslemischen Mann. Der Intimbereich kann je nach Tradition den ganzen Körper betreffen Selbst das Blutdruck messen oder die Wund- behandlung kann als Eingriff in den Intimbereich empfunden werden Intimbereich
  26. 26. Ali Celik Bei Frauen ist das Tragen eines Kopftuches oft ein wichtiger Bestandteil des Glaubens. Ebenso sollte Ihre Kleidung nicht körperbetonend sein Bei den Männern sollten nur der Unterarm, und allenfalls die Waden zum Vorschein kommen. Kleiden
  27. 27. Ali Celik Bei beiden Geschlechtern sollte der Scham- haarbereich, wie auch die Achselbehaarung stets entfernt werden. Traditionell wird "fließendes Wasser" zur Reinigung verwendet, kein "stehendes". Hygiene
  28. 28. Ali Celik Da vor jeder Gebetszeit (bis zu 5 täglich) eine Reinigung erfolgen muss, sind bei hilfebedürftigen Muslimen das Gesicht, die Ohren, die Hände bis zum Ellebogen und die Füße zu waschen. Auch vor jeder Mahlzeit muss einem Muslim die Möglichkeit gegeben werden, sich die Hände zu waschen. Hygiene
  29. 29. Ali Celik Bei der Begrüßung sensibel sein und herausfinden, ob man nichtgleichgeschlechtlichen Personen die Hand reichen sollte Schuhe ausziehen (dabei Arbeitsschutz beachten! z.B. mit Überziehschuhen) Bei der Grundpflege nur das nötigste an Haut unbedeckt lassen Nützliche Tipps…
  30. 30. Ali Celik Mit laufendem Wasser waschen Intimhygiene immer mit Wasser, dabei z.B. bei der aktivierenden Pflege nicht die rechte Hand der Pflegebedürftigen einsetzen Gegessen und getrunken wird nur mit der rechten Hand Nützliche Tipps…
  31. 31. Ali Celik Beim Waschen wird viel Seife/Schaum und Wasser verbraucht Es wird in der Regel nicht gebadet, nur geduscht Beim Duschen wird möglicherweise die Unterwäsche nicht ausgezogen Nützliche Tipps…
  32. 32. Ali Celik Kulturelle Orientierung ist wichtig für eine individuelle und für alle Beteiligten zufriedenstellende Pflege
  33. 33. Ali Celik Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
  34. 34. Ali Celik Pflegezentrum Krefeld PFLEGE optimal GmbH Krützpoort 1 47804 Krefeld Tel.: 02151 / 711025 celik@pflege-optimal.de www.pflege-optimal.de www.niederrheinischer-pflegekongress.de KONTAKT

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