Werkstatthandbuch zx 6-r_p__2007_2008_

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Werkstatthandbuch zx 6-r_p__2007_2008_

  1. 1. Ninja ZX-6R MotorradWerkstatt-Handbuch
  2. 2. Handbuchübersicht Allgemeine Hinweise 1 j Regelmäßige Wartung 2 j Kraftstoffanlage (DFI) 3 j Kühlsystem 4 j Motoroberseite 5 j Kupplung 6 j Motorschmieranlage 7 j Ausbau/Einbau des Motors 8 j Kurbelwelle/Getriebe 9 j Räder/Reifen 10 j Achsantrieb 11 j Bremsen 12 j Federung 13 j Lenkung 14 j Rahmen 15 jDiese Kurzanleitung soll lhnen helfen,das gewünschte Thema oder die Elektrik 16 jgewünschte Vorgehenswise zu finden.•Die Seiten zurückbiegen, bis die schwarze Zunge mit der gewünschten Anhang 17 j Kapitalnummer mit der schwarzen Registerzunge am Rand jeder Tabelle auf der lnhaltseite übereinstimmt.•Das spezielle Thema finden Sie dann in der Tabelle mit dem Abschnittin- halt mit genauen Seitenangaben zum gesuchten Thema.
  3. 3. Ninja ZX-6R Motorrad Werkstatt-Handbuch Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Publikation darf ohne die schriftliche Genehmigung von QualityAssurance Division/Consumer Products & Machinery Company/Kawasaki Heavy Industries, Ltd., Japanreproduziert, gespeichert oder in irgendeiner Form als elektronisch-mechanische Fotokopie, Aufzeichnungoder sonst wie übertragen werden. Es kann keine Haftung für Ungenauigkeiten oder Auslassungen in diesen Unterlagen übernommenwerden, auch wenn jede erdenkliche Sorgfalt ergriffen wurde, um Vollständigkeit und Genauigkeitsicherzustellen. Alle Rechte zur Änderung ohne vorherige Mitteilung jederzeit vorbehalten; zudem wird keineVerpflichtung übernommen, solche Änderungen auch an bereits hergestellten Produkten vorzunehmen.Aktuelle Informationen über Produktverbesserungen nach Datum der Drucklegung dieser Unterlagenerhalten Sie von Ihrem Motorradhändler. Alle Informationen in diesen Unterlagen beruhen auf den aktuellen Produktinformationen zum Zeitpunktder Drucklegung. Abbildungen und Fotos in diesen Unterlagen dienen nur zur Bezugnahme und müssennicht alle Details der aktuellen Modelle wiedergeben.© 2007 Kawasaki Heavy Industries, Ltd. Erste Ausgabe (1): 30. Jan. 2007
  4. 4. VERZEICHNIS DER ABKÜRZUNGENA Ampere lb PfundABDC Nach unterem Totpunkt m MeterAC Wechselstrom min MinutenATDC Nach oberem Totpunkt N NewtonBBC Vor unterem Totpunkt Pa PascalBDC Unterer Totpunkt PS LeistungVorunterem Vor oberem Totpunkt psi Pfund pro QuadratzollTotpunkt°C Grad Celsius r UmdrehungDC Gleichstrom U/min Umdrehungen pro MinuteF Farad TDC Oberer Totpunkt°F Grad Fahrenheit TIR Maximaler AnzeigewertFuß Fuß V Voltg Gramm W Watth Stunde Ω OhmL Liter LÄNDER- UND GEBIETSKENNZAHLENAU Australien MY MalaysiaCA Kanada US Vereinigte Staaten Typengenehmigung für dasCAL Kalifornien WVTA GesamtfahrzeugFR Frankreich
  5. 5. INFORMATIONEN ZUM ABGASREINIGUNGSSYSTEM Zum Schutz der Umwelt hat Kawasaki einen Emissionsfilter für das Kurbelgehäuse (1) und eine Abgasemissionsanlage (2) entsprechend den geltenden Vorschriften der US-Umweltschutzbehörde und der kalifornischen Umweltschutzbehörde vorgesehen. Außer- dem hat Kawasaki eine Absauganlage für Kraftstoffdämpfe (3) entsprechend den geltenden Vorschriften der kalifornischen Umweltschutzbehörde für in Kalifornien zum Verkauf angebotene Fahrzeuge vorgesehen. 1. Emissionsfilter für das Kurbelgehäuse Dieses System verhindert, dass Dämpfe aus dem Kurbelgehäuse in die Atmosphäre austreten. Die Dämpfe werden stattdessen durch einen Ölabscheider zur Einlassseite des Motors geleitet. Bei laufendem Motor werden die Dämpfe in die Brennkammer eingesaugt und dort zusammen mit dem Kraftstoff und der Luft der Kraftstoffeinspritzanlage verbrannt. 2. Abgasemissionsanlage Diese Anlage verringert die Verschmutzung der Atmosphäre durch die Abgase dieses Mo- torrades. Die Kraftstoffanlage, die Zündanlage und die Abgasanlage dieses Motorrads wurden sorgfältig konzipiert und so gestaltet, dass ein effektiver Motorbetrieb bei niedrigen Abgaswerten sichergestellt ist. Die Abgasanlage dieses Motorrads, die vorwiegend für den Verkauf in Kalifornien produziert wird, besitzt einen Katalysator. 3. Tankdunstsystem Durch Verdunstung des Kraftstoffs entstandene Dämpfe der Kraftstoffanlage werden nicht an die Atmosphäre abgegeben. Die Kraftstoffdämpfe werden stattdessen in den laufenden Motor geleitet und dort verbrannt oder bei gestopptem Motor in einem Behälter gespeichert. Der flüssige Kraft- stoff wird durch einen Dunstabscheider zurückgehalten und zum Kraftstofftank zurückgeleitet. Im "Clean Air Act", dem Bundesgesetz zur Reinhaltung der Luft von Abgasen, ist festgelegt, was unter “unbefugter Eingriff/Manipulationen” zu verstehen ist. “Abschn. 203(a) Die folgenden Handlungen sind daher untersagt: (3)(A) Es ist allen Personen (einschl. Hersteller und Händler) untersagt, Geräte oder konstruk- tive Elemente eines neuen Fahrzeugs oder Fahrzeugmotors, die gemäß dieser Regularien zur Reinhaltung der Luft dienen, vor oder nach dem Verkauf oder der Auslieferung an den Endkunden auszubauen oder unwirksam zu machen. (3)(B) Es ist allen Personen, die Fahrzeuge bzw. Fahrzeugmotoren reparieren, warten, verkaufen, verleasen oder damit handeln oder eine Fahrzeugflotte unterhalten, untersagt, wissentlich Geräte oder konstruktive Elemente eines Fahrzeugs oder Fahrzeugmotors, die unter diese Regularien fallen, nach dem Verkauf oder der Auslieferung an den Endkunden auszubauen oder unwirksam zu machen...” ANMERKUNG○Die Klausel “Gerät oder konstruktives Element entfernen oder unwirksam machen” wird im Allge- meinen wie folgt interpretiert. 1. Unter Manipulationen wird nicht der vorübergehende Ausbau oder die vorüberge- hende Außerbetriebnahme von Geräten oder konstruktiven Elementen bei Wartungsarbeiten verstanden. 2. Manipulationen können sein. a.Fehleinstellungen von Fahrzeugkomponenten, die zur Überschreitung der zulässi- gen Emissionswerte führen. b.Verwendung von Austauschteilen, die die Leistungsfähigkeit und Haltbarkeit des Motorrads negativ beeinflussen. c.Hinzufügen von Komponenten und Zubehör, die zu einer Überschreitung der zuläs- sigen Fahrzeug-Sollwerte führen. d.Permanenter Ausbau, Abklemmen oder Deaktivierung von Geräten oder konstruk- tiven Elementen der Abgasemissionsanlage.WIR EMPFEHLEN ALLEN HÄNDLERN, DIESE REGELUNGEN DES US-BUNDESRECHTES ZU BEACHTEN. DIE VERLETZUNG DIESER REGELUNGEN WIRD ZIVILRECHTLICH
  6. 6. MIT EINER GELDSTRAFE VON BIS ZU ZEHNTAUSEND DOLLAR PRO EINZELFALL BESTRAFT.EINE MANIPULATION DER SCHALLDÄMPFERANLAGE IST UNTERSAGT Das Bundesrecht untersagt folgende Handlungen bzw. die Veranlassung der folgenden Hand- lungen. (1) Keine Person darf, ausgenommen für Wartungszwecke, Reparatur oder Austausch, Geräte oder konstruktive Elemente eines neuen Fahrzeugs, die zur Schalldämpfung dienen, vor dem Verkauf oder der Auslieferung an den Endkunden bzw. während der Nutzung ausbauen oder unwirksam machen und (2) das Fahrzeug verwenden, nachdem ein solches Gerät oder konstruktives Element ausgebaut oder unwirksam gemacht wurde. Zu den Handlungen, die als Manipulationen betrachtet werden, zählen unter Anderem. • Ersetzung einer Original-Abgasanlage oder eines Original-Schalldämpfers durch ein Er- satzteil, das nicht den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. • Ausbau von Schalldämpfer(n) oder internen Schalldämpferkomponenten. • Ausbau des Luftfiltergehäuses oder Gehäusedeckels. • Modifizierungen an den Schalldämpfer(n) oder an der Luftansauganlage durch Schneiden, Bohren oder andere Handlungen, die den Geräuschpegel erhöhen.
  7. 7. Vorwort Dieses Handbuch ist vor allem für geschulteMechaniker in einer Fachwerkstatt gedacht. • Die Arbeitsschritte in diesem Handbuch exakt einhalten. Keine Arbeitsschritte auslassen.Es enthält jedoch genügend Einzelheiten undgrundlegende Informationen, um auch für den • Reparaturprotokolle mit Angaben zu dem Wartungs- und Reparaturarbeiten sowie denFahrzeughalter nützlich zu sein, der einfache Datum und eventuell eingebauten neuenWartungs- und Reparaturarbeiten selbst aus- Teilen vervollständigen.führt. Grundkenntnisse der Mechanik, derordnungsgemäße Umgang mit Werkzeugen,und die Arbeitsschritte in der Werkstatt müssen Verwendung diesesbekannt sein, damit die Wartungs- und Re-paraturarbeiten zufrieden stellend ausgeführt Handbuchswerden können. Wenn der Fahrzeughalter In diesem Handbuch wird das Produkt mit sei-nicht über hinreichende Erfahrung verfügt oder nen Hauptbaugruppen vorgestellt. Jede Haupt-sich nicht sicher ist, ob seine Kenntnisse zur baugruppe entspricht einem Kapitel des Hand-Durchführung der Arbeiten ausreichen, sollte er buchs. In der Kurzanleitung finden Sie alle Sys-alle Einstellungen, Wartungs- und Reparatur- teme des Produkts und können so die einzel-arbeiten qualifizierten Fachleuten überlassen. nen Kapitel leichter finden. Jedes Kapitel be- Um Arbeiten effektiv auszuführen und teure sitzt wiederum ein eigenes, separates Inhalts-Fehler zu vermeiden, den Text gründlich verzeichnis.durchlesen, sich selbst eingehend mit den Wenn Sie zum Beispiel Angaben zur Stab-Arbeitsschritten vertraut machen und erst zündspule benötigen, suchen Sie zuerst in derdann die Arbeiten in einem sauberen Bereich Handbuchübersicht das Kapitel zur Elektrik.mit Sorgfalt beginnen. Wenn Spezialwerk- Schlagen Sie danach das Inhaltsverzeichniszeuge oder besondere Hilfsmittel angegeben auf der ersten Seite des Kapitels auf, bis Siesind, dürfen diese nicht durch behelfsmäßige den Abschnitt zur Stabzündspule gefundenWerkzeuge oder Hilfsmittel ersetzt werden. haben.Präzisionsmessungen können nur vorgenom- Die mit den Symbolen ACHTUNG und VOR-men werden, wenn die richtigen Instrumente SICHT markierten Anweisungen unbedingt ein-eingesetzt werden, und die Verwendung von halten! Stets auf Sicherheit bei Betrieb undBehelfswerkzeugen kann den sicheren Betrieb Wartungsarbeiten achten.beeinträchtigen. ACHTUNG Während der Garantielaufzeit empfeh-len wir, alle Reparaturen und planmäßigen Diese Textstellen weisen auf wichtigeWartungsarbeiten entsprechend diesem Werk- Sicherheitsvorkehrungen hin, derenstatt-Handbuch auszuführen. Werden vom Nichtbefolgung zu KörperverletzungenFahrzeughalter Wartungs- oder Reparatur- und tödlichen Unfällen führen kann.arbeiten nicht oder abweichend von diesemHandbuch durchgeführt, erlischt die Garantie. VORSICHT So wird die maximale Nutzungsdauer des Dieses Symbol verweist auf besondereFahrzeugs erreicht. Hinweise oder Arbeitsschritte, die bei• Die Tabelle zur regelmäßigen Wartung im Werkstatt-Handbuch einhalten. Nichteinhaltung Sachschäden verursa- chen können.• Auf Probleme achten und ggf. eine außer- planmäßige Wartung durchführen. Dieses Handbuch enthält vier weitere Sym- bole (neben ACHTUNG und VORSICHT), mit• Nur zugelassene Werkzeuge und Ka- wasaki-Motorradersatzteile verwenden. Spe- denen die verschiedenen Arten von Informatio- zialwerkzeuge, Lehren und Prüfgeräte, die nen gegliedert werden. für Wartungsarbeiten an den Motorrädern von ANMERKUNG Kawasaki benötigt werden, werden im Hand- ○Anmerkungen enthalten allerlei Nützli- buch vorgestellt. Als Ersatzteile lieferbare ches, besonders Tipps für einen wirt- Originalteile finden Sie im Ersatzteilkatalog. schaftlicheren Betrieb und eine komfor- tablere Bedienung.
  8. 8. • Symbol für einen Arbeitsschritt, der ausge- führt werden muss.○Symbol für einen kleineren Arbeitsschritt bzw. für die Ausführung des Arbeitsschritts. Die- ses Symbol steht auch vor einer ANMER- KUNG. Symbol für eine Voraussetzung oder eine Maßnahme, die von den Ergebnissen der Prüfung oder Durchsicht in dem vorherge- henden Arbeitsschritt oder Teilschritt ab- hängt. In den meisten Kapiteln finden Sie nach demInhaltsverzeichnis Explosionszeichnungen derSystembauteile. In diesen Abbildungen ist an-gegeben, bei welchen Bauteilen ein bestimm-tes Anzugsmoment eingehalten werden mussoder die beim Zusammenbau geölt oder gefet-tet werden müssen.
  9. 9. ALLGEMEINE HINWEISE 1-1 Allgemeine Hinweise INHALTSVERZEICHNIS 1Vorbereitungen vor Beginn der Wartungsarbeiten ................................................................. 1-2Modellkennzeichnung............................................................................................................. 1-8Allgemeine technische Daten ................................................................................................. 1-10Einheitenumrechnungstabelle ................................................................................................ 1-13
  10. 10. 1-2 ALLGEMEINE HINWEISEVorbereitungen vor Beginn der Wartungsarbeiten Vor Beginn einer Prüfung oder Demontage und eines Zusammenbaus am Motorrad die folgen-den Hinweise zu Vorsichtsmaßnahmen durchlesen. Zur Erleichterung der Arbeitsgänge sind, sofernerforderlich, in dem jeweiligen Kapitel Hinweise, Abbildungen, Warnhinweise und ausführliche Be-schreibungen enthalten. In diesem Abschnitt werden die Einzelheiten erläutert, die beim Ausbau undEinbau bzw. bei der Zerlegung und dem Zusammenbau von Teilen besonders zu beachten sind. Insbesondere folgende Hinweise beachten.Batteriemasse Vor der Durchführung von Wartungsarbeiten an dem Mo-torrad die Batteriekabel von der Batterie abklemmen, damitder Motor nicht versehentlich gestartet werden kann. Zu-erst das Massekabel (–) und dann das Pluskabel (+) ab-klemmen. Nach Abschluss der Wartungsarbeiten zuerstdas Pluskabel (+) mit dem Pluspol der Batterie und danndas Minuskabel (–) mit dem Minuspol der Batterie verbin-den.Scharfkantige Teile Große oder schwere Teile mit Handschuhen anheben, umVerletzungen durch scharfe Kanten der Teile zu vermeiden.Lösungsmittel Zur Reinigung von Teilen ein Lösungsmittel mit hohemFlammpunkt verwenden. Das Lösungsmittel mit hohemFlammpunkt entsprechend den Anweisungen des Lö-sungsmittelherstellers einsetzen.Vor der Zerlegung das Fahrzeug reinigen. Vor der Zerlegung das Fahrzeug gründlich reinigen.Schmutz oder andere Fremdkörper, die beim Zerlegen desFahrzeugs in abgedichtete Bereiche gelangen, können zuübermäßigem Verschleiß und Verkürzung der Nutzungs-dauer des Fahrzeugs führen.
  11. 11. ALLGEMEINE HINWEISE 1-3Vorbereitungen vor Beginn der WartungsarbeitenAnordnung und Reinigung von ausgebautenTeilen Ausgebaute Teile können leicht verwechselt werden. DieTeile in der Reihenfolge ablegen, in der sie demontiert wur-den, und vor dem Zusammenbau die Teile reinigen.Lagerung ausgebauter Teile Nach Reinigung aller Teile und aller Teile von Baugruppendie Teile an einem sauberen Ort aufbewahren. Die Teile miteinem sauberen Tuch oder einer Plastikfolie vor Fremdkör-pern schützen, die sich vor dem erneuten Zusammenbauablagern könnten.Prüfung Die erneute Verwendung von verschlissenen oder be-schädigten Teilen kann zu schweren Unfällen führen.Ausgebaute Teile visuell auf Korrosion, Verfärbung undsonstige Schäden untersuchen. Die Grenzwerte der einzel-nen Teile finden Sie in den betreffenden Abschnitten diesesHandbuchs. Teile ersetzen, bei denen Beschädigungenfestgestellt wurden oder deren Grenzwert überschritten ist.Ersatzteile Ersatzteile müssen Originalersatzteile von Kawasaki odervon Kawasaki empfohlene Ersatzteile sein. Dichtungen, O-Ringe, Öldichtungen, Schmierfettdichtungen, Sicherungs-ringe oder Splinte müssen bei jeder Demontage durch neueTeile ersetzt werden.Montagereihenfolge In den meisten Fällen entspricht die Montagereihenfolgeder umgekehrten Reihenfolge der Zerlegung, wird jedoch indiesem Werkstatt-Handbuch eine Montagereihenfolge an-gegeben, sind deren Schritte einzuhalten.
  12. 12. 1-4 ALLGEMEINE HINWEISEVorbereitungen vor Beginn der WartungsarbeitenAnziehreihenfolge Grundsätzlich gilt, dass beim Einbau eines Bauteils mitmehreren Schrauben oder Muttern alle erst in ihren Boh-rungen angefädelt werden müssen, bevor sie festgezogenwerden. Dann die Schrauben bzw. Muttern gemäß vor-gegebener Anziehreihenfolge festziehen, um ein Verziehenvon Gehäusen oder eine Deformierung, die zu Fehlfunktio-nen führen kann, zu vermeiden. Gleichfalls sind beim Lö-sen von Schrauben oder Muttern erst alle um ca. eine Vier-tel Umdrehung zu lösen, bevor sie alle ausgebaut werden.Wenn eine bestimmte Anziehreihenfolge nicht angegebenist, die Schrauben kreuzweise anziehen.Anzugsmoment Ein falsches Anzugsmoment für Schrauben, Mutternoder Schraubenbolzen kann zu schweren Schäden führen.Schrauben mit dem vorgeschriebenen Anzugsmoment undeinem hochwertigen Drehmomentschlüssel festziehen.Kraft Bei Zerlegung und Zusammenbau keine Gewalt anwen-den, dadurch kann es zu kostspieligen oder schwer zu repa-rierenden Schäden kommen. Ggf. Schrauben, auf die einnicht-permanentes Gewindedichtmittel aufgetragen wurde,mit einem Schlagschraubendreher lösen. Ist der Einsatzeines Hammers erforderlich, einen Hammer mit Kunststoff-mantel verwenden.Dichtung, O-Ring Eine Verhärtung, ein Schrumpfen oder die Beschädigungvon Dichtungen und Rundringen nach der Zerlegung kannderen Dichteigenschaften verschlechtern. Die alten Dich-tungen entfernen und die Dichtflächen gründlich reinigen,sodass keine Fremdkörper und kein Dichtmaterial mehrvorhanden sind. Die neuen Dichtungen einbauen und dieverwendeten O-Ringe beim Zusammenbau ersetzen.
  13. 13. ALLGEMEINE HINWEISE 1-5Vorbereitungen vor Beginn der WartungsarbeitenFlüssigdichtung, nicht-permanenteSicherungsmasse Muss eine Flüssigdichtung oder ein Gewindedichtmittelaufgetragen werden, die Oberflächen so reinigen, dass keinRestöl mehr vorhanden ist und erst dann die Flüssigdich-tung oder die nicht-permanente Sicherungsmasse auftra-gen. Diese Mittel sparsam auftragen. Bei überreichlichemAuftrag können Ölkanäle verstopft werden, und es kann zuschweren Schäden kommen.Drückvorrichtung Bei Teilen, beispielsweise Lagern oder Öldichtungen, dieeingepresst werden müssen, den Kontaktbereich mit etwasÖl benetzen. Auf richtige Ausrichtung achten und bei derMontage ruckartige Bewegungen vermeiden.Kugellager und Nadellager Eingepresste Kugel- oder Nadellager nicht ausbauen, essei denn, der Ausbau ist unbedingt erforderlich. Die aus-gebauten Teile in jedem Fall durch neue ersetzen. Die La-ger so einpressen, dass die Markierungen für die Größeund den Hersteller nach außen zeigen. Das Lager durchDruck auf die betreffende Lagerlaufbahn, wie in der Abbil-dung dargestellt, eindrücken. Wird der Druck auf die falsche Lagerlaufbahn ausgeübt,kann es zu einem Druckunterschied zwischen dem innerenund äußeren Laufring und damit zu einer Beschädigung desLagers kommen.Öldichtung, Schmierfettdichtung Eingepresste Öl- oder Schmierfettdichtungen nur aus-bauen, wenn dies unbedingt erforderlich ist. Die ausge-bauten Teile in jedem Fall durch neue ersetzen. NeueÖldichtungen eindrücken, die Herstellermarkierung und dieGrößenangabe müssen nach außen zeigen. Bei der Mon-tage darauf achten, dass die Dichtung richtig ausgerichtetist.
  14. 14. 1-6 ALLGEMEINE HINWEISEVorbereitungen vor Beginn der Wartungsarbeiten Das vorgegebene Schmierfett auf der Lippe des Dicht-rings anordnen, bevor der Dichtring eingebaut wird.Sicherungsringe, Splint Die Sicherungsringe oder Splinte nach dem Ausbau im-mer durch neue Teile ersetzen. Den Sicherungsring bei derMontage nicht zu weit öffnen, um eine Deformation zu ver-meiden.Schmierung Rotierende oder gleitende Teile müssen während desEinbaus geschmiert werden, um den Verschleiß währendder ersten Inbetriebnahme zu minimieren. Die Schmier-punkte sind in diesem Handbuch gekennzeichnet, jeweilsdas vorgeschriebene Öl oder Fett für die Schmierungverwenden.Motordrehrichtung Bei Drehung der Kurbelwelle mit der Hand wirkt sich dasfreie Spiel in Drehrichtung auf die Einstellung aus. Die Kur-belwelle nach rechts drehen (beim Blick auf die Abtriebs-welle in Uhrzeigerrichtung).Verkabelung Eine zweifarbige Ader wird durch die Grundfarbe und dieStreifenfarbe identifiziert. Sofern nicht ausdrücklich andersangegeben, müssen elektrische Adern immer mit Adern dergleichen Farbe verbunden werden.
  15. 15. ALLGEMEINE HINWEISE 1-7Vorbereitungen vor Beginn der WartungsarbeitenInstrument Verwenden Sie ein Messgerät mit ausreichender Genau-igkeit für die Messung. Lesen Sie die Anleitung des Herstel-lers durch, bevor Sie das Messgerät verwenden. FalscheWerte können zu fehlerhaften Einstellungen führen.
  16. 16. 1-8 ALLGEMEINE HINWEISEModellkennzeichnungZX600P7F (Europa) Linke SeitenansichtZX600P7F (Europa) Rechte Seitenansicht
  17. 17. ALLGEMEINE HINWEISE 1-9ModellkennzeichnungZX600P7F (USA und Kanada) Linke SeitenansichtZX600P7F (USA und Kanada) Rechte Seitenansicht
  18. 18. 1-10 ALLGEMEINE HINWEISEAllgemeine technische Daten Teile ZX600P7F (Ninja ZX-6R)Abmessungen Gesamtlänge 2.105 mm Gesamtbreite 720 mm Gesamthöhe 1.125 mm Radstand 1.405 mm Bodenabstand 125 mm Sitzhöhe 820 mm Trockenmasse 167 kg Leermasse: Vorn 101 kg Hinten 99 kg Fassungsvermögen des 17 L KraftstofftanksLeistung Mindestwenderadius 3,4 mMotor Typ 4-Takt - 4 Zylinder-Motor mit doppelter oben liegender Nockenwelle Kühlsystem Flüssigkeitsgekühlt Bohrung und Hub 67,0 × 42,5 mm Hubraum 599 ml Verdichtungsverhältnis 13,3 : 1 Maximale Leistung 91,9 kW (125 PS) bei 14.000 U/min, (FR) 78,2 kW (106 PS) bei 14.000 U/min, (MY) 80,0 kW (109 PS) bei 12.000 U/min, (CA), (CAL), (US) – – – Maximales Drehmoment 66,0 N·m (6,7 kgf·m) bei 11.700 U/min, (FR) 58,4 N·m (6,0 kgf·m) bei 11.700 U/min, (MY) 64 N·m (6,5 kgf·m) bei 12.000 U/min, (CA), (CAL), (US) – – – Gemischaufbereitungssys- FI (Kraftstoffeinspritzung) tem Primär: KEIHIN TTK 38 × 4 Sekundär: KEIHIN Multihole (8 Bohrungen) × 4 Startersystem Elektrostarter Zündanlage Batterie und Spule (Transistorzündung) Zündvoreinstellung Mit moderner Elektronik (Digitalzünder in der ECU) Zündzeitpunkt Von 12,5° v.OT bei 1.300 U/min Zündkerze NGK CR9E Nummerierung der Zylinder Links nach rechts, 1-2-3-4 Zündfolge 1-2-4-3
  19. 19. ALLGEMEINE HINWEISE 1-11Allgemeine technische Daten Teile ZX600P7F (Ninja ZX-6R) Ventilsteuerzeiten: Einlass: Öffnen 41° v. OT Schließen 67° n. OT Dauer 288° Auslass: Öffnen 63° v. UT Schließen 23° n. OT Dauer 266° Schmiersystem Druckumlaufschmierung (Nasssumpf mit Ölkühler) Motoröl: Typ API SE, SF oder SG API SH, SJ oder SL mit JASO MA Viskosität SAE10W-40 Kapazität 3,8 LiterAntriebsstrang Primäre Untersetzung: Typ Zahnradgetriebe Übersetzungsverhältnis 1.900 (76/40) Kupplungstyp Mehrscheiben-Ölbadkupplung Getriebe: Typ 6 Gänge, Dauereingriff, mit Zurückstellung Übersetzungsverhält- nisse: 1. Gang 2.714 (38/14) 2. Gang 2.200 (33/15) 3. Gang 1.850 (37/20) 4. Gang 1.600 (32/20) 5. Gang 1.421 (27/19) 6. Gang 1.300 (26/20) Achsantrieb: Typ Kettenantrieb Übersetzungsverhältnis 2.688 (43/16) Gesamtübersetzung 6,638 im obersten GangRahmen Typ Rohrrahmen, Parallelogramm Nachlauf (Nachlaufwinkel) 25° Nachversetzte Achse 110 mm Vorderreifen: Typ Schlauchlos Größe 120/70 ZR17 M/C (58 W) Hinterreifen: Typ Schlauchlos Größe 180/55 ZR17 M/C (73 W)
  20. 20. 1-12 ALLGEMEINE HINWEISEAllgemeine technische Daten Teile ZX600P7F (Ninja ZX-6R) Felgengröße: Vorn 17 × 3,50 Hinten 17 × 5,50 Vorderrad-Federung: Typ Vorderradgabel (Upside-Down-Anordnung) Federweg 120 mm Hinterradfederung: Typ Schwinge (Uni-Trak) Federweg 133 mm Bremsentyp: Vorn Doppelscheibenbremse Hinten Einzelne ScheibeElektrik Batterie 12 V 8 Ah Scheinwerfer: Typ Asymmetrisch Glühlampe: Hoch 12 V 55 W + 65 W (Quartz-Halogen) Niedrig 12 V 55 W (Quartz-Halogen) Rück-/Bremslicht 12 V 0,1/1,6 W (LED) Lichtmaschine: Typ Dreiphasenwechselstrom Nennleistung 31 A/14 V bei 5.000 U/minBei den technischen Daten sind Änderungen ohne vorherige Information vorbehalten, diese Ände-rungen können je nach Land unterschiedlich sein.
  21. 21. ALLGEMEINE HINWEISE 1-13Einheitenumrechnungstabelle Präfixe für Einheiten Maßeinheiten für die Länge km × 0,6214 = Meile Präfixe Symbol Leistung m × 3,281 = Fuß Mega M × 1.000.000 mm × 0,03937 = in Kilo k × 1.000 Zenti c × 0,01 Milli m × 0,001 Maßeinheiten für das Mikro µ × 0,000001 Anzugsmoment N·m × 0,1020 = kgf·m N·m × 0,7376 = ft·lb N·m × 8,851 = in·lb Maßeinheiten für die Masse kgf·m × 9,807 = N·m kg × 2,205 = lb kgf·m × 7,233 = ft·lb g × 0,03527 = oz kgf·m × 86,80 = in·lb Maßeinheiten für das Volumen Maßeinheiten für den Druck L × 0,2642 = gal (US) kPa × 0,01020 = kgf/cm² L × 0,2200 = gal (imp) kPa × 0,1450 = psi L × 1,057 = qt (US) kPa × 0,7501 = cmHg L × 0,8799 = qt (imp) kgf/cm² × 98,07 = kPa L × 2,113 = Pint (US) kgf/cm² × 14,22 = psi L × 1,816 = Pint (imp) cmHg × 1,333 = kPa ml × 0,03381 = oz (US) ml × 0,02816 = oz (imp) ml × 0,06102 = cu in Maßeinheiten für die Geschwindigkeit km/h × 0,6214 = mph Maßeinheiten für die Kraft N × 0,1020 = kg Maßeinheiten für die Leistung N × 0,2248 = lb kW × 1,360 = PS kg × 9,807 = N kW × 1,341 = HP kg × 2,205 = lb PS × 0,7355 = kW PS × 0,9863 = HPMaßeinheiten für die Temperatur
  22. 22. REGELMÄßIGE WARTUNG 2-1 Regelmäßige Wartung INHALTSVERZEICHNISTabelle zur regelmäßigen Wartung......................................................................................... 2-3Anzugsmoment und Gewindedichtmittel ................................................................................ 2-7 2Technische Daten ................................................................................................................... 2-14Spezialwerkzeuge .................................................................................................................. 2-16Wartungsschritte..................................................................................................................... 2-17 Kraftstoffanlage (DFI) .......................................................................................................... 2-17 Prüfung der Drosselklappensteuerung ............................................................................. 2-17 Prüfung der Motorunterdruck-Synchronisation ................................................................. 2-17 Prüfung der Leerlaufdrehzahl ........................................................................................... 2-21 Einstellung der Leerlaufdrehzahl ...................................................................................... 2-22 Prüfung der Bremsschläuche (auf Kraftstoffaustritt, Beschädigung und einwandfreie Verlegung)...................................................................................................................... 2-22 Tankdunstsystem (Modelle für Kalifornien).......................................................................... 2-22 Überprüfung des Tankdunstsystems ................................................................................ 2-22 Motoroberseite..................................................................................................................... 2-23 Prüfung des Ventilspiels.................................................................................................... 2-23 Einstellung des Ventilspiels............................................................................................... 2-25 Ansaugluftsystem ................................................................................................................ 2-28 Prüfung des Ansaugluftsystems auf Beschädigung.......................................................... 2-28 Kühlsystem .......................................................................................................................... 2-28 Prüfung des Kühlflüssigkeitsstands .................................................................................. 2-28 Prüfung der Bremsschläuche auf Beschädigung und einwandfreie Verlegung ................ 2-29 Kupplung.............................................................................................................................. 2-29 Funktionsprüfung der Kupplung........................................................................................ 2-29 Räder/Reifen........................................................................................................................ 2-30 Prüfung des Reifendrucks................................................................................................. 2-30 Prüfung der Räder/Reifen auf Beschädigung ................................................................... 2-30 Prüfung auf Reifenprofilverschleiß.................................................................................... 2-31 Prüfung des Radlagers auf Beschädigung ....................................................................... 2-31 Antriebsstrang...................................................................................................................... 2-32 Prüfung der Antriebskette auf ausreichende Schmierung ................................................ 2-32 Prüfung des Antriebsketten-Durchhangs .......................................................................... 2-33 Einstellung des Antriebsketten-Durchhangs ..................................................................... 2-33 Prüfung der Radausrichtung ............................................................................................. 2-34 Prüfung der Antriebskette auf Verschleiß ......................................................................... 2-35 Prüfung der Kettenführung auf Verschleiß........................................................................ 2-35 Bremsanlage........................................................................................................................ 2-36 Prüfung auf Bremsflüssigkeitsaustritt (Bremsschlauch und -leitung)................................ 2-36 Prüfung der Bremsschläuche auf Beschädigung und einwandfreie Verlegung ................ 2-36 Funktionsprüfung der Bremsen......................................................................................... 2-36 Prüfung des Bremsflüssigkeitsstandes ............................................................................. 2-37 Prüfung der Bremsbeläge auf Verschleiß ......................................................................... 2-38 Funktionsprüfung des Bremslichtschalters ....................................................................... 2-38 Federung ............................................................................................................................. 2-39 Funktionsprüfung von Vorderradgabel/Hinterrad-Stoßdämpfer ........................................ 2-39 Prüfung der Vorderradgabel auf Öllecks........................................................................... 2-39 Prüfung des Hinterrad-Stoßdämpfers auf Ölleck .............................................................. 2-40 Funktionsprüfung des Kipphebels..................................................................................... 2-40 Funktionsprüfung der Spurstange..................................................................................... 2-40 Lenkung ............................................................................................................................... 2-41
  23. 23. 2-2 REGELMÄßIGE WARTUNG Prüfung des Lenkungsspiels............................................................................................. 2-41 Einstellung des Lenkungsspiels........................................................................................ 2-41 Schmierung des Lenkschaftlagers.................................................................................... 2-42 Prüfung der Licht- und Schalterfunktion............................................................................ 2-43 Prüfung der Scheinwerferausrichtung............................................................................... 2-45 Funktionsprüfung des Seitenständerschalters.................................................................. 2-46 Funktionsprüfung des Motorstoppschalters ...................................................................... 2-47Sonstige Teile ...................................................................................................................... 2-48 Schmierung der Fahrgestellteile ....................................................................................... 2-48 Prüfung der Schrauben, Muttern und Feststeller auf festen Sitz ...................................... 2-49Ersatzteile ............................................................................................................................ 2-51 Ersatz des Luftfilterelements............................................................................................. 2-51 Wechsel des Kraftstoffschlauches .................................................................................... 2-53 Wechseln der Kühlflüssigkeit ............................................................................................ 2-55 Wechsel des Kühlerschlauches und O-Rings................................................................... 2-58 Wechsel des Motoröls....................................................................................................... 2-59 Wechsel des Ölfilters ........................................................................................................ 2-60 Wechsel des Bremsschlauchs und der -leitung ................................................................ 2-61 Wechsel der Bremsflüssigkeit........................................................................................... 2-61 Wechsel der Gummiteile des Hauptbremszylinders ......................................................... 2-63 Wechsel der Bremssattel-Gummiteile............................................................................... 2-64 Wechsel der Zündkerze .................................................................................................... 2-67
  24. 24. REGELMÄßIGE WARTUNG 2-3Tabelle zur regelmäßigen Wartung Anhand dieser Tabelle muss eine regelmäßige Wartung durchgeführt werden, um das Motorrad ingutem Zustand zu erhalten. Besonders die Erstinspektion ist von höchster Wichtigkeit und darfauf keinen Fall ausgelassen werden.Regelmäßige Inspektion HÄUFIGKEIT Je nach- dem, * KILOMETERSTAND was × 1.000 km zuerst kommt 1 6 12 18 24 30 36INSPEKTION AlleKraftstoffanlageDrosselklappensteuerung (Spiel, leichteZurückstellung, kein Schleifen) -überprüfen Jahre • • • •Motorunterdrucksynchronisation -überprüfen • • •Leerlaufdrehzahl - überprüfen • • • •Kraftstoffaustritt (Kraftstoffschlauch und-leitung) - überprüfen Jahre • • • •Kraftstoffschläuche und -leitung aufBeschädigung - überprüfen Jahre • • • •Kraftstoffschläuche und -rohr,einwandfreie Verlegung - überprüfen Jahre • • • •Tankdunstsystem (nur Modelle fürKalifornien)Tankdunstsystem - überprüfen • • • • • • •KühlsystemKühlflüssigkeitsstand - überprüfen • • • •Kühlflüssigkeitsaustritt (Kühlerschlauchund -leitung) - überprüfen Jahre • • • •Kühlerschläuche auf Beschädigung -überprüfen Jahre • • • •Kühlerschläuche, einwandfreie Verlegung- überprüfen Jahre • • • •MotoroberseiteVentilspiel - überprüfen (Modelle für USAund Kanada) •Ventilspiel - überprüfen (Außer Modelle Alle 42.000 kmfür USA und Kanada)AnsaugluftsystemAnsaugluftsystem auf Beschädigung -überprüfen • • •KupplungKupplungsfunktion (Spiel, Auskuppeln,Einkuppeln) - überprüfen • • • •Räder und ReifenReifenluftdruck - überprüfen Jahre • • •
  25. 25. 2-4 REGELMÄßIGE WARTUNGTabelle zur regelmäßigen Wartung HÄUFIGKEIT Je nach- dem, * KILOMETERSTAND was × 1.000 km zuerst kommt 1 6 12 18 24 30 36INSPEKTION AlleRäder/Reifen auf Beschädigung -überprüfen • • •Reifenprofil, übermäßiger Verschleiß -überprüfen • • •Radlager auf Beschädigung - überprüfen Jahre • • •AntriebsstrangSchmierung der Antriebskette - Alle 600 kmüberprüfen #Antriebskettendurchhang - überprüfen # Alle 1.000 kmAbnutzung der Antriebskette - überprüfen# • • •Abnutzung der Antriebskettenführung -überprüfen • • •BremsanlageBremsflüssigkeitsaustritt (Bremsschlauchund -leitung) - überprüfen Jahre • • • • • • •Bremsschlauch und -leitung aufBeschädigung - überprüfen Jahre • • • • • • •Bremsbelagverschleiß - überprüfen # • • • • • •Bremsschläuche, einwandfreie Verlegung- überprüfen Jahre • • • • • • •Bremsflüssigkeitsstand - überprüfen 6 Monate • • • • • • •Funktion der Bremsen (Wirkung, Spiel,Kein Schleifen) - überprüfen Jahre • • • • • • •Funktion des Bremslichtschalters -überprüfen • • • • • • •FederungFunktion von Vorderradgabel/Hinterrad-Stoßdämpfer (Dämpfung undleichtgängiger Hub) - überprüfen • • •Öldichtheit der Vorderradgabel/Hinterrad-Stoßdämpfer - überprüfen Jahre • • •Kipphebelfunktion - überprüfen • • •Spurstangenfunktion - überprüfen • • •LenkungLenkungsspiel - überprüfen Jahre • • • •Lenkschaftlager - schmieren 2 Jahre •ElektrikLicht- und Schalterfunktion - überprüfen Jahre • • •Scheinwerferausrichtung - überprüfen Jahre • • •
  26. 26. REGELMÄßIGE WARTUNG 2-5Tabelle zur regelmäßigen Wartung HÄUFIGKEIT Je nach- dem, * KILOMETERSTAND was × 1.000 km zuerst kommt 1 6 12 18 24 30 36INSPEKTION AlleFunktion des Seitenständerschalters -überprüfen Jahre • • •Funktion des Motorstoppschalters -überprüfen Jahre • • •Sonstige TeileFahrgestellteile - schmieren Jahre • • •Fester Sitz von Bolzen und Muttern -überprüfen • • • • *: Bei höheren Kilometerständen die hier angegebenen Wartungsintervalle wiederholen. #: Bei Betrieb des Motorrads unter erschwerten Bedingungen, in staubigen, feuchten oder schlam- migen Gegenden und bei häufigen Hochgeschwindigkeit- und Kurzstreckenfahrten muss die Wartung entsprechend häufiger erfolgen.CAL: Modell für Kalifornien
  27. 27. 2-6 REGELMÄßIGE WARTUNGTabelle zur regelmäßigen WartungRegelmäßig zu ersetzende Teile HÄUFIGKEIT Je nach- dem, * KILOMETERSTAND was × 1.000 km zuerst kommtZU WECHSELNDE/AUSZUTAUSCHENDE 1 12 24 36 48FLÜSSIGKEITEN UND TEILE AlleLuftfilterelement # Alle 18.000 kmKraftstoffschlauch 4 Jahre •Kühlflüssigkeit 3 Jahre •Kühlerschlauch und O-Ring 3 Jahre •Motoröl # Jahre • • • • •Ölfilter Jahre • • • • •Bremsschlauch und -leitung 4 Jahre •Bremsflüssigkeit 2 Jahre • •Gummiteile von Hauptbremszylinder undBremssattel 4 Jahre •Zündkerze • • • • *: Bei höheren Kilometerständen die hier angegebenen Wartungsintervalle wiederholen. #: Bei Betrieb des Motorrads unter erschwerten Bedingungen, in staubigen, feuchten oder schlam- migen Gegenden und bei häufigen Hochgeschwindigkeit- und Kurzstreckenfahrten muss die Wartung entsprechend häufiger erfolgen.
  28. 28. REGELMÄßIGE WARTUNG 2-7Anzugsmoment und Gewindedichtmittel In den folgenden Tabellen sind die Anzugsmomente für die wichtigsten Verbindungselemente auf-geführt, bei denen ein nicht-permanenter Gewindekleber oder ein Silikondichtmittel usw. aufgetragenwerden muss.Die Buchstaben für die Spalte “Anmerkungen” bedeuten: AL: Die beiden Klemmschrauben abwechselnd zweimal anziehen, um ein gleichmäßiges Anzugs- moment sicherzustellen. G: Die Gewinde fetten. L: Ein nicht-permanentes Gewindedichtmittel auf die Gewindegänge auftragen. MO: Eine molybdänhaltige Disulfidöllösung auftragen. R: Ersatzteile S: Die vorgeschriebene Anzugsreihenfolge einhalten. SI: Silikonfett auftragen. SS: Silikondichtmittel auftragen. Anzugsmoment Verbindungselement Anmerkungen N·m kgf·mKraftstoffanlage Luftfiltergehäuseschrauben 1,1 0,11 Klemmschrauben des Luftfiltergehäuses 2,0 0,20 Befestigungsschraube des Luftfiltergehäuses 6,9 0,70 Befestigungsschrauben des Lufteinlasskanals 9,8 1,0 L Schraube des Nockenwellensensors 9,8 1,0 Schrauben des Kurbelwellensensors 5,9 0,60 Befestigungsschrauben der Kraftstoffzuleitung 3,4 0,35 (Einspritzdüsensatz) Befestigungsschrauben der Kraftstoffzuleitung 3,4 0,35 (Drosselklappengehäuse) Befestigungsschrauben der Auslassklappenventil 6,9 0,70 -Stelleinheit Schraube der Auslassklappenven- 4,9 0,50 til-Stelleinheitsscheibe Kraftstoffpumpenschrauben 9,8 1,0 L, S Befestigungsschrauben des Einspritzdüsensatzes 6,9 0,70 Schraube des Einspritzdüsensatz-Kraftstoffschlauchs 4,9 0,50 Befestigungsschraube der Abscheiderhalterung 0,8 0,08 Klemmschrauben des Drosselklappengehäusehalters 3,0 0,30 Schrauben des Drosselklappenhalters 12 1,2 L Schraube der Gaszughalteplatte 3,9 0,40 L Schrauben des Umkippsensors 5,9 0,60 Wassertemperatursensor 25 2,5 SSKühlsystem Halteschraube für Kühlflüssigkeit-Bypass 8,8 0,90 L Kühlflüssigkeits-Ablassschraube (Bremszylinder) 9,8 1,0 Kühlflüssigkeits-Ablassschraube (Wasserpumpe) 8,8 0,90 Befestigungsschrauben des Kühlflüssigkeits 7,0 0,70 -Ausgleichsbehälters Flügelradschraube 9,8 1,0 Befestigungsschrauben des Ölkühlers 20 2,0
  29. 29. 2-8 REGELMÄßIGE WARTUNGAnzugsmoment und Gewindedichtmittel Anzugsmoment Verbindungselement Anmerkungen N·m kgf·m Befestigungsschraube der Kühlerhalterung 9,8 1,0 Untere Kühlerschraube 6,9 0,70 Obere Kühlerschraube 9,8 1,0 Thermostatgehäuse-Deckelschrauben 5,9 0,60 Klemmschrauben des Wasserschlauchs 2,0 0,20 Wasserschlauch-Halteschrauben (Zylinder) 9,8 1,0 Wasserschlauch-Halteschrauben (Zylinderkopfdeckel) 15 1,5 L Wasserpumpen-Deckelschrauben 12 1,2 L Wassertemperatursensor 25 2,5 SSMotoroberseite Schrauben für Ansaugluftventildeckel 9,8 1,0 L Schrauben des Nockenwellendeckels 12 1,2 S Kopfschrauben des Nockenwellenkettenspanners 20 2,0 Befestigungsschrauben des Nockenwellenkettenspan- 11 1,1 ners Befestigungsschrauben des Nockenwellen-Kettenrades 15 1,5 L Zylinderkopfschrauben (M9) 39 4,0 MO, S Zylinderkopfschrauben (M6) 12 1,2 S Schrauben des Zylinderkopfdeckels 9,8 1,0 Befestigungsmuttern der Auslassklappenventil 6,9 0,70 -Stelleinheit Schraube der Auslassklappenven- 4,9 0,50 til-Stelleinheitsscheibe Sicherungsmuttern für Einstellschrauben des 6,9 0,70 Auslassklappenventil-Gaszugs Sicherungsmuttern des Auslassklappenventil-Gaszugs 6,9 0,70 Schraube des Auslassklappenventildeckels 6,9 0,70 Klemmschraube des Auspuffrohrs 17 1,7 Muttern des Abgaskrümmerhalters 17 1,7 Befestigungsschraube des Auspuffrohrs 28 2,8 Stehbolzen des Abgaskrümmerhalters – – (bei ausgeschal- tetem Motor) Schraube der vorderen Nockenwellenkettenführung 12 1,2 (unten) Schraube der vorderen Nockenwellenkettenführung 25 2,5 (oben) Klemmschrauben des Auspufftopfs 17 1,7 Befestigungsschrauben des Auspufftopfs 28 2,8 Schrauben für hintere Schalldämpferabdeckung 6,9 0,70 Schrauben für seitliche Schalldämpferabdeckung 6,9 0,70 Schrauben für obere Schalldämpferabdeckung 6,9 0,70 Schraube für obere Nockenwellenkettenführung 25 2,5 Zündkerzen 13 1,3 Lambdasonden 25 2,5
  30. 30. REGELMÄßIGE WARTUNG 2-9Anzugsmoment und Gewindedichtmittel Anzugsmoment Verbindungselement Anmerkungen N·m kgf·m Klemmschrauben des Drosselklappengehäusehalters 2,9 0,30 Schrauben des Drosselklappenhalters 12 1,2 L Wasserkanal-Verschlussschrauben 20 2,0 LKupplung Kupplungsdeckelschrauben (M6, L = 40 mm) 9,8 1,0 Kupplungsdeckelschrauben (M6, L = 25 mm) 9,8 1,0 Kupplungsnabenmutter 135 14 R Klemmschrauben für den Kupplungshebel 7,8 0,80 S Kupplungsfederschrauben 8,8 0,90 Schrauben der Teilkupplungsnabe 25 2,5 LMotorschmieranlage Öleinfülldeckel 2,0 0,20 Entlüftungsschraube 9,8 1,0 Motoröl-Ablassschraube 29 3,0 Befestigungsschrauben des Ölkühlers/Ölfiltergehäuses 20 2,0 L Ölpumpen-Zahnradschraube 9,8 1,0 L Befestigungsschrauben des Ölkühlers 20 2,0 Ölfilter 31 3,2 G, R Schrauben des Ölfilterschutzes 4,0 0,41 L Schraube des Ölfilterhalters 25 2,5 L Schrauben der Ölwanne 9,8 1,0 Ölkanaldüse 4,9 0,50 Ölkanal-Verschlussschrauben (Kegel) 20 2,0 L Ölkanal-Verschlussschraube (Linke Seite) 17 1,7 Öldruckentlastungsventil 15 1,5 L Öldruckschalter 15 1,5 SS Klemmschraube des Öldruckschalters – – Handfest Klemmschrauben des Wasserschlauchs 2,0 0,20 Wasserpumpen-Deckelschrauben 12 1,2 LAusbau/Einbau des Motors Sicherungsmutter der Einstellhülse 49 5,0 S Einstellhülse 9,8 1,0 S Untere Motoraufhängungsmutter 44 4,5 S Schraube der mittleren Motoraufhängungshalterung 25 2,5 S Mittlere Motoraufhängungsmutter 44 4,5 S Obere Motoraufhängungsschraube 44 4,5 SKurbelwelle/Getriebe Entlüftungsplattenschrauben 9,8 1,0 L Muttern des Pleuelfußes siehe siehe MO Angaben Angaben im Text im Text Kurbelgehäuseschrauben (M8) (unten) (erste) 15 1,5 MO, S
  31. 31. 2-10 REGELMÄßIGE WARTUNGAnzugsmoment und Gewindedichtmittel Anzugsmoment Verbindungselement Anmerkungen N·m kgf·m Kurbelgehäuseschrauben (M8) (unten) (letzte) 31 3,2 MO, S Kurbelgehäuseschrauben (M6, L = 50 mm) (unten) 12 1,2 S Schrauben des Gangpositionsschalters 2,9 0,30 L Kurbelgehäuseschraube (M8, L = 90 mm) (oben) 27 2,8 S Kurbelgehäuseschrauben (M8, L = 75 mm) (oben) 27 2,8 S Kurbelgehäuseschrauben (M6, L = 68 mm) (oben) 12 1,2 S Getriebegehäuseschrauben (M8) 20 2,0 Getriebegehäuseschrauben (M6) 9,8 1,0 Kolbenöldüsen 2,9 0,30 Ganghebelschraube 12 1,2 Ölkanalverschlussschrauben (Kegelseite) 20 2,0 L Ölkanal-Verschlussschraube (Linke Seite) 17 1,7 Öldruckschalter 15 1,5 SS Verschraubung (Entlüftungsschlauch) 15 1,5 L Ölkanaldüse 4,9 0,50 Klemmschraube des Öldruckschalters – – Handfest Lagerhalterschrauben 4,9 0,50 L Schraube für Schaltwalzennockenhalter 12 1,2 L Schalthebelschraube 6,9 0,70 Befestigungsschraube des Schaltpedals 25 2,5 Stift der Schaltwellen-Rückstellfeder 28 2,9 L Schaltstangen-Sicherungsmuttern 6,9 0,70 Schraube der Starterkupplung 49 5,0 Kappe der Starterkupplungsschraube – – Handfest Steuerzeiten-Inspektionsdeckel – – Handfest Schrauben des Starterkupplungsdeckels 9,8 1,0 Schrauben der Leerlaufzahnrad-Abdeckung 9,8 1,0Räder/Reifen Klemmschrauben der Vorderachse 20 2,0 AL Vorderachsmutter 127 13 Hinterachsmutter 127 13Achsantrieb Schrauben des Motorkettenraddeckels 9,8 1,0 Motorkettenradmutter 125 13 MO Hintere Kettenradmuttern 59 6,0 Kettenführungsschrauben (vorn) 9,8 1,0 L Kettenführungsschraube (hinten) 4,9 0,50 LBremsen Bremssattel-Entlüftungsventile 7,8 0,80 Bremsschlauch-Hohlschrauben 25 2,5 Bremshebel-Drehzapfenschraube 1,0 0,10 Si Sicherungsmutter der Bremshebel 5,9 0,60 -Drehzapfenschraube
  32. 32. REGELMÄßIGE WARTUNG 2-11Anzugsmoment und Gewindedichtmittel Anzugsmoment Verbindungselement Anmerkungen N·m kgf·m Bremspedalschraube 8,8 0,90 Schraube für Vorderrad-Bremsleuchtenschalter 1,, 0.12 Anschlagschraube des Vorder- 1,2 0,12 rad-Bremsflüssigkeitsbehälterdeckels Befestigungsschrauben der vorderen Bremsscheibe 27 2,8 L Bremsbelagstifte der Vorderradbremse 17 1,7 Vorderrad-Bremssattelschrauben 27 2,8 Befestigungsschrauben der vorderen Bremssattel 34 3,5 Entlüftungsventil des Vorderrad-Hauptbremszylinders 5,9 0,60 Klemmschrauben des Vorderrad-Hauptbremszylinders 8,8 0,90 S Befestigungsschrauben der hinteren Bremsscheibe 27 2,8 L Befestigungsschrauben des Hinterradbremssattels 25 2,5 Befestigungsschrauben des Hinter- 25 2,5 rad-Hauptbremszylinders Sicherungsmutter der Schubstange des 18 1,8 Hinterrad-HauptbremszylindersFederung Klemmschrauben der Vorderachse 20 2,0 AL Untere Inbusschrauben der Vorderradgabel 35 3,5 Klemmschrauben der Vorderradgabel (unten) 25 2,5 AL Klemmschrauben der Vorderradgabel (oben) 20 2,0 Steuerkopfverschlussschraube 35 3,5 Kolbenstangenmuttern 20 2,0 Halterungsmutter für Hinterrad-Stoßdämpfer 59 6,0 Mutter des Hinterrad-Stoßdämpfers (unten) 34 3,5 Mutter des Hinterrad-Stoßdämpfers (oben) 34 3,5 Schwingenachsen-Einstellhülse 20 2,0 S Sicherungsmutter der Schwingenachsen-Einstellhülse 98 10 S Schwingarmachsmutter 108 11 S Muttern der Spurstange 59 6,0 Uni-Track-Kipphebelmutter 34 3,5Lenkung Klemmschrauben der Vorderradgabel (unten) 25 2,5 AL Klemmschrauben der Vorderradgabel (oben) 20 2,0 Lenkerschrauben 25 2,5 Lenkerpositionsschrauben 9,8 1,0 L Lenkschaftkopfmutter 78 8,0 Lenkschaftmutter 20 2,0 Schaltergehäuseschrauben 3,5 0,36Rahmen Befestigungsschrauben für Vorderrad-Schutzblech 3,9 0,40 Schrauben der vorderen Fußrastenhalterung 25 2,5 Schrauben der hinteren Fußrastenhalterung 25 2,5 Hintere Rahmenschrauben 44 4,5 L
  33. 33. 2-12 REGELMÄßIGE WARTUNGAnzugsmoment und Gewindedichtmittel Anzugsmoment Verbindungselement Anmerkungen N·m kgf·m Seitenständerschraube 44 4,5 G Schrauben der Seitenständerhalterung 49 5,0 L Schraube des Seitenständerschalters 8,8 0,90 L Befestigungsschrauben der Windschutzscheibe 0,4 0,04Elektrik Schrauben des Lichtmaschinendeckels 9,8 1,0 Schraube für Halteplatte der Lichtmaschinenkabel 9,8 1,0 L Schraube des Lichtmaschinenläufers 155 16 Schraube des Nockenwellensensors 9,8 1,0 Schrauben des Kurbelwellensensors 5,9 0,60 Masseschraube des Zylinderkopfdeckels 9,8 1,0 Schraube für Vorderrad-Bremsleuchtenschalter 1,2 0,12 Befestigungsschrauben für vordere Blinkerleuchten 1,2 0,12 Scheinwerfer-Befestigungsschrauben 1,2 0,12 Montageschrauben für Kennzeichenbeleuchtung 0,9 0,09 Befestigungsschrauben der Nummerschildbeleuchtung 1,2 0,12 Montageschrauben des Instrumentenblocks 1,2 0,12 Schrauben des Gangpositionsschalters 2,9 0,30 L Schrauben der hinteren Blinkerstreulinse 1,0 0,10 Befestigungsschrauben für hintere Blinkerleuchten 1,2 0,12 Schrauben für Regler/Gleichrichter 6,9 0,70 Muttern der Regler-/Gleichrichterhalterung 6,9 0,70 Schraube des Seitenständerschalters 8,8 0,90 L Zündkerzen 13 1,3 Drehzahlsensorschraube 6,9 0,70 L Schrauben der Statorwicklung 12 1,2 L Klemmschraube des Startermotorkabels 2,9 0,30 Schraube der Starterkupplung 49 5,0 Befestigungsschrauben des Startermotors 9,8 1,0 Klemmschrauben des Starterrelaiskabels 4,0 0,41 Schaltergehäuseschrauben 3,5 0,36 Befestigungsschrauben für Rück-/Bremsleuchte 4,0 0,40 Schrauben des Umkippsensors 5,9 0,60 Wassertemperatursensor 25 2,5 SS Schrauben der Leerlaufzahnrad-Abdeckung 9,8 1,0 Schrauben des Starterkupplungsdeckels 9,8 1,0 Kappe der Starterkupplungsschraube – – Handfest Steuerzeiten-Inspektionsdeckel – – Handfest
  34. 34. REGELMÄßIGE WARTUNG 2-13Anzugsmoment und Gewindedichtmittel Die folgende Tabelle enthält die Anzugsmomente für den jeweiligen Gewindedurchmesser sowie diegrundlegenden Anzugsmomente für Schrauben und Muttern. Diese Tabelle gilt nur für die Schraubenund Muttern, bei denen kein anderes Anzugsmoment eingehalten werden muss. Alle Werte beziehensich auf trockene, mit Lösungsmittel gereinigte Gewinde.Basisanzugsmomente für normale Schrauben Gewinde Anzugsmoment Durchmesser (mm) N·m kgf·m 5 3,4 ∼ 4,9 0,35 ∼ 0,50 6 5,9 ∼ 7,8 0,60 ∼ 0,80 8 14 ∼ 19 1,4 ∼ 1,9 10 25 ∼ 34 2,6 ∼ 3,5 12 44 ∼ 61 4,5 ∼ 6,2 14 73 ∼ 98 7,4 ∼ 10,0 16 115 ∼ 155 11,5 ∼ 16,0 18 165 ∼ 225 17,0 ∼ 23,0 20 225 ∼ 325 23,0 ∼ 33,0
  35. 35. 2-14 REGELMÄßIGE WARTUNGTechnische Daten Teil Standard GrenzwertKraftstoffanlage (DFI) Gasdrehgriffspiel 2 ∼ 3 mm – – – Leerlaufdrehzahl 1.300 ±50 U/min – – – Unterdruck im 27,3 ±1,333 kPa (205 ±10 mmHg) im Leerlauf – – – Drosselklappengehäuse Luftfilterelement Papierelement – – –Kühlsystem Kühlflüssigkeit: Typ (empfohlen) Permanentes Frostschutzmittel – – – Farbe Grün – – – Mischungsverhältnis Entkalktes Wasser 50%, Kühlmittel 50% – – – Gefrierpunkt –35°C – – – Gesamtmenge 2,6 Liter – – –Motoroberseite Ventilspiel: Auslass 0,24 ∼ 0,31 mm – – – Einlass 0,13 ∼ 0,19 mm – – –Kupplung Kupplungshebelspiel 2 ∼ 3 mm – – –Motorschmieranlage Motoröl: Typ API SE, SF oder SG – – – API SH, SJ oder SL mit JASO MA Viskosität SAE 10W-40 – – – Kapazität 2,9 Liter (ohne Filterwechsel) – – – 3,2 Liter (mit Filterwechsel) – – – 3,8 Liter (bei vollkommen trockenem Motor) – – – Ölstand Zwischen oberen und unteren Ölstand – – – -Markierungslinien (Nach dem Abstellen des Motors 2 ∼ 3 Minuten warten)Räder/Reifen Profiltiefe: Vorn BRIDGESTONE: 3,6 mm 1 mm, (AT, CH, DE) 1,6 mm Hinten BRIDGESTONE: 4,8 mm Bis 130 km/h: 2 mm, Über 130 km/h: 3 mm Reifenluftdruck (kalter Reifen): Vorn Bis 180 kg Ladung: – – – 250 kPa (2,5 kgf/cm²) Hinten Bis 180 kg Ladung: – – – 290 kPa (2,9 kgf/cm²)
  36. 36. REGELMÄßIGE WARTUNG 2-15Technische Daten Teil Standard GrenzwertAchsantrieb Antriebsketten-Durchhang 30 ∼ 40 mm – – – Antriebskette auf 317,5 ∼ 318,2 mm 323 mm Verschleiß (über 20 Glieder Länge) Standardkette: Hersteller ENUMA – – – Typ EK520MVXL1 – – – Kettenglied: 112 Kettenglieder – – –Bremsen Bremsflüssigkeit: Qualität DOT4 – – – Bremsbelagdicke: Vorn 4 mm 1 mm Hinten 5 mm 1 mm Zeitverzögerung der Bremsleuchte: Vorn Bremse gezogen – – – Hinten Ein nach einem Pedalweg von ca. 10 mm – – –
  37. 37. 2-16 REGELMÄßIGE WARTUNGSpezialwerkzeugeMontagezange für Innensicherungsringe: Ölfilterschlüssel:57001-143 57001-1249Lenkschaftmuttern-Schlüssel: Unterdruckmessgerät:57001-1100 57001-1369Wagenheber: Verlängerungsrohr:57001-1238 57001-1578Vergasereinstellschraube, A: Stützblöcke:57001-1239 57001-1608
  38. 38. REGELMÄßIGE WARTUNG 2-17WartungsschritteKraftstoffanlage (DFI)Prüfung der Drosselklappensteuerung• Der und die Drosselklappe sich leichtgängig drehen las- sen Gasdrehgriff [A] muss muss schnell und vollständig in allen Lenkerpositionen durch die Rückstellfeder wieder geschlossen werden. Wenn der Gasdrehgriff nicht einwandfrei zurückgeholt wird, die Gaszugverlegung, das Gasdrehgriffspiel und den Gaszug auf Beschädigung überprüfen. Anschlie- ßend den Gaszug schmieren.• Das Gasdrehgriffspiel [B] prüfen. Wenn das Spiel falsch eingestellt ist, die Gasseilzüge nachstellen. Gasdrehgriffspiel Standard: 2 ∼ 3 mm Bei falschem Gaszugspiel den Gaszug wie folgt einstel- len.• Die Sicherungsmuttern [A] [B] lösen.• Die beiden Einsteller [C] [D] des Gaszugs so einstellen, dass der Gasdrehgriff viel Spiel hat.• Mit dem Schließzugeinsteller [C] das Spiel am Gasdreh- griff auf 2 ∼ 3 mm einstellen.• Die Sicherungsmutter [A] festziehen.• Mit dem Öffnungszugeinsteller [D] das Spiel am Gasdreh- griff auf 2 ∼ 3 mm einstellen.• Die Sicherungsmutter [B] festziehen. Kann das Spiel mit den Einstellschrauben nicht eingestellt werden, den Seilzug ersetzen.Prüfung der Motorunterdruck-Synchronisation ANMERKUNG ○Bei den folgenden Schritten wird davon ausgegangen, dass die Ansaug- und die Abgasanlage des Motors ein- wandfrei arbeiten.• Das Motorrad so stellen, dass es vertikal steht.• Ausbauen: (siehe "Ausbau des Kraftstofftanks" im Ka- Kraftstofftank pitel "Kraftstoffanlage (DFI)") Luftfiltergehäuse (siehe "Ausbau des Luftfiltergehäuses" im Kapitel "Kraftstoffanlage (DFI)") Kraftstoffschlauch (siehe "Wechsel des Kraftstoffschlau- ches" im Kapitel "Regelmäßige Wartung")○Beim Ausbau des Luftfiltergehäuses den Schlauch des Ansaugluftdrucksensors nicht abziehen.
  39. 39. 2-18 REGELMÄßIGE WARTUNGWartungsschritte• Die Gummikappen [A] von den Verschraubungen der ein- zelnen Drosselklappengehäuse abziehen.• Bei der [B] abziehen.für Kalifornien den Unterdruck- schlauch Ausführung• Ein Unterdruckmessgerät an den Verschraubungen ent- sprechende Schläuche [A] (Spezialwerkzeug) und des Drosselklappengehäuses anschließen. Spezialwerkzeug - Unterdruckmessgerät: 57001-1369• Einen der Stabzündspule anschließen. einem der Primär- kabel präzisen Drehzahlmesser [B] an• DasVerschraubung des Luftfiltergehäuses [B] verschlie- die Ende des Unterdruckschaltventilschlauchs [A] und ßen.• Das Luftfiltergehäuse einbauen (siehe "Einbau des Luft- filtergehäuses" im Kapitel "Kraftstoffanlage (DFI)").• Folgende Teile provisorisch anschließen. [A] Kabelsteckverbinder der Kraftstoffpumpe Verlängerungsrohr [B] Spezialwerkzeug - Verlängerungsrohr: 57001-1578
  40. 40. REGELMÄßIGE WARTUNG 2-19Wartungsschritte• DenLeerlaufdrehzahl mit einem hoch genauen Drehzahl- Motor starten und warmlaufen lassen.• messer [A] messen. Die Leerlaufdrehzahl Standard: 1.300 ±50 U/min Wenn die Leerlaufdrehzahl außerhalb des Sollwertes liegt, die Drehzahl mit der Einstellschraube einstellen (siehe "Einstellung der Leerlaufdrehzahl"). VORSICHT Die Leerlaufdrehzahl nicht mit dem Drehzahlmesser der Instrumenteneinheit messen.• Beim Leerlauf des Motors den Unterdruck im Drossel- klappengehäuse mit dem Unterdruckmanometer [B] prü- fen. Motorunterdruck Standard: 27,3 ±1,333 kPa (205 ±10 mmHg) im Leerlauf Liegt ein Unterdruck außerhalb des Sollwertes, zuerst die linke (Drosselklappenventile Nr. 1, Nr. 2) und rechte (Drosselklappenventile Nr. 3, Nr. 4) Gruppe synchroni- sieren.Beispiel: Nr. 1: 165 mmHg Nr. 2: 190 mmHg Nr. 3: 170 mmHg Nr. 4: 200 mmHg•Wenn für den Motor die richtige Leerlaufdrehzahl einge- stellt ist, den höchsten Unterdruck von Drosselklappen- ventil Nr. 3 und 4 (z. B. 200 mmHg) auf den höchsten Un- terdruckwert von Drosselklappenventil Nr. 1 und 2 (z. B. 190 mmHg) durch Drehen der mittleren Einstellschraube [A] abgleichen. Rückansicht [B] ANMERKUNG ○Nach der Einstellung darf sich bei der Unterdruckmes- sung ein Wert von nicht mehr als 205 mmHg (in diesem Beispiel) ergeben. Die beiden niedrigsten Unterdruck- werte der linken Seite (Drosselklappe Nr. 1 und 2) und der rechten Seite (Drosselklappe Nr. 3 und 4) sollen möglichst gleich sein.• Die Drosselklappe nach jeder Messung öffnen und schlie- ßen und gegebenenfalls die Leerlaufdrehzahl nachstel- len.• Sobald die Drosselklappenventile synchronisiert wurden, die Ausgangsspannung am Hauptdrosselklappensensor auf den richtigen Wert überprüfen (die Arbeitsschritte wer- den am Ende dieses Kapitels beschrieben).
  41. 41. 2-20 REGELMÄßIGE WARTUNGWartungsschritte Liegt die Messung irgend eines Unterdruckwertes nach Durchführen der Synchronisierung außerhalb des Tole- ranzbereichs sind die Bypass-Schrauben [A] vollständig bis zum Sitz jedoch ohne Kraftaufwand hinein zu drehen. Rückansicht [B] Spezialwerkzeug - Vergasereinstellschraube, A [C]: 57001-1239 VORSICHT Die Bypass-Einstellschraube nicht zu fest anzie- hen. Sie können dadurch beschädigt werden und müssen dann ersetzt werden.• Jene Bypass-Einstellschraube2 mit dem niedrigeren Un- druckwert von Nr. 1 und Nr. auf den höheren Unter- terdruckwert heraus drehen.• Jene Bypass-Einstellschraube mit dem höheren Unter- druckwert von Nr. 3 und Nr. 4 auf den niedrigeren Un- terdruckwert heraus drehen.• Die Drosselklappen nach jeder Messung öffnen und schließen und gegebenenfalls die Leerlaufdrehzahl nachstellen.• Die Unterdrücke wie oben beschrieben prüfen. Wenn alle Unterdrücke innerhalb der technischen Daten liegen, ist die Synchronisierung des Motorunterdrucks ab- geschlossen. Wenn ein Unterdruck nicht innerhalb der tech- nischen Daten eingestellt werden kann, die By- pass-Einstellschrauben Nr. 1 ∼ Nr. 4 herausdrehen und reinigen.• Die Bypass-Einstellschraube [A],[D] ausbauen. die Unter- legscheibe [C] und den O-Ring die Feder [B],○Die Bypass-Einstellschraube und das Gewindeloch auf Rußablagerungen kontrollieren. Eventuelle Rußablagerungen aus der By- pass-Einstellschraube und dem Gewindeloch mit einem Wattebausch entfernen, der mit einem Lösungs- mittel mit hohem Flammpunkt getränkt wurde.○Den O-Ring durch einen neuen ersetzen.○Den konischen Teil [E] der Bypassschraube auf Ver- schleiß und Beschädigung kontrollieren. Ist die Bypass-Einstellschraube beschädigt oder ver- schlissen, die Schraube ersetzen.•Die Bypass-Einstellschraube eindrehen, bis sie richtig sitzt, jedoch nicht Überdrehen.
  42. 42. REGELMÄßIGE WARTUNG 2-21Wartungsschritte• Dieselben Schritte wiederholen. anderen pass-Einstellschrauben für die By-• Die Synchronisierung wiederholen.eingestellt sind, Wenn die Unterdrücke richtig die Ausgangsspannung am Hauptdrosselklappensensor überprüfen (siehe "Prüfung der Ausgangsspannung am Hauptdrosselklappensensor" im Kapitel "Kraftstoffanlage (DFI)"). Spezialwerkzeug - Adapter zur Drosselklappensensor-Einstellung: 57001-1538 Ausgangsspannung des Hauptdrosselklappensensors Anschlüsse am Sensor Multimeter (+) → gelb/weißes Kabel Multimeter (–) → braun/schwarzes Kabel Standard: 1,025 ∼ 1,055 V DC (mit Drosselklappe auf Leerlauf) Liegt die Ausgangsspannung außerhalb des Sollwerts, die Eingangsspannung am Hauptdrosselklappensensor überprüfen (siehe "Prüfung der Ausgangsspannung am Hauptdrosselklappensensor" im Kapitel "Kraftstoffanlage (DFI)").•Die Schläuche des Unterdruckmanometers unterbrechen und die Gummikappen wieder in die ursprüngliche Stel- lung anbringen.•Bei der Ausführung für Kalifornien den Unterdruck- schlauch anbringen.○Den Unterdruckschlauch gemäß Abschnitt "Verlegung von Seilzügen, Kabeln und Schläuchen" im Anhang korrekt verlegen.Prüfung der Leerlaufdrehzahl• Den Motorleerlauf den warmlaufen lassen. Seiten ein- Motor starten und• schlagen [A]. Bei Lenker nach beiden Wenn die Lenkerbewegung zu einer Änderung der Leer- laufdrehzahl führt, sind vermutlich die Gaszüge falsch eingestellt, falsch verlegt oder beschädigt. Vor der Fahrt diesen Zustand beseitigen (siehe "Prüfung der Leerlauf- drehzahl" und "Verlegung von Seilzügen, Kabeln und Schläuchen" im Anhang). ACHTUNG Eine Nutzung des Fahrzeugs mit falsch eingestell- ten, falsch verlegten oder beschädigten Seilzügen kann eine Verkehrsgefährdung darstellen.• Die Leerlaufdrehzahl überprüfen. Leerlaufdrehzahl Standard: 1.300 ±50 U/min Wenn die Leerlaufdrehzahl außerhalb des Sollwerts liegt, die Drehzahl einstellen.
  43. 43. 2-22 REGELMÄßIGE WARTUNGWartungsschritteEinstellung der Leerlaufdrehzahl• DenEinstellschraube [A]warmlaufen lassen. Motor starten und• richtig eingestellt ist. drehen, bis die Leerlaufdrehzahl Die○Die Drosselklappe einige Male öffnen und schließen, um zu kontrollieren, ob die Leerlaufdrehzahl innerhalb des Sollwerts liegt. Gegebenenfalls nochmals korrigieren.Prüfung der Bremsschläuche (aufKraftstoffaustritt, Beschädigung und einwandfreieVerlegung)○Wenn das Motorrad falsch behandelt wird, kann der hohe Druck in der Kraftstoffzuleitung zum Austritt von Kraft- stoff [A] bzw. zum Bersten des Schlauchs führen. Den Kraftstofftank ausbauen (siehe "Ausbau des Kraftstoff- tanks" im Kapitel "Kraftstoffanlage (DFI)") und den Kraft- stoffschlauch überprüfen. Den Kraftstoffschlauch ersetzen, wenn er durchgescheu- ert ist oder Risse [B] oder Dellen [C] aufweist.• Die Schlauchverbindungsstücke müssen fest ange- schlossen sein.• Prüfen, ob die Schläuche entsprechendSchläuchen" im "Verlegung von Seilzügen, Kabeln und dem Abschnitt Anhang verlegt sind. Den Schlauch ersetzen, wenn er scharf gebogen oder geknickt wurde. Wenn sich der Anschluss nicht verschieben lässt, den Einbau wiederholen.Tankdunstsystem (Modelle für Kalifornien)Überprüfung des Tankdunstsystems• Den Behälter wie folgt prüfen:○Ausbauen: Linke Innenabdeckung (siehe "Ausbau der Innenabde- ckung" im Kapitel "Rahmen")○Den Behälter [A] ausbauen und die Schläuche aus dem Aktivkohlebehälter abziehen.○Den Aktivkohlebehälter visuell auf Risse oder andere Be- schädigungen kontrollieren. Wenn der Aktivkohlebehälter Risse oder andere starke Schäden aufweist, diesen erneuern. ANMERKUNG ○Der Aktivkohlebehälter ist während der gesamten Nut- zungsdauer des Motorrades wartungsfrei, wenn er un- ter normalen Bedingungen verwendet wird.
  44. 44. REGELMÄßIGE WARTUNG 2-23Wartungsschritte• Den Abscheider für Flüssigkeiten und Dämpfe wie folgt überprüfen.○Ausbauen: Linke mittlere Verkleidung (siehe "Ausbau der mittleren Verkleidung" im Kapitel "Rahmen")○Die Schläuche vom Abscheider abziehen und den Ab- scheider [A] an der linken Seite des Motorrades abbauen.○Den Abscheider visuell auf Risse und andere Beschädi- gungen überprüfen. Wenn der Abscheider Risse oder andere Schäden auf- weist, ihn durch einen neuen ersetzen.○Damit kein Benzin in den Behälter fließen oder von dort herausfließen kann, den Behälter lotrecht zum Boden hal- ten.•Die Schläuche des Tankdunstsystems wie folgt überprü- fen.○Die Schläuche müssen sicher angeschlossen sein und die Schlauchklemmen korrekt sitzen.○Geknickte, gealterte oder beschädigte Schläuche erneu- ern.○Die Schläuche gemäß Abschnitt "Verlegung von Seilzü- gen, Kabeln und Schläuchen" im Anhang korrekt verle- gen.○Beim Einbau der Schläuche scharfe Knicke, Biegungen, Verdrehungen oder Plattdrücken vermeiden und die Schläuche möglichst geradlinig verlegen, um ungehin- derten Tankdunststrom zu gewährleisten.MotoroberseitePrüfung des Ventilspiels ANMERKUNG ○Das Ventilspiel muss bei kaltem Motor (bei Zimmertem- peratur) überprüft und nachgestellt werden.• Den Zylinderkopfdeckel Kapitel "Motoroberseite"). des Zylinderkopfdeckels" im ausbauen (siehe "Ausbau• Die Starterkupplungsschraube [B] am Starterkupplungs- der Steuerzeiten-Inspektionskappe [A] und die Kappe deckel [C] entfernen.
  45. 45. 2-24 REGELMÄßIGE WARTUNGWartungsschritte• Einen Schraubenschlüsseldiean die Starterkupplungs- schraube [A] ansetzen und Kurbelwelle im Uhrzeiger- sinn drehen, bis die Markierung [B] (OT-Markierung für die Kolben Nr. 1, 4) an der Starterkupplung auf die Ker- ben [C] am Rand der Steuerzeiten-Inspektionsöffnung im Starterkupplungsdeckel ausgerichtet ist.• Mit einer Fühlerlehre [A] das Ventilspiel zwischen Nocke und Ventilstößel kontrollieren. Ventilspiel Standard: Auslass 0,24 ∼ 0,31 mm Einlass 0,13 ∼ 0,19 mm ANMERKUNG ○Die Fühlerlehre waagerecht in den Ventilstößel einset- zen. Gut [A] Schlecht [B] Fühlerlehre [C] Waagerecht einsetzen [D] Nocken [E] Ventilstößel [F] Berührt den Ventilstößel [G]○Stellung des Kolbens Nr. 1 am oberen Totpunkt nach Ende des Kompressionshubs: Einlassventilspiel der Zylinder Nr. 1 und Nr. 3 Auslassventilspiel der Zylinder Nr. 1 und Nr. 2 Messung am Ventil [A]○Stellung des Kolbens Nr. 4 am oberen Totpunkt nach Ende des Kompressionshubs: Einlassventilspiel der Zylinder Nr. 2 und Nr. 4 Auslassventilspiel der Zylinder Nr. 3 und Nr. 4 Messung am Ventil [A]
  46. 46. REGELMÄßIGE WARTUNG 2-25Wartungsschritte Liegt das Ventilspiel nicht im angegebenen Bereich, zu- nächst das Ventilspiel notieren und dann einstellen.• Alle Ölräume vor den Nockenkuppen der Nockenwelle mit Motoröl füllen. Einlassseitige Ölräume [A] Auslassseitige Ölräume [B]Einstellung des Ventilspiels• Zum Einstellen des Ventilspiels den Nockenwellenketten- spanner, die Nockenwellen und Ventilstößel ausbauen. Die Beilagscheibe durch eine Beilagscheibe anderer Di- cke ersetzen. ANMERKUNG ○Die Lage des Ventilstößels und der Beilagscheiben markieren und notieren, damit sie später wieder an der Originalposition eingebaut werden können.• Die Beilagscheibe von Schmutz- oder Ölablagerungen reinigen.• Dicke der herausgenommenen Beilagscheibe [A] mes- sen.• Eine neue Berechnung der Beilagscheibendicke wie folgt wählen. a+b–c=d [a] Aktuelle Scheibenstärke [b] Gemessenes Ventilspiel [c] Vorgeschriebenes Ventilspiel (Mittelwert= 0,16) [d] Stärke der Ersatzscheibe Beispiel: 1,600 + 0,33 – 0,16 = 1,77 mm○Die Beilagscheibe durch eine der Größe 1,775 ersetzen. VORSICHT Die Beilagscheiben nicht für andere Modelle ver- wenden. Dies könnte Verschleiß am Ventilschaf- tende verursachen und den Ventilschaft beschädi- gen.
  47. 47. 2-26 REGELMÄßIGE WARTUNGWartungsschritteEinstellplättchen Dicke Teilenummer Markierung 1,300 92180-0108 130 1,325 92180-0109 132 1,350 92180-0110 135 1,375 92180-0111 138 1,400 92180-0112 140 1,425 92180-0113 142 1,450 92180-0114 145 1,475 92180-0115 148 1,500 92180-0116 150 1,525 92180-0117 152 1,550 92180-0118 155 1,575 92180-0119 158 1,600 92180-0120 160 1,625 92180-0121 162 1,650 92180-0122 165 1,675 92180-0123 168 1,700 92180-0124 170 1,725 92180-0125 172 1,750 92180-0126 175 1,775 92180-0127 178 1,800 92180-0128 180 1,825 92180-0129 182 1,850 92180-0130 185 1,875 92180-0131 188 1,900 92180-0132 190 1,925 92180-0133 192 1,950 92180-0134 195 1,975 92180-0135 198 2,000 92180-0136 200 2,025 92180-0137 202 2,050 92180-0138 205 2,075 92180-0139 208 2,100 92180-0140 210 2,125 92180-0141 212 2,150 92180-0142 215 2,175 92180-0143 218 2,200 92180-0144 220 2,225 92180-0145 222 2,250 92180-0146 225 2,275 92180-0147 228 2,300 92180-0148 230
  48. 48. REGELMÄßIGE WARTUNG 2-27Wartungsschritte VORSICHT Nach dem Auswählen einer Beilagscheibe das Ven- tilspiel nachmessen. Die Toleranz der Beilagschei- ben kann das Ventilspiel aus dem angegebenen Be- reich bringen.○Ist kein Ventilspiel vorhanden, eine etwas kleinere Beilag- scheibe verwenden und das Ventilspiel nachmessen.• Die Beilagscheibe Zu diesem Zeitpunkt ein Motoröl auf stößel einbauen. mit der markierten Seite zum Ventil- die Beilagscheibe oder den Ventilstößel auftragen, damit die Beilagscheibe während des Einbaus der Nockenwelle nicht verrutscht. VORSICHT Nicht mehrere Beilagscheiben unter die Beilag- scheibe legen. Dies kann dazu führen, dass bei hohen Drehzahlen die Beilagscheibe herausge- drückt und der Motor schwer beschädigt wird. Die Beilagscheibe nicht abschleifen. Dies kann zum Bruch und damit zu schweren Motorschäden führen.• Molybdänhaltige Disulfidöllösung auf die Stößeloberflä- che auftragen und den Stößel einbauen.• Die Nockenwellen"Motoroberseite"). "Einbau der Nocken- welle" im Kapitel einbauen (siehe• Das Ventilspiel erneut messen und gegebenenfalls nach- stellen.• AlleMotoröl füllen.den Nockenkuppen der Nockenwellen mit Ölräume vor Einlassseitige Ölräume [A] Auslassseitige Ölräume [B]• Das Ventilspiel erneut messen und gegebenenfalls nach- stellen.• Die ausgebauten Teile wieder einbauen.

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