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einer tiefen Dankbarkeit zu Gott,  unserem...
Inhalt

Geleitwort

Beginn

Wie die Kindheit,  so der Weg? 
Personlichkeit entwickelt sich
Krankheit

Spontanheilung

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Geleitwort

Ein Leben unter vielen,  unendlichen und unfassbaren
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dem Sinn des Lebens fragst.  Ich mochte dir durch rneine
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Beginn

Es begann nicht erst im Mai 1952, sondern schon weit, 
weit friiher.  Doch urn dich nicht in die Irre zu fiihren, ...
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Wie die Kindheit,  so der Weg? 

1952
Kaum merklich und doch schmerzlich wurde ein kleines
Tochterchen geboren.  Wie ich s...
entdeckte ich da noch so einen kleinen Wurm im Dreck, 
wie ich einer war.  Das war mein Bruder,  er weinte, 
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meinem Kopfchen heran.  Gott war gut,  Vater war bose —
wie sollte ich das begreifen? 

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Tornister.  Meine Freizeit musste ich nun mit Lesen und
Schreiben gestalten.  Das Spielen drau. Ben mit den Kindern
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Leseprobe Buch: „Du bist das Wunder“ bei Pax et Bonum Verlag Berlin

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Was macht das Denken mit unserer Seele, mit unserem Körper, mit unserem Glauben? Anhand von Beispielen wird veranschaulicht, wie wir mit Verdrängungsmechanismen umgehen, wie wir uns selbst heilen können und wie wir unsere unendliche geistige Schöpfungsenergie freisetzen. Urusla Bohm nimmt uns mit in ihr Leben, das geprägt war von Armut, Grausamkeit und körperlichem Leid. Dennoch verlor sie nie ihren Glauben an Gott. Dann, in einer Nacht voller Schmerzen geschah ein Wunder und ihr wurde eine Erkenntnis offenbart. Sie möchte nun ihr Wissen an den Leser weitergeben und ihm Mut zusprechen. Die Autorin tritt ihre Erlöse, die durch den Verkauf dieses Buches erzielt werden, vollständig an den Förderverein Tierhospiz Hof Elise e.V. ab

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Leseprobe Buch: „Du bist das Wunder“ bei Pax et Bonum Verlag Berlin

  1. 1. U/967" day Buch: Ursula Bohm nirnrnt uns rnit in ihr Leben. Hineingeboren in eine Welt, die Von Gewalt und Ignoranz beherrscht wurde, Verlor sie dennoch nie ihren Glauben an Gott. Seine Liebe gab ihr immer wieder Kraft. Dann, in einer Nacht Voller Schmerzen geschah ihr ein Wunder und ihr wurde eine Erkenntnis offenbart. Die Autorin méchte ihr Wissen an den Leser weitergeben, ihm Mut zusprechen, ihm den Weg zu einem gliicklichen Leben zeigen. Undogmatisch erkléirt sie, wo Blockaden entstehen und wie sie gelést werden kénnen. Was macht das Denken mit unserer Seele, mit unserem Kijrper, mit unserem Glauben? Anhand Von Beispielen wird veranschaulicht, wie wir Verdréingungsmechanismen umgehen, wie wir uns selbst heilen kéjnnen und wie wir unsere unendliche geistige Schépfungsenergie freisetzen. Dieses Buch ist ein treuer Begleiter auf einern spirituellen Weg, eine Botschaft an alle Sinn—Suchenden und eine Aufforderung, das Leben in die eigene Hand zu nehrnen.
  2. 2. M einer M utter gewidmet Meine Darstellung in Bezug auf dieses Buch entspringt einer tiefen Dankbarkeit zu Gott, unserem Schépfer, meinem iiber alles geliebten Ehemann und meiner fiber alles geliebten Mutter. Da Gott es so gewollt hat, fiber Einfachheit, Armut und Leid die Erkenntnis zum Sinn des Lebens zu erlangen, ist es auch gewollt, sie dir, lieber Leser, als solchen mitzuteilen. Du, der du in diesem Buch zu lesen beginnst, sollst wissen, dass nichts wichtiger ist als das, was du darstellst, wofiir du lebst und was du bist. Daraus kannst du den Sinn deines Lebens im Gefiige des Zweckes zum Plane Gottes erkennen.
  3. 3. Inhalt Geleitwort Beginn Wie die Kindheit, so der Weg? Personlichkeit entwickelt sich Krankheit Spontanheilung Die Seele Liebe Karma Schlus swort 11 13 41 55 107 131 155 171 175
  4. 4. Geleitwort Ein Leben unter vielen, unendlichen und unfassbaren GroBen wird geboren. Ein Lebewesen, wie auch du eines bist. Ein jedes geborene Wesen entspricht dem Ursprung und ist jedem anderen Lebewesen gleich und doch wiederum einzigartig. jedes Einzelne tragt lediglich ein anderes Kleid. Warum ich gleich zu Beginn meines Buches auf die Einzigartigkeit und die Schwere eines Lebewesens, wie wit Menschen eines darstellen, eingehe? — Nun, ich will dir darnit eine Weite, um es mal so auszudriicken, Verrnitteln, die ja nicht nur mein Leben beinhaltet, sondern den Inhalt eines jeden ausrnacht. Somit ist die Von mit festgestellte Einzigartigkeit des Lebens nur eine Von vielen unserer Sichtweisen der in uns wohnender Personlichkeiten, folglich also wieder jeder Lebensforrn gleich. Dieses Buch soll euch kein Einzelschicksal erleben lassen, Vielmehr mochte ich jedem Von euch die Unbarmherzigkeit eines Lebens darstellen und gleichzeitig die Erkenntnis Vermitteln, soweit es rnir moglich ist, wie einfach es ist zu Leben! Die Unbarmherzigkeit als eine Barmherzigkeit zu sehen und anzunehmen. Es ist nicht wichtig, das mit tnir Geschehene hervorzuheben, dennoch erfasst mich ein natiirlicher Zwang zur Mitteilung an dich, der du nach
  5. 5. dem Sinn des Lebens fragst. Ich mochte dir durch rneine Geschichte eine Moglichkeit schaffen, dein Leid besser anzunehmen. Das ist unweigerlich der erste Schritt. Nur dadurch losen sich deine Fragen langsam auf, sie werden zu Antworten. Dein Leben beginnt sich zu andern, hin zur Sonnenseite, hin zum Licht! Erst wenn wir annehmen — aufgeben, beginnt der Neuanfang! Siehst du die Zweideutigkeit in dem Wort , ,aufgeben“? Ich gebe rnich auf als das, was ich Vorher Verkorpert habe, lege somit meinen physischen Korper in die Hande rneiner Schopfungskraft, in der Hoffnung, aufgenommen zu werden. Soll es dann so sein, nimmt deine Seele ihre Arbeit auf und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Fiir rnich war mein Leben ein grofies Fragezeichen, 45 Jahre Voller Leiden mussten erst gelebt werden, um zu erfahren, worin der Sinn des Lebens liegt. Meine Erkenntnisse weiterzugeben, hat den Hintergrund, dir die Moglichkeit der Selbsterkenntnis zu schaffen, bevor der korperliche Tod dich erreicht. Es sei noch mal erwahnt, dass dieses Buch nicht nur Handlungen eines leidvollen Lebens beinhaltet, sondern auch die daraus gewonnenen Erkenntnisse und die ersten zaghaften Schritte in ein neues Leben offenbart. Ich wfinsche mir, dass du einen erweiterten Blickwinkel auf dein Leben erhaltst. Du bist nicht allein, mit rnir sind wir schon zwei!
  6. 6. Beginn Es begann nicht erst im Mai 1952, sondern schon weit, weit friiher. Doch urn dich nicht in die Irre zu fiihren, beginne ich in rneinem jetzigen Leben. Diese meine Geschichte entspricht der Wahrheit. Urn beteiligte Personen in der Offenthchkeit nicht blofizustellen, wurden deren Namen und Daten Von mir geandert. Kennst du das nicht auch, wenn gerade eine Besserung deiner Beschwerden aufgetreten ist, plotzlich und unerwartet neue Problerne auftauchen, die dich abermals gefangen nehrnen? Bis zum 8. auf den 9. April 1997 lebte ich den Weg meiner Gedanken hin zur Gesellschaft und deren Mafistabe und zuriick in das Familiendasein, urn daraus die Essenz zur eigenen Personlichkeit zu leben. Anerkannt und integriert wollte ich sein wie du, wie jedes andere Lebewesen auf unserem Planeten. Das war mein Ziel, doch dann geschah etwas X/ undervolles! Machtige Anstrengungen hatte ich mir auferlegt, um dem Gesamtbild einer Gesellschaft zu entsprechen, in die ich hineingeboren wurde. Jeglicher Neu—Versuch sich den rnaterialistischen Denk- und Lebensgewohnheiten hinzugeben, anzupassen, unterzuordnen, wurde bestraft mit korperlichen Schmerzen und weiteren Gebrechen! Langsam begann ich, mich zu fragen, was ich nur falsch machte. Das
  7. 7. kennst du auch, nicht wahr? Doch darnit bist du nicht allein, Da gibst du dir Miihe, jedem gerecht zu werden und bemerkst gar nicht, dass du dich irnrner weiter Von dir entfernst. Tiefer und tiefer rutschen wir ab in eine Von uns unbewusst aufgebaute Scheinwelt, die wir als tatsachlich wahrnehmen und unser Leben bricht zusammen. Bis wir es bemerken, ist es oftmals schon zu spat.
  8. 8. Wie die Kindheit, so der Weg? 1952 Kaum merklich und doch schmerzlich wurde ein kleines Tochterchen geboren. Wie ich spater Von Mama erfuhr, daheim. Ich war VOI1 kraftiger Statur und besafi einen unbandigen Willen, grofi zu werden. Mama hatte es nicht immer leicht mit mir, denn mein Hunger nach Essen und Liebe musste Von ihr gerecht unter uns Kindern aufgeteilt werden. Das erste, woran ich mich bewusst erinnern kann, war, als meine groBe Schwester Von meinem Vater Verhauen wurde. Ich horte ihre Schreie und spiirte, wie Mama versuchte, mich Von dem Geschehen fernzuhalten. Doch sah ich alles mit an. Ein Teppichklopfer aus Rohr schlug immer wieder auf das Gesicht und Brust meiner Schwester ein. Uberall sah ich Blut und fiihlte Angst. Ich spiirte instinktiv, wenn ich nicht brav bin, tut man mir weh. Dass ich noch einen Bruder hatte, wurde mir eines Morgens bewusst, als unsere Mutter uns mit dem Fahrrad in den katholischen Kindergarten bringen wollte. Ich spiirte, wie der Boden unter uns nachgab und Mama sehr zu kampfen hatte, das Gefahrt, auf dem wir uns fortbewegten, unter Kontrolle zu bekommen. Doch plotzlich fielen wir urn und eine breiige Suppe umgab uns. Miihsam krabbelte ich aus dem Schlamm heraus, in dem wir steckengeblieben waren und zu meiner Freude
  9. 9. entdeckte ich da noch so einen kleinen Wurm im Dreck, wie ich einer war. Das war mein Bruder, er weinte, anscheinend mochte er das nicht. Meine Mutter war auch sehr laut. Sie schimpfte vor sich hin, was mir gar nicht gefiel. .. Spater, ich war schon vier Jahre alt, bekam ich Von der , ,Schwester Banane“, einer Nonne aus unserem Kindergarten, ein hiibsches Kleid geschenkt. Selbst heute noch kann ich es in jedem einzelnen Detail beschreiben. Es war dunkelblau und hatte lauter kleine rote Herzen darauf, dieses werde ich nie Vergessen konnen. Es war aus samtigem Kord, und es Vermittelte mir Weichheit und Warme. Meine Schwester Banane war immer sehr lieb zu mir, und doch hatte ich oft groBe Furcht. Sie trug dieses schwarze Gewand mit einer Haube auf dem Kopf. Sie hatte ein schones, rundes Gesicht und ihre Worte waren so weich und warm. Sie nahm mich oft mit in die Kirche, wo ich niederknien musste, um zu beten. Manchmal war es ganz schon anstrengend. Meine Knie wurden dabei so kalt und der Fufiboden War so hart. Sie erzahlte mir oft Von Vater Gott, und dass er uns geschaffen hat, doch ich mit meinem noch ziernlich kleinen Verstand dachte nur: Vater, Gott. .. Was ist nun richtig? Wer ist Gott und wer ist Vater? Vater war fiir mich daheim und in der Arbeit und wurde bose, wenn ich nicht gehorchte, Gott war im Himmel und auch der Vater! Viele kleine Gedanken wuchsen zu groBen in
  10. 10. meinem Kopfchen heran. Gott war gut, Vater war bose — wie sollte ich das begreifen? Ich hatte ihn trotzdem lieb. — Dass wir in einer Holzbaracke wohnten, Petroleumlicht hatten, um bei Dunkelheit besser sehen zu konnen, schmalerte meinen kindlichen Optimismus nicht. Andere Menschen wohnten auch in solchen Hausern. Mama erzahlte mir schon friih Von den ernsten und schlimmen Sachen im Leben. Es war Nachkriegszeit, die Zeit des Wiederaufbaus und der Not, in die wir Kinder hineingeboren wurden. Das erklarte die Umstande der Unterkiinfte, mit denen meine Eltern fertig werden mussten. Doch dann war es soweit, ich durfte in die Schule gehen. Ich erinnere mich noch genau, als ich mit Mama zum ersten Mal die Schule betrat, glaubte ich den Tempel Gottes zu betreten. Das Haus, was man Schule nannte, war sehr Viel grofier und heller als die kleine Kirche aus unserem Kindergarten. So Viele groBe und gut gekleidete Menschen waren dort. Es machte auf mich den Eindruck, als Ware ich im Haus Gottes und alle anderen sind seine Engel. Das sollte sich fur mich so nach und nach jedoch andern. Es war kein Gotteshaus, sondern meine Schule, wo ich etwas zu lernen hatte und die Engel waren leider nur Lehrer. Nun galt es fur mich umzudenken. Meine kleinen Schmetterlinge im Kopf schwirrten davon und es folgte bitterer Ernst, zum Beispiel Kreide, Tafel, Schwamm und
  11. 11. Tornister. Meine Freizeit musste ich nun mit Lesen und Schreiben gestalten. Das Spielen drau. Ben mit den Kindern wurde immer seltener. Ab jetzt, wir schrieben das Jahr 1958, sollte alles anders werden. Mein neues Leben begann mir zu gefallen. Nun war ich nicht mehr so oft daheim. Das bedeutete mir sehr Viel, da ich nun weniger Priigel bekam als vorher. Erstens War ich durch die Schulzeit Weniger zu Hause, und dann hat sich alles etwas Verteilt, da neue Geschwister hinzukamen. Die Schule begann mir Freude zu machen. Ware da nicht mein Klassenlehrer gewesen. Seine Tochter hieB auch so wie ich, war allerdings aus wohlerzogenem Hause, mit gepflegten, kurzen Haaren und stets der neusten Kleidung. Ich muss gestehen, da wir nicht so Viel Geld hatten, musste ich das abgelegte Zeug Von anderen tragen. Diese Kleidung passte doch wunderbar, und ich konnte nicht verstehen, warum ich gehanselt wurde, besonders Von meinem Lehrer und das vor den Mitschiilern. Meine Scham, in solch einer Familie leben zu miissen, lieI3 mir keine andere Moglichkeit offen, als die Zwangsjacke iiberzustteifen und Unterwiirfigkeit zu demonstrieren. Nur so konnte ich weiterkommen. Ich wollte doch so Viel lernen. Die Art, wie mein Lehrer mit mir umging, blieb nicht ohne Folgen. Die Mitschuler betrachteten mich schon bald als Draufhauobjekt. Meine Klagen bei meinem Papa brachten mir dann noch mehr Haue ein. Die Folge
  12. 12. war eine mit Tranen verregnete Kindheit. Ich hielt mich uberwiegend an Mama, denn ihr ging es so wie mir. Wo ich nur konnte, half ich ihr. Friih lernte ich, wie man Babys wickelte und fiitterte. Stopfen, waschen, putzen und Kartoffeln kochen waren nach den Hausaufgaben meine Pflichten. Manchmal saB ich nachts, wenn alles schlief, zusammengekauert in meinem Bettchen und weinte und dachte an die schone Zeit mit der Schwester Banane. Betete brav jeden Abend und bat den lieben Gott doch endlich zu mir herunter zu kommen oder mir gar einen Engel zu schicken, der mir die vielen Krokodile Vom Hals hielt, die standig unter meinem Bett lagen. So schlief ich dann immer wieder ein, in der Hoffnung, dass ab morgen alles besser werden wiirde. Trotz der vielen Gebete schien fur mich alles schlimmer zu werden. Mama War standig krank und miide. Meine Arbeit zu Hause wurde immer mehr. Mittlerweile war meine grofie Schwester aus dem Haus. Sie bekam eine Anstellung in einem Haushalt, weit weg Von uns und alles schien auf meinen kleinen Schultern zu lasten. Alles nahm ich dennoch gerne auf mich, wenn ich nur weiter in die Schule gehen durfte. Sie war fur mich mein kleines Himmelreich. Dafur war ich bereit, alles in Kauf zu nehmen, allen und jeden Dienst zu tun. Mama hatte es nicht Verdient, dass ich sie irn Stich lieB. Meine Angst, dass sie bald sterben wurde, war sehr groB,
  13. 13. denn sie war immer krank. Nachts, wenn wir eigentlich schlafen sollten, horte ich oft das Weinen Von Mama. Papa hat ihr wohl immer sehr weh getan, und einen dicken Bauch bekam sie oft. Die kleinen Wiirmer waren immer so nackt, wenn sie aus Mamas Bauch krochen. Es muss auch wehgetan haben, denn immer hat sie dabei geschrien und so geblutet. Zwei davon wurden groBer und die anderen sind lieber zum lieben Gott gegangen. So hat Mama erzahlt. Harte ich gewusst, wie die das gemacht haben, ware ich bestimmt zu ihnen spielen gegangen. Beim lieben Gott War es schon. Oft schloss ich einfach meine Auglein und bat Gott, mich doch ein wenig bei ihm zu lassen, gerade dann, wenn mein Weh Von der Haue so schlimm war. Dann fand ich mich auf einer wundervollen grunen Wiese wieder. In einem weiBen Kleidchen, das mir bis zu den nackten Fufichen ging, saB ich im tiefen Gras. Fast war ich nicht zu sehen. Die kleinen bunten Schmetterlinge spielten mit mir. Bei der Sonne bedankte ich mich hoflich, denn ihre Warme tat mir gut. Das Gluck, was da in meinem Bauch war, teilte ich dann wieder mit Mama. Sie konnte es Verdammt gebrauchen. Doch ich musste aus meinem Traum erwachen, denn sie brauchte mich.
  14. 14. Pax«€[B0num‘3 Im Verlag Pax et Bonum sind u. a. weiterhin erschienen: Marika Kriic/ zen Marienkafer Siebenpi. '1nl<tchen ISBN 978-3-943650-07-7 joac/ aim Sondern Die menschliche Welle Band I: Ebbe ISBN 978-3-943650-01-3 Die menschliche Welle Band2: Flat ISBN 978-3-943650-04-4 T/ aomas B0‘/ nn Shiva klafft und Herrchen hupft ISBN 978-3-943650-28-0 Martina jenner Gourmetkatze ISBN 978-3-943650-36-5 Ursula Bo/ am Du bist das Wunder ISBN 978—3—943650—24—2 (alneeic/ aender eBo0/a-Titel » Wander fallen nie/ at 7/om Himmel«) Annette Hillringbaas Minna, griine Minna ISBN 978-3-943650-18-1 Stefan Bise/ aofi" Malte und die Dampflok ISBN 978—3—943650—21—1 Malte sucht Madagaskar ISBN 978—3—943650—55—6 Florian Zac/9 Gliick schenken ISBN 978-3-943650-14-3 Renate S treinme Seelenreise ISBN 978-3-943650-45-7 Alle Biicher auch als eBool<s erhéiltlich ’www. pax-et-bonum. net

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