Marktforschung | Research | DemoskopieAktuelle Umfragen zu Wirtschaft und GesellschaftRatlosigkeit in Koalitionsfragen    ...
-2-Das IMAS hat daher demoskopisch Nachschau gehalten, welchen Kurswert die ak-tuelle Bundesregierung besitzt und welche P...
-3-Zuletzt wurde noch im demoskopischen Interview die Frage nach der persönlichenRegierungspräferenz gestellt. Wiederum kö...
Fortsetzung der großen Koalition?Österreichische Bevölkerung ab 16 JahreFrage:   "Im kommenden Herbst wird auch eine neue ...
Übereinstimmende ZieleÖsterreichische Bevölkerung ab 16 JahreFrage:   "Wenn Sie einmal speziell an die SPÖ denken: Mit wel...
RegierungspräferenzÖsterreichische Bevölkerung ab 16 JahreFrage:   "Welche dieser Parteien würden Sie persönlich ganz beso...
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Demoskopischer Befund

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02 ratlosigkeit in_koalitionsfragen

  1. 1. Marktforschung | Research | DemoskopieAktuelle Umfragen zu Wirtschaft und GesellschaftRatlosigkeit in Koalitionsfragen Nr. 02Basis: Österreichische Bevölkerung ab 16 Jahre 2013Trotz einer gewissen Unzufriedenheit mit der Performance der großen Koalitionergibt sich eine Pattstellung in der Frage nach der Fortsetzung derRot/Schwarzen Bundesregierung nach den Nationalratswahlen im Herbst. ImVerhältnis 31 zu 27 stehen sich in etwa gleich große Gruppen der Bevölkerunggegenüber, die sich auf der einen Seite für eine Vertragsverlängerung dieserpolitischen Allianz ausspricht und auf der anderen Seite eine Beendigung derZusammensetzung dieser aktuellen Koalition im Herbst wünscht. Hauptsäch-lich sind die Österreicher aber ratlos, wenn sie an die kommenden Regie-rungsverhandlungen und den daraus resultierenden Koalitionsparteien den-ken. Mehr als zwei Fünftel können nicht sagen, ob die große Koalition wiedergemeinsam eine Regierung bilden soll, etwas weniger – also genau genommen37 Prozent – können keine Partei nennen, die sie selbst gerne in der Regierungsehen würden. Somit zeigt sich, mit dem Interesse an Politik, schwindet dasWissen darüber und damit geht auch das Urteilsvermögen zurück. Es bestätigtsich ein Trend der letzten Jahre: die Bürger kehren der Bundespolitik den Rü-cken zu.Eine mögliche Fortsetzung der Politikehe zwischen Rot und Schwarz nach der Natio-nalratswahl im Herbst steht derzeit noch in den Sternen. Neben dem dafür notwendi- gen beiderseitigen Bin- Fortsetzung der großen Koalition? dungswillen gilt es zu- Österreichische Bevölkerung ab 16 Jahre nächst für die Großpar- Frage: teien gemeinsam über- "Im kommenden Herbst wird auch eine neue Regierung gewählt. Wenn es nach Ihnen ginge: Sollten SPÖ und ÖVP auch nach der nächsten Nationalrats- wahl wieder gemeinsam die Regierung bilden, oder wäre es Ihnen im Grunde lieber, wenn es zu einer anderen Koalition käme?" Sollten wieder gemeinsam die Regierung bilden haupt die absolute Mehrheit an Wähler- 55% 54% stimmen zu erreichen. 29% 26% 27% 42% Die IMAS-Befunde in SPÖ-Sympath. ÖVP-Sympath. SPÖ-Sympath. ÖVP-Sympath. den letzten Monaten zeigten ein relativ 31% Unentschieden, egal schwankendes Bild, zum 17% 20% ersten Mal in der Ge- schichte der 2. Republik SPÖ-Sympath. ÖVP-Sympath. könnte es dazu kom- Wäre lieber, wenn andere Koalition Österreichische Bevölkerung ab 16 Jahre, Dez.2012/Jänner 2013 men, dass nur eine Dreierkoalition die magi-sche Grenze der absoluten Mehrheit überschreiten kann.
  2. 2. -2-Das IMAS hat daher demoskopisch Nachschau gehalten, welchen Kurswert die ak-tuelle Bundesregierung besitzt und welche Parteien eigentlich grundsätzlich für eineRegierung in Frage kämen:Im Verhältnis 31 zu 27 stehen sich in etwa gleich große Gruppen der Bevölkerunggegenüber, die sich auf der einen Seite eine Fortsetzung und auf der anderen Seiteeine Beendigung der aktuellen Koalition wünschen. Die bisherige Regierungskonstel-lation erreicht unter ihren beiden Gruppen an Sympathisanten ähnliche Ausprägun-gen, beispielsweise vertreten 55 Prozent der SPÖ-Wähler und 54 Prozent der ÖVP-Wähler die Auffassung, dass Rot und Schwarz wieder eine Zusammenarbeit anstre-ben sollten.Mehr als zwei Fünftel der Bevölkerung können noch nicht sagen, ob diese politischeEhe nach den Nationalratswahlen für weitere 5 Jahre erneuert werden sollte. Inter-essanterweise sind vor allem die jungen Österreicher, also Personen unter 30 Jah-ren, und Menschen miteinfacherer Bildung be- Übereinstimmende Zielesonders ratlos. Österreichische Bevölkerung ab 16 Jahre Frage: "Wenn Sie einmal speziell an die SPÖ denken: Mit welcher anderen Partei würden die Sozialdemokraten in ihren politischen Ziel en grundsätzlich gut zusammenpassen, vorausgesetzt, dass diese Parteien zur Wahl antreten?" (Vorlage einer Liste) Frage: "Und wie wäre es mit der Volkspartei: Mit welcher anderen Partei würde die ÖVP in ihren politischen Zielen besonders gut zusa mmenpassen?" (Vorlage einer Liste)Unabhängig von der Zur SPÖ passen Zur ÖVP passen %Einschätzung der bishe- Die GRÜNEN 22 9rigen Machtverteilung ÖVP 19wollte das Institut auch SPÖ 20 Team Stronachwissen, welche anderen FPÖ 7 8 12 11Parteien eigentlich zu KPÖ 4 1den beiden Regierungs- Piraten-Partei LIF 3 1 2 3parteien am ehesten BZÖ 1 5passen würden und mit Keine davon 16 16ihren politischen Zielen Weiß nicht, keine Angabe 35 39am ehesten überein-stimmen. Auch dieses Österreichische Bevölkerung ab 16 Jahre, Dez.2012/Jänner 2013Bild ist von einer gewis-sen Orientierungslosigkeit und Ratlosigkeit geprägt:Der SPÖ werden im Grunde zwei Parteien zugeordnet, am stärksten die GRÜNENund danach die ÖVP. Alle weiteren Parteien spielen in den Augen der Bevölkerungkeine Rolle für eine Regierungszusammenarbeit mit der SPÖ. Mehr als ein Drittelkann diese Frage nicht beantworten, weitere 16 Prozent können keinen geeignetenPartner für die SPÖ identifizieren.Gemessen an übereinstimmenden politischen Zielen kommt der Bevölkerung eigent-lich nur eine Partei, nämlich die SPÖ, für eine Kooperation mit der ÖVP in den Sinn.Team Stronach und die FPÖ folgen auf einer späteren, deutlich niedrigeren Be-wusstseinsebene. Interessantes Detail am Rande: Die GRÜNEN werden somit eherals potentieller Partner der SPÖ als von der ÖVP vermutet.
  3. 3. -3-Zuletzt wurde noch im demoskopischen Interview die Frage nach der persönlichenRegierungspräferenz gestellt. Wiederum können 37 Prozent der Bevölkerung keine Partei nennen, die Regierungspräferenz man besonders gerne Österreichische Bevölkerung ab 16 Jahre in der Regierung se- Frage: "Welche dieser Parteien würden Sie persönlich ganz besonders gern in der künftigen Regierung sehen, vorausgesetzt, dass diese Parteien zur Wahl antreten?" (Vorlage einer Liste) hen würde. Bevölkerung insgesamt % SPÖ 31 ÖVP Diejenigen, die sich für 20 Team Stronach eine Partei entschei- 15 FPÖ 15 Die GRÜNEN den, wünschen sich 14 Piraten-Partei 3 am ehesten die SPÖ KPÖ 3 BZÖ 3 in Regierungsverant- LIF 2 wortung. Genau ge- Keine davon nommen sind es ein 9 Weiß nicht, keine Angabe knappes Drittel der 28 Österreicher, die sich eine Koalition mit so- Österreichische Bevölkerung ab 16 Jahre, Dez.2012/Jänner 2013zialdemokratischer Handschrift wünschen, die ÖVP wird von jedem 5. Österreicherfür die Regierungsverantwortung favorisiert.Ein politischer Newcomer – das Team Stronach – konnte in dieser Fragestellung be-reits zu den beiden etablierten Oppositionsparteien FPÖ und GRÜNE aufschließen.Dieses Ergebnis lässt erkennen, dass das Team Stronach bereits jetzt – nach weni-gen Monaten in der politischen Arena – einen Vertrauensvorschuss seitens der Wäh-ler genießt.Insgesamt lässt sich sagen, dass das Koalitionsdenken der Österreicher eher geringausgeprägt ist, ein Lagerwahlkampf mit Bündnissen bzw. Allianzen wie beispielswei-se in der Bundesrepublik Deutschland dem politischen Verständnis der Bevölkerungnicht entspricht und die Notwendigkeit einer eventuellen Dreierkoalition sich nochnicht im Bewusstsein der Österreicher verankert hat. Dokumentation Zeitraum der Umfrage: 12. Dezember 2012 – 7. Jänner 2013 n=1.049 Personen, statistisch repräsentativ für die Sample: österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren, Quota- auswahl, face-to-face Zahl der Interviewer: 94 Archiv-Nr. der Umfrage: 012122IMPRESSUM:Informationsdienst der Markt- und Meinungsforschung. Medieninhaber,Herausgeber und Hersteller: IMAS-International – Institut für Markt- und Sozial-analysen GmbH, A-4020 Linz, Gruberstraße 2–6, Tel.: 0732/77 22 55-0,Fax: 0732/77 22 55-5, e-mail: office@imas.at
  4. 4. Fortsetzung der großen Koalition?Österreichische Bevölkerung ab 16 JahreFrage: "Im kommenden Herbst wird auch eine neue Regierung gewählt. Wenn es nach Ihnen ginge: Sollten SPÖ und ÖVP auch nach der nächsten Nationalrats- wahl wieder gemeinsam die Regierung bilden, oder wäre es Ihnen im Grunde lieber, wenn es zu einer anderen Koalition käme?" Sollten wieder gemeinsam die Regierung bilden 55% 54% 29% 26% 27% 42% SPÖ-Sympath. ÖVP-Sympath. SPÖ-Sympath. ÖVP-Sympath. 31% Unentschieden, egal 20% 17% SPÖ-Sympath. ÖVP-Sympath. Wäre lieber, wenn andere Koalition Österreichische Bevölkerung ab 16 Jahre, Dez.2012/Jänner 2013
  5. 5. Übereinstimmende ZieleÖsterreichische Bevölkerung ab 16 JahreFrage: "Wenn Sie einmal speziell an die SPÖ denken: Mit welcher anderen Partei würden die Sozialdemokraten in ihren politischen Zielen grundsätzlich gut zusammenpassen, vorausgesetzt, dass diese Parteien zur Wahl antreten?" (Vorlage einer Liste)Frage: "Und wie wäre es mit der Volkspartei: Mit welcher anderen Partei würde die ÖVP in ihren politischen Zielen besonders gut zusammenpassen?" (Vorlage einer Liste) Zur SPÖ passen Zur ÖVP passen % Die GRÜNEN 22 9 ÖVP 19 SPÖ 20 Team Stronach 8 12 FPÖ 7 11 KPÖ 4 1 Piraten-Partei 3 1 LIF 2 3 BZÖ 1 5 Keine davon 16 16 Weiß nicht, keine Angabe 35 39 Österreichische Bevölkerung ab 16 Jahre, Dez.2012/Jänner 2013
  6. 6. RegierungspräferenzÖsterreichische Bevölkerung ab 16 JahreFrage: "Welche dieser Parteien würden Sie persönlich ganz besonders gern in der künftigen Regierung sehen, vorausgesetzt, dass diese Parteien zur Wahl antreten?" (Vorlage einer Liste) Bevölkerung insgesamt % SPÖ 31 ÖVP 20 Team Stronach 15 FPÖ 15 Die GRÜNEN 14 Piraten-Partei 3 KPÖ 3 BZÖ 3 LIF 2 Keine davon 9 Weiß nicht, keine Angabe 28 Österreichische Bevölkerung ab 16 Jahre, Dez.2012/Jänner 2013

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