Kostenloses Probekapitel "Prinzip kostenlos"

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Sie sind Berater, Trainer,
Speaker oder Experte in einem Spezialgebiet? Sie leiten ein Unternehmen im Dienstleistungsbereich oder sind für dessen Marketing verantwortlich? Sie brauchen neue Aufträge? Sie möchten Ihren Marktwert steigern? Dann verschenken Sie doch einfach Ihr Wissen! Das funktioniert für größere Unternehmen genauso wie für Freiberufler. Entscheidend ist nur die Tatsache, dass Sie auf einem Gebiet mehr wissen als andere. Die Kommunikationsexpertin Dr. Kerstin Hoffmann zeigt, wie Sie mit dem Prinzip kostenlos zu mehr Bekanntheit und zu neuen Kunden gelangen – vor allem im Internet, aber auch über klassische Wege. Die Autorin, die mit ihrem Blog “PR-Doktor” bekannt wurde, hat das Prinzip selbst erprobt und zeigt Ihnen, wie Sie es für Ihr Unternehmen in die Praxis umsetzen.

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  1. 1. Kerstin HoffmannPrinzip Kostenlos Prinzip Kostenlos Wissen verschenken – Aufmerksamkeit steigern – Kunden gewinnen Hoffmann
  2. 2. Kerstin Hoffmann Prinzip kostenlos Wissen verschenken – Aufmerksamkeit steigern – Kunden gewinnenWILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA
  3. 3. 1. Auflage 2012 © 2012 Wiley-VCH Verlag & Co. KGaA, Boschstr. 12, 69469 Weinheim, GermanyAlle Bücher von Wiley-VCH werdensorgfältig erarbeitet. Dennoch übernehmen Alle Rechte, insbesondere die der Überset-Autoren, Herausgeber und Verlag in keinem zung in andere Sprachen, vorbehalten. KeinFall, einschließlich des vorliegenden Werkes, Teil dieses Buches darf ohne schriftliche Ge-für die Richtigkeit von Angaben, Hinweisen nehmigung des Verlages in irgendeinerund Ratschlägen sowie für eventuelle Druck- Form – durch Photokopie, Mikroverfilmungfehler irgendeine Haftung oder irgendein anderes Verfahren – repro- duziert oder in eine von Maschinen, insbe-Bibliografische Information sondere von Datenverarbeitungsmaschinen,der Deutschen Nationalbibliothek verwendbare Sprache übertragen oder über-Die Deutsche Nationalbibliothek verzeich- setzt werden. Die Wiedergabe von Warenbe-net diese Publikation in der Deutschen Na- zeichnungen, Handelsnamen oder sonsti-tionalbibliografie; detaillierte biblio- gen Kennzeichen in diesem Buch berechtigtgrafische Daten sind im Internet über nicht zu der Annahme, dass diese von je-http://dnb.d-nb.de abrufbar. dermann frei benutzt werden dürfen. Viel- mehr kann es sich auch dann um eingetra- gene Warenzeichen oder sonstige gesetzlich geschützte Kennzeichen handeln, wenn sie nicht eigens als solche markiert sind. Satz Mitterweger und Partner, Plankstadt Druck und Bindung CPI – Ebner & Spiegel, Ulm Umschlaggestaltung init GmbH, Bielefeld Print ISBN: 978-3-527-50671-2
  4. 4. InhaltsverzeichnisEinleitung 9 Bekanntheit, neue Kunden und höhere Honorare mit verschenktem Wissen 9 Praxisbeispiele: erfolgreiche Wissens-Teiler 15 Mehr auf der Buch-Website 151. Reich und berühmt mit verschenktem Wissen? 17 Die Wissensstrategie und der erfolgreiche Balanceakt in der Gratiskultur 17 Die Faktoren der Wissensstrategie 21 Einige Worte zu den Werten 25 Wissen teilen, damit die Welt besser wird – Interview mit dem Wissenschaftler, Philosophen, Manager und Speaker Prof. Dr. Gunter Dueck 25 Das Prinzip kostenlos 28 Worin besteht das rare Gut? 32 Zur Psychologie des Teilens 34 PR-Doktor: ein Erfahrungsbericht 412. Die eigene Ware und ihren Wert kennen 49 Positionierung, Planung und Strategie der Wissens- vermarktung 49 Was kostet es? Was bringt es ein? Ressourcen und (Zeit-)Budget 60 Ihr Wissen ist nicht einzigartig – Ihr Können schon 64 Du bist, wie du schreibst – schreibe, wie du sein willst 68 Was ist Ihr Medium? 78Prinzip kostenlos Kerstin Hoffmann 5Copyright © 2012 WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim
  5. 5. »Menschen merken sich, wer sie inspiriert hat« – Interview mit dem Blogger, Autor und Kommunikationsberater Klaus Eck 81 3. Wissen, wo und wie für wen: Die richtigen Kanäle und die passenden Inhalte 85 Wissen für Wunschkunden: Was Ihre Zielgruppe wirklich interessiert 85 »Wieder nur Socken!« – Die Gefahren zu großer Versprechen 91 »Ich leite es weiter und zeige meine Begeisterung« – Interview mit Mirko Lange, Geschäftsführer der Münchner Agentur talkabout 99 Vom Realen ins Virtuelle und zurück: Netzwerken 100 Netzwerken als Basis für ein erfülltes Leben – Interview mit der Management-Trainerin, Autorin und Speakerin Sabine Asgodom 109 Wie Sie Ihr Wissen im realen Leben an Ihre Zielgruppen bringen 111 Erfolgreiche Vortragsrednerin wider Willen – Interview mit der Publizistin und Journalistin Kathrin Passig 116 4. Ihre Wissens-Zentrale im Web 119 Die eigene Plattform planen und aufbauen 119 Blog oder nicht Blog? 120 Wer bloggt? 122 Wie soll es denn heißen? 123 Lokal, regional, national oder global? 126 Weitere Aufgaben von Unternehmensblogs 127 Die richtigen Kunden anziehen – Interview mit der Karriereberaterin Svenja Hofert 128 Umsetzung: der Aufbau Ihres Blogs 130 Die richtige Basis: technische Grundlagen 132 Gestaltung: Das Auge liest mit 134 Benutzerfreundlichkeit: Die Form folgt der Funktion 137 Die erste Info muss sitzen: der Rahmen Ihres Blogs 140 Zur Sache selbst: die einzelnen Beiträge 1476 Inhaltsverzeichnis
  6. 6. Multimediale und interaktive Inhalte 148 Inhaltliche Planung und Strategie 153 Immer neue, spannende Themen finden 157 Kommentare im Blog: aktivieren und moderieren 159 Vernetzung mit anderen Blogs 163 Virale Effekte planen? 165 Rechtliche Fragen 166 Was ist zu tun? 167 Wer ist der richtige Profi für Sie? 169 Wo finden Sie geeignete Anbieter? 172 »Zuhören, Fleiß, Begeisterung!« – Interview mit dem Rechtsanwalt Thomas Schwenke 1735. Publizieren und multiplizieren im Web 177 Souverän im virtuellen öffentlichen Raum 177 Verantwortungsbewusst im Netz unterwegs 186 Plattformen, Medien und Tools im Web 189 Bauen Sie sich Ihr eigenes Netz: So landen Sie im Social Web 195 Vernetzung ist alles: Ihr Social-Media-Workaround 198 »Warum folgt mir denn keiner?« – Follower, »Freunde«, Kontakte gewinnen 201 Der richtige Umgang mit Kritikern und Krisen 211 Monitoring: beobachten, überwachen, auswerten 213 ... und weiter? 216 »Heute ist es einfacher, bekannt zu werden!« – Interview mit der Social-Media-Beraterin Nicole Simon 2176. Ab jetzt wird es kostenpflichtig 221 Wenn der erste Interessent anruft ... 221 Lieber die Taube auf dem Dach! 224 Der entscheidende Schritt von kostenlos zu kostenpflichtig 2257. Auf Dauer erfolgreich als Wissens-Teiler 229 Erfolge verstetigen und ausbauen 229 Meilensteine des Erfolgs 232 Bugfixing: Was tue ich, wenn ...? 233 Viel Erfolg! 237 Inhaltsverzeichnis 7
  7. 7. Danke! 239Anhang 241 Bücher 241 Web 242Glossar 245
  8. 8. Einleitung Bekanntheit, neue Kunden und höhere Honorare mit verschenktem Wissen Sie sind Berater, Trainer, Vortragsredner oder Experte in einemSpezialgebiet? Sie leiten ein Unternehmen im Dienstleistungsbe-reich oder sind für dessen Marketing verantwortlich? Sie brauchenKunden und Aufträge? Sie wollen Ihre Tagessätze erhöhen? Siemöchten bekannt werden und Ihren Marktwert steigern? Dann ver-schenken Sie doch einfach Ihr Wissen! Das funktioniert für größereUnternehmen genauso wie für einzelne Freiberufler. Entscheidendist nur die Tatsache, dass Sie mehr wissen als andere. Und dass Sieetwas zu verkaufen haben, was über dieses Wissen hinausgeht. Vo-rausgesetzt eben, Sie verschenken erst einmal etwas. Moment mal ...! Reich werden, indem man etwas kostenlos abgibt:Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Nein, tatsächlich ist es einPrinzip, das in der Wirtschaft bestens funktioniert, seit es die allerers-ten Warenproben gab. Die Gratiskultur ist eine ganz eigene Wirt-schaftsform, die erst mit der Entwicklung des Social Web so richtigan Fahrt aufgenommen hat. Von den Giganten wie Google könnenwir ebenso lernen, wie von den Pionieren der Akquise, die Anfangdes Jahrhunderts in den U. S. A. mit Rezeptheftchen an Haustürenklingelten. Haben Sie schon jemals eine Gesichtscreme, einen Joghurt odereine neue Brotsorte gekauft, weil Sie vorab eine Gratisprobe erhiel-ten? Haben Sie je ein Auto erworben, nachdem Sie sich auf einer kos-tenlosen Probefahrt in den Wagen buchstäblich verliebt hatten? Indiesem Buch zeige ich Ihnen, wie Sie das Prinzip auf hochwertigesWissen als Weg zu mehr Bekanntheit und neuen Kunden übertragen– und warum Sie einen entscheidenden Vorteil gegenüber allen Ver-Prinzip kostenlos Kerstin Hoffmann 9Copyright © 2012 WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim
  9. 9. teilern von Pröbchen und Proben haben. Denn Sie verschenken Fach- wissen und verkaufen dadurch Ihre eigentliche Ware. Selbst jemand, der alles weiß, was Sie wissen, kann dies noch lange nicht so anwen- den wie Sie. Wer nämlich zu viel seiner eigentlichen Waren zur Probe austeilt, riskiert, dass der Empfänger schon damit gesättigt ist. Wer großzügig teilt, was er weiß – aber verkaufen will, was er kann –, macht den Empfänger dagegen immer begieriger auf das eigentliche Produkt. Dennoch ist Ihr Wissen ein wertvolles Kapital, das Sie nicht einfach so leichtfertig verschleudern und mit dem Sie sehr sorgfältig umgehen sollten. Das richtige Maß ist ebenso entscheidend wie das perfekte Timing und die passende »Verpackung«. Das Buch Prinzip kostenlos zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Unternehmen bekannt machen, wie Sie neue Kunden gewinnen und wie Sie Ihren Marktwert erhöhen, und das ohne Kaltakquise. Das Buch nützt Beratern, Dienstleistern und Trainern – einzelnen Experten ebenso wie größeren Unterneh- men. Der Ratgeber führt durch die gesamte Strategie des verschenk- ten Wissens, von den ersten Überlegungen bis zum dauerhaften Er- folg als Wissens-Teiler. Die Methode nutzt dazu vor allem die Medien und Plattformen, die das Internet heute bietet. Denn damit erreichen Sie potenzielle Kunden, Multiplikatoren und Meinungsbildner be- sonders wirkungsvoll. Wie Sie diese Medien am besten einsetzen und welches Wissen Sie dazu brauchen, erfahren Sie in diesem Buch de- tailliert. Damit es nicht bei der Theorie bleibt, handelt ein ganzes Ka- pitel von der praktisch-technischen Umsetzung. Darüber hinaus gehe ich auf die Möglichkeiten ein, Wissen offline zu teilen. Ich zeige Ihnen, wie erfolgsentscheidend es ist, vom Virtu- ellen immer wieder in das reale Leben zurückzukommen; dabei echte, zwischenmenschliche Verbindungen wertzuschätzen und zu pflegen. Und wie Sie dann wiederum diese realen Aktivitäten mit dem Web vernetzen, sie auf diese Weise verstärken und noch mehr Menschen darauf aufmerksam machen. Es geht hier allerdings nicht (primär) um die innovativste oder umfassendste Social-Media-Kon- zeption mittels aller nur denkbaren Tools. Es geht vielmehr vor allem darum, die zugrundeliegenden Prinzipien zu erkennen und dann praktisch anzuwenden, was wirklich funktioniert; vor allem, was für Sie funktioniert. Sie entwickeln Ihre ganz eigene Vorgehensweise, die zu Ihrer Kommunikation passt. Wenn Sie in die Medien des In- ternets einsteigen, lernen Sie genug über Technik und praktische10 Einleitung
  10. 10. Umsetzung, um direkt damit zu beginnen. Wenn Sie bereits sehr er-fahren in der digitalen Welt sind, bekommen Sie die Informationen,die Sie brauchen, um dort noch erfolgreicher zu agieren und dasGanze konzeptionell aufzuarbeiten. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass Sie mit vergleichsweisegeringem Aufwand starten und sich alles Weitere selbst erarbeitenkönnen, um Ihre Strategie immer weiter auszubauen und zu verfei-nern. Allerdings: Wer auf diese Weise zu Bekanntheit, Aufträgen undhohen Einkünften gelangen will, sollte sich zunächst gründlich mitder Materie auseinandersetzen. Er muss die Mitspieler, die Ware, dieWährung und die Marktplätze genau kennen. Dabei geht es um faire,offene und authentische Kommunikation und um Nutzen für alleMitspieler. Die hohe Kunst besteht darin, sich gut zu positionierenund Inhalte intelligent zu platzieren. Nur wer den erfolgreichen Ba-lanceakt in der Gratiskultur schafft, gelangt von »kostenfrei« zu »kos-tenpflichtig« und spielt sich dabei in eine immer bessere Marktpositi-on hoch. Ganz gleich, an welchem Punkt Sie gerade stehen: Es gibt in die-sem Prozess immer Gefahren ebenso wie irreführende Verlockun-gen. In einer Zeit, in der Social-Media-Gurus mit immer neuen Tippsund Ratgebern förmlich aus dem Boden schießen, gehe ich mitIhnen zunächst einen Schritt zurück zu einigen grundlegendenÜberlegungen und dann einen großen Schritt nach vorne, um zuschauen, was wirklich funktioniert. Denn so wenig, wie Sie die Leis-tung Ihres Vertriebs steigern, indem Sie ihm die Telefone vergolden– so wenig helfen Ihnen Social Media, bevor Sie wissen, was Sie he-rüberbringen und wen Sie anziehen wollen. Zu den Begriffen: das Prinzip, die Strategie und die Akteure Das Prinzip, das diesem Buch zugrunde liegt, nenne ich Prinzip kostenlos. Die Strategie, die ich daraus entwickle, ist die Strategie des verschenkten Wissens, oder kürzer: Wissensstrategie. Die Akteure, also die Fachleute oder Wissensträger, die ihr Wissen kostenlos weitergeben, bezeichne ich in diesem Buch ganz ein- fach als Wissens-Teiler. Bekanntheit, neue Kunden und höhere Honorare mit verschenktem Wissen 11
  11. 11. Von der Positionierung bis zum Auftrag Wenn Sie ein Thema haben, das Sie wirklich begeistert; wenn es Ihnen darum geht, andere weiterzubringen; wenn Sie sich im Aus- tausch mit anderen selbst weiterentwickeln; wenn Sie über den eige- nen Tellerrand hinausdenken und hinausschreiben wollen: Dann werden Sie mit dem Prinzip kostenlos am erfolgreichsten sein. Vor allem aber, wenn es Ihnen gelingt, ein Gefühl dafür zu bekommen, was Ihre Zielgruppe braucht. Fragen Sie also nicht als Erstes, was Sie aus Ihrem Netzwerk herausholen können. Fragen Sie sich, was Ihre Empfänger bewegt. Was zieht sie an? Was bewegt sie zum Bleiben? Was können Sie ihnen geben, das sie wirklich weiterbringt? In die- sem Buch gehe ich mit Ihnen den Weg von der guten Positionierung bis zum erteilten Auftrag eines Neukunden. Dazu stelle ich Ihnen Checklisten und Ablaufpläne zur Verfügung, die ich in der Arbeit mit meinen Kunden einsetze. Das, was ich Ihnen im Folgenden erzähle, habe ich selbst ausprobiert, und es ist Teil meiner Beratungspraxis. Größere Unternehmen versus Freiberufler Wenn Sie als einzelner Berater oder als Geschäftsführer, der zu- gleich der Haupt-Wissensträger eines mittelständischen Unterneh- mens ist, Ihre Wissensstrategie aufbauen, ist die Sache relativ klar: Es geschieht in Ihrer Regie, und Sie geben Aufgaben weiter, die Sie dele- gieren wollen. Je größer das Unternehmen ist, das sich mit verschenk- tem Wissen einen Namen machen will, desto komplexer wird die An- gelegenheit. Nicht nur sind deutlich mehr Entscheidungswege zu be- rücksichtigen. Es gilt auch, die gesammelte Expertise in der Firma mit einfließen zu lassen, gegebenenfalls aus verschiedenen Bereichen. Zu- gleich muss, wenn Sie mehrere Kompetenzfelder abdecken wollen, eine gewisse Standardisierung gefunden werden, die die Wissenspro- duktion von einzelnen Mitarbeitern abkoppelt. Denn ansonsten haben Sie immer dann, wenn ein Stelleninhaber wechselt, ein Problem. Für Einzelunternehmer oder freiberufliche Berater kann die Wis- sensstrategie einen Großteil der Gesamtkommunikation ausmachen. Wahrscheinlich ist gar nicht sehr viel mehr Werbung und PR erfor- derlich. In größeren Unternehmen dagegen ist die Wissensstrategie12 Einleitung
  12. 12. meistens nur ein Element in einem umfassenden Kommunikations-mix. Die Medien und Kommunikationswege, die der Wissensstrate-gie dienen, sind jedoch auf vielfältige Weise mit anderen Medien undMaßnahmen verknüpft. So eignet sich ein Unternehmensblog fürviele weitere Zwecke. Vertriebsunterstützung, Projektmanagement,Pressearbeit oder Mitarbeitergewinnung sind dafür nur einige Bei-spiele. Das gilt auch für die aufgebauten Präsenzen in Social Net-works, die beispielsweise Kunden-Support leisten können oder inakuten Krisen wertvolle Dienste leisten. Es lohnt sich also, innerhalbder Gesamtkommunikation auf gute Vernetzung innerhalb der eige-nen Kommunikation und auf einander verstärkende Effekte zu ach-ten. Hier fokussieren wir uns jedoch auf die Frage, wie Sie Ihr Wis-sen auf eigenen Plattformen und anderswo teilen. Der Aufbau Ihrer Wissensstrategie ist, wie die PR oder die Krisen-kommunikation, eine Stabsaufgabe, die größere Unternehmen aufkeinen Fall einem einzelnen Mitarbeiter überantworten sollten. DieKommunikationsabteilung sollte das Projekt koordinieren, in engerAbstimmung mit der Geschäftsleitung und den beteiligten Wissens-trägern. Wenn Ihr Marketing sehr vertriebslastig aufgebaut ist, ge-hört auf jeden Fall eine externe Kommunikationsberatung dazu. Wel-che Leistungen Sie im Einzelfall einkaufen beziehungsweise internabdecken können, sollten Sie bereits bei der Ressourcenplanung zuBeginn im Detail überlegen. Dienstleister versus Produktverkäufer Die hier vorgestellte Strategie des verschenkten Wissens ist auf Be-ratungs- und Dienstleistungsunternehmen zugeschnitten. Zu Rechtwerden Sie vielleicht anmerken, dass sie auch für Anbieter von Pro-dukten funktioniert. Das stimmt, obgleich es hervorragende Beispie-le für Produktverkäufer gibt, die sich im Social Web einen Namen ge-macht haben und damit sehr erfolgreich ihre eigentliche Ware ver-kaufen. Aber dieses Buch befasst sich nicht ausschließlich mit Ver-marktungsstrategien im Web, sondern es beschreibt das Teilen vonWissen und die Vermarktung von Angeboten speziell für Berater undDienstleister. Es richtet sich in vielen Details ganz an ihren Bedürf-nissen und Voraussetzungen aus. Bekanntheit, neue Kunden und höhere Honorare mit verschenktem Wissen 13
  13. 13. Auch Produkt-Anbieter können natürlich Wissen verschenken, um ihre Ware zu verkaufen, auch hier findet ein Wechsel der Ebenen statt – aber nicht genau an derselben Stelle und nicht unter den exakt gleichen Bedingungen. Es wären weitere spezifische Faktoren zu be- rücksichtigen und zu beschreiben. Dennoch kann das vorliegende Buch ganz bestimmt auch Produktverkäufern eine Hilfe bieten. So- wohl von den Gesetzmäßigkeiten des Prinzips kostenlos wie auch von den praktischen Tipps zur Umsetzung profitieren sie. Warum das Buch so viele Fachbegriffe enthält Sie haben sich bisher noch nie mit dem Web und seinen Werkzeu- gen und Plattformen befasst? Dann werden Sie sich vielleicht in die vielen Fachbegriffe dieses Buches erst langsam einlesen. Doch keine Sorge: Alles wird erklärt, und mit der Zeit werden Sie sich ganz sou- verän damit zurechtfinden. Die wichtigsten Fachbegriffe habe ich in einem Glossar im Anhang für Sie zusammengestellt. Bitte bleiben Sie skeptisch! Es liegt in der Natur eines solchen Ratgebers, dass er viele Themen nur anreißen kann und dass er keine Lösungen für Einzelfälle liefert. Er ist kein Ersatz für eine Beratung. Bitte betrachten Sie alles, was Sie hier lesen, als jeweils eine mögliche Meinung, die von den persönli- chen Erfahrungen und Überzeugungen der Autorin beziehungswei- se der Interviewpartner geprägt ist. Sie sind selbst dafür verantwort- lich, wie Sie die Anregungen und Tipps umsetzen und welche Ergeb- nisse Sie damit erzielen. Nutzen Sie sie dazu zu überprüfen, was die richtige Vorgehensweise für Sie selbst und für Ihr Unternehmen ist. Das kann auch einmal das Gegenteil von etwas sein, das ich hier empfehle. Sie kennen Ihre eigenen Voraussetzungen am besten und wissen, was sich für Sie passend anfühlt. Sie allein können mit dem hier Gelesenen Ihre eigene Strategie immer weiter ausbauen und um weiteres Wissen ergänzen. Dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg und vor allem viel Spaß.14 Einleitung
  14. 14. Praxisbeispiele: erfolgreiche Wissens-Teiler Seit Jahren beobachte ich viele Wissens-Teiler und lese deren Ver-öffentlichungen. Einige von ihnen kommen hier selbst zu Wort. FürPraxisbeispiele habe ich die Form des Interviews gewählt. Die Befrag-ten beschreiben, was sie antreibt, was bei ihnen gut funktioniert undauf welche Weise sie so erfolgreich geworden sind. Sie berichten vonihrer Positionierung, von persönlichen Erfahrungen, vom Umgangmit Wettbewerbern und Netzwerkpartnern. Interviewt habe ich denManager und Philosophen Professor Gunter Dueck, die PublizistinKathrin Passig, die Kommunikationsberater Klaus Eck und MirkoLange, den Rechtsanwalt Thomas Schwenke, die Coaches, Trainerin-nen und Sprecherinnen Sabine Asgodom und Svenja Hofert sowiedie Social-Media-Expertin Nicole Simon. Mehr auf der Buch-Website Dieses Buch handelt vom Web. Aber es ist ein gedrucktes Produkt,in dem Sie weder etwas anklicken noch die Inhalte aktualisieren kön-nen. Deswegen gibt es eine Website dazu. Dort finden Sie weitereMaterialien und aktualisierte Informationen, zum Beispiel das kom-plette Literaturverzeichnis und weitere hilfreiche Links. Dort könnenSie auch direkt mit mir in Dialog treten sowie über Ihre eigenen Er-fahrungen schreiben; beispielsweise, indem Sie Ihre Geschichte alsWissens-Teiler veröffentlichen. Ich freue mich darauf, dort von Ihnenzu lesen und mit Ihnen zu diskutieren: http://www.prinzip-kostenlos.de/ Mehr auf der Buch-Website 15

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