Erwachsenenbildungs-Magazin des Salzburger Bildungswerkes   02/2012Erotisches Kapital –Profit oder Stigma?Europa in derSch...
Das Team des Salzburger BildungswerkesDirektion                                     Karin MARESCH                         ...
Editorial                                                                         Impressum                               ...
4 |                                                                                          Foto: iStock08     Erwachsene...
| 5Inhalt                                                           „Nicht jeder ist ein                                  ...
6 |   B lic k p u n k te                                                                                                  ...
Bl i ck p u nk te   | 7Vergeltung        chte                von JONATHAN MARL                                            ...
8 |     B lic k p u n k tePensionierte Esel und verträgliches Reisen                                                      ...
Er wa ch s en e nb ild u ng   | 9    Punkt für Punkt zum Schmunzelpunkt!                                                  ...
10 |   E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildung                                   Geglückter Start oder voll daneben...
El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng    | 11                                                                 ...
12 |   E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildungErotisches Kapital – Profit oder Stigma?D        er bereits 19. Fraue...
El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng    | 13Lebensqualität im Alter10 Jahre „Selbst bestimmtund kreativ“K    ...
14 |   E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildung                                                                     ...
El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng    | 15Wunschomas und -opas gesucht!Sobald die Familie ihre Wunschoma bz...
16 |   E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildung                                                                     ...
G emei n deentw ick lu ng    | 17Ausgezeichnet: Orte der Begegnung51 Projektideen wurden beim Wettbewerb „Zsammkemma“ eing...
18 |   Geme i n d e e nt w i c k l u ngtrums, kurz und bündig auf den Punkt: „Wir      Akzente Salzburg. Keine Verpflichtu...
G emei n deentw ick lu ng    | 19  „Herz für Hallein“ prämiert IdeenGemeinschaft, Kommunikation und Integration fordern un...
Erwachsenenbildungs-Magazin dreieck 02/2012
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Das Erwachsenenbildungs-Magazin "dreieck" wird 2-3mal jährlich vom Salzburger Bildungswerk herausgegeben. Es beinhaltet die Darstellung und Auseinandersetzung mit aktuellen bildungs- und gesellschaftspolitischen
Themen und fungiert als Mitteilungs- und Serviceblatt über Veranstaltungen
des Salzburger Bildungswerkes.
Das „dreieck“ richtet sich an MitarbeiterInnen in
der Erwachsenenbildung, MultiplikatorInnen,
PolitikerInnen sowie Medien.

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Erwachsenenbildungs-Magazin dreieck 02/2012

  1. 1. Erwachsenenbildungs-Magazin des Salzburger Bildungswerkes 02/2012Erotisches Kapital –Profit oder Stigma?Europa in derSchuldenfalle?RIO PLUS/MINUS 20Im Alter mehr Zeitfür Engagement?! salzburger bildungswerk
  2. 2. Das Team des Salzburger BildungswerkesDirektion Karin MARESCH GemeindeentwicklungGünther SIGNITZER Sekretariat SalzburgGeschäftsführung Tel: 0 662-87 26 91-12 Alexander GLASTel: 0 662-87 26 91-14 karin.maresch@sbw.salzburg.at Tel: 0 662-87 26 91-13g.signitzer@sbw.salzburg.at Isolde MRWA alexander.glas@sbw.salzburg.atSarah Baier Organisation Milica GLIBOSekretariat Tel: 0 6277-77 94 Tel: 0 662-87 26 91-27Tel: 0 662-87 26 91-24 isolde.mrwa@sbw.salzburg.at milica.glibo@sbw.salzburg.atsarah.baier@sbw.salzburg.at Manuela Pleninger Anita MOSERRichard BRESCHAR Öffentlichkeitsarbeit Tel: 0 662-87 26 91-18Örtliche Bildungswerke Tel: 0 662-87 26 91-16 anita.moser@sbw.salzburg.atTel: 0 662-87 26 91-19 manuela.pleninger@sbw.salzburg.atrichard.breschar@sbw.salzburg.at Brigitte SINGER Forum FamilieSonja CHRIST Institut für Elternbildung Andrea-Maria GRUBERSekretariat/Buchhaltung Tel: 0 662-87 26 91-15 Pongau, Tel: 0664-8284180Tel: 0 662-87 26 91-11 b.singer@sbw.salzburg.at forumfamilie-pongau@salzburg.gv.atsonja.christ@sbw.salzburg.at Christa WIELAND Wolfgang MayrHans EDER Institut für Seniorenbildung Flachgau, Tel: 0664-8284238Institut für Internationale Solidarität Örtliche Bildungswerke forumfamilie-flachgau@salzburg.gv.atTel: 0 662-87 26 91-20 Tel: 0 662-87 26 91-17 Corona RETTENBACHERhans.eder@sbw.salzburg.at christa.wieland@sbw.salzburg.at Tennengau, Tel: 0664-8565527Wolfgang Forthofer forumfamilie-tennengau@salzburg.gv.atInstitut für Europa Institut für Medienbildung Christine SchläfferTel: 0 662-87 26 91-21 Martin SEIBT Pinzgau, Tel: 0664-8284179w.forthofer@sbw.salzburg.at Geschäftsführung forumfamilie-pinzgau@salzburg.gv.atUlrike FREIDL Tel: 0 662-82 20 23-12 Monika WeilharterSekretariat seibt@imb-salzburg.at Lungau, Tel: 0664-8284237Tel: 0 662-87 26 91-22 Monika HOHENLOHE forumfamilie-lungau@salzburg.gv.atulrike.freidl@sbw.salzburg.at Tel: 0 662-82 20 23Michaela Habetseder office@imb-salzburg.atÖffentlichkeitsarbeitm.habetseder@sbw.salzburg.at Qualitätssiegel Salzburger Bildungswerk Salzburger Bildungswerk SBWbildungswerk Qualitätstestiert bis 2016 Veranstaltungstipps Bildungswochen Ring-Jahrestagung 2012 – „Aktives Altern und Pfarrwerfen, 22. bis 30. September 2012 der Dialog zwischen den Generationen als Göriach, 14. bis 20. Oktober 2012 Herausforderung für die Erwachsenenbildung“. Weißbach bei Lofer, 11. bis 18. November 2012 Wien, 21./22. September 2012 Werfenweng, 6. bis 13. Oktober 2012 Herbsttagung 2012 mit Jahreshauptversammlung lern.fest der Lernenden Region Tennengau Salzburg, 9./10. November 2012 Salzberghalle Hallein, 6. Oktober 2012, 9.00 bis 17.00 Uhr
  3. 3. Editorial Impressum Herausgeber und Verleger: Salzburger Bildungswerk (Dr. Günther Signitzer) Redaktion: Manuela Pleninger (MP) Imbergstraße 2/2, 5020 Salzburg Tel. 0662-87 26 91-0 Fax 0662-87 26 91-3 E-Mail: office@sbw.salzburg.at www.salzburgerbildungswerk.at ZVR 200 288 147 Grafik: Werbeagentur Gerhard GürtlerDer Sommer ist eine Zeit zum Innehalten, mit einem Rückblick auf die ver- Lektorat: Mag. Michaela Habetseder Coverfoto: © Fotolia, Foto Rückseite: Dr. Hansgangene erste Hälfte des Jahres und mit einer Vorschau auf kommende Er- Stehrer, Bildungswerkleiter Strobleignisse. Genießen Sie diese Zeit, und Sie werden sicherlich viel interessanten Fotos: Salzburger BildungswerkLesestoff und Anregungen in dieser Ausgabe des „dreiecks“ finden. (falls nicht anders angegeben) Druck: Schönleitner, Kuchl Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier.Mit über 1.200 Veranstaltungen, beinahe 6.500 Unterrichtseinheiten und Auflage: 2.200über 86.000 TeilnehmerInnen konnte bei der Kuratoriumssitzung eine be- MitarbeiterInnen Redaktion:eindruckende Leistungsbilanz des Bildungswerkes im Veranstaltungsbereich Dipl.-Ing. Richard Breschar (RiB)vorgelegt werden, und der Tätigkeitsbericht 2011 wurde einhellig positiv be- Dr. Hans Eder (HE) Dr. Wolfgang Forthofer (FT)wertet. Den Dank der Kuratoriumsmitglieder gebe ich gerne an alle Beteilig- Alexander Glas, Msc (AG)ten und Mitwirkenden weiter. Mag. Michaela Habetseder (MiHa) Dr. Anita Moser (AM) Isolde Mrwa (IM)Das Salzburger Bildungswerk hat erneut das Qualitätstestierungsverfah- Mag. Martin Seibt MSc (MS)ren erfolgreich abgeschlossen und wurde mit dem Ö-Cert in die Liste der Dr. Günther Signitzer (GS)Qualitätsanbieter aufgenommen. Gute Voraussetzungen für unsere Teilneh- DSA Mag. Brigitte Singer (BS)merInnen, dass unsere Projekte und Veranstaltungen ihre Bildungsbedürf- Blattlinie: Darstellung und Auseinandersetzung mitnisse erfüllen und wir auch ein verlässlicher Partner sind. aktuellen bildungs- und gesellschaftspolitischen Themen, Mitteilungs- und Serviceblatt über Veran-Unsere Anstrengungen brauchen aber auch die tatkräftige Unterstützung staltungen des Salzburger Bildungswerkes.der Politik. In Zeiten allgemeiner Sparmaßnahmen des Landes Salzburg ste- Das „dreieck“ richtet sich an MitarbeiterInnen inhen auch Einrichtungen wie das Salzburger Bildungswerk auf der Liste der der Erwachsenenbildung, MultiplikatorInnen, PolitikerInnen sowie Medien.finanziellen Kürzungen – diese treffen uns empfindlich. Nominell fallen wir Namentlich gekennzeichnete Beiträge drücken dieauf das Niveau Ende der 1990er Jahre zurück, und es wird immer schwieriger, Meinungen der AutorInnen aus. Sie müssen sichdie Anforderungen an die Qualität, Struktur und das Angebot zu erfüllen. Wir nicht immer mit der Auffassung von Redaktion undwerden aber alles daran setzen, unsere Tätigkeit, insbesondere die Unter- Herausgeber decken.stützung ehrenamtlicher Bildungs- und Kulturarbeit in den Gemeinden, auf- Offenlegung nach dem Pressegesetz: Aktuellerecht zu erhalten. Der bereits begonnene Organisationsentwicklungsprozess Berichte, Informationen und Stellungnahmen, die im Zusammenhang mit der Tätigkeit des über-mit Unterstützung des Landes sollte dazu beitragen. parteilichen und konfessionell nicht gebundenenWir sind überzeugt, dass sich Menschen aktiv an der Gestaltung ihres Le- Salzburger Bildungswerkes stehen.bensraumes beteiligen sollen und wollen Bildung lebendig machen. Wir Wir danken für die Zusammenarbeit undhaben eine Verpflichtung gegenüber unseren BildungswerkleiterInnen, die Unterstützung dem bm:ukk.sich aktiv neben ihren beruflichen und familiären Verpflichtungen dafür ein- dreieck-Leserservice:setzen. Eine demokratische Gesellschaft braucht Strukturen, die weit über Fragen an die Redaktion: Tel. 0662-872691-0 oder E-Mail: office@sbw.salzburg.atdie Beteiligung an Wahlterminen und an den derzeit viel diskutierten zusätz- Erscheinungsweise: 2-3mal jährlichlichen direkten demokratischen Instrumenten hinausgeht. Das Salzburger Abonnement- und Einzelbestellung:Bildungswerk ist ein wichtiger Teil dieser Strukturen, und es würde uns freu- Einzelheft € 4,- (exkl. Versand) Jahresabonnement € 11,-en, wenn Sie in diesem „dreieck“ auch eine Motivation finden, um dabei zu Einzahlungen: RVS Salzburg Kto-Nr. 00047993,sein bei der Gestaltung unseres Lebensraumes! BLZ 35 000 Wenn bis 31. Dezember keine Abbestellung erfolgt, verlängert sich das Abo jeweils um ein weiteres Jahr.Dr. Günther Signitzer Vorstand des Salzburger Bildungswerkes Rektor Dr. Josef Sampl, HR Dr. Alfred Berghammer,Direktor HR Dipl. Ing. Günter Daghofer, Dr. Andrea Eder- Gitschthaler, BSI Josef Irnberger, HR Dr. Andreas Kiefer, Senatsrat Dr. Heinz Klier, Dr. Lucia Luidold, Dr. Ursula Maier-Rabler, HR Dr. Eduard Paulus, HR Prof. Dr. Wilhelm Pölzl, Prim. Dr. Josef Rücker, OStR Prof. Felix Strohbichler, Prof. Dr. Martin Wiedemair Präsidentin des Salzburger Bildungswerkes LH Mag. Gabi Burgstaller
  4. 4. 4 | Foto: iStock08 Erwachsenenbildung 10 Eltern-, Frauen- und Seniorenbildung 17 Gemeindeentwicklung Blickpunkte Gemeindeentwicklung 06 Schreibwerk findet statt 17 Ausgezeichnet: Orte der Begegnung 08 Pensionierte Esel und verträgliches Reisen 18 Gemeinschaftspflege im Generationendorf Hallein-Rif 19 „Herz für Hallein“ prämiert Ideen 20 Behindert und trotzdem voll dabei! Erwachsenenbildung 08 Qualitätsauszeichnung für Seniorentanz Österreich 09 Punkt für Punkt zum Schmunzelpunkt Europa und Politische Bildung 21 Nie wieder Krieg! 22 Elixhausen goes to Brüssel 22 Politik in Österreich und in der EU Eltern-, Frauen- und Seniorenbildung 23 Der Europatag im Europark 10 Geglückter Start oder voll daneben? 23 Das Institut für Europa geht auf Reisen 12 Erotisches Kapital – Profit oder Stigma? 13 Lebensqualität im Alter 14 „Wunschoma“ Pinzgau 15 Forum Familie informiert Internationale Solidarität 16 GLOSSE: Wenn die gläserne Decke zur 24 Biolandbau als Option. Erfolge und Hürden Betondecke wird 25 RIO PLUS/MINUS 20 „Das war unsere Zeit“ Mehr dazu auf Seite 27 02/2012 dreieck
  5. 5. | 5Inhalt „Nicht jeder ist ein Aussteiger“ ... in zwei Stunden von Hof bis nach Neuseeland Mehr dazu auf 30 Aus Gemeinde und Bezirk Seite 30 33 Institut für Medienbildung Aus der Direktion Arbeitskreise 26 Anpacken im Ehrenamt 34 Im Alter mehr Zeit für Engagement?! 27 „Das war unsere Zeit!“ 28 Bildung mit Qualität 29 Unter einem Dach: Gemeindeverwaltung, Bildung und Kultur Personalia 36 Neue Gesichter – Neue Ideen 37 Das Salzburger Bildungswerk trauert um Hans Katschthaler Aus Gemeinde und Bezirk 37 Das Salzburger Bildungswerk gratuliert 30 lassische Musik, kreatives Malen, ein kriminelles K 38 Sepp Scheibl – ein Nachruf Menü und Jazz 38 Silberner Dank an Gerhard Haslauer 30 Nicht jeder ist ein Aussteiger 38 Zum Gedenken 31 Kneippen anstatt Kaffeetrinken 32 Tu was, dann tut sich was! 32 Hundstage in Bad Hofgastein 33 Europa in der Schuldenfalle? Veranstaltungstipps 02 Veranstaltungstipps Institut für Medienbildung 33 Cybercheckers dreieck 02/2012
  6. 6. 6 | B lic k p u n k te Foto: by_BirgitH_pixelio.deSchreibwerk findet statt Ingrid Foller, Teilnehmerin und Bildungswerk-Itzling betreibt ehrenamtlich eine offene leiterin in Itzling, betreibt die Schreibwerkstatt ehrenamtlich und mit Herz.SchreibwerkstattEin generationenübergreifendes Interview mit JONATHAN MARLER und HERMANN HANDLECHNER W ir schreiben, um unsere Sicht Handlechner, Pensionär und Aktivist, und Warum habt ihr euch für eine Schreib-„ auf das Leben zu vertiefen, dem jüngsten Autor der Schreibwerkstatt, werkstatt entschieden – eure Motivation? um es zweimal zu spüren – im Jonathan Marler, getroffen, um mehr über Hermann: Sicherlich Neugierde, aber auchAugenblick des Erlebens und in der Rück- Motivation und Mehrwert zu erfahren. der Wunsch ein eigenes Buch zu schreiben,schau“, so Schreibwerkstattleiterin Elisa- den ich mir bereits erfüllen konnte. (siehebeth Fereberger. Mit Unterstützung von Wie bzw. von wem habt ihr von der Buchtipp: Es muss nicht immer JakobswegIngrid Foller, Leiterin des Bildungswerkes in Schreibwerkstatt erfahren? sein).Itzling, ist es gelungen, eine Schreibwerk- Jonathan: Von einer Bekannten, sie wusste Jonathan: Ich schreibe seit ich zehn Jah-statt zu etablieren, die nicht nur Spaß am dass ich gerne schreibe und hat sich für re alt bin, das Schreiben hat sich mehr fürSchreiben vermittelt. Die Schreibwerkstatt mich auf die Suche begeben. Das ABZ mich entschieden als ich für das Schreiben.ist ein Ort der Begegnung und geistigen (ArbeiterInnen-Begegnungszentrum) liegt Ich habe einfach Spaß daran.Auseinandersetzung. Die TeilnehmerInnen ganz in meiner Nähe und ist daher ideal.sind interessiert an Sprache, Stil, Ausdruck Hermann: Von Maria Wimmer aus dem ABZ, Stört es dich nicht, dass alle anderen inund Formulierungen, aber auch am gegen- ich habe vorher noch nie an einer Schreib- der Schreibwerkstatt über bis zu 40 Jahreseitigen Austausch. Entstanden sind bisher werkstatt teilgenommen und fand die Idee älter sind als du?ein Hörbuch sowie ein 90 Seiten starkes interessant. Jonathan: Nein, überhaupt nicht, ich binLesebuch. Wir haben uns mit Hermann gerne mit Älteren unterwegs und kann es02/2012 dreieck
  7. 7. Bl i ck p u nk te | 7Vergeltung chte von JONATHAN MARL ER BuchtippEine Kurzgeschi gekommen rkte, woher Sona da. Niemand bemePlöt zlich stand sie cken. Sie sah sich um. Nie- annte in ihrem Na Pfostenwar. Die Sonne br h stand, an den r. Doch plötzlicmand nahm Notiz von ih sie gut kannte . Ralin. Er hnt, jemand, den . „Halloeines Hauses gele hatten des Hauses d trat aus dem Scsah zu ihr hinüber un du, ich hatte dich schon ver- zu sehen. Weißt ich zu dir kom- Sona, schön dich ch gesagt, dass n. „Du hast do ch ich sie!“ er- mi sst“, sagte Rali te. Jetzt brau ich Hilfe bräuch t nicht dein men könnte, wenn jemanden? Das is uchst du wieder en mehr. Bitte!“ wi derte Sona. „Bra schon lang kein itte. Ich hatte Ernst, oder?“ „B nd an. „Na gut, ich hab altbekannten Freu fl ehte Sona ihren sie durchsehen .“ Damit ging Lager. Du kannst men, öffnete noch ein paar im ihm. Als sie anka d Sona folgte nach ihr Ra lin zum Lager un e hinein. Er ging Lager und ließ si . Willst du ihn Ra lin die Tore zum Neuen Testraum HERMANN HANDLECHNER und habe auch einen ins Gebäude. „Ich mand drin.“ INGRID SCHANDL-JELINEK te Ralin. „Es ist auch schon je sprobieren?“ frag g. Er führte sie Es muss nicht immer Jakobsweg au hrie sie freudi ts wie rein!“ Sc en in der sein. Am Griechischen Fernwan- „Wirklich?! Nich r. „Er liegt hint fnete ihr die Tü derweg „E 4“. zu m Testraum und öf Sona zu der Ec ke. Sie erkann- n. Erfreut ging Ecke.“ Sagte Rali cht ging Verlag: Colorama, 180 Seiten Sack lag. Das Li der Ecke nur ein te zu spät, dass in in gurgelnden Lauten aus ihrer ISB: 978-3-902692-53-5 Der Schrei ging s Ohr: „Du aus. Sie schrie. flüsterte ihr in bückte sich und an.“ Es war das Ke hle unter. Ralin tzt bist du dr Ein amüsant-provokanter Reisebericht nicht bezahlt. Je hast den letzten eines Öko-Rucksack-Touristen. hörte... reibwerkstatt. letzte, das sie üler und Autor in der Sch Es gibt tatsächlich Typen, die wandern Jonathan Marler ist Sch in Griechenland herum, mutterseelen- allein und das noch im August, anno 2002. Das Tempo ist bei 35 Grad nicht das allergrößte, der Rucksack mit 15 kg trägt Gleichaltrigen nur empfehlen. Ich freue bekommen und durfte ihn bei einer Veran- auch zum langsamen Vorwärtskommen mich alle zwei Wochen auf die Schreib- staltung im ABZ Itzling vortragen. bei. Aber da gibt es eben den EU, den werkstatt. Meine Schulkollegen verstehen Europäischen Fernwanderweg. Von dem das nicht so wirklich, sie wissen nicht, was Hat sich an deinem Schreibstil etwas ge- hat sich der Autor am Peloponnes ein sie verpassen. ändert, seit du bei der Schreibwerkstatt Teilstück ausgesucht. Davon berichtet Schreiben ist gut und befreit, egal in wel- dabei bist? er manch Seltsames, Ungereimtes und chem Alter. Jonathan: Ja, auf jeden Fall. Ich bin jetzt seit Abenteuerliches. Der Titel ist natürlich fast einem Jahr dabei und mein Schreibstil als Gegenstück zu den vielen Jakobsweg- Worin seht ihr den Nutzen bzw. wurde detailgetreuer und spannender. Büchern entstanden. Gemeinsam ist Mehrwert? aber, dass man sich Start und Ziel ein- Vielen Dank für das Interview! Hermann: Ich finde es spannend, neue fach selbst aussuchen kann. Es hat sich Schreibstile kennenzulernen, aber auch die Jonathan Marler, Schüler, 15 Jahre, und Hermann auch herumgesprochen, dass nicht alle Handlechner, Pensionär, sind beide Teilnehmer der fachmännische Beratung durch Elisabeth Schreibwerkstatt des Salzburger Bildungswerkes Jakobspilger das Ziel Santiago erreichen. Fereberger und den Erfahrungsaustausch Itzling. Auch dem ÖKO-Rucksacktouristen ging untereinander schätze ich. es nicht besser, er hat sein ursprüngliches Jonathan: Es macht Spaß und entspannt, Treffpunkt ist jeweils das ABZ-Arbeite- Ziel nicht erreicht. Er hat sich aber vor- außerdem habe ich das Gefühl, die anderen rInnen-Begegnungs-Zentrum in Itzling, je- genommen, den höchsten Berg des Pe- freuen sich über meine Texte. Ich kann mich den zweiten Dienstag von 16.00-18.00 Uhr. loponnes, den Profitis Ilias, später doch noch an meinen ersten Text in der Schreib- Nähere Infos bei Dipl. Ing. Richard Breschar, nochmals zu besteigen. werkstatt erinnern, ein Text über Zeit. Ich E-Mail: richard.breschar@sbw.salzburg.at habe sehr gutes Feedback von den anderen (MP) dreieck 02/2012
  8. 8. 8 | B lic k p u n k tePensionierte Esel und verträgliches Reisen VON HERMANN HANDLECHNERCorfu Donkey Rescue – streicheln. Alle 62 Grautiere für einige TageEin Programm für 62 pensionierte Esel – oder auch länger – zu betreuen, heißt fürin Korfu mich nicht Arbeit, sondern einfach Freude.Donkeys heißen sie auf Englisch und Res- Die großen Augen – etwas versteckt untercue bedeutet natürlich, dass sie für einen den „Fliegengittern“ – das sanfte Wesengeruhsamen Lebensabend gerettet wer- und das muntere trab-trab, ein ganz tollesden. Um den Hals haben sie alle ein kleines Erlebnis. Es versteht sich von selbst, dassNamensschild. Nur für die Gäste und die es dafür keine Bezahlung geben kann. DasHelferInnen. Denn die Chefin – eine Englän- Projekt CDR wird von Spenden getragen. Verträglich reisen?!derin namens Judy Quinn – ruft alle beim Dafür können die Helfer ganz in der Nähe Und wie kommt man dort hin? Mit dem ZugNamen. Braun, hell, dunkel, grau, alle Far- (ca. 1 km) in der Pension Achilleos um 10 €/ von Salzburg nach Venedig, von dort mitben sieht man. Manchmal hinkt einer oder Tag ein einfaches Quartier beziehen. Alles der Fähre nach Griechenland (Korfu, Igou-hat ein Bein eingebunden. Die Mehrzahl zusammen einen Urlaub wert, denn man menitsa oder Patras), und mit dem Bus (dortaber ist recht gesund und munter, man kann auch dazwischen die schöne Insel heißt er Leoforio) fährt es sich etwa halbmerkt, sie werden gut versorgt. Alle freuen Korfu genießen. so teuer wie bei uns. Auch die Eisenbahnsich über Zuneigung, Pflege, bürsten und Nähere Infos: www.corfu-donkeys.com ist ab Patras eine romantische Alternative. Also mit öffentlichen Verkehrsmitteln sprich „Verträglich Reisen“. Diese Art ist nicht nur ökologischer, sondern meist auch güns- tiger, wenn man etwas mehr Zeit hat und am Schiff nicht den Komfort einer Kabine benötigt. Variabel zusätzlich, denn die Rück- fahrkarte dieser Fähren gilt 1 Jahr lang. Als Abschluss noch die Aussage eines grie- chischen Kapitäns einer Fähre nach Santo- rin: „Wer mit dem Flugzeug nach Santorin kommt, verpasst den schönsten Anblick der Ägäis.“ Hermann Handlechner, Autor in der Schreibwerk- statt des Salzburger Bildungswerkes Itzling, ist unter anderem Mitglied des Naturschutzbundes Salzburg.| E r wac h se n e n b i l d u n g Qualitätsauszeichnung für Seniorentanz Österreich D er Bundesverband Seniorentanz Österreich hat das Qua- Erwachsenenbildung (ARGE SEB). Dieses Zertifikat ist eine Bestäti- litätsentwicklungsverfahren S-QS des Vereins Salzbur- gung dafür, dass der Verein „Bundesverband Seniorentanz Öster- ger Erwachsenenbildung erfolgreich abgeschlossen. Die reich“ organisatorisch und inhaltlich sehr gut aufgestellt ist und Übergabe des Zertifikates erfolgte durch Prof. Dr. Martin Wiede- sich durch ausgebildete und sehr engagierte TanzlehrerInnen mair, den Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Salzburger auszeichnet.02/2012 dreieck
  9. 9. Er wa ch s en e nb ild u ng | 9 Punkt für Punkt zum Schmunzelpunkt! VON KATRIN REITERD as Netzwerk Bildungsberatung Salz- sich das Netzwerk der Aufgabe verschrie- burg bietet professionelle, vertrau- ben, zukünftig Beratungs- und Weiter- liche, neutrale und kostenfreie Infor- bildungsangebote gezielter aufeinandermation und Beratung zu Bildung und Beruf abzustimmen, um individuellen und regi-für alle ab 15 Jahren. onalen Bedürfnissen besser entgegen zuEs geht darum, Fragen abzuklären und zu kommen. Damit diese Aufgabe erfüllt wer-besprechen, wie Sie Ihre Wünsche, Vorstel- den kann, werden zahlreiche Einrichtungenlungen verwirklichen können. Diese Anlie- Ihre ganz persönlichen Anliegen stehen da- aus der Berufs- und Bildungsberatung fürgen können ganz unterschiedliche sein, bei im Mittelpunkt. Erwachsene, aus der Erwachsenenbildungwie beispielsweise zu hinterfragen, worin sowie aus Sozialeinrichtungen in Stadt undich gut bin, welche Tätigkeiten ich gerne Ein starkes Team: Das Netzwerk Land in den kommenden Jahren enger zu-mache. Die Beraterin, der Berater schlüsselt Bildungsberatung Salzburg sammenarbeiten.mit Ihnen Ihre Fähigkeiten und Stärken auf Die PartnerInnen – Verein Salzburger Er-und erarbeitet gemeinsam mit Ihnen die wachsenenbildung, BiBer Bildungsbera- Gefördert aus Mitteln des Bundesminis-nächsten Schritte, damit Sie Ihr Vorhaben tung, FrauArbeit, Verein VIELE, AK Kompe- teriums für Unterricht, Kunst und Kultur,erfolgreich umsetzen können. Wenn Sie tenzberatung, WKS-Karriereberatung sowie Abteilung Erwachsenenbildung, des Euro-sich bereits für einen bestimmten Bereich die Lernenden Regionen – arbeiten einer- päischen Sozialfonds, des Landes Salzburg,interessieren oder im Beruf weiterkommen seits gemeinsam an der Umsetzung einer der Landeshauptstadt Salzburg sowie deswollen, erhalten Sie in der Bildungsberatung flächendeckenden, trägerneutralen und Arbeitsmarktservice Salzburg.Informationen, welche Weiterbildungen kostenlosen Bildungs- und Berufsberatung Katrin Reiter, MA ist Projektkoordinatorin für dases gibt und wo sie angeboten werden. im ganzen Land Salzburg. Andererseits hat Netzwerk Bildungsberatung Salzburg.Haben Sie bereits eine konkrete Weiterbil-dung im Auge, erhalten Sie Informationenüber finanzielle Unterstützung. Unser Bera-tungsmotto lautet: Möglichkeiten gemein-sam entdecken. ... und so möchten wir Sieim Gespräch Schritt für Schritt zu IhremSchmunzelpunkt geleiten, der meist dannauftaucht, wenn Sie Ihre Wege und Alterna-tiven kennen.Das aktuelle Angebot vom Netzwerk findenSie unter www.bildungsberatung-salzburg.at. Zusätzlich zum persönlichen Einzel- oderGruppenberatungsgespräch bieten unserePartnereinrichtungen folgende Specials:3 iBer: Kommt auch gerne vor Ort, wenn B sich 3 bis 4 Personen zusammenfinden.3 Arbeit: Workshops zur beruflichen Frau Zukunft, Gehaltsverhandlungen, ...3 IELE: Kompetenzberatungen in Deutsch, V Englisch, Türkisch, Albanisch und BSK Im Bild die Mitglieder des Netzwerkes (v.li.): Mag. Norbert Hemetsberger (WK Karriereberatung),3 K Kompetenzberatung: Berufsinteres- A Mag. Hilla Lindhuber (AK Kompetenzberatung), Mag. Angela Lindenthaler (Verein VIELE), Mag. Christine Bauer-Grechenig (BiBer Bildungsberatung), Dr. Martin Wiedemair (Salzburger EB – senstest, Lehrlingsrecht Projektleitung), Dr. Danielle Bidasio (FrauArbeit gemn. GmbH) und Katrin Reiter, MA (Salzburger3 KS-Karriereberatung: Lehrstellenbörse, W EB – Projektkoordination). Berufsinformationscomputer dreieck 02/2012
  10. 10. 10 | E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildung Geglückter Start oder voll daneben? Doch „Bindung“ ist mehr als „bonding“, ist mehr als der Frühkontakt nach der Geburt: Die Bindungsentwicklung ist ein Prozess, der sich über die ersten drei bis vier Lebens- jahre eines Kindes erstreckt und in der Regel am Ende des ersten Lebensjahres ein klar identifizierbares Bindungsmuster erkennen lässt. Am Ende einer gelungenen Bindungs- entwicklung sind Kinder in der Lage, sich in die Gefühlswelt anderer hineinzuversetzen und die Absichten anderer besser zu erken- nen bzw. einzubeziehen. Das ist frühestens ab ca. drei Jahren möglich.Foto: by_Alexandra H._pixelio.de Eine gute und sichere Bindungsentwick- lung hängt von den drei „v“ ab: Eine Be- zugsperson soll „verlässlich, vertraut und vorhersehbar“ sein, dann kann ein Kind sein Bindungsbedürfnis ausreichend stillen, eine gefestigte Vorstellung von sich selbst auf- bauen und mit Lust und Neugier die Welt erkunden. Interview mit Dr. Dores Beckord-Datterl, Psychologin und Psychotherapeutin – Teil 1 Warum ist das Thema Bindung in den letzten Jahren so häufig thematisiert D rei- bis sechsmal im Jahr flattert bei Danke zu sagen, sondern im folgenden Ge- worden? über 28.600 Müttern und Vätern aus spräch nochmals Themen anzusprechen, die Die Bindungstheorie ist in der Entwicklungs- Salzburg ein „Elternbrief“ ins Haus. im Hintergrund ihrer Arbeit und Erfahrung psychologie in den letzten Jahrzehnten zu Passend zum Alter versteht sich. Sie beschäf- immer wichtig waren. einer der erfolgreichsten Beziehungstheo- tigen sich mit aktuellen Entwicklungsthemen rien avanciert, nicht zuletzt, weil sie empi- des eigenen Kindes und liefern hilfreiche Liebe Dores, in der intensiven Zeit der Zu- risch-naturwissenschaftlich überprüfbare Tipps und Informationen in den ersten sechs sammenarbeit sind uns die verschiedensten Aussagen zulässt. Lebensjahren – und das alles gratis. Die El- Themen untergekommen und haben uns Doch so populär die Bindungstheorie auch ternbriefe des Landes Salzburg werden vom auch bei den Elternbriefen mehr oder weni- ist, oft wird sie missverstanden bzw. ver- Salzburger Bildungswerk herausgegeben, ger lange beschäftigt. Eines dieser Themen kürzt dargestellt oder mit nicht überprüften koordiniert und inhaltlich betreut. ist der vieldiskutierte Begriff des „bondings“, Aussagen und „Glaubenssätzen“ vermischt, Um die Inhalte immer auf dem wissenschaft- der frühen Bindung. was in der politischen und fachlichen Welt lich und medizinisch aktuellen Stand zu hal- immer wieder zu kontrovers diskutierten ten, begleiten viele ExpertInnen aus Salzburg Welche Qualität braucht dieses Handlungsempfehlungen führt – Stichwort: die Redaktion der Elternbriefe. Darunter seit „bonding“, um Kindern einen guten Start Kinderbetreuung von unter Dreijährigen vielen Jahren die Psychologin und Psycho- zu ermöglichen? und „Wieviel Mutter braucht ein Kind“. therapeutin Dr. Dores Beckord-Datterl, die Unter „bonding“ verstehen wir vor allem mit ihrer reichhaltigen Erfahrung aus der El- die positive Auswirkung der frühen „Prä- Auf der einen Seite haben Eltern ein ternberatung die inhaltliche Treffsicherheit gungsbindung“ zwischen Mutter und Kind großes Bedürfnis nach Orientierung, jedes einzelnen Briefes mitbegleitet hat. Seit nach der Geburt, beispielsweise durch die andererseits hören wir in den Medien im- dem Sommer 2012 ist sie nun in Pension. Das Schaffung eines Rooming-In-Angebots auf mer wieder von schrecklichen Fällen von nehmen wir nicht nur zum Anlass, aufrichtig den Geburtenstationen. Vernachlässigung, die sicherlich nur die 01/2012 dreieck
  11. 11. El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng | 11 Dr. Dores Beckord-Datterl,Spitze des Eisbergs sind. Was passiert hier um den Alltag mit ihren Kindern zu beste- Psychologin und Psycho-in den Familien? hen, aber auch das Sprachrohr sein für die therapeutinJeder von uns trägt seine Lebensgeschichte altersentsprechenden Entwicklungsthemenmit sich, in der gute Erfahrungen aber auch von Kindern und das Ermutigen und LustVerletzungen bis hin zu traumatischen Er- Machen, sich auf die Beziehung mit Kindern So wissen wir zum Beispiel, dass die posi-lebnissen festgeschrieben sind. Und wir einzulassen, weil ich überzeugt bin, dass es tiven Effekte von Rooming-In auf der Ge-Menschen handeln nicht immer vernünftig sich lohnt. burtenstation noch keine sichere Bindung– vor allem dann nicht, wenn wir stark unter ausmachen; es erleichtert nur die Bindungs-Druck geraten und gestresst sind. Eltern, die Ist diese Form eine Art von Begleitung für anbahnung, die zu Hause ausgebaut undmit ihren Kindern nicht liebevoll umgehen, Eltern? weitergeführt werden muss.sind meist schwer belastet oder wurden sel- Ja, ich glaube schon, wenn auch nicht für Wir können heute sensible Phasen für dieber schlecht behandelt; dann sind sie nicht alle – man muss Freude am Lesen und Re- Bindungsentwicklung identifizieren. Sofähig, sich in die Bedürfnisse (kleiner) Kinder flektieren haben. scheint gesichert zu sein, dass das Fehlenhineinzufühlen. Sie sind so stark mit sich einer speziellen Bindungsbeziehung nachselbst beschäftigt bzw. damit, ihre innere Welche Ziele verfolgt die Salutogenese? dem 6. Lebensmonat schädigende Einflüs-Not zu verstecken, dass alles Andere um sie Im Gegensatz zur Pathogenese, die er- se auf die Entwicklung nehmen wird (das zuherum in den Hintergrund gerät. Also Vor- forscht, was krank macht, beschäftigt wissen, ist wichtig für die Vermittlung vonsicht vor Vorurteilen bzw. Verurteilungen, sich die Salutogenese mit dem Wissen, Pflege- und Adoptivkindern). Aber ist esaber nicht Freispruch vor elterlicher Verant- wie gesunde Entwicklung gelingen kann. nicht auch tröstlich zu wissen, dass wir dazuwortung – im Zweifelsfall oder in einer Not- Was braucht es, um Krisen zu bewältigen, einige Wochen Zeit haben? Und wir brau-lage bedeutet das: Hilfe annehmen. „Schatzsuche“ statt „Fehlersuche“, Fokus chen eine achtsame Gestaltung von Über- auf die Gesundheitsförderung und weniger gängen, zum Beispiel bei der Eingewöh-Was ist das Besondere für einen guten Start auf die Krankheitsvermeidung. nung von einer Bezugsperson zur nächstenvon Anfang an, was brauchen Eltern dafür? Vertrauensperson. Wir kommen nicht aufAuch aufgeschlossene Eltern brauchen ein Was versteht man unter frühen Hilfen? einer Einbahnstraße ins Leben – wenn dasNetz von niederschwelligen Angeboten, wo Es geht hier um die Übernahme politischer so wäre, hätte die Menschheit nicht über-sie bei Bedarf Information, Unterstützung, Verantwortung, Unterstützungsangebote lebt. Wir sprechen auch von der PlastizitätAnregungen und Begleitung bekommen. für Familien mit Babys und Kleinkindern zu unseres Gehirns.Eltern, die ihre Fehlhaltungen selbst nicht installieren und zu vernetzen, um ein Auf-erkennen, brauchen ein mutiges soziales wachsen in körperlicher, emotionaler und In der nächsten Ausgabe des „dreiecks“Umfeld, das sich einmischt, wenn sichtbar sozialer Gesundheit zu ermöglichen. lesen Sie unter anderem: Werden Elternwird, dass es Kindern schlecht geht. Es ist zu wenig auf die ersten Monate und Jahrenicht leicht, Zivilcourage zu zeigen, um klar Wenn der Start der Eltern-Kind-Beziehung vorbereitet? Wann beginnt Erziehung? Undund deutlich gegen Kindesvernachlässi- nicht so optimal geglückt ist (Kaiser- wie können wir Väter mehr ins Boot holen?gung und Kindeswohlgefährdung aufzutre- schnitt, Depressionen der Mutter ...), kön- (BS)ten – aber da sind wir alle gefordert. Heißt nen Eltern hier etwas nachholen oder istes doch: „... es braucht ein Dorf, um ein Kind der Zug abgefahren?aufzuziehen“! Ich sehe es als Fortschritt, die frühe Kindheit zu erforschen und aufzuzeigen, wie frühe Wenn Sie die Elternbriefe bestellenDu hast jahrelang an der Erstellung und Prägungen die weitere neurobiologische wollen, können Sie das jederzeit un-Aktualisierung der Elternbriefe des Landes Entwicklung beeinflussen. Aber wir dürfen kompliziert machen – entweder überSalzburg, die vom Salzburger Bildungs- nie vergessen, dass sich unser Leben auf eine Bestellkarte, die Sie im Salzburgerwerk herausgegeben werden, mitgear- einem Entwicklungskontinuum befindet Bildungswerk erhalten:beitet. Welche Haltung war dir dabei am und es um längerfristige Effekte und die office@sbw.salzburg.at (Betreff:wichtigsten? Dauer von Beziehungseinflüssen geht, die Bestellkarte Elternbriefe) oder unter:Vor allem Respekt vor den Eltern, die vielfäl- schließlich verinnerlicht und innere „Ar- elternbriefe.salzburg.at/bestellungtige Herausforderungen meistern müssen, beitsmodelle“ werden. dreieck 02/2012
  12. 12. 12 | E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildungErotisches Kapital – Profit oder Stigma?D er bereits 19. Frauensalon platzte Kontrolle über ihre sexuellen Aktivitäten Anfang Juli fast aus allen Nähten, so und ihre sexuellen Ausdrucksformen zuzu- groß schien das Interesse am Thema gestehen. Viele Feministinnen haben durch„Erotisches Kapital – Profit oder Stigma?“ zu die patriarchalische Sicht der Dinge eine Ge-sein. Frauen aller Altersstufen (von 18 bis hirnwäsche erfahren, sodass sie nicht mehr80 Jahren) konnten ihre ganz persönliche in der Lage sind zu sehen, dass SexualitätFrauenerfahrung vorweisen und diskutier- und erotisches Kapital Machtinstrumenteten einen Abend lang mit Adelheid Stieger von Frauen sein können.“MBA, Diplomierte Sexualberaterin und -pä- Denn Männer haben alles getan, um Frauendagogin aus Linz, und der Salzburger Philo- daran zu hindern, ihren großen Vorteil ge-sophin Dr. Anne Siegetsleitner. genüber Männern auszunutzen.Erotisches Kapital wird vermarktet wie nie! Diese Gemengelage an Themen und An-Frauen sind dabei nicht die Hauptgewinne- Im Bild die Salonieren Brigitte Singer, Alexandra reizen zum Widerspruch oder zur Diskussi- Schmidt und Edeltraud Zlanabitnig-Leebrinnen – warum? Frauen dürfen nur ohne on hat uns bewogen, dieses heiße Thema (stehend, v.li.). Im Salon zu Gast (v.li.): AdelheidFlirt beruflich erfolgreich sein, damit alles Stieger, Moderatorin Regina Augustin und in den Salon zu „zerren“. Adelheid Stieger,politisch und feministisch korrekt ist. Wir Anne Siegetsleitner. ebenfalls Fachfrau für Business und Ma-fragten uns, wer von weiblichen Werten nagementtrainings, stellte sich mit Anneprofitiert, und dürfen kluge Frauen auch mischt mit feministischer Scharfsinnigkeit Siegetsleitner, die den philosophischenhübsch sein? Welche ethischen Wertig- ergibt das dann tatsächlich einige Einblicke Weitblick repräsentierte, diesem explosivenkeiten stecken hinter der Macht des ero- in die Welt des Erfolges von Frauen. feministischen Diskurs.tischen Kapitals, und wie können Frauen Kapital aus weiblichen Reizen lässt Männer Bei scharfen Nüssen und frechen Früchtenin dieser Kontroverse ihren persönlichen oft sehr viel Geld verdienen, in jedem Fall ging das Gespräch der beiden sehr genauStandpunkt erringen – ohne Vorurteile, profitieren mehr Männer von weiblicher auf die Machtverhältnisse ein, innerhalbaber mit selbstbewusstem Auftritt? Erotik als Frauen selbst. Frauen, die ihres für derer sich diese Zuteilung von Chancen im sich erfolgreich nutzen, werden verächtlich Arbeitsleben abspielt. Der Erfolgsfaktor Ero-Weiblicher Erfolg und männlicher abgewertet. tisches Kapital wird am Arbeitsmarkt mitt-Reichtum Bringt uns wirklich nur Intelligenz weiter? Ist lerweile bewusst verlangt und auch einge-Von Leihmüttern und Callgirls, von Super- es die Anleitung zum Tabubruch, wenn wir setzt. Denn zum einen steht die Einheit desfrauen und weiblichen Reizen und vielen sehr uns mit der Frage auseinandersetzen, ob Körper-Geist-Seele-Bewusstseins ganz starkkontroversen Themen rund um weiblichen Frauen ihr Sex-Appeal und ihre Schönheit im Kontakt mit der eigenen AusstrahlungErfolg war an diesem Abend die Rede. für sich selber profitabel nutzen dürfen? und soll uns durch dieses Selbstbewusst-Wenn Soziologinnen sich Gedanken machen, Männern ist Geldgier gestattet – Frauen sein vermitteln. Doch neben dieser Le-wie Menschen an die Spitze der Gesellschaft nicht, und Männer nehmen sich als Ge- benslust, wie die Sexualtherapeutin Stiegerkommen, ist das ein sehr differenzierter schlecht das Recht, die Bedingungen für den immer wieder betonte, ist die Erotik auchBlick auf alle Mechanismen, die Menschen sexuellen Zugriff auf Frauen zu diktieren. ein Bestandteil der Arbeitslust, der Lust amso agieren lassen, wie sie eben agieren. Ge- Die Struktur dieses Tabus beinhaltet weit- aktiven Leben. Es stellt sich daher schon reichende Folgen: So wird klar, dass die alte auch immer die Frage, wie weit Frauen Weisheit, dass Liebe für Geld nicht käuflich das für sich nutzen. Berechtigt nutzen. Ein Dazu ein Buchtipp ist, die unabsichtlichen Nebenfolgen in Ver- wichtiger Appell ging dahingehend auch bindung bringen, dass Dienstleistungen von der Philosophin aus, die immer wieder Dr. CATHERINE HAKIM am Menschen und Pflegeberufe derart konstatierte, dass es eine Frage der realen Erotisches Kapital gering entlohnt werden – was Wirtschafts- Machtverhältnisse sei, wer diese Attribute Das Geheimnis erfolg- wissenschafterInnen belegen. Es macht uns bestimmt. Und die Machtverhältnisse sind reicher Menschen außerdem täglich klar, dass Vermögen ein aktuell zugunsten der Männer verteilt, da Verlag: campus männlich besetzter Faktor ist. dürfen wir uns nicht täuschen lassen, trotz ISBN: 978-3-593-39468-8 Die Soziologin Dr. Catherine Hakim konsta- aller wiederkehrenden Lippenbekennt- 376 Seiten, tiert: „Faktisch lehnt der Feminismus in all nisse, dass Geschlechtergleichheit schon € 20,60 seinen Farben und Facetten Sex und Sexua- hergestellt sei. lität ab, statt danach zu trachten, Frauen die Da capo! Es gibt noch viel zu tun! (BS)02/2012 dreieck
  13. 13. El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng | 13Lebensqualität im Alter10 Jahre „Selbst bestimmtund kreativ“K ennen Sie das auch: Sie treffen einen Bekannten zufällig im Supermarkt, winken ihm zu und ... ja genau, wiewar doch noch sein Name? Ludwig, nein Le-opold, in jedem Fall irgendetwas mit ‚L’, undbevor es peinlich wird, machen Sie lieber,dass Sie zur Kasse kommen – schnell weg,sonst merkt der namenlose Bekannte noch,dass Sie gar nicht mehr wissen, wie er heißt Foto: Fotolia... und so verlassen Sie das Geschäft mit demGefühl: Ja, der ist aber alt geworden!Es stimmt schon: Das Thema „Älter werden“eröffnet nicht nur schöne Aussichten, son- können. Dem Trainingsprogramm liegt eine dern auch, weil unsere engagierten Refe-dern weckt durchaus auch unangenehme wissenschaftliche Studie der Universität rentInnen, die speziell für die DurchführungGefühle. Der Verlust der eigenen Kräfte und Erlangen zugrunde, in der nachgewiesen dieser Kurse ausgebildet wurden, nebender Gedächtnisleistung sowie der lieber werden konnte, dass die Verbindung von ihrem fachlichen Wissen auch jede MengeMenschen gehören ebenso zu den weniger Gedächtnisübungen mit Bewegungsein- Freude und Herzblut in die Gestaltung derschönen Seiten wie die Angst, pflegebe- heiten zu einer deutlichen Steigerung der Kurseinheiten einbringen. Für viele Seni-dürftig zu werden und das selbstständige Gedächtnisleistung und Mobilität führt. Das orinnen und Senioren sind die KurstageLeben aufgeben zu müssen. Gerade diese sind wesentliche Faktoren dafür, möglichst zu echten Höhepunkten einer Woche ge-negativen Vorstellungsbilder verhindern lange selbstständig und somit auch selbst worden, weil Orte der Begegnung und derleider oftmals die eigene Auseinanderset- bestimmt leben zu können. Darüber hinaus Freundschaft entstanden sind, die Halt ge-zung mit dem Älter werden und verdecken werden im Rahmen der Kurseinheiten aber ben und vor dem Alleinsein schützen.dabei, wie viel Potential auch in dieser Le- auch spezifische Fragen des Alters thema-bensphase liegt bzw. liegen kann. Genau tisiert, die dazu dienen, kreative Lösungs- „Selbst bestimmt und kreativ“-Kurse kön-das, nämlich das Potential der nachberuf- möglichkeiten für das eigene Älter werden nen von jedem örtlichen Bildungswerk ge-lichen Lebensphase zu fördern, ist seit zehn in Gesprächen mit Gleichgesinnten zu ent- bucht werden und finden ab Herbst auchJahren Ziel der Kursreihe „Selbst bestimmt wickeln. Dass Lebensqualität nicht alleine wieder in Salzburg im Haus Corso in der Im-und kreativ“ im Salzburger Bildungswerk. vom körperlichen Befinden abhängig ist, bergstraße 2 statt. Ein Kurs mit insgesamtSchon allein dieser lange Zeitraum macht sondern sich wesentlich auch darüber defi- 10 Treffen kostet 40 Euro pro TeilnehmerIn,deutlich, dass dieses Angebot nicht nur auf niert, wie man schwierigen und herausfor- wobei es an vielen Orten auch Förderungengroße Resonanz bei den TeilnehmerInnen dernden Situationen des Lebens begegnet, durch die Gemeinde gibt.stößt, sondern offensichtlich auch zu einem wie Veränderungsprozesse und Abschied- (CW)Fixpunkt der Kursangebote für ältere Men- nehmen gemeistert werden, und wie esschen im Bundesland Salzburg gehört. gelingt, mit den nicht erfüllten Lebenswün- schen oder nicht geglückten Beziehungen Sind Sie neugierig geworden?Wir sehen noch lange nicht alt aus! umzugehen, zeigen uns unter anderem all Gerne informiere ich Sie über diesesGedächtnistraining und motorische Übun- jene Menschen, die zwar körperlich krank Angebot und unterstütze Sie bei dergen bilden die Basis des Kursangebots, sind, aber voller Freude mitten im Leben Organisation: Mag. Christa Wieland,das sich an Menschen richtet, welche die stehen. Institut für Seniorenbildung,Gesundheit von Körper, Geist und Seele Das Aufgreifen all dieser Facetten des Al- Tel: 0662-872691-17,möglichst lange erhalten wollen, um so Le- terns gelingt nicht nur deshalb so gut, weil E-Mail: christa.wieland@sbw.salzburg.atbensfreude bis ins hohe Alter genießen zu in kleinen Gruppen gearbeitet wird, son- dreieck 02/2012
  14. 14. 14 | E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildung Viel Spaß haben Alfons und Eva„Wunschoma“ Pinzgau Baumgartner aus Lofer mit den Wunschenkerln Sophie und Lisa.Eine Verbindung zum gegenseitigen Vorteil VON CHRISTINE SCHLÄFFERD ie Großfamilie inklusive Großeltern Projektkoordinatorin Klaudia Kaiser kennt milien ist die Vermittlung im Rahmen des gibt es nur noch selten. Damit fehlt alle Betreuungspersonen und Familien Leader-Projekts kostenlos. neben dem sozialen Netz auch die persönlich und klärt im Vorfeld die Vorstel- Die Gegenleistung der Familie an dieBetreuung durch die Großeltern, die die lungen und Anforderungen der Familien „Wunschgroßeltern“ ist Vereinbarungssa-Familie wesentlich unterstützen und ent- und der „Wunschgroßeltern“ genau ab. Die che; ehrenamtlicher Einsatz oder auch ge-lasten können. In der Stadt Salzburg und passende Vermittlung braucht auch manch- genseitige Dienstleistungen sind ebensoUmgebung gibt es bereits seit 15 Jahren mal etwas Zeit, geht es doch nicht um eine möglich wie eine stundenweise Aufwands-den „Leihomadienst“ des Katholischen Fa- möglichst rasche Erledigung, sondern um entschädigung.milienverbandes. Auch im Pinzgau gab es verantwortungsvolles Zusammenführen Letztendlich entscheiden Betreuungsper-immer wieder Nachfragen nach Leihgroß- der passenden Menschen. son und Familie, ob sie miteinander könneneltern. Mit Hilfe der Finanzierung durch und sich auf die „Wunschoma-Beziehung“Leader-Mittel und durch das Familienres- Alle Betreuungspersonen sind unfall- und einlassen möchten – die Vorauswahl undsort konnte im November 2011 das Projekt haftpflichtversichert und nehmen an päda- Vermittlung erfolgt mit bestem Wissen und„Wunschoma Pinzgau“ gestartet werden. gogischen Weiterbildungen teil – sowohl Gewissen, aber ohne Garantie für die Eig- für die „Wunschomas“ als auch für die Fa- nung bzw. Zufriedenheit.02/2012 dreieck
  15. 15. El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng | 15Wunschomas und -opas gesucht!Sobald die Familie ihre Wunschoma bzw. Wunschoma/-opaden Wunschopa gefunden hat, steht dieBetreuungsperson längerfristig – auch fürunvorhergesehene Einsätze – zur Verfü- Wenn Sie sich als Wunschoma/-opa im Pinzgaugung. Fallweises Einspringen – so wie es engagieren oder Ihre Wunschgroßeltern findenauch eigene Großeltern tun würden – wird möchten, dann melden Sie sich beizwischen Familie und Wunschoma bzw. Klaudia Kaiser (Wunschoma-Koordinatorin)-opa selbst organisiert. Tel: 0676-789 91 74, E-Mail: wunschoma@gmail.comDer Projektstart im Herbst war sehr erfolg- Das Projekt „Wunschoma“ im Pinzgau wird aus EU-Mitteln gefördert und ist eine Koope-reich. Bis jetzt haben sich 26 Wunschomas ration von Kath. Familienverband, pinzgauermutmacher, Forum Familie, Leader-Regionund -opas zwischen 47 und 70 Jahren ge- Nationalpark Hohe Tauern und dem Familienressort des Landes Salzburg.meldet, von der pensionierten Hotelbesit-zerin bis zur Mindestrentnerin, die nicht nur Landesweiter Leihomadienst des Katholischen FamilienverbandesZeit zur Verfügung hat, sondern auch einen Vermittelt seit 15 Jahren Leihomas/-opas im Großraum Salzburg, in den Bezirken sowiekleinen Zuverdienst sucht ... seit einiger Zeit im Tiroler Unterland Tel: 0662-8047-1240 (Mo-Fr, 8.00 bis 12.00 Uhr), E-Mail: info-sbg@familie.atAuf der Familienseite gibt es mehr als 40 An-fragen aus den Pinzgauer Gemeinden vonUnken bis Neukirchen. Viele Familien habenschon ihre „Wunschgroßeltern“ gefunden, der dreijährigen Projektlaufzeit Verschie- mittlung“ eine unverzichtbare Dienstleis-wobei darauf geschaut wurde, die Vermitt- denes auszuprobieren – so der Versuch, tung geworden ist und als dauerhafteslung möglichst in der eigenen Gemeinde Omas mit stundenweiser Entlohnung ge- Angebot im Pinzgau bestehen bleibt.oder in unmittelbarer Nähe zu machen. nauso einzusetzen wie Ehrenamtliche (aufDer Bedarf an Omas und Opas ist aber weit eigenen Wunsch) oder solche Betreuungs- Christine Schläffer leitet das Forum Familie Pinzgau - Elternservice des Landes – Hilfe bei Fragen zur Kin-größer, und so werden laufend interessierte personen, die sich kleine Anerkennungs- derbetreuung. Infos über materielle Förderungen Personen gesucht – im gesamten Pinzgau dienste oder ab und zu mal eine Einladung Beihilfen. Wegweiser zu Hilfs- und Beratungsstellen.und ganz besonders im Raum Bruck. zum Essen wünschen. Unterstützung und Begleitung bei neuen Familien- projekten.Eine Charakteristik des Leader-Projekts im Nach der dreijährigen Projektlaufzeit wün-Pinzgau ist auch die Möglichkeit, während schen wir uns, dass die „Wunschomaver- Forum Familie informiert Online-Broschüre „Geld für die Familienkassa – Beihilfen Förderungen“ Gerade in schwierigen Zeiten wollen wir Familien den Die Broschüre enthält viele Neuerungen, wie zum Beispiel Zugang zu Finanzhilfen erleichtern. Änderungen bei der Familienbeihilfe, und ist in folgende Ab- Soeben ist die neue und aktuelle Version unserer Online- schnitte gegliedert: Broschüre erschienen: 3 or der Geburt V www.salzburg.gv.at/1204_forumfamilie_familienkassa.pdf 3 ach der Geburt – Kinderbetreuung N 3 ördertipps für Schulkinder F Detaillierte Infos bekommen Familien und Interessierte auch 3 ördertipps für Lehrlinge F gerne direkt bei Forum Familie, den Elternservice-Stellen des 3 bbe in der Kassa finanzielle Notlagen E Landes in allen Bezirken: www.salzburg.gv.at/forumfamilie 3 inanzielle Erleichterungen für Menschen mit Behinderung F 3 eiterführende Links W dreieck 02/2012
  16. 16. 16 | E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildung GLOSSEWenn die gläserne Decke zurBetondecke wirdJ Mag. Brigitte Singer etzt haben wir den Salat. Nicht nur am Die gute Nachricht ist: In Schulbüchern leitet das Institut für Teller, damit wir Frauen auch ja schlank lesen Kinder jetzt von Ärztinnen, Mechani- Frauen- und Eltern- sind, nein, auch im Berufsleben sieht es kerinnen, Vätern, die Kinder wickeln und in bildung im Salzbur- nicht gerade so aus, als könnten Bildung den Kindergarten bringen (wenn es einen ger Bildungswerk.und frühe Karriereplanung uns vor Herd, Platz gibt).Küche, Kindern und Pensionskahlschlagschützen. Die schlechte Nachricht ist: Frauen verdie- auf eine unsichtbare Barriere bezieht, die nen immer noch um 30 Prozent weniger als Frauen davon abhält, Topjobs in Unterneh-Es gibt sie ja jetzt die Karrierefrauen, die ge- Männer. Eine ganze Generation von Teil- men zu bekommen.schafft haben, wovon viele Frauen der Ge- zeitmüttern und Teilzeitberufstätigen blicktneration aus dem letzten Jahrtausend 19xx einer Pension in Armut entgegen. Aus der vielzitierten Gläsernen Decke istnur träumen konnten: erfolgreiche Wissen- eine aus Beton geworden. Da wundertschafterinnen, Bankerinnen, Physikerinnen, es nicht, wenn Idylle wieder hoch im KursMedizinerinnen, Nobelpreisträgerinnen (gibt steht. Es ist wirklich faszinierend, wie man-es immerhin mehr als wir wissen, genauer cher Zeitgeist daherkommt: Magazine wiegesagt 21). Noch nie waren die Anforde- Landlust oder Servus weisen dramatischerungen an Frauen so enorm wie heute. Auflagenzuwächse auf. Sie beruhigen: keinNicht nur an die viel herbeizitierte Karriere- Tratsch, keine nervigen Promis, keine sozial-frau. Nein, alle anderen sollen auch Super- politischen Probleme, keine CybervokabelnHausfrauen, perfekte Mütter, eloquente aus dem Netz, die eh keiner versteht, derGesprächspartnerinnen, erfolgreiche Be- nicht dauernd damit zu tun hat, keine Ka-rufsfrauen, attraktive Partnerinnen, tolle tastrophen, keine Korruption. GeschichtenGastgeberinnen, serviceorientierte Mitar- über das gute Leben, die in allen von unsbeiterinnen, zufriedene, sexy Singlefrauen, schöne Erinnerungen wachrufen, an dieaktive Seniorinnen sein – wenn nötig, mit Kindheit, die noch in Ordnung war, die vie-kleinen chirurgischen Verbesserungen, die len guten Sachen, die selbst gemacht wur-unseren Wert am Beziehungs- und Arbeits- den, eine Zeit ohne Plastikmüll und Trash,markt erhöhen sollen. wohin man schaut, Frauen, die in Schürzen das beste Essen kochen (sogar ohne StromDie Nischenladys, die niemandem und ganz bio). Es wirkt alles so heimelig, sogefährlich werden friedlich, so entschleunigt, so schön.Sie alle haben eines gemeinsam mit denFrauen, die vor 30 Jahren für die Gleich- Nein, nicht nur das. Es gibt sogar die Karri-berechtigung der Frauen auf die Straßen In einem Artikel der Business Week wird das erefrauen, die sich ihren Freizeitkick beimgegangen sind. Sie suchen immer noch „velvet ghetto Phenomenon“ (das sichere Marmeladeeinkochen holen. Bei der neu-nach einem Weg, ein selbstbestimmtes und Ghetto-Phänomen) für Frauen in Manage- en Lust an der Idylle. Schließt sich hier dergleichberechtigtes Leben mit gleicher Ent- mentpositionen verwendet, welches bei- Kreis? Bin ich in einer Zeitmaschine?lohnung für gleiche Arbeit führen zu kön- spielweise in Kommunikationsberufen dienen. Vielerorts hat sich die Meinung breit ge- Überlegung in den Raum stellt, dass sich Wir Frauen wollen eben immermacht, der Feminismus habe sich ohnehin Frauen zwar im Management etablieren, nur das eine ...erledigt. Manche wollen das Wort gar nicht aber keine Gefahr für Männer im Kampfmehr in den Mund nehmen. Ist doch eh al- um Topmanagement-Jobs darstellen. Ähn- … ja, Sie haben richtig geraten:les gesetzlich verankert, schon durchge- lich dem viel gehörten und zitierten Begriffsetzt, nicht mehr zeitgemäß, von gestern ... „Glass ceiling“ (die gläserne Decke), die sich Glücklich sein! (BS)02/2012 dreieck
  17. 17. G emei n deentw ick lu ng | 17Ausgezeichnet: Orte der Begegnung51 Projektideen wurden beim Wettbewerb „Zsammkemma“ eingereicht. 8 Initiativen dürfen sich nun übereine Auszeichnung freuen!N eue Impulse können Salzburgs Gemeinden, Städte und Regionen noch lebenswerter machen. Lan-desrätin Dr. Tina Widmann startete deshalbgemeinsam mit der GemeindeentwicklungSalzburg im Herbst 2011 den Wettbewerb„Zsammkemma – Gemeinden schaffenOrte der Begegnung“. Gesucht waren Orte,Initiativen, Ideen, die Begegnung jeglicherArt ermöglichen und fördern: Begegnungzwischen Alt, Jung, MigrantInnen, Ortsan- Foto: LPBsässigen, Zugezogenen, Beeinträchtigten,Andersdenkenden. „Mit diesem Wettbe-werb wollen wir den sozialen Zusammen- die Qual der Wahl und vergab schließlich des generationenübergreifenden Projekteshalt in den Gemeinden stärken“, informiert neben den drei Hauptpreisen auch fünf An- im öffentlichen Raum: Gemeinschaft entwi-Tina Widmann, „in einer Zeit abnehmenden erkennungspreise. ckeln, miteinander etwas erleben, Raum fürEngagements und unverbindlicher wer- Der 1. Preis geht an das Projekt „Die Spiel- Begegnung schaffen und wahrgenommendender Beziehungen soll damit bewusst platzköche“. In der Gemeinde Grödig werden.ein solidaritätsfördernder Akzent gesetzt bieten die Verantwortlichen der Jugend-werden“. arbeit und des islamischen Kultur- und Das Projekt „Mobile Märchenecke im Seni- Sportvereins „Ihlas“ wöchentlich eine kin- orenheim“ wurde mit dem 2. Preis ausge-Teilnehmen konnten alle Salzburgerinnen der- und jugendgerechte Kochaktion mit zeichnet. In die Märchenecke für Jung undund Salzburger, öffentliche Einrichtungen Aufstrichen und einfachen Speisen aus Alt im Salzburger Stadtteil Parsch sind alleoder die Gemeinden selbst. 51 Projektideen verschiedenen kulturellen Regionen an. Als eingeladen, die Geschichten und Märchenwurden eingereicht, 8 wurden nun mit Rahmenprogramm wird Streetsoccer für lieben, vor allem natürlich auch Erzählereinem Preis ausgezeichnet. Die Jury hatte Mädchen und Burschen geboten. Das Ziel aller Generationen und Kulturen! Die Ini- tiatoren des Vereins Stadtteilentwicklung Parsch wünschen sich eine bunte Mischung von Märchen aus unserer Heimat und aus Die sieben Jurymitglieder haben 8 Preise vergeben anderen Kulturen. Die Märchenecke soll jedes Jahr in einem anderen Seniorenheim Hauptpreise im Stadtteil ihren Platz finden. Ein Postwurf 1. Preis: Die Spielplatzköche: Kochen und Essen am Spielplatz (Grödig) informiert alle Bewohner über die Märchen- 2. Preis: Mobile Märchenecke im Seniorenheim: Märchenecke für Jung und Alt (Parsch) stunden, Kindergärten, Volksschule und Se- 3. Preis: Living Room: Wohnzimmer im Freien (Seeham) niorenheime werden speziell eingeladen. Anerkennungspreise Living Room, das Wohnzimmer im Freien in Miteinander in Köstendorf: Treffen aller Kulturen beim Kochen der Gemeinde Seeham, darf sich über den Grenzenlos kochen in Parsch: Gemeinsam mit verschiedenen Kulturen und 3. Preis freuen. Das Jugendzentrum wird auf Generationen dem Dorfplatz eine neue Form des Lebens- BürgerInnen-Rat in St. Koloman raumes (living space) in Form eines Wohn- Zsammhalten Zsammhelfen in Seeham: Hilfe im Alltagsleben durch Jugendliche zimmers (living room) gestalten. Dazu wird Junge engagierte StraßwalchenerInnen: Förderung sozialen Engagements der Platz 10 Tage mit einem künstlichen Boden verkleidet und Möbel wie in einem Infos zu allen Projekten: www.gemeindeentwicklung.at Wohnzimmer arrangiert. Das Ziel bringt Maria Erker, die Leiterin des Jugendzen- dreieck 02/2012
  18. 18. 18 | Geme i n d e e nt w i c k l u ngtrums, kurz und bündig auf den Punkt: „Wir Akzente Salzburg. Keine Verpflichtung zur und Kommunikation begünstigen“, meintwollen damit mitten im Ort einen neuen Mitgliedschaft, kein Eintritt und kein Kon- Tina Widmann, „doch ein Platz, ein RaumTreffpunkt schaffen und zeigen, wie der sumzwang sollen zudem garantieren, dass oder Gebäude reicht nur in den wenigstenöffentliche Raum belebt und auch anders möglichst viele Menschen das Angebot Fällen aus, um Begegnung zu fördern“. Ne-genutzt werden kann“. nutzen können. „Auf Nachhaltigkeit, Inno- ben der räumlichen Infrastruktur brauche vation sowie Dialog- und Begegnungsmög- es eine soziale Infrastruktur und die Initiati-Kriterienkatalog unterstützte Jury lichkeit haben wir ebenfalls besonderen ve engagierter Menschen. „Dieser Wettbe-bei Entscheidung Wert gelegt“, ergänzt Jurymitglied Ulrike werb hat zur Bewusstseinsbildung und So-„Ein wesentliches Entscheidungskriterium Kendlbacher vom Referat für Familie und lidaritätsförderung einen wichtigen Beitragwar für uns die Frage, ob die Orte der Be- Generationen. geleistet“. (MiHa)gegnung niederschwellig und barrierefrei „Die Alltagsrealität zeigt, dass infrastruktu-zugänglich und allen bekannt sind“, er- relle Voraussetzungen wie Sport-, Kultur-läutert Jurymitglied Harald Brandner von oder Freizeitstätten zwar soziale Netzwerke Gemeinschaftspflege im Generationendorf Hallein-Rif 85, 63, 51, 42, 35, 15 … Jahre alt, – was verbindet durchgängig alle Generationen in Hallein-Rif? Die Freude am gemeinsamen Tun! VON BRIGITTE SCHMIDT S o wieder einmal geschehen im Mai: Gerade einen tollen Schuss hingelegt VerliererInnen gab es natürlich keine, der Junge und Junggebliebene trafen und nah an der „Taube“ dran, der nächste olympische Gedanke zählte: Dabei sein sich zu einem Stockschützenturnier Schuss verändert alles, und es gibt keinen ist alles! Eine Gruppe mit den wenigsten am Rifer Spitz. Bei herrlichem Wetter und einzigen Punkt für die Gruppe. Es ist auf- Punkten gab es allerdings schon. Sie wur- bester Stimmung wurden zuerst einmal regend, lustig, und es bleibt spannend bis de mit einem Kranz bester Speckwürste die Regeln erklärt. Die Profis nahmen sich zum Schluss. geehrt und damit getröstet, dass das der Neulinge an und stellten sich gedul- Ergebnis bei gutem Training das nächs- dig allen Fragen. Gute Tipps und Ratschlä- Zur Siegerehrung traf man sich im Ver- te Mal schon viel besser ausfallen kann. ge gab man sich gegenseitig weiter. Und einsheim des Siedlungsvereins Rif. Unser Apropos das nächste Mal: Wir alle freuen dann konnte es auch schon losgehen. Bürgermeister Dr. Christian Stöckl, Vize- uns darauf, und vielleicht kommen noch Gespielt wurde in generationenübergrei- bgm. Alois Rettensteiner und auch andere ein paar neue Teams dazu, die auch auf fenden Teams. Mit Sportsgeist und auch Sponsoren sorgten für schöne Sachpreise, den Speckwurstkranz ein Auge haben. mit Ehrgeiz gingen wir an die Sache ran. die mit Freude angenommen wurden. Richtig leicht ist das Stockschießen nicht. Brigitte Schmidt vom Verein TREFFPUNKT-RIF.02/2012 dreieck
  19. 19. G emei n deentw ick lu ng | 19 „Herz für Hallein“ prämiert IdeenGemeinschaft, Kommunikation und Integration fordern und fördern VON ANITA MEMMERV or über einem Jahr (am 27. Jänner aufgestellt. Darin konnte man Vorschläge der verschiedenen Projekte ließen es sich 2011) startete in Hallein das Projekt und Ideen, aber vor allem eigene Initiativen auch Landesrätin Dr. Tina Widmann, Bgm. „Ein Herz für Hallein“ (wir haben in deponieren. Dr. Christian Stöckl, Stadträtin Dr. Evelineden vergangenen Ausgaben des „dreiecks“ Sampl-Schiestl und Bezirkshauptmannlaufend darüber berichtet). Mit dieser In- Impulse für ein lebendiges Mag. Helmut Fürst nicht nehmen, der Ver-itiative wurden alle BewohnerInnen Hal- Miteinander anstaltung beizuwohnen.leins ermutigt, selbst gegen Entfremdung, Anfang Mai 2012 erfolgte nun die Prämie- Dr. Anita Memmer ist Initiatorin von „Ein Herz fürVereinsamung und Werteverlust aktiv zu rung der insgesamt 13 eingereichten Initiati- Hallein“ und leitet gemeinsam mit Friedl Bahner daswerden. Zwischenmenschliche Brücken ven im Musikhaus Hallein. Durch den Abend Salzburger Bildungswerk Hallein.sollten gebaut werden, um wieder mehr führte Jurymitglied Manfred Baumann, dieNähe und Gemeinschaft spürbar werden zu musikalische Umrahmung gestaltete einlassen. Zu diesem Zweck wurden in Hallein Klarinettenquartett vom Musikum Hallein.an zwölf verschiedenen Orten Briefkästen Neben den vielen aktiven TeilnehmerInnen Auszeichnungen Im Bild die Herz für Hallein- Folgende Initiativen wurden mit „Hal- TeilnehmerInnen (1.Reihe v. leiner Münzen“ im Wert von je 850 Euro li.) Ing. Gerald Höpflinger, Prof. (1. und 2. Platz) bzw. im Wert von je 200 Helmuth Hickmann, Dr. Anita Euro (zwei 3. Plätze) ausgezeichnet: Memmer (Projektinitiatorin), Mag. Brigitte Längle, Esther Strodl, Josef Grabner, Brigitte 1. und 2. Platz gingen ex aequo an das Winkler, (2. Reihe v.li.) Maria Herz für Hallein-Märchen und mittler- Seeleitner, Antonia Siller, Karin weile Maskottchen der Initiative „Lua- Kogler, Doris Pichler, Karoline na, das Koboldmädchen“ und an den Haunsperger und Iris Moos- leitner. „DOH-REH-TREFF“. Dieser hat sich zum Ziel gesetzt, Jung und Alt zusammenzu- führen. So entstand daraus die InitiativeAuszug aus „Luana, das Koboldmädchen“: „I FÜR DI – DU FÜR MI!“, ein Angebot für aktive Nachbarschaftshilfe. Der 3. Preis wurde ebenfalls geteilt und ging ex aequo an die beiden Initiativen Halleiner Chor-Weihnacht und Stadt- führungen für MigrantInnen. Alle weiteren Initiativen und Projekte wurden mit Glasherzen von Alfarè aus- gezeichnet. Sie alle haben Herz für Hallein beweisen. Die Initiativen der engagierten Hallei- nerInnen bleiben bestehen, neue Ideen sind jederzeit herzlich willkommen! Ausführliche Projektbeschreibungen finden Sie unter: http://www.herzfuerhallein.at/ dreieck 02/2012

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