Erwachsenenbildungs-Magazin des Salzburger Bildungswerkes   03/2012Wann beginntErziehung?Neu anfangen –Lernen FÜR einLeben...
Das Team des Salzburger BildungswerkesDirektion                                 Karin MARESCH                             ...
Editorial                                                                                     Impressum                   ...
4 |                                                                                        Foto: © Royalty-Free/Corbis08  ...
| 5Inhalt                                                     Salzburger                                                  ...
6 |   B lic k p u n k teDas Salzburger Bildungswerk macht sich fit für die ZukHervorragende Bildungsarbeit durch engagiert...
Bl i ck p u nk te   | 7kunft    eine Stärkung der Betreuung unbedingt    notwendig. Lucia Luidold, Leiterin des    Referat...
8 |   E r wa c h se n e n b i l d u n g                                                                                   ...
Er wa ch s en e nb ild u ng   | 9spielung auf die Millionenshow meinte er:„Das Quizideal der Bildung ist kein Kriteri-    ...
10 |      E r wa c h s e n e n b i l d u n g                                               Auf eigene Stärken bauen –     ...
El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng    | 11Bis hierher und noch viel weiter!20. Salzburger Frauensalon – Ein...
12 |   E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildung                                                                     ...
El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng    | 13                                                                 ...
14 |            E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildung               Neu anfangen – Lernen FÜR ein Leben (lang)!  ...
El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng    | 15dann, wenn die Last des Alters drückt und      „Für jeden Neuanfa...
16 |       E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildungsehen zu werden. Eine überaus berechtigte                   innov...
G emei n deentw ick lu ng    | 17Wer wagt, gewinnt!W         ohin soll sich die Gemeinde Weiß-         bach entwickeln und...
18 |    Geme i n d e e nt w i c k l u ng                                                                                  ...
Erwachsenenbildungs-Magazin dreieck 02/2012
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Das Erwachsenenbildungs-Magazin "dreieck" wird 2-3mal jährlich vom Salzburger Bildungswerk herausgegeben. Es beinhaltet die Darstellung und Auseinandersetzung mit aktuellen bildungs- und gesellschaftspolitischen
Themen und fungiert als Mitteilungs- und Serviceblatt über Veranstaltungen
des Salzburger Bildungswerkes.
Das „dreieck“ richtet sich an MitarbeiterInnen in
der Erwachsenenbildung, MultiplikatorInnen,
PolitikerInnen sowie Medien.

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  1. 1. Erwachsenenbildungs-Magazin des Salzburger Bildungswerkes 03/2012Wann beginntErziehung?Neu anfangen –Lernen FÜR einLeben (lang)!Oma allein zu HausFreiwilligenkoordinatorIn salzburger bildungswerk
  2. 2. Das Team des Salzburger BildungswerkesDirektion Karin MARESCH GemeindeentwicklungGünther SIGNITZER Sekretariat SalzburgGeschäftsführung Tel: 0 662-87 26 91-12 Alexander GLASTel: 0 662-87 26 91-14 karin.maresch@sbw.salzburg.at Tel: 0 662-87 26 91-13g.signitzer@sbw.salzburg.at Isolde MRWA alexander.glas@sbw.salzburg.atSarah Baier Organisation Milica GLIBOSekretariat Tel: 0 6277-77 94 Tel: 0 662-87 26 91-27Tel: 0 662-87 26 91-24 isolde.mrwa@sbw.salzburg.at milica.glibo@sbw.salzburg.atsarah.baier@sbw.salzburg.at Manuela Pleninger Anita MOSERRichard BRESCHAR Öffentlichkeitsarbeit Tel: 0 662-87 26 91-18Örtliche Bildungswerke Tel: 0 662-87 26 91-16 anita.moser@sbw.salzburg.atTel: 0 662-87 26 91-19 manuela.pleninger@sbw.salzburg.atrichard.breschar@sbw.salzburg.at Brigitte SINGER Forum FamilieSonja CHRIST Institut für Elternbildung Andrea-Maria GRUBERSekretariat/Buchhaltung Tel: 0 662-87 26 91-15 Pongau, Tel: 0664-8284180Tel: 0 662-87 26 91-11 b.singer@sbw.salzburg.at forumfamilie-pongau@salzburg.gv.atsonja.christ@sbw.salzburg.at Christa WIELAND Wolfgang MayrHans EDER Institut für Seniorenbildung Flachgau, Tel: 0664-8284238Institut für Internationale Solidarität Örtliche Bildungswerke forumfamilie-flachgau@salzburg.gv.atTel: 0 662-87 26 91-20 Tel: 0 662-87 26 91-17 Corona RETTENBACHERhans.eder@sbw.salzburg.at christa.wieland@sbw.salzburg.at Tennengau, Tel: 0664-8565527Wolfgang Forthofer forumfamilie-tennengau@salzburg.gv.atInstitut für Europa Institut für Medienbildung Christine SchläfferTel: 0 662-87 26 91-21 Martin SEIBT Pinzgau, Tel: 0664-8284179w.forthofer@sbw.salzburg.at Geschäftsführung forumfamilie-pinzgau@salzburg.gv.atUlrike FREIDL Tel: 0 662-82 20 23-12 Monika WeilharterSekretariat seibt@imb-salzburg.at Lungau, Tel: 0664-8284237Tel: 0 662-87 26 91-22 Monika HOHENLOHE forumfamilie-lungau@salzburg.gv.atulrike.freidl@sbw.salzburg.at Tel: 0 662-82 20 23Michaela Habetseder office@imb-salzburg.atÖffentlichkeitsarbeitm.habetseder@sbw.salzburg.at Qualitätssiegel Salzburger Bildungswerk Salzburger Bildungswerk SBWbildungswerk Qualitätstestiert bis 2016 Veranstaltungstipps Brainweek – Internationale Woche des Gehirns Bildungswoche 11. bis 15. März 2013 Thalgau, Eröffnung am 3. März 2013
  3. 3. Editorial Impressum Herausgeber und Verleger: Salzburger Bildungswerk (Dr. Günther Signitzer) Redaktion: Mag. Manuela Pleninger (MP) Imbergstraße 2/2, 5020 Salzburg Tel. 0662-87 26 91-0 Fax 0662-87 26 91-3 E-Mail: office@sbw.salzburg.at www.salzburgerbildungswerk.atWas verbindet den 9. November 2012 mit dem 13. September 1956? An beiden Tagen ZVR 200 288 147wurden wichtige Weichen für die Zukunft des Salzburger Bildungswerkes gestellt. Am Grafik: Werbeagentur Gerhard Gürtler13. September 1956 wurde das Bildungswerk in Salzburg mit dem Ziel gegründet, ehren- Lektorat: Mag. Michaela Habetseder Coverfoto: © Fotolia, Foto Rückseite:amtliche Bildungs- und Kulturarbeit in Salzburg zu unterstützen. Am 9. November 2012 Dr. Hans Stehrer, Bildungswerkleiter Stroblwurde bei der Hauptversammlung ein neuer Vorstand gewählt und im Rahmen des Orga- Fotos: Salzburger Bildungswerknisationsentwicklungsprozesses „Das Salzburger Bildungswerk stellt die Zukunftsfrage“ (falls nicht anders angegeben) Druck: Schönleitner, Kuchlintensiv über künftige Aufgaben und Rahmenbedingungen diskutiert. Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier. Auflage: 2.200Ganz besonders für eine Bildungseinrichtung ist es wichtig, ihre Tätigkeit auf die Zukunft MitarbeiterInnen Redaktion:hin auszurichten. Wir haben uns dieser Frage in den vergangenen Jahrzehnten immer Dipl.-Ing. Richard Breschar (RiB)wieder gestellt, unser Leitbild überarbeitet und auch ein Qualitätsmanagementverfahren Dr. Hans Eder (HE) Dr. Wolfgang Forthofer (FT)eingeführt. Wir wollen nun wieder gemeinsam mit allen relevanten Gruppen über den Alexander Glas, Msc (AG)Weg in die Zukunft diskutieren. Bereits jetzt lassen sich viele interessante Ansätze erken- Mag. Michaela Habetseder (MiHa)nen. Zur Weiterentwicklung und Umsetzung brauchen wir aber auch den Rückhalt und Dr. Anita Moser (AM) Isolde Mrwa (IM)die Unterstützung der Politik auf allen Ebenen. Unser Bildungsbereich, der nur teilweise Mag. Martin Seibt MSc (MS)marktfähig ist, gehört zu den öffentlichen Aufgaben unserer Gesellschaft. Die Aktionslinie Dr. Günther Signitzer (GS)„Community Education“ im Beschluss der Bundesregierung „Strategie zum lebensbeglei- DSA Mag. Brigitte Singer (BS) Mag. Christa Wieland (CW)tenden Lernen“ stellt eine Positionierung und Anerkennung dar. Lokale und regionaleBildungs- und Kulturarbeit der Bildungswerke sowie die Stärkung des „Ehrenamtes“ sind Blattlinie: Darstellung und Auseinandersetzung mit aktuellen bildungs- und gesellschaftspolitischendabei wichtige Bereiche, in denen das Salzburger Bildungswerk erfolgreich und aner- Themen, Mitteilungs- und Serviceblatt über Veran-kannt tätig ist. staltungen des Salzburger Bildungswerkes. Das „dreieck“ richtet sich an MitarbeiterInnen in der Erwachsenenbildung, MultiplikatorInnen,Der Verein Salzburger Bildungswerk hat glücklicherweise neben den engagierten eh- PolitikerInnen sowie Medien.renamtlichen Bildungswerkleitungen auch viele wertvolle Vorstandsmitglieder. Vielfach Namentlich gekennzeichnete Beiträge drücken diebleibt ihr Engagement im Hintergrund, und nur in wenigen Fällen werden sie und ihre Meinungen der AutorInnen aus. Sie müssen sichTätigkeit in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Bei der Hauptversammlung wurden nun nicht immer mit der Auffassung von Redaktion und Herausgeber decken.drei langjährige und sehr verdienstvolle Menschen mit der Ehrenmitgliedschaft geehrt.Dies ist nicht nur ein Zeichen des Dankes, sondern auch der Anerkennung ihres Engage- Offenlegung nach dem Pressegesetz: Aktuelle Berichte, Informationen und Stellungnahmen,ments und ihrer Mitarbeit in einem Lebensbereich, der für uns alle eine besondere Bedeu- die im Zusammenhang mit der Tätigkeit des über-tung hat. Sie finden die Würdigung von Günter Daghofer, Heinz Klier und Felix Strohbich- parteilichen und konfessionell nicht gebundenenler beim Bericht über die Herbsttagung (Seite 7). Ein Dank gilt allen Vorstandsmitgliedern, Salzburger Bildungswerkes stehen.und wir heißen neue Mitglieder willkommen: Waltraut Hofmeister, Nikolaus Lienbacher, Wir danken für die Zusammenarbeit undRenate Reifenauer, Josef Thurner und Stefanie Walch. Wir freuen uns auf die weitere kon- Unterstützung dem bm:ukk.struktive Zusammenarbeit! dreieck-Leserservice: Fragen an die Redaktion: Tel. 0662-872691-0 oder E-Mail: office@sbw.salzburg.atÜbrigens: Am 14. November 2012 fanden sechs Veranstaltungen des Salzburger Bildungs- Erscheinungsweise: 2-3mal jährlichwerkes statt. Die Themen reichten von der Fortbildung für den Flachgauer Besuchsdienst Abonnement- und Einzelbestellung: Einzelheft € 4,- (exkl. Versand)über einen Vortrag zu Erziehungsfragen bis hin zu Ernährung und einem Erzählnachmit- Jahresabonnement € 11,-tag. Im Jahresdurchschnitt gibt es täglich 3,5 Veranstaltungen des Bildungswerkes im Einzahlungen: RVS Salzburg Kto-Nr. 00047993,Land Salzburg. Ich bin sicher, dass wir auch für Sie interessante Bildungsangebote im Pro- BLZ 35 000 Wenn bis 31. Dezember keine Abbestellung erfolgt,gramm haben. Oder noch besser: Sie engagieren sich und machen mit bei der Bildung verlängert sich das Abo jeweils um ein weiteres Jahr.für die Zukunft! Vorstand des Salzburger Bildungswerkes Vors. LAbg. Dr. Josef Sampl, HR Dr. Alfred Bergham- mer, Dr. Andrea Eder-Gitschthaler, OSR WaltrautDr. Günther Signitzer Hofmeister, HR Dr. Andreas Kiefer, DI Nikolaus Lien- bacher, Dr. Lucia Luidold, Dr. Ursula Maier-Rabler,Direktor des Salzburger Bildungswerkes Stv. HR Prof. Dr. Wilhelm, Pölzl, Dipl. Päd. BSI Renate Reifenauer, Primar i.R. Dr. Josef Rücker, LSI Mag. Josef Thurner, Stefanie Walch, HR Prof. Dr. Martin Wiedemair Präsidentin des Salzburger Bildungswerkes LH Mag. Gabi Burgstaller
  4. 4. 4 | Foto: © Royalty-Free/Corbis08 Erwachsenenbildung 10 Eltern-, Frauen- und Seniorenbildung 24 Europa und Politische Bildung Blickpunkte Gemeindeentwicklung 06 Das Salzburger Bildungswerk macht sich fit für 16 Die Welt durch gemeinsames Kochen erfahren die Zukunft 17 Wer wagt, gewinnt! 18 Im Fokus: Aktives Altern und Generationensolidarität 19 Mobil und sicher 20 Oma allein zu Haus Erwachsenenbildung 21 Salzburger Lokalbahn barrierefrei 08 Erwachsenenbildung ist Arbeit mit und am 22 Voneinander profitieren Menschen 23 Drei Stunden wandern und erzählen 09 Brainweek – Internationale Woche des Gehirns 24 Neues Pfarr- und Gemeindezentrum Hallein-Rif 10 Auf eigene Stärken bauen – Berufliche Zukunft gestalten Europa und Politische Bildung 24 Ein Ausblick auf 2013 Eltern-, Frauen- und Seniorenbildung 25 Die Ukraine 10 LIPPGLOSSE: Halb leer – Halb voll?! 11 Bis hierher und noch viel weiter! 12 Wann beginnt Erziehung? 14 Neu anfangen – Lernen Für ein Leben (lang)! Internationale Solidarität 15 Aus dem Schatten treten 27 Alles schön verzinkt! Und wo beginnt’s? Nachdenken erlaubt! „Das war unsere Zeit!“ Mehr dazu auf Seite 39 03/2012 dreieck
  5. 5. | 5Inhalt Salzburger Singwoche – Singen und fröhlich sein! 28 31 Mehr dazu auf Seite 29 Aus der Direktion Aus Gemeinde und Bezirk Aus der Direktion Arbeitskreise 28 FreiwilligenkoordinatorIn – was ist das? 39 „Das war unsere Zeit!“ – Nachberichte 29 Singen und fröhlich sein! 30 „Aktives Altern und der Dialog zwischen den Generationen als Herausforderung für die Erwachsenenbildung“ 30 Das Salzburger Bildungswerk stellt die Zukunftsfrage Personalia 41 Das Salzburger Bildungswerk gratuliert ... 42 Geehrt 42 Wir bedanken uns Aus Gemeinde und Bezirk 42 Das Salzburger Bildungswerk begrüßt 31 Netze knüpfen – Wissen erweitern 42 Zum Gedenken 31 Eine lange Nacht beim Pulvermacher 43 Businesslauf 2012 32 Buchstaben bewegen 33 gelebt – geschrieben – verewigt: Mehr als ein starkes Stück Papier Veranstaltungs- und Buchtipps 33 Strobls Kleindenkmäler: Was ist daran wahr? 02 Veranstaltungstipps 34 Rio20+ im Landtag präsentiert 43 Buchtipps 34 „Aufbrechen“ in ein neues Miteinander 35 Das lern.fest 2012 machte Lust aufs Lernen 36 Werte erhalten – Gegenwart gestalten – Zukunft ermöglichen 36 Bildungs- und Nationalparktage in Muhr 37 Die Zeit ist reif für einen nachhaltigen Lebensstil! 38 Der Zeit enthasten dreieck 03/2012
  6. 6. 6 | B lic k p u n k teDas Salzburger Bildungswerk macht sich fit für die ZukHervorragende Bildungsarbeit durch engagierte, kompetente Bildungswerkleitungen und qualitätsvolle BetreuungD ie diesjährige Herbsttagung war „Strategie zum lebensbegleitenden Ler- geprägt von der Zukunftsfrage. Die nen“ mit dem Schwerpunkt „Community Zeit ändert sich, wir uns auch! Education“. Lernen durch Partizipation inNach der Eröffnung durch den Vorsitzenden der Gemeinde, maßgeschneiderte lokaleJosef Sampl begrüßte LHF Gabi Burgstaller Bildungsangebote sowie Kooperation undals Präsidentin des Salzburger Bildungs- Vernetzung werden dabei besonders her-werkes die TeilnehmerInnen und dankte vorgehoben. Damit werde das Arbeitsfeldallen ehren- und hauptamtlichen Mitarbei- des Salzburger Bildungswerkes eine nochterInnen für die engagierte Tätigkeit. stärkere Bedeutung gewinnen, zeigte sichDirektor Günther Signitzer konnte im Rück- Signitzer überzeugt.blick auf die vergangenen vier Jahre eine Der Finanzbericht des langjährigen Finanz-beeindruckende Bilanz, insbesondere im referenten Dipl. Ing. Günter Daghofer zeigte Im Bild (v.li.) die drei Ehrenmitglieder Heinz Klier, Günter Daghofer und Felix Strohbichler mit JosefVeranstaltungsbereich, vorlegen: Im Durch- die Entwicklung des Budgets auf. Nach den Sampl und Wilhelm Pölzl.schnitt fanden täglich 3,5 Veranstaltungen Steigerungen in den Vorjahren kam es abstatt, die von über 230 TeilnehmerInnen be- 2010 durch die Kürzungen der Landessub- jüngt und gleichzeitig auch auf Kontinuitätsucht wurden. Dabei waren die Themen Ge- vention zu Reduzierungen, die sich auch für Wert gelegt.sundheit, Elternbildung, Seniorenbildung, 2013 und 2014 abzeichnen. Diese Entwick-Politische Bildung sowie Gemeinwesen- lung sieht er mit großer Sorge, da damit der Die Weiterentwicklung im Fokusarbeit und Regionalentwicklung führend. finanzielle Rahmen für Bildungsaktivitäten Im Rahmen der Hauptversammlung fandRund 120.000 TeilnehmerInnen wurden weiter eingeschränkt wird. auch die Diskussion „Das Salzburger Bil-dabei gezählt. Auch der Einsatz von neuen dungswerk stellt die Zukunftsfrage“ statt.Medien im Web 2.0 und von innovativen Mit der anschließenden Neuwahl des Vor- Dabei geht es um die Fragen, welche The-Methoden, beispielsweise das Kompetenz- standes wurde auch ein deutliches Signal men und Arbeitsfelder wichtiger werden,portfolio, hat sich bewährt. Signitzer verwies für die Zukunft gesetzt: Mit fünf neuen Mit- welche Struktur und welche Ressourcenauf den Beschluss der Bundesregierung zur gliedern wurde der Vorstand erheblich ver- das Salzburger Bildungswerk braucht. Mar- tina Berthold, die diesen Prozess beglei- tet, gab einen kurzen Überblick über die bisherigen Aktivitäten im Rahmen dieses Prozesses. Nach dem „Rat der Weisen“, den Workshops in St. Johann und Strobl sowie nach der intensiven Diskussion mit den hauptamtlichen MitarbeiterInnen sei dies der nächste Schritt. Der umfangreiche Organisationsentwicklungsprozess soll im Juni 2013 abgeschlossen werden. In der anschließenden Gesprächsrunde be- tonte LHF Gabi Burgstaller, dass die Nähe zu den BürgerInnen die Stärke und Besonder- heit des Bildungswerkes sei. Sie ermutigte die BildungswerkleiterInnen, sich vor Ort Präsidentin LHF Gabi Burstaller (re.) dankte den ehemaligen BildungswerkleiterInnen (v.li.) Bündnispartner zu suchen. Für Bernhard Christine Weitgasser (Filzmoos), Helga Pressler (Tamsweg-Sauerfeld), Josef Irnberger (Scheffau), Hutter, den Pongauer Bezirksleiter, sind Frieda Aigner (Anthering), Daniel Krainer (Bürmoos) und Vizebgm. Martina Brugger (Lessach) für die Aufrechterhaltung der Struktur und die ihr langjähriges Engagement. personelle Ausgestaltung der Direktion für03/2012 dreieck
  7. 7. Bl i ck p u nk te | 7kunft eine Stärkung der Betreuung unbedingt notwendig. Lucia Luidold, Leiterin des Referates Salzburger Volkskultur, hob die kulturellen Aktivitäten des Bildungswerkes hervor und Stefanie Walch, Bildungswerk- leiterin in Hof und Flachgauer Bezirksleite- rin, die notwendige Schärfung des Profils. Signitzer hält das Zusammenwirken von engagierten, kompetenten Bildungswerk- leiterInnen, eine gelungene Betreuung und Der neue Vorstand (v.li.): OSR Waltraut Hofmeister, HR Prof. Dr. Wilhelm Pölzl, Stefanie Walch, Serviceleistung sowie qualitätsvolle An- LSI Mag. Josef Thurner, Dip. Päd. BSI Renate Reifenauer BA, Dr. Lucia Luidold, Primar i.R. Dr. Josef gebote aus der Direktion für die wichtige Rücker, LAbg. Dr. Josef Sampl und LHF Mag. Gabi Burgstaller. Nicht im Bild: DI Nikolaus Lienbacher, Grundlage der Arbeit ehrenamtlicher Bil- Dr. Ursula Maier-Rabler, HR Dr. Andreas Kiefer, Dr. Andrea Eder-Gitschthaler, HR Dr. Alfred Bergham- mer und HR Prof. Dr. Martin Wiedemair. dungswerkleiterInnen. Übereinstimmung herrschte in der Frage der Themenfreiheit örtlicher Bildungswerke, der Schwerpunkt- haben ihn sein historisches Wissen und eine Er dankte auch den Mitgliedern, die sich angebote und über die Notwendigkeit, die genaue Kenntnis über gesellschaftliche Zu- weiterhin zur Verfügung stellen und vor Aus- und Fortbildung der Bildungswerklei- sammenhänge, die auch in den Veröffent- allem den neuen Mitgliedern für ihre Bereit- terInnen zu intensivieren. lichungen in der Fachpresse zur österrei- schaft, mitzuwirken und sich einzubringen. Die Vorschläge für die Schärfung des Profils chischen und internationalen Agrarpolitik Er ist zuversichtlich, dass das Salzburger werden weiter bearbeitet. Die bevorste- sichtbar wurden. Bildungswerk auch die zukünftigen Heraus- hende Übersiedlung in das Stadtwerkeare- Heinz Klier war seit 1973 Mitglied im Vor- forderungen bewältigen wird. al bietet für das Salzburger Bildungswerk stand und von 1994 bis 2001 Vorsitzender- ebenfalls neue Entwicklungschancen und Stellvertreter. Als langjähriger Leiter des Weiterer Schwerpunkt: die Möglichkeit, neue Strukturen zu erar- Kulturamtes der Stadt Salzburg und der Biografiearbeit beiten. Kulturvereinigung Salzburg waren ihm die Biografiearbeit lädt – mit einem wertschät- Bildungsaktivitäten im kulturellen Bereich zenden Blick zurück – ein, der eigenen Zu- Jahrzehntelanges Engagement mit ein besonderes Anliegen. kunftsmöglichkeit vorzufühlen: So stand es Ehrenmitgliedschaft gewürdigt Felix Strohbichler war von 1975 bis 1992 im Programm, und Susanne Hölzl (ehema- Die Hauptversammlung bot auch den idea- Leiter des Bildungswerkes in Anthering, von lige Bildungswerkleiterin in Göming) hat len Rahmen, drei verdienten Persönlich- 1986 bis 2012 Bezirksleiter für den Flachgau es in hervorragender Weise verstanden, keiten in Würdigung ihrer Verdienste um und seit 1995 im Vorstand. Er war immer vor- uns das zu vermitteln. Mit einer sehr bild- das Salzburger Bildungswerk die Ehrenmit- ne dabei: 1982 in Anthering bei der ersten haften und lebendigen Präsentation in bes- gliedschaft zu verleihen: Günter Daghofer, Raumplanung mit Bürgerbeteiligung, der ter Bildungswerkweise führte sie uns von Heinz Klier und Felix Strohbichler. ersten Evaluation einer Bildungswoche und der eigenen Biografie hin zu den Fragen den Initiativen für die Regionalkonferenzen. einer fördernden Lernumgebung bis zu Zu- Günter Daghofer war seit 1985 Finanzrefe- Insgesamt 32 Jahre hat er im Salzburger Bil- kunftsvisionen. rent. In den vergangenen 27 Jahren wurde dungswerk in verschiedenen Funktionen ein Budgetvolumen von beinahe 24 Mio. verdienstvoll mitgearbeitet und war stets Abschließend mein Resümee: Eine gelun- Euro für die Arbeit des Bildungswerkes bemüht, im besten Sinne volksbildnerisch gene Herbsttagung 2012, bei der das Enga- aufgebracht und beschlossen. In seine Zeit zu wirken. gement der BildungswerkleiterInnen wieder fällt auch die Beauftragung des Salzbur- Josef Sampl bedankte sich bei den neuen deutlich sichtbar wurde und viele kollegiale ger Bildungswerkes mit den Agenden der Ehrenmitgliedern für die gute und kon- Gespräche geführt werden konnten. (GS) Dorferneuerung. Besonders ausgezeichnet struktive Zusammenarbeit im Vorstand. dreieck 03/2012
  8. 8. 8 | E r wa c h se n e n b i l d u n g zählt das Ergebnis“, so Johannes Hahn. Da- mit dieses erbracht werden kann, ist eineErwachsenenbildung ist Arbeit verlässliche Bereitstellung öffentlicher Mit- tel wichtig. Hier bieten die zwischen KEBÖ-mit und am Menschen Verbänden und bm:ukk abgeschlossenen mehrjährigen Leistungsvereinbarungen gewisse Planungssicherheit. Auch Bundesministerin Claudia SchmiedFestakt 40 Jahre Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs zeigte sich von der KEBÖ, die mit 7.500 Bil- VON ANGELA BERGAUER dungseinrichtungen sowie 210.000 Veran- staltungen und 3 Millionen Teilnahmen proD ie Konferenz der Erwachsenenbil- Diskussion einnehmen“, fasste Angela Jahr eine beachtliche Größe darstellt, beein- dung, KEBÖ, feierte am 1. Oktober Bergauer vom Ring Österreichischer Bil- druckt: „Die KEBÖ ist ein besonders wich- 2012 ihr 40-jähriges Bestehen. Wei- dungswerke zusammen. tiger Partner für das Bundesministerium fürterer Jubilar ist die Weiterbildungsakademie Unterricht, Kunst und Kultur, bmu:kk, sieÖsterreich, wba, die ihren fünften Geburts- Johannes Hahn: prägt die Bildungslandschaft in Österreichtag feiert und als internationales Vorzeige- Am Ende zählt das Ergebnis entscheidend mit.“ Als einzigartig innerhalbmodell für Kompetenzanerkennung in der Ring-Präsident Johannes Hahn betonte die Europas hob sie das Kooperative System derErwachsenenbildung gilt. Gefeiert wurde Relevanz der Erwachsenenbildung für die Erwachsenenbildung hervor. Die Vielfaltim Beisein von 150 Festgästen am „bifeb)“ in Gesellschaft. „Erwachsenenbildung muss sei eine Stärke der KEBÖ, genauso wie dieStrobl am Wolfgangsee. Prominente Gast- in ihrer Besonderheit wahrgenommen wer- Freiwilligenarbeit und das niederschwelligeredner waren unter anderem Bildungsmi- den, trotz und wegen ihrer Besonderheiten Angebot. „Gemeinsam haben wir einigesnisterin Claudia Schmied und der Präsident gleichwertiger Teil des Bildungssystems erreicht und abgeschlossen, so ermöglichtdes Rings Österreichischer Bildungswerke, sein. Ihre wesentlichen Aufgaben sind eine Bund-Länder-Initiative österreichweitEU-Kommissar Johannes Hahn. Auch die Kompensation von Ausbildungslücken, die nun kostenfreie Basisbildung und das Nach-Grußworte von Bundespräsident Heinz Fi- Qualifikation und berufliche Weiterbildung holen von Pflichtschulabschlüssen.“scher fanden großen Anklang. für den Arbeitsmarkt, die Persönlichkeits- entwicklung und die Befähigung zur Teil- Quizideal kein Kriterium„Die KEBÖ hat starke gemeinsame Anlie- habe an politischen und gesellschaftlichen der Bildunggen, Zielsetzungen und Erfolge. Der KEBÖ- Prozessen“, so Hahn. Den Vorsitz der KEBÖ, der alle zwei JahreLeitungsausschuss ist ein handlungsfähiges Neben dem Setzen von Schwerpunkten wechselt, übernimmt nun das Forum Ka-Gremium und ein Modell demokratischer plädierte Hahn für eine offene, kritische Dis- tholischer Erwachsenenbildung. BischofZusammenarbeit. Die KEBÖ als verlässliche kussion, vor allem auch im Hinblick auf die Manfred Scheuer, der für Erwachsenenbil-Partnerin des Bildungsministeriums und als Ökonomisierung der Bildung, den Zwang dung zuständige Referatsbischof der Ös-Vertretung der gemeinnützigen Erwachse- zur Weiterbildung und die Frage, ob Bil- terreichischen Bischofskonferenz, hob dienenbildung ist notwendig, hat sich bewährt dung der zunehmenden Arbeitslosigkeit Wichtigkeit der Bildung hervor, „es gehe vorund wird auch weiterhin eine wichtige und entgegenwirken kann. „Bildung qualifiziert, allem um Orientierungswissen, um sein Le-kritische Rolle in der bildungspolitischen schafft aber keine Arbeitsplätze. Am Ende ben glücklich gestalten zu können“. In An- Prominente Gäste des Festaktes (v.li.): Dr. Gerhard Bisovsky (Verband Österreichischer Volkshoch- schulen), Mag. Karin Reisinger (Weiterbildungs- akademie Österreich), Mag. Hubert Petrasch (Fo- rum Katholischer Erwachsenenbildung), Bischof Manfred Scheuer, Angela Bergauer (Ring Österrei- chischer Bildungswerke), Dr. Johannes Hahn, BM Dr. Claudia Schmied, Dr. Michael Sturm (bfi Öster- reich), Dr. Margarete Wallmann (Bundesinstitut für Erwachsenenbildung, bifeb), Ing. Rudolf Planton Foto: Ursula Bahr (ARGE Bildungshäuser Österreich), Mag. Hannes Knett (WIFI Österreich), DI Bernhard Keiler (LFI), Mag. Pia Lichtblau (VÖGB).03/2012 dreieck
  9. 9. Er wa ch s en e nb ild u ng | 9spielung auf die Millionenshow meinte er:„Das Quizideal der Bildung ist kein Kriteri- Die KEBÖ ist der Zusammenschluss der zehn führenden Erwachsenenbildungseinrich-um für Allgemeinbildung. Es darf nicht sein, tungen Österreichs, die 1972 am Bundesinstitut für Erwachsenenbildung, bifeb), gegrün-dass Quoten über Qualität beziehungswei- det wurde:se Versagen entscheiden, Bildung darf nicht Arbeitsgemeinschaft der Bildungshäuser Österreich (ARGE), Berufsförderungsinstitutökonomisiert werden.“ Österreich (bfi), Büchereiverband Österreichs (BVÖ), Forum Katholischer Erwachsenen- bildung in Österreich, Ländliches Fortbildungsinstitut (LFI), Ring Österreichischer Bil-Die scheidende Vorsitzende der KEBÖ, An- dungswerke, Verband Österreichischer Gewerkschaftlicher Bildung (VÖGB), Verbandgela Bergauer, übermittelte die Grußbot- Österreichischer Volkshochschulen (VÖV), Volkswirtschaftliche Gesellschaft Österreichschaft des Bundespräsidenten. Heinz Fi- (VWG), Wirtschaftsförderungsinstitut der Wirtschaftskammer Österreich (WIFI)scher ermutigte dazu, auch den Blick in dieZukunft nicht aus den Augen zu verlieren. wba – Kompetenz braucht Anerkennung„KEBÖ und wba haben ein hohes Ansehen Die wba ist ein Zertifizierungssystem für ErwachsenenbildnerInnen. Das Verfahren setztin der Bevölkerung und verdienen Lob, erwachsenenbildungsspezifische Praxis voraus und erkennt bereits vorhandene Qualifi-Dank und Anerkennung. Lebensbegleiten- kationen an. Fehlende Kompetenzen können über Angebote am Erwachsenenbildungs-des Lernen ist von Bedeutung, weil Wissen markt erworben werden. Bisher haben sich 1.333 Personen bei der wba angemeldet, esZukunft ist“, so der Bundespräsident. wurden 531 ErwachsenenbildnerInnen zertifiziert sowie 134 wba-Diplome mit ausgewie- senem Fachbereich vergeben.Dr. Angela Bergauer ist Generalsekretärin des RingsÖsterreichischer Bildungswerke Brainweek – Internationale Woche des Gehirns vom 11. bis 15. März 2013 Veranstaltungsvorschau D ie Erforschung des Gehirns zählt zu St. Veit: 11.03.: Lernen ein Kinderspiel? Wie den großen Themen des 3. Jahrtau- Sie Ihr Kind optimal in der Schule begleiten, sends, denn alle unsere Lebensfunkti- 13.03.: Gedächtnistipps für einen stressfreien onen, aber auch Empfindungen werden über (Arbeits-)Alltag bzw. durch das Gehirn gesteuert, beeinflusst und reguliert. Wir wollen die Internationale Weißbach: 12.03.: Lernen ein Kinderspiel? Woche des Gehirns nutzen, um dieses kom- Wie Sie Ihr Kind optimal in der Schule beglei- plex funktionierende Organ näher kennenzu- ten lernen. In Form von Vorträgen, Expertenge- sprächen sowie Trainingsangeboten werden Hof: 13.03.: Gewusst wie – Gedächtnistipps in Stadt und Land Salzburg eine Vielzahl von für einen stressfreien (Arbeits-)Alltag Aktivitäten für Erwachsene, aber auch Kinder angeboten. Stadt Salzburg: 12.03.-15.03.: Gedächtnis- training mit Memo-Fit; Brainshow im Haus Schon jetzt können Sie sich der Natur und Filmangebote. Grafik Albert Gruber vormerken: Das Detailprogramm mit allen Terminen Bad Hofgastein: 12.03.: Gedächtnistipps für liegt ab Februar 2012 auf. einen stressfreien (Arbeits-)Alltag, 14.03.: Weitere Informationen unter Geistig fit ein Leben lang www.salzburgerbildungswerk.at (CW) dreieck 03/2012
  10. 10. 10 | E r wa c h s e n e n b i l d u n g Auf eigene Stärken bauen – Berufliche Zukunft gestalten Erstellen Sie Ihr persönliches Kompetenzprofil B ei beruflicher Veränderung steht oft die eigenes Stärken- und Qualifikationsprofil zu erar- Frage im Vordergrund: Was kann ich ei- beiten und die nächsten Umsetzungsschritte kon- gentlich gut? Welche Stärken und Fähig- kret zu planen. keiten habe ich? Für ein sicheres Auftreten ist es wichtig, dass man Das Angebot ist kostenlos und wird im Netzwerk seine eigenen Kompetenzen erkennt und die- Bildungsberatung Salzburg vom Verein BiBer und se auch selbstbewusst nach außen hin vertreten vom Verein VIELE angeboten. kann. Die Kompetenzberatung bietet den Rah- Weitere Informationen unter: men, mit speziell ausgebildeten TrainerInnen ein www.bildungsberatung-salzburg.at| E lte r n- , Fra u e n - u n d Se n io renbildung LIPPGLOSSE Mag. Brigitte Singer leitet das Institut für Frauen- Halb leer – Halb voll?! und Elternbildung im Salzburger Bildungswerk.S ollten Sie als Mann sich in meine Glos- Privatwelt wimmelt nur so vor lauter Einzel- Kampagne der Wiener se verirrt haben, freuen Sie sich, Sie kämpferinnen. Ein wirklich guter Anlass für Frauenabteilung sind hier in der Siegerstraße ange- eine Kampagne, die uns Erstaunliches zeigt.langt! Sie bekommen (laut Statistik) noch Dass nämlich viele in 4 Wänden wohnen,bis zum Jahresende bezahlt, wofür Sie ar- aber dass trotz einer Fülle von Händen inbeiten. diesen 4 Wänden sich lediglich 2 davon – in Was allerdings am 19. Oktober in einem der Regel weibliche – für den Alltag zustän- Wiener Waschsalon seinen Anfang nahm,Für die Frauen, die sich diese Zeilen zu Ge- dig fühlen. hat viel Humoristisches und Wahres und ver-müte führen, kann ich nur den Aufruf star- dient hier eindeutig Ihre Aufmerksamkeit.ten, diese Situation sportlich zu sehen und Die Magie der Zahlen http://4waende4haende.at/ - eine Kampa-nicht hinzunehmen. Equal Pay Day heißt Und es kann nicht oft genug gesagt wer- gne der Wiener Frauenabteilung: Schauendas Rätsel. Die Statistik kann uns hier ei- den: Frauen arbeiten im Durchschnitt 65 Sie sich diese Website an, es zahlt sich aus!niges zeigen: Frauen arbeiten in Salzburg Stunden in der Woche, davon sind 26 Stun- Sie finden hier nicht nur einen Fleiß-O-Meterseit dem 27. September 2012 umsonst, den (ca. 40 %) unbezahlte Haushaltstätig- als APP, sondern auch genügend kleine Hel-„gratis“. keiten und Kinderbetreuung (auch wenn ferleins, die einmal deutlich machen, wer wieSie dürfen also ihre Staubsaugerkilometer, viele Frauen mit Kindern gefühlte 48 Stun- viele Kilometer in Ihrem Haushalt hinter demihre Tonnen am Kassaband, ihre Berge an den schon an einem Tag abspulen müssen). Staubsauger herrennt und wie viele HändeAkten, ihre Arbeiten an PatientInnen, ihre Männer arbeiten 63 Stunden pro Woche, hier tatsächlich potentiell für das Wohlbefin-1000kw-Stunden am heißen Friseurföhn bis davon 48 bezahlt und 14 unbezahlt. Zu die- den aller sorgen könn(t)en.Jahresende für 0 Euro verrichten. sem Satz fällt mir leider gar nichts Humoris- tisches ein! Eine wahre Freude!Die Arbeitswelt hat viele Heldinnen, die So toll, dass unser Ziel Silvester heißen muss:nicht gleich entlohnt werden. Doch die Vom 1.1. bis zu Silvester – mein Bester!03/2012 dreieck
  11. 11. El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng | 11Bis hierher und noch viel weiter!20. Salzburger Frauensalon – Ein JubiläumssalonW ir wollen es wissen! Wer gibt heu- bende Kraft ist und daher die Verbindung Die Politik hat sicherlich die offensichtlichste te den Ton an in Salzburg? Was und den Motor darstellt. Auch wenn sich und breiteste Möglichkeit, dieses Thema ist in Salzburg geschehen an der Themen verschoben haben, hat sich leider aufzunehmen. Dr. Liane Pluntz, langjäh-Frauenfront? Feministische Ideen haben an einigem nicht viel geändert und benö- rige Frauenreferentin der ArbeiterkammerFrauen in Salzburg bewegt, vieles auf die tigt nach wie vor Gehör: Verdienstmöglich- Salzburg, und Mag. Barbara Sieberth, Ge-Füße zu stellen und sind immer noch Motor keiten und Einstiegsmöglichkeiten sind für meinderätin der Stadt Salzburg, sind sichfür engagierte Arbeit für und mit Frauen. junge Frauen oft sehr prekär! darüber einig, dass trotz zum Teil guter Re-Doch das F-Wort ist unmodern gewor- gelungen die Beziehungsrealität oft wenigden. Junge Frauen sind erfolgreich und betroffen ist und hier bis zur Gleichstellungdistanzieren sich deutlich von den Feminis- noch ein weiter Weg zurückgelegt werdentinnen. Warum? Sind wir im Frauensalon muss. Frauen dürfen im alltäglichen Kampfschon in der Komfortzone der Sofaecke nicht alleine gelassen werden.angelangt, ohne politischen Aufschrei,dass Frauen immer noch ein Drittel weni- Und vor allem gibt es immer noch genügendger verdienen? Wir wollen beide Frauen ins Ziele, die uns zwar bis hierher gebracht ha-Gespräch bringen: Protagonistinnen mit In der Kirche kennen sich Mag. Gabi ben, aber eben noch nicht wirklich weiter.Geschichte und Frauen, die Digital-Natives Treschnitzer, Theologin, Vorsitzende der Viel weiter wollen wir schon noch kommen.sind. Zu Themen, die kontrovers und hitzig, KFB Salzburg, und MMag. Maria Löcker, Neue Frauen, neue Ideen und wilde Ent-humorvoll und ungewöhnlich, frech und Theologin, Mitarbeiterin der KJ Salzburg, schlossenheit können hier auf gut bearbei-widerständig die Bereiche Politik, Bildung bestens aus. Frauen haben sich hier mas- tetem Boden aufbauen. Diesen Blick nachund Kirche ins Visier nehmen. siv Gehör verschafft, sind nach wie vor ein vorne und zurück hat der Jubiläumssalon Großteil der tragenden Kräfte in der Kirche, spannend aufgezeigt! (BS)Seit 10 Jahren greift der Salzburger Frauen- die aber nach wie vor wenig öffentlichesalon nun schon die Tradition der Salons auf Ämter für sie übrig hat.und knüpft dort an, wo wesentliche Impulsefür frauenemanzipatorische Bewegungenausgingen. Zweimal jährlich wird zu einemSalon geladen: Das Leben von Frauen, ihreTaten, Vorhaben und Ansichten sollensichtbar werden. Orte für eine Begegnungmit Tiefgang und Augenzwinkern.Pionierinnen in SalzburgFür diesen Jubiläumssalon haben wir dieBereiche „Bildung“, „Politik“ und „Kirche“ausgewählt und jeweils eine Frau mit vielErfahrung und eine am Beginn ihres Berufs-lebens zu einem Zwiegespräch gebeten.Dr. Silvia Kronberger, Gender- und Diver-sitytrainerin an der Landesakademie, Vor- Im Jubiläumssalon zu Gast (stehend v. li.) Mag. Hildegard Schreckeis-Nägele, Mag. Gabi Treschnitzer,kämpferin im Bereich Kultur und Bildung MMag. Maria Löcker, Sabaha Sinanovic, Mag. Regina Augustin, Mag. Romana Rotschopf,(ARGE Kultur), sprach mit Sabaha Sinanovic, Mag. Dagmar Stranzinger, Mag. Edeltraud Zlanabitnig-Leeb.Mitarbeiterin der Radiofabrik. Hier wurde (sitzend v. li.) Dr. Silvia Kronberger, Mag. Barabara Sieberth, Mag. Alexandra Schmidt, Dr. Liane Pluntz, Mag. Brigitte Singer.sehr deutlich, dass Engagement die trei- dreieck 03/2012
  12. 12. 12 | E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildung Wann beginnt Erziehung?Foto: by_Alexandra H._pixelio.de Geglückter Start oder voll daneben? Teil 2 S chon im letzten „dreieck“ berichteten weile aus Ein-Kind-Familien und konnten Nachdem eine verlässliche und vertrau- wir über die Themen „bonding“ und nicht durch ihre Geschwister lernen. ensvolle Bindung mit dem Kind aufgebaut „Frühe Bindung“. In dieser Ausgabe Wir bauen von Generation zu Generation wurde und es sich mit zunehmender Ent- präsentieren wir den zweiten Teil unseres auf Erfahrungswissen auf, und doch hat jede deckungslust die Welt aneignet, braucht Interviews mit Dr. Dores Beckord-Datterl. Die Zeit ihre eigenen Herausforderungen und ein Kind neben Erklärungen und Vorbildern Psychologin und Psychotherapeutin arbeite- Lösungen: Was heutige Eltern selbst nicht vor allem Übungsmöglichkeiten und Ant- te bis zum Sommer 2012 im Redaktionsteam erlebt haben, können sie zum Teil durch worten, um in die soziale Gruppe hinein- der Elternbriefe mit. Diese werden vom Land Selbstreflexion, „Nachbeelterung“ durch zuwachsen: Es gibt Neins und Regeln zum Salzburg gemeinsam mit dem Salzburger wertschätzende Begleitung und Assistenz, eigenen Schutz und der von anderen Men- Bildungswerk herausgegeben und beschäf- „Selbstbeelterung“ durch Dialoge mit dem schen und Gegenständen – das erfordert tigen sich mit aktuellen Entwicklungsthe- „inneren Kind“, durch Erfahrungsaustausch Einüben von Impulskontrolle und das Re- men des eigenen Kindes, liefern hilfreiche und Unterstützung in Eltern-Kind-Gruppen, gulieren von starken Gefühlen, reden und Tipps sowie Informationen für die ersten Modelle und Vorbilder für Konfliktbeglei- verhandeln statt hauen, ... sechs Lebensjahre – und das alles gratis. tung, Streitkultur, Kooperation, ... nachho- len und lernen. Wie viel Erziehung brauchen Kinder Brigitte Singer, Leiterin des Instituts für El- wirklich? tern- und Frauenbildung, hatte folgende Wann beginnt für dich Erziehung? Das ist keine Frage von Quantität, sondern Fragen und Dores Beckord-Datterl darauf Erziehung geschieht mehr oder weniger au- von Temperament und positiven Erfah- die Antworten! tomatisch – durch Identifikation und Nach- rungen: Wenn ich durch Einhalten be- ahmung, ob wir das wollen oder nicht. Das stimmter Spielregeln mehr Liebe, Anerken- Werden Eltern zu wenig auf die ersten ICH entwickelt sich nun mal im Spiegel des nung und Aufmerksamkeit bekomme als Monate und Jahre mit Baby und Kleinkind DU. Es ist vielmehr die Frage, ob und wie wir durch egoistisches Einzelkämpfertum, bin vorbereitet? Viele kommen ja mittler- bewusst erziehen können. ich gut unterwegs – oder? 03/2012 dreieck
  13. 13. El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng | 13 Dr. Dores Beckord-Datterl,Können Kinder zu sehr verwöhnt werden? Probleme hier am offensichtlichsten Psychologin und Psycho-Ja, wenn sie in einer passiven Überstimulie- werden. Ist das der richtige Zeitpunkt? therapeutinrung klein gehalten werden oder wenn sie Ich finde, wir sollten auf „kritische Lebens-ihre Körpersinne nicht benützen dürfen, um phasen“ zeitgerecht reagieren. Dabei denkeeine gute Erfahrung zu machen bzw. ein ich an die Schwangerschaft und frühe aus, die am feinfühligsten seine Bindungs-selbstgestecktes Ziel zu erreichen. Kindheit: Hier sollten Müttern und Vätern und Autonomiebedürfnisse beantwortet. möglichst viele Unterstützungsangebote Ich denke, wir brauchen eine Mehrfachbe-Was möchtest du Eltern sagen, die zugänglich sein. treuung für Kinder, in der sowohl Vater undSchuldgefühle haben, etwas falsch Mehr politische Verantwortung müsste im Mutter Bezugspersonen für das Kind sind,gemacht zu haben? Ausbau und in der Qualität der Kinderbe- aber auch andere Erwachsene verlässlichSchuldgefühle sind sehr unproduktiv, ge- treuung, vor allem bei den Unter-Dreijäh- und emotional präsent sind. Das kann aberhören besprochen und verabschiedet; viel- rigen, übernommen werden. nur gehen, wenn auch die Arbeitswelt Mo-leicht braucht es eine Wiedergutmachung, Es wäre hilfreich, wenn Kinderbetreuungs- delle entwickelt, wo Männern und Fraueneinen neuen Start, ein Bemühen zum Bes- einrichtungen ausreichend mit Elternbe- mehr Familienzeit zur Verfügung steht.seren. Schuld ist nur jemand, der vorsätzlich ratungs- und Bildungsangeboten vernetztdem anderen schaden will, aber Fehler pas- wären bzw. Fachpersonal von außen zur Was möchtest du jungen Familien anssieren immer wieder. Oft wissen wir es nicht Verfügung stünde. Herz legen?besser oder merken zu spät, dass unser Tun Wir brauchen eine laufende „Blickschulung“ Erziehung heißt heute, vermehrt freie Spiel-die anderen verletzt. Dann müssen wir wie- und Reflexionsbegleitung für das pädago- und Erlebnisräume offen zu halten, mit allender von vorne anfangen. gische Fachpersonal (inklusive Eltern), um zu Sinnen die Welt entdecken zu dürfen, sich erkennen, wo ein Kind unter seelischer Not zu bewegen und zu rasten, kompetenteWann müssen wir Kinder schützen? leidet und um handlungsfähig zu bleiben. Konfliktbegleitung bereitzustellen, wennKinder brauchen Schon- und Schutzräume. Kinder einmal nicht weiterwissen oder aufSie gehören geschützt vor einseitigen und Wie können wir Väter mehr ins Boot Kosten eines „Opferkindes“ den eigenenzu passiven Freizeitvergnügungen, z.B. vor holen? Selbstwert steigern wollen.zu viel fernsehen, vor zu viel ungesunden Vielleicht dort hingehen, wo die Väter sindLebensmitteln (die den Namen „Lebens- – in die Betriebe und Freizeitanlagen? Oder Es gibt kein Rezept und keine Garantie fürmittel“ gar nicht verdienen), natürlich vor durch interaktive Netzangebote? Ich weiß das Familienglück – aber die Fähigkeit, un-jeglicher sexueller Ausbeutung, aber auch es nicht – das müssen die Männer selbst sere Kinder mit offenen Augen zu lieben (=vor zu ehrgeizigen Eltern und emotionalem sagen. das Gegenteil von blinder Affenliebe), undMissbrauch. Spielsachen und Kleidung dür- immer wieder mal inne zu halten und sichfen nicht wichtiger werden als gemeinsam Frauen tragen nach wie vor die Haupt- zu fragen, was uns gut tut, kann sicher nichtverbrachte Zeit. verantwortung – da helfen genügend schaden. Kinderbetreuungsplätze zwar den Arbeit-Ist Kindererziehung heute schwieriger gebern, aber die Doppelbelastung bleibt Vielen Dank für das Gespräch!geworden? weiblich, und in dieser Diskussion bleiben (BS)Schwieriger ist vielleicht, dass wir weniger Frauen und Kinder oft auf der Strecke.verbindliche Grundregeln dafür haben, was Welche Rahmenbedingungen sind ausrichtig und was falsch ist – wir müssen selber deiner Sicht gerechter? Wenn Sie die Elternbriefe bestellenfür unsere Werte einstehen, und manchmal Wir hängen immer noch an dem konserva- wollen, können Sie das jederzeit un-fehlt uns der Austausch mit einer altersge- tiven Familienbild, dass Kinder Frauensa- kompliziert machen – entweder übermischten Vergleichsgruppe von anderen che sind, und am besten kann es allein die eine Bestellkarte, die Sie im SalzburgerKindern und Erwachsenen, um unsere Po- Mutter. Das haben wir Müttern auch lange Bildungswerk erhalten: office@sbw.sitionen klar zu kriegen. genug eingeredet. Ein Kind hat die Fähig- salzburg.at (Betreff: Bestellkarte Eltern- keit, zu mehreren Personen eine Bindung briefe) oder unter: elternbriefe.salzburg.Viele Interventionen in Familien erfolgen aufzubauen, und es sucht sich, wenn es die at/bestellungerst nach dem Schuleintritt, weil die Wahl hat, diejenige Hauptbezugsperson dreieck 03/2012
  14. 14. 14 | E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildung Neu anfangen – Lernen FÜR ein Leben (lang)! kenden Gefühle nicht nur lange anhalten mögen, sondern auch ansteckend auf ihre KundInnen wirken. Alt und Aktiv sind kein Widerspruch Nun möchte ich mit diesen Beispielen, in de- nen ältere Menschen sich neuen Aufgaben widmen, weder eine Lanze für ein „ewiges Aufschieben“ der Pension brechen, noch dafür plädieren, die Erwerbsarbeit mög- lichst lange hinauszuzögern. Nein, diese Beispiele dienen dazu, deutlich zu machen, dass alt und aktiv sein kein Widerspruch sind und dass wir in einer pluralen Gesell- schaft zukünftig noch öfter auf Lebensent- würfe treffen werden, die dadurch gekenn- zeichnet sind, im Alter einen tatsächlichen Neuanfang zu wagen. Auch wenn diese drei beschriebenen Biographien oberfläch-Foto: iStock lich betrachtet wohl kaum etwas miteinan- der zu tun haben, in der Tiefendimension eint sie doch einiges: Wann immer wir unsK ennen Sie Mississauga? Nein? Nun, und Feiertagsarbeit inklusive, strapaziöse dazu entschließen, gleich welchen Alters, das ist grundsätzlich nicht schlimm, Auslandsreisen quer über den Globus und etwas Neues anzupacken oder zu lernen, denn die rund 700.000 Einwohne- öffentliche Auftritte vor einem Millionenpu- dann steht ganz oben unsere Motivation,rInnen zählende kanadische Stadt ist hier- blikum. Ja, als Oberhaupt der Katholischen ein konkretes Selbstbild, das uns beflügelt,zulande wohl kaum jemandem ein Begriff, Kirche hat man einiges zu tun. Rücksicht auf neue Herausforderungen anzugehen. Ha-wenngleich sie weltweit die einzige Stadt das Alter kann da leider nicht genommen zel McCallion hat es in ihrer 34-jährigenist, deren amtierendes Stadtoberhaupt werden, und wenn der Papst heute mit 85 Amtszeit geschafft, aus ihrer Stadt eine dermit 91 Jahren zum zwölften Mal wieder- Jahren dieses Arbeitspensum immer noch attraktivsten Städte Kanadas zu machen, ingewählt wurde. Hazel McCallion, so der bewältigt, dann zählt seine Woche wohl der sich die Einwohnerzahl von ursprüng-Name der überaus rüstigen und politisch mindestens so viele Stunden wie die eines lich 270.000 fast verdreifacht hat und diekämpferischen Bürgermeisterin, zählt laut „Top-Managers“, nur mit dem Unterschied, obendrein heute zu einer der wenigenUmfragen zu den populärsten Bürgermeis- dass aktive Manager meist halb so alt sind. schuldenfreien Städte Nordamerikas zählt.terInnen Kanadas, nicht nur wegen ihres Die Chance, Jungunternehmerin des Jah- Ihre Motivation, das zu schaffen und auchhohen Alters, sondern auch wegen ihres res 2012 zu werden, stehen für Margot längerfristig zu sichern, ist mit hoher Wahr-ungebrochenen Einsatzes für ihre Stadt, für Opferkuch nicht schlecht, denn wer wagt scheinlichkeit auch dafür verantwortlich,die sie jährlich während der Adventzeit mit es schon, sich mit 80 Jahren endlich den dass sie diese anspruchsvollen AufgabenNikolausmütze durch die Straßen spaziert, Traum der Selbstständigkeit zu erfüllen und noch immer bewältigen kann.um deutlich zu machen, dass sie eine Poli- – wie Frau Opferkuch – in Salzburg Itzling Für Papst Benedikt XVI mag die stärkste Mo-tikerin zum Anfassen ist. die erste eigene Apotheke aufzumachen? tivation wohl in seinem Glauben begründet Eine eigene Apotheke zu führen war „ihr sein. „Glaube versetzt ja bekanntlich Berge“Ohne Rücksicht auf das Alter Lebenstraum“, wie sie in einem Interview und dieser befähigt ihn dazu, dieses umfas-Auch Joseph Ratzinger startet 2005 mit 78 betont, auch wenn er sich erst jetzt im ho- sende Amt auch im hohen Alter auszufül-Jahren nochmals ganz durch! Der Job, den hen Alter erfüllt hat. Mit viel Freude und len. Gepaart mit dem Wissen, für eine welt-er in diesem Alter annimmt, hat es wahr- Elan geht sie diese neuen Aufgaben nun an, umspannende Gemeinschaft die Zukunftlich in sich: Nahezu keine Freizeit, Sonn- und es ist ihr zu wünschen, dass diese stär- mitgestalten zu können, beflügelt auch03/2012 dreieck
  15. 15. El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng | 15dann, wenn die Last des Alters drückt und „Für jeden Neuanfang, vor allem im Alter, tun. Denn in „jedem Anfang wohnt nichtmitunter auch schmerzhaft in Erinnerung gilt, dass wir Dinge verfolgen sollen, hinter nur ein Zauber inne“, sondern auch Mühsalruft, dass man nicht mehr 20 ist. denen wir wirklich stehen und nicht Dinge, und Anstrengung, und diese bewältigenWenn Lebensträume zum Greifen nah sind, mit denen wir jemandem etwas beweisen wir nur, wenn wir an dem, was wir tun, alsodann spielt auch das Alter scheinbar keine möchten“: So beschreibt der deutsche, in der konkreten Tätigkeit selbst, Freude undRolle, man muss nur zupacken. Die Mo- Berlin lehrende Psychoanalytiker Hans- Vergnügen empfinden.tivation, die wir spüren, wenn wir Dinge Werner Rückert die zentrale Voraussetzungverfolgen, die wir wirklich wollen und nicht dafür, dass ein Neubeginn auch glückt und Also: Gehen Sie auf Entdeckungsreise nachdeshalb anstreben, weil wir Freunden im- nicht in Frustration endet. Ihren inneren Wünschen und Sehnsüchtenponieren möchten oder die Wünsche von und haben Sie Mut, diese auch umzusetzen,anderen realisieren sollten, dann herrscht Egal, ob wir im Alter nochmal ein neues auch wenn Sie damit möglichweise den si-nicht nur innere Freude und Zuversicht, Berufsfeld entdecken, ein Instrument er- cheren Pfad der Konventionen verlassen –sondern dann hat man, wie Frau Opferkuch, lernen, eine neue Sprache oder eine neue Beispiele dafür gibt es und NachahmerInnenauch den Elan, Lebensträume zu verwirkli- Sportart, wir sollten ernsthaft prüfen, ob es hoffentlich mehr als genug. (CW)chen. wirklich unser tiefster Wunsch ist, dies zuAus dem Schatten tretenDer Weltdemenztag 2012G roße Leinwand – volles Kino – zwei lachende alte Menschen, die gegen die Sonne blinzeln und uns unmiss-verständlich wissen lassen: Ja, wir leben Wir wollen Mut machen, hinzuhören und hinzuschauen, um die veränderte emotionale und geistigenoch – und: Es geht uns gut! Welt von an Demenz Erkrankten wahrzunehmen und diese verwandelte Situation in den gemein- samen Alltag zu integrieren.Was für ein schöner und zugleich berüh-render Auftakt zu einer Veranstaltung, beider es um das Thema Demenz geht. Bereits Ich bin dement, na und? zu einer öffentlichen Person gemacht , die eszum vierten Mal veranstaltete das Institut ihr ermöglicht, auf breiter Ebene aus ersterfür Seniorenbildung in Kooperation mit Auch Helga Rohra, die nach dem Kurzfilm Hand darüber zu sprechen, was es heißt, de-der Laube GmbH einen Themenabend, der unser Gast war, scheint nicht nur ihren Auf- menzerkrankt zu sein. Egal, ob sich ihre Stim-demenziell erkrankte Menschen in den Mit- tritt, sondern auch ihr Leben – trotz Demenz me an professionelle Pflegekräfte und Ärzte,telpunkt stellt. Gestartet wurde heuer mit – zu genießen. Sie ist erst Mitte 50, als sie pflegende Angehörige oder an Erkranktedem Kurzfilm „auf augenhöhe“ von Ulrike mit der Diagnose Demenz konfrontiert wird, selbst richtet, es geht ihr immer darum, klarBez. Diese filmische Annäherung portrai- und seit damals ist viel geschehen in ihrem zu machen, dass Demenz kein Stigma ist,tiert fünf Menschen, die in der malerischen Leben. Freilich, nicht nur schöne und an- sondern dass das gesellschaftliche UmfeldLandschaft des bayerischen Dorfs Erpfingen genehme Dinge, denn Leben heißt immer aufgerufen ist, das Zusammenleben vonunter einem Baum sitzen und es sich ein- auch, Licht und Schatten kennenzulernen. gesunden und kranken Menschen neu zufach gut gehen lassen. Etwas, was wir bei- Aber nur im Schatten stehen zu bleiben, da- organisieren. Helga Rohra wird nicht müde,nahe schon verlernt haben, nämlich, nichts von hielt Helga Rohra nichts. Nein, heraus- darauf hinzuweisen, wie (über-)lebenswich-tun, nur da sitzen, den Tag, den Augenblick treten lautete ihre Devise. Erstmals trat sie tig es für demenzkranke Menschen ist, ingenießen. Genießen, ja, das könnte das 2010 öffentlich auf, um über sich und ihre Er- Kommunikation mit anderen zu sein, dasMotto des Abends werden, selbst wenn das krankung zu sprechen. Mut zu machen und Gefühl zu haben, trotz Erkrankung an derThema „Demenz“ auf dem Programm steht sich einzumischen, wenn es um die Sache Gemeinschaft teilzuhaben und nicht aus-und wohl alles ferner liegt, als die Koppe- der Menschen mit Demenz geht. Spätestens schließlich durch das, was nicht mehr mög-lung dieser beiden Begriffe. ihr Buch „Aus dem Schatten treten“ hat sie lich ist, durch die „Brille des Defizitären“, ge- dreieck 03/2012
  16. 16. 16 | E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildungsehen zu werden. Eine überaus berechtigte innovativsten Schulprojekte zu diesem The- ihrer Umwelt, aber auch eine verbesserteund gleichzeitig in dieser Deutlichkeit noch ma in ganz Österreich. Schülerinnen und Wahrnehmung von sich selbst.ungewohnte Forderung, die da gestellt wird. Schüler der HLFS Ursprung in Elixhausen MaturaschülerInnen haben sich in einemAber, so zeigten die Beiträge des Publikums haben zusammen mit ihrem Lehrer Prof. Dr. längeren Projekt dieser Thematik angenom-und der anhaltende Schlussapplaus, eine Konrad Steiner nicht nur im Labor hochka- men und filmisch festgehalten, wie basalelängst fällige! rätige Ursachenforschung betrieben, son- Stimulation wirkt und was sie bei Demenz- dern auch die psychologische Dimension erkrankten bewirken kann. Entstanden istVergessen verstehen – Jugend anhand von Workshops und Besuchen in ein eindrückliches Beispiel, was es heißt,und Alzheimer geriatrischen Einrichtungen kennengelernt. daheim zu pflegen, aber auch, wie KontaktWenige Tage nach diesem Veranstaltungs- Das mit dem IMST-Award 2012 ausgezeich- ohne Sprache hergestellt werden kann, umabend haben wir nochmals in „Das Kino“ nete Schulprojekt sorgte wohl für die meis- das Wohlbefinden merklich zu verbessern.geladen. Auch diesmal ein eher ungewöhn- ten AHA-Erlebnisse unter den Besuche- Wir wollen mit diesen Veranstaltungen imliches Programm, denn die Auseinander- rInnen, da deutlich wurde, auf welch hohem Rahmen des Weltdemenztages nicht nur ei-setzung von Jugendlichen mit dem Thema Niveau und mit welcher Ernsthaftigkeit sich nen Beitrag zu einem besseren VerständnisDemenz steckt noch in den Kinderschuhen, junge Menschen diesem Thema widmen. zwischen gesunden und kranken Menschenwenngleich viele Kinder und Jugendliche Nicht weniger ambitioniert war die Film- leisten, sondern deutlich machen, dass Re-die Erkrankung sozusagen live miterleben. präsentation „Das eigene Leben spüren“ spekt zwischen Gesunden und Kranken, Al-Denn wenn Urgroß- oder Großeltern an De- der HBLW Saalfelden. Wenn Sprache als ten und Jungen nur dann entstehen kann,menz erkranken, ist auch das gesamte fa- Kommunikationsmittel bei Demenzpatien- wenn wir von einander wissen, einandermiliäre System damit konfrontiert, sich auf tInnen verloren geht, kann Kommunikation begegnen und verstehen lernen, was unseine neue Situation einzustellen, Aufgaben über „Berührung“, also die Haut, dieses Feh- trennt und verbindet.und Rollen neu zu verteilen, und das betrifft len der sprachlichen Kommunikation erset-auch junge Menschen. zen. „Basale Stimulation“, wie diese Technik Mit diesem Ausblick freuen wir uns auf dieUnter dem Titel „Vergessen verstehen – Ju- im Fachjargon heißt, ermöglicht Patien- Veranstaltungen zum Weltdemenztag 2013.gend und Alzheimer“ läuft wohl eines der tInnen eine neue Form der Wahrnehmung (CW)| Ge m e in d e e nt w i c k l u n gDie Welt durch gemeinsames Kochen erfahrenW as verbindet im Salzburger Stadt- neue EinwohnerInnen. Der bunte Nationa- Reinerlös der Publikation dient der Fortset- teil Parsch eine Altenbetreuerin litäts- und Gesellschaftsmix sollte positiv zung der Kochabende sowie der Finanzie- aus Bosnien, eine Soziologin aus für die Gemeinschaft genutzt und ein Dia- rung weiterer multikultureller Projekte.dem Iran, einen Arzt aus Ungarn und einen log zwischen MitbürgerInnen unterschied- (AM)Afghanistan-Flüchtling? Gemeinsam kochen lichster Herkunft gefördert werden.und essen! 2010 erfolgte der Start, zweimal jährlichImmer mehr Menschen aus den verschie- findet nun ein kunterbunter Kochabenddensten Nationen siedeln sich im be- im Pfarrsaal im Stadtteil Parsch statt. Vorschaulichen Stadtteil Parsch an. Aber auch Kurzem war es wieder soweit: Nach einemZuagroaste aus den österreichischen Bundes- kulturellen Einstieg mit der bosnischenländern wohnen und leben in Salzburg, wol- Tanzgruppe „Kud Safir“ ging es los ...len sich kennenlernen und Bande knüpfen. Die Köchinnen und Köche braten und ba-Doch wo und wie lernt man sich kennen? cken vor Ort oder bringen vorbereitete Lieb- lingsspeisen mit. Wer nicht selbst kocht, hilftÜbers Essen kemman d‘Leut zsamm mit oder gibt eine freiwillige Spende. DasDie Initiatoren von „Grenzenlos Kochen“, der „Grenzenlos Kochen“ hat eingeschlagen.Arbeitskreis Palschuki des Stadtteilvereins Kein Wunder, ist doch gemeinsam kochen,Parsch, Teilnehmer der sozialen Gemeinde- essen und trinken im Menschen verankert Dieses Mal auf dem kunterbunten Speiseplan:entwicklung Salzburg, trat 2010 mit der Idee wie Feuer machen, säen oder ernten. Szegediner Gulasch, Das schnellste Huhn deran, Menschen über das Essen zusammen zu Aus den gemeinsamen Kochaktivitäten soll Welt, Burek, Apfelstrudel und Sulawesis.bringen: Junge und Alte, Einheimische und in Zukunft ein Kochbuch entstehen. Der03/2012 dreieck
  17. 17. G emei n deentw ick lu ng | 17Wer wagt, gewinnt!W ohin soll sich die Gemeinde Weiß- bach entwickeln und was muss dafür getan werden? Der Gemein-deentwicklungs-Prozess soll die Antwortenliefern.2013 wird Weißbach in das Programm derGemeindeentwicklung aufgenommen wer-den. „Wir wollen die Zukunft unserer Ge-meinde nachhaltig positiv beeinflussen, umbestmögliche Lebens-, Arbeits- und Wohn-verhältnisse für Jung und Alt zu schaffen“,betont Bürgermeister Josef Michael Hohen-warter. Um dabei optimal auf die Anliegen Bei der Bürgerversammlung wurde bereits über Lösungsmöglichkeiten diskutiert.und Ideen der Bevölkerung reagieren undeingehen zu können, wurde im Herbst einegroß angelegte Bürgerbefragung durch- lischen Ausbildung und dem Angebot der In einer 12seitigen Broschüre wird die Be-geführt. Die Beteiligung war mit 45 % er- Vereine. Der Naturpark wurde durchwegs völkerung nun über alle Ergebnisse detail-freulich hoch, die Ergebnisse wurden vor positiv gesehen, die touristischen Chancen liert informiert. 2013 werden zu den ein-kurzem bei einer Bürgerversammlung im werden gut genutzt. Insgesamt wurde die zelnen Themenbereichen ArbeitsgruppenRahmen der Bildungswoche präsentiert. Lebensqualität mit Gut bewertet. gebildet. „Für uns bedeuten diese Rück- Auch Potential für mehr Engagement ist meldungen die wertvolle Grundlage fürSoziales, Umwelt, Wirtschaft, Energie, Ver- vorhanden. „30 % der Befragten möchten unseren Gemeindeentwicklungs-Prozess“,kehr, Gemeindeleben, spezielle ortsbezo- bei Fragen, die die Gemeinde betreffen, freut sich Bürgermeister Hohenwarter. „Nurgene Fragen: Alle Lebensbereiche waren mehr mitbestimmen, und jeder Fünfte wür- die Beteiligung vieler hilft uns, unsere Ge-in dem von der Gemeindeentwicklung de sich engagieren“, weist Alexander Glas meinde lebenswerter zu gestalten“.Salzburg gemeinsam mit der Universität auf einen weiteren positiven Aspekt hin. (MiHa)Salzburg und dem Institut für Erwachse-nenbildung in Wien erstellten Fragebogen Präsentation beizu finden. „Bei der Auswertung stellte sich Bürgerversammlungheraus, dass den Weißbachern Eigenstän- Bei der Bürgerversammlung wurde enga-digkeit sehr wichtig ist“, informiert Alexan- giert über die Ergebnisse diskutiert. Da-der Glas von der Gemeindeentwicklung durch ergibt sich für die Weiterarbeit einSalzburg, „die eigene Volksschule und der sehr umfassendes Bild von der Stimmung,Kindergarten wurden mit 90 % bzw. 92 % den Anliegen und Erwartungen der Ge-am höchsten bewertet, überraschend auch meindebevölkerung. Alexander Glas: „Derdie hohe Zustimmung zur Autarken Ener- anonyme Fragebogen liefert Rückmel-gieversorgung (79 %)“. dungen von Bürgerinnen und Bürgern, die Die Verwendung des Fragebogens ist für sich aus unterschiedlichen Gründen sonst alle Salzburger Gemeinden möglich.Die Geruchsbelästigung durch das Nahwär- nicht artikulieren würden. Bei der Bürger- Ein Großteil der Fragen ist auf allemeheizwerk, die Lärmbelästigung durch versammlung erscheinen überwiegend die Gemeinden übertragbar und wird durchdie Bundesstraße und die Beeinträchtigung aktiven, im Gemeindeleben bereits Enga- einen ortsspezifischen Teil ergänzt.des Ortsbildes durch einen Altautoabstell- gierten“. Sie haben nach der Ergebnisprä- Infos und Kontakt: Alexander Glas,platz waren die wenig überraschenden ne- sentation bereits an realistischen Lösungs- Gemeindeentwicklung Salzburg,gativen Highlights. Sehr zufrieden sind die und Handlungsmöglichkeiten gearbeitet Tel: 0662-872691-13,Weißbacher hingegen mit der Verwaltung, bzw. darüber nachgedacht. gemeindeentwicklung@sbw.salzburg.atdem Kindergarten, der Schule, der musika- dreieck 03/2012
  18. 18. 18 | Geme i n d e e nt w i c k l u ng Möglichkeiten für aktives Altern schaffen Die Entwicklung erfordert, die Gruppe älter werdender Menschen selbst anzusprechen, wenn es um gegenseitige Hilfen geht. Aktives Altern ist der Schlüssel zur Wahrung der Solidarität zwischen den Generationen in Gesellschaften mit immer mehr älteren Menschen. Es ist nicht mehr möglich und auch nicht immer sinnvoll, dass Gemeinden Alters- versorgung selber leisten, aber sie müssen Rahmenbedingungen schaffen, die das bür- gerschaftliche Engagement fördern. Denn Foto: iStockphoto Altersversorgung und Altersvorsorge kann durch die Stärkung der Eigeninitiative und durch organsierte Nachbarschaftshilfe gutIm Fokus: Aktives Altern und erfüllt werden. Einige Salzburger Gemein- den haben mit Unterstützung der Gemein-Generationensolidarität deentwicklung Salzburg schon begonnen, sich an die geänderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Sie er- möglichen älteren Menschen „Eigenstän-D ie Fakten sind eindeutig: Ab heuer HelferInnen unter 60 Jahre zurückgehen dige Lebensführung“ sowie „Teilhabe an wird in Europa die Bevölkerung im wird. Familien werden kleiner. der Gesellschaft älterer Menschen“, die zwei erwerbsfähigen Alter abnehmen, Gleichzeitig laufen im Gemeindebudget wesentlichen Ziele des EU-Jahres 2012.während die Zahl der über 60-Jährigen die Kostenstellen „Soziale Wohlfahrt“ undjährlich um etwa zwei Millionen zunehmen „Gesundheit“ aus dem Ruder. Die von den eilhabe an der Gesellschaft bedeutet, Twird. Das bedeutet einerseits eine größere Gemeinden aufgrund von bundes- bzw. dass ältere Menschen die Chance erhal-Anzahl hilfe- oder pflegebedürftiger Men- landesgesetzlichen Vorgaben nur in einge- ten, voll am gesellschaftlichen Leben teil-schen, weil heute ein Drittel der hochbe- schränktem Umfang steuerbaren Nettoaus- zuhaben. Dabei sollen ältere Menschen intagten Menschen über 80 Jahre Zuwen- gaben für Soziale Wohlfahrt stiegen im letz- die Lage versetzt werden, durch Freiwilli-dung benötigt, andererseits heißt das aber ten Jahr um 8,3 Prozent, für Gesundheit um gentätigkeit (häufig als Familienpfleger)auch, dass es eine immer größere Anzahl fünf Prozent. Nicht nur PessimistInnen un- einen aktiven Beitrag zu leisten.kompetenter, rüstiger, selbstbestimmter ken, dass die Lebensqualität aufgrund des igenständige Lebensführung: Aktives ESeniorInnen gibt. Dieser relative Bevölke- demografischen Wandels mit herkömm- Altern bedeutet auch, möglichst langerungszuwachs älterer Menschen macht lichen Strategien nicht mehr aufrechterhal- selbstständig bleiben zu können. Dafürdeutlich, wie sehr der relative Anteil fami- ten werden kann. braucht es Unterstützung.liärer, nachbarschaftlicher und beruflicher Die Gemeindeentwicklung Salzburg bietet hierfür zahlreiche Angebote, so wurden beispielsweise bei unserer Tagung „Gut versorgt im Ort“ Wege präsentiert, wie Ge- Elisabeth Mayr, MA, ist meinden „Aktives Altwerden in gewohnter wissenschaftliche Mitarbei- Umgebung“ unterstützen können. (AG) terin im Forschungsbüro „queraum. kultur- und sozialforschung“. Sie in- Mehr unter www.gemeindeentwicklung.at formierte bei der Tagung zu folgenden Themenbereichen: Gut ver- der Gemeindeentwicklung sorgt im Ort, Generationendorf, Altern in Salzburg, wie man enga- giert gesund bleiben kann. guter Gesellschaft, J.A! -Jung trifft Alt, Oma allein zu Haus.03/2012 dreieck

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