dreieck Ausgabe3 2011

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Unser Erwachsenenbildungs-Magazin "dreieck" wird 2-3mal jährlich vom Salzburger Bildungswerk herausgegeben. Es beinhaltet die Darstellung und Auseinandersetzung mit
aktuellen bildungs- und gesellschaftspolitischen
Themen und fungiert Mitteilungs- und Serviceblatt über Veranstaltungen
des Salzburger Bildungswerkes.
Das „dreieck“ richtet sich an MitarbeiterInnen in
der Erwachsenenbildung, MultiplikatorInnen,
PolitikerInnen sowie Medien.

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dreieck Ausgabe3 2011

  1. 1. Erwachsenenbildungs-Magazin des Salzburger Bildungswerkes 03/2011Aktives Altern?!Wenn FrauenSchule machen …Dritte Welt-Patenschaften salzburger bildungswerk
  2. 2. Das Team des Salzburger BildungswerkesDirektion Barbara HoLZNER GemeindeentwicklungGünther SIGNITZER Institut für Seniorenbildung SalzburgGeschäftsführung Örtliche Bildungswerke alexander GLaSTel: 0 662-87 26 91-14 Tel: 0 662-87 26 91-17 Tel: 0 662-87 26 91-13g.signitzer@sbw.salzburg.at barbara.holzner@sbw.salzburg.at alexander.glas@sbw.salzburg.atSarah BaIER Karin MaRESCH anita MoSERSekretariat Sekretariat Tel: 0 662-87 26 91-18Tel: 0 662-87 26 91-24 Tel: 0 662-87 26 91-12 anita.moser@sbw.salzburg.atsarah.baier@sbw.salzburg.at karin.maresch@sbw.salzburg.at Sarah REITHERRichard BRESCHaR Isolde MRWa Tel: 0 662-87 26 91-27Örtliche Bildungswerke Organisation gemeindeentwicklung@sbw.salzburg.atTel: 0 662-87 26 91-19 Tel: 0 6277-77 94richard.breschar@sbw.salzburg.at isolde.mrwa@sbw.salzburg.at Forum FamilieSonja CHRIST Manuela PLENINGER andrea-Maria GRUBERSekretariat/Buchhaltung Öffentlichkeitsarbeit Pongau, Tel: 0664-8284180Tel: 0 662-87 26 91-11 Tel: 0 662-87 26 91-16 forumfamilie-pongau@salzburg.gv.atsonja.christ@sbw.salzburg.at manuela.pleninger@sbw.salzburg.at Wolfgang MayRHans EDER Brigitte SINGER Flachgau, Tel: 0664-8284238Institut für Internationale Solidarität Institut für Elternbildung forumfamilie-flachgau@salzburg.gv.atTel: 0 662-87 26 91-20 Tel: 0 662-87 26 91-15 Corona RETTENBaCHERhans.eder@sbw.salzburg.at brigitte.singer@sbw.salzburg.at Tennengau, Tel: 0664-8565527Wolfgang FoRTHoFER forumfamilie-tennengau@salzburg.gv.atInstitut für Europa Institut für Medienbildung Christine SCHLäFFERTel: 0 662-87 26 91-21 Martin SEIBT Pinzgau, Tel: 0664-8284179w.forthofer@sbw.salzburg.at Geschäftsführung forumfamilie-pinzgau@salzburg.gv.atUlrike FREIDL Tel: 0 662-82 20 23-12 Monika WEILHaRTERSekretariat seibt@imb-salzburg.at Lungau, Tel: 0664-8284237Tel: 0 662-87 26 91-22 Monika HoHENLoHE forumfamilie-lungau@salzburg.gv.atulrike.freidl@sbw.salzburg.at Tel: 0 662-82 20 23Michaela HaBETSEDER office@imb-salzburg.atÖffentlichkeitsarbeitm.habetseder@sbw.salzburg.at Qualitätssiegel Salzburger Salzburger Bildungswerk Bildungswerk SBWbildungswerk Qualitätstestiert bis 02.07. 2012 Veranstaltungstipps Regionalkonferenzen und Bezirkstagungen 2012 Bildungswoche Hüttau Flachgau, 2. März 2012, 14.00 bis 19.00 Uhr, Holznerwirt, Eugendorf 15. bis 21. April 2012 Lungau, 9. März 2012, 14.00 bis 19.00 Uhr, Lungauer Bildungsverbund, Tamsweg Pinzgau, 16. März 2012, 14.00 bis 19.00 Uhr, Wirtschaftskammer Zell am See
  3. 3. Editorial Impressum Herausgeber und Verleger: Salzburger Bildungswerk (Dr. Günther Signitzer)Ein Jahr voller Bildung und Bereicherung Redaktion: Manuela Pleninger (MP) Imbergstraße 2/2, 5020 SalzburgEin Jahr ist vergangen, seit ich das Salzburger Bildungs- Tel. 0662-87 26 91-0 Fax 0662-87 26 91-3 E-Mail: office@sbw.salzburg.atwerk im Bereich Öffentlichkeitsarbeit unterstütze. Ein www.salzburgerbildungswerk.atspannendes Jahr voller Bildung geht für mich zu Ende: ZVR 200 288 147So lernte ich viele Salzburger Gemeinden von einer neu- Grafik: Werbeagentur Gerhard Gürtleren, facettenreichen Seite, vielleicht sogar überhaupt erst Coverfoto: © Fotolia, Foto Rückseite: Dr. Hans Stehrer, Bildungswerkleiter Stroblkennen, bei 119 Gemeinden auch verständlich, oder? Ich Fotos: Salzburger Bildungswerkhoffe, man verzeiht mir. Außerdem erfuhr ich Persönlich- (falls nicht anders angegeben)keitsbildung durch einen – nennen wir ihn – generations- Druck: Schönleitner, Kuchl Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier.übergreifenden Dialog, fand Zugang zu Traditionen und Auflage: 2.200Brauchtümern wie die Mundartdichtung. Sah Bildungsei- MitarbeiterInnen Redaktion:fer und Bildungslust, verbunden mit teils Bildungsfrust. Dipl.-Ing. Richard Breschar (RiB)Ich kann sagen, ich fühle mich nach einem Jahr Bildungswerk gebildeter. Dr. Hans Eder (HE) Dr. Wolfgang Forthofer (FT) Alexander Glas (AG)... dies alles klingt wohl eher nach EINbildung! Mag. Michaela Habetseder (MiHa) Mag. Barbara Holzner (bh)Aber ich finde auf Ihre – unsere – Bildungsarbeit kann man sich auch etwas „einbil- Dr. Anita Moser (AM) Isolde Mrwa (IM)den“, ist sie doch mit anderen Erwachsenenbildungseinrichtungen im Land Salzburg Dr. Günther Signitzer (GS)nicht vergleichbar. Wo sonst verfolgen so viele unterschiedliche Persönlichkeiten DSA Mag. Brigitte Singer (BS)und Charaktere ein gemeinsames Ziel, nämlich ihre Gemeinde lebenswerter, kultu- Blattlinie: Darstellung und Auseinandersetzung mitreller und aufregender für alle zu gestalten – und das alles ehrenamtlich?! Und wo aktuellen bildungs- und gesellschaftspolitischensonst bewegt eine Woche voller Bildung ganze Gemeinden? Themen, Mitteilungs- und Serviceblatt über Veran- staltungen des Salzburger Bildungswerkes.Ich freue mich schon jetzt auf (m)ein Bildungsjahr 2012 voller neuer Ideen und Ver- Das „dreieck“ richtet sich an MitarbeiterInnen inanstaltungen. Besonders freue ich mich auf den Kontakt mit vertrauten Gesichtern der Erwachsenenbildung, MultiplikatorInnen,sowie auf das Kennenlernen von neuen Persönlichkeiten. Einige konnte ich schon PolitikerInnen sowie Medien.auf unserer diesjährigen Herbstfahrt (lesen Sie dazu mehr ab Seite 26) nach Linz per- Namentlich gekennzeichnete Beiträge drücken die Meinungen der AutorInnen aus. Sie müssen sichsönlich begrüßen, auch über Besuche im Büro freue ich mich immer wieder, und seit nicht immer mit der Auffassung von Redaktion undHerbst kann man sich nun auch virtuell mit mir/uns anfreunden. Herausgeber decken. Offenlegung nach dem Pressegesetz: AktuelleMan kann sich mit uns anfreunden?! Berichte, Informationen und Stellungnahmen,Ja, seit Oktober ist das Salzburger Bildungswerk nun auch im Web 2.0 angekommen die im Zusammenhang mit der Tätigkeit des über- parteilichen und konfessionell nicht gebundenenund unter www.facebook/salzburgerbildungswerk und twitter.com/SBGBildungs- Salzburger Bildungswerkes stehen.werk bereit, sich mit „Bildungshungrigen“ virtuell auszutauschen, zu vernetzen und Wir danken für die Zusammenarbeit undüber unsere vielen Veranstaltungen zu informieren. Bildungseinrichtungen wie das Unterstützung dem bm:ukk.Kärntner Bildungswerk, das Burgenländische oder Steirische Volksbildungswerk dreieck-Leserservice:sind bereits auf Facebook, für uns eine gute Möglichkeit, sich überregional am Lau- Fragen an die Redaktion: Tel. 0662-872691-0 oderfenden zu halten. Auf Twitter gehören wir jedoch zu den Vorreitern Österreichischer E-Mail: office@sbw.salzburg.at Erscheinungsweise: 2-3mal jährlichBildungseinrichtungen. 140 Zeichen ermöglichen es uns, in Echtzeit über Aktivitäten Abonnement- und Einzelbestellung:unserer täglichen Bildungsarbeit zu informieren. Werden Sie Teil unserer Communi- Einzelheft € 4,- (exkl. Versand)ty und verfolgen Sie uns bei unserer täglichen Arbeit (lesen Sie mehr auf Seite 6). Jahresabonnement € 11,- Einzahlungen: RVS Salzburg Kto-Nr. 00047993, BLZ 35 000Für dieses Jahr ist das unsere letzte Ausgabe. Ich wünsche Ihnen angenehme Win- Wenn bis 31. Dezember keine Abbestellung erfolgt,tertage und schon jetzt Frohe Weihnachten. Wir lesen uns im nächsten dreieck, das verlängert sich das Abo jeweils um ein weiteres Jahr.Ende April 2012 erscheinen wird! Vorstand des Salzburger Bildungswerkes Rektor Dr. Josef Sampl, HR Dr. Alfred Berghammer, HR Dipl. Ing. Günter Daghofer, Dr. Andrea Eder-Bis dahin machen wir Bildung lebendig! Gitschthaler, BSI Josef Irnberger, HR Dr. Andreas Kiefer, Senatsrat Dr. Heinz Klier, Dr. Lucia Luidold,Manuela Pleninger Dr. Ursula Maier-Rabler, HR Dr. Eduard Paulus, HR Prof. Dr. Wilhelm Pölzl, Prim. Dr. Josef Rücker,Öffentlichkeitsarbeit OStR Prof. Felix Strohbichler, Prof. Dr. Martin Wiedemair Präsidentin des Salzburger Bildungswerkes LH Mag. Gabi Burgstaller
  4. 4. 4 | Erwachsenen- Inhalt bildung Foto: Pixelio.de /Bredehorn.J weiterhin auf der Ersatzbank? Mehr dazu auf07 Seite 7 Erwachsenenbildung 08 Eltern-, Frauen- und Seniorenbildung Blickpunkte Gemeindeentwicklung 06 BildungsWEB 2.0 16 Salzburger Gemeinden schaffen Orte der Begegnung 17 „Neues Leben in alten Mauern – Lebensraum. Lebenstraum. Gemeinde“ Erwachsenenbildung 17 Neue Staffel „J.A! Jung trifft Alt“ gestartet 07 Erwachsenenbildung weiterhin auf der Ersatzbank? 18 Ein Herz für Hallein 07 Fördern statt fordern 08 Kostenlose Bildungsberatung für ALLE Europa und Politische Bildung 20 Freie Fahrt nach Mikulov Eltern-, Frauen- und Seniorenbildung 21 Das Europa, das wir brauchen versus das Europa, 08 Geld für die Familienkassa das wir wollen 09 Das war unsere Zeit! Generationen erzählen 21 Kunst im Zeichen des religiösen Dialogs 10 Kinder brauchen Grenzen?! 22 Vorschau 2012: Nie wieder Krieg! 12 Aktives Altern?! 14 GLOSSE: Wenn Frauen Schule machen ... Internationale Solidarität 23 Was steckt hinter Dritte Welt-Patenschaften? Ein Herz für Hallein Mehr dazu ab Seite 18 03/2011 dreieck
  5. 5. | 516 Gemeindeentwicklung 24 Aus der Direktion 27 Aus Gemeinde und Bezirk Aus der Direktion Arbeitskreise 24 50 Jahre Bildungswochen im Land Salzburg 35 Mundartpreis neu belebt 25 Sing ein frohes Lied dem Tag! 26 Unsere Herbstfahrt nach Linz Personalia 35 Neue Bildungswerkleiterin für Rauris Aus Gemeinde und Bezirk 36 Engagement verGOLDet 27 Ein Wochenende im Zeichen der Kräuter 36 Ehrenamt kommt in Göming nicht aus der Mode 27 Flotte Käfer auf Rädern 36 Arbeit, die bereichert(e) 28 Vo Schoppornou bis Niedansöi 37 Das Salzburger Bildungswerk gratuliert 28 Ich darf meinen Lehrer nicht duzen ... 37 Ehrennadel in Silber an Hans Stehrer 29 Übern Trischibl zum Cyberspace 38 Bildung, die bewegt! 30 lern.fest.2011 38 Das Salzburger Bildungswerk begrüßt 30 Wer sind die Freiwilligen? 38 Zum Gedenken 31 Mösler haben großes Herz für Kinder 32 Bildungswochen-Spitzenreiter ... 33 14 Freiwillige zertifiziert Veranstaltungstipps 33 Der Duft der Stillen Zeit 02 Veranstaltungstipps 34 „Alles fließt“ 39 Ehren.Sache 34 In nomine Patris dreieck 03/2011
  6. 6. 6 | B lic k p u n k teBildungsWEB 2.0 – Wir sind Gestalter der Zukunft... auch mit dem Salzburger Bildungswerk kann man sich nun virtuell anfreundenS oziale Netzwerke wie Facebook, Twit- sprochen“. Sei es von TeilnehmerInnen getwittert. Bereits nach einer Woche hatte ter und YouTube nehmen eine immer unserer (Bildungs-)Veranstaltungen, Refe- die Fanseite des Salzburger Bildungswerkes wichtiger werdende Bedeutung für ein rentInnen, MitarbeiterInnen oder Bildungs- an die 30 Fans und 10 Followers auf Twitter.Unternehmen ein. Auch das Salzburger Bil- werkleiterInnen, die bereits privat überdungswerk verwendet schon seit längerem einen Account bei einem oder mehreren so- Unsere BildungswerkleiterInnen könnenWeb 2.0-Tools, wie die Terminvergabe mit- zialen Netzwerken verfügen. Wichtige Ziel- ihre Veranstaltungen als Person auf Face-tels Doodle, die an Wikipedia angelehnte gruppen, wie die Altersgruppe der 20- bis book bewerben, kommentieren, Hinter-Plattform Salzburgwiki (die weltweit die 40-Jährigen, finden sich zu größten Teilen grundinfos posten, u.v.m.Nummer 3 unter den regionalen Wissens- täglich im Web 2.0 ein, um sich auszutau- Zusätzlich werden wir wöchentlich aus-plattformen einnimmt und mehr als 36,5 schen, zu vernetzen oder aber auch um zu gewählte Veranstaltungen als SalzburgerMillionen Zugriffe verzeichnet), Google- recherchieren. So suchen laut Austria Inter- Bildungswerk auf Twitter und Facebook be-Maps und ContentManagementSysteme net Monitoring von den rund sechs Milli- werben, so können auch „Internetmuffel“(PIMCORE, Typo3), um ihre Homepages zu onen österreichischen InternetuserInnen sicher sein, dass ihre Bildungswoche gepos-warten. Web 2.0 ist also schon bei uns ange- über 30 Prozent aktiv nach Ausbildungs-, tet bzw. getwittert wird.kommen, aber noch nicht im strategischen Weiterbildungs- oder Kursangeboten.Einsatz der Öffentlichkeitsarbeit und Veran- Gerne können Sie sich mit uns auch via Fa-staltungsbewerbung. Unsere Vorteile „sehen und cebook virtuell anfreunden oder uns auf gesehen werden“ Twitter durch unseren Bildungsalltag be- Mittendrin statt Das Salzburger Bildungswerk hat das Potenti- gleiten. Machen wir gemeinsam Bildung außen vor! al einer Online-Gemeinschaft erkannt und ist lebendig und lassen die virtuelle Communi- nun auch auf Facebook und Twitter online. ty daran teilhaben. Einfach auf unsereAuch wenn wir als Salzburger Bildungswerk So wird seit Oktober 2011 unter www.face- Homepage salzburgerbildungswerk.at ge-im „Social Network“ bisher nicht vertreten book.com/salzburgerbildungswerk gepostet hen und unter Facebook oder Twit-waren, so wurde doch über uns darin „ge- und unter twitter.com/SBGBildungswerk terxmitlesen! (MP)03/2011 dreieck
  7. 7. Er wa ch s en e nb ild u ng | 7 Erwachsenenbildung weiterhin auf der Ersatzbank? VON PETER BRAUNV or 20 Jahren haben die gemeinnüt- re Verschlechterungen. Insgesamt ist die nahezu allen Einrichtungen. Alles in allem zigen Einrichtungen der allgemeinen Weiterbildung weiterhin der am heftigsten wurden im Jahr 2010 16.124 Vorträge, und beruflichen Erwachsenenbil- unterfinanzierte Bereich unseres Bildungs- Kurse und Seminare durchgeführt, die vondung und der öffentlichen Bibliotheken die systems. 354.480 Menschen besucht wurden. Ver-„Arbeitsgemeinschaft Salzburger Erwach- stärkt nachgefragt sind hier die berufsbil-senen Bildung“ gegründet. Das damalige 20 Jahre „arbeitsgemeinschaft denden Angebote. Die Hälfte bis zwei Drit-Leitmotiv: Erwachsenenbildung von der Salzburger Erwachsenenbildung“ tel der Fortbildungswilligen sind Frauen.bildungspolitischen Ersatzbank herunter- Salzburg ist für freiwillige kooperative Struk- Diese Entwicklung ist unter anderem aufholen und neben Schule und Hochschule turen der gemeinnützigen Weiterbildung die erkennbare Wende in der Förderpolitikein gleichwertiger Teil des Bildungssystems in Österreich wegweisend gewesen, indem der öffentlichen Hand, insbesondere auchwerden. Ist dies gelungen? Die Antwort ist man hier mit vier kooperativen Entwick- von Seiten des Landes Salzburg, hin zu ei-ambivalent. Das Wissen über die Bedeutung lungskonzepten seit 1991 alle fünf Jahre ner verstärkten Forcierung der beruflichender Weiterbildung und des öffentlichen Bi- Entwicklungsperspektiven und Positionen Weiterbildung zurück zu führen. Dass die öf-bliothekswesen ist heute größer als vor 20 für die Weiterbildung im Bundesland for- fentlichen Bibliotheken und Bildungswerk-Jahren. Die von der Bundesregierung im muliert hat. Salzburg hat (noch) eine gesun- einrichtungen für die nächsten drei JahreJuli dieses Jahres beschlossene „Strategie de Grundstruktur mit einer einzigartigen um 8 Prozent gekürzt werden, wirft diesezum lebensbegleitenden Lernen in Öster- Flächendeckung in Österreich. Einrichtungen aber auf das Förderungsni-reich“ formuliert sehr ehrgeizige Ziele und veau von Mitte der neunziger Jahre zurück.Benchmarks für die nächsten Jahre, diese Die Veranstaltungs- und TeilnehmerInnen- Das ist keine Perspektive. Das derzeitige,betreffen auch die Erwachsenenbildung. statistik der Mitgliedsorganisationen der relativ ausbalancierte Förderungssystem inIm Bundesland Salzburg aber haben sich, Arbeitsgemeinschaft Salzburger Erwachse- der Salzburger Weiterbildung in einem Be-in Relation zu den öffentlichen Ausgaben nenbildung weist für das Jahr 2010 kaum reich einseitig zu verändern (es geht um gutin die anderen Bereiche des Bildungssys- eine Veränderung gegenüber 2009 auf. Im 100.000 Euro pro Jahr) und damit das insge-tems – Schule und Hochschule –, die Be- Vergleich etwa zu den Vorjahren 2008 und samt positive Bild zu beschädigen, sollte indingungen für die Weiterbildung nur in den 2009, wo insbesondere bei den Veranstal- jedem Fall vermieden werden.neunziger Jahren deutlich verbessert. Zur tungszahlen noch deutliche Anstiege zuZeit verbessert sich die Situation in einigen verzeichnen waren, stagnieren die Veran- Dir. Mag. Peter Braun ist Vorsitzender der Arbeitsge-Bereichen, in anderen gibt es unzumutba- staltungs- und TeilnehmerInnenzahlen in meinschaft Salzburger Erwachsenenbildung. Fördern statt fordern Helmut Mödlhammer fordert Anreizsysteme für Freiwilligenarbeit D as Europäische Jahr für Freiwilligentätigkeit geht zu Ende. Engagement fördern und nicht behindern Was wird davon übrig bleiben außer vielen anerkennenden sollen. Erbrachte Leistungen könnten bei- Reden und einem etwas dickeren Pressespiegel über Eh- spielweise mittels Punktesystem abgerech- renamtlichkeit? Manche Ideen bekamen heuer prominente Unter- net werden. Haftungsfragen sollen endlich stützung. Gemeindebundpräsident Bgm. Helmut Mödlhammer geklärt und die Möglichkeiten für einen Versicherungsschutz für fordert zum Beispiel, dass Menschen, die ihre Tatkraft unentgelt- ehrenamtliches Engagement ausgeweitet werden. Vielleicht wird lich zur Verfügung stellen, später davon profitieren sollen, und im nächsten Jahr doch etwas umgesetzt. Immerhin liegt jetzt ein dass rechtliche Rahmenbedingungen für Freiwilligenarbeit das erster Entwurf für ein Freiwilligengesetz vor. (RiB) dreieck 03/2011
  8. 8. 8 | E r wa c h se n e n b i l d u n g Kostenlose Bildungsberatung für ALLE Neues Netzwerk in der Erwachsenenbildung Z iel des Netzwerkes Bildungsberatung ist es, den Bür- gerInnen in Land und Stadt Salzburg eine kompetente, qualitätsvolle und wohnortnahe Bildungsberatung und -information zu ermöglichen. Ferner sollen im Laufe des Pro- jektes die Beratungs- und Weiterbildungsangebote besser auf individuelle wie auch regionale Bedürfnisse abgestimmt und weiterentwickelt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, werden alle wichtigen Akteu- rInnen im Bereich Berufs- und Bildungsberatung und Weiter- bildung in Stadt und Land auf zwei Ebenen verbunden: dem PartnerInnen- und dem AkteurInnenetz. Den Kern bildet der Verein Salzburger Erwachsenenbildung als Träger und Koor- dinator, zusammen mit den beratungsaktiven PartnerInnen BiBer Bildungsberatung, Frau&Arbeit, Verein VIELE, der AK- Kompetenzberatung, der WKS-Karriereberatung sowie den Lernenden Regionen. Gefördert wird dieses ESF-Projekt aus Mitteln der Europäischen Nähere Informationen erhalten Sie bei Katrin Reiter, Union, des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kul- Bakk.phil. MA, Projektkoordinatorin Netzwerk Salzburg. tur, Abteilung Erwachsenenbildung, des Landes und der Stadt Tel: +43 (0)664 216 44 30 oder katrin.reiter@eb.salzburg.at Salzburg sowie des Arbeitsmarktservice Salzburg.| E lte r n- , Fra u e n - u n d Se n i o renbildung Forum Familie informiert Online-Broschüre „Geld für die Familienkassa - Beihilfen & Förderungen“ Gerade in schwierigen Zeiten wollen wir Familien den Zugang zu Finanzhilfen erleichtern. Daher bieten wir die neue und aktuelle Version unserer Online-Broschüre: www.salzburg.gv.at/1204_forumfamilie_familienkassa.pdf Die Broschüre enthält viele Neuerungen, wie z.B. Änderungen bei der Familienbeihilfe, und ist in folgende Abschnitte gegliedert: 3 der Geburt Vor 3Fördertipps für Lehrlinge 3Finanzielle Erleichterungen für 3Nach der Geburt – Kinderbetreuung 3Ebbe in der Kassa finanzielle Menschen mit Behinderung 3Fördertipps für Schulkinder Notlagen 3Weiterführende Links Detaillierte Infos bekommen Familien und Interessierte auch gerne direkt bei Forum Familie, den Elternservice-Stellen des Landes in allen Bezirken: www.salzburg.gv.at/forumfamilie03/2011 dreieck
  9. 9. El ter n -, Fra uen - un d S en i orenb ild u ng | 9 Foto: FamilieN/ProSenectute Das war unsere Zeit! Generationen erzählenEin Projekt stellt sich vor Wenn ein alter Mensch stirbt, dann ist es, Archive, Chroniken, Stadt- und Landesarchiv sowie ORF und Salz- als ob eine ganze Bibliothek verbrennt. burger Nachrichten dokumentiert und diese Art der örtlichen „Wis- sens- und Geschichtsspeicherung“ in Gemeinden als Fixeinrichtung Afrikanisches Sprichwort verankert werden. Denn: Die Schilderungen, Berichte und Anekdo- ten, subjektiv nacherzählt und erinnert, ergeben als „oral history“W ie sah es in Ihrer Gemeinde vor siebzig Jahren aus? Wel- ein ganz besonderes Stück Salzburger Geschichte. (bh) chen Schulweg mussten Kinder in Ihrer Gemeinde um 1935 zurücklegen? Was erlebten sie im Unterricht? Wiehaben Generationen vor Ihnen Weihnachten gefeiert? Wie haben Und nun unsere Bitte an Sie: Bei der Ansprache lokaler „Per-sich die Lebensbedingungen in den letzten siebzig Jahren eigent- sönlichkeiten“, und später auch bei der Durchführung derlich verändert? Interviews, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Denn Sie sind unsere Kontaktperson zu den ZeitzeugInnen Ihres Ortes. DieseDiese und viele weitere Fragen will der Arbeitskreis Seniorenbildung Ihre Unterstützung ist von enormer Bedeutung für das Gelin-mit seinem im Herbst 2012 startenden Projekt „Das war unsere Zeit! gen des Projektes, weshalb wir Sie schon jetzt um FolgendesGenerationen erzählen“ beantwortet wissen. Das ehrgeizige Projekt ersuchen: Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie sich eine Mitarbeit Ihresdes Salzburger Bildungswerkes zielt darauf ab, mit Hilfe standardi- Bildungswerkes am Projekt „Das war unsere Zeit! Generationensierter Befragungsinstrumente in jeder Gemeinde des Landes Salz- erzählen“ vorstellen können. Wenn ja, freuen wir uns über ersteburg mindestens zwei Personen der Geburtsjahrgänge vor 1932 zu Überlegungen zu geeigneten ErzählpartnerInnen Ihres Ortes!ihrer Jugendzeit zu befragen. Der Arbeitskreis setzt damit einen Im-puls, der die ältere Generation wachrüttelt, aber auch die jüngerenGenerationen anspricht. Möglichst viele ältere Menschen sollen Für Ihre Anregungen und Fragen stehe ich gerne zur Verfügung:hinsichtlich ihrer Biografien aktiviert, das Erzählte durch örtliche Dr. Günther Signitzer, Tel: 0662-872691, office@sbw.salzburg.at dreieck 03/2011
  10. 10. 10 | E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildung Kinder brauchen Grenzen?! Foto: Irina Drazowa-FischerDie heutige Eltern-Kind-BeziehungTeil 2 des Gespräches mit in der Erziehung nicht alleine ist und Unter- Welchen Effekt hat so ein Training für dieDr. Manfred Wünsche stützung erhält – zum Beispiel vom anderen Eltern? Elternteil oder eben durch die Großeltern. Sie erarbeiten sich Wissen über ihr Kind undI m letzten „dreieck“ war der erste Teil Um auch einmal nicht Eltern sein zu müs- das Miteinander zwischen Eltern und Kind. eines Interviews mit dem Psychologen, sen und ein Leben abseits des Kinder Erzie- Sie lernen, dieses Wissen konkret in ihrem Gesundheitspsychologen und Psycho- hens führen zu können. Das relativiert viel Alltag umzusetzen. Sie überprüfen, ob sietherapeuten Dr. Manfred Wünsche zu le- und erleichtert es, sich mit den alltäglichen nicht auch vieles richtig machen. Dann wer-sen. Im 2. Teil unseres Gespräches haben Anforderungen zu Recht zu finden. den sie im Training dafür auch bestärkt undwir mehr Zeit für interessante Detailfragen erlangen Sicherheit. Davon profitieren nichtverwendet. Sehen Sie in den letzten Jahren Verän- nur die Eltern, sondern auch ihre Kinder. derungen der Themen in der therapeu- Und es tut immer gut zu erfahren, dass dieIn der Arbeit mit Eltern sind vielfach die tischen arbeit mit Eltern? anderen Eltern mit ähnlichen Schwierig-Erziehungshintergründe ein viel bespro- Die Verunsicherung der Eltern wird durch keiten oder Fragestellungen konfrontiertchenes Thema. Aber es braucht auch gesell- mediale Auseinandersetzungen leider ver- sind. Nicht alleine zu sein oder zu erfahren,schaftliche Rahmenbedingungen, die es El- stärkt. TV, Internet und Ratgeber sind stän- wie Andere mit den Anforderungen zutern erleichtern, ihre Sache gut zu machen. dig präsent und müssen von den Eltern Recht kommen, unterstützt mich und die interpretiert werden. Der Einfluss dieser Eltern in den Trainings enorm.Herr Dr. Wünsche, welches Umfeld brau- Medien wird immer stärker. Viele dieserchen Eltern, um ihre Sache gut zu ma- MeinungsbildnerInnen erzeugen Halbwahr- Brauchen Eltern einen Plan in der Erzie-chen? heiten und müssen kritisch und reflektiert hung oder haben wir das intuitiv intus,Ein gelungenes Familienleben hat immer betrachtet werden. Das findet aber meist wie es geht?auch mit der Verfügbarkeit von Ressourcen nicht statt. In meiner Tätigkeit als Eltern- Viele Eltern haben eine natürliche Gabezu tun. Egal, ob das die Größe der Woh- trainer geht es oft darum, Licht ins Dunkel und Intuition, wie das Miteinander funkti-nung, eine zufriedenstellende Partnerschaft zu bringen, Eltern Sicherheit zu geben und oniert und können auch danach handeln.oder die Verfügbarkeit von Großeltern sind. konkrete Schritte für Veränderungen beizu- Viele Eltern werden aber durch ihre eigeneIch halte es für immens wichtig, dass man bringen. Geschichte und Erfahrungen verunsichert,03/2011 dreieck
  11. 11. El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng | 11sodass diese Intuition verloren geht. Mir wir Menschen eben, und das Meiste istgeht es gar nicht darum, gegen intuitives gut versteh- und nachvollziehbar. Auch ichHandeln vorzugehen. Vielmehr sollten sie mache im Übrigen Fehler in der Erziehungdieses nützen, aber eben auch Zusammen- meiner Kinder. Ich weiß aber meist schnell Manfred Wünschehänge lernen und dort Veränderungen er- – zumindest wenn es notwendig ist – worin ist Klinischerwirken, wo es notwendig ist. das Problem liegt und wie ich es verändern Psychologe, Gesund- kann. heitspsychologe undWas können Eltern tun, wenn sie von ihren PsychotherapeutKindern sprichwörtlich „genervt“ sind? Brauchen Kinder Grenzen?Zum Beispiel sich und das Kind nicht im- Allgemein formuliert ist diese Frage nichtmer zu tierisch ernst nehmen. Auch einmal zu beantworten. In manchen Situationen jalocker lassen, Dinge relativieren. Ich muss natürlich, in anderen Situationen ist es bes- zum größten Einflussfaktor in der Familieauch nicht immer Eltern sein. Es ist gut, sich ser, das Kind selbst die Erfahrung machen und in der Erziehung entwickelt. Längstauch als FreundIn oder PartnerIn zu verste- zu lassen. Man muss als Eltern situativ ent- sind es nicht mehr nur die Eltern, Lehrerhen, Aktivitäten auch ohne das Kind zu un- scheiden, aber eben wissen, was man tut, oder Freunde, die unsere Kinder erziehen.ternehmen, abzuspannen und wieder Ener- welche Auswirkung die jeweilige Grenze Es liegt an uns, das Ausmaß des Konsums zugie aufzutanken. Dauernd Eltern sein zu oder fehlende Grenze auf das Erleben und überblicken und mit dem Kind zu vereinba-müssen, reduziert bei vielen das Empfinden Verhalten des Kindes hat. Es ist enorm wich- ren. Dabei ist weder der Fernseher, PC oderfür persönliche Freiheit und wirkt häufig als tig für das Kind zu lernen, dass es eine Frus- das Internet schlecht. Die Frage ist, wie vielStressfaktor in der Eltern-Kind-Beziehung. tration ertragen muss – zum Beispiel drau- davon, gibt es alternative Aktivitäten und ßen ist es schön und heiß, ich muss aber vor allem was sieht und spielt das Kind?Warum machen wir in der Erziehung im- trotzdem für die Schularbeit lernen. Manch- Setzt man sich über die Inhalte des Konsu-mer die gleichen Fehler? mal müssen Kinder die Grenzen durch die mierten mit dem Kind auseinander und hältErstens sind wir auch nur Menschen, die Konsequenzen ihres eigenen Handelns man die Dauer des Konsums in GrenzenFehler begehen und zweitens sind es Feh- erfahren oder aber sie erleben, dass sie (abhängig vom Alter), können Kinder auchler, die durchaus nachvollziehbar sind. Denn sich eigene Standards setzen und die Kon- von der „neuen“ Medienkultur profitieren.auch wir funktionieren nach bestimmten sequenzen selbst tragen müssen – das ist Doch leider können wir mit der Geschwin-Prinzipien. Inkonsequentes Handeln hat z.B. Leben und kann/soll auch nicht immer von digkeit dieser Entwicklungen gar nicht mit-nicht nur einen negativen Effekt, sondern uns Eltern beeinflusst werden. In diesem halten und verstehen Probleme erst dann,vorher auch einen positiven für mich: Etwa, Sinne sind Grenzen entwicklungsfördernd wenn sie sich bereits etabliert haben.wenn ich einen Konflikt mit meinem Kind oder -hemmend.nicht bereinige, weil ich die Auseinander- Ein einfaches „Hausmittelchen“ zumsetzung fürchte und vermeiden will, werde Welche Rolle spielt der Medienkonsum in Schluss: Was hilft unseren Kindern?ich durch mein Verhalten zwar kurzfristig der Erziehung, in der Familie? Wir sollten neugierig und interessiert mitbelohnt, langfristig aber bestraft. So sind Der Medienkonsum hat sich rasend schnell unseren Kindern leben lernen. Kinder zei- gen uns, wie man unvoreingenommen an Dinge herangeht. Sie sind individuell, pro- bieren aus und verwerfen wieder. Sie leben im Hier und Jetzt. Die meisten kennen keine „Sorgen“. Wir sollten ihnen nicht alles abge- wöhnen, nur weil wir Anpassung, Leistungs- erbringung und Konformität zu unseren höchsten Werten zählen. Vielmehr sollten wir den Kindern gegenüber offen sein, und wir können viel von den Kindern lernen. Wir sollten zuversichtlich sein, dass sie es im Leben schaffen werden. Vielleicht wird ihre Entwicklung aber auch ganz anders verlaufen, als wir das planen oder vorsehen wollen. Darin sollten wir sie unterstützen, schätzen und lieben.Foto: Fotolia Vielen Dank für das Gespräch! (BS) dreieck 03/2011
  12. 12. 12 | E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildung ische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generati- onen 2012“ wurde ein Thesenpapier zum aktiven Alter(n) entwor- fen, das im Folgenden präsentiert wird. Man lernt auch im Alter nicht aus – nur anders 1. Das defizitorientierte altersbild wird durch ein ressourcenorientiertes altersmodell ersetzt Für Lern- und Bildungsprozesse gibt es keine Altersgrenze. Auch im Alter verändern sich Synapsen entsprechend ihrer Verwendung, sie werden größer, aktiver oder bilden sich gar neu. Diese Plastizität des Gehirns ist bis ins hohe Alter gegeben, stellt eine wesentliche Voraussetzung für Lernen dar und wird durch dieses gefördert. So nehmen Erfahrungen, Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten auch im Alter noch zu: Ältere Menschen verfügen über ein hohes Erfah- rungswissen, einen großen Wortschatz sowie hohe Sprachkom- petenz (= kristalline Intelligenz). Aufmerksamkeit, Verarbeitungs- geschwindigkeit und Auffassungsgabe (= fluide Intelligenz) sind jedoch reduziert, was dazu führt, dass ältere Menschen in neuen Situationen beziehungsweise bei der Aneignung von gänzlich neu- en Lerninhalten mehr Verarbeitungszeit benötigen. Zudem lernenFoto: CORBIS ältere Menschen anders als junge. Sie lernen das, was für sie wichtig ist, das Gelernte wird unmittelbar genutzt und im Alltag umgesetzt. Des Weiteren lernen Ältere, um ihre Kompetenzen zu erweitern Aktives Altern?! und zu erhalten sowie um soziale Kontakte herzustellen. Bildungs- beteiligung hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit, erhöht intellektuelle Fähigkeiten, verändert die Gehirnstruktur, verringert Armutsgefährdung und erhöht Chancengleichheit. Alter ist auch aus diesen Gründen eine eigenständige und aktive Lebensphase,Unser Institut für Seniorenbildung entwickelt keine Rest- oder Ruhestandsphase. Das Defizitmodell des Alterns istdazu fünf Thesen daher inadäquat und nicht mehr aktuell. 2. altern ist ein heterogener, mehrdimensionalerE in Fünftel der österreichischen Bevölkerung ist über 60 Jahre Prozess alt, Tendenz steigend. Die Lebensstile dieser Personengruppe Der demographische Wandel bedingt auch einen Wandel der sind sehr verschieden, und doch wird in der Öffentlichkeit nur Lebensläufe. Die nachberufliche Lebensphase wird durch dieüber „die Senioren“ gesprochen, ohne Altersgruppen, Lernerfah- steigende Lebenserwartung länger, zwischen dem Ende der Be-rungen und soziale Milieus zu unterscheiden. Diese Aspekte stellen rufstätigkeit und dem 75. Lebensjahr entsteht ein „dritter Lebens-nicht nur große Herausforderungen an die Erwachsenenbildung abschnitt“, an den dann der „vierte Lebensabschnitt“ mit Beginndar, sondern bieten auch Chancen für neue Entwicklungen. Ver- des 76. Lebensjahres anschließt. Ausbildung, Berufstätigkeit undmehrt werden qualitativ hochwertige Bildungsangebote für Men- Pension folgen nicht mehr streng abgegrenzt aufeinander, sondernschen ab 60 Jahren nachgefragt. Diese müssen einerseits Wissens- vermischen sich. Individuelle Vielfalt und Pluralität der Lebensstilezuwachs, Beratung und Entfaltungsmöglichkeiten ermöglichen, im Alter nehmen zu, eine Angleichung erfolgt erst im höchsten Al-aber auch soziale Interaktion und Bindung gewährleisten sowie zur ter. Die Lebensstile und Lebenseinstellungen der Menschen überIntegration älterer Menschen in der Gesellschaft beitragen. 60 Jahren sind folglich sehr verschieden. Es zeigt sich, dass unsere Gesellschaft dem Bild „DER SeniorInnen“ bis jetzt noch kein ange-Das Institut für Seniorenbildung befasst sich schon lange mit den messenes Alter(n)sbild entgegengesetzt hat. Dies ist insofern pro-zentralen Handlungsfeldern und Entwicklungen der Bildung im blematisch, als dass das gesellschaftliche Altersbild auf individuellerAlter. Es bietet vielfältige Impulse für die nachberufliche Lebens- und gesellschaftlicher Ebene die Wahrnehmung und Beurteilungphase, thematisiert die Herausforderungen des Älterwerdens und von älteren Menschen, die Gestaltung von sozialen Interaktionensetzt Bildungsangebote, die die geistige, psychische und physische mit ihnen sowie die Erwartungen an den eigenen Altersprozess undGesundheit erhalten und fördern. Als Vorausschau auf das „Europä- die persönliche Lebenssituation im Alter beeinflusst. Folglich muss03/2011 dreieck
  13. 13. El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng | 13das öffentliche Bewusstsein für den Nutzen von Bildung und Lernen bildungseinrichtungen Raum gegeben werden muss. Damit älterein allen Lebensphasen erhöht, ein differenzierteres Altersbild in den Menschen mitgestalten und mitentscheiden können, brauchen sieFokus gestellt sowie die Öffentlichkeit für die individuellen Anlie- Informationen, Transparenz sowie offene Kommunikationsstruk-gen und Bedürfnisse der älteren Bevölkerung sensibilisiert werden. turen, die dialogorientiert, bürgernah und barrierefrei sind. Es müs-Bildung ist dafür eine wesentliche Bedingung. sen Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit allen (älteren) Menschen unabhängig vom Bildungs- und Einkommensstand, vonDer „Spread Effect“ Geschlecht und der ethnischen Herkunft Teilhabe ermöglicht wird und ihr umfassendes Erfahrungswissen nicht verloren geht. Für äl-3. Bildung ist ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung tere MigrantInnen und sozial Benachteiligte sollen neue Formen der Teilhabe und Chancengleichheit von älteren des Zugangs zum Ehrenamt gefunden und unterstützt werden. MenschenErwachsenenbildung ist der Weg zu Partizipation und Mitgestaltungsowie zu Selbstverantwortung und Selbstbestimmung. Sie muss anden spezifischen Möglichkeiten und Motivationen, Entwicklungs-aufgaben und Lebenseinstellungen der jeweiligen Lebensphaseanknüpfen und entsprechende Angebote setzen. Ziele von Bildungim Alter sind die Sinnvermittlung, die Entwicklung von Rationalitätund Wissenschaftlichkeit und die Entfaltung von Kompetenzen zurReflexion und eigenständigen Urteilsbildung. Es geht um eine Er-weiterung der eigenen Welt, um die Vergrößerung eigener Hand- Grafik: A. Gruberlungsmöglichkeiten. Bildung im Alter steigert das physische undpsychische Wohlbefinden, fördert die soziale Integration, stärktKompetenzen und Selbstorganisation und hilft, ein positives ge-sellschaftliches Altersbild zu entwickeln. Sie ist zudem förderlich fürdie Antizipation und Verarbeitung kritischer Lebensereignisse und 5. Bildungsangebote müssen Lernen im alter, abersenkt Demenz- sowie Mortalitätsrisiko. Bildung beugt durch Aktivi- auch das „alter(n) Lernen“ ermöglichentät und Durchbrechung der alltäglichen Routine der Einsamkeit im Ältere Menschen müssen den vor ihnen liegenden neuen Lebens-Alter vor, sie erweitert den Interessensradius und begünstigt eine abschnitt mit Inhalten, Aufgaben und neuen Zielen füllen, eine Neu-positive Zukunftsorientierung. Ältere Menschen, die sich weiterbil- orientierung ist unabdingbar, doch woran? In den hoch individuali-den, engagieren sich eher ehrenamtlich, haben mehr Vertrauen in sierten Gesellschaften gibt es nicht nur einen großen Spielraum, daspolitische Institutionen, beteiligen sich eher an Unterschriftenakti- eigene Leben im Alter individuell zu gestalten, sondern auch einenonen und politischen Diskussionen. UND: Bildung hat auch „spread gewissen Zwang, diesen Spielraum zu nutzen, um soziales Lebeneffects“: Sie wirkt sich auch positiv auf das soziale Umfeld der Ler- und gesellschaftliche Teilhabe aufrecht zu erhalten. In Folge steigtnenden aus. Bildung im Alter kann jedoch nicht als Bringschuld der der Bedarf an qualitativ hochwertigen Bildungsangeboten, die ver-älteren Menschen gesehen, sondern muss als gesellschaftliche Ver- schiedenste Themenbereiche der nachberuflichen Lebensphasepflichtung wahrgenommen werden! behandeln, wobei die Vorbereitung auf diesen Lebensabschnitt schon lange vor der Pensionierung beginnen sollte. Den Prozess4. Ehrenamtliches Engagement älterer ist eine des Alterns zu bewältigen, bedeutet, die Veränderungen des ge- wertvolle Ressource für die Gesellschaft, die es sellschaftlichen Umfelds und die Veränderungen auf der individu- zu nutzen gilt ellen Ebene nachzuvollziehen und zu gestalten. Die EntwicklungSoziales Engagement sowie Bildung haben vielfältige positive einer eigenen Alter(n)skultur ist von großer Bedeutung. Bildung istAuswirkungen auf die Gesundheit und Lebenszufriedenheit von hierfür eine notwendige Bedingung. Sie gewährleistet die Selbstbe-älteren Menschen, was viele von ihnen dazu bewegt, sich ehren- hauptung auf einem derzeit noch alternsfeindlichen Arbeitsmarktamtlich zu engagieren. Vor allem Menschen mit höherem Bildungs- sowie die Vorbereitung auf selbst gewählte Lebensformen oder dieniveau wollen aktiv bleiben, sich persönlich weiterentwickeln, ihre Verfolgung von bereits während der Erwerbsphase gewählten au-Kompetenzen und ihr Wissen aus dem Erwerbsleben einbringen, ßerberuflichen Zielen.aber auch Entscheidungen treffen und gesellschaftliche Verände-rungen bewirken. Paradox dabei ist, dass Menschen im dritten Le- Das Institut für Seniorenbildung des Salzburger Bildungswerkes bie-bensabschnitt über eine bessere Lebensqualität und mehr Ressour- tet vielfältige Impulse für die nachberufliche Lebensphase, hilft, dencen als vor einigen Jahrzehnten verfügen, die Gesellschaft jedoch Übergang in diese Phase vorzubereiten und zu gestalten, themati-noch keine adäquate „Verwendung“ für sie gefunden hat. Die noch siert die Herausforderungen des Älterwerdens und setzt Bildungs-weitgehend ungenutzten Ressourcen und Potentiale älterer Men- angebote, die die geistige, psychische und physische Gesundheitschen stellen eine große Chance dar, denen auch in Erwachsenen- erhalten beziehungsweise fördern. (bh) dreieck 03/2011
  14. 14. 14 | E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildung GLOSSE Wenn Frauen Schule machen … greifend einseitig verteilt ist. Einseitig falsch verteilt ist. Dort, wo viel ist, bleibt viel, und dort, wo wenig ist, wird genommen. Eltern- mitarbeit heißt das dann. Von Lesefee bis Pedibus Aus diesem Anlass haben das Frauenbüro der Stadt Salzburg, die Stabsstelle für Chan- cengleichheit, Anti-Diskriminierung und Frauenförderung des Landes Salzburg und das Institut für Elternbildung im Salzburger Bildungswerk eine Erhebung an Salzburger Volksschulen durchgeführt, um GenaueresFoto: Fotolia zum tatsächlichen Ausmaß zu erfahren. Ne- ben ganz praktischen und verständlichen Praktiken, dass schon bei der Schulein- schreibung Mütter befragt werden, wie viel Wenn Frauen Schule machen, treffen wir sie nicht nur als Lehrerinnen sie mithelfen können und danach dann die und Direktorinnen, Reinigungskräfte, Büffethelferinnen, Hortpädagoginnen Klasseneinteilung erfolgt, um in jeder Klas- und Schulpsychologinnen, nein wir treffen sie auch in vielen anderen se genug mitarbeitende Mütter zu haben, Bereichen an, ohne die die Schule gar nicht mehr funktionieren könnte. gibt es auch ein lange Liste von Tätigkeiten, die hier von Frauen für die Schule erledigt W as Müttern hier abverlangt wird, am Vortag eine Stundenplanänderung für werden. bewegt sich in einem Rahmen den nächsten Morgen angekündigt wird der gerne unerwähnt bleibt, weil oder die Angst vor der Schule für ein Kind Zum Beispiel: dadurch ein neues Versagen unseres Schul- zur Qual wird. Von der (oft selbstverständ- 3 Mal wöchentlich Lesefee sein: zur Lese- 1 systems offenbart werden würde. Einem lich angenommenen) Aufgabenbetreuung förderung kommen jeweils 2 Mütter am System, das zwar (im europäischen Ver- zu Hause rede ich hier noch gar nicht. Die ist Vormittag 1 Stunde in die Schule und le- gleich) wahnsinnig viel Geld kostet, aber aber in vielen Schulen immer noch Voraus- sen mit den Kindern. leider nur unzulänglich funktioniert. Das setzung, um gut lernen zu können – wehe, 3 Mal wöchentlich gibt es „gesunde Jau- 1 hat mit dem beständigen Willen zum Ka- wer das nicht leisten kann. se“: eine Mutter bereitet die gesunde puttsparen zu tun, mit unflexiblen Syste- Jause für die ganze Klasse vor. Das heißt men, die es allen Beteiligten sehr schwer Im Jahr des Ehrenamtes sei es deswegen einkaufen, Brote schmieren, Gemüse und machen, die wichtigsten Ziele immer vor auch einmal erlaubt, auf die Aufgaben der Obst schneiden, nett herrichten und in Augen zu behalten: Dass es hier neugierige Mütter (und es sind leider überwiegend die Klasse transportieren, Reste und Ge- Kinder gibt, die lernen wollen, dass Lernen Mütter, auch wenn wir alle wissen, dass zu schirr wieder abholen. auch Spaß machen soll und dass am Ende jedem Kind zwei Elternteile gehören) hinzu- 3edibus: Mütter begleiten Kinder auf ge- P einer Schullaufbahn nicht der Widerwillen sehen, die so selbstverständlich sind, dass fährlichen Schulwegen. gegen Schule und Lernen übrigbleiben sie zur tatsächlichen Personalressource der 3usflugsbegleitung zu Lehrausgängen, A soll. Schulen mitgerechnet werden. Und hier ist ins Theater, ins Konzert, Exkursionen zur auch das Kernproblem im Ehrenamt ange- Post, auf den Bauernhof ... dauert den Frauenamt statt Ehrenamt siedelt: Wichtige soziale und Bildungs-Auf- ganzen Vormittag. Findet zwischen 5 bis Wer glaubt, mit Schulbeginn sind die Kin- gaben werden in das Ehrenamt verschoben 8 Mal pro Semester statt. der aus dem „Gröbsten raus“, erlebt spä- – und als Grund wird die Budget- und Ein- 3uchenbacken für den Elternsprechtag: 2 K testens nach der ersten Schulwoche eine sparungspolitik genannt. Die bei genauerer Mal im Jahr realistische Dusche: Wenn Kinder nach der ehrlicher Betrachtungsweise einfach nur 3uchen für die Geburtstagsfeier des Kin- K dritten Schulstunde schon zu Hause sind, verschleiert, dass das Geld schlicht und er- des in die Schule bringen. 03/2011 dreieck
  15. 15. El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng | 153almbuschenbinden und Adventkranz- P Relevant waren jedoch sowohl Herkunft als binden in der Klasse. 1 Mutter hilft in der auch Berufstätigkeit: Es wird eingeschätzt, Schule und alle Anderen bringen die Äste dass generell die meisten Eltern berufstätig und Zweige in die Schule. sind. Jene, die besonders aktiv sind, wer-3m Faschingsdienstag einen Beitrag fürs A den als in Teilzeit berufstätig angegeben, Buffet in die Schule bringen. manchmal auch als selbstständig oder in Brigitte Singer3u Weihnachten Kekse für die Weih- Z Berufen, in denen sie sich ihre Zeit frei ein- leitet das Institut nachtsfeier in die Schule bringen. teilen können. Manche Eltern würden sich für Elternbildung. Elternabende, Elternsprechtage3 aber auch extra für Lehrausgänge oder an- dere Projekte frei nehmen.Zusätzlich soll man auch noch jährlich die Einige Schulen gaben an, dass die Eltern- Festen und Schulfeiern. Die Elternmitarbeitkomplette Ausstattung für die Schule or- mitarbeit von den immer gleichen Eltern, hat also auch eine wichtige Bedeutung fürganisieren, mit den Kindern Verkehrser- d.h. von einer relativ kleinen Gruppe geleis- das Schulklima bzw. den Raum und dieziehung und den Schulweg üben, auf die tet werde. Meist sind das jene, die auch im Gemeinschaft, innerhalb deren die KinderFahrradprüfung lernen und üben, Faschings- Elternverein tätig sind bzw. als Elternvertre- lernen. Das Stundenausmaß „ersetzt“ imkostüme schneidern, Schulaufführungen terInnen einer Klasse auftreten. Das heißt, Durchschnitt eine volle Lehrkraft an jederbegleiten, Musikinstrumente besorgen und dass teilweise eine relativ kleine Gruppe an Schule, wenn man die Lehrverpflichtungfür Proben für Schulfeste vorbereiten, bei Menschen relativ stark durch die freiwillige mit 23 Wochenstunden annimmt.der Erstkommunion- und Firmvorbereitung Arbeit belastet wird.als Tischmütter mithelfen, Elternabende Das ist alles also selbstverständlich, weil die-besuchen, sich in Medienkompetenz schlau ohne Mami geht es nicht se Familien sich entschlossen haben, Kindermachen, im Elternverein an der Schule aktiv Einige Schulen gaben an, dass sie bestimmte zu haben. In der Folge heißt es dann: Sindsein, Schulabschlussfest, Buffet und Spiel- Aktivitäten nicht ohne die Unterstützung Sie diesen Monat schon mal ehrenamtlichstationen betreuen, Bücherflohmarkt in der der Eltern durchführen könnten. Am häu- bei der Müllabfuhr mitgefahren? Nein??Schule, Klassenelternvertreterin sein, und figsten wurden hier Lehrausgänge genannt, Dann tragen Sie sich bitte ein!und und. am zweithäufigsten Buffets, gefolgt von (BS)„Die Väter haben ja untertagseinen Beruf“Die Elternmitarbeit wird immer noch vor Aufgaben in der freiwilligen Elternmitarbeitallem von den Müttern geleistet. Fast alleSchulen geben hier ein Ungleichgewicht Erhebung an 21 Salzburger Volksschulen. als aufgaben, die von den Elternan, einige erwähnen einzelne mithelfende (unterstützend) übernommen werden, wurden folgende genannt:Väter extra. Dies ist offensichtlich aber auch Begleitung/Aufsicht bei Lehrausgängen/Ausflügen 19abhängig von der jeweiligen Tätigkeit: Die Mitorganisation von Schulveranstaltungen (z.B. Feste, Aufführungen etc.) 17Aktivitäten der Väter umfassen den Eltern- Buffets 12verein, einige Male auch den Posten des Mitarbeit im Elternverein und Organisation diverser Schulaktionen (Osternester,Obmannes, obwohl die restlichen Funkti- Adventkranz binden, Bastelabende, Öffentlichkeitsarbeit etc.) 10onen nur von Frauen ausgefüllt werden, Mithilfe bei Projekten (Lesenächte, Kulturprojekte, Multikulturelle Bibliothek etc.) 8Begleitungen bei Lehrausgängen sowie Projekt „Gesunde Jause“ 6immerhin zwei Mal eine eigene Erwähnung Gemeinsames Üben/Nachhilfe/Lernhilfe (z.B. LesepartnerInnenschaften) 6im Zusammenhang mit „Möbel bzw. Ti- Bereicherung des Unterrichts 4sche schleppen“. Außerdem kommen Väter Sportliche Aktivitäten 4ebenso wie Mütter in den Unterricht, um Administration/Ankauf/Organisation 4ihre Berufe vorzustellen. Generell schwin- Schulwegsicherung 3gen oft traditionelle Geschlechterrollenzu- Finanzielle Unterstützung 3weisungen mit, z.B. auch in der Aussage ei- Elternvertretung 3ner Direktorin „Die Väter haben ja untertags Möbel schleppen 2einen Beruf“ oder eines anderen Direktors, Teilnahme an Klassen-/Schulforen 2der meinte, dass besonders jene Frauen El-ternarbeit leisten würden, die es aufgrund Diese Aufzählung bzw. die Anzahl der Nennungen spiegelt aber natürlich nur teilweise die jeweilige Be- wusstheit für Bereiche der freiwilligen Elternmitarbeit wider und ersetzt keine realistische Darstellung derdes Berufs ihres Mannes nicht nötig hätten übernommenen Aufgaben bzw. ihrer Häufigkeit. Sie erhebt auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.zu arbeiten. dreieck 03/2011
  16. 16. 16 | Geme i n d e e nt w i c k l u ngSalzburger Gemeinden schaffen Orte derBegegnungWettbewerb derGemeindeentwicklung m Zsamma oSalzburg kem einsam. Gestalte n.N Gemeinden. Gem eue Impulse können Salzburgs Gemeinden, Städte und Regionen noch lebenswerter machen. DieMenschen, die hier leben und arbeiten,wissen am besten, welche Impulse zu mehr in einer Gemeinde ist, desto gesünder und Preisgelder von insgesamt 10.000 Euro ste-Lebensqualität führen können. Ihre Ideen glücklicher sind auch ihre BürgerInnen, des- hen bereit, um ausgezeichnete Ideen zusind es, die beim Wettbewerb „Zsammkem- to mehr Erfolg haben die Betriebe, desto unterstützen. Eine fachkundige Jury wirdma – Gemeinden.Gemeinsam.Gestalten.“ größer sind die Bildungschancen und desto die Einreichungen bewerten: Präs. Bgm.gefragt sind. Mit diesem Wettbewerb will geringer ist die Kriminalität. Gerade klei- Helmut Mödlhammer (Gemeindebund Ös-die Gemeindeentwicklung Salzburg den ne Städte und Dörfer zeichnen sich meist terreich), Mag. Ulrike Kendlbacher (Refe-sozialen Zusammenhalt in den Salzburger durch ein intensives und aktives Miteinan- ratsleiterin Familie und Generationen), Dr.Gemeinden stärken. der aus. Martin Weichbold (Universität Salzburg), Dr. Kriemhild Büchel-Kapeller (Büro fürIn einer Zeit abnehmenden Engagements Initiative engagierter Menschen Zukunftsfragen, Vorarlberg), Dr. Eva-Mariaund unverbindlicher werdender Bezie- und Begegnungsangebote im Kampel (Raiffeisenverband Salzburg) undhungen soll damit bewusst ein solidaritäts- Visier Dr. Anita Moser von der Gemeindeentwick-fördernder Akzent gesetzt werden. Der mo- „Gesucht werden Orte, Projekte, Initiativen, lung Salzburg.derne Lebensstil führt leider oft dazu, dass Ideen, die Begegnung jeglicher Art ermög-Beziehungen unverbindlicher werden, dass lichen und fördern“, informiert die für die Teilnehmen können alle SalzburgerinnenSolidarität und Engagement abnehmen. Wir Gemeindeentwicklung zuständige Landes- und Salzburger, öffentliche Einrichtungenkönnen aber auch anders, wir können durch rätin Tina Widmann, „Begegnung zwischen oder die Gemeinden selbst. Bis 1. März 2012unser Verhalten Sozialkapital gezielt fördern Alt, Jung, MigrantInnen, Ortsansässigen, haben Engagierte Zeit, ihre Ideen beim je-und vermehren. Wird der soziale Zusam- Zugezogenen, Beeinträchtigten, Anders- weiligen Gemeindeamt oder beim Stadt-menhalt gestärkt, festigt das nicht nur die denkenden“. „Infrastrukturelle Vorausset- teilverein einzureichen. (MiHa)Gesellschaft als Ganzes; auch die Gemeinde, zungen wie Sport-, Kultur- oder Freizeitstät-die Wirtschaft und jeder/jede Einzelne pro- ten begünstigen zwar soziale Netzwerkefitieren davon. Ein aktives Zusammenleben und Kommunikation“, meint Widmann,hat positive Auswirkungen auf die Gesund- „doch ein Platz, ein Raum oder Gebäude Weitere Infos und Einreichunterlagen:heit, die lokale Wertschöpfung (Nahversor- reicht nur in den wenigsten Fällen aus, um www.gemeindeentwicklung.atgung), steigert die Innovationsfähigkeit und Begegnung zu fördern“. Neben der räum- Alexander Glas MSc,bringt individuellen Nutzen für jede/n. Un- lichen Infrastruktur brauche es eine soziale Tel: 0662-872691-13,tersuchungen rund um den Erdball haben Infrastruktur und die Initiative engagierter alexander.glas@sbw.salzburg.atgezeigt: Je ausgeprägter der Zusammenhalt Menschen.03/2011 dreieck
  17. 17. G emei n deentw ick lu ng | 17Neues Leben in alten MauernLebensraum.Lebenstraum.GemeindeJahresschwerpunkt widmet sich dem Thema Architektur.J edes Jahr widmet sich die Gemeindeentwicklung einem ande- ren für Gemeinden und Bürgerinnen und Bürger interessanten Thema, heuer steht die Architektur im Mittelpunkt. Die Veranstaltungsserie, ein landesweites Leader-Projekt, gliedertsich in vier Themenbereiche: Gemeinden, Ortskerne, Landwirtschaftund zeitgenössisches Wohnen. Durch Impulsveranstaltungen, Se-minare, Exkursion, Schulprojekte und Ausstellungen soll den Men-schen der Wert historischer Bauten, des Orts- und Landschaftsbildes,die Verbindung alter und neuer Bauten sowie die Verantwortungfür die Erhaltung von Bauten und Räumen nähergebracht werden. Foto: Walter Schweinöster„Erhalten, was die Geschichte uns gebracht hat, aber das Adaptiertesichtbar machen – das ist ein Anspruch, der auf der einen Seitewünschenswert und notwendig ist, auf der anderen Seite aber nichtimmer leicht umzusetzen ist“, ist die für Gemeindeentwicklung res-sortzuständige Landesrätin Dr. Tina Widmann überzeugt.Im Rahmen der Auftaktveranstaltung eröffneten Tina Widmann, toren des Vereins Landluft geben mit den präsentierten BeispielenFranz Pospischil (Raiffeisen Salzburg) und Bgm. Helmut Mödlham- Anregungen für Gemeinden, ähnliche Wege in der Gestaltung ihresmer die Ausstellung „Baukultur-Gemeindepreis 2009“. Die Initia- Lebensraumes zu gehen. (MiHa) Neue Staffel „J.A.! Jung trifft Alt“ gestartet G enerationen kommen einander „J.A! Jung trifft Alt“ ist ein weiteres Projekt näher: 22 Jugendliche aus St. der sozialen Gemeindeentwicklung in Josef, dem Bundesgymnasium Salzburg – nach dem Generationendorf, Zaunergasse und Borromäum kümmern den „Bonusmodellen für freiwilliges sozi- sich seit Herbst aktiv um PatientInnen ales Engagement“ und dem Projekt „Altern der Gereatrie und um BewohnerInnen in guter Gesellschaft“. Es wurde gemein- der Seniorenpension am Schlossberg, im sam mit Praktikern aus der Arbeit mit Se- Albertus Magnus-Haus und in der ÖJAB- nioren entwickelt: Nach der Schule treffen Seniorenwohnanlage Aigen. sich Jugendliche mit älteren Menschen, Senioren und den Einrichtungen austau- machen Ausflüge, lesen ein Buch vor oder schen können. spielen ein Spiel – kurzum, sie verbringen „J.A.! Jung trifft Alt“ ist eine Initiative der Zeit mit ihnen. Die Jugendlichen werden Gemeindeentwicklung Salzburg in Koo- dafür durch Fachkräfte ausgebildet und peration mit den Salzburger Landeskli- erhalten somit die notwendigen sozialen, niken und youngCaritas Salzburg. Das kommunikativen und organisatorischen Projekt wird unterstützt vom Referat für Kompetenzen. Während des Einsatzes in Familien und Generationen des Landes den Senioreneinrichtungen nehmen die Salzburg, Erzdiözese Salzburg, SPAR Ös- Jugendlichen an Supervisionen teil, wo terreichische Warenhandels-AG und der Foto: GE sie sich über ihre Erfahrungen mit den Alpenmilch Salzburg Ges.m.b.H. dreieck 03/2011
  18. 18. 18 | Geme i n d e e nt w i c k l u ng Ein Herz für Hallein Fotos: Gemeindeentwicklung SalzburgGemeinschaft, Kommunikation und Integration fordern und fördern VON ANITA MEMMERA nfang des Jahres startete in Hallein können Halleiner und Halleinerinnen seit Das erste Projekt entstand in Rehhof, wo das Projekt „Ein Herz für Hallein“ Jänner ihre Vorschläge und Ideen, aber vor sich ein hoch motiviertes Team um Karin (wir berichteten im dreieck 01/2011 allem Eigeninitiativen deponieren. Kogler bildete und jeden 1. Donnerstag imdarüber). Diese Initiative ermutigt alle Be- Monat den „DOH-REH-TREFF“ im Pfarrzen-wohnerInnen Halleins, selbst gegen Ent- Ein regelmäßiger Herzschlag durch trum etablierte. Dieser hat sich zum Ziel ge-fremdung, Vereinsamung und Werteverlust viele Ideen setzt, Jung und Alt zusammenzuführen undaktiv zu werden. Zwischenmenschliche Nach anfänglich sehr zögerlichem Beginn weitere Aktivitäten ins Leben zu rufen. SoBrücken sollten gebaut werden, um wieder sind mittlerweile sehr interessante und entstand daraus die Initiative „I FÜR DI – DUmehr Nähe und Gemeinschaft spürbar wer- engagierte Initiativen eingegangen, die FÜR MI !“, ein Angebot für aktive Nachbar-den zu lassen. Zu diesem Zweck wurden in zum Teil bereits verwirklicht werden oder schaftshilfe, wo sich RehhoferInnen bereitHallein an zwölf verschiedenen Orten Brief- sich im Planungsstadium befinden. Einige erklären, diverse Dienste anzubieten, die siekästen aufgestellt, die von Schülern der HTL möchten wir Ihnen in dieser Ausgabe näher in eine Liste eintragen, die dann über dasgebaut und kreativ gestaltet wurden. Darin vorstellen. Pfarrblatt bekannt gemacht werden.03/2011 dreieck
  19. 19. G emei n deentw ick lu ng | 19 Gesellschaftsspiele, alte und neue Spiele, in ten wurde bereits von der Gemeinde zur verschiedenen Kleingruppen, an Tischen Verfügung gestellt. Auf mehr Verständnis oder am Boden oder fallweise draußen. zielt auch die Initiative von Brigitte Winkler Ebenfalls in Planung ist ein „ RADIO-CAFE“ ab: Sie möchte speziell für Menschen mit (voraussichtlich im Forsthaus). Hier sollen Migrationshintergrund kostenlose FÜH- einmal im Monat gemeinsam ausgesuchte RUNGEN durch die Stadt Hallein und dasEin Garten der Generationen Sendungen von Ö1 zum Nachdenken und Keltenmuseum anbieten.Weiters ist im evangelischen Pfarrgarten Diskutieren, aber auch zum Träumen anre-Hallein ein „GENERATIONENGARTEN“ ent- gen.standen, der von Esther Strodl betreut wird.Kinder und Jugendliche pflanzten bereits Ein Geben und NehmenGemüse und bastelten eifrig an einem Wei- Interessant ist auch das Projekt von Mag.denhaus und Insektenhotel. Nächstes Jahr Längle mit dem Titel „OFFENER BÜCHER-ist gemeinsam mit aktiven PensionistInnen SCHRANK“. Die Grundidee: Sie können Bü-das Anlegen einer Kräuterschnecke ge- cher nehmen – Sie können Bücher geben –plant. Ziel dieses Projektes ist es, Generati- Keine Anmeldung – Keine Kosten. Im Laufeonen zusammenzuführen um voneinander der Zeit sollte sich ein Ausgleich aus Gebenzu lernen. Aber auch das Fühlen, Probieren, und Nehmen einstellen. Der Bücherschrankmit allen Sinnen Werken und Schmecken sollte sich dann quasi autark erhalten. Diesessowie das Warten zu lernen, ob es wächst Projekt wurde bereits von der Stadtgemein-– und letztendlich die Wertschätzung der de Hallein bewilligt und befindet sich jetzteigenen Arbeit. in der Umsetzungsphase.Ein weiteres generationenverbindendes Für ein besseres Verständnis der unter-Projekt startete Martina Mathur. Sie grün- schiedlichen Religionen und Glaubensrich-dete das Spielefest „Spiel mit!“ im IKU. Hier tungen möchte Suzan Arrer gerne einentreffen sich Jugendliche, Kinder und Erwach- „GARTEN DES GLAUBENS“ gestalten, in demsene im lockeren Rahmen, um miteinander sich alle Glaubensrichtungen Halleins ein-zu spielen. Gespielt werden Brettspiele und bringen und präsentieren können. Ein Gar- Vor dem Sommer entstand noch eine net- te Herz für Hallein-Geschichte, geschrieben von Karoline Haunsperger, in der es um ein keltisches Koboldmädchen geht, deren Herz so eng mit Hallein verknüpft ist, dass ihr physischer und psychischer Zustand vom Leben und Treiben in der Stadt abhän- gig ist. Die ganze Geschichte ist nachzule- sen unter www.herzfuerhallein.at. Es heißt also gespannt sein, ob es möglich sein wird, Luan als Hallein-Maskottchen zu etablieren, damit sie besonders den Kin- dern das „Herz für Hallein“ öffnen kann und was sich aus den Ideen und Aktivitäten der HalleinerInnen noch alles entwickeln wird. Dr. Anita Memmer ist Initiatorin von „Ein Herz für Hallein“ und leitet gemeinsam mit Friedl Bahner das Bildungswerk in Hallein. dreieck 03/2011
  20. 20. 20 | E u ro p a u n d Po l i t i s che B ildung Olmütz Brünn Nikolsburg Freie Fahrt nach Mikulov Mähren, das „östliche Drittel“ Tschechiens, war Ziel einer Studienreise F rüher – vor dem Vertrag von Schengen oder gar zu Zeiten mit seinem malerischen Stadtbild, den Karstformationen, dem des „Eisernen Vorhangs“ – war der niederösterreichische Schloss, der Piaristenkirche und der Mariensäule. Grenzort Drasenhofen vor allem für lange Wartezeiten „be- Tagesziel war Olmütz (Olomouc), die fünftgrößte Stadt Tsche- rüchtigt“, Wartezeiten, die man in Kauf nehmen musste, wenn chiens, Bezirksstadt, Sitz eines Erzbistums, der zweitältesten man die Grenze zwischen Österreich und Tschechien bzw. der tschechischen Universität und eines der beiden tschechischen Tschechoslowakei passieren wollte. Obergerichte. Die Stadt war bis ins 17. Jahrhundert historisches Zentrum Mährens und hat heute eine bedeutende Stellung als Kontrollen gehören der Vergangenheit an, zügig erreichten die Handels-, Kultur- und Verwaltungszentrum. ReiseteilnehmerInnen des Katholischen Bildungswerks Berchtes- Olmütz war unser Standquartier. Von dort aus besuchten wir gadener Land und des Instituts für Europa im Salzburger Bil- den Marien-Wallfahrtsort Heiligenberg (Svatý Kopec ̌ek), Burg dungswerk einen ersten Höhepunkt ihrer Exkursion nach Mäh- Šternberk, Austerlitz (Slavkov) und den einstigen Sommersitz der ren: Mikulov (deutsch: Nikolsburg) am Rande des Wiener Beckens Olmützer Bischöfe, Kremsier (Kroměríž). Ein Tag gehörte Tsche- ̌ chiens zweitgrößter Stadt Brünn (Brno) mit ihrem markanten Blickfang, dem Dom St. Peter und Paul auf dem Berg Petrov. Das Bild der Brünner Altstadt bestimmen zwar zahlreiche Kirchen und geistliche sowie Adelspaläste, Brünn war ab 1918 aber auch ein wichtiges Zentrum moderner europäischer Architektur. Ein Beispiel dafür ist die Villa Tugendhat, der bedeutendste Bau von Ludwig Mies van der Rohe auf dem Kontinent. In Znaim (Znojmo), in schöner Lage über der Thaya, verabschie- deten wir uns von Mähren und erreichten nach kurzer Fahrt wie- der Niederösterreich. Wir bedanken uns herzlich bei PhDr. Oldrich Brenek, der uns die ̌ ̌ Sehenswürdigkeiten seiner Heimat mit sehr viel Engagement gezeigt hat. Wir danken ihm aber auch dafür, dass er uns die politische, wirtschaftliche und soziale Lage Tschechiens näher gebracht hat. Auch das „östliche Drittel“ unseres Nachbarlandes Ein besonderer Leckerbissen war ein Orgelkonzert in der St. Moritz- Tschechien, Mähren, ist uns nunmehr bekannt, eine interessante Kirche in Olmütz, zu dem Organist Karel Martínek (rechts) und Oldrich ̌ Brenek eingeladen hatten. ̌ Region, die es lohnt, besucht zu werden. (FT)03/2011 dreieck

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