Realität in der Mediengesellschaft: Ohne   Medienbildung nicht (be)greifbar    Prof. Dr. Petra Grell
I. Erkenntnisse     Gravierende Veränderungen     Perspektiven unterschiedlicher AkteureII. Herausforderungen
Ja            Nein                                     USA                                                     2010Quelle:...
USA                                                     2010Quelle: Retrevo Gadgetology Studies 2010, March 15
Regelmäßige Nutzung von Online-Communities   (Angaben in Prozent, n = 1.800)                              14-29 J.   30-49...
Nutzungsfrequenz Online-CommunitiesJugendliche (12-19 Jahre)Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Hg.): Jugend, I...
Internetnutzung Jugendlicher Annähernd die Hälfte der Zeit wird für Kommunikation verwendet (Communities, Messenger, Mails...
Mobiles Internet bei Jugendlichen auf dem VormarschErste Ergebnisse der JIM-Studie 2012Stuttgart, 23. Oktober 2012 – Handy...
225.000.000
Weltweit: 265.000.000
Rollenspiel-Welten für junge Erwachsene                      80.000.000                     100.000.000
VermessenDokumentieren Vergleichen  Vernetzen
ZwischenfazitBekannte PhänomeneNeue Phänomene   – Verhältnis zu      • digital erstellten Objekten      • Vermessen des Se...
Perspektiven unterschiedlicher Akteure                      Besorgte  Praxen  von Ki.                      Eltern     Poli...
Themen ab 2000Praxen Heranwachsender                  Besorgte Eltern …•   Handy & SMS                         •   Kostenf...
Themen ab 2000Politischer Diskurs    Politischer Diskurs   Politischer DiskursI (Wirtschaft)         II (Demokratie)      ...
Herausforderung Welche Fähigkeiten benötigen Heranwachsende und Erwachsene, um in einer von digitalen Medien durchdrungene...
Peukert, Helmut (2000): Reflexionen über die Zukunft von Bildung. In: Zeitschrift für Pädagogik, 46. Jg., H.4, S. 507-524,...
4 Themenfelder                                     •       Informationsverarbeitung und                                   ...
Partizipation/Teilhabe       –           Verbindungen       –           kreative Ausdrucksformen       –           kollabo...
Sind wir in der Lage, die Veränderungen und     Herausforderungen zu erkennen?
http://allekinos.pytalhost.com/kinowiki/images/19071204KinoSalonBamberg.jpgGesellschaft der Freunde des vaterländischen Sc...
•                                              •                                                                     Autom...
Ken Olson, Präsident von Digital Equipment Corp., 1977http://suite101.de/article/die-groessten-technologieirrtuemer-der-ge...
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Herausforderung• Das Social Web als Teil der normalen  Lebenswelt zu begreifen, in der und mit der  Menschen interagieren ...
Medienbildung, diedie medienbezogenen Phänomene und   Prozesse erkennen und reflektieren kann,die Spannung zwischen indivi...
pgrell@uni-potsdam.dehttp://www.uni-potsdam.de/db/grellblog/
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  1. 1. Realität in der Mediengesellschaft: Ohne Medienbildung nicht (be)greifbar Prof. Dr. Petra Grell
  2. 2. I. Erkenntnisse Gravierende Veränderungen Perspektiven unterschiedlicher AkteureII. Herausforderungen
  3. 3. Ja Nein USA 2010Quelle: Retrevo Gadgetology Studies 2010, March 15
  4. 4. USA 2010Quelle: Retrevo Gadgetology Studies 2010, March 15
  5. 5. Regelmäßige Nutzung von Online-Communities (Angaben in Prozent, n = 1.800) 14-29 J. 30-49 J. 50-69 J. Ab 70 J.Online-Communitiesnutzen, mindestens einmal 71% 28% 14% 9%wöchentlich Quelle: ARD/ZDF Online-Studie 2011
  6. 6. Nutzungsfrequenz Online-CommunitiesJugendliche (12-19 Jahre)Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Hg.): Jugend, Information (Multi-) Media.Basisuntersuchung zum Medienumgang 12-19jähriger. Stuttgart 2011
  7. 7. Internetnutzung Jugendlicher Annähernd die Hälfte der Zeit wird für Kommunikation verwendet (Communities, Messenger, Mails, Chatten) Kommunikation 44% Spiele Unterhaltung InformationssucheMedienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Hg.): Jugend, Information (Multi-) Media.Basisuntersuchung zum Medienumgang 12-19jähriger. Stuttgart 2011
  8. 8. Mobiles Internet bei Jugendlichen auf dem VormarschErste Ergebnisse der JIM-Studie 2012Stuttgart, 23. Oktober 2012 – Handys und Smartphones haben ihre wichtigeRolle als Alltagsbegleiter Jugendlicher weiter ausgebaut. Insgesamt 96Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen besitzen ein eigenes Handy, über 80Prozent nutzen es täglich. Dabei spielt die mobile Internetnutzung eineimmer größere Rolle. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl derJugendlichen, die regelmäßig mit dem Handy ins Internet gehen, auf40 Prozent verdoppelt. Und auch die Verbreitung von Smartphones nimmtrapide zu, fast jeder Zweite zwischen 12 und 19 Jahren besitzt mittlerweileein solches Gerät – beinahe doppelt so viele wie vor einem Jahr. Dies sinderste Ergebnisse der JIM-Studie 2012.Pressemitteilung mpfs, PM 4/12http://www.mpfs.de/fileadmin/JIM-pdf12/PM4_JIM2012_231012.pdf(Die JIM-Studie 2012 wird am 30. November 2012 erscheinen.)
  9. 9. 225.000.000
  10. 10. Weltweit: 265.000.000
  11. 11. Rollenspiel-Welten für junge Erwachsene 80.000.000 100.000.000
  12. 12. VermessenDokumentieren Vergleichen Vernetzen
  13. 13. ZwischenfazitBekannte PhänomeneNeue Phänomene – Verhältnis zu • digital erstellten Objekten • Vermessen des Selbst • Dokumentationen des Flüchtigen über die Zeit – Pluralität und Parallelität
  14. 14. Perspektiven unterschiedlicher Akteure Besorgte Praxen von Ki. Eltern Politischer u. Jgdl. Diskurs Medien- Forschung Medienpäd. Praxiskonzepte Wissen- schaftlicher Mediendidaktik und E-Learning Diskurs
  15. 15. Themen ab 2000Praxen Heranwachsender Besorgte Eltern …• Handy & SMS • Kostenfalle• Chaträume und eigene Homepages • Narzisstische Selbstentblößung• Computerspiele • Gefahr des sexuellen Missbrauchs• Tabuisierte Inhalte • Abstumpfung durch Gewalt und• Foto- oder Videobeweis des Tuns Ego-Shooter und Seins mittels Handy (u.a. • Verrohung durch Pornographie Gewalt „Happy Slapping“) • Mobbing & Cyberbullying• Spiel-Gemeinschaften: Gilden & Clans in MMORPG • Sucht / Abhängigkeit• Themen-Austausch: Foren • Datenmissbrauch• Tauschbörsen (Musik, Kinofilme) • Verlust der Privatheit• Communities (schülerVZ, facebook)• Youtube-Stars • „Verschwendung von Lebenszeit“
  16. 16. Themen ab 2000Politischer Diskurs Politischer Diskurs Politischer DiskursI (Wirtschaft) II (Demokratie) III (Gefahr)• Computer- • Erstaunen über • Gefahren des kenntnisse als Einfluss der Internets (Cyber- Rüstzeug „ominösen Abwehr-Zentrum) moderner Netzgemeinde“, • Amoklauf Arbeitnehmer Wikileaks, (Gewaltspiel,• Urheberrechts- Doktorarbeiten- Internetgeburt) verletzung via Plagiate • Pädophilie- Tauschbörsen • Erstaunen über Netzwerke (Musik- und Instrumente in „Internetsperren“ Filmindustrie) Demokratie- • Datenschutz und bewegungen Datenmissbrauch (Iran, Ägypten) • Hacker-Attacken
  17. 17. Herausforderung Welche Fähigkeiten benötigen Heranwachsende und Erwachsene, um in einer von digitalen Medien durchdrungenen Welt verantwortlich mitgestalten zu können?
  18. 18. Peukert, Helmut (2000): Reflexionen über die Zukunft von Bildung. In: Zeitschrift für Pädagogik, 46. Jg., H.4, S. 507-524, hier: S. 509
  19. 19. 4 Themenfelder • Informationsverarbeitung und Wissensgenerierung • Kommunikation und Kooperation • Identität und Orientierung • Digitale Wirklichkeit und produktives HandelnSchelhowe et al. (2009): Kompetenzen in einer digital geprägten Kultur. Medienbildung für diePersönlichkeitsentwicklung, für die gesellschaftliche Teilhabe und für die Entwicklung vonAusbildungs- und Erwerbsfähigkeit. Berlin. http://www.bmbf.de/pubRD/kompetenzen_in_digital_kultur.pdf
  20. 20. Partizipation/Teilhabe – Verbindungen – kreative Ausdrucksformen – kollaboratives Problemlösen – In Umlauf bringen/haltenJenkins, Henry: Confronting the Challenges of a Participatory Culture . Media Education vor the 21st Century. MIT Press 2009
  21. 21. Sind wir in der Lage, die Veränderungen und Herausforderungen zu erkennen?
  22. 22. http://allekinos.pytalhost.com/kinowiki/images/19071204KinoSalonBamberg.jpgGesellschaft der Freunde des vaterländischen Schul- und Erziehungswesens zu Hamburg(Hrsg.), Bericht der Kommission für "Lebende Photographien" erstattet am 17. April1907 und im Auftrage des Vorstandes bearbeitet von C. H. DANNMEYER, Hamburg, Mai1907. Reprint: Hamburg 1980. S. 29, zitiert nach Helmut H. Diederichs: Frühgeschichtedeutscher Filmtheorie Ihre Entstehung und Entwicklung bis zum Ersten Weltkrieg.Frankfurt 1996, S. 25f. (Online: http://www.asw.fh-dortmund.de/diederichs/pdfs/habil.pdf )
  23. 23. • • Automobile • Fernseher http://suite101.de/article/die-groessten-technologieirrtuemer-der-geschichte-a67623Bild Telefon: Flickr-User: sgroi CC-by-nc-sa http://www.flickr.com/photos/sgroi/4270718615/Bild Autos: Flickr User: deflam CC-by-nc “ http://www.flickr.com/photos/freeparking/502609973/Bild TV: Flickr-User: Susan E. Adams CC-by-nc-sa http://www.flickr.com/photos/susanad813/4167385353/
  24. 24. Ken Olson, Präsident von Digital Equipment Corp., 1977http://suite101.de/article/die-groessten-technologieirrtuemer-der-geschichte-a67623
  25. 25. •••••
  26. 26. Herausforderung• Das Social Web als Teil der normalen Lebenswelt zu begreifen, in der und mit der Menschen interagieren » Mitmenschliches, verantwortliches Handeln• Allen, insbesondere Heranwachsenden, Chancen zu eröffnen, sich diesen Möglichkeitsraum umfassend zu erschließen » Technik für menschliche Interessen einsetzen » Aufmerksamkeit für bildungsferne Personen• Aufmerksamkeit für die gesellschaftlichen Veränderungen und deren erziehungswissenschaftliche Reflexion
  27. 27. Medienbildung, diedie medienbezogenen Phänomene und Prozesse erkennen und reflektieren kann,die Spannung zwischen individueller Entfaltung und Artikulation der Person und gesellschaftlicher Anforderung und Zuschreibung aufnehmen kann,die sich historisch gewachsenen, gesellschaftlichen Situation bewusst ist und mit Blick auf die Zukunft handeln kann.
  28. 28. pgrell@uni-potsdam.dehttp://www.uni-potsdam.de/db/grellblog/

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