Grampositive Sporen bildende
Stäbchen
Erreger: Clostridien
= grampositive, stäbchenförmige nur
anaerobe (unter Abwesenheit...
Erkrankungen
• Clostridium perfringens - Gasbrand
• Clostridium tetani – Tetanus  bilden
Neurotoxine
• Clostridium botuli...
Erreger, Epidemiologie Übertragung
und IKZ
Erreger: Clostridium perfringens
Epidemiologie: weltweites Vorkommen
Übertragun...
Krankheitsbild
21.09.2015
Beuchert, Glaser Präsentationen zum
Hygieneskriptum 2015
4
• Mit Toxinen und Enzymen penetrieren und vernichten die
Clostridien gesundes Muskelgewebe, um anaerober
Verhältnisse zu s...
Therapie
• Therapie: Wundöffnung, um Sauerstoff zuzuführen, hoch
dosierte Antibiotikatherapie,
manchmal Amputation erforde...
Tetanus (Wundstarrkrampf)
21.09.2015
Beuchert, Glaser Präsentationen zum
Hygieneskriptum 2015
7
Erreger
• Erreger: Clostridium tetani
• Epidemiologie: lt. WHO rechnet man weltweit mit ca. einer
Million Todesfälle (Nabe...
Übertragung und IKZ
• Übertragung: Als Folge von Bagatellverletzungen
(z.B. durch Holzsplitter, rostige
Nägel, Rosendornen...
Krankheitsbild
• Frühsymptome  Mattigkeit und schnelles
Ermüden der Kaummuskulatur
• Licht- und Lärmempfindlichkeit, Schl...
• https://youtu.be/uWQpTV0pYV8
• https://youtu.be/hGe1JKV2AwY
21.09.2015
Beuchert, Glaser Präsentationen zum
Hygieneskript...
Diagnostik, Therapie, Prophylaxe
Diagnostik: typische Symptomatik, Toxinbestimmung (evtl.
Tierversuch mit Patientenblut)
B...
Botulismus
(Lebensmittelvergiftung)
21.09.2015
Beuchert, Glaser Präsentationen zum
Hygieneskriptum 2015
13
Erreger, Übertragung, IKZ:
Erreger: Clostridium botulinum, gram positive, anaerobe,
gasbildende, bewegliche Stäbchen, die ...
Krankheitsbild, Diagnose,
Therapie, Prophylaxe
Krankheitsbild: Sehstörungen (Doppelbilder), Mundtrockenheit,
Schluck- und ...
Antibiotika assoziierte Kolitis
Erreger, Epidemiologie
Erreger: Clostridium difficile
Nach und während einer Antibiotikatherapie - „Antibiotikatherapie-
a...
Übertragung, IKZ und Krankheitsbild
Übertragung: Ausscheidung des Erregers über den Stuhl des Menschen die
Übertragung fäk...
Diagnostik, Therapie, Komplikationen
Diagnostik: Stuhlprobe
Therapie: nach Absetzen der Antibiotika
Substitution von Wass...
Zu beachten:
• Gefährdet sind Personen ab dem 65. Lebensjahr, nach
gastrointestinalen Eingriffen und Personen die im gleic...
Milzbrand - Erreger
Erreger:
Bacillus anthracis, Gram positiv, bildet Sporen, aerob
(bis zu 70 Jahre lebensfähig)
Epidemiologie, Übertragung
und IKZ
Epidemiologie: seltene Erkrankung, Personen in der
Landwirtschaft bzw. im Umgang mit Ti...
21.09.2015
Beuchert, Glaser Präsentationen zum
Hygieneskriptum 2015
23
Je nach Eintrittspforte der Sporen
3 Krankheitsbilder
21.09.2015 24
Beuchert, Glaser Präsentationen zum
Hygieneskriptum 20...
Diagnose, Therapie…
Diagnose: mikroskopisch, der Erreger ist in
Körpersekreten (Abstrich),
Blut, Stuhl und abgehusteten Br...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

5. Stunde grampositive Sporen bildende Stäbchen

545 Aufrufe

Veröffentlicht am

Stunde 5 - grampositive Sporen bildende Stäbchen

Veröffentlicht in: Gesundheit & Medizin
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
545
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
4
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
0
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

5. Stunde grampositive Sporen bildende Stäbchen

  1. 1. Grampositive Sporen bildende Stäbchen Erreger: Clostridien = grampositive, stäbchenförmige nur anaerobe (unter Abwesenheit von O2) wachsende, Sporen bildende Bakterien. Sie gehören zu den normalen Darmbewohnern, können aber unter bestimmten Bedingungen schwere Krankheitsbilder hervorrufen. Kommen überall in der Umwelt, besonders in der Erde vor. 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 1
  2. 2. Erkrankungen • Clostridium perfringens - Gasbrand • Clostridium tetani – Tetanus  bilden Neurotoxine • Clostridium botulinum – Botulismus • Clostridium difficile – pseudomembranöse Colitis 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 2
  3. 3. Erreger, Epidemiologie Übertragung und IKZ Erreger: Clostridium perfringens Epidemiologie: weltweites Vorkommen Übertragung: Infektion ist vor allem bei Verkehrsunfällen mit Quetschung der Muskulatur und tiefen Wunden zu erwarten, wenn keine rechtzeitige chirurgische Bereinigung möglich ist. Gasbranderreger gehören auch zur physiologischen Darmflora, hier kann es z.B. nach Dickdarmoperationen zu einer Erkrankung kommen. IKZ: bis zu 3 Tagen 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 3
  4. 4. Krankheitsbild 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 4
  5. 5. • Mit Toxinen und Enzymen penetrieren und vernichten die Clostridien gesundes Muskelgewebe, um anaerober Verhältnisse zu schaffen. • Nach einer kurzen IKZ kommt es zum Auftreten von starken Schmerzen, dunkelgefärbter Entzündung und zur Gasbildung (CO2) im Gewebe, das sich durch leises „Knistern“ äußert (Hautemphysem). • Es folgt ein schnell fortschreitender Muskelzerfall  Bewusstsein bleibt erhalten. Krankheitsbild 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 5
  6. 6. Therapie • Therapie: Wundöffnung, um Sauerstoff zuzuführen, hoch dosierte Antibiotikatherapie, manchmal Amputation erforderlich, Sauerstoffüberdrucktherapie in einer Druckkammer. • Zu beachten: ca. 50%ige Letalität 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 6
  7. 7. Tetanus (Wundstarrkrampf) 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 7
  8. 8. Erreger • Erreger: Clostridium tetani • Epidemiologie: lt. WHO rechnet man weltweit mit ca. einer Million Todesfälle (Nabeltetanus) 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 8
  9. 9. Übertragung und IKZ • Übertragung: Als Folge von Bagatellverletzungen (z.B. durch Holzsplitter, rostige Nägel, Rosendornen, Kratz-, Schürf- und Bisswunden) – Sporen dringen in die Wunde ein, beginnen dort mit der Toxinproduktion. • Inkubationszeit: 2-14 Tage (Schwankungen möglich) 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 9
  10. 10. Krankheitsbild • Frühsymptome  Mattigkeit und schnelles Ermüden der Kaummuskulatur • Licht- und Lärmempfindlichkeit, Schluckstrg. • Tod durch Atemlähmung Risus sardonicus Opisthotonus 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 10
  11. 11. • https://youtu.be/uWQpTV0pYV8 • https://youtu.be/hGe1JKV2AwY 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 11 Videos Tetanus
  12. 12. Diagnostik, Therapie, Prophylaxe Diagnostik: typische Symptomatik, Toxinbestimmung (evtl. Tierversuch mit Patientenblut) Behandlung: Antitoxin, evtl. Antibiotika, großzügige chirurgische Wundexzision, Dauerrelaxation und Dauernarkose mit künstlicher Beatmung Prophylaxe: aktive Grundimmunisierung und Auffrischungsimpfung Zu beachten: 25 – 70% hohe Letalität, schlechte Prognose 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 12
  13. 13. Botulismus (Lebensmittelvergiftung) 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 13
  14. 14. Erreger, Übertragung, IKZ: Erreger: Clostridium botulinum, gram positive, anaerobe, gasbildende, bewegliche Stäbchen, die sehr resistente Sporen bilden. Botulinumtoxin  Neurotoxin - gehört zu den giftigsten Substanzen. Übertragung: orale Aufnahme des Toxins (Vorsicht bei bombierten Konservendosen) IKZ: wenige Stunden bis Tage, je nach Menge des Toxins 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 14
  15. 15. Krankheitsbild, Diagnose, Therapie, Prophylaxe Krankheitsbild: Sehstörungen (Doppelbilder), Mundtrockenheit, Schluck- und Sprechschwierigkeiten, schlaffe Lähmungen, schließlich Tod durch Atemlähmung Diagnose: Toxinnachweis in Speiseresten und Magensaft Therapie: Antitoxin bereits bei Verdacht, Magenspülung – wenn die Nahrungsaufnahme noch nicht zu lange her ist. Prophylaxe: Ausreichendes Erhitzen der Konservendosen Zu beachten: Medizinische Bedeutung 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 15
  16. 16. Antibiotika assoziierte Kolitis
  17. 17. Erreger, Epidemiologie Erreger: Clostridium difficile Nach und während einer Antibiotikatherapie - „Antibiotikatherapie- assoziierte Diarrhoe“, oder schlimmer eine pseudomembranöse Kolitis  prinzipiell jedes Antibiotikum als Auslöser denkbar. Epidemiologie: Vorkommen weltweit im Darm von Mensch und Tier. Ca. 3 % der Bevölkerung und 20-40% der Krankenhauspatienten  Träger des Erregers ohne Symptome. Unter AB-Therapie  massiven Vermehrung von Cl. difficile Freisetzung darmwandschädigender Toxine. In den letzten Jahren Anstieg der Cl. difficile assoziierter Diarrhoe. Dabei ist ein besonders gefährlicher neuer Stamm mit vermehrter Toxinbildung  dadurch bedingte höherer Virulenz und Letalität. 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 17
  18. 18. Übertragung, IKZ und Krankheitsbild Übertragung: Ausscheidung des Erregers über den Stuhl des Menschen die Übertragung fäkal-oral, entweder direkt als Kontaktübertragung von Mensch zu Mensch bzw. indirekt über Flächen oder Gegenstände, die mit Sporen kontaminiert sind. Hohe Infektiosität! IKZ: 1-3 Tage (die Symptomatik kann auch erst nach 1-2 Wochen nach Absetzten des Antibiotikums auftreten) Krankheitsbild: Das Spektrum der Krankheitserscheinungen reicht von einigen, wässrigen, kurz dauernden Durchfällen bis zu einer schweren mit starken Bauchschmerzen einhergehenden blutigen Durchfallerkrankung und manchmal Fieber. 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 18
  19. 19. Diagnostik, Therapie, Komplikationen Diagnostik: Stuhlprobe Therapie: nach Absetzen der Antibiotika Substitution von Wasser und Elektrolyten Komplikation: Darmperforation, Sepsis, toxisches Megacolon, Peritonitis 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 19
  20. 20. Zu beachten: • Gefährdet sind Personen ab dem 65. Lebensjahr, nach gastrointestinalen Eingriffen und Personen die im gleichen Zimmer mit Patienten mit Cl. difficile-Erkrankung liegen. • Personen sind insbesondere während der akuten Erkrankung ansteckungsfähig. • Sorgfältige Beachtung der Hygieneregeln und Maßnahmen zur Händedesinfektion  auch noch ein bis zwei Wochen nach Absetzen des Antibiotikums (HD und anschließend Hände waschen) 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 20
  21. 21. Milzbrand - Erreger Erreger: Bacillus anthracis, Gram positiv, bildet Sporen, aerob (bis zu 70 Jahre lebensfähig)
  22. 22. Epidemiologie, Übertragung und IKZ Epidemiologie: seltene Erkrankung, Personen in der Landwirtschaft bzw. im Umgang mit Tieren sind gefährdet. Übertragung: Infektion des Menschen kommt fast immer durch Kontakt mit infizierten Tieren oder Tierprodukten (Milch, rohes Fleisch, Felle, Wolle, Borsten) IKZ: bis mehrere Wochen 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 22
  23. 23. 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 23
  24. 24. Je nach Eintrittspforte der Sporen 3 Krankheitsbilder 21.09.2015 24 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 • Hautmilzbrand – 90 % der menschlichen Infektion – über kleine Hautverletzungen  kleiner, schwarzer, nicht schmerzhafter, nekrotischer Defekt (Pustula maligna) kann entweder ausheilen oder zur Sepsis führen. • Lungenmilzbrand – nach Inhalation des Erregers (nach dem Ausschlagen von mitgebrachten Fellen aus Afrika) kann eine schwere hämorrhagische Pneumonie entstehen • Darmmilzbrand – Aufnahme des Erregers durch Nahrungsmittel entsteht eine schwere hämorrhagische Enteritis
  25. 25. Diagnose, Therapie… Diagnose: mikroskopisch, der Erreger ist in Körpersekreten (Abstrich), Blut, Stuhl und abgehusteten Bronchialschleim nachweisbar Therapie: Antibiotika, v.a. Penicillin, unbehandelt letal Zu beachten: Aktualität besitzen die Milzbranderreger aus militärischen Gründen - Biowaffen 21.09.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2015 25

×