14. stunde pilze

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Pilze

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14. stunde pilze

  1. 1. PILZE • Pilze eigenständige Lebewesen • Vielfältige und ungewöhnliche Formen detaillierte Darstellung der Arten nicht möglich • Die Vermehrung erfolgt geschlechtlich (verschieden geschlechtliche Sporen), häufiger ungeschlechtlich (Pilzsporen werden über z.B. Wind verbreitet) • Pilze besitzen einen Zellkern, können als Hyphe (einzelner Pilzfaden) oder als Spore vorliegen 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 1
  2. 2. PILZE • Pilze führen zu Veränderungen in Lebensmitteln (Käse, Brot, Bier) und werden zur Medikamentenherstellung herangezogen (Penicillin). A. Fleming (1945 Penicillin) • eine geringe Zahl der 100.000 Arten sind menschenpathogen. 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 2
  3. 3. • Pilzinfektionen(Mykosen)  besondere Bedeutung bei abwehrgeschwächten Menschen (opportunistische Infektionen)
  4. 4. Begünstigende Faktoren für eine Pilzerkrankung o Lebensalter (alte Menschen, Säuglinge) o Stoffwechselerkrankungen o Verbrennungen o Abwehrschwäche  Aids o Bösartige Neubildungen  Lymphome, Leukämie, Krebs o Immunsuppressive Therapie Kortison, Zytostatika 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 4
  5. 5. Einteilung und Übersicht bedeutsamer Pilze • Hefepilz(Sprosspilz)  Candida • Schimmelpilz  Aspergillus • Hautpilz Dermatophyten • Pneumocystis Jiroveci 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 5
  6. 6. Sprosspilz (Hefepilz) 2 Krankheitsbilder Candida (Candidiasis, Soor) • Erreger: Candida albicans (gehören teilweise zur gesunden Darmflora) Kryptokokkose • Erreger: Cryptokokkus Neoformans 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 6
  7. 7. Sprosspilz (Hefepilz) Epidemiologie Candida (Candidiasis, Soor) • Epidemiologie: weltweites Vorkommen, häufigste Ursache für opportunistische Mykosen weltweit Kryptokokkose • Epidemiologie: weltweites vorkommen, sehr häufig im Taubenkot Taubenzüchter sind besonders gefährdet 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 7
  8. 8. Candida (Candidiasis, Soor) • Übertragung: physiologischer Pilz des Respirations-u.Genitaltrakts, sowie der Haut  endogene Infektion bei Resistenzminderung • IKZ: endogene Infektion (abhängig von Abwehrlage) Kryptokokkose • Übertragung: Vogelmist  Aufnahme durch Einatmen • IKZ: nicht genau bekannt 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 8 Sprosspilz (Hefepilz) Übertragung, IKZ
  9. 9. Candida (Candidiasis, Soor) • Krankheitsbild: Leitsymptom  typische weißliche, samtartige Schleimhautbeläge Erkrankungen der Mundschleimhaut: Rhagaden Kryptokokkose • Krankheitsbild: Die Kryptokokkose kommt nur bei Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand vor, Symptome einer Lungeninfektion, Meningitis Ist das ZNS betroffen meist letal! 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 9
  10. 10. Candida (Candidiasis, Soor) • Erkrankungen der Genitalorgane: Vulvitis, Kolpitis, Balanitis Juckreiz und Ausfluss • Erkrankungen der Haut: • Interdigitalmykose, Windeldermatitis • Generalisierte Organ-Candidose lebensbedrohlich 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 10
  11. 11. Candida (Candidiasis, Soor) • Diagnostik: Kultur, Mikroskop, Serologie • Therapie: Antimykotika Kryptokokkose • Diagnostik: direkter Erregernachweis im Bronchialsekret oder Liquor • Behandlung: Antimykotika 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 11
  12. 12. Pilz unter dem Mikroskop 12
  13. 13. Schimmelpilze Schimmelpilze besiedeln im Allgemeinen abgestorbene pflanzliche und tierische Stoffe. Nur wenige Arten besitzen eine medizinische Bedeutung z.B. Aspergillus 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 13
  14. 14. Aspergillose Erreger: Aspergilluspilz, v.a. Aspergillus fumigatus 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 14 im Lichtmikroskop bei 400-facher Vergrößerung
  15. 15. Aspergillose Epidemiologie, Übertragung, IKZ Epidemiologie: In der Umwelt weit verbreitet, kommen auf Pflanzen und in der Erde von Topfblumen, aber auch in Tapeten und Mauerwerk vor. Übertragung: Sporen werden über die Atemluft aufgenommen und können bis in die Alveolen vordringen Inkubationszeit: Tage bis Wochen 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 15
  16. 16. Aspergillose - Krankheitsbilder . 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 16 Krankheitsbilder • Patienten mit chronischen Bronchitiden, Tuberkulose oder nach immunsuppressiver Therapie erkranken bevorzugt. • Lunge/ Nasennebenhöhlen kann sich eine tumorähnliche Struktur (Aspergillom) ausbilden  nicht invasive Aspergillose (Verwechslung mit Karzinom möglich) Pneumonien • Einige Aspergillusarten produzieren ein Mykotoxin, das Aflatoxin  besitzt leberschädigende Wirkung, kann krebsauslösend sein (Nüsse, verschiedene Getreidesorten) • Invasive Aspergillose, die häufig die Lunge befällt und sich über die Blutgefäße ins Zentralnervensystem ausbreitet häufige Komplikation bei AIDS • Allergische Bronchopneumopathie mit Asthma bronchiale
  17. 17. Aspergillose Diagnostik, Behandlung, zu beachten • Diagnostik: Bronchialspülungen oder Broncho- skopie, Antikörperbestimmung im Blut • Therapie: Antimykotika • Zu beachten: Keine Topfpflanzen im Krankenhaus 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 17
  18. 18. Dermatophyten Diese sind in der Lage, Hornhaut aufzulösen und somit eine der häufigsten Ursachen von Infektionskrankheiten der Haut. Erreger: Dermatophyten  Fadenpilze 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 18
  19. 19. Dermatophyten Epidemiologie, Übertragung Epidemiologie: Pilz kommt weltweit vor Übertragung: erhöhte Exposition in Schwimmbad und Sauna, bei starkem Schwitzen, Hautfalten (mangelndes Trockenhalten der Haut), langes Tragen von Turnschuhen 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 19
  20. 20. Dermatophyten-Krankheitsbilder die Erkrankung wird als Tinea bezeichet Tinea capitis Pilzerkrankung der behaarten Kopfhaut Tinea corporis Hautpilzerkrankung Tinea unguium(Onchomykose)  Nagelpilzerkrankung 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 20 Tinea pedum Fußpilzerkrankung
  21. 21. Dermatophyten Diagnostik und Therapie Diagnostik: klinisches Bild Therapie: Antimykotika, sehr hartnäckig und schwer zu behandeln 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 21
  22. 22. Pneumocystis jiroveci (früher Pneumocystis carinii – früher den Protozoen zugeordnet) Erreger: Pneumocystis jiroveci (nach Otto Jirovec benannt) - wird heute den Schlauchpilzen zugeordnet. 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 22 Es konnte gezeigt werden, dass der im Menschen vorkommende Krankheitserreger sich von dem in Ratten entdeckten Pneumocystis carinii unterscheidet
  23. 23. Pneumocystis jiroveci Epidemiologie, IKZ, Übertragung • Epidemiologie: ubiquitär, infiziert die meisten Menschen während der Kindheit • IKZ: 10-30 Tage • Übertragung: aerogen, Gesunde erkranken nicht 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 23
  24. 24. Pneumocystis jiroveci Krankheitsbild • Krankheitsbild: beginnt häufig schleichend mit trockenem Husten und immer stärker werdender Dyspnoe, ev. Fieber Es kann zu atypischer Pneumonie kommen, besonders bei Immundefekten  oft Erstmanifestation einer opportunistischen Infektion bei HIV-Infizierten, Tumorpatienten und Immunsupprimierten. Pneumonie bei unreifen Neugeborenen. 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 24
  25. 25. Pneumocystis jiroveci Diagnose, Therapie, Prophylaxe • Diagnostik: Röntgen oft unauffällig typische Symptomatik Bronchiallavage mit mikrobiologischer Diagnostik. • Therapie: Antibiotikum über drei Wochen, unbehandelt letal. • Prophylaxe: Bei HIV-Infizierten und an Aids erkrankten Personen (Antibiotika) 05.10.2015 Beuchert, Glaser Präsentationen zum Hygieneskriptum 2014 25

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