Inhalt

Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ix
      ...
Die Arbeitsumgebung speichern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .                    30
      ...
Porträts mit Filtern verbessern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
      Bildrauschen ...
Kapitel 10
                Masken und Transparenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 169
              ...
KAPITEL    3




                                                                                                         ...
Werkzeugfamilien


                                                Auswahlwerkzeuge
                                      ...
Werkzeugfamilien

Tabelle 3-1. Übersicht über alle Werkzeuge in GIMP (Fortsetzung)
 Mess-, Ausrichte- und Schneidewerkzeug...
Bilder freistellen


                                            In diesem Kapitel geht es zunächst darum, Veränderungen a...
Bilder freistellen


1. Öffnen Sie die Datei kaefer.jpg im Ordner beispiele/kapitel_3.
2. Für diese Aufgabe werden wir das...
Zuschneiden mit Hilfslinien



                                                          Auflösung und maximale Druckgröße...
Zuschneiden mit Hilfslinien


gen wahrgenommen. Eine zweite berühmte Regel ist der Goldene Schnitt
(siehe den Kasten am En...
Den Horizont an einer Hilfslinie ausrichten



                                                                           ...
Den Horizont an einer Hilfslinie ausrichten


1. Öffnen Sie die Datei landschaft.jpg im Ordner beispiele/kapitel_3.
2. Als...
Den Horizont an einer Hilfslinie ausrichten


                                                   eines Motivs unmitelbar n...
Verzerrungen ausgleichen


Verzerrungen ausgleichen
Das Verzerrungswerkzeug ist dazu gedacht, perspektivisch verzerrte Auf...
Verzerrungen ausgleichen


                                          5. Das Bild lässt sich nun an den oberen beiden Ecken...
Bildteile retuschieren


Bildteile retuschieren
Was hat Harry Potter mit Retuscheuren gemeinsam? Beide brauchen eine
Lösun...
Bildteile retuschieren


                                             des Hügels gekonnt nachzubilden, sodass man nicht me...
Bildteile retuschieren


   Werkzeug: Fahren Sie mit der Maus über den Hügel im Hintergrund
   direkt hinter dem Kasten de...
Einfache Auswahl mit dem Lasso


                      Tipp
                                              Einfache Auswahl...
Komplexe Auswahlverfahren mit dem Zauberstab


Komplexe Auswahlverfahren
mit dem Zauberstab
Komplizierter auszuwählen sind...
Komplexe Auswahlverfahren mit dem Zauberstab




                                                                         ...
Komplexe Auswahlverfahren mit dem Zauberstab




                                                                         ...
Abwedeln und Nachbelichten


                                             4. Abbildung 3-26 zeigt die fertig ausgeschnitte...
Zusammenfassung und Ausblick




                                                                                         ...
Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7
http://www.oreilly.de/catalog...
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Dieses Buch richtet sich an Digitalfotografen, die ihre Bilder ohne viel theoretischen Ballast verbessern wollen. Im ersten Teil des Buches werden einfache Korrekturen vorgestellt: Hier lernen Sie zügig, wie Sie Bildausschnitte ändern, Farbstiche korrigieren oder Kontraste besser herausarbeiten. Im zweiten Teil geht es um fortgeschrittene Korrekturen wie die Arbeit mit Ebenen und Masken. Abschließend wird die Ausgabe von Fotos für den Druck und fürs Web behandelt.

Auf der dem Buch beiliegenden DVD finden Sie das komplette Fotomaterial sowie 12 Video-Tutorials, in denen wichtige Bearbeitungstechniken vorgestellt werden. Das Buch, das für die zweite Auflage komplett überarbeitet und erweitert wurde, basiert auf GIMP 2.6.

Eine ausführliche Beschreibung finden Sie hier: http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/

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  1. 1. Inhalt Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ix Analoge und digitale Fotografie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . x Digitale Bildbearbeitung mit GIMP 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . x Über dieses Buch und die Buch-DVD . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . xi Über die 2. Auflage dieses Buchs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . xiv Danksagung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . xiv Teil I Bildverwaltung Kapitel 1 Bilder organisieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Fotos von digitalen Kameras . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Fotos richtig scannen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Warum eine Bildverwaltungssoftware? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 F-Spot für Linux . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Windows Live-Fotogalerie (WLF) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 iPhoto für Macintosh . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Licht und Belichtung in Kürze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Zusammenfassung und Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Teil II Einfache Korrekturen Kapitel 2 Die Benutzerober fläche von GIMP . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 GIMP installieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Der Startbildschirm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 Den Arbeitsplatz benutzerdefiniert einrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 v
  2. 2. Die Arbeitsumgebung speichern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Tastenkombinationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Dateien öffnen, drehen und spiegeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 Bilder skalieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 Zusammenfassung und Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 Kapitel 3 Die wichtigsten Werkzeuge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 Bilder freistellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 Zuschneiden mit Hilfslinien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 Den Horizont an einer Hilfslinie ausrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42 Verzerrungen ausgleichen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 Bildteile retuschieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47 Einfache Auswahl mit dem Lasso . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 Komplexe Auswahlverfahren mit dem Zauberstab . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51 Abwedeln und Nachbelichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54 Zusammenfassung und Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55 Kapitel 4 Die wichtigsten Filter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57 Scharfzeichnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58 Unscharf maskieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59 Weichzeichnungsfilter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61 Filter für die Korrektur von Objektivfehlern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63 Verzerrungsfilter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 Weitere Filter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 Zusammenfassung und Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69 Kapitel 5 Einfache Farbkorrekturen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71 Wissenswertes über Farben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72 Helligkeit und Kontrast korrigieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74 Farbanpassungen beeinflussen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78 Zusammenfassung und Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86 Kapitel 6 Bilderworkshop I . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87 Den Rand eines Bildes ausblenden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87 Rote Augen entfernen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89 Dekorative Elemente einfügen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90 Fotos in Zeichnungen umwandeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92 vi Inhalt
  3. 3. Porträts mit Filtern verbessern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95 Bildrauschen reduzieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98 Zusammenfassung und Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100 Teil III Anspruchsvolle Bildbearbeitung Kapitel 7 Erweiterte Auswahlverfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103 Der erweiterte Werkzeugkasten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104 Vorüberlegungen zum Auswahlverfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105 Vordergrundauswahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106 Eine Auswahl speichern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109 Magnetische Schere . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113 Eine Auswahl nachbearbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114 Kombinierte Auswahlverfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 116 Zusammenfassung und Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 117 Kapitel 8 Ebenen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 119 Ebenen als Bildstapel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120 Eine nostalgische Ebenenkomposition . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 122 Dateien mit Ebenen speichern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 125 Bildteile als eigene Ebenen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127 Ein Panoramabild zusammenfügen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130 Text als eigene Ebene . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 133 Nichtdestruktive Bildbearbeitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140 Zusammenfassung und Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143 Kapitel 9 Farbkorrektur mit Histogrammen . . . . . . . . . . . . . . . . . 145 Histogramme verstehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 146 Helligkeits- und Farbwerte anpassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 148 Farbkorrektur an einzelnen Kanälen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 152 Experimente mit Gradationskurven . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 154 Farbkorrekturen mit Gradationskurven . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 158 Farbbereiche herausarbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 161 Alte Fotos in neuem Glanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 162 Bilder mit gespeicherten Kurven verbessern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 164 Neue Fotos im Retrolook . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 165 Zusammenfassung und Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167 Inhalt vii
  4. 4. Kapitel 10 Masken und Transparenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 169 Das erweiterte Kanalkonzept . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 170 Alpha, der Durchsichtige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 171 Eine Auswahl als Kanal speichern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 173 Praktisches Arbeiten mit Masken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 174 Ebenenkollagen mit Masken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 177 Gesichter mit Masken aufhellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182 HDR mit Ebenen und Masken simulieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 185 Zusammenfassung und Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 190 Kapitel 11 RAW-Bildbearbeitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 191 Vorteile von RAW-Bildern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 192 RAW-Software . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 194 Zusammenfassung und Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 203 Kapitel 12 Bilderworkshop II . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 205 Gezielte Farbkorrektur mit Ebenen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 205 Banner für Newsletter oder Website . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 207 Ein Panoramabild zusammensetzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 209 Ebenenmontage mit Masken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 211 Die Zauberwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 214 Zusammenfassung und Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 216 Teil IV Bildausgabe Kapitel 13 Bilder ausgeben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 219 Fotos drucken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 219 Fotos im Internet veröffentlichen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 227 Videostandbilder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 234 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 236 Anhang Glossar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 237 Index . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 245 viii Inhalt
  5. 5. KAPITEL 3 Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 dIE wIchtIgstEn wErkzEugE Obwohl GIMP mit 33 Werkzeugen eine große Fülle von Möglichkeiten bie- IN DIESEM KAPITEL tet, kommen Sie schon mit einer Handvoll sehr weit. Viele Werkzeuge haben nämlich ähnliche Funktionen und sind deshalb schnell zu verstehen, wenn Werkzeugfamilien Sie einmal die Grundlagen kennen. Bilder freistellen Zuschneiden mit Hilfslinien Den Horizont an einer Hilfslinie ausrichten Verzerrungen ausgleichen Bildteile retuschieren Einfache Auswahl mit dem Lasso Komplexe Auswahlverfahren mit dem Zauberstab Abwedler und Nachbelichter Zusammenfassung und Ausblick Abbildung 3-1. Die wichtigsten Werkzeuge von GIMP sind wie ein Schweizer Taschen- messer: Mit wenigen Hilfsmitteln, lässt sich vieles erreichen. Werkzeugfamilien Grundsätzlich gibt es vier Werkzeugfamilien: die Auswahlwerkzeuge, die Mess-, Ausrichte- und Schneidewerkzeuge, die Mal-, Zeichen- und Text- werkzeuge und die Korrekturwerkzeuge. 35
  6. 6. Werkzeugfamilien Auswahlwerkzeuge Eine der elementaren Aufgaben bei der Arbeit mit Bildern ist die Auswahl von Bildteilen. Wo wir Menschen, Häuser, Straßen und Bäume sehen, erkennt der Computer nur Punkte verschiedener Farbe. Damit der Rech- Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 ner Objekte voneinander unterscheiden kann, greift er zu Tricks: Er sucht nach Konturen, Bereichen mit ähnlichen Farben, Helligkeitsunterschieden etc. Die Auswahlwerkzeuge sind deshalb Voraussetzung, um auf dem Bild verschiedene Bereiche zu markieren. Mess-, Ausrichte- und Schneidewerkzeuge Diese Werkzeugfamilie umfasst alle Hilfsmittel, um z. B. Abstände zu mes- sen, Objekte aneinander auszurichten oder Bilder rechteckig zuzuschneiden. Mit den Perspektivenwerkzeugen können Sie Verzerrungen ausgleichen, die durch die Linse der Kamera oder den Aufnahmewinkel entstanden sind. Mal-, Zeichen- und Textwerkzeuge Diese Familie umfasst alle Hilfsmittel, um auf irgendeine Art und Weise Farben oder kopierte Bildteile aufzutragen. Dabei können Sie sehr diffe- renziert die Größe, den Randeffekt und die Form des Werkzeugs Ihren Bedürfnissen anpassen. Mit Farbverläufen können Sie ganze Flächen mit einem stufenlosen Verlauf füllen. Korrektur- und andere Werkzeuge Diese Gruppe enthält Instrumente, um mit einem Pinsel mit Bildteilen oder Mustern zu malen. Andere dienen dazu, Ausschnitte abzudunkeln, aufzu- hellen, zu schärfen oder zu verschmieren. Eine Übersicht über die verschiedenen Werkzeuge finden Sie in Tabelle 3-1. Tabelle 3-1. Übersicht über alle Werkzeuge in GIMP Auswahlwerkzeuge Rechteck-* und Ellipsenauswahl*: Diese Werkzeuge ermöglichen es, quadratische und rechteckige bzw. kreisförmige und ovale Bereiche auf einem Bild auszuwählen. Seit Version 2.4 lassen sich die Auswahl- formen auch nachträglich noch anpassen. Lasso und Zauberstab*: Mit dem Lasso lassen sich Bereiche freihändig auswählen. Der Zauberstab erkennt zusammenhängende Objekte mit ähnlichen Farben. Farbauswähler und Magnetische Schere*: Der Farbauswähler sucht nach ähnlichen Farben im ganzen Bild und macht daraus eine Auswahl. Die Magnetische Schere findet Konturen von Objekten und zieht daran entlang eine Auswahl. Vordergrundauswahl** und Pfadwerkzeug**: Die Vordergrundauswahl ist ein Werkzeug, das in GIMP 2.4 dazugekommen ist. Sie hilft dabei, komplexe Formen mit wenigen Klicks auszuwählen. Das Pfadwerkzeug ermöglicht es Ihnen, Formen von Hand auszuwählen und die Auswahl sehr genau anzupassen. 36 Teil II: Einfache Korrekturen
  7. 7. Werkzeugfamilien Tabelle 3-1. Übersicht über alle Werkzeuge in GIMP (Fortsetzung) Mess-, Ausrichte- und Schneidewerkzeuge Pipette* und Lupe: Die Pipette erkennt die Farbe eines Bildschirmpunktes und übernimmt diese als neue Mal- und Zeichenfarbe. Die Lupe vergrößert und verkleinert den gewählten Bildausschnitt. Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 Messen und Verschieben**: Das Messwerkzeug hilft dabei, Abstände in Pixel und Winkel auf dem Bild zu bestimmen. Das Verschiebewerkzeug ermöglicht es Ihnen, Bildteile und Ebenen zu verschieben. Ausrichten und Zuschneiden*: Mit dem Ausrichtewerkzeug lassen sich Ebenen aneinander ausrichten bzw. gleichmäßig verteilen. Das Zuschneidewerkzeug ermöglicht es Ihnen, unerwünschte Bildteile abzu- schneiden. Drehen* und Skalieren*: Mit dem Drehen-Werkzeug lassen sich schiefe Aufnahmen wieder gerade rich- ten. Mit dem Skalieren-Werkzeug können Sie eine Auswahl, eine Ebene oder einen Pfad vergrößern oder verkleinern. Scheren und perspektivisches Verzerren*: Diese Werkzeuge ermöglichen es Ihnen, perspektivische Verzerrungen von Bildern zu korrigieren. Spiegeln*: Dieses Werkzeug kann eine Auswahl oder Ebene horizontal oder vertikal spiegeln. Mal-, Zeichen- und Textwerkzeuge Text-Werkzeug**: Erstellt ein Textobjekt auf dem Bild. Eimer und Verlauf**: Der Eimer ersetzt eine Anzahl ähnlicher Farben durch eine einzige Farbe. Das Verlaufswerkzeug lässt Sie Farbverläufe erstellen. Stift, Pinsel*, Radiergummi*, Sprühdose, Tinte, Klonen*: Das sind Werkzeuge, mit denen Sie je nach Anwendung sehr differenziert Farbe auftragen oder entfernen oder ganze Bildteile klonen können. Korrekturwerkzeuge Heilen und Perspektive klonen: Heilen ist ein dem Klonen ähnliches Werkzeug. Es eignet sich dazu, kleine Fehler auf Bildern zu korrigieren. Mit Perspektive klonen können Sie auch dann klonen, wenn Sie die Bildperspektive ändern. Weichzeichnen/Schärfen und Verschmieren**: Mit dem Weichzeichnen/Schärfen-Werkzeug können Sie mit einem Pinsel Bildbereiche schärfen oder weicher bzw. unschärfer zeichnen. Der »Schmierfinger« eignet sich, um z. B. harte Kanten mit einem anderen Bereich zu verschmelzen. Abwedeln/Nachbelichten*: Mit diesem Werkzeug können Sie Bildbereiche aufhellen (abwedeln) oder abdunkeln (nachbelichten), ohne dabei die Bildstruktur zu beeinflussen. * Diese Werkzeuge werden in Teil II des Buches näher betrachtet. ** Diese Werkzeuge werden in Teil III des Buches gebraucht. Kapitel 3: Die wichtigsten Werkzeuge 37
  8. 8. Bilder freistellen In diesem Kapitel geht es zunächst darum, Veränderungen an dem ganzen Bild vorzunehmen, deshalb spielen die Auswahlwerkzeuge nur eine unterge- ordnete Rolle. Wir werden jedoch einige Erfahrungen mit der Rechteckaus- wahl und dem Zauberstab sammeln. Einen tieferen Einblick in die Gruppe der Auswahlwerkzeuge bietet Kapitel 7, Erweiterte Auswahlverfahren. Die Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 Mal- und Zeichenwerkzeuge sowie die Korrekturwerkzeuge funktionieren ähnlich und werden in diesem Kapitel gemeinsam behandelt. Die wenigen hier erklärten Werkzeuge ermöglichen es Ihnen, auch recht schwierige Aufgaben zu lösen und ganz beachtliche Effekte zu erzeugen. Die Beispiele sind – so hoffe ich – praxisorientiert ausgewählt und so angelegt, dass Sie rasch Erfolge erleben. Bilder freistellen Ein großer Vorteil der Digitalfotografie ist, dass man den Ausschnitt eines Bildes recht frei bestimmen kann, denn häufig ist nicht das ganze Bild attraktiv, sondern nur Teile davon. Dieses Zuschneiden von Bildern nennt man im Fachjargon auch Freistellen. Gründe für das Zuschneiden von Bil- dern können sein: Platzmangel: Auf Ihrer Website oder in Ihrem Druckprojekt steht nicht genügend Platz zur Verfügung, um das Bild in seiner vollen Größe zu zei- gen. Sie entscheiden sich für den wichtigsten Teil des Bildes. Korrektur der Gesamtkomposition: Das Bild enthält Teile, die die Bild- komposition stören oder vom eigentlichen Bildinhalt ablenken. Beispiels- weise stört eine Hochspannungsleitung am Rande eines Landschaftsbildes den Eindruck unberührter Natur. Im ersten Workshop dieses Kapitels geht es darum, Teile eines Bildes freizustellen. Abbildung 3-2 hat insgesamt eine interessante Optik, doch große Teile des Bildes werden vom unscharfen Hintergrund ausgefüllt. Ich hatte kein Makroobjektiv und musste den Käfer auf der Blume aus einiger Distanz aufnehmen. Das Freistellen lenkt die Aufmerksamkeit nun wieder stärker auf das Motiv. Beispiele auf der DVD Alle in diesem Buch beschriebenen Beispiele finden Sie auf der Buch-DVD. Die Dateien sind kapitelweise im Ordner beispiele abgelegt. Die Bilddatei aus Abbil- dung 3-2 finden Sie z. B. im Ordner beispiele/kapitel_3, sie heißt kaefer.jpg. Um die Dateien auch selbst bearbeiten zu können, kopieren Sie am besten den ganzen Ordner mit den Beispieldateien auf Ihre Festplatte. 38 Teil II: Einfache Korrekturen
  9. 9. Bilder freistellen 1. Öffnen Sie die Datei kaefer.jpg im Ordner beispiele/kapitel_3. 2. Für diese Aufgabe werden wir das Zuschneiden-Werkzeug benutzen. Klicken Sie es an, und fahren Sie mit der Maus auf das Bild. Klicken Sie, und halten Sie die Maustaste gedrückt, bis Sie so viel vom Bild markiert Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 haben, wie am Ende noch erhalten sein soll. 3. Wenn Sie mit dem Auswahlbereich noch nicht zufrieden sind, können Sie mit gedrückter Maustaste an den quadratischen Ecken ziehen (siehe Abbildung 3-2) und den Bereich vergrößern oder verkleinern. Der abzu- schneidende Bereich wird automatisch abgedunkelt. 4. Drücken Sie die Enter-Taste auf der Tastatur, um den schattierten Bereich abzuschneiden. Abbildung 3-2. Mit dem Zuschneiden-Werkzeug können Sie eine rechteckige Auswahl erstellen. Kapitel 3: Die wichtigsten Werkzeuge 39
  10. 10. Zuschneiden mit Hilfslinien Auflösung und maximale Druckgröße Die Druckgröße bei gegebener Auflösung lässt sich mit dieser Formel berechnen: X×25,4 = Bildgröße dpi Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 Die Druckgröße eines Bildes mit 1024 × 768 (0,78 Megapixel) und 300 dpi Auflösung lässt sich folgendermaßen berechnen: 1024 × 25,4/300 = 86,7 mm 768 × 25,4/300 = 65,0 mm Das Bild ließe sich bei 300 dpi also in einer Größe von 86,7 × 65,0 mm ausdrucken. 1024×768 ist eine typische Bildschirmauflösung und sieht am Monitor sehr groß aus. Möchte man ein Bild dieser Größe jedoch drucken, sind die Maße bescheiden (siehe dazu auch Tabelle 2-1 in Kapitel 2, Die Benutzeroberfläche von GIMP). Das Zuschneiden von Bildern geht immer mit dem Verlust von Pixeln und damit von Bildauflösung einher. Die fehlenden Pixel wirken sich auf die Auflösung aus. Beim gezeigten Beispiel hat das Originalbild eine Größe von 3648×2736, also rund 10 Megapixel, bei 300 dpi gedruckt ließe sich das Bild mit einer maximalen Größe von 30×23 cm ausgeben. Das bearbeitete Bild hat nur noch 4,3 Megapixel – bei dieser auf den ersten Blick kleinen Korrektur sind also rund 6 Mio. Pixel verloren gegangen. Um die gleiche Qualität bei 300 dpi zu gewährleisten, müsste das Bild kleiner gedruckt werden. Zuschneiden mit Hilfslinien Verschiedene Regeln in der Fotografie helfen, Bilder harmonisch aufzutei- len. Eine bekannte Regel ist z. B. die Drittelregel, die bei Landschaftsaufnah- men zur Anwendung kommt. So werden Landschaftsaufnahmen mit einem Drittel Himmel und zwei Drittel Landschaft als harmonisch und ausgewo- Abbildung 3-3. Das Originalbild hat ein störendes Element im Abbildung 3-4. Nach dem Zuschneiden wirkt das Bild ausgegli- Vordergrund, und die Bildaufteilung wirkt willkürlich. chener und interessanter. 40 Teil II: Einfache Korrekturen
  11. 11. Zuschneiden mit Hilfslinien gen wahrgenommen. Eine zweite berühmte Regel ist der Goldene Schnitt (siehe den Kasten am Ende dieses Workshops). Dieses etwas kompliziertere Verhältnis trifft man seit der Antike z. B. in der Architektur an, aber auch in der Natur sind viele Verhältnisse nach dem goldenen Schnitt aufgeteilt. Das Zuschneiden-Werkzeug enthält die praktische Funktion der Hilfslinien, die Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 sich vor dem Zurechtschneiden einblenden lassen. Betrachten Sie einmal Abbildung 3-3 (das ist der Autor in der Weite einer einsamen Hochebene Perus). Das Bild bietet einen Eindruck von Einsam- keit und Weite, doch es gibt zwei Dinge, die mich beim Original stören: • Der Haarbüschel einer Person im Vordergrund links im Bild. • Die Aufteilung ist willkürlich. Der Horizont verläuft fast in der Mitte, und auch der Reiter scheint ungünstig positioniert. Wir versuchen nun, die Aufteilung nach der Regel des Goldenen Schnitts zu verbessern (siehe dazu auch den Kasten »Der Goldene Schnitt« weiter unten). 1. Öffnen Sie die Datei reiter.jpg. 2. Wählen Sie das Zuschneiden-Werkzeug, und nehmen Sie folgende Ein- stellungen vor: Aktivieren Sie das Kästchen Fest, und wählen Sie aus der Dropdown-Liste Seitenverhältnis. Aktivieren Sie das Kästchen Her- vorheben, und wählen Sie dort den Eintrag Goldener Schnitt aus (siehe Abbildung 3-5). Abbildung 3-5. Diese Einstellungen 3. Treffen Sie auf dem Bild die Auswahl wie in Abbildung 3-6 gezeigt, und erlauben das Zuschneiden nach der drücken Sie die Eingabetaste. Regel des Goldenen Schnitts. Abbildung 3-6. Diese Einteilung erlaubt es, den Reiter sowie den Horizont nach der Regel des Goldenen Schnitts zu positionieren. Kapitel 3: Die wichtigsten Werkzeuge 41
  12. 12. Den Horizont an einer Hilfslinie ausrichten Der Goldene Schnitt Das Goldener Schnitt genannte Seitenverhältnis ist eine bewährte und seit der Antike bekannte Art, eine Strecke harmonisch aufzuteilen. Der Goldene Schnitt fin- det in der Architektur, der Kunst, in der Natur und nicht zuletzt auch in der Fotogra- Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 fie seine Anwendung. Verhältnisse im Goldenen Schnitt werden als harmonisch und ausgeglichen empfunden. GIMP nimmt uns mit den Hilfslinien im goldenen Schnitt die Rechenarbeit ab, doch wie ist dieses Seitenverhältnis eigentlich definiert? Die kleinere Strecke verhält sich zur größeren wie die größere zur Gesamtstrecke. Mit einer Reihe von Berechnungen (mathematisch Interessierte finden dazu auf http://de.wikipedia.org/wiki/Goldener_Schnitt eine gute Erklärung) kommt man dabei zu einem Streckenverhältnis von 1:1,618. In Zahlen ausgedrückt heißt dies: Wenn die kleinere Strecke 10 cm beträgt, würde die größere Strecke 16,18 cm betragen. Beide Strecken zusammen bilden die Bildbreite von 26,18 cm. Den Horizont an einer Hilfslinie ausrichten Abbildung 3-7 entstand auf einer Fahradtour und geriet in der Eile schief. Mit einer Hilfslinie, an der man den Horizont ausrichten kann, wird das Bild aber nachträglich exakt gedreht. Abbildung 3-7. Das Originalfoto zeigt einen schiefen Horizont. 42 Teil II: Einfache Korrekturen
  13. 13. Den Horizont an einer Hilfslinie ausrichten 1. Öffnen Sie die Datei landschaft.jpg im Ordner beispiele/kapitel_3. 2. Als Erstes ziehen Sie die Hilfslinie. Wenn Sie mit der Maus in das Lineal klicken (es muss dabei kein bestimmtes Werkzeug ausgewählt sein) und die Maustaste gedrückt halten, können Sie eine Linie ins Bild hineinzie- Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 hen (siehe Abbildung 3-8). Abbildung 3-8. Ziehen Sie zunächst 3. Wählen Sie nun im Werkzeugbereich das Drehen-Werkzeug aus. eine Hilfslinie. 4. Als Nächstes fahren Sie mit der Maus wieder ins Bild, halten die linke Maustaste gedrückt und drehen das Bild gegen den Uhrzeigersinn, bis die Hilfslinie mit dem Horizont auf einer Ebene liegt. Sie können nach Belieben vor- und zurückdrehen, bis Sie mit dem Resultat zufrieden sind. Der Drehpunkt muss dabei auch nicht zwingend in der Mitte liegen. Sie können diesen mit der Maus verschieben und so auch beein- flussen, welche Teile der Landschaft später abgeschnitten werden. Im gezeigten Beispiel in Abbildung 3-9 liegt der Drehpunkt links der Mitte. Der Dialog Drehen öffnet sich automatisch, sobald Sie mit gedrückter Maustaste am Bild drehen. Um die Drehung definitiv anzuwenden, kli- cken Sie im Dialog auf Rotieren. Abbildung 3-9. Mit dem Drehen-Werkzeug kann das Bild ausgerichtet werden. Der Drehpunkt kann ggf. mit der Maus verschoben werden. 5. Wählen Sie das Zuschneiden-Werkzeug , und ziehen Sie eine Auswahl wie in Abbildung 3-10. Das Bild neu zuzuschneiden ist immer mit Verlusten von Rändern verbun- den. Sie können jedoch im Notfall auch zu anderen Methoden greifen: Wenn der fehlende Bereich einfach nachzubilden ist, können Sie z. B. das Klonen-Werkzeug verwenden und den fehlenden Bereich mit der Struktur Kapitel 3: Die wichtigsten Werkzeuge 43
  14. 14. Den Horizont an einer Hilfslinie ausrichten eines Motivs unmitelbar nebenan auffüllen. Dies ist im Abschnitt »Bildteile retuschieren« weiter unten in diesem Kapitel beschrieben. Eine andere Möglichkeit ist, das Bild oder Teile davon mit dem Perspektive- Werkzeug zu strecken. Vor allem Teile des Himmels können so unauffällig Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 vergrößert werden. Diese Methoden werden wir im nächsten Workshop behandeln. Abbildung 3-10. Das Originalbild wird an einer Hilfslinie ausgerichtet. Abbildung 3-11. Nach dem Zuschneiden ist das Bild schön gerade ausgerichtet. 44 Teil II: Einfache Korrekturen
  15. 15. Verzerrungen ausgleichen Verzerrungen ausgleichen Das Verzerrungswerkzeug ist dazu gedacht, perspektivisch verzerrte Auf- nahmen gerade zu richten. In Abbildung 3-12 sehen Sie eine Kirche mit zwei Türmen. Da man eine Kirche normalerweise nur von unten aufnehmen Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 kann, entsteht ein Effekt, den man in der Fotografie stürzende Linien nennt. Dies sind zwei oder mehr Linien, die sich einem Fluchtpunkt zuwenden (in Abbildung 3-12 rot eingezeichnet). Dieser Effekt kann durchaus erwünscht sein, wenn zum Beispiel eine lange Straße abgebildet wird. Fluchtpunkte erzeugen immer einen Eindruck von großer Weite oder gar Unendlichkeit. Im Beispiel der Kirchtürme ist dieser Effekt allerdings nicht erwünscht, scheint es doch hier, als würden die Kirchtürme nach hinten stürzen. Abbildung 3-12. Aufgrund des Winkels, in dem die Kirchtürme aufgenommen wurden, scheinen diese nach hinten zu »stürzen«. 1. Öffnen Sie die Datei kirchetarma.jpg im Ordner beispiele/kapitel_3. 2. Klicken Sie auf das Lineal links im Bildfenster, halten Sie die Maustaste gedrückt, und ziehen Sie auf diese Weise eine Hilfslinie an einer der Türme. 3. Ziehen Sie nun ebenfalls eine Hilfslinie an den anderen Turm. Die Hilfs- linien dienen später dazu, die Türme senkrecht auszurichten. 4. Wählen Sie das Perspektive-Werkzeug aus. Kapitel 3: Die wichtigsten Werkzeuge 45
  16. 16. Verzerrungen ausgleichen 5. Das Bild lässt sich nun an den oberen beiden Ecken anklicken und mit gedrückter Maustaste in eine Richtung außerhalb des Bildes ziehen. Sie können so lange an den Ecken ziehen, bis die Türme mit den Hilfslinien eine Parallele bilden. Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 6. Klicken Sie auf Transformation, um das Bild endgültig in die aktuelle Perspektive umzuwandeln (siehe Abbildung 3-13). Die Kirchtürme sind nun gerade (siehe Abbildung 3-14). Abbildung 3-13. Das Dialogfeld »Perspektive« Abbildung 3-14. Die stürzenden Linien wurden bereinigt. Der Einsatzbereich dieses Werkzeugs ist natürlich beschränkt. Sobald die Verzerrungen zu stark werden, leiden auch andere Bildmotive wie Gesichter und Körper. 46 Teil II: Einfache Korrekturen
  17. 17. Bildteile retuschieren Bildteile retuschieren Was hat Harry Potter mit Retuscheuren gemeinsam? Beide brauchen eine Lösung für das Hintergrundproblem. Der Zauberlehrling löst dies elegant mit einem Zaubertuch, das ihn vor jedem Hintergrund unsichtbar macht. Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 Der Retuschespezialist sucht nach dem Hintergrund, mit dem er das stö- rende Objekt überdeckt. Im Grunde genommen machen beide dasselbe: Harry Potters Zaubertuch lenkt die Lichtstrahlen des Hintergrunds um ihn herum, mit dem Resultat, dass der Betrachter nicht den Zauberlehr- ling, sondern nur den Hintergrund sieht. Der Retuscheur kann auf eine weit weniger magische Formel zurückgreifen: Er überlegt sich, was sich im Hintergrund des Objekts befindet, und macht den Hintergrund zum Vor- dergrund. Auf diese Weise hat schon Stalin unliebsame Parteikollegen aus Gruppenbildern entfernen lassen. Betrachten Sie einmal die Villa in Abbildung 3-15: Auf den ersten Blick sieht das Bild recht harmonisch aus. Beim genaueren Betrachten stören aber die Kordel und ein Teil der Mechanik des Garagentors die Komposition. Der Baum und der grüne Hügel im Hintergrund bieten optimale Voraussetzun- gen, um das störende Objekt zu übermalen. Abbildung 3-15. Die störende Kordel und der Kasten der Garagentormechanik sollen aus dem Bild entfernt werden. Das Hintergrundproblem lässt sich hier recht einfach lösen. Die störenden Objekte befinden sich vor einem Baum und einem bewaldeten Hügel, von denen anzunehmen ist, dass sich die Struktur auch dahinter nicht groß ändert. Die Schwierigkeit besteht jetzt darin, die Struktur des Baumes und Kapitel 3: Die wichtigsten Werkzeuge 47
  18. 18. Bildteile retuschieren des Hügels gekonnt nachzubilden, sodass man nicht mehr merkt, dass hier jemals etwas anderes stand. 1. Öffnen Sie die Datei villa.jpg im Ordner beispiele/kapitel_3. Klicken Sie auf das Klonen-Werkzeug . Der untere Teil des Werkzeugfensters Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 ändert sich, so wie Sie es bereits von anderen Werkzeugen her kennen (siehe Abbildung 3-16). Es stehen vielfältige Möglichkeiten zur Verfü- gung, um das Klonen-Werkzeug richtig einzustellen: Deckkraft: Hier können Sie bestimmen, wie stark deckend der Pinsel arbeiten soll. 100 bedeutet, dass alles übermalt wird; 0 bedeutet, dass alles erhalten bleibt. Pinsel: Ihnen stehen Pinsel von verschiedener Dicke und Form zur Verfügung. Es gibt Pinsel, die weiche Übergänge zwischen dem Hinter- grund und dem Gemalten erzeugen, und solche, die harte Übergänge malen. Die restlichen Einstellungen sind im Moment für dieses Beispiel nicht relevant. Ich empfehle Ihnen, den Pinsel Circle Fuzzy 19 (siehe Abbil- dung 3-16) zu übernehmen. Die Fuzzy-Pinsel haben weiche Kanten und sind für Retuschen gut geeignet, weil sie kaum unerwünschte Kantenef- fekte verursachen. Wenn Ihnen die Pinselspitze noch zu klein erscheint, können Sie mit dem Schieber skalieren diese noch vergrößern. 2. Stellen Sie den Zoombereich auf 100 % oder größer, und scrollen Sie Abbildung 3-16. Die Optionen des zum linken oberen Teil des Bildes, wo sich die störenden Objekte be- Klonen-Werkzeugs finden. 3. Fahren Sie nun mit der Maus auf den Baum. Drücken Sie dann die Strg- Taste, und klicken Sie einmal. Auf diese Weise wählen Sie den Bereich aus, mit dessen Bildinformationen Sie die Kordel übermalen. 4. Fahren Sie nun auf den Griff an der Kordel, und halten Sie die linke Maustaste gedrückt. Sie werden wie in Abbildung 3-17 ein Fadenkreuz auf dem Baum und einen Kreis mit Stempelsymbol auf dem Griff an der Kordel sehen. Fahren Sie jetzt mit gedrückter Maustaste hin und her. Der Griff wird mit der Struktur des Baumes übermalt. Tipp Das Heilen-Werkzeug funk- tioniert ähnlich wie das Klonen- Werkzeug, es berücksichtigt jedoch auch die Struktur des zu überma- lenden Hintergrunds. Für weniger massive Eingriffe bringt dieses Werkzeug bessere Ergebnisse. Es Abbildung 3-17. Die Kordel wird mit der Struktur des Hintergrunds übermalt. kann auch dazu verwendet werden, Spuren zu verwischen, die durch 5. Eine kleine Schwierigkeit besteht noch darin, dass die störenden das Klonen-Werkzeug entstanden sind. Objekte nicht nur vor dem Baum sind, sondern auch noch ein wenig in den Hügel überdecken. Das erfordert die Anpassung des Klonen- 48 Teil II: Einfache Korrekturen
  19. 19. Bildteile retuschieren Werkzeug: Fahren Sie mit der Maus über den Hügel im Hintergrund direkt hinter dem Kasten der Garagentormechanik, halten Sie die Strg-Taste gedrückt, und klicken Sie einmal auf den Hintergrund. Jetzt haben Sie die Textur des Hügels am Pinsel und können allmählich den störenden Kasten mit der Struktur des Hintergunds übermalen. Achten Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 Sie dabei darauf, dass sich der kopierte Bereich mit den Pinselbewegun- gen verschiebt. Das Resultat sehen Sie in Abbildung 3-18. Abbildung 3-18. Das Resultat: Die störenden Objekte sind verschwunden. Das Klonen-Werkzeug stößt an seine Grenzen, wenn z. B. die zu überde- ckende Fläche sehr groß oder der Hintergrund des zu überdeckenden Motivs unbekannt ist. Für größere Flächen eignen sich andere Werkzeuge besser, z. B. eine perspektivische Transformation. Rechte Maustaste, Tastenkombination oder Menü? Es gibt bekanntlich viele Wege, die nach Rom führen – das ist Wer bei einem Bild immer wieder die gleichen Aufgaben auch bei Computerprogrammen wie GIMP keine Ausnahme. durchführen möchte (z. B. Teile davon löschen), der tut gut Für alle Aufgaben, die Sie erledigen möchten, steht Ihnen das daran, sich die Tastenkombination für diesen Befehl zu mer- Menü zur Verfügung, und für manche Aufgaben sind die Ein- ken, was die Arbeit wesentlich beschleunigt. Wie bei anderen träge sogar mit grafischen Symbolen ausgestattet. Programmen auch finden Sie die Tastenkombinationen auf der Versuchen Sie einmal, mit der rechten Maustaste auf einen rechten Seite des Menüeintrags. Falls es für einen Befehl, den Bildbereich zu klicken. Sie werden feststellen, dass Ihnen diesel- Sie häufig brauchen, keine Tastenkombination gibt, können Sie ben Funktionen wie im oberen Menü auch hier zur Verfügung ihm im Werkzeugfenster mit Datei→Tastenkombination ein stehen. Über dieses sogenannte Kontextmenü können Sie also eigenes Tastenkürzel zuweisen. schnell auf alle Befehle zugreifen. Kapitel 3: Die wichtigsten Werkzeuge 49
  20. 20. Einfache Auswahl mit dem Lasso Tipp Einfache Auswahl mit dem Lasso GIMP hat nicht nur normale Farb- Das Lasso eignet sich, um Objekte mit geometrischen Konturen auszuwäh- pinsel, sondern auch Effektpinsel, mit denen Sie z. B. eine gelbe Glim- len. Seit GIMP Version 2.6 kann man mit dem Lasso ein Polygon zeichnen. merleuchtspur auf Ihr Bild zaubern Das heißt, jeder Klick führt zu einem Punkt, und zwischen jedem Punkt Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 können. Lassen Sie einmal Ihre wird eine Auswahllinie gezogen. Dies geschieht so lange, bis die Form Experimentierfreude spielen, und beim Ausgangspunkt wieder geschlossen wird. Wie bisher lässt sich mit probieren Sie die verschiedenen Pinselspitzen auf einem Bild aus. gedrückter Maustauste auch eine völlig freie Form auswählen. Wir wählen im folgenden Beispiel ein Fenster aus. 1. Öffnen Sie die Datei fenster.jpg im Ordner beispiele/kapitel_3. 2. Wählen Sie das Lasso als Auswahlwerkzeug . 3. Klicken Sie auf eine Ecke des weißen Rahmens. Setzen Sie überall dort, wo die Auswahllinie eine neue Richtung nimmt, einen Punkt, bis Sie an die Stelle gekomen sind, wo die Pflanzen auf die Wand hinausragen. 4. An der Stelle, wo die Pflanzen auf die Wand hinausragen, halten Sie die Maustaste gedrückt und umfahren die Pflanzen. 5. Bevor Sie die Figur mit einem Klick auf den Anfangspunkt schließen, können Sie die Ankerpunkte mit der Maus verschieben, bis Sie mit der Auswahl zufrieden sind. Ihre Auswahl sollte nun so aussehen wie in Abbildung 3-19. 6. Klicken Sie auf Auswahl→Invertieren, um die Auswahl auf die Umgebung des Fensters umzuwandeln. 7. Drücken Sie die Entf-Taste, um die Wand rundherum zu entfernen. Das Resultat sehen Sie in Abbildung 3-20. Abbildung 3-19. Das Fenster wird mit Abbildung 3-20. Das freigestellte dem Lasso ausgewählt. Fenster 50 Teil II: Einfache Korrekturen
  21. 21. Komplexe Auswahlverfahren mit dem Zauberstab Komplexe Auswahlverfahren mit dem Zauberstab Komplizierter auszuwählen sind runde Formen. Die freihändige Auswahl Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 der Pflanzen im letzten Workshop erforderte schon einiges an Fingerspit- zengefühl. Die runden Formen der Keramik aus der peruanischen Mochica- Kultur in Abbildung 3-22, könnten von Hand wohl kaum sehr exakt ausge- schnitten werden. In diesem Fall eignet sich der Zauberstab besser. Der Zau- berstab ist in Wirklichkeit viel weniger magisch, als sein Name verspricht. Wie bereits erwähnt wurde, kann GIMP auf Ihren Bildern weder Motive noch Vorder- oder Hintergrund erkennen. Der einzige Anhaltspunkt, den GIMP zur Verfügung hat, sind Farb- und Helligkeitsunterschiede. Der Zauberstab ist ein Werkzeug, das ähnliche und zusammenhängende Farb- bereiche erkennt. Angenommen, Sie möchten diese Mochica-Keramik ohne den Hintergrund auf eine Postkarte drucken, dann können Sie folgendermaßen vorgehen: 1. Öffnen Sie das Bild mochica.jpg im Ordner beispiele/kapitel_3, und wäh- len Sie den Zauberstab . 2. Stellen Sie in den Werkzeugeigenschaften des Zauberstabs die Schwelle auf 30 (siehe Abbildung 3-21). Das heißt, dass ein zusammenhängender Bereich mit 30 ähnlichen Farben ausgewählt wird, sobald Sie auf den Hintergrund klicken. 3. Klicken Sie nun irgendwo auf einen hellen Bereich des Hintergrunds. Einen Augenblick später wird alles, was hell ist, wie in Abbildung 3-22 von einer »Ameisenlinie« umrandet dargestellt. 4. Das Resultat ist noch nicht zufriedenstellend, denn der Hintergrund besteht aus mehr als 30 verschiedenen Farben. Nun könnte einfach der Schieberegler Schwelle nach rechts verschoben werden. Damit würden zwar mehr ähnliche Farben ausgewählt, doch es bestünde auch die Gefahr, dass ein heller Bereich der Keramik ausgewählt wird, und dies Abbildung 3-21. Die Einstellungen des wäre unerwünscht. Stattdessen können Sie mit derselben Einstellung Zauberstabs einen weiteren Bereich der bestehenden Auswahl hinzufügen. Drücken Sie dazu einfach die Umschalt-Taste, während Sie auf einen weiteren Bereich klicken. Umgekehrt können Sie die Strg-Taste drücken, um einen Bereich von der aktiven Auswahl wieder abzuziehen. 5. Drücken Sie nun auf der Tastatur auf Entf, und alles, was markiert war, wird gelöscht. Das Resultat sieht auf den ersten Blick gut aus, doch wenn Sie die Ansicht unten im Bildfenster auf 100 % vergrößern, werden Sie feststellen, dass es an den Kanten zu unschönen zackigen Übergängen gekommen ist. Das lässt sich mit den Einstellungen des Zauberstabs noch verfeinern. Machen Sie Kapitel 3: Die wichtigsten Werkzeuge 51
  22. 22. Komplexe Auswahlverfahren mit dem Zauberstab Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 Abbildung 3-22. Der helle Hintergrund muss Stück für Stück ausgewählt werden. die letzten Schritte rückgängig (mit Bearbeiten→Rückgängig), um wieder das Ursprungsbild zu erhalten. Experimentieren Sie einmal mit den Werten in den Werkzeugeigenschaften, und wiederholen Sie die Schritte 2 bis 4. Markieren Sie das Feld Kanten ausblenden, und stellen Sie verschiedene Werte ein. Bei mir führte die Einstellung Schwelle 20 und Kanten ausblen- den 7px zu einem guten Resultat. Bei der Auswahl werden Sie noch nichts feststellen, doch wenn Sie den hellen Hintergrund löschen, werden Sie einen Effekt wie in Abbildung 3-23 und Abbildung 3-24 sehen. wa r n u n g Die Funktion »Kanten ausblenden« funktioniert nur, wenn Sie sie vor dem Anwen- den des Zauberstabs bzw. aller anderen Auswahlwerkzeuge eingestellt haben. Das nachträgliche Verändern des Reglers hat keine Auswirkung auf die aktuelle Amei- senlinie. Sie können aber bei einer schon fertigen Auswahl im Menü »Auswahl« den Punkt »Kanten ausblenden« wählen und dort die Anzahl der Pixel einstellen, die ausgeblendet werden sollen. Diese Variante eignet sich auch, um die Auswahl um mehr als 100 Pixel ausblenden zu lassen. 52 Teil II: Einfache Korrekturen
  23. 23. Komplexe Auswahlverfahren mit dem Zauberstab Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 Abbildung 3-23. Harte Kanten entstehen bei hohen Schwel- Abbildung 3-24. Weiche Kanten können Sie mit tieferen lenwerten und ohne ausgeblendete Kanten. Schwellenwerten und der Option »Kanten ausblenden« erzeugen. Auf der Säule, auf der die Keramik steht (siehe Abbildung 3-25) wurde vom Zauberstab ein Stück gelöscht. Wir könnten diesen Bereich mit dem Klonen-Werkzeug problemlos zum Verschwinden bringen, aber ich möchte Ihnen noch eine andere Methode zeigen. Da die Säule so gut wie keine Struktur hat, können wir das störende Objekt auch mit einer einzigen Farbe übermalen. 1. Wählen Sie zuerst die Pipette . Klicken Sie auf einen Punkt, an dem die Säule noch intakt ist. Die ausgewählte Farbe ist jetzt die neue Vor- dergrundfarbe des Pinsels. Abbildung 3-25. Die Standfläche der 2. Wählen Sie nun den Pinsel , und übernehmen Sie den Pinseltyp Säule muss repariert werden. Circle Fuzzy (17). (Vergrößern Sie ggf. die Pinselspitze mit dem Schieber Skalieren). Rekonstruieren Sie die Säule, indem Sie die fehlenden Berei- che übermalen. Es gibt noch viele Möglichkeiten, wie Sie das Auftragen von Farbe verfeinern können, doch diese Varianten sind für unser hier gezeigtes Beispiel nicht relevant. 3. Wenn Sie mit dem Resultat zufrieden sind, werden wir die störenden Flecken auf dem weißen Bereich noch mit dem Radiergummi entfernen . Der Radiergummi hat die gleichen Funktionen wie ein normaler Pinsel, mit dem einzigen Unterschied, dass er nicht mit der Vorder- grundfarbe malt, sondern mit der Hintergrundfarbe (standardmäßig Weiß). Auch hier können Sie die Dicke und die Kanteneigenschaften des Radiergummis in den Werkzeugeigenschaften einstellen. Wenn Ihnen der breiteste Pinsel immer noch nicht breit genug ist, können Sie mit dem Schieber Skalieren die Breite bis auf das Zehnfache erhöhen. Kapitel 3: Die wichtigsten Werkzeuge 53
  24. 24. Abwedeln und Nachbelichten 4. Abbildung 3-26 zeigt die fertig ausgeschnittene Keramik. Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 Abbildung 3-26. Die ausgeschnittene Keramik Abwedeln und Nachbelichten Abwedler und Nachbelichter sind zwei Begriffe, die noch aus der Fotografie mit Film und Fotopapier stammen. Beim Abwedeln wird die einfallende Lichtmenge dadurch reduziert, dass man mit einem Gegenstand im Licht- strahl des Projektors wedelt, wodurch der Bereich auf dem Fotopapier heller wird. Die gegenteilige Wirkung hat der Nachbelichter. Indem partiell mehr Licht auf das Fotopapier gelassen wird, färbt sich dieser Bereich dunkler bzw. intensiver. GIMP arbeitet natürlich nicht mit Film oder Fotopapier, doch das Programm kann diese Effekte nachahmen. Der Abwedler eignet sich, um Gesichter oder einzelne Partien aufzuhellen. Wir versuchen das einmal mit dem Bild meiner Tochter Luana. Die hellen Puppen im Vorder- grund übertönen das Gesicht ein wenig, deshalb versuchen wir, das Gesicht mit dem Abwedler aufzuhellen. 1. Öffnen Sie die Datei puppenspielerin.jpg. 2. Wählen Sie das Abwedeln/Nachbelichten-Werkzeug . 3. Stellen Sie das Werkzeug folgendermaßen ein: Deckkraft 100, Skalieren 5 oder mehr, Umfang Mitten und Belichtung 30 (siehe Abbildung 3-27). Bei Typ wählen wir Abwedeln, um den gewählten Bereich aufzuhellen. Abbildung 3-27. Die Einstellungen des Abwedeln/Nachbelichten-Werkzeugs 54 Teil II: Einfache Korrekturen
  25. 25. Zusammenfassung und Ausblick Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 Abbildung 3-28. Im Originalbild ist das Gesicht meiner Tochter Abbildung 3-29. Durch die Bearbeitung mit dem Abwedler ziemlich dunkel. wurde das Gesicht etwas aufgehellt. 4. Der Abwedler funktioniert wie ein Pinsel, nur dass der überstrichene Tipp Bereich nicht mit einer Farbe bemalt, sondern eben aufgehellt wird. Fahren Sie großzügig über das Gesicht. Achten Sie darauf, dass Sie das Wenn Ihnen der Abwedler bzw. Nachbelichter zu stark erscheint, Gesicht in einem Zug übermalen. Wenn Sie erneut klicken, wird der können Sie den Effekt abschwä- darunterliegende Bereich erneut aufgehellt, und das kann schnell des chen, indem Sie den Regler Belich- Guten zu viel sein. Der Effekt ist nicht unmittelbar sichtbar, doch wenn tung auf einen tieferen Wert ein- Sie dasselbe Bild noch einmal öffnen, können Sie den Unterschied wie stellen. in Abbildung 3-28 und Abbildung 3-29 feststellen. Zusammenfassung und Ausblick In diesem Kapitel haben Sie die wichtigsten Werkzeuge von GIMP ken- nengelernt und Ihre ersten Gehversuche mit ihnen gemacht. Mit diesem Werkzeugset können Sie schon viel erreichen, und Sie werden sehen, dass viele Ihrer neu erlernten Fertigkeiten auch in den folgenden Kapiteln immer wieder gefragt sein werden. Im nächsten Kapitel lernen Sie das Wichtigste über Filter und sehen, wie man diese Werkzeuge für Korrekturen, aber auch für Verfremdungen nutzen kann. Kapitel 3: Die wichtigsten Werkzeuge 55
  26. 26. Dies ist ein Auszug aus dem Buch "Praxisworkshop GIMP 2, 2. Auflage", ISBN 978-3-89721-926-7 http://www.oreilly.de/catalog/pwgimp2ger/ Dieser Auszug unterliegt dem Urheberrecht. © O’Reilly Verlag 2009

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