Nachhaltige Schrumpfung   (La décroissance soutenable)           Nicolas Gergaud        nicolas.gergaud@aon.at            ...
Exponentielles Wachstum„The greatest shortcoming of the human race is our inability to understand the exponentielfunction"...
Exponentielles Wachstum„Jeder der glaubt, dass exponentielles Wachstum in einer endlichen Welt für immerweitergehen kann i...
Die "herrschende Meinung" der Ökonomen:     „Die Welt kann eigentlich auch ohne natürliche Ressourcen auskommen. weswegen ...
Die "herrschende Meinung" der Ökonomen     „Die Welt kann eigentlich auch ohne natürliche Ressourcen auskommen. weswegen i...
Die "herrschende Meinung" der Ökonomen Wachstums ist ein Allheilmittel => Umwelt Kuznets Kurve: Zusammenhang zwischen Pro-...
Die "herrschende Meinung" der Ökonomen: Wachstums ist ein Allheilmittel => Trickle-down-effekt: Der Wohlstand der Reichen ...
Die "herrschende Meinung" der Ökonomen Wachstums ist ein Allheilmittel => Senkung der Arbeitslosigkeit: Welche Kausalitäte...
Die "herrschende Meinung" der Ökonomen Wachstums ist ein Allheilmittel => Senkung der Arbeitslosigkeit: Kritik: „Da in den...
Schwellenwert des ökonomischen WachstumDas Glück wächst nicht, wenn das Einkommen eines Landes steigt (Easterlin)         ...
Schwellenwert des ökonomischen WachstumLebenserwartung VS Einkommen (BIP pro Kopf - Kaufkraftparität).                    ...
Schwellenwert des ökonomischen Wachstum                                                                   (Jackson, 2009)K...
Schwellenwert des ökonomischen Wachstum                                                             (Jackson, 2009)Ausbild...
Nachhaltige Schrumpfung„Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in          jedem Problem einen Nagel“            (Ab...
Nachhaltige SchrumpfungDegrowth ist ein politisches, bottom-up getriebenes, Emanzipationsprojekt. Es zielt darauf ab dasWa...
Warum la décroissance?a- Bioökonomikb- Ökosysteme / Nachhaltigkeitc- Kulturelle Vielfaltd- Sinn des Lebense- Demokratie   ...
a- BioökonomikVerfügbarkeit von Ressourcen verringert sich („Peak-everything“)Falschheit der endlosen Substitution: „Durch...
a- Bioökonomik (Thermodynamik)Die Sanduhr ist ein geschlossenes System – kein Sand kommt von außen dazu oder trittnach auß...
a- Bioökonomik (Thermodynamik)Der Sand fließt aus der oberen Kammer ständig nach unten und wird in der unterenKammer angeh...
a- BioökonomikGoergescu-Roegens bioeconomic minimum program1) prohibition of the production of all elements of war;2) the ...
b- Ökosysteme / NachhaltigkeitDie Grenzen der Erde            The green circle represents the safe                        ...
b- Ökosysteme / NachhaltigkeitDer ökologische Fußabdruck :Alle natürlichen Rohstoffe, die wirzum Essen, Wohnen, Reisen, et...
b- Ökosysteme / NachhaltigkeitVirtuelles Wasser: beschreibt, welche Menge Wasser in einem Produkt odereiner Dienstleistung...
b- Ökosysteme / Nachhaltigkeit
b- Ökosysteme / NachhaltigkeitDer Mythos der technologischen Rettung.Rebound-Effekt, Jevons ParadoxonTechnologischer Forts...
b- Ökosysteme / Nachhaltigkeit                      Wir können nicht mehr                     konsumieren, weil unsere    ...
b- Ökosysteme / Nachhaltigkeit                            Rebound-Effekt                                             Thank...
c- Kulturelle VielfaltIvan Illich (1974): socially critical thresholds:Below a critical quanta of energy, „motors improve ...
c- Kulturelle VielfaltSerge Latouche ;Antiutilitaristische Bewegung in den SozialwissenschaftenDie Theorien der Effizienz ...
c- Kulturelle VielfaltAndré Gorz (1977)Immaterielles Wachstum?Uns die Sauberkeit, die immateriellen Produktionen, die Frei...
c- Kulturelle VielfaltHans Jonas (1989):Das Prinzip Verantwortung: Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation...
d- Sinn des LebensSinne in unserem Verhältnis zur Welt.ThorauWalden (life in the woods) 1854."Warum müssen wir uns wahnsin...
d- Sinn des Lebens Pierre Rabhi                        „Bewegung für die Erde und den Humanismus“ (Colibris)              ...
e- DemokratieFür ein Erweiterung der DemokratieInstitutionen sollten von der Bevölkerung kommen  Cornelius Castoriadis  „S...
Pause : Das Recht auf Faulheit!                             Das Recht auf Faulheit:                         Widerlegung de...
Vielfältige Strategien der SchrumpfungDie Nachhaltige Schrumpfung wird von Bewegungen mit vielfältigen Strategien unterstü...
Convergence of strategies
Anti-growthKauf-Nix-Tag       Adbusters = Anti-Werbung                   Opposition to mega-projects
Alter-growthSparsame Innovation:         Innovation                       NEGAWATT                                      SC...
A-growth
De-growth"Einführung einesGrundeinkommens;Institutionalisierung einerEinkommensgrenze aufMaximum-Minimum-Verhältnis"      ...
No-growth* Political struggle to maintain non market relations* Conservation of art traditions* Defense of democratic inst...
DANKEEine Schnecke erweitert den filigranen Aufbau ihres Hauses um eine Anzahl immergrößerer Ringe. Sie hört mit ihrer Bau...
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  1. 1. Nachhaltige Schrumpfung (La décroissance soutenable) Nicolas Gergaud nicolas.gergaud@aon.at Soak 2011 - Graz
  2. 2. Exponentielles Wachstum„The greatest shortcoming of the human race is our inability to understand the exponentielfunction" (Albert Bartlett) *1) Für die folgenden Jahre wurde ein Wachstum von jährlich 2% erwartet.Wann verdoppelt sich das BIP?BIP Österreich 2010 = 284.000 Mio. € X = 70/ (% Wachstum).BIP Österreich (2010 + X) = 568.000 Mio. €2) Es wird geschätzt, dass das Auftreten von Asthma in Westeuropa sich in den letzten 10Jahren verdoppelt hat. Welches Wachstumsrate?http://www.de.european-lung-foundation.org/index.php?id=1943) Der Boom in Indien hält an: Die indische Regierung rechnet für das Ende Märzablaufende Finanzjahr 2009/2010 mit einem Wirtschaftswachstum von 7,2 Prozent (Derstandard, Februar 2010). Wann verdoppelt sich das BIP? *See:http://www.youtube.com/view_play_list?p=6A1FD147A45EF50D
  3. 3. Exponentielles Wachstum„Jeder der glaubt, dass exponentielles Wachstum in einer endlichen Welt für immerweitergehen kann ist entweder verrückt oder ein Wirtschaftswissenschaftler“.(Kenneth E. Boulding, Ökonom)Angenommen, ein Weizenkorn wiegt ca. 0,05 gDie gesamte Menge Weizen, die sich auf dem Schachbrett befände (ca. 922 Mrd. t)entspricht etwa der 1400-fachen weltweiten Weizenernte des Jahres 2008 (664 Mio. t)!
  4. 4. Die "herrschende Meinung" der Ökonomen: „Die Welt kann eigentlich auch ohne natürliche Ressourcen auskommen. weswegen ihre Erschöpfung nur ein Ereignis ist, aber keine Katastrophe” (Solow, 1974).Substitutionalität: Ersetzbarkeit von Gütern bzw. Produktionsfaktoren, ohne dass sich amGrad der Bedürfnisbefriedigung, der Qualität oder Ausbringungsmenge etwas ändert.Kann z. B. bei der Möbelproduktion der Einsatz einer geringeren Menge an Holz durch einehöhere Menge an Kunststoff ersetzt werden, liegt Substitutionalität vor.Natürlichen Ressourcen entweder nicht notwendig oder nicht essenziell für Güterproduktion! Europas Fischer sollen fortan Plastikmüll fangen (European Commission, April 2011). „What about the poor? Let them eat growth! Better yet, let them feed on the hope of eating growth in the future!" (Daly, 1977).
  5. 5. Die "herrschende Meinung" der Ökonomen „Die Welt kann eigentlich auch ohne natürliche Ressourcen auskommen. weswegen ihre Erschöpfung nur ein Ereignis ist, aber keine Katastrophe” (Solow, 1974).Ressourcen nicht (mehr) knapp: Backstop-TechnologieBackstop-Technologien können erschöpfbare Ressourcen vollständig substituieren.Übergang zur Backstop-technologie wenn Preis der erschöpfbaren Ressource so hoch,dass sehr hohe, aber konstante Durchschnittskosten der Backstop-technologie gedecktwerden können.Beispiel: Solarenergie kann die Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen substituiert. InForm ihrer Anwendung (Solartechnik) steht sie z.B. bei der Gewinnung von Strom bzw.Wärme durch Photokollektoren unbegrenzt zur Verfügung (keine Knappheit).=> stetiges Wachstum ohne die Auswirkungen der Erschöpfung von Ressourcen! PEAK OIL => „just an event, not a catastrophe“ ?!
  6. 6. Die "herrschende Meinung" der Ökonomen Wachstums ist ein Allheilmittel => Umwelt Kuznets Kurve: Zusammenhang zwischen Pro-Kopf-Einkommen eines Landes und Grad der Umweltverschmutzung. Die Emissionen der Umweltschadstoffe zunehmen zunächst bis zu einem Gipfel, danach mit weiter zunehmendem Pro-Kopf-Einkommen wieder abnehmen. Kritik:: - nicht für THG. - nicht für Abfallmengen. - externalisierte Schäden
  7. 7. Die "herrschende Meinung" der Ökonomen: Wachstums ist ein Allheilmittel => Trickle-down-effekt: Der Wohlstand der Reichen (verfügbares Einkommen) werden nach und nach in die unteren Schichten der Gesellschaft durchsickern. Kritik: Trotz steigenden Reichtums steigt in Österreich das Armutsrisiko. Rd. 1 Million Menschen, 13,2% der Bevölkerung sind in Österreich armutsgefährdet, d.h. ihr Monatseinkommen ist niedriger als 848 Euro. (AK Oberösterreich – 2006) Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst!
  8. 8. Die "herrschende Meinung" der Ökonomen Wachstums ist ein Allheilmittel => Senkung der Arbeitslosigkeit: Welche Kausalitäten zwischen der Höhe des Wirtschaftswachstums auf der einen und der Höhe der Arbeitslosigkeit auf der anderen Seite bestehen, ist umstritten. Eine zumindest grundsätzliche Korrelation feststellbar.
  9. 9. Die "herrschende Meinung" der Ökonomen Wachstums ist ein Allheilmittel => Senkung der Arbeitslosigkeit: Kritik: „Da in den letzten Jahren in hochentwickelten Ländern wie Österreich das Wirtschaftswachstum nicht in der Lage war, die Arbeitslosigkeit zu senken und laut WIFO-Prognose auch dazu weiterhin nicht in der Lage sein wird, sollte nicht nur nach Strategien gesucht werden, das Wachstum zu erhöhen“ (Hinterberger et al., 2009). Das BIP hat sich die letzte 60 Jahren fast versiebenfachen, aber der Anzahl der beschäftigten hat sich „nur“ verdoppelt (WKO, 2006) Darüber hinaus, wird eine eventuelle Erhöhung der Beschäftigung eher mit eine Präkarisierung der Arbeitswelt (Unsicherheit, niedrigen Einkommen, usw.) einhergehen.
  10. 10. Schwellenwert des ökonomischen WachstumDas Glück wächst nicht, wenn das Einkommen eines Landes steigt (Easterlin) 1) Economic gains 2) Lifestyle
  11. 11. Schwellenwert des ökonomischen WachstumLebenserwartung VS Einkommen (BIP pro Kopf - Kaufkraftparität). (Jackson, 2009)
  12. 12. Schwellenwert des ökonomischen Wachstum (Jackson, 2009)Kindermortalität VS Einkommen (BIP pro Kopf - Kaufkraftparität).
  13. 13. Schwellenwert des ökonomischen Wachstum (Jackson, 2009)Ausbildung VS Einkommen (BIP pro Kopf - Kaufkraftparität).
  14. 14. Nachhaltige Schrumpfung„Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel“ (Abraham Harold Maslow) „Wir können nicht Probleme beheben, indem wir dieselbe Art des Denkens verwenden, dass wir verwendeten, als wir sie schufen“ (Albert Einstein)
  15. 15. Nachhaltige SchrumpfungDegrowth ist ein politisches, bottom-up getriebenes, Emanzipationsprojekt. Es zielt darauf ab dasWachstums-Doxa zu hinterfragen, welches seit zwei Jahrunderten jegliche Entwicklungs- und Fortschritts-Politik beherrscht. Als Konsequenz daraus, durchdringt der Wachstumsgedanke sämtliche Institutionen,sodass er heutzutage tief im Vorstellungsvermögen des modernen Menschenverankert ist. De-growthversucht dieses zweifache Problem zu adressieren, sowohl auf gesellschaftlicher als auch individuellerEbene.De-growth ist ein vorsätzlicher und gewaltloser Aufruf zum Aufstand des Bewusstseins, zu einer kulturellen(institutionellen) Revolution. De-growth strebt danach die Vorstellungskraft zu entkolonialisieren zu Gunstenvon sozialem Wohlstand (und sozialer Gerechtigkeit) und ökologischer Nachhaltigkeit. Gewissermaßenbegründet in der europäischen Aufklärung (Kants sapere aude!), verlangt De-growth nach der Gründungeiner autonomen Gesellschaft. In einer solchen Gesellschaft sind die Menschen als Entscheidungsträger mitklarem Verstand (individuelle Autonomie) ermächtigt, was eine reguläre und bewusste Aktualisierung ihrerInstitutionen ermöglicht. Vergleichbar dazu muss jegliche Entscheidung bezüglich Technologie in einembreiten politischen und demokratischen Prozess getroffen werden und nicht etwa von technokratischenExperten. Für diesen Zweck spricht De-growth von einer Niedrigenergie-gesellschaft in einer konvivialenModernität (sparsame Innovation).Außerdem strebt De-growth – als radikales Ecological Economics-Manifesto – nach einer vorübergehendenund freiwilligen Reduktion des ökonomischen Systems. Sie impliziert nicht nur eine Verringerung des BIP inRichtung eines nachhaltigen Levels an Produktion und Konsum, sondern vorrangig eine Verschiebung vonökonomischer Rationalität zu einem öko-sozialen Prinzip. Erst das kann zu starker Nachhaltigkeit führen.Eigene Definition.
  16. 16. Warum la décroissance?a- Bioökonomikb- Ökosysteme / Nachhaltigkeitc- Kulturelle Vielfaltd- Sinn des Lebense- Demokratie Nicholas Georgescu-Roegen
  17. 17. a- BioökonomikVerfügbarkeit von Ressourcen verringert sich („Peak-everything“)Falschheit der endlosen Substitution: „Durch die anhaltende Verfechtung, dassdie Welt eigentlich auch ohne Ressourcen auskommen kann, wird derUnterschied zwischen der realen Welt und dem Garten Eden missachtet“(Georgescu-Roegen) Entropiegesetz ist für die Wirtschaftstheorie von Bedeutung. Entropie lässt sich nicht nur als Maß für Energieverluste anwenden, sondern auch für Stoffverluste . Die Wirtschaft stellt ein offenes thermodynamisches System dar, das niedrige Entropie importiert und hohe exportiert. PLÄDOYER GEGEN DIE VERSCHWENDUNG!
  18. 18. a- Bioökonomik (Thermodynamik)Die Sanduhr ist ein geschlossenes System – kein Sand kommt von außen dazu oder trittnach außen. Zweitens wird innerhalb der Uhr weder neuer Sand produziert nochbestehender Sand zerstört. Erstes Gesetz der Thermodynamik: Erhaltung von Materie/Energie!
  19. 19. a- Bioökonomik (Thermodynamik)Der Sand fließt aus der oberen Kammer ständig nach unten und wird in der unterenKammer angehäuft. Der Sand in der oberen Kammer verfügt immer noch über dasPotential zu fallen, entspricht also noch nützlicher Materie von niedriger Entropie. Der Sandin der unteren Kammer hat im Fallen sein ganzes Arbeitspotential ausgeschöpft. Der Sandin der unteren Kammer ist also eine Materie mit hoher Entropie. Zweites Gesetz der Thermodynamik: In einem geschlossenen System (die Erde) nimmt die Entropie zu!
  20. 20. a- BioökonomikGoergescu-Roegens bioeconomic minimum program1) prohibition of the production of all elements of war;2) the then released productive forces should be used for both national andinternational aid for the sake of prosperity;3) mankind should gradually reduce its population to a level that can be sustainedonly through organic culture;4) all waste of energy (overheating, overcooling, overspeeding, overlighting, etc)should be avoided;5) "we must cure ourselves of the morbid craving for extravagant gadgetry" and"get rid of fashion", whereas "manufactures will have to focus on durability" andreparability;6) "we should cure ourselves [. . . ] of the circumdrome of the shaving machine,which is to shave oneself faster so as to have more time to work on a machinethat shaves faster so as to have more time to work on a machine that shaves stillfaster, and so on ad infinitum"Nicholas Georgescu-Roegen, Energy and Economic Myths (1975)
  21. 21. b- Ökosysteme / NachhaltigkeitDie Grenzen der Erde The green circle represents the safe operating space for humanity, that is where we should be. The red wedges show were we actually are, already having exceeded the limits in three areas: the rate of biodiversity loss, climate change and human interference with the nitrogen cycle. (Rockström et al., 2009)
  22. 22. b- Ökosysteme / NachhaltigkeitDer ökologische Fußabdruck :Alle natürlichen Rohstoffe, die wirzum Essen, Wohnen, Reisen, etc.verbrauchen, benötigen Platz zumNachwachsen auf unseremPlaneten. Ebenso braucht die NaturRessourcen, um unsere Abfälleabzubauen (z.B. Wälder, um dasCO2 zu binden).Der ökologische Fußabdruck machtdiesen Flächenbedarf deutlich undvermittelt ein verständliches Bild derökologischen Grenzen unseresPlaneten.
  23. 23. b- Ökosysteme / NachhaltigkeitVirtuelles Wasser: beschreibt, welche Menge Wasser in einem Produkt odereiner Dienstleistung enthalten ist oder zur Herstellung verwendet wird. See: http://www.waterfootprint.org
  24. 24. b- Ökosysteme / Nachhaltigkeit
  25. 25. b- Ökosysteme / NachhaltigkeitDer Mythos der technologischen Rettung.Rebound-Effekt, Jevons ParadoxonTechnologischer Fortschritt erlaubt die effizientere Nutzung eines Rohstoffes.Aber keine absolute Entkopplung (nur relative).Erhöhung der Nutzung der Rohstoffe, anstatt Senkung.
  26. 26. b- Ökosysteme / Nachhaltigkeit Wir können nicht mehr konsumieren, weil unsere Grenzen erreicht sind. Der Mythos der technologischen Rettung. Innovation Rebound-Effekt Rebound- Effekt! Nach François Schneider (2003)
  27. 27. b- Ökosysteme / Nachhaltigkeit Rebound-Effekt Thanks Schneider
  28. 28. c- Kulturelle VielfaltIvan Illich (1974): socially critical thresholds:Below a critical quanta of energy, „motors improve the conditions for social progress.Above this threshold, energy grows at the expense of equity". Beyond this critical point,a coercive techno-bureaucratic power is necessary to maintain the social order.Furthermore, this energetic threshold may be easily converted to transportation velocity.Thus, the Austrian philosopher states that "high speed is the critical factor which makestransportation socially destructive" (Illich, Energy and equity, 1974).Konvivialität !!Deschooling Society (Illich, 1971)Medical Nemesis (Illich, 1975)
  29. 29. c- Kulturelle VielfaltSerge Latouche ;Antiutilitaristische Bewegung in den SozialwissenschaftenDie Theorien der Effizienz und Rationalität ökonomischen Handelns in Fragestellung.Aufbau von autonomen, sparsamen und solidarischen Gesellschaften im Norden wieim Süden!Kritik der Entwicklung => Nachhaltige Entwicklung ist einen Widerspruch in sich.Entkolonialisierung der Vorstellungswelt => Neue Bewertung, neue Kulturenaufzubauen, revolutionäre Reformen der Institutionen."We women and men, the sovereign people of Ecuador [. . . ] decide to build a newform of public coexistence, in diversity and in harmony with nature, to achieve thegood way of living, the sumak kawsay" (Constitution of the Republic of Ecuador,2008)The European Union "shall work for the sustainable development of Europe based onbalanced economic growth" (Treaty on European Union - Lisbon, 2008).
  30. 30. c- Kulturelle VielfaltAndré Gorz (1977)Immaterielles Wachstum?Uns die Sauberkeit, die immateriellen Produktionen, die Freizeitvergnügungen, derWohlstand – den Ländern der «Dritten Welt», – sofern sie schön vernünftig sind, – diemateriellen Produktionen, der Dreck, die Schäden, der Schweiß, die Ermüdung, dieverstopften und verschmutzten Straßen in den Städten.Warum sollten sie nicht versuchen, die immateriellen Produktionen, von denen viel nochhandwerklichen und vorkapitalistischen Charakter aufweisen, aufzukaufen und zuindustrialisieren? Denken Sie: wenn man die Medizin, den Sex, die Bildung, die Kulturindustrialisieren würde – welch gewaltiges Feld öffnete sich dann dem kapitalistischenWachstum.La décroissance?Es geht nicht darum, zur Subsistenzlandwirtschaft zurückzukehren und auch nicht zurAutarkie der Gemeinden, sondern darum, ein Gleichgewicht zwischen institutionellerProduktion und Autonomie der Basisgemeinden wiederherzustellen.
  31. 31. c- Kulturelle VielfaltHans Jonas (1989):Das Prinzip Verantwortung: Versuch einer Ethik für die technologische ZivilisationUtopie und FortschrittsgedankeNotwendigkeit des Abschieds vom utopischen IdealDie psychologische Gefahr des WohlstandsversprechensKontraktion viel eher als Wachstum wird die Losung werden müssen, und die wird denPredigern der Utopie noch schwerer fallen als den ideologisch nicht gebundenenPragmatikern.-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Jacques Ellul (1954)„Kann man den Fortschritt heute nicht mehr aufhalten“, weil man felsenfest und ohnejegliches Urteilsvermögen an seine Notwendigkeit glaubt. Der Materialismus, der unsereZeit beherrscht (und viele unserer Zeitgenossen erkennen dies an) ist nichts anderes alsein Technikfetischismus (Jacques Ellul, die technologische Gesellschaft 1954)
  32. 32. d- Sinn des LebensSinne in unserem Verhältnis zur Welt.ThorauWalden (life in the woods) 1854."Warum müssen wir uns wahnsinnig beeilen, Erfolge zu erringen, und wozu stürzen wiruns in solch verzweifelte Unternehmungen? Wenn jemand mit seinen Gefährten nichtSchritt hält, so tut er es vielleicht deshalb nicht, weil er einen andern Trommler hört““Wenn der Mensch die Dinge hat, die zum Leben nötig sind, so gibt es noch andereBestrebungen, als sich um das Überflüssige zu bemühen: es steht ihm jetzt frei, sich demLeben selbst zuzuwenden."Thoreau; GandhiCivil disobedience (Ziviler Ungehorsam) - 1846Gewaltfrei vollzogene bewusste Verstoß gegen ein Gesetz, eine Pflicht oder den Befehleines Staates oder einer anderen Macht.Satyagraha (Ziviler Widerstand)„Das Ziel des Satyagraha ist den falsch Handelnden zu bekehren, nicht zubezwingen.“ (Gandhi, 1939)
  33. 33. d- Sinn des Lebens Pierre Rabhi „Bewegung für die Erde und den Humanismus“ (Colibris) „Oasen an allen Orten“: in dem Mensch und Umwelt im Mittelpunkt stehen und respektiert werden sollen. Einfaches Leben (Simple living), Freiwillige Einfachheit (Voluntary Simplicity) Einfach leben, damit einfach die andere leben können Präsidentschaftskandidat 2002 => stellt das Thema Nachhaltige Schrumpfung bei der französischen Präsidentschaftswahl. Paul ArièsDécroissance ou Barbarie!„La question n’est plus seulement de savoirquelle Terre nous léguerons à nos enfants,mais aussi quels enfants nous laisserons surcette planète ravagée."
  34. 34. e- DemokratieFür ein Erweiterung der DemokratieInstitutionen sollten von der Bevölkerung kommen Cornelius Castoriadis „Sozialismus oder Barbarei“: selbständigen Organisation, die eine Zeitschrift gleichen Namens herausbrachte. „Gesellschaft als imaginäre Institution“ (1975) : Revolutionäres Denken zielt auf radikalen gesellschaftlichen Wandel, auf die Umwälzung der bestehenden und die Schaffung neuer, egalitär-demokratischer Institutionen. Verwirklichung der individuellen wie gesellschaftlichen Autonomie und Emanzipation. Def: Autonomie: uns selbst die Gesetze geben, in bewusster Weise, unter Beteiligung von uns Allen Autonomie VS Heteronomie Deutsche Quelle: Max Zulauf
  35. 35. Pause : Das Recht auf Faulheit! Das Recht auf Faulheit: Widerlegung des Rechts auf Arbeit (Lafargue 1880) „Alle unsere Produkte sind verfälscht, um ihren Absatz zu erleichtern und ihre Existenzdauer zu verkürzen. Unser Epoche sollte das Zeitalter der Fälschung genannt werden, wie die ersten Epochen der Menschheit die Namen Steinzeit, Bronzezeit, je nach dem Charakter ihrer Produktion erhielten“.
  36. 36. Vielfältige Strategien der SchrumpfungDie Nachhaltige Schrumpfung wird von Bewegungen mit vielfältigen Strategien unterstützt- Oppositionen und "Dissens"- freiwillig Einfachheit (voluntary simplicity & „sparsame“ Innovationen (frugal innovation)- Theorie Entwicklung- Kämpfe und politische Maßnahmen für die Änderung von Institutionen- Kämpfe und politische Maßnahmen zum Erhalten einige Institutionen.
  37. 37. Convergence of strategies
  38. 38. Anti-growthKauf-Nix-Tag Adbusters = Anti-Werbung Opposition to mega-projects
  39. 39. Alter-growthSparsame Innovation: Innovation NEGAWATT SCHRUMPFUNG!! Debound- Effekt!
  40. 40. A-growth
  41. 41. De-growth"Einführung einesGrundeinkommens;Institutionalisierung einerEinkommensgrenze aufMaximum-Minimum-Verhältnis" "Einführung von globalen mineralgewinnenden Moratorien für Gebiete mit hoher Biodiversität und kulturellen Wert, und Entschädigungen für das Verlassen Ressourcen unter der Erde" Thanks Schneider
  42. 42. No-growth* Political struggle to maintain non market relations* Conservation of art traditions* Defense of democratic institutions* Conservation of resources* Defense of ecosystems* Defense of equality rights
  43. 43. DANKEEine Schnecke erweitert den filigranen Aufbau ihres Hauses um eine Anzahl immergrößerer Ringe. Sie hört mit ihrer Bautätigkeit auf, wenn ein einziger weiterer Ringdas Haus um das Sechzechnfache vergrößern würde. Anstatt der Schneckelebensdienlich zu sein, würde dieser eine weitere Ring sie mit einem solchenÜbergewicht belasten, dass jedes Wachstum ihrer Lebensaktivitäten gebremst würdedurch die Aufgabe, die Schwierigkeiten zu bewältigen, die die Vergrößerung desHauses über die Grenze des Zweckdienlichen hinaus nach sich zöge. Ab einemgewissen Punkt multipliziert sich das Ausmaß der Überwucherung, während diebiologische Kapazität der Schnecke bestenfalls arithmetisch wachsen kann. (Ivan Illich) nicolas.gergaud@aon.at

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