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Konjunkturelle Auswirkungen des hohen Ölpreises                                                               ERSTE GROUP ...
Rückblick: Was geschah seit dem letzten Ölreport?                                                                         ...
Ölproduzenten erwarten und benötigen hohes Preisniveau                                                                    ...
Rohstoffhausse definitiv liquiditätsgetrieben                                                                             ...
Kräftemessen am Persischen Golf                                                                                           ...
Angebot: Nothing to spare?                                                                                                ...
Nachfrage:OECD Peak vs. starkes Wachstum in Emerging Markets                                                         ERSTE...
Schieferöl „the next big thing“?                                                                              ERSTE GROUP ...
Technische Analyse: Sentiment vs. Saisonalität                                                                            ...
FAZIT                                                                                 ERSTE GROUP•   Das Fundament für neu...
ERSTE GROUP               VIELEN DANK FÜR IHRE                  AUFMERKSAMKEITPressekonferenz, Wien                 Spezia...
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Die Entwicklung des Rohölpreises 2012

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Rohöl der Marke Brent markierte 2011 ein neues durchschnittliches Allzeithoch von 111 US-Dollar je Barrel. Auch inflationsbereinigt war dies höher als 2008 und sogar höher als während des zweiten Ölschocks 1979/1980. Getrieben wurde die Ölpreisentwicklung im Vorjahr in erster Linie von der Angebotsseite und den Unruhen von Marokko bis in den Iran. Diese gesamte Region produziert knapp 30 Millionen Barrel pro Tag (mb/d) und exportiert mehr als 21 mb/d. Die zunehmend expansive Geldpolitik seitens Federal Reserve, EZB, Bank of England und Bank of China wirkten ebenfalls stimulierend. Nachdem die Federal Reserve ihre Nullzinspolitik nun zumindest bis Ende 2014 fortsetzen wird, sollte dies den gesamten Rohstoffsektor und hier insbesondere Öl und Gold unterstützen. Das Fundament für neue Allzeithochs ist somit gelegt.
Weiters scheint es, als würde die OPEC den Preis derzeit besser denn je kontrollieren. Preise von 90-110 US-Dollar dürften im aktuellen Umfeld noch keinen Nachfrageeinbruch in Folge gestiegener Preise auslösen.

Veröffentlicht in: Wirtschaft & Finanzen
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Die Entwicklung des Rohölpreises 2012

  1. 1. ERSTE GROUPSpezial-Report ÖL 2012„Nothing to spare“Friedrich Mostböck, CEFAHead of Group ResearchRonald-Peter Stöferle, CMTInternational Equities ResearchPressekonferenz5. März 2012, Wien
  2. 2. Konjunkturelle Auswirkungen des hohen Ölpreises ERSTE GROUP • Der durchschnittliche Benzinpreis im Jänner stieg in den USA zuletzt auf ein neues Allzeithoch • Der hohe Spritpreis ist eine zusätzliche Belastung für den US- Konsumenten • Ein Preisanstieg um 10 Cents je Gallone, entspricht einer Belastung der US-Haushalte von USD 14 Mrd. pro Jahr. • Wir gehen davon aus, dass sich hohe Spritpreise in den USA auch konjunkturell bemerkbar machen werden.• Auch in Europa könnte der gestiegene Ölpreis konjunkturelle Auswirkungen nach sich ziehen• In Euro gemessen hat der Brent-Preis neue Allzeithochs markiert. Deflationsängste scheinen (zumindest in diesem Zusammenhang) unbegründet. Pressekonferenz, Wien Spezialreport Öl 5. März 2012 2
  3. 3. Rückblick: Was geschah seit dem letzten Ölreport? ERSTE GROUP - Brent markierte 2011 ein neues durchschnittliches Allzeithoch von USD 111 - Inflationsbereinigt höher als 2008 und 1979/198 - Preistreiber: Angebotsseite, Unruhen in MENA-Region, QE around the Globe - Federal Reserve wird bis mind. Ende 2014 Nullzinsen beibehalten – Fundament für neue Allzeithochs ist gelegt- Im Vorjahr sahen wir überwiegend Aufwärtsrisiken und erwarteten eine stärkere Ausbreitung des revolutionären Flächenbrandes- Systemimmanente Probleme sind aufgeschoben, nicht aufgehobenPressekonferenz, Wien Spezialreport Öl5. März 2012 3
  4. 4. Ölproduzenten erwarten und benötigen hohes Preisniveau ERSTE GROUP - Ölpreisprognosen der Produzenten: - Mexiko, Saudi Arabien und Russland mit genauesten Prognosen - Für 2012: deutlich höhere Prognosen - WTI: Saudi Arabien: USD 97, Mexiko: USD 116, Russland USD 120 je BarrelQuelle: „Oil Price Forecast for 2012“, Roland Berger- Break-Even-Oil Price (BEOP) steigt sukzessive- Saudi Arabien benötigt USD 80/Barrel um ausgeglichenen Staatshaushalt zu erreichen- Iran (USD 85), Irak, Bahrain (USD 100) und Russland (USD 126)- Stark gestiegene Staatsausgaben, um Revolutionsbestrebungen zu kalmieren- Subventionen als langfristiges Dilemma Pressekonferenz, Wien Spezialreport Öl 5. März 2012 4
  5. 5. Rohstoffhausse definitiv liquiditätsgetrieben ERSTE GROUP - hohe positive Korrelation zw. Aktien und Öl kann nicht mit herkömmlichen Angebots- Nachfragemustern erklärt werden - „Bernanke-Put“ hauptverantwortlich für gestiegene Risikobereitschaft - Kommt QE 3?- seit 1971 klar erodierte Kaufkraft des US-Dollars- 98% an Kaufkraft verloren, während Öl in Gold gemessen sehr stabil tendierte- deutlich erhöhte Volatilität seit Ende von Bretton Woods- Zunehmende Kritik an USD-Währungshegemonie- Das Ende des Petrodollars?Pressekonferenz, Wien Spezialreport Öl5. März 2012 5
  6. 6. Kräftemessen am Persischen Golf ERSTE GROUP- Iran ist der zweitgrößte Produzent innerhalb der OPEC und der drittgrößte Ölexporteur weltweit- China, Japan, Korea und Indien sind die wichtigsten Handelspartner- US-Sanktionen führen zu Kollaps des iranischen Rial- In Folge von Ölkrisen stieg Ölpreis historisch um 30-70%- Jede Ölkrise verursachte eine US-Rezession- Sanktionen werden Abwärtstrend der iranischen Ölproduktion beschleunigen - Wie wahrscheinlich ist eine Sperre der Straße v Hormus? - Sperre hätte kurzfristig dramatische Folgen - Aufgrund der militärischen Kapazitäten kann der Iran die Meerenge definitiv nicht über einen ausgedehnten Zeitraum blockieren - Cui Bono? Iran würde sich ins eigene Fleisch schneiden. - Auswirkungen auf LNG-Markt wären am größten Pressekonferenz, Wien Spezialreport Öl 5. März 2012 6
  7. 7. Angebot: Nothing to spare? ERSTE GROUP Reserve/Produktionsverhältnis in Jahren - 2011 hat gezeigt wie sensibel der Markt selbst auf geringe Produktionsausfälle reagiert – Angebot und Nachfrage liegen derzeit sehr nahe beieinander - OPEC-Produktion bei 30mb/d (+0,5 mb/d) - Libyen-Krise hat Auswirkungen von Produktionssaufällen gezeigt – Quantität UND Qualität entscheidend - Produktion konnte in Libyen rasch wieder hochgefahren werden - Irak als großer Hoffnungsträger? Die niedrigen Früchte scheinen bereits gepflückt.- In Zeiten großer Unsicherheit auf der Angebotsseite, nimmt die Reservekapazität eine wichtige Rolle ein- Sie soll Ausfälle ausgleichen und den Markt stabilisieren- Rund 75% der Reservekapazität entfällt auf Saudi Arabien- Die Grafik zeigt, dass Saudi Arabien noch nie nachhaltig mehr als 10mb/d produziert hat- Es ist zu befürchten, dass sich erst im Ernstfall herausstellen wird, ob die Reservekapazität im angegebenen Umfang existiert Pressekonferenz, Wien Spezialreport Öl 5. März 2012 7
  8. 8. Nachfrage:OECD Peak vs. starkes Wachstum in Emerging Markets ERSTE GROUP Ölverbrauch/Kopf (in Barrels/Jahr)- Nachfragewachstum hat sich 2011 deutlich eingebremst- 2010: + 2,88 mb/d, in 2011 lediglich 0,8mbd/d- Auch Wachstum in China hat sich abgeschwächt, in 2010 noch + 12,5%, in 2011 „lediglich“ +4,8%- 70% des Nachfragewachstums entfallen auf China und Indien- BP erwartet chinesische Nachfrage bei 17,5mb/d in 2030 - 2014 werden Emerging Markets mehr Öl verbrauchen als OECD-Nationen - Erstmals hat China mehr Energie verbraucht als die USA - Energieverbrauch nimmt mit fortschreitender Entwicklung ab - Chinesischer Automarkt wird USA und Europa demnächst überholen – Energieeffizienz als zentraler Faktor in Fünfjahres-PlanPressekonferenz, Wien Spezialreport Öl5. März 2012 8
  9. 9. Schieferöl „the next big thing“? ERSTE GROUP Shale Oil: -Größtes Produktionswachstum ausserhalb der OPEC weiterhin in Kanada (Ölsande) und den USA (Schieferöl) -US-Produktion zeigt Trendwende, North Dakota produziert mittlerweile so viel Öl wie OPEC-Mitglied Ecuador -Produktion konnte in North Dakota innerhalb von 6 Jahren verfünffacht werden -Erste Analysten prognostizieren bereits die komplette Energieunabhängigkeit der USA Shale Gas: -Studie erwähnt umfangreiche Auswirkungen der Shale-Gas- Revolution in den USA -Entwicklung unkonventioneller Ressourcen steckt in Europa weiterhin in den Kinderschuhen -Umweltbedenken weiterhin die größte Hürde in Europa -„Clean Fracking“ als nächste Technologie-Generation -Bohrkosten fallen signifikant, Wasserverbrauch wird verringert -Polen und Ukraine als Wegbereiter in EuropaPressekonferenz, Wien Spezialreport Öl5. März 2012 9
  10. 10. Technische Analyse: Sentiment vs. Saisonalität ERSTE GROUP - Saisonalität signalisiert attraktiven Einstiegszeitpunkt - Saisonalität äußert zuverlässig – deshalb oft „self fulfilling prophecy“ - In 22 der letzten 27 Jahre stieg Ölpreis zw. März und Mai - Ratio-Analyse zeigt relative Überbewertung aber noch keine Extremniveaus- Sentiment signalisiert noch keinen extremen Optimismus- Analystenprognosen ebenfalls verhalten (USD 109 in2012)- Aufwärtstrend intakt, Ausbruch im Monats-Chart- praktisch alle techn. Indikatoren bestätigen den Bullenmarkt Pressekonferenz, Wien Spezialreport Öl 5. März 2012 10
  11. 11. FAZIT ERSTE GROUP• Das Fundament für neue Allzeithochs ist gelegt• Hohe Liquidität, niedrige Zinsen und QE bedeuten positives Umfeld für Öl• Geringe Reservekapazität führt zu hoher Anfälligkeit bei politischen Spannungen• Im Falle einer Blockade der Straße von Hormus USD 150-200 wahrscheinlich• Stark steigender Ölkonsum in Exportnationen könnte langfristige Engpässe auslösen• Schiefer-Öl zeigt Innovationskraft der Branche, Produktion ist ab USD 60/Barrel profitabel• Attraktives Chance/Risikoprofil bei US-Erdgas• Aus technischer Sicht klarer bullishes Szenario (Saisonalität, Oszillatoren, CoT, Sentiment)• 1. Halbjahr: Fortsetzung des Aufwärtstrends, neue Allzeithochs möglich• 2. Halbjahr: Hohes Preisniveau sollte signifikanten Nachfragerückrang auslösen• Durchschnittskurs bis März 2013: USD 123/Barrel (Brent)Pressekonferenz, Wien Spezialreport Öl5. März 2012 11
  12. 12. ERSTE GROUP VIELEN DANK FÜR IHRE AUFMERKSAMKEITPressekonferenz, Wien Spezialreport Öl5. März 2012 12

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