BrainStore 2007 bis 2011Eine kurze Chronologie einer turbulenten, anstrengenden undlehrreichen Zeit.
BrainStore 2007: Frech, frisch und erfolgreich2007 ist BrainStore als freche, frische und erfolgreiche Firmapositioniert. ...
Juni 2007: Ein strategischer Entscheid mitschwerwiegenden Folgen…Im Juni 2007 entscheidet der Verwaltungsrat, ein ehrgeizi...
2008: Wie schnell man eine Millionausgeben kann…In vollen Zügen werden die Mittel investiert. In Frankfurt wirdumgebaut un...
Oktober 2008: Die Welt erlebt einen Schock…Die Finanzkrise vom Oktober 2008 schockt die Welt und führtzu einem Umsatzeinbr...
2009: Aus einem grossen komplexen System wird einkleines überkomplexes SystemIn aller Eile verkleinern wir 2009 den Betrie...
Januar 2010: Die Komplexität muss weg…Anfangs 2010 stellen wir ernüchtert fest: BrainStore ist überviele Jahre zu gross un...
Juni 2010: BrainStore ist fast zahlungsunfähigund überschuldet…Durch die erheblichen Verluste zwischen 2007 und 2010 sindw...
15. November 2010: Der Konkursaufschub wirdbewilligt.Wir beantragen beim Richter einen Konkursaufschub. DiesesVerfahren er...
Dezember 2010: Eine Radikalkur für dieBilanz…Wir nutzen den Konkursaufschub, um im Dezember 2010 dieBücher einer Radikalku...
2011: BrainStore erholt sich raschEndlich fruchten die Massnahmen. 2011 operieren wir wiederin der Gewinnzone - trotz drei...
Juni 2011: Dem Sachwalter und dem Gerichtgeht es nicht schnell genug…Mitte Mai 2011 läuft der Konkursaufschub aus. Sachwal...
Juni 2011: Aus dem Konkursaufschub wird eineNachlassstundung…Das Gericht folgt dem Antrag der Sachwalterin auf Nachlass-st...
August 2011: Rasches HandelnSofort werfen wir die Ideenmaschine an: Unter Einbindungvon Kunden wird das Geschäftsmodell an...
November 2011: erste ErgebnisseAm 19. November 2011 haben bereits über 30 Kunden vomneuen Angebot Gebrauch gemacht: darunt...
Dank an•   Charles Jean-Richard, Pascal Pinck, Nadja Schnetzler•   alle unsere Kunden•   alle Mitarbeiter der BrainStore A...
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  1. 1. BrainStore 2007 bis 2011Eine kurze Chronologie einer turbulenten, anstrengenden undlehrreichen Zeit.
  2. 2. BrainStore 2007: Frech, frisch und erfolgreich2007 ist BrainStore als freche, frische und erfolgreiche Firmapositioniert. Kunden aus der Schweiz, Europa und derganzen Welt freuen sich über die unkonventionelle Methodik,die starken Ergebnisse und über das faszinierende Team vonMitarbeitern und Freelancern.Die Zusammenarbeit mit BrainStore macht Spass, dieMitarbeiter -mehrheitlich Menschen unter 30 - lernen sehrviel, erleben sehr viel und arbeiten sehr viel.Die Nachfrage ist stetig gestiegen, die Produkte haben sichweiterentwickelt, die Resonanz steigt ebenfalls.
  3. 3. Juni 2007: Ein strategischer Entscheid mitschwerwiegenden Folgen…Im Juni 2007 entscheidet der Verwaltungsrat, ein ehrgeizigesWachstumsprojekt anzugehen. Aus BrainStore soll bis 2012ein kleiner, globaler Konzern werden, Hauptlieferant derFortune 200 Companies. Dazu sollen die Idea FactorySoftware neu programmiert und Niederlassungen gegründetwerden.Finanziert werden soll die Expansion mit Fremdkapital.Innerhalb von kurzer Zeit finden wir zwei regional verankerteBanken, welche das Vorhaben mit Blankokrediten in derHöhe von je CHF 500.000 unterstützen.Schon bald eröffnen wir die Filiale in Frankfurt.
  4. 4. 2008: Wie schnell man eine Millionausgeben kann…In vollen Zügen werden die Mittel investiert. In Frankfurt wirdumgebaut und aufgestockt, in Long Beach (Kalifornien) wirdeine Niederlassung eröffnet, das Programmierteam wird aufüber 10 Personen aufgestockt.
  5. 5. Oktober 2008: Die Welt erlebt einen Schock…Die Finanzkrise vom Oktober 2008 schockt die Welt und führtzu einem Umsatzeinbruch. Projekte werden storniert, ganzeIndustriezweige sind gelähmt.Die Krise trifft uns unvorbereitet: für Wachstum besteht einbrillanter Plan – über Umsatzrückgang wurde nienachgedacht.2008 resultiert ein Verlust von CHF 1.375.864 bei einemUmsatz von CHF 7.705.289.
  6. 6. 2009: Aus einem grossen komplexen System wird einkleines überkomplexes SystemIn aller Eile verkleinern wir 2009 den Betrieb massiv undsparen an allen Ecken und Enden. Die Hälfte der Mitarbeiterwird entlassen. Im Verlauf des Jahres verlassen uns weitereMitarbeiter.Die Kosten gehen um 39% Prozent zurück - der Umsatz um35%.2009 resultiert ein Verlust von CHF 1.068.837 bei einemUmsatz von CHF 5.042.779. Warum wird die Situation nichtbesser?
  7. 7. Januar 2010: Die Komplexität muss weg…Anfangs 2010 stellen wir ernüchtert fest: BrainStore ist überviele Jahre zu gross und zu fett geworden. Wir arbeiten inSilos, der Kundenfokus ist reduziert; Hierarchien undStrukturen aus dem 20. Jahrhundert blockieren die Dynamikund Interaktion.Wir entschlacken den Betrieb von innen heraus. Was keinenKunden- oder Mitarbeiterwert bringt, muss weg.Wir lassen von der Agile Programming Communityinspirieren.Wir entdecken wertvolle Ergänzungen zu den bestehendenProzessen und trimmen den Betrieb auf Zukunft.Im Sommer 2010 ist die Komplexität weg, wir wissen, wie wiram Markt auftreten wollen, das positive Kundenecho freutuns.
  8. 8. Juni 2010: BrainStore ist fast zahlungsunfähigund überschuldet…Durch die erheblichen Verluste zwischen 2007 und 2010 sindwir fast zahlungsunfähig geworden und überschuldet dazu.Das Konzept stimmt, wir sind gut auf Kurs – doch derfinanzielle Druck absorbiert sehr viel Energie.Wir brauchen mehr Zeit.
  9. 9. 15. November 2010: Der Konkursaufschub wirdbewilligt.Wir beantragen beim Richter einen Konkursaufschub. DiesesVerfahren erlaubt eine private Sanierung. Der Richter verlangtein Gutachten, dieses bestätigt, dass BrainStore gut auf Kursist.Am 15. November 2010 bewilligt der Richter denKonkursaufschub für vorerst sechs Monate.Die Summe der Forderungen beläuft sich auf CHF 3.182.000.Als Aktiven auf der Gegenseite stehen entschlackteProduktionsprozesse, sechs Kernkompetenzen mit hoherKundenresonanz und ein leistungsfähiges Idea FactorySoftware Paket.
  10. 10. Dezember 2010: Eine Radikalkur für dieBilanz…Wir nutzen den Konkursaufschub, um im Dezember 2010 dieBücher einer Radikalkur zu unterziehen. Die Aktiven werdenmaximal abgeschrieben und zu Liquidationswertendargestellt.2010 resultiert ein Verlust von CHF 2.046.064 bei einemUmsatz von CHF 2.606.863.
  11. 11. 2011: BrainStore erholt sich raschEndlich fruchten die Massnahmen. 2011 operieren wir wiederin der Gewinnzone - trotz drei Sonderfaktoren:Die Mietkosten machen CHF 37.500 pro Monat aus (über25% aller Ausgaben 2011), benötigt würde nur ein kleinesBüro für CHF 1.000.Die speziellen Sanierungskosten von rund CHF 10.000 proMonat setzen uns zu.Der starke Franken beschert uns zusätzlichWährungsverluste im ersten Halbjahr von CHF 40.000.
  12. 12. Juni 2011: Dem Sachwalter und dem Gerichtgeht es nicht schnell genug…Mitte Mai 2011 läuft der Konkursaufschub aus. Sachwalterund Gericht sehen den Fortschritt, sind jedoch besorgt überden Zeithorizont. Wie lange wird es dauern, bis sichBrainStore erholt hat?BrainStore beantragt eine Verlängerung desKonkursaufschubs.Die Sachwalterin beantragt eine Nachlassstundung.
  13. 13. Juni 2011: Aus dem Konkursaufschub wird eineNachlassstundung…Das Gericht folgt dem Antrag der Sachwalterin auf Nachlass-stundung. In der Folge wird eine provisorischeNachlassstundung und dann eine definitiveNachlassstundung bewilligt.Im Gegensatz zum Konkursaufschub ist dieNachlassstundung ein öffentliches Verfahren. D.h es erfolgenöffentliche Schuldenaufrufe und in der Folge erscheinenPresseartikel über die Lage bei BrainStore. Dies führtumgehend zu heftigen Reaktionen: so wird zum Beispiel einwichtiges Projekt kurz nach Start storniert; mehrerefortgeschrittene Verhandlungen werden kundenseitigabgebrochen.
  14. 14. August 2011: Rasches HandelnSofort werfen wir die Ideenmaschine an: Unter Einbindungvon Kunden wird das Geschäftsmodell angepasst, unterEinbindung von Gläubigern entsteht ein Vorschlag für einenfairen Nachlassvertrag, zusammen mit den Mitarbeitern eineneue Zusammenarbeitsform.Essenz des Geschäftsmodells: BrainStore legt kunden-individuell Projektetappen fest; der Kunde bestimmt nachjeder Etappe den Preis. Vorteil: einfacher, risikoloserEinstieg, hohe Wert-orientierung der Zusammenarbeit, grosseFlexibilität.Essenz des Nachlassvertrags: Jeder Gläubiger erhält eineAktie. Die Forderung wird in ein Aktionärsdarlehen mitRangrücktritt gewandelt. Von den Einnahmen werden 25%eingesetzt, um die Darlehen zu amortisieren. DieRückführung erfolgt 2 x pro Jahr.
  15. 15. November 2011: erste ErgebnisseAm 19. November 2011 haben bereits über 30 Kunden vomneuen Angebot Gebrauch gemacht: darunter die Swisscom,British Petrol, die Voight AG und viele mehr.Am 19. November 2011 haben sich bereits 12 von insgesamt13 angefragte Gläubiger (mit offenen Forderungen von totalCHF 512874) für den skizzierten Nachlassvertragausgesprochen.Bei einem Umsatz von CHF 1.875.000 rechnen wir 2011 miteinem Gewinn von sicherlich über CHF 20.000 trotz CHF580.000 Sonderkosten, welche die Rechnung 2011 belasten.PS: Spätestens ab März 2012 operiert BrainStore ohneSonder-kosten.
  16. 16. Dank an• Charles Jean-Richard, Pascal Pinck, Nadja Schnetzler• alle unsere Kunden• alle Mitarbeiter der BrainStore AG• alle ehemaligen Mitarbeiter• alle Kreditoren• die Firma Transliq und den GerichtspräsidentenKontaktMarkus Mettler, BrainStore AG, Aarbergstrasse 3-5, 2502 Bielmarkus.mettler@brainstore.comTel. +41 79 400 52 20

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