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Vergangenheit 
Spuren der Nachhaltigen 
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Vorpommern 
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300 Jahre Nachhaltige 
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Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
1992: Bedrohungen der Biosphäre 
• Klimaveränderungen, 
• Verlust der Biodiversität, 
• Bodendegradation, 
• Wassermangel,...
„Geschichte“ der Nachhaltigkeit 
• 16. Jh.: Zeitalter d. Forstordnungen, 
• 1713 : Carl v. Carlowitz, 
• 19. Jh.: „ Abfall...
Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
1713 Sylvicultura oeconomica von 
Hans Carl von Carlowitz 
„…continuierliche beständige und 
nachhaltige Nutzung“ 
…Man so...
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„Nachhaltige Entwicklung ist eine 
Entwicklung, die den Bedürfnissen der 
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Nachhaltige Entwicklung 
– wie vermitteln? 
• Begriffe sind zu sperrig, 
• Wenig attraktive Darstellung 
(Verzichtsaufrufe...
Zielsetzung: Leitbild durch 
historische Lebenswerke 
konkretisieren 
• Anschaulichkeit durch Biographien, 
• Erhöhung der...
Historische Persönlichkeiten 
aus Mecklenburg und 
Vorpommern 
Taugen sie als „Zeugen“ der nachhaltigen Entwicklung? 
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Johann Heinrich Voß 
(1751 bis 1826) 
Stand und Würde 
Der adelige Rat. „Mein Vater war ein Reichsbaron! 
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Johann Heinrich von 
Thünen (1783 bis 1850) 
Zentrale Fragen seines Lebenswerkes: 
1. Welchen Einfluss übt die Höhe der Ko...
Johann Heinrich von 
Thünen (1783 bis 1850) 
Beispielhafte Übertragung der Kreislehre: 
(Öko-)Bilanz von Biokraftstoffen: ...
Johann Heinrich von 
Thünen (1783 bis 1850) 
Definitionen der Nachhaltigen Entwicklung 1 
„Man muß in der Gegenwart der Zu...
Dennis Meadows 
Autor „Grenzen des Wachstums“ 
Wird der Klimawandel als Zukunftsproblem 
nicht ernst genommen? 
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Johann Heinrich von 
Thünen (1783 bis 1850) 
Definitionen der Nachhaltigen Entwicklung 2 
„Der Landwirt, welcher aus seine...
Exkurs Ökosystemleistungen 
Ökosystemdienstleistungen beschreiben die 
Nutzenstiftung der ökologischen Systeme für den 
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Pavan Sukhdev 
Leiter Studie TEEB, DeBa-Manager 
„Der Mangel an Marktpreisen für 
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Thünen (1783 bis 1850) 
Ökosystemleistungen 
„Dies deckt aber eine ganz schwache Seite 
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Ökosystemleistungen sichtbar machen: 
Beispiel Waldaktie 
mCO2,T 
m + m + m CO2,UmCO2,VCO2,E 
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Ökosystemleistungen sichtbar machen: 
Beispiel MoorFutures 
Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
Johann Heinrich von 
Thünen (1783 bis 1850) 
Technikfolgenabschätzung 1850: 
„...so finden wir uns aufgefordert, die Wirku...
Wikipedia 
Technikfolgenabschätzung 2013: 
„Die Technikfolgenabschätzung befasst sich 
mit der Beobachtung und Analyse von...
Johann Heinrich von 
Thünen (1783 bis 1850) 
Freiwillige Allianzen: 
„So sollten die Gesetzgeber der menschlichen 
Gesells...
Johann Heinrich von 
Thünen (1783 bis 1850) 
Grundlagenforschung: 
„Was die Wissenschaft fördert, ist Gewinn, selbst dann,...
Ernst Alban 
(1791 bis 1856) 
„Meine Bestrebungen bei der Verbesserung der 
Dampfmaschinen gingen auf folgende Punkte hina...
Ernst Alban 
(1791 bis 1856) 
Erste Schritte zum Öko-Design? 
„Schwingende Cylinder gestatten, der Maschine eine dauerhaft...
Heinrich Seidel 
(1842 bis 1906) 
Stoffströme Ende des 19. Jahrhunderts: 
„…dann braucht man sich nur auszumalen, welch 
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Herrmann Fischer 2013 
Gründer der Firma AURO Naturfarben 
Stoffströme 2013: 
Betrachtung des ´Lebenslaufs´ eines 
Kugelsc...
Otto Lilienthal 
(1848 bis 1896) 
Natur als Vorbild und Lehrmeister (Bionik) 
„Die Natur entfaltet gerade in diesen 
Beweg...
Otto Lilienthal 
(1848 bis 1896) 
Der Unternehmer Otto Lilienthal 
„…das ist das Mindeste, was eine Arbeiterfamilie brauch...
Exkurs CSR (Corporate 
Social Responsibility) 
CSR ist ein Konzept, „das den Unternehmen als 
Grundlage dient, auf freiwil...
Friedrich Carl Witte 
(1864 bis 1938) 
“Die beste Ehre gibt man seinem Vaterlande 
und sich selbst, wenn man nicht nach 
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Friedrich Carl Witte 
(1864 bis 1938) 
Grenzen des Wachstums 1938: 
„Fast scheint es, als ob die Welt 
allmählich zu klein...
Dennis Meadows 
Grenzen des Wachstums 1972: 
„Wenn die gegenwärtige Zunahme der 
Weltbevölkerung, der Industrialisierung, ...
Macht nur Not erfinderisch? 
Aspekte der nachhaltigen Entwicklung u. a. auch bei 
• Johann Gottfried Herder (1744 bis 1803...
Gibt es Gemeinsamkeiten? 
1. Partizipation und ihr „Scheitern“: 
• Fritz Reuter: Untertanenverstand 
und Bürokratismus, 
•...
Gibt es Gemeinsamkeiten? 
2. Die Rolle der Bildung: 
• Leitbild des lebenslangen Lernens, 
• Grundvoraussetzung für Etabli...
Gibt es Gemeinsamkeiten? 
3. Die Gestaltung des Gemeinwesens: 
• ein labiles Gemeinwesen bietet nur eingeschränkte 
Möglic...
Gibt es Gemeinsamkeiten? 
4. Selbstvertrauen für das 
eigenverantwortliche Handeln 
„...besteht die Notwendigkeit, die Auf...
Schlussfolgerungen 
Historische Lebenswerke können zur 
Konkretisierung der nachhaltigen Entwicklung 
beitragen. Damit ver...
Vielen Dank für Ihre 
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Spuren nachhaltiger Entwicklung in Mecklenburg

  1. 1. Visionen aus der Vergangenheit Spuren der Nachhaltigen Entwicklung in Mecklenburg- Vorpommern Schwerin, 27.02.2013 Dr. Thorsten Permien, Akademie für Nachhaltige Entwicklung
  2. 2. 2013 300 Jahre Nachhaltige Entwicklung ?! Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  3. 3. 1992: Bedrohungen der Biosphäre • Klimaveränderungen, • Verlust der Biodiversität, • Bodendegradation, • Wassermangel, Wasserkontamination, • Landschaftszersiedelung. Globales Bevölkerungswachstum, 2012: (Staats-)Verschuldung Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  4. 4. „Geschichte“ der Nachhaltigkeit • 16. Jh.: Zeitalter d. Forstordnungen, • 1713 : Carl v. Carlowitz, • 19. Jh.: „ Abfall“ als politischer Begriff, • Ab ca. 1960: „moderner Lebensstil“, • 1987: Brundtland-Kommission: „Nachhaltige Entwicklung“, • 1992: Rio-Konferenz, Agenda 21. Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  5. 5. Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  6. 6. 1713 Sylvicultura oeconomica von Hans Carl von Carlowitz „…continuierliche beständige und nachhaltige Nutzung“ …Man solle mit der Natur handeln, nicht wider sie…(Bionik) …Nahrung und Unterhalt stehen jedem zu, auch den „armen Untertanen“ und der „lieben Posterität“ (Intra- und intergenerationelle Gerechtigkeit) Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  7. 7. Definition Nachhaltige Entwicklung „Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse und ihren Lebensstil zu wählen. Die Forderung, diese Entwicklung dauerhaft zu gestalten, gilt für alle Länder und Menschen.“ Brundtland-Kom. 1987 Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  8. 8. Nachhaltige Entwicklung – wie vermitteln? • Begriffe sind zu sperrig, • Wenig attraktive Darstellung (Verzichtsaufrufe), • Adressaten oft Experten, • Keine historische Ableitung („Bruch“), • Kaum Ansätze der Konkretisierung. Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  9. 9. Zielsetzung: Leitbild durch historische Lebenswerke konkretisieren • Anschaulichkeit durch Biographien, • Erhöhung der Identifikation, • Attraktive Vermittlung, • Lebenstaugliche Vermittlung („Alltagsnachhaltigkeit“), • Historische Ableitung (Vermeidung von Brüchen), • Erschließung neuer Interessenten, • Vermittlung von Orientierungswissen. Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  10. 10. Historische Persönlichkeiten aus Mecklenburg und Vorpommern Taugen sie als „Zeugen“ der nachhaltigen Entwicklung? Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  11. 11. Johann Heinrich Voß (1751 bis 1826) Stand und Würde Der adelige Rat. „Mein Vater war ein Reichsbaron! Und der Ihre war, ich meine?“ Der bürgerliche Rat. „So niedrig, daß, mein Herr Baron, Ich glaube, wären sie sein Sohn, Sie hüteten die Schweine!“ J. H. Voß, etwa 1798 Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  12. 12. Johann Heinrich von Thünen (1783 bis 1850) Zentrale Fragen seines Lebenswerkes: 1. Welchen Einfluss übt die Höhe der Kornpreise auf den Landbau? („Thünensche Kreislehre: Der Gewinn klebt an den Rädern!“ – Berücksichtigung des Grenznutzens) 2. Welches ist der gerechte Lohn des Handarbeiters auf den landwirtschaftlichen Gütern? (u. a. Einführung von Rentenkassen) Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  13. 13. Johann Heinrich von Thünen (1783 bis 1850) Beispielhafte Übertragung der Kreislehre: (Öko-)Bilanz von Biokraftstoffen: Ab welcher Entfernung ist die Kohlendioxidbilanz wenigstens noch ausgeglichen? (finanzielle Bilanzierung bei Thünen, Treibhausgasbilanzierung heute) Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  14. 14. Johann Heinrich von Thünen (1783 bis 1850) Definitionen der Nachhaltigen Entwicklung 1 „Man muß in der Gegenwart der Zukunft Opfer zu bringen wissen, wenn man es ernstlich mit dem Wohle des Vaterlandes und der zukünftigen Generation meint.“ Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  15. 15. Dennis Meadows Autor „Grenzen des Wachstums“ Wird der Klimawandel als Zukunftsproblem nicht ernst genommen? „Das Eindämmen des Klimawandels ist ein schwieriges Problem. Jemand muss heute Schmerzen ertragen und Opfer bringen für etwas, von dem ein anderer erst viel später profitiert.“ Interview FAZ, 04.01.2013 Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  16. 16. Johann Heinrich von Thünen (1783 bis 1850) Definitionen der Nachhaltigen Entwicklung 2 „Der Landwirt, welcher aus seinem Gut einen Überschuß von 1000 Talern gezogen hat, aber den Wert des im Boden enthaltenen Humuskapital um 2000 Talern vermindert hat, ist nicht reicher sondern ärmer geworden.“ Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  17. 17. Exkurs Ökosystemleistungen Ökosystemdienstleistungen beschreiben die Nutzenstiftung der ökologischen Systeme für den Menschen in vier Kategorien: 1.Bereitstellende Dienstleistungen - Nahrung, Wasser, Holz, genetische Ressourcen 2.Regulierende Dienstleistungen - Regulierung des Klimas, Wasserqualität 3.Kulturelle Dienstleistungen - Erholung, ästhetisches Vergnügen 4.Unterstützende Dienstleistungen - Bodenbildung, Nährstoffkreislauf Quelle: Millenium Ecosystem Assessment 2005 Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  18. 18. Pavan Sukhdev Leiter Studie TEEB, DeBa-Manager „Der Mangel an Marktpreisen für Ökosystemdienstleistungen und Biodiversität führt dazu, dass die Güter, die wir von der Natur erhalten … häufig vernachlässigt oder unterschätzt werden.“ TEEB for Policy Makers: Responding to the Value of Nature 2010, (The Economics of Ecosystems and Biodiversity), eigene Übersetzung. Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  19. 19. Johann Heinrich von Thünen (1783 bis 1850) Ökosystemleistungen „Dies deckt aber eine ganz schwache Seite unserer bisherigen Erkenntnisse auf, die Natur … kennen wir fast nur aus den Beobachtungen, die eine Wirtschaft, welche auf den Gelderwerb gerichtet ist, gestattet.“ Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  20. 20. Ökosystemleistungen sichtbar machen: Beispiel Waldaktie mCO2,T m + m + m CO2,UmCO2,VCO2,E CO2 aus der Aufforstung und Waldbewirtschaftung ! Ferien- CO2 20 mCO2,F Holz-einschlag Kompensationslösung Nutzung des Holzes zur Substitution fossiler ET „Tourismuswald“ Nutzung des Holzes als Bau- oder als Werkstoff in langlebigen Produkten aller Urlauber Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  21. 21. Ökosystemleistungen sichtbar machen: Beispiel MoorFutures Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  22. 22. Johann Heinrich von Thünen (1783 bis 1850) Technikfolgenabschätzung 1850: „...so finden wir uns aufgefordert, die Wirkungen, welche die Erfindung neuer Maschinen, neuer Kommunikationsmittel usw. bei ihren ersten Auftreten auf den Wohlstand der bürgerlichen Gesellschaft ausüben, mit den Folgen, die sich später daraus entwickeln, zu vergleichen, somit also das geheimnisvolle Werden zum Gegenstand der Betrachtung zu machen.“ J. v. Thünen 1850 Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  23. 23. Wikipedia Technikfolgenabschätzung 2013: „Die Technikfolgenabschätzung befasst sich mit der Beobachtung und Analyse von Trends in Wissenschaft und Technik und den damit zusammenhängenden gesellschaftlichen Entwicklungen, insbesondere der Abschätzung der Chancen und Risiken.“ Quelle: wikipedia, 31.01.2013 Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  24. 24. Johann Heinrich von Thünen (1783 bis 1850) Freiwillige Allianzen: „So sollten die Gesetzgeber der menschlichen Gesellschaft keinen anderen Zwang auflegen, als den, den der Mensch von hoher und tiefer Einsicht sich selbst freiwillig auflegen würde - und bei einer vollkommenen Gesetzgebung würde ein Mensch von vollendeter Einsicht über die Erde wandeln können, ohne ein Gesetz zu kennen und doch keines verletzen.“ Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung J. v. Thünen 1847
  25. 25. Johann Heinrich von Thünen (1783 bis 1850) Grundlagenforschung: „Was die Wissenschaft fördert, ist Gewinn, selbst dann, wenn vorläufig gar keine Anwendung zu machen wäre. (...) Ich werde bei einem landwirtschaftlichen Gespräch immer eiskalt, wenn ich finde, dass nur das, was unmittelbar etwas einbringt, Gegenstand des Interesses ist.“ J. v. Thünen 1863 Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  26. 26. Ernst Alban (1791 bis 1856) „Meine Bestrebungen bei der Verbesserung der Dampfmaschinen gingen auf folgende Punkte hinaus: 1. diese Maschinen so einfach als möglich darzustellen, 2. sie auf möglichst kleinsten Raum zu beschränken, 3. ihr Gewicht bedeutend zu verkleinern, 4. ihre bisherige Kostspieligkeit in Anschaffung und Erhaltung bis auf ein Minimum zu vermindern, 5. die bei der Anwendung derselben obwaltende Gefahr gänzlich zu heben und endlich 6. die zum Betrieb derselben nöthige Feuerung bedeutend zu verringern.“ (…und den Dampf zur Beheizung zu nutzen) Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung E. Alban 1823
  27. 27. Ernst Alban (1791 bis 1856) Erste Schritte zum Öko-Design? „Schwingende Cylinder gestatten, der Maschine eine dauerhafte, compendiöse, schöne, edlere und würdevollere Form zu geben, als irgend einer, nach einem anderen Principe gebauten Dampfmaschine möglich ist. [...] Immer hat es mich unangenehm berührt, Maschinen, die jetzt so ernst in das menschliche Leben eingreifen, einen so edlen Charakter haben, so Großartiges leisten, in leichtfertiger Hülle stehen und Wirken zu sehen. Auch in ihrem Äußeren muß sich ihre hohe wichtige Bedeutung für den Menschen und sein Wirken auszudrücken.“ Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung E. Alban 1823
  28. 28. Heinrich Seidel (1842 bis 1906) Stoffströme Ende des 19. Jahrhunderts: „…dann braucht man sich nur auszumalen, welch einen verwickelten Mechanismus ein einziges anspruchsloses Paar in Tätigkeit setzt, nur um sich ein bescheidenes Heim zu gründen.“ Heinrich Seidel 1882 Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  29. 29. Herrmann Fischer 2013 Gründer der Firma AURO Naturfarben Stoffströme 2013: Betrachtung des ´Lebenslaufs´ eines Kugelschreiberfarbstoffs vom Rohstoff Erdöl zum fertigen Produkt: „Wo sind wir hier hingeraten? Wir wollten doch einfach nur mit einem Kugelschreiber etwas unterstreichen! Was setzen wir nur mit diesem unschuldigen Wunsch in der Welt in Gang? Dieses kleine Beispiel zeigt die enorme Komplexität der chemischen Herstellung simpler Alltagsprodukte…“ Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  30. 30. Otto Lilienthal (1848 bis 1896) Natur als Vorbild und Lehrmeister (Bionik) „Die Natur entfaltet gerade in diesen Bewegungsformen des Vogelflügels eine Harmonie der Kräftewirkungen, welche uns so mit Bewunderung erfüllen muß, daß es uns nur nutzlos erscheinen kann, wenn auf anderen Wegen versucht wird zu erreichen, was die Natur auf ihrem Wege so schön und einfach erzielt.“ O. Lilienthal 1889 Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  31. 31. Otto Lilienthal (1848 bis 1896) Der Unternehmer Otto Lilienthal „…das ist das Mindeste, was eine Arbeiterfamilie braucht, wenn ich diesen Verdienst meinen Leuten nicht verschaffen kann, dann danke ich dafür, Arbeitgeber zu sein.“ • Gewinnbeteiligung seiner Mitarbeiter (1890), • Beteiligung am Berliner Ostend-Theater (1892), • Sozialkritische Darstellungen ( u. a. „Moderne Raubritter“, erschienen 1894), • verschiedene Reformprojekte, u. a. mit Bruder Gustav. Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  32. 32. Exkurs CSR (Corporate Social Responsibility) CSR ist ein Konzept, „das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale und Umweltbelange in ihre Unternehmertätigkeit […] zu integrieren.“ Europäische Kommission 2001 „Die unternehmerische Kultur der gesellschaftlichen Verantwortung zu belohnen ist ein klügerer Ansatz, als nach immer neuen Umwelt- und Sozialrechtlichen Standards zu rufen.“ Reinhold Kopp Vorsitzender econsense 2006 Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  33. 33. Friedrich Carl Witte (1864 bis 1938) “Die beste Ehre gibt man seinem Vaterlande und sich selbst, wenn man nicht nach materiellem Gewinn allein ausschaut, sondern sich dabei sagt, daß es sich um moralische Werte handelt, gerade in der Industrie, gerade im Kaufmannsstande.” “Der Gelderwerb allein gilt den Kaufleuten nicht als oberstes Gesetz, sondern uns leiten sittliche Gesichtspunkte, moralische Werte.” Friedrich Carl Witte 1911 Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  34. 34. Friedrich Carl Witte (1864 bis 1938) Grenzen des Wachstums 1938: „Fast scheint es, als ob die Welt allmählich zu klein geworden wäre […] wo bleiben diese Waren, ist es möglich, sie abzusetzen, ist ein solcher Konsum denkbar?“ Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  35. 35. Dennis Meadows Grenzen des Wachstums 1972: „Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittel-produktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht.“ Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  36. 36. Macht nur Not erfinderisch? Aspekte der nachhaltigen Entwicklung u. a. auch bei • Johann Gottfried Herder (1744 bis 1803) • Annette von Droste-Hülshoff (1797 bis 1848) •Werner von Siemens (1816 bis 1892) • Robert Bosch (1862 bis 1942) • Benjamin Franklin (1706 bis 1790) Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  37. 37. Gibt es Gemeinsamkeiten? 1. Partizipation und ihr „Scheitern“: • Fritz Reuter: Untertanenverstand und Bürokratismus, • Friedrich C. Witte: Lässigkeit und Furcht vor der Öffentlichkeit, • Laura Witte: Wahrnehmung des Wahlrechtes, • Lord Dahrendorf: Neues zu versuchen als Bürgerpflicht. Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  38. 38. Gibt es Gemeinsamkeiten? 2. Die Rolle der Bildung: • Leitbild des lebenslangen Lernens, • Grundvoraussetzung für Etablierung neuer Techniken, • Grundlage für funktionierendes Gemeinwesen, • Schutz vor Armut und Verelendung, • Voraussetzung für Gleichberechtigung und Chancengleichheit, •Voraussetzung zum Verständnis der Zusammenhänge in der Natur. „Bildung ist eine unerlässliche Voraussetzung für die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung und die Verbesserung der Fähigkeit der Menschen, sich mit Umwelt- und Entwicklung auseinander zu setzen.“ (Agenda 21) Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  39. 39. Gibt es Gemeinsamkeiten? 3. Die Gestaltung des Gemeinwesens: • ein labiles Gemeinwesen bietet nur eingeschränkte Möglichkeiten zur Verwirklichung der eigenen Individualität (alle) • Familie und Dorf, u. a. Johannes Gillhoff , • Region (Mecklenburg), u. a. Fritz Reuter, • Nationalstaat, u. a. Johann Heinrich von Thünen, • Globalisierung, u. a. Friedrich Carl Witte. „Ein wesentlicher Faktor für die wirksame Umsetzung der Ziele, Maßnahmen und Mechanismen, die von den Regierungen in allen Programmbereichen der Agenda 21 gemeinsam beschlossen worden sind, ist das Engagement und die echte Beteiligung aller gesellschaftlicher Gruppen“ (Agenda 21) Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  40. 40. Gibt es Gemeinsamkeiten? 4. Selbstvertrauen für das eigenverantwortliche Handeln „...besteht die Notwendigkeit, die Aufgeschlossenheit der Bevölkerung gegenüber Umwelt- und Entwicklungsfragen und ihre Beteiligung an der Lösungsfindung zu steigern und ein Bewußtsein für die eigene Verantwortung für die Umwelt sowie eine bessere Motivation und ein stärkeres Engagement für eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.“ 5. Bereitschaft zu Veränderungen „Die Frage, ob ein Land in der Lage ist, einen in Richtung nachhaltige Entwicklung führenden Kurs zu verfolgen, hängt weitgehend von den Fähigkeiten seiner Menschen und Institutionen (...) ab.“ Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  41. 41. Schlussfolgerungen Historische Lebenswerke können zur Konkretisierung der nachhaltigen Entwicklung beitragen. Damit verbunden ist - eine historische Ableitung, - eine attraktive Vermittlung, - die Alltagstauglichkeit, - eine höhere Identifikation, - die Ansprache breiterer Interessengruppe, - die Vermittlung von Orientierungswissen. Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung
  42. 42. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! www.ciando.com/e book/bid-285246- visionen-aus-der-vergangenheit-spuren- spuren-der-nachhaltigen-entwicklung- der- in-den- lebenswerken-bekannter-persoenlichkeiten-aus- mecklenburg-und- vorpommern Schwerin, 27.02.2013 Spuren der nachhaltigen Entwicklung

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