Schach lernen - Grundlagen für Anfänger

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Das Dokument vermittelt die Grundlagen des Schachspiels. Das Brett, die Figuren und ihre Zugmöglichkeiten werden erklärt.

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Schach lernen - Grundlagen für Anfänger

  1. 1. LizenzDieses Dokument inklusive aller Grafiken stehen unter einer Creative-Commons-Lizenz (Creative Commons Attribution-Noncommercial 3.0 GermanyLicense). Sie dürfen das Dokument vervielfältigen, verbreiten und öffentlichzugänglich machen. Sie müssen den Namen des Autors Meino Aden und einenVerweis auf die Seite http://schach-lernen.de nennen. Sie dürfen dieses Werknicht für kommerzielle Zwecke verwenden.Den vollständigen Lizenzvertrag finden Sie unterhttp://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/de/.Meino AdenKontakt: info@schach-lernen.deInternet: http://meinoaden.deschach-lernen.com Seite 2
  2. 2. InhaltsverzeichnisSchach lernen......................................................................................................4Grundlagen......................................................................................................5Das Brett......................................................................................................5Linien und Reihen.........................................................................................5Grundstellung.......................................................................................6Die Figuren...................................................................................................7Der König..................................................................................................7Die Dame.................................................................................................7Der Turm ..................................................................................................8Der Läufer................................................................................................8Der Springer.............................................................................................9Der Bauer.................................................................................................9Der Wert der Figuren..............................................................................10Schach, Matt und Patt................................................................................11Schach....................................................................................................11Matt........................................................................................................11Patt.........................................................................................................12Sonderzüge................................................................................................12Rochade..................................................................................................12En Passant..............................................................................................14Umwandlung..........................................................................................15schach-lernen.com Seite 3
  3. 3. Schach lernenSchach lernen„Das Schachspiel ist ein See, in welchem eine Mücke baden und einElefant ertrinken kann.“Indisches SprichwortSchach lernen ist einfach. Es gibt ein übersichtliches Brett und sechseigenständige Figuren mit eigenen Zugmöglichkeiten:• König• Dame• Turm• Läufer• Springer• BauerAlso nichts außerordentlich kompliziertes. Wer die Grundlagen kennt kannSchach spielen.Und doch bietet das Schachspiel so viele Möglichkeiten, dass Großmeister denganzen Tag nichts anderes machen als zu trainieren und die neuesteSchachtheorie zu lernen.In diesem Text geht es nur um die absoluten Grundlagen: Was muss ich wissen,um eine Partie Schach spielen zu können. Und für Anfänger ist die Praxis derbeste Lehrmeister.schach-lernen.com Seite 4
  4. 4. GrundlagenGrundlagenDas BrettLinien und Reihenschach-lernen.com Seite 5!""""""""#ç*+*+*+*+%æ+*+*+*+*%å*+*+*+*+%ä+*+*+*+*%ã*+*+*+*+%â+*+*+*+*%á*+*+*+*+%à+*+*+*+*%/èéêëìíîï)Linien werden im Schach 8untereinander liegende Feldergenannt, Reihen sind 8nebeneinander liegende Felder. Linienwerden mit dem dazugehörigen Buchstabengekennzeichnet, Reihen mit der Zahl.Im Diagramm links bilden die grünhinterlegten Felder die d-Linie und diegelb hinterlegten Felder bilden die die4. Reihe.Eine weitere Bezeichnung gibt es fürdie 1. und die 8. Reihe: sie werdenauch Grundreihe genannt.!""""""""#ç*+*+*+*+%æ+*+*+*+*%å*+*+*+*+%ä+*+*+*+*%ã*+*+*+*+%â+*+*+*+*%á*+*+*+*+%à+*+*+*+*%/èéêëìíîï)Das Brett besteht aus 8x8 Feldern, dieabwechselnd schwarz und weiß gefärbtsind. In der rechten unteren Ecke musssich ein weißes Feld befinden. AmBrettrand können sich Koordinatenbefinden, mit denen sich jedeseinzelne Feld genau bestimmen lässt.So wird zum Beispiel das grünmarkierte Feld links unten mit a1bezeichnet.
  5. 5. Linien und ReihenGrundstellungschach-lernen.com Seite 6♜♝♚♞♟♟♟♟                ♙♙♙♙♘♕♗♖In der Grundstellung stehen die weißenFiguren auf der 1. und der 2. Reihe, dieschwarzen Figuren auf der 7. und der8. Reihe. Die Bauern stehen jeweils vorden anderen Figuren.Die Position von König und Dame kannman sich folgendermaßen merken:Weiße Dame weißes Feld, schwarzeDame schwarzes Feld.
  6. 6. Die FigurenDie FigurenBeim Schach gibt es sechs verschiedene Figuren: König, Dame, Turm, Springer,Läufer und Bauer.Dame und Türme werden auch als Schwerfiguren bezeichnet, Springer undLäufer als Leichtfiguren.Der KönigDie DameDie Dame ist die stärkste Figur im Spiel.Sie kann beliebig weit in alle Richtungenziehen. Beliebig weit bedeutet, bis sie aufeine eigene oder eine gegnerische Figurtrifft.Die Dame vereint die Zugmöglichkeitenvon Turm und Läufer.Eine Dame ist in den meisten Fällenjedoch stärker als Turm und Läuferzusammen.schach-lernen.com Seite 7!""""""""#ç*+*+*+*+%æ+*+*+*+*%å*+.:.+*+%ä+*:k:*+*%ã*+.:.+*+%â+*+*+*+*%á*+*+*+*+%à+*+*+*+*%/èéêëìíîï)Der König ist die wichtigste Figur imSpiel. Ziel des Spiels ist es, ihn„gefangen zu nehmen“ (Matt setzen).Er kann sich immer nur um Feldbewegen, allerdings in jede Richtung.Der König kann als einzige Figur nichtgeschlagen werden.Bei den Königen gibt es noch eineBesonderheit: sie dürfen niemalsdirekt neben dem gegnerischen Königstehen.In Zusammenspiel mit dem Turm kannein König noch einen speziellen ZugAusführen: die Rochade.!""""""""#ç.+*:*+.+%æ+.+.+.+*%å*+.:.+*+%ä:.:q:.:.%ã*+.:.+*+%â+.+.+.+*%á.+*:*+.+%à+*+.+*+.%/èéêëìíîï)
  7. 7. Die FigurenDer TurmDer Turm kann waagerecht und senkrechtsoweit ziehen, bis er auf eine eigene odergegnerische Figur trifft. Er ist nach derDame die zweitstärkste Figur.Der LäuferDer Läufer darf nur diagonal ziehen,dafür aber so weit, bis er auf eine eigeneoder gegnerische Figur trifft. Er ist aufeine Farbe festgelegt.Ein weißfeldriger Läufer zieht also immernur auf den weißen Feldern.Wenn ein Spieler sowohl den weiß- alsauch den schwarzfeldrigen Läufer besitzt,so spricht man von einem Läuferpaar. EinLäuferpaar ist besonders in Stellungen mitwenigen Bauern stark.Mit einem Läuferpaar kann dergegnerische König matt gesetzt werden.Mit zwei Springer ist das nicht zwingendmöglich.schach-lernen.com Seite 8!""""""""#ç*+*:*+*+%æ+*+.+*+*%å*+*:*+*+%ä:.:r:.:.%ã*+*:*+*+%â+*+.+*+*%á*+*:*+*+%à+*+.+*+*%/èéêëìíîï)!""""""""#ç.+*+*+.+%æ+.+*+.+*%å*+.+.+*+%ä+*+b+*+*%ã*+.+.+*+%â+.+*+.+*%á.+*+*+.+%à+*+*+*+.%/èéêëìíîï)
  8. 8. Die FigurenDer SpringerDer Springer zieht zwei Felder waagerechtoder senkrecht und dann ein Feld nach linksoder rechts. Schlagen kann der Springer nurauf den mit einem Punkt gekennzeichnetenZielfeldern. Über die anderen Felder springter hinweg, auch wenn dort Figuren stehen.Der Springer wechselt mit jedem Zug dieFeldfarbe.Springer sind besonders in Stellungen stark,in denen noch viele Figuren auf dem Brettsind. Sie können Figuren angreifen, die sichhinter anderen Figuren verschanzt haben.Springer sind relativ langsam. Sie benötigenbis zu sechs Züge, um ein anderes Feld zu betreten.Der BauerDer Bauer darf als einzige Figur nurvorwärts ziehen. Aus seinerAusgangsposition heraus zwei Felder (derlinke Bauer), ansonsten ein Feld (derrechte Bauer). Ein Bauer schlägt andersals er zieht, nämlich schräg. Dies ist durchdie Kreuze gekennzeichnet. Er wechseltdadurch auf eine andere Reihe.Ein besonderer Bauernzug wird EnPassant genannt. Dieser Zug wird in dementsprechenden Kapitel erklärt.Ein Bauer hat noch eine besondereStärke, auf die im Kapitel Umwandlungnäher eingegangen wird.schach-lernen.com Seite 9             ♘                  !""""""""#ç*+*+*+*+%æ+*+*+*+*%å*+*+*+*+%ä+*+*X.X*%ã*+.+*P*+%â+x:x+*+*%á*+p+*+*+%à+*+*+*+*%/èéêëìíîï)
  9. 9. Die FigurenDer Wert der FigurenDie Figuren haben, abhängig von ihrer Stärke, einen bestimmten Wert. DieserWert wird in Bauerneinheiten ausgedrückt.q p= ppppppppr ppppp=b ppp=n ppp=Die Dame ist 9 Bauern wert, also soviel wie ein Turm, ein Läufer und ein Bauerzusammen. Ein Turm ist soviel wert wie z. B. ein Springer und zwei Bauern.q = r⁺b⁺pq r= ⁺p⁺p⁺p⁺pq b= ⁺b⁺nr n= ⁺p⁺pn p= ⁺p⁺pDiese Berechnungen sind allerdings nur Anhaltswerte, um einen Abtauschabschätzen zu können. Ein Springer wird z. B. allergrößte Schwierigkeitenhaben, drei Bauern aufzuhalten und eine Dame ist in den meisten Fällen dreiLeichtfiguren (Springer und Läufer) unterlegen.schach-lernen.com Seite 10
  10. 10. Schach, Matt und PattSchach, Matt und PattBeim Schach geht es darum, den gegnerischen König Matt zu setzen. Dazumuss man ihn direkt angreifen, was als Schach bieten bezeichnet wird. Aufein Schach muss der Spieler sofort reagieren.SchachAls Schach bezeichnet man den direktenAngriff auf den König. Der so angegriffeneSpieler muss direkt auf das Schachreagieren. Dies kann geschehen durcha) das Wegziehen des Königs,b) das Schlagen des Angreifers oderc) das eine eigene Figur zwischenAngreifer und König ziehenIm Diagramm links bietet der weiße Turmauf e3 dem schwarzen König Schach.Schwarz hat in dieser Stellung dreiMöglichkeiten, das Schach abzuwehren.a) den König wegziehen, z. B. nach f7b) den Turm von c6 nach e6 ziehen und so seinen König schützenc) mit dem Läufer von c1 den Turm auf e3 schlagenWobei in diesem Fall natürlich die dritte Möglichkeit die beste ist.MattWenn ein Spieler ein Schach nichtabwehren kann, dann ist er matt.Im Diagramm links greift die weiße Dameauf den schwarzen König an. Er steht imSchach. Schwarz kann das Schach nichtabwehren und ist deswegen Matt.Er kann den König nicht wegziehen(Möglichkeit 1), denn sowohl auf f8 alsauch auf h8 wäre er immer noch von derDame angegriffen. Er kann keine eigeneFigur dazwischen ziehen (Möglichkeit 2)und auch nicht die weiße Dame schlagen(Möglichkeit 3).schach-lernen.com Seite 11         ♜•       •        ♔      •♚  ♟♟                   ♔    
  11. 11. Schach, Matt und PattPattEin Spieler ist dann patt, wenn er keineregulären Züge mehr ausführen kann,aber sein König nicht angegriffen wird.Wenn im Diagramm links Schwarz am Zugist, dann ist der schwarze König patt. Derweiße Läufer bedroht das Feld g8. Derweiße Bauer bedroht das Feld g7 undhindert gleichzeitig den schwarzenBauern daran zu ziehen. Der schwarzeKönig steht nicht im Schach, darf aber aufkeines der bedrohten Felder ziehen.Ein Patt wird genauso gewertet wie einRemis, also mit einem halben Punkt.SonderzügeIm Schach können einige Figuren besondere Züge ausführen. Dies sind dieRochade, das Schlagen En Passant und die Bauernumwandlung.RochadeDie Rochade dient dazu, den eigenen König in Sicherheit zu bringen. Sie wirdmit dem König und einem Turm ausgeführt und gilt als ein Zug.schach-lernen.com Seite 12!""""""""#ç*+*+*+*+%æ+*+*+*+*%å*+*+*+*+%ä+*+*+*+*%ã*+*+*+*+%â+*+*+*+*%ápPp+*PpP%àR*+*K.:r%/èéêëìíîï)Vor der kurzen Rochade!""""""""#ç*+*+*+*+%æ+*+*+*+*%å*+*+*+*+%ä+*+*+*+*%ã*+*+*+*+%â+*+*+*+*%ápPp+*PpP%àR*+*+rK*%/èéêëìíîï)Nach der kurzen Rochade   •  •♟  •  ♗         ♔        
  12. 12. SonderzügeBei der Rochade geht der König zwei Felder nach links oder rechts und der Turmspringt auf die andere Seite. Im oberen Beispiel spricht man von der kurzenRochade, da der Turm den kurzen Weg (2 Felder) geht. Beim unteren Beispielhandelt es sich um die lange Rochade, da der Turm den langen Weg (3 Felder)geht.Bei der Rochade gibt es mehrere Dinge zu beachten:● Der König und der Turm, mit dem rochiert werden soll, dürfen noch nichtgezogen haben.● Der König darf nicht im Schach stehen.● Der König darf nicht über ein bedrohtes Feld gehen.● Der König darf nicht auf ein bedrohtes Feld gehen.Wenn der Turm angegriffen ist, darf die Rochade jedoch durchgeführt werden.Die kurze Rochade wird 0-0 notiert, die lange Rochade 0-0-0.schach-lernen.com Seite 13!""""""""#ç*+*+*+*+%æ+*+*+*+*%å*+*+*+*+%ä+*+*+*+*%ã*+*+*+*+%â+*+*+*+*%ápPp+*PpP%àR*:.K*+*%/èéêëìíîï)Vor der langen Rochade!""""""""#ç*+*+*+*+%æ+*+*+*+*%å*+*+*+*+%ä+*+*+*+*%ã*+*+*+*+%â+*+*+*+*%ápPp+*PpP%à+*Kr+*+*%/èéêëìíîï)Nach der langen Rochade
  13. 13. SonderzügeEn PassantEn Passant kommt aus dem französischen und bedeutet „im Vorbeigehen“.Dieser Zug ist dann möglich, wenn ein Bauer aus der Grundstellung herauszwei Felder nach vorne direkt neben einen gegnerischen Bauen zieht.Im den obigen Diagrammen hat weiß seinen c-Bauern von c2 nach c4 gezogen.Der schwarze Bauer darf jetzt so tun, als ob weiß nur ein Feld vorgezogenhätte. Er kann im direkt folgenden Zug (und nur dann) seinen Bauern nach c3stellen und den weißen Bauern auf c4 vom Brett nehmen. Wenn schwarz erstetwas anderes zieht, so ist das Schlagen En Passant danach nicht mehrmöglich.schach-lernen.com Seite 14                 •       ♙      Weiß zieht Bauer c2 nach c4                                Schwarz steht auf c3                 ♙              Schwarz schlägt auf c3 undnimmt den weißen Bauern weg
  14. 14. SonderzügeUmwandlungWenn ein Bauer die gegnerische Grundreihe erreicht hat, dann muss er in eineDame, einen Turm, einen Läufer oder einen Springer derselben Farbeumgewandelt werden. Prinzipiell kann ein Spieler durch Umwandlung bis zu 9Damen auf dem Brett haben.In der obigen Stellung kann Weiß am Zug den Bauern von b7 nach b8 ziehenund ihn in eine Dame umwandeln, wonach die neue weiße Dame dengegnerischen König angreift. Und ihn auch noch matt setzt.schach-lernen.com Seite 15!""""""""#ç*+*+*+l+%æ+p+*+oOo%å*+*+*+*+%ä+*+*+*+*%ã*+*+*+*+%â+*+*+*+*%á*+*+*K*+%à+*+*+*+*%/èéêëìíîï)!""""""""#ç*Q.:.:l+%æ+*+*+oOo%å*+*+*+*+%ä+*+*+*+*%ã*+*+*+*+%â+*+*+*+*%á*+*+*K*+%à+*+*+*+*%/èéêëìíîï)

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